Beiträge von let1612

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    Bin heute morgen über zwei Zitate von Eckart von Hirschhausen gestolpert:

    "Es ist schwer, nach Feierabend ehrenamtlich die Welt zu retten, wenn andere sie hauptberuflich zerstören." und

    "Ehrenamtliche Arbeit macht nicht nur glücklich und zufrieden, sie verlängert auch das Leben um durchschnittlich sieben Jahre."

    In dem Sinne retten wir weiterhin die Welt für ein längeres Leben ;)

    ruffy85 : ich kann deinen Frust verstehen und ich kenne den HFV nicht. Allerdings wird die Reform in vielen Verbänden aus meiner Sicht aufgeweicht werden. Mich ärgert das auch, aber teilweise kann ich es auch nachvollziehen - auch wenn ich es nicht akzeptieren will.


    Die Infrastruktur wird oftmals die Spielform vorgeben:

    - Tore: für ein Fußball 5 Festival auf 5x2 Meter Tore brauchst du bei 10 (12) Mannschaften 10 (12) Tore. Die meisten Vereine haben nur 2-4. Hier gibt es die Möglichkeit mobile Tore einzusetzen. Die bekommst du gerade schon sehr schwer im Handel. Will die jeder in Deutschland wird das nicht funktionieren (ich hatte schon überlegt mir einen Container in China zu bestellen ;)) - kein Problem gibt es bei den Minitoren (Popup-Toren) für Fußball 3.

    - Teampunkt App bzw. BFV Team App: hier fehlen auch noch Funktionen (z.B. PC-Fähigkeit) um einen Spielbetrieb vernünftig zu planen

    - Elektronischer Spielberichtsbogen/spielplus: soll eine "Eierlegende Wollmilchsau" sein - auch hier kommt es zu extrem viel Aufwand bei der Festivalsanlage im Verhältnis zu einem normalen Spielplan

    - für den Preis einer Torabhängung bekomme ich fast ein kleineres mobiles Tor -> welchen Weg geht man?

    - in Städten sind anscheinend auch die Plätze begrenzt - hier fehlt mir allerdings die Logik, weil aus meiner Sicht anstatt 2x 7 gegen 7 (28 Spieler) nun 8x 3 gegen 3 (48 Spieler) gespielt werden kann. Es sind immer mehr Spieler auf dem Platz als vorher.


    Verhaltensänderung:

    - aus einem gegeneinander wird ein miteinander (z.B. ich baue evtl. gemeinsam auf und ab, weil man seine eigenen Tore mitbringt; ich spreche mich über Regeln und Teamstärken ab)

    - aus einem konsumieren wird ein sich beteiligen (z.B. bei Trainern - es gibt Vereine, da machen Trainer nur Verbandsspiele - die wissen gar nicht wie man Freundschaftsspiele oder Turniere veranstaltet)

    - aus einem einmaligen Prozess wird ein kontinuierlicher Prozess (z.B. bei der Spiele- und Festivalplanung)


    Und was aus meiner Sicht die Akzeptanz bei der "ablehnenden Gemeinde" auch nicht erhöht, ist der "Flickenteppich" - bisher macht hauptsächlich nur jeder Verband was er will, nachher wahrscheinlich jeder Kreis. Und leider leben da auch die Protagonisten kein miteinander in Deutschland - aber vielleicht wird das 24/25 dann besser, wenn es eingeführt ist.

    Beim Übergang von der U13 in die U14 geht es in Hamburg von 7+1 auf Halbfeld ohne Abseits zu 11er Großfeld mit Abseits.

    Ich habe mich gestern in Hamburg etwas eingelesen, aber das habe ich nicht mitbekommen. D.h. die Auf- und Abstiegsregeln werden im 8 gegen 8 ausgespielt und in die nächste Saison ins 11 gegen 11 mitgenommen. Passt das dann in den Ligen immer noch? Wie sind da die Erfahrungen?

    Und die U12 spielt auch 8 gegen 8 während die U11 7 gegen 7 spielt? Dann wäre das ja auch nochmal ein Unterschied und nicht nur die Tabelle - die ihr aus meiner Sicht in der U11 auch habt, weil auch dort spielt ihr ja eine Vorrunde (regional) und eine Hauptrunde (nach Leistung).


    Eure Definition von "leistungsorientiert" - für jede 1. Jugend-Mannschaft - kannte ich bisher auch noch nicht.


    Die einzige Lösung, die ich sehe: engagiert euch beim HFV :)

    Momantai : Ich kenne den Spruch: "Nur unter Druck entstehen Diamanten" - gibt es irgendetwas anderes - am besten in Bezug auf Lebewesen - bei dem Druck eine positive Entwicklung zur Folge hat?


