Wurde gerade auf das Video des VFL Wolfsburg aufmerksam - ich könnte mir vorstellen, dass es hier zu Diskussionen führen könnte (man kann es ja im Zeitraffer ansehen oder manuell vorspulen) - es ist kein Plan, aber ein Auszug aus einer Einheit.
Beiträge von let1612
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Linksfuss : Danke für das ausführliche Statement. Ich kann das nachvollziehen. Ich möchte nur auf die Punkte nochmals eingehen, die du mit mir in Verbindung gebracht hast.
- Wiederholung: mir geht es in erster Linie um die Kinder
- ein Einwurf ist motorisch leicht und auch von einem kleinen Kind möglich - werfen gehört für mich zur motorischen Grundausbildung
- meine Argumentation (Futsal, Beachsoccer) bezieht sich auf die Spielfeldgröße (Kleinfeld) und die Sportart (für mich ist das alles Fußball)
- im Einwurf steckt noch viel Potential
Ich würde auch nie eine Mittellinienregelung für das 11 gegen 11 fordern. Im Kleinfeld und für die Entwicklung der Kinder macht sie für mich Sinn (genauso wie z.B. eine Schusszone).
Ansonsten warte ich einfach das Ergebnis des Pilotprojektes ab - die Diskussion hier, finde ich trotzdem spannend

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Linksfuss : es geht übrigens nicht um mich oder meine Kinder. Es geht um die Kinder.
In den neuen Spielformen Fußball 3 und Fußball 5 ist das in unserem Kreis übrigens gar kein Thema - da wird einfach eingedribbelt oder eingepasst.
Und im Beach Soccer darf man einwerfen oder einkicken.
Bei dem "Regeln leben" sind wir einer Meinung

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Fechter : Ich versuche es anders. Eine Trainerlizenz, Erfahrung im Fußball und eine Profession ohne Kontrolle sind aus meiner Sicht kein Qualitätsmerkmal für einen Fußballtrainer => vor allem nicht für einen Kinder- und Jugendtrainer.
Da gibt es bei den Eltern genauso gute und schlechte wie die Trainer der hier angesprochenen Anbietern. Für gute Qualität bezahle ich gerne - sowohl Eltern als auch Anbieter. Schlechte Qualität kann ich bei den Eltern noch tolerieren (nicht akzeptieren), bei den Anbietern aber nicht.
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Linksfuss : deine Ironie hat viele Anhänger in Deutschland - in der Halle

Aber nun zu deiner Frage:
Bei der G- und F-Jugend im Fußball 3 (FUNino) würde ich zu eindribbeln und einpassen tendieren.
Bei der F-, E- und D-Jugend im Fußball 5, 7 und 9 (für mich Kleinfeld) würde ich die Futsalregeln (einpassen) nehmen. Die funktionieren außer in Deutschland überall in der Welt - und ja, da braucht es oftmals auch länger bis der Ball auf der Linie liegt. Wahrscheinlich würde ich in der F-Jugend die Zeitregel weglassen.
Für das Großfeld habe ich noch keine feste Meinung. Hier kann ich mir weiterhin den Einwurf vorstellen, aber auch einen Einkick (vielleicht sogar den hier vorgeschlagenen Einkick an der Mittellinie).
Wenn ich mir deine Argumentation nehme, könnte ich auch sagen, warum gibt es einen Abstoß? Auch da könnte man mit Einwurf eine Spielfortsetzung machen.
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Und das habe ich bei den Vereinen mit lizenzierten Trainern nicht? Bei Kindern hätte ich lieber Pädagogen.
Klar, da gibts dann noch die Elterntrainer, aber der Fußball entwickelt sich weiter. Mit Laienkenntnissen kann man halt ein höheres Niveau nicht erreichen. Deshalb denke ich, dass das die Zukunft ist.
Ich habe bei uns ein anderes Beispiel. Wenn ich dann sehe, dass die F-Jugend mit einem 5er Ball spielt und ich mir das Warmmachen ansehe (Trainer mehr Ballkontakte als die Kinder), dann passt das für mich nicht zusammen.
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Ich frage mich daher, wohin werfen deine Kinder denn ein und warum?
