Beiträge von let1612

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    Ich kann nur meine Beobachtungen wiedergeben und für den Fußball hoffen, dass meine Prognose und Beobachtungen nicht stimmen bzw. nicht repräsentativ sind.

    1) Verein hat einen überragenden 2007er und 2008er Jahrgang. Jeweils nach der E-Jugend werden sie auseinander gerissen. 2007er wechseln zu einem durchschnittlich ambitionierten Verein in die D-Jugend Bezirksoberliga. In der C-Jugend ist der Verein nicht mehr so hochklassig, bekommt keine guten Trainer und die Spieler hören auf. Trotz Ansprache und Bitten gehen sie nicht zu ihrem Heimatverein zurück.

    2008er wechseln zu einem besseren ambitionierten Verein. Einer schafft es als C-Jugendlicher ins NLZ. Einer spielt noch beim ambitionierten Verein. Andere hören auf. Gehen auch nicht zum Heimatverein zurück.

    => 6 gute Kinder, die aufhören.

    2) Jahrgang 2011 hat jetzt den 3. Verein - wurde im NLZ ausgemustert und spielt mit weiteren Wanderungsgedanken.

    3) Wir (Kreisklasse) spielen gegen einen Bezirksoberligisten in der D-Jugend mit 11 Spielern, die bei uns angefangen haben + 2 die durch Umzug dazu gekommen sind. Wir verlieren zu Recht mit 2 Toren Unterschied. Beim Gegner spielen 5 Spieler, die dort angefangen haben und 8 die dazu gekommen sind (ca. 2 pro Jahr). Wo sind die 8, die dafür weichen mussten? Wie viele davon spielen noch?

    4) SGs, JFGs, JSGs usw. handeln genau wie bisher die Vereine, d.h. Kinder spielen nicht und hören auf oder es kommt das Leistungsprinzip (Druck) und vergrault auch noch ein paar. Sie wundern sich, dass sie für A und B-Jugend noch mehr SGs usw. benötigen.

    5) Es kommt zu ersten SGs und Fusionen bei den Erwachsenen, weil es nicht mehr genügend Spieler gibt.


    Die Auswirkungen werden wir in 10 Jahren bei den Herren sehen - und deren Finanzierung und Weiterbestehen wird dann auch interessant werden. Wer will eine Mannschaft sehen, die relativ wenig mit dem Verein gemeinsam hat? Wer sind dann die Ehrenamtlichen vor Ort?


    Das Vorgehen der Bundesligisten ist aus meiner Sicht kein Vorbild für die Amateurvereine - und ja, das fängt bereits in der 3. Liga an. Und die Regionalliga ist wahrscheinlich gerade die undankbarste Liga. In der Kreisklasse oder darunter wird das auf jeden Fall nicht funktionieren (könnt euch ja die Zuschauerzahlen früher und jetzt ansehen).


    Ich habe nichts dagegen, wenn jemand den Verein wechselt (habe selbst 6x den Verein gewechselt als ich Fußball spielte (3x wegen Umzug; 2x niederklassig; 1x gleiche Ebene)), allerdings sind die meisten Wechsel aus meiner Sicht nicht unbedingt förderlich für die weitere Fußballkarriere.


    Ich nehme mal das Beispiel von Charles De Goal . Bezirksliga gegenüber Kreisliga hört sich erst mal vernünftig an. In der Kreisliga bin ich gesetzt und Führungsspieler und spiele um den Aufstieg. In der Bezirksliga spiele ich gegen den Abstieg und bin einer unter vielen (evtl. sogar nur Ergänzungsspieler). Dann hört es sich schon nicht mehr so vernünftig an. Wo geht es nach 2 Jahren A-Jugend weiter? Habe ich da eine adäquate Perspektive bei den Herren?


    Das Internet vergisst ja nicht :) - mal sehen wie es in 10 Jahren aussieht.

    Vielleicht etwas provozierend, aber durchaus ernst gemeint: schicke sie in den Turnverein - Körperspannung, Abrollen, unterschiedliche Bewegungsanforderungen usw. lernen sie da besser als bei einem Torwarttraining - habe ich bisher v.a. für G und F-Jugend nur ganz wenig gute Einheiten gesehen.

    "Der DFB-Junior-Coach bildet gemeinsam mit dem Grundlehrgang die erste Stufe der Trainer:innen-Ausbildung."

    (Quelle)


    Kindertrainer*in Zertifikat des DFB (Quelle)


    Der DFB verwendet beide Begriffe. Ich glaube allerdings, dass da zweimal das gleiche gelehrt wird (natürlich für unterschiedliche Zielgruppen und mit unterschiedlichen Zeitansätzen).


    Ich bin auch bei ScuBac : Training -> Trainer und die Kinder gehen zum Training. Die Kinder gehen nicht zum Coaching -> Coach. Wenn ich dann noch die Einstellung teile, dass bei den Kindern das Spiel die Fortsetzung vom Training ist, dann kommt Coaching nicht vor.


    Da wir Trainer allerdings die Eltern nicht trainieren und sie einen Einfluss auf die Kinder haben, glaube ich, dass ein Eltern-Coaching dazu gehört.