    Ich habe hier bei uns auch schon alles erlebt: eigene Staffel für U11, die U12 melden. U11, die als U12 spielt. U11 "Bezirksoberliga" obwohl es das gar nicht gibt. Und haben sich die Modelle lange gehalten? Nein! -> ich folgere daraus, dass es keine Erfolgsmodelle waren. Übrigens gab es das bei uns auch mit U7-Mannschaften, die bei U9 gemeldet haben, weil wir keinen Spielbetrieb für U7 angeboten haben. Mittlerweile gibt es einen freiwilligen (wie sich das anhört ;)) Festivalbetrieb und die "Verrückten" nehmen stark ab.


    Übrigens sind die Initiatoren meistens die Trainer - keine Kinder, keine Eltern und auch keine Jugendleiter. Und die Trainer haben aus meiner Sicht auch die meiste Angst vor den neuen Spielformen - ihre Macht schwindet.

    Ob daraus dann wirklich bessere Fußballer entstehen, ist unmöglich zu beantworten.

    Ich sage, dass die neuen Spielformen bessere Fußballer hervorbringen werden. Warum?

    - jeder sammelt mehr Spielpraxis (Spielminuten)

    - jeder sammelt mehr Ballkontakte - auch mehr qualitative Ballkontakte

    - jeder spielt unterschiedliche Positionen und sammelt so mehr Erfahrungen

    - jeder spielt öfters auf seinem fußballerischen Niveau


    Ein Festival ist ein Ein-Tages-Wettbewerb, bei dem ich im ChampionsLeague-Modus noch nicht einmal eine Tabelle benötige um zu wissen, wer die beste Mannschaft ist ;). Allerdings habe ich mehrere Wettkämpfe an diesem Tag (6-7 Spiele). Jeden einzelnen Wettkampf sollen die Kinder auch gewinnen wollen.


    Habt ihr in den letzten Tagen die Posts hier zu den Hallenkreismeisterschaften gelesen? Ist das der Kinder- und Jugendfußball, den wir haben wollen?


    Thema Stadtmeisterschaften: Gab es jahrelang z.B. in Stuttgart - wer war zu 90% im Finale? - VfB und Kickers (und ja, da haben spätere Bundesligaspieler gegeneinander gespielt (aber auch Kreisligaspieler)). Haben diese Spiele sie weiter gebracht? Meistens nein, weil da war soviel Druck drauf, dass in diesen Spielen nur versucht wurde zu gewinnen (habe eigene Erfahrungen von F - D-Jugend; ab der C-Jugend gab es diese Stadtmeisterschaft nicht mehr - und ja, in der Halle ging das sogar in diesen Jahrgängen bis zur Württembergischen Meisterschaft weiter). Gibt es z.B. heute noch ab der U13 in Bayern in der Halle - und auch da gibt es meistens eine Handvoll Vereine, die diese erringen.


    Und ja, meine Frage war provokant, aber leider spiegelt sie die Realität wieder. In manchen Verbänden steigt der eine Jahrgang auf und der nächste erbt die Liga -> das geht über 2 Saisons. Genauso ist es in manchen Pokalwettbewerben. Da qualifiziert man sich auf Kreis- oder Bezirksebene und im nächsten Jahr geht es auf Landesebene weiter (das ist ja auch richtiger Fußball, siehe DFB-Pokal oder ChampionsLeague bei den Erwachsenen).

    Momantai : Wie lange soll der Wettbewerb gehen? 2 Wochen, halbe Saison, ganze Saison, über 2 Jahre? Macht der Wettbewerb aus den Kindern bessere Fußballer? Können wir dann nicht auch einen Norddeutschen oder gleich einen Deutschen Meister ausspielen?

    Aus meiner Sicht gibt es mehrere Möglichkeiten:

    - beteilige sie am Training und lass sie eine Übung vorschlagen bzw. greife etwas heraus, was du bei einem in der Tummelphase beobachtet hast

    - versuche dir eine andere Sichtweise zuzulegen: bei mir ist einer das "freie Atom" - der springt halt mal irgendwo in der Halle rum

    - die Kinder dürfen auch gerne mal zuschauen, wenn ihnen etwas nicht gefällt: bei mir macht ein Kind nicht mit, wenn ich einen bestimmten Miniball einsetze (den mag er nicht)

    - man kann Übungen auch individuell leichter oder schwerer machen (Hans du klatschst 2x bevor du den Ball fängst; Gustav du 5x)


    Nachdem hier kürzlich von Strafen gesprochen wurde: selbst in unseren Gesetzen geht es erst mit 7 Jahren los (BGB §828).