Meine werfen überall hin (180 Grad), weil ich sie lasse und sie das selbst entscheiden und ich einen Ballverlust mit möglichem Konter nicht schlimm finde. Die meisten Trainer fordern allerdings nach vorne (bis ca. 20 Grad). Ganz selten sehe ich Einwürfe horizontal (bis 90 Grad) und fast nie nach hinten (90-180 Grad). Ob das mit Eindribbeln oder Einkicken besser wird, mag ich auch bezweifeln.
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Von einer Disskussion über den Sinn, eine so große Anzahl von kids alleine zu betreuen bitte ich abzusehen. Das ist mir/uns klar
Aus meiner Sicht könnte man über ein Wort (Verb) diskutieren: "betreuen"
Coachen (steuern, begleiten) werde ich sie nicht können. Trainieren (im Sinne von Wiederholungen an Stationen) schon eher. Betreuen (im Sinne ich bin für sie da und biete ihnen eine Fußballmöglichkeit), würde ich sagen geht.
Das Training wird zur Beschäftigungsstunde. Kann man paar mal als Notlösung so machen. Langfristig m.E. nicht sinnvoll.
die Dribbelstärke einiger damaligen Ruhrpottkicker damit begründet wurde, dass dort viel auf der Straße gespielt wurde und Straßen damals lang und eng waren, es musste gedribbelt werden. Stand da ein Trainer daneben im - heute viel vermissten - Straßenfußball ? Nö.
Da bin ich mehr auf Seiten von TomGB - lasst sie kicken. Und evtl. wird das zu eurem Alleinstellungsmerkmal und ihr bekommt noch mehr Zulauf. Warum gehen Kinder und Jugendliche ins Training? Wegen der Übungen und Spielformen? Die wollen kicken und das könnt ihr anbieten.
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Skriwer : aus meiner Sicht wird der Einwurf im Training (v.a. auch bei Profimannschaften) zu wenig trainiert - Zusatz: Standards insgesamt werden zu wenig trainiert im Verhältnis zu ihrer Wichtigkeit - viele Spiele auf höchstem Niveau werden durch Standards entschieden (die Nationalmannschaft hat dafür einen Verantwortlichen).
Nicht umsonst war die Steigerung um bis zu 4m bei den Profis möglich - ich glaube bei anderen Techniken gibt es solche Steigerungen nicht.
Was mich im Kinder- und Jugendbereich am Einwurf stört, ist zum einen die Einschränkung der Kinder (ich würde sagen über 90% fordern einen Einwurf nach vorne - Sicherheit, man könnte ja ein Tor bekommen - und die Kinder machen das dann auch) und zum anderen, dass es die einzige Technik ist, die vom Schiedsrichter geprüft wird und zurückgepfiffen wird. Warum? Die meisten falschen Einwürfe sind für das ausführende Team kein Vorteil -> lasst es laufen.
Und ja, auch Einwürfe kann man ins Training integrieren - dafür braucht man nicht extra Trainingszeit.
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Fortuna trainiert extra den Einwurf
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Man kann vier G-Spiele auf einem Platz pro Stunde durchbringen, ein Spielfest kostet mit Auf- und Abbau mindestens zwei, eher drei Stunden...
Zum Spielfest (Fußball 3 Festival) bei uns. Ich baue einen Platz mit 32 Toren und 8 Feldern in max. 45 min. alleine auf (in der Zeit führe ich noch das Trainergespräch und eine kurze Einführung für alle). Dann führe ich das in ca. 75 min. durch (7x7=49 min. + 6x3=18 min. => 67 min. + 5 min. Schlusswort). Der Abbau braucht meistens ca. 20 min. (alleine) - meistens bin ich spätestens beim Abbau nicht mehr alleine
. Ich bin mir jetzt nicht sicher aus welchem Verband du bist, aber 4 G-Felder mit 8x 5x2m Tore baust du wahrscheinlich auch nicht alleine auf - für die Tore bist du wahrscheinlich auf Hilfe angewiesen. Und 4 Felder mit 8 Toren brauchen wahrscheinlich auch ca. 30 min. zum Aufbau (zumindest brauche ich das mit Hilfe bei den Fußball 5 Festivals - meistens kommt da noch ein 5. Feld dazu). Beim Fußball 5 spielen übrigens auf 5 Feldern dann 5 gegen 5 => 50 Kinder gleichzeitig (6x 10 min.=60 min + 5x 3 min.= 15 min. => 75 min.). Abbau dauert meistens dann auch wieder ca. 20 min.Ich lade jeden dazu ein mir dabei zu zuschauen und die Zeit zu stoppen
- die Kinder haben definitiv mehr Spielzeit als bei der herkömmlichen Form und es sind definitiv auch mehr Kinder auf einem Platz als heute. -
Auf jeden Fall stimmt die Floskel "Alle spielen, niemand bleibt zuhause" in keiner Weise. Im Gegenteil: Es bleiben sogar mehr Kinder zuhause...
