Beiträge von let1612

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    Aber ein Sperre ist nicht im SInne eines Kindes.

    Ich bin kein Fan der Ausbildungsvergütung und Ablösen. Habe ich früher schon immer selbst als Spieler versucht zu umgehen und sehe die auch heute in der Jugend kritisch. Von daher könnten die aus meiner Sicht weg.


    Sperren - 3 Monate und 6 Monate

    Von einer 6 Monate Sperre halte ich nichts. Wir wollen ja, dass alle zu jeder Zeit Fußball spielen können.


    Wechselperiode:

    Warum dürfen Profis 2x in der Saison wechseln, Jugendspieler allerdings nur 1x - ich wäre für eine 2. Wechselperiode im Winter (die hatten wir in Bayern in der letzten Saison teilweise, weil für alle nicht aufstiegsberechtigten Ligen in der Rückrunde das Freundschaftsspielrecht und nicht das Verbandsspielrecht galt. Auf Drängen der Vereine gilt zukünftig für alle Ligen das Verbandsspielrecht).


    Nun allerdings zum Zitat von Sir Alex - ich bin mir da nicht so sicher:

    - wechselwilliges Kind: kann ein Kind alle Konsequenzen eines Wechsels nachvollziehen? Ich sage NEIN (da geht es mir u.a. um das soziale Umfeld und somit das psychische Wohlbefinden). Hilft da eine Sperre in den Überlegungen - evtl. JA.

    - Fußball ist ein Mannschaftssport: kann ein Kind hier immer seine Individualität fordern?

    - meistens betreffen die Wechsel in höherklassigen Vereinen nicht 1, sondern 2 Kinder. Wir haben in unserer Umgebung gerade ein ganz krasses Beispiel: U15 Bayernliga - 1 Spieler der U14 (Förderliga) wird übernommen, alle anderen Spieler (18 Kader) werden geholt; bedeutet allerdings auch alle anderen Kinder der bisherigen U14 wir nahegelegt sich einen neuen Verein zu suchen. Der Verein zahlt keine Aufwandsentschädigung. Wenn alle darauf beharren würden, wären sie im September nicht spielfähig - ist auch ein Schutz für die Kinder im Verein. Ob da jetzt eine Aufwandsentschädigung das richtige Mittel ist oder eine quantitative Wechselbeschränkung (z.B. jedes Jahr nur max. 5 neue Spieler) könnte man auch diskutieren.

    - du argumentierst bei der Aufwandsentschädigung mit den Beiträgen und somit in die Vergangenheit. Man könnte auch in die Zukunft argumentieren. Weiteres Beispiel: gute jüngere D-Jugend. Von 13 Spieler werden 9 abgeworben. D.h. es verbleiben 4 - mit denen ist ein weiterer Spielbetrieb nicht möglich. Die Aufwandsentschädigung kann in Werbung für neue Spieler und Aktionen für neue Spieler gesteckt werden.

    Könnten wir hier bitte bei D bis A-Jugend bleiben? Danke.

    Mir ist natürlich bewusst, dass die unteren Jugenden darauf wirken, würde hier aber gerne über D-A-Jugend diskutieren. Danke.

    Beim BFV braucht es keine Erlaubnis für ein Probetraining. Das finde ich als Trainer, Spieler und Elternteil gut.

    Ich würde bei einem Probetraining auch nicht den Trainer informieren, solange nicht klar ist, was ich mache. Im Job informiere ich auch nicht meinen Chef, wenn ich mich bei einem anderen Arbeitgeber bewerbe - und der kann auch anrufen und nachfragen ;)

    Ich würde es auch meinen Mitspielern und Kollegen erst erzählen, wenn es in trockenen Tüchern ist. Das können auch einzelne Schritte sein. Z.B. mir ist klar, ich verlasse den Verein, weiß aber noch nicht wohin, dann kann ich sagen: ich gehe.

    Als Trainer habe ich z.B. alle Probetrainings meiner Spieler mitbekommen obwohl mir keiner der Spieler davon erzählt hat - ist für mich vollkommen in Ordnung.

    Eigentlich trennt sich doch ein Spieler von einem Trainer (und nicht von dem Verein) und wechselt zu einem anderen Trainer/Verein.

    Ich glaube der Trainer ist in den wenigsten Fällen ein Wechselgrund. Was sind die Wechselgründe?

    - höhere/niedrigere Liga

    - Freunde

    - Zusammensetzung der Mannschaft (z.B. Anzahl der Spieler)

    - Fahrtwege

    - Zusammenschlüsse von Vereinen (z.B. JFG)


    Hier würde ich gerne mal eine Studie dazu haben, was die Gründe sind. Trainer sind da aus meiner Sicht ein Grund, aber lange nicht der wichtigste (ich tippe auf 10-15%) - zumal die Trainer in den Vereinen ja auch wechseln (können)

    Alleine bei vielen Einwürfen bekommt der Ballempfänger doch Gegnerdruck. Die können das nur alle absorbieren, weil die eben gegenhalten und stabilität haben.

    Der Klassiker im Jugendfußball :)

    Aber selbst da (Einwürfe) gab es kaum Körperkontakt - hat mich auch überrascht. Und die mussten nichts absorbieren, weil die das durch Freilaufen oder viele Einwurfrichtungen (180 Grad) nicht brauchten.