    Ich habe damals grundsätzlich 1-3-2-1 gespielt, den klassischen Tannenbaum und das auch nie geändert.

    Weil ich diese Woche über diesen twitter Beitrag gestolpert bin (auf spanisch - ich gehe allerdings davon aus, dass man es auch ohne Spanisch-Kenntnisse nachvollziehen kann) und hier der Tannenbaum angesprochen wird. Für E-Jugend aus meiner Sicht allerdings zuviel - aber manche spielen das ja auch im Erwachsenenalter.

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    Zum Thema junge Trainer:

    Das schreibt die sportschau auf facebook dazu:

    "Zocken kann sich also lohnen: Einst spielte er mit seinem Bruder das Computer-Simulationsspiel Football Manager, jetzt trumpft der 30-Jährige als Trainer in der echten Welt groß auf. Das musste zuletzt auch das Starensemble von Paris St. Germain erfahren. Neymar, Mbappé und Co. kamen nicht über ein 1:1 gegen Reims hinaus.

    Der gebürtige Belgier trainiert Reims seit Oktober 2022, stabilisierte den abstiegsbedrohten Klub und führte ihn seitdem ins gesicherte Mittelfeld. Und das, obwohl er die nötige UEFA-Pro-Trainerlizenz nicht besitzt. Sein Klub wird dafür bei jedem Spiel zur Kasse gebeten. "Der Klub hat mir gesagt: 'Wir sind bereit, in deine Karriere zu investieren. Solange du gewinnst", so Still gegenüber der Daily Mail."


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    Mich stört bei all den Bewertungen genauso wie bei den Vorgaben der Verbände das Starre System.


    Die Starrheit des Systems kommt leider wieder aus dem erwachsenen Wettbewerbsgedanken


    Bei allem was man den Verbänden vorwerfen kann, muss ich sie hier eindeutig in Schutz nehmen. Die würden an der Schraube nämlich deutlich schneller drehen als die Vereine und die meisten Trainer.

    Ich versuche bei uns gerade dieses starre System aufzulösen - für die Kinder überhaupt gar kein Problem. Aber für die Erwachsenen! Und da schenken sich Vereine und Verbände bzw. Jugendleiter, Trainer, Eltern und Verbandsfunktionäre nichts. Es gibt überall solche und solche.

    Funino ist super, es soll ja auch so gespielt werden, aber ab der E-Jugend kann man meines Erachtens langsam beginnen, sich dem "originalen" Fußball zumindest anzunähern.

    Aus meiner Sicht macht das der WFV schon in der F-Jugend oder hast du mir bitte einen Link, der in eine andere Richtung geht.

    Spielfelder WFV-Kinderfußball: Ich sehe da im Pilot in der F-Jugend ein FUNino-Spielfeld und eines mit 2 Toren und es wird von Mixed-Spielfeld und Twin-Modus gesprochen. Nur die G-Jugend spielt reines FUNino. E-Jugend hat ein 5 gegen 5 auf 2 Tore.


    Auch hier wird von der E-Jugend nur in Verbindung mit dem DFB geschrieben. Und der DFB hat im Booklet (Seite 24) auch beide Möglichkeiten drin (Minitore und Kleinfeldtore). Bei der Anzahl der Spieler sogar 4 gegen 4 bis 7 gegen 7.


    Ich denke wir sollten auch zwischen Wettkampf und Wettbewerb unterscheiden. Ein Wettbewerb hat eine Zeitspanne und beinhaltet mehrere Wettkämpfe. Ein Wettkampf ist ein Spiel - und ja, da sollen die Kinder (nicht die Erwachsenen) gewinnen wollen. Und ja, da zählen schon die Kleinsten mit. Wettbewerbe brauchen die Kinder nicht, die interessiert nur ihr Spiel - und evtl. das der Klassenkameraden ;) - natürlich nimmt das mit höherem Alter zu und in der E- und D-Jugend wissen sie, dass es Tabellen gibt. Ich glaube aber nicht, dass E- und D-Jugendliche WhatsApp Gruppen bilden würden um Ergebnisse auszutauschen und eine Tabelle zu errechnen (und das machen Erwachsene teilweise schon in der F-Jugend).

