Beiträge von let1612

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    Goodie : gehe ich Recht in der Annahme, dass die Kleinsten G-Jugend sind? Welche Spielform und Spielzeit schlägst du da vor?


    Und ich bin froh, dass jeder Landesverband und jeder Kreis selbst entscheiden darf, wie er in der F-Jugend spielen will - einen Konsens gibt es weder hier noch in den verschiedenen AGs bundesweit.

    WJM3 : ich habe nur die Daten des Thread genommen und das sind die Variablen 16 Spieler, 7 gegen 7 mit 14 und Festival mit 8 enthalten. Somit brauche ich 2 Festivals um 16 Spieler einzusetzen - ich brauche auch 2 Spiele um 16 Spieler bei Blockwechsel einzusetzen. Und ich habe die Gesamtspielzeit genommen.

    Aber ich gebe dir Recht, dass man hierzu den ganzen Post lesen muss und nicht nur das zitierte. ;)

    Goodie : ich bin auch ein Freund des Turnens in frühen/jungen Jahren. Warum? Aufgrund der motorischen Entwicklung der Kinder. Wie viele der Kinder (v.a. Jungs) erreichen das Jugendalter im Turnen? Ob es langfristig zu mehr und besseren Turnern führt, wäre aus meiner Sicht zu prüfen (Medaillenspiegel 2024) - wäre mal interessant, in welchen Ländern es Eltern-Kind- und Kinderturnen gibt.

    Weiterhin ist die Frage, was die Kinder durch freies Spiel bzw. durch Anleitung lernen (und da gehe ich jetzt mal von guten Angeboten aus - viele Bambinitrainings sind leider schlecht (zumindest für U6)).

    ScuBac : gute oder sehr gute "Kinder- und Jugendarbeit" (die Wörter mit -arbeit gefallen mir nicht so, deshalb die Anführungszeichen) soll natürlich weiterhin gemacht werden. Hier schließe ich mich Sir Alex an und fordere

    allgemeine koordinative Fähigkeiten

    D.h. für mich auch eine multisportive Ausbildung v.a. im Kinderbereich.


    In der Jugend dürfen sich dann die Spitzenathleten (z.B. Schweinsteiger, Neureuther) gerne spezialisieren. Für die breite Masse schadet es aus meiner Sicht allerdings nicht, dass sie sich nicht spezialisieren (z.B. D- oder C-Jugend Bezirksoberliga ist für mich Breitensport und man muss sich nicht auf eine Sportart konzentrieren; selbst die Förderliga (U12, 13, 14 und 16) in Bayern ist für mich Breitensport). So haben sie später mehr Möglichkeiten um erfolgreich(er) eine Sportart auszuführen.

    Geschichten, die mir gefallen


    Alexandra Burghardt: 100m Staffel

    "Für Burghardt ist es nach Silber bei den Winterspielen in Beijing 2022 im Bob die zweite Olympische Medaille. Die 30-Jährige ist erst die siebte Person in der Geschichte, die bei beiden Events eine Medaille gewinnt." (Quelle)


    Chase Budinger (USA):

    in Paris im Beachvolleyball am Start und zuvor NBA-Profi (Quelle)

    Fechter : Ja, wir spielen auch mit 11 Spielern und können 5x wechseln. Wir hatten in beiden Jahren 2 Mannschaften in der C-Jugend gemeldet. Somit ist das Verhältnis Trainer:Spieler im Training kein Problem. Das "Problem" sind Verletzungen, Studienfahrten, 2. Sportart, Zuverlässigkeit bzw. Stellenwert des Fußball (z.B. Geburtstage oder Familienausflüge wichtiger) und Spieler, die aufhören. Und dann kommen wir über eine Saison auf solche Zahlen.

    Mittelfeld#6 : vor 2 Jahren hatte ich eine C2-Jugend im Breitensport und setzte 32 Spieler ein, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Im letzten Jahr eine C1-Jugend im Breitensport und ich setzte 28 Spieler ein.

    Anfang der 1990iger hatte ich eine C2 im Leistungsbereich mit einem Kader von 16 Spielern.


    Ein Nachbarverein überlegte sich, ob er mit 22 spielberechtigten Jugendlichen Flex melden soll. Das ist die Realität in meinem Umfeld.


    Infrastruktur kann aus meiner Sicht keine Ausrede sein, weil es weniger Mannschaften als früher gibt. Ja, es wird häufiger trainiert als früher (z.B. 2x in der F-Jugend anstatt 1x und es gibt fast überall eine G-Jugend (früher erst ab F-Jugend)), aber es gibt auch viel mehr SGs usw. - und da müssten doch Plätze vorhanden sein.

