Beiträge von let1612

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    dass vor allem im Leistungsbereich das alte System 7:7 vielleicht doch nicht ganz falsch ist.

    Das meinst du aber nicht im Ernst oder? Du sprichst bei einer G- oder F-Jugend noch nicht von Leistungsbereich oder? Ab E-Jugend hat es (ein 7 gegen 7) der DFB und die neuen Spielformen vorgesehen - und selbst da würde ich noch nicht von Leistungsbereich sprechen (und zum Glück haben das auch einige NLZs eingesehen). Und selbst bei den selektierten Teams in G- (kenne ich zum Glück keine) und F-Jugend sind die Ballkontakte und Spielzeiten nicht gleich verteilt. Da spricht nichts gegen ein 3 gegen 3 oder 5 gegen 5 auch bei den leistungsorientierten.

    Das mit der Spielzeit könnte man in den Griff bekommen - die Uhr wird angehalten, wenn der Ball im Aus ist.

    Ich könnte mir vorstellen, dass durch mehr Standards mehr Tore fallen könnten - würde das Fußball attraktiver machen? Auch würden die Bälle wahrscheinlich nicht sinnlos ins Aus geprügelt werden (v.a. in den unteren Klassen).

    Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass Mannschaften das Risiko des Spielaufbaus meiden und es zu mehr "Kick and rush" führen könnte. Bin mal gespannt, was bei den "Piloten" raus kommt.

    Im SPIELMACHER 05/2022 (BFV Magazin) steht auf Seite 30: "5,9 Prozent der BFV-NLZ-Spieler (untersucht wurden 6.000 Profile) schafften den Sprung in einen Verein der ersten bis vierten Liga, wo hingegen die Quote bei den reinen DFB-Stützpunkt-Absolventen bei 2,5 Prozent liegt." D.h. die doppelte Prozentzahl wird durch die BFV-NLZs im Gegensatz zu den normalen Stützpunkten erreicht - warum versucht man das Modell nicht auch in anderen Teilen Deutschlands?

    Bis zur F oder E ist ein Einwurf ja eher eine zufällige Spielfortsetzung ohne echten Vorteil für die ausführende Mannschaft.

    Das würde ich bis hoch in die Bundesliga unterschreiben ;) - wer hat schon geplante Spielfortsetzungen durch den Einwurf. Auf den meisten Sportplätzen ist das Zufall - leider kein gutes Zeugnis für die Trainer.

    EnterTrainer : vielen Dank für deine Posts. Aus meiner Sicht machen die die Diskussionen immer spannender.

    Wenn so ein paralleler Spielbetrieb auch nur halbwegs erfolgreich wird, wäre das für den DFB eine Katastrophe. Ich hoffe, dass das nicht der Fall sein wird.

    Ich empfinde einen parallelen Spielbetrieb nicht als Katastrophe für einen Verband (bei den Boxern gibt es übrigens mehrere Verbände). So haben wir in Augsburg (BFV) z.B. in der G-Jugend keinen Spielbetrieb angeboten. Und da haben sich auch private Spielgruppen gebildet. Was aus meiner Sicht keine Katastrophe ist. Aber hier hat der Verband aus meiner Sicht eine klare Sichtweise an den Tag gelegt, nämlich 7 gegen 7 unterstützen wir in der G-Jugend nicht.


    Und wenn ich mir die Plattform kickplan.de ansehe, dann ist das gerade auch eine Alternative zur DFB Teampunkt App und aus meiner Sicht keine Katastrophe für den DFB (sind sogar einige die auch sonst mit dem DFB zusammenarbeiten daran beteiligt).


    Und wie viele Formen des parallelen Spielbetrieb gibt es beim WFV? Ein paar, aber die stellen das bisherige Vorgehen des Verbandes (z.B. Spielnachmittage, 4+1) aus meiner Sicht nicht in Frage.

    nero : ich gehe davon aus, dass auch ein Co-Trainer Aufgaben hat, die er im Training wahrnehmen soll und das kann man dann bewerten. Genauso kann er im Tagebuch ein Training reflektieren. Und wie lange geht heute eine Lehrprobe? Falls das der Trainer dem Co-Trainer nicht zutraut, dann ist der Co-Trainer auch nicht so weit einen Trainerschein zu erhalten bzw. es läuft etwas ordentlich schief zwischen den beiden.

