Beiträge von let1612

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    Charles De Goal : habe mir gerade das Mannschaftsbild der U12 der TSG Hoffenheim angesehen - 17 Spieler - deine Rechnung stimmt somit ziemlich gut ;)

    Etwas geschockt war ich über den Trainer- und Betreuerstab - 8 Personen (Trainer, Co-Trainer, Torwart-Trainer, Athletik- und Reha-Trainerin, Individualtrainer, Physiotherapeut, Betreuer) - macht 1 Person pro 2 Spieler und von denen kommen 1/3 in der U17 an - und das bei einem Perspektivteam zuvor, d.h. eine richtige Selektion gibt es erst zur U12. Da sind mir 4 Spieler von U8 bis U19 bei Mainz schon lieber (12 Spieler in der U9 -> 1/3 kommt durch und 2 Trainer)


    Trotzdem finde ich es gut, dass die beiden Vereine darüber öffentlich sprechen - damit kann sich jeder sein eigenes Bild machen, ob er das gut oder schlecht findet. Weiterhin zeigen sie somit, dass es Thema bei ihnen ist.

    Und hier das Beispiel Mainz 05:

    "Wir versuchen, langfristig auf Spieler zu setzen, sie zu entwickeln und auf die nächste Stufe zu bringen. Nelson Weiper, Philipp Schulz, Dennis Kaygin oder auch Dennis Azakir kann man hier beispielhaft nennen, die schon seit der U8 bei uns sind. Das gelingt uns seit Jahren sehr gut, nicht nur in diesem Jahrgang, denkt man beispielsweise an Ridle Baku, Suat Serdar oder Robin Zentner. Diesen Weg wollen wir weitergehen."

    Quelle

    Ich finde Kommunikation sehr wichtig - das habe ich vor ein paar Jahren mal hier zusammengeschrieben.

    Deshalb ist für mich akustische (verbale) Kommunikation zu verbieten auch nur ein Stilmittel (Provokation) um andere Kommunikation (non-verbale) oder Verhaltensweisen (z.B. Umblickverhalten) zu provozieren/trainieren.

    Man kann aber auch die Kommunikation trainieren und verbessern - z.B. ein "spiel, spiel, SPIEL" hat einige Nachteile: Dauer, Gegner wird aufmerksam, wenig Information für den Ballführenden usw. Könnte man z.B. ersetzen durch "Fuß" damit gebe ich auch die Information weiter, dass der Ball gespielt werden soll, ich gebe sogar meine Folgehandlung preis (ich gehe nicht tief und dem Ball hinterher), es ist kurz und prägnant, es zieht auch weniger Aufmerksamkeit des Gegners auf sich usw.


    Zur Trainer-Kommunikation: die ist aus meiner Sicht besonders im Kinderfußball sehr schlecht und müsste in Trainerlehrgängen viel mehr thematisiert werden. Meine Gründe:

    - nur "ballnahe" Kommunikation

    - Entscheidungen werden abgenommen

    - keine Lösung oder Lösungsalternativen

    - keine Prinzipien (spricht hier Trainer E an)

    - keine (besseren) Verhaltensalternativen (spricht hier vangaalsnase an)

    - andere Perspektive der Spieler und Trainer

    - fehlende Spielerperspektive (Empathie)

    - bei mehreren Trainern unterschiedliche Anweisungen

    D.h. dass alle die mitmachen, auch entspannt sind.

    Das hast du überall, dass die Freiwilligen meistens entspannt sind.


    Die Herausforderung wird sein, dass die "Unfreiwilligen" spätestens ab 24/25 entspannt werden. ;)

    In der U10, U11 oder vor allem der U12 taucht da doch selten ein Talent auf, dass nicht schon bekannt ist.

    Ist das mittlerweile so? Das Einzugsgebiet hier ist ja schon extrem groß.


    Idealtypisch ist aus meiner Sicht ein Verlauf wie z.B. bei Tiago Poller - kleiner Verein (Beilstein) - Leistungsverein (Freiberg) - Nachwuchsleistungszentrum (Kickers) und dann NLZ VFB (z.B. auch Serge Gnabry)

    Früher blieben die beim VFB, heute gibt es Konkurrenz von Hoffenheim - und ab der B-Jugend dann bundesweit, wenn nicht sogar international wie bei Gnabry.


    Und der VFB hat ja auch noch seine Fußballschule - auch da wird die Quote 1 aus 500 bestimmt erreicht.