    Das ist die Vorgabe vom DFB:

    "In der G-Jugend wird ab der Saison 2024/2025 verbindlich im Zwei-gegen-Zwei oder Drei-gegen-Drei auf vier Minitore gespielt. In der F-Jugend wird ebenfalls das Drei-gegen-Drei empfohlen, alternativ ist ein Vier-gegen-Vier oder Fünf-gegen-Fünf möglich. Beim Fünf-gegen-Fünf erfolgt in der F-Jugend der Einsatz von Kleinfeldtoren und Torhüter*innen.

    In der E-Jugend wird dann zum Fünf-gegen-Fünf bis maximal Sieben-gegen-Sieben übergegangen, in dieser Altersklasse erfolgt der feste Übergang zu Kleinfeldtoren und Torhüter*innen."


    Alle die sich mit den neuen Spielformen auseinandersetzen haben die D- und C-Jugend auch im Blick. Nur sollte man den 1. vor dem 2. Schritt machen. Und genau das passiert jetzt. Und alle stellen auch spätestens in der F-Jugend hin und wieder ein Tor in die Mitte (Köln, Brandenburg, BFV, WFV usw.) - für mich immer wieder faszinierend, wie sich Mythen halten :(


    Kinder machen übrigens vieles anders um eine Sportart zu lernen:

    Fahrrad: früher mit Stützrädern und heute mit Laufrädern - das ist doch gar nicht die Zielform!?!

    Fußball: "Ball aus der Luft", "Benz", "Schifferle" (jede Region hat da einen eigenen Begriff) und im Spiel zählt auch ein Tor vom Boden - habe ich noch in keinem Training beobachtet, hat aber wahrscheinlich jeder Erwachsene-Fußballer schon mal gespielt

    Tennis: machen sie Staffeln und spielen Hockey -> auch keine Zielform

    Manuel Neuer hat als Kind höchstwahrscheinlich noch kein Funino gespielt und ist trotzdem einer der besten Torhüter aller Zeiten geworden.

    Fredi Bobic hat in der E-Jugend 11 gegen 11 mit Abseits gespielt und in der D-Jugend auf den großen Platz auf große Tore - und er wurde auch Europameister. Wäre doch auch eine Möglichkeit oder?


    Und wie wurde Manuel Neuer Torwart? Zufällig. "Und der Letzte muss ins Tor, das war damals so - ich bin nie mehr rausgekommen", erzählte der Torwart einst im Audi Star Talk (zitiert von Merkur).

    Goodie : du bist bestimmt die Idealbesetzung für diese Alterskategorie, aber dich gibt es halt nur einmal und dazu noch viel zu weit weg von Bayern ;)

    Und vielleicht kommt das Kind mit 6-7 Jahren auch nochmal vorbei oder eben nicht.

    Ich habe letztes Jahr in der C2 erlebt, dass ein Kind, dass in der F-Jugend ein Probetraining gemacht hat, in der C2 eingestiegen ist und jetzt begeistert Fußball spielt. Auch so etwas gibt es.

    Und ich habe mal nachgeschaut, von meinen 2010ern, die bei mir in der G 2015 angefangen haben, sind von 9 Kindern 7 noch in unserer D-Jugend im Einsatz, 1x NLZ und 1x noch im Verein in einer anderen Sportart. Und damals haben wir mit 3 Jahrgängen zusammen trainiert U7, 6 und 5. Heute trainieren wir nur mit U6 und 5 - du bist dir da sicher, was der richtige Weg ist, ich bin da immer hin- und hergerissen.

    Ich schaue mal, wie sich das entwickelt und was ich nach der Saison bzw. im September zur neuen Saison sagen kann, wie viele wieder gekommen sind.


    Könnte ja theoretisch auch eine Ballmaschine übernehmen. Wäre das dann "ok"?

    Die müsste schon sehr viel KI beinhalten, weil du ja berücksichtigst wie weit die Kinder sind und den Ball dann so wirfst.

    Bei mir müssen die Kinder die Bälle immer erst selber hochwerfen und fangen. Kommt einer so gar nicht klar, werfe (rolle) ich ihm den Ball ein paar Mal in die Arme.

    Da sind wir nicht weit auseinander. Das gibt es bei mir auch.


    Was mich allerdings interessieren würde, wie gehst du bei "er klebt an Mama's Bein" vor? Ich frage das Kind, ob es mitmachen will. Sage dann zur Mutter, dass sie zusehen können und gehe während dem Training, falls das Kind nicht von alleine irgendwo mitmachen will und kommt, zu den beiden und frage nochmals. Macht das Kind nicht mit, biete ich ihnen an in 2-3 Wochen wieder zu kommen und es zu probieren. Wie gehst du da vor?