    Solange der Trainerlehrgang und die Prüfung in der heutigen Form stattfindet, solange wird es diese Fragen geben. Welche Kompetenz soll der Prüfungsteilnehmer hier nachweisen? Gute Freunde, gut googeln können, im Lehrgang eine Übung/Spielform aufgeschnappt zu haben usw.


    Verbesserungsvorschlag: Teilnehmer müssen ein öffentliches Trainingstagebuch ihrer Mannschaft führen. Prüfungskommission kommt unangemeldet beim Training vorbei.

    Mein Eindruck ist leider der, dass durch die neuen Spielformen insgesamt deutlich weniger Kinder am Spielbetrieb teilnehmen. Normal sind vielleicht zwei Festivals pro Halbjahr...

    Woher kommt dieser Eindruck? Mir sind es fast zu viele Festivals, die die Kinder (G-Jugend) spielen, wenn ihre Trainer an den Festivals gefallen gefunden haben.

    Wenn die Kinder irgendwann in den höheren Jugenden spielen, weiß doch niemand mehr, woran es liegen könnte.


    Es sieht auch niemand mehr die Kinder, die aufgrund Selektion oder mangelnder Spielzeit aufgehört haben.

    So ist das heute.

    Könnten wir das ändern? Ich denke JA: Langzeitstudien - heute bekommen es nur die Interessierten mit (und aus meiner Sicht ist das unglaublich was da im Vereinsfußball so alles passiert => und ich könnte heute schon sagen, welcher Verein in 10 Jahren Probleme bekommt im Herrenbereich ;))

    Ich bin aktuell echt ratlos, da keine Fortschritte zu erkennen sind.

    Was würdest du denn erwarten? Ist diese Erwartung realistisch? Wenn dein Team vor 2 Monaten auf den letzten Feldern gespielt hat und wir davon ausgehen, dass alle anderen Teams auch ein gutes Training anbieten und die Kinder sich weiter entwickeln, dann spielt dein Team weiterhin auf den letzten Feldern und das obwohl sich dein Team / deine Kinder weiterentwickelt haben. Nur die anderen haben sich halt auch weiter entwickelt.

    Vorschlag: mach mal einen Leistungstest (irgendwelche Slalomdistanzen, Zielschüsse, Zielpässe u.a.) - schreibe es für jedes Kind auf und mache es 2, 4, 6 Monate später nochmals und du wirst sehen, dass sich die Kinder weiter entwickeln.

    Goodie : aus Elternperspektive bin ich komplett bei dir. Ändere ich allerdings meine Perspektive brauchen wir aus meiner Sicht weiterhin die Vereine (kleiner Zusatz: andere Systeme (z.B. amerikanisches System) sind unserem aus meiner Sicht während der Schulzeit unterlegen. Im Studium sieht das dann wieder anders aus).

    Beispiel: natürlich kann ich die Fußball-Eliten-Schulen z.B. Realschule gegen Gymnasium spielen lassen, um einen leistungshomogenen Wettbewerb im Fußball zu haben. Doch wie viele Fußball-Elite-Schulen gibt es? Und selbst wenn die flächendeckend wären, wie groß wären dann die Klassen? Und wie wirke ich dann einer Spezialisierung in jungen Jahren entgegen? Gehe ich auf die Musik- oder die Sportschule oder noch detaillierter die Fußball- oder Basketballschule? Heute kann ich durch die Vereine das individuell bestimmen.

    Ich persönlich hätte auf sowas als Jugendlicher keinen Bock gehabt.

    Das Modell (Schulen gegeneinander) von Goodie ist praktisch "Jugend trainiert für Olympia" - und wie viele nehmen daran teil? Da bin ich auch eher bei Constantin

    Wie wäre es allerdings als Kindergartenkind gewesen? (mein Wunsch an die Fee) - oder könnte man das auch noch in der Grundschule machen? Wann ist der Übertritt in den Verein?