    Auf höchstem Niveau hat ein Spieler quasi immer einen Impuls von Gegner, wenn er den Ball verarbeitet - jedenfalls überall im Zentrum in des Gegners Hälfte.

    Dann schaue dir bitte nochmals das Spiel von Spanien gegen England an ;) - nach der Diskussion hier habe ich mir das gestern Abend mit anderen Augen angesehen - und Sorry, da war extrem viel total ohne Körperkontakt (außer Standards und Kopfballduelle).

    Video 1:

    "Ein Spieler darf den Ball abschirmen, indem er sich zwischen Gegner und Ball stellt, wenn der Ball in spielbarer Distanz ist und der Gegner nicht mit den Armen oder dem Körper abgedrängt wird. Befindet sich der Ball in spielbarer Distanz, darf der Spieler vom Gegner regelkonform gerempelt werden."

    Das Rempeln ist auch nicht fahrlässig, rücksichtslos oder übermäßig hart -> von daher kein Foul


    Video 2:

    "Rempeln (einen Gegner) (→ Charge (an opponent))

    Wegdrängen eines Gegenspielers, indem diesem üblicherweise mit der Schulter oder dem angelegten Oberarm ein Stoß versetzt wird."

    Der Oberarm ist beim ersten Kontakt angelegt, wird aber danach abgespreizt -> deshalb ist das für mich ein Foulspiel


    Video 3: da gibt es für mich keine 2 Meinungen. Das ist Foul.


    Danke für die konkreten Beispiele.


    Zusatz: es gibt auch Eishockey bei dem der Bodycheck verboten ist (z.B. Frauen, Kinder, Jugendliche und teilweise Universitäten)

    Mir ist die Diskussion hier zu abstrakt. Was ist den konkret für euch Körpereinsatz? Und was davon Schwerpunkt in der F-Jugend?

    Sir Alex spricht vom Oberkörper. Was bringt ihr da den Kindern bei? In den Gegner reinlegen oder Körperkontakt mit dem Gegner ohne Ball wird es ja wohl nicht sein oder? Schulter vorschieben wahrscheinlich auch nicht. Was ist es dann?

    Weg vom Oberkörper: kreuzen des Laufweges? Zwischen Gegner und Ball stellen oder hinter dem Mann bleiben?


    Was sind die konkreten Hinweise an die Spieler? Was vor allem in der F-Jugend? Danke.

    Jeder Verein hat es aber ja auch in der Hand alle Spieler so zu behandeln und einzubinden, dass der Gedanke sich anders zu orientieren gar nicht erst aufkommt.

    Hat das der Verein wirklich in der Hand? Aus meiner Sicht nein.

    egal ob es dabei um den Nachbarverein geht, weil man mit neuen Freunden spielen will, einen höherklassigen Leistungsverein, oder einen niederklassigeren Verein, weil der Spieler im Leistungsverein zu wenig Spielzeit hat.

    Auf Freunde haben ja manchmal nicht mal die Eltern Einfluß ;) und in Bezug auf Leistungsverein/höherklassig kann das auch nicht kurzfristig beeinflusst werden. Und das sind aus meiner Sicht (zumindest in meinem Umfeld) die meisten Wechsel.

    Goodie : Ich habe nicht vom Familienbett gesprochen und somit kann sich das "das" darauf nicht beziehen ;) . Ich beobachte allerdings, dass die Kinder und Jugendlichen heute oft in Spielkleidung kommen und ohne Umziehen auch so wieder gehen. Natürlich hat da auch die "Corona-Zeit" einen hohen Anteil daran, aber auch die geänderten Verhaltensweisen der Eltern und Sportler (deshalb gibt es hier im Forum auch hin und wieder die Diskussionen zum Duschen, "Stinken", Hygiene usw.) - für uns damals war es spätestens ab der E-Jugend klar, dass man sich nach dem Sport duscht.

    Malikinho : wir fordern Selbstständigkeit auf dem Platz - da fordere ich auch Selbstständigkeit in der Kabine (sogar ab der G-Jugend). Ein Kind, dass Fußball spielen will, sollte sich alleine umziehen können (Hilfe beim Schuhe binden mal ausgenommen). Wird das den Kindern nicht von Anfang an beigebracht, machen sie es meistens als Jugendliche auch nicht. Und die Kabine ist für das Soziale sehr wichtig!

    Aus meiner Sicht müssen die Kinder erst ein Körpergefühl entwickeln und die meisten Tipps der Erwachsenen können die Kinder gar nicht richtig umsetzen und somit ist es meistens ein Foulspiel (und die EM versagt da leider auch total als Vorbildfunktion (z.B. Trikot ziehen ist Foul - und da kommt es nicht auf die Stärke an)).

    Hier aber mal ein paar Beispiele für das Training:

    Ringen und Raufen (albathek.de)

    Kleine Raufspiele (Auer-Verlag)

    Ringen und Raufen (Sportjugend Niedersachsen)

    keine Grafik, aber ein unglaubliches Beispiel:

    "Das Verheerendste dabei: Laut Opta Analyst brachte der künftige Madrilene innerhalb seiner 90 Minuten nur fünf (!) Pässe zustande - und davon lediglich einen (!) bei einem Mitspieler an.

    Wann genau dieser eine erfolgreiche Pass von Endrick gespielt worden war? Beim Anstoß Brasiliens."

    Quelle: kicker.de