    Mir ist übrigens egal. ob die Coach oder Trainer sagen, weil es aus meiner Sicht mehr über sie selbst aussagt (schauen sie amerikanischen Sport ist der Coach sehr verbreitet. In England sind das die Manager). Beides sind übrigens keine geschützten Bezeichnungen ;)


    Mir macht es aber sehr viel Spaß mit diesen beiden Begriffen zu spielen. Deshalb auch der Hinweis zu den Substantiven und Verben. Bei coach (Bus) und train (Zug) ergeben sich schon viele Möglichkeiten. Wie viele Reisende können mitgenommen werden? Wer ist flexibler? usw. Und bei den Verben noch viel mehr.

    Den Beitrag kenne ich auch. Den muss man sehen.

    Und bitte auch einordnen.


    Weise spricht vor Fußballlehrern (die nennen sich nicht Trainer oder Coach ;)) über Mannschaften im Frauen und Herrenbereich - meistens sogar über nationale Kader. Er spricht nicht über Kinder- und Jugendmannschaften!!! Die Herangehensweise ist für Erwachsene gedacht. Für Kinder und Jugendliche ist sie falsch, weil sie die kindliche Entwicklung nicht mit einbezieht.

    schöne Frage :)


    habt ihr euch schon mal die deutschen Verben und Substantive zu "train" und "coach" angesehen? Da kann man einiges rein interpretieren.


    Was mir gerade beim Nachdenken über diese Frage einfällt: Eltern, deren Kinder ich länger begleite, nennen mich übrigens Coach. Eltern, deren Kinder erst kurz bei mir sind, sagen Trainer (natürlich neben meinem Namen ;)). Und jetzt stellt sich die Frage, sagt das mehr über die Eltern oder mehr über mich aus?

    Wenn allerdings das Kind gerne auf so ein Turnier mitgenommen werden möchte, dann sollte es auch die Chance dazu geben.


    Nur den, sich respektvoll miteinander zu unterhalten, was für das Kind das Beste ist. Denn solange es noch nicht die Konsequenzen seiner Entscheidungen kennt, müssen es die Erwachsenen machen.

    Das passt für mich nicht zusammen. Bei a) entscheidet das Kind und bei b) die Erwachsenen. Hier sollte es ein miteinander geben.

    Ob eine Mannschaft als jüngerer Jahrgang höher spielen darf, entscheidet ja noch der Verband und nicht der Verein soweit ich weiss.

    Das entscheidet der Verein. Der Verband kann das leider nicht verbieten, weil jüngere Spieler (Jahrgang) bei den älteren immer eingesetzt werden dürfen. Das steht meines Wissens in den Regeln jedes Verbandes in Deutschland.

    Wenn das Kind wirklich gut ist, landet man (so die Aussage eines Vaters dessen Sohn es gerade "geschafft" hat) bei einen der drei großen Agenturen.

    Wer sind denn die großen 3? Was wird hierfür herangezogen? Spieleranzahl oder Gesamtmarktwert oder was sonst?


    Laut transfermarkt.de ist da z.B. ROGON bei der Gesamt- und Bundesliga-Spielanzahl nicht unter den ersten 3.


    Dann wird hier immer von dem "Netzwerk" des Beraters gesprochen. Bei diesem Netzwerk wird aus meiner Sicht der Schwerpunkt allerdings immer nur auf das Sportliche gelegt - das ist aus meiner Sicht zu kurz gedacht. Im NLZ kann das evtl. ausreichen (57 Vereine), aber sobald es raus aus dem NLZ geht, braucht es auch ein anderes Netzwerk (Ärzte, Physiotherapeuten, Juristen, Vermieter usw.) - und das ist der Weg der meisten Talente.


    Einen guten Berater erkennt man, wenn es dem Schützling schlecht geht und es nicht so läuft. Wenn es gut läuft, bräuchten die meisten keinen Berater - dafür sind zig Trainer und Scouts der Vereine unterwegs. Dazu kommen noch die ganzen privaten (Vereine), käuflichen und öffentlichen Datenbanken - da ist es heute schwieriger nicht entdeckt zu werden als entdeckt zu werden.


    Was mir bei der Diskussion auch auffällt: bei anderen Diskussionen (z.B. Mannschaftseinteilung, Stützpunkt u.a.) sind "Netzwerk", "Klüngel" und "Vitamin B" verpöhnt, aber hier ist das OK?!?


    Und krass finde ich auch, dass ein Verband (FIFA) regelt wie das abzulaufen hat - das ist für mich wie der DFB mit seiner Trainerausbildung. Es gibt keinen freien Wettbewerb.


    Und zu guter Letzt: ich war vor über 10 Jahren mit einem NLZ U17-Trainer 3 Wochen auf dem gleichen Zimmer - mich würde das nerven, wie oft da Berater anrufen (und er war davon auch nicht begeistert) und ich gehe nicht davon aus, dass dies weniger geworden ist.

    Kinder verstehen feste Regeln leichter: "man muss erst drei Monate trainieren, damit man mitspielen darf" zum Beispiel.

    Das sehe ich anders, weil Kinder im hier und jetzt leben (und oft kommt dann noch dazu, dass der größere Bruder anfängt und mitspielen darf und der kleinere Bruder soll dann 3 Monate warten?!?).