Warum führt denn eine Kreismeisterschaft den Fair Play Gedanken ad absurdum? Fair Play hat nichts mit verlieren wollen, Wattebausch werfen oder nimm du den Ball ich will dir nicht wehtun zu tun. Fair Play heißt z.B. ein Foul zuzugeben, respektvoll miteinander umgehen und versuchen sich an die Regeln zu halten.
Beiträge von let1612
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@Prof. Dr. Trainer: Warum werden Spieler "begrenzt", wenn ich ihnen alternative Lösungsmöglichkeiten zeige? Ich gebe ihnen für ihren Baukasten zusätzliche Bausteine. Das ist für mich eine Erweiterung der Möglichkeiten und keine Begrenzung (unabhängig von der Lernmethode - wenn ich z.B. die Provokationsregel "Tore dürfen nur mit links erzielt werden" (Begrenzung) oder "Tore mit links zählen doppelt" (Belohnung, keine Begrenzung, aber auch keine Erweiterung) benutze. Erweiterung wäre für mich eher in die Richtung "es zählen nur unterschiedliche Tore" (Innenseite 1x, Spann 1x, Hacke 1x, Außenseite 1x, Dropkick 1x, Volleyschuss 1x usw.) - das ist zwar eine Einschränkung zum normalen Spiel, fördert aber die Variationen (und wenn ein Spieler zu mir sagt, dass war eine Innenseite auf das kurze Eck und vorher war es eine Innenseite auf das lange Eck wären das für mich auch 2 Punkte oder Tore ;-)).
Zum Thema effektiv - effektiver -> beides war erfolgreich. Ich schaue höchstens darauf, ob das effizienter (mit weniger Mitteleinsatz) möglich wäre

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Was ist denn "kindgerechtes Aufwärmen"? Das jedes Kind einen Ball hat? Oder spielen die Fangspiele?
Ich nehme auf Hallenturniere mittlerweile nur noch 2 Tennisbälle mit. Vor dem Turnier bekommen die Kinder diese zum Spielen - was auch immer sie damit spielen wollen. Und ja, ich werde dann angesprochen, ob sie nicht auch einen richtigen Fußball bekommen können. Den habe ich nicht dabei, weil ich auf ihn aufpassen muss und sie ihn nur in diesen 10-20 min. nutzen können. Die Tennisbälle habe ich in der Jackentasche und die bekommen die Jungs vor jedem Spiel im Kabinengang (woanders kann man sich in den meisten Hallen sowieso nicht auf ein Spiel vorbereiten). Damit haben die viel Spaß - und hin und wieder spielen auch gleich die Gegner im Kabinengang mit
(die Gefahr das mit dem Tennisball etwas kaputt geht ist geringer als mit dem Fußball - ok, die Jungs haben soviel Spaß mit dem Tennisball, dass hin und wieder kleine Blessuren vorkommen. Die nehme ich für Lernprozesse aber in Kauf.) Und wenn ein Gegner mal wieder länger aufs Feld braucht, sind die beiden Tennisbälle auch sofort einsetzbar. -
@Prof. Dr. Trainer: nehmen wir mal an, dass es keine idealtypische Bewegung gibt (im Basketball gibt es z.B. den "Perfekten Wurf") und jedes Individuum seine eigene idealtypische Bewegung hat (beeinflusst von Größe, Gewicht, Hebeln, Geschwindigkeit usw.) und ich an der nichts ändern kann bzw. will. So gibt es doch Bewegungen/Techniken mit größeren und geringeren Erfolgsaussichten oder? Warum sollte ich diese meinen Spielern nicht zeigen?
Nehmen wir das Beispiel Schuss in der F-Jugend: der F-Jugend Spieler schießt den Ball mit der Picke (Spitze). Diese Schusstechnik ist in der F-Jugend sehr erfolgreich. Mein F-Jugendspieler perfektioniert diese. Er schießt nicht, wenn er nicht mit der Picke schießen kann. Soll ich dem wirklich nicht zeigen, dass man auch mit dem Spann, der Innen- oder Außenseite schießen kann? Ich verbiete ihm nicht mit der Picke zu schießen, aber ich gebe ihm weitere Schuss-Möglichkeiten.