    Wenn ich mir J. Kimmich ansehe, dann war er in der D-Jugend beim VFB (VFB Bösingen: dürften ungefähr 60-75 min. einfach sein)

    Genau wie Goodie mag ich solche Belohnungen auch nicht - die Belohnung ist ja das Training und jeder der weniger trainiert, hat weniger Belohnung bekommen.

    Auch kann ich mit der Diskussion, ob das fair oder nicht fair, gerecht oder ungerecht bzw. jeder muss dasselbe erhalten, nicht viel anfangen. Gerechtigkeit ist für mich nämlich nicht jeden gleich zu behandeln - auch hierzu gab es hier schon Diskussionen.

    Genauso wie bei der Trainingsbeteiligung als Grund für die Spielzeit am Wochenende (wäre ja dann auch eine Belohnung).

    Ich habe die Trainingsbeteiligung auch immer notiert und den Spielern zur Winter- und Sommerpause gezeigt - auch das war dann Motivation für einige ohne besondere Belohnung.

    Auch die Art der Belohnung könnte man mal überdenken - z.B. Gewinn ist die Durchführung einer Geburtstagsparty auf dem Sportplatz, da hat nicht nur der Spieler etwas davon, sondern auch die Eltern von dem Spieler (und mit viel Glück auch die Mitspieler, weil die dann wahrscheinlich auch eingeladen werden) ;) (ist übrigens auch eine Idee für zusätzliche Vereinseinnahmen).

    Grundsätzlich geht doch die Tendenz weg davon Südamerikanische Spieler o.ä. in der Jugend zu verpflichten.

    Das kann gut sein, aber mit Brasilianern sind die Hoffenheimer bisher ganz gut gefahren (nicht unbedingt in der Jugend, aber insgesamt):

    Transfereinnahmen:

    Joelinton (44 Mio.); Firmino (41); Carlos Eduardo (20); Luiz Gustavo (17); Maicosuel (4)

    Franzosen: Georginio Rutter (28); Jonathan Schmid (5,2); Anthony Modeste (4,5)

    hier mal eine Stellenausschreibung für einen Jugendbetreuer (früher Jugend-Animateur):

    - Eine pädagogische Ausbildung oder Erfahrung

    - Du achtest auf die Bedürfnisse der Gäste und pflegst als Jugendbetreuer/in auch zu den Eltern einen guten Kontakt.

    - Dabei behältst du die Sicherheit der Jugendlichen und die Einhaltung der Regeln verantwortungsvoll im Auge

    - FREUND UND AUFSICHTSPERSON IN EINEM


    natürlich hat ein Animateur einen geringeren Anteil an pädagogisch (wichtiger) Arbeit zu leisten, aber Inhalt ist es trotzdem. Als ehemaliger Animateur und halber Pädagoge (Vordiplom) ist die Berufsbezeichnung aus meiner Sicht auch nicht abwertend.


    Und ja, das geht vielen jungen Menschen so - und dafür müssen sie noch nicht einmal ins Ausland (bei manchen reicht auch schon eine fremde Stadt). Die haben aber meistens keinen eigenen Berater, der vom Arbeitgeber (Verein) bezahlt wird. Und wenn ich von 10% ausgehe, dann kann zumindest der Berater von Davies sehr gut davon leben und sich darum kümmern. Da sehe ich den Arbeitgeber (Verein) nicht in der Pflicht.

    Ansonsten bin ich mit der pädagogischen Abteilung bei dir - die ist aus meiner Sicht wichtiger als z.B. ein 3. Co-Trainer in der U19.

    Skriwer : ich finde die "sehr gute" Englisch- und Französischkenntnisse schon bemerkenswert - und da v.a. die Französischkenntnisse. Das lässt für mich schließen, dass man sich eher auf französischen (Frankreich) oder französisch sprechenden Nachwuchs (einige afrikanische Länder) konzentriert als auf z.B. Spanischkenntnisse (z.B. Spanien und Lateinamerika). Spanisch wird häufiger gesprochen als französisch (Quelle). Weiterhin gehe ich davon aus, dass es in den heutigen Kadern (U19 und U17) kaum benötigt wird in den Elterngesprächen.

    Die TSG ist mit 6x U19 und 3x U17 hinter Freiburg und Wolfsburg (siehe transfermarkt.de) auf Platz 3 bei den internationalen Spielern - somit sind Englischkenntnisse für mich absolut nachvollziehbar. Bei den Französischkenntnissen werde ich allerdings aufmerksam ;)

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