Das liegt aber auch nicht an den Spielformen, sondern wie sie gelebt werden. Und am Platz kann es auch nicht liegen. Früher konnten nur 2x 7 gegen 7 = 28 Kinder/Platz und heute 8x 3 gegen 3 = 48 Kinder/Platz spielen.
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Aufsichtspflicht.... wie willst du bei 30 Kindern sicherstellen, daß du alle im Blick hast, vernünftig?!
Ohne das Wort "vernünftig" hätte ich gesagt, frag mal bei einigen Lehrern nach.
Ideen:
- Aufwärmen mit Fangspielen klappt
- Rundläufe und Stationen hängen auch von der Infrastruktur ab (z.B. was ist um den Platz herum? Banden, Fangzäune oder Bach, Straße)
- 2 Spiele (z.B. 8 gegen 8 (Spielform habe ich kürzlich in Frankreich bei der U12 gesehen)) auf je einer Platzhälfte müssten auch gehen - da kann man auch eine Turnierform machen
- ich würde wahrscheinlich einen halben Platz zum freien Spielen aufbauen und auf der anderen Platzhälfte 2 Stationen - auf die Stationen kann man dann mehr schauen und das Spiel weitgehend alleine laufen lassen.
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ScuBac : haben wir gar kein Nachwuchsproblem? 7 gegen 7 (14 Kinder) und 8 gegen 8 (16 Kinder) das ist sehr schön - oder lasst ihr da dann verschiedene Jahrgänge zusammen spielen? (Anm. nicht ganz ernst gemeint, aber ich hatte in der F-Jugend nie einen >14er Kader)
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Erfolg der neuen Spielformen
Das was du da beschreibst, hat aber nichts mit den neuen Spielformen zu tun - zumindest nicht, wie sie bei uns gelebt werden. Da muss niemand ein Ergebnis melden, da gibt es keine Turnierleitung und da gibt es kein Endergebnis. Das was du schilderst sind für mich keine neuen Spielformen!
Bei Erfolgserwachsenen (Trainer wie Eltern) hilft nur "steter Tropfen höhlt den Stein" - und jetzt bitte nicht Antworten: "wo etwas hohl ist, kann nichts mehr ausgehöhlt werden"

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Wenn ich das hier so lese und auch die Meinungen bei uns im Kreis mitbekomme, muss ich immer wieder feststellen, dass die Mädels/Frauen alles gleich machen wollen, wie die Jungs/Männer - auch deren Fehler und Fehlentwicklungen.
Wenn ich in den Jahrgängen wenige Mädels habe, warum muss ich dann Großfeldmannschaften melden? Wenn die Mädels später einsteigen, warum sollen sie dann das gleiche Spiel wie die Jungs spielen (was ja nicht das gleiche ist, wie hier zu lesen ist)?
Eine Lösungsmöglichkeit: die neuen Spielformen und ihre Festivals (außer von Kröte habe ich auch hier keine Lösungsmöglichkeiten gelesen).
Eine Problematik bei den Mädels sind ja auch die Fahrtwege um gegnerische Teams zu haben. Warum will man da einen wöchentlichen Spielbetrieb? Macht Leistungsvergleiche bzw. Turniere.
Die JFGs und SGs und so weiter haben bei den Jungs den Schwund an Jugendlichen vielleicht gebremst, aber nicht umgekehrt (ich bin sogar der Meinung sie beschleunigen den Rückgang an Spielern). Warum will man hier aus drei Mädelsteams eines machen? Somit fallen 2 Gegner schon wieder weg.