Dem Straßenfußballer wird dies übrigens auch vorgemacht - meistens von den älteren Mitspielern. Und dann stellt sich der Straßenfußballer an die Wand und probiert es ein paar Mal trocken aus, bevor er es im nächsten Spiel anwendet - manchmal fragt er sogar den Größeren und lässt es sich nochmals vormachen (ist zumindest meine Beobachtung). -
Aus meiner Sicht kommt es auf die Mischung und Abwechslung an. Nur üben oder nur spielen wäre für mich als Spieler und Trainer langweilig. Deshalb sollte es Raum geben für beides.
Gerade beim Schuss machen für mich auch ruhende Bälle Sinn (z.B. Freistoß, Eckball, Elfmeter, Abstoß). Allerdings wenn ich nur ruhende Bälle trainiere, dann fehlen mir die rollenden Bälle und als weitere Steigerung die unter Gegnerdruck und zuletzt die im Spiel.
Weiterhin haben wir unterschiedliche Lerntypen, denen wir im Training Angebote machen sollten. Auch aus dieser Sicht haben die Lernmethoden ihre Daseinsberechtigung - und zwar alle. -
Was erwartet ihr von den Eltern und was tragt ihr dazu bei?
Was habt ihr selbst als Elternteil für Erwartungen?Beispiele:
- wenn ich einen Trainingsvergleich (1,5-2 h) mache, frage ich nach Kaffee und Kuchen und stelle Biergarnituren auf -> Eltern nehmen dort meistens Platz und rennen weniger auf dem Sportplatz rum (ja, ich mache auch eine Ansage vorher, aber ich biete eine Alternative); mit Kuchen im Mund wird auch nicht so viel reingeschrieen
- ich mag als Elternteil keine langen Turniere -> somit mache ich die als Trainer auch nicht aus
- muss bei jedem Spiel (2x 20 min.) ein Kuchenverkauf organisiert werden? Gab es früher auch nicht und die Vereine und Mannschaften haben überlebt
- Warum muss ich eine Weihnachtsfeier oder einen Saisonabschluss machen? Wollen das die Kinder? Oder wollen die nicht lieber Fußball spielen?
- früher war man bei einer Sportart und in einem Verein dabei - heute oftmals bei 2 oder gar 3 - und überall das gleiche, nur weil es Tradition ist?Gebt den Eltern (wie auch den Kindern) mehr Zeit. Lasst es sich entwickeln. Schafft das drum herum - Kinder bekommen einen Ball und Eltern setzen sich "kurz" in die Gartenwirtschaft zur Besprechung. Schaut mehr auf die Kleinigkeiten und seid nicht so Event getrieben - und weniger ist mehr

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@Goodie: schöne Idee, schöne Übung - ich würde mich noch rausnehmen (zumindest in der F-Jugend sollten die Kinder den Ball selbst werfen/schießen können), sonst habe ich die meisten Ballkontakte und ein Wurftraining
und es beschleunigt auch die Wartezeit (z.B. mehr Reihen). -
Ich baue das regelmäßig in mein G-Jugend-Training beim Aufwärmen ein - z.B. Sprünge (Schnellkraft, Sprungkraft: Kraft = Masse mal Beschleunigung -> ohne geht gar kein Training
). Selbst ein Torschuss ist Schusskraft
. Und zur Stabilisation: z.B. Standwaage oder Sprünge in den Stand - ist zwar auch Gleichgewicht, aber auch Stabilisation. Und wird bei der Schuleignungsprüfung überprüft (Hüpfen auf einem Bein; Stehen auf einem Bein).
Im Kinderturnen wird da viel mehr gemacht. -
Nimmt auch jemand Rücksicht auf den Gegner? Auch das ist für mich fair und mit meinem Gerechtigkeitssinn in Einklang zu bringen.
Habe ich das Vorspiel sehr hoch verloren, dürfen aus meiner Sicht (sowohl als Trainer als auch als Elternteil) die Besten beim Rückspiel spielen, weil dies dem Gegner gegenüber fair ist. Und wenn ich in der Vorrunde hoch gewonnen habe, dann kann ich in der Rückrunde meinen schlechteren Spielern mehr Einsatzzeiten gewähren.