    Gibt es weniger Spieler? Ja natürlich, wenn die Meldungen für D und C zurückgehen, gibt es weniger Spieler.

    So eindeutig ist das für mich nicht ;)


    Hier mal mit Zahlen:

    Mitglieder 2024 im DFB: Junioren 15-18 Jahre: 497.173 - Mannschaften: 13.625

    Mitglieder 2023 im DFB: Junioren 15-18 Jahre: 475.075 - Mannschaften: 13.658

    d.h. mit weniger Mitgliedern gab es mehr Mannschaften (ich weiß, dass Mitglieder nicht gleich Spieler sind)


    Meine Erfahrung bzw. Beobachtungen:

    - man braucht heute einen größeren Kader um eine Saison zu bestreiten (früher 16 Jugendliche und heute 20-25 Jugendliche für eine C-Jugend)

    - wenn keine Trainer/Betreuer zur Verfügung stehen, werden keine Mannschaften gemeldet (zumindest im Kinderfußball weiß ich von Wartelisten in den Vereinen)

    - Infrastruktur gibt nicht mehr Mannschaften her (sind da heute die Ansprüche höher als früher (z.B. Platzbedarf für ein Training)?)

    Und verstehen dass es um den Sport und die Spieler geht in erster Linie,

    Geht es den jugendlichen Spielern um den Sport - und hier spezifisch um Fußball?

    "Die Unübersichtlichkeit der Verhältnisse in der Welt verstärkt den gesellschaftlichen Megatrend „Regrounding“ – die Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Halt und Orientierung. Hier liegt eine Chance für den Sport, denn für die Jugendlichen zählen neben Spaß und sich auspowern Anschluss und Gemeinschaft zu den wichtigen Sportmotiven. Die Teenager betonen insbesondere die integrative Kraft des Fußballs." (SINUS-Studie 2020)

    Bedienen wir diese Motive im Jugendfußball? oder bestimmen Selektion und Leistungsgedanken das Handeln der Personen im Jugendfußball? Und somit Ausschluss aus der Gemeinschaft.


    Brauchen wir andere Wettbewerbsformen und/oder eine andere Beteiligung der Jugendlichen. Müssen wir den Leistungsgedanken überprüfen?


    Muss Fußball nur den Spielern Spaß machen? Ich denke nein. Wir brauchen Schiedsrichter, Eltern, die fahren und Trainer/Betreuer, denen es auch Spaß macht.

    In Bayern gehen in diesem Jahr die Meldungen für D- und C-Jugend zurück. Gibt es weniger Spieler? weniger Spieler mit Spaß? weniger Trainer/Betreuer? weniger Spiele, die von offiziellen geleitet werden? Oder was sind die Gründe?


    Weniger Mannschaften in der Jugend bedeuten langfristig weniger Mannschaften bei den Herren. Im Kreis Donau gibt es nächstes Jahr aufstiegsberechtigte Flex-Mannschaften (siehe auch Änderung der Spielordnung: Flex-Mannschaften dürfen in Zukunft aufsteigen - anpfiff.info). Die Schiedsrichter diskutieren gerade, ob sie diese Ligen besetzten. Bin mal gespannt wie die Diskussion ausgeht und welche Folgen das dann hat.

    In der Jugend sind SGs, JFGs, JJSGs und so weiter schon Normalität. Im Erwachsenenbereich kommt das auch immer mehr.

    Joh und wer damit nicht klar kommt, sollte sich mit Jugendlichen halt nicht in seiner Freizeit umgeben.

    Gilt das auch für Schiedsrichter?


    U19 Junioren Bundesliga: "Der will den ja "killen"". Schiedsrichter zeigt die Rote Karte und wird vom Sportgericht bestätigt. Auch Jugendsprache und nicht böse gemeint. Kritik am Schiedsrichter ist dabei. (siehe oben, da bestätigte auch das Sportgericht die Karte des Schiedsrichters)


    Dein Beispiel mit dem Kumpel Trainer und Lehrer Trainer fand ich auch gut - und ja, ich habe meine Konsequenz gezogen und mache keine C-Jugend mehr ;) - liegt allerdings weniger an der Sprache als am Verhalten der Jugendlichen

    Interessante Diskussion - zu wem darf ich "Digga" oder "Alter" sagen?

    Zum Chef in der Arbeit?

    Zum Lehrer in der Schule?

    Zum Schiedsrichter auf dem Fußballplatz?

    Ich bin der Meinung, dass es in allen 3 Fällen angesprochen gehört, dass dies keine korrekte Ansprache ist.