Ich lese hier von einer Kindergartenveranstaltung - dann lasst Kindergärten gegeneinander spielen. Das Personal ist pädagogisch auch besser ausgebildet. Es braucht nicht immer eine Vereinsanbindung (v.a. in dem Alter).
Warum bin ich nicht multisportiv unterwegs?
Es braucht neue Ideen und Ansätze, weil die alten nicht funktionieren.
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Kröte : von A-Jugend Mädchen höre ich zum ersten Mal. In welchem Verband gibt es das bzw. gab es das?
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Kröte : ich denke da nicht an Trick 17. Ich trainiere eine Jungs Mannschaft (C-Jugend) mit 2 Mädels (eine davon meine Tochter). Die Mädels sind bei mir ein ganz normales Teammitglied und werden auch als solches behandelt (und ja, die wollen es auch nicht anders). In unserem Verein wird jetzt ein Mädelsteam C-Jugend aufgebaut und meine Tochter findet es den Jungs gegenüber als ungerecht, dass die Mädels bei den Jungs und Mädels spielen dürfen und die Jungs nur bei den Jungs. Sie will sogar in ihrem Jahrgang spielen und nicht zurück gestuft werden - was bei uns in Bayern für Mädels geht.
Bei uns bedeutet das, dass 2011er Mädchen mit 2008 Mädels zusammen spielen. Nachdem ich auch noch einen 2010 Sohn habe, bin ich der Meinung die wären bei den 2010er Jungs besser aufgehoben (z.B. von den Größenunterschieden).
Bei uns kommt noch dazu, dass bei uns 1km weiter ein Verein mit reinen Mädelsteams vorhanden ist. Ein altersgerechtes Spielen also möglich wäre.
Die Lösung mit den D-Jugendlichen in die C-Jugend und eine Mädchenmannschaft ist aus meiner Sicht die bessere Lösung als meine, wenn sie nicht dazu führt, dass z.B. 6 Jungs aufhören, die im Jahr darauf für eine D- oder C-Jugend-Mannschaft benötigt werden. Weil das zieht dann weitere Verluste nach sich - sind die Gewinne bei den Mädchen da höher? Dann OK, dann entwickelt sich der Verein allerdings in Richtung Mädchenfußball. Wenn das gewollt ist, ist es auch OK. Man muss sich nur auch der langfristigen Entwicklung bewusst sein.
Spieler-papa : mir geht es um die Vereine und die Mehrheit der Spieler*innen - um beide Geschlechter. Und es geht mir um den Einstieg. Steige ich bei einem gemischten Team ein und fordere dann nach Jahren ein Mädelsteam. Warum steige ich da nicht gleich bei einem Mädelsteam ein? Goodie hat mal geschrieben, dass sie im Volleyball absichtlich ein Mixed-Team gesucht hat. Auch beim Basketball oder sonstigen Sportarten erlebe ich Mixed Teams in der Jugend. Dort erlebe ich allerdings nach Jahren nicht solche Wünsche nach einem eigenen Mädels-/Frauenteam, wie beim Fußball.
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Am Konzept des Vereins stört mich, dass, selbst wenn es genug Mädchen wären, von vornherein ausgeschlossen werden soll, dass es eine Mädchen-Mannschaft unterhalb der B gibt. Ich denke, der Hintergrund ist auch, dass es auch bei den Junioren Probleme mit dem Nachwuchs gibt. Die Mädels sollen dann die Junioren-Mannschaften auffüllen.
Ich finde das nicht verwerflich, wenn es sich nicht um einen Frauenfußballclub handelt und es für den Verein positive Auswirkungen hat.
Beispiel: Es handelt sich um 12 Mädchen, von denen 6 mit und ohne Jungs weiterspielen würden und 6 aufhören, wenn sie bei den Jungs spielen. Ihr habt 9 D-Jugendliche und 11 C-Jugendliche und die Mädels passen 3x D und 3x C. Dann könnt ihr eine D- und eine C-Jugendmannschaft stellen - ohne die Mädels könnt ihr das nicht. Bedeutet 6 Mädels verlieren oder 20 Jungs.