Als Trainer genieße ich es, wenn ich keinen Wechselspieler habe - ganz früher durfte man beim Fußball nicht wechseln
. Umso weniger, umso besser. Und als Elternteil spielt mein Kind lieber 1x viel als 3x wenig - wenn es kein Alternativprogramm gibt. Meine Wechselspieler als Trainer spielen auch während des Spiels (am besten gegen gegnerische Wechselspieler) am Rande (1 gegen 1; 2 gegen 1 oder 2 gegen 2 usw.). -
@Easton: warum stellst du die Frage, wenn du es besser weißt?
Kleinunternehmerregelung sind 17.500 Euro im Jahr - und dann hat @Ersatzbank Recht, dann geht es um die Umsatzsteuer. Die Frage ist dann jedoch noch, was verdienst du außerdem noch (neben den Trainereinnahmen) und welchen Status hast du (Arbeitnehmer, Selbstständiger, Rentner u.a.)? Und das kann dein Steuerberater mit dir durchgehen

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In der A-Jugend kommen nicht mehr so viele Eltern mit und darum gibt es hier weniger zu verdienen -> es werden weniger A-Jugendturniere durchgeführt.
Die Einladungen für G-Jugend-Turniere nehmen extrem zu -> sinnvoll oder nicht kann jeder für sich beurteilen.
Ich bin noch G-Jugend und wenn ich eine Hallenzeit am Wochenende bekomme, mache ich einen Trainingsvergleich oder Training - davon haben die Kinder am meisten. In der F-Jugend plane ich ein Turnier zu machen - wahrscheinlich jeder gegen jeden und ohne Tabelle und Preise - weder für den ersten noch für den letzten (aber die gibt es ja bei mir sowieso nicht
). -
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@Powerzwergenpapa: auch die sind an die Regeln gebunden. Ein Beispiel: ein Verein hat viele Kinder lässt sie aber jahrgangsmäßig zusammen spielen. Darüber hinaus möchte er allen Kindern die gleichen Möglichkeiten bieten. Er macht aus einer großen Mannschaft 4 gleichstarke Blöcke und wechselt die Blöcke von Spieltag zu Spieltag durch. Dazu meldet er zwei Mannschaften. Und schon kommt er mit den Spielberechtigungen in Konflikt (siehe zu viele F1 Spieler vom Gegner in einem F2 Spiel) - und das obwohl der Verband das Vorgehen mit den Blöcken gut findet.
@Goodie: dass ich als Jüngerer in einer Altersklasse höher spielen darf, das nutzen die NLZ ja oftmals. Dies geht im Jugendbereich gut, beim Übertritt in den Erwachsenenbereich ist dies jedoch eingeschränkt.
Ich habe in der Jugend meistens 6-15:0 gewonnen - in Pflichtspielen. Wir haben uns darauf gefreut anschließend auf dem Bolzplatz mit den Ältern zu spielen (die in ihrem Jahrgang auch solche Ergebnisse hatten) und 2 Mannschaften zu wählen - da haben wir übrigens auch mehr gelernt (sowohl als jüngerer als auch als älterer Spieler). Und das ganz ohne Hilfe von Erwachsenen

Wollten die Kinder/Jugendlichen auch die Pässe sehen?
Wie würden Kinder einteilen?
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Sollen wir mal Torwart-Übungen sammeln? mein Vorschlag ein Video aus Spanien
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In der Schule hat der Lehrer jedoch nur einen Jahrgang und keine zwei!
Mein Sohn (2010) geht mit 2009er in eine Klasse (1. Klasse) und die haben gemeinsam Sportunterricht. Im Verein spielen die 2009er in der F und er in der G-Jugend.
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@Prof. Dr. Trainer: Danke für das Bild - jetzt habe ich auch verstanden, was du machst und warum.
Meine Gedanken dazu:
- die Endzone könnte auch ein Dreieck sein (Richtung Eckfahne, weil der Abwehrspieler dort länger hin braucht)
- mir gefällt die statische Linie gegenüber des dynamischen (Gegen)Spielers nicht -> das würde aber zu einer Diskussion zwischen Teillernmethode und Ganzlernmethode oder die Grundsätze der Methodischen Reihe führen und hätte mit der Überschrift nichts mehr zu tun. -
@addi73: Danke für das Kompliment (die ersten Menschen, die sagten die Erde ist rund, wurden sogar für verrückt erklärt ;-))
@Ersatzbank: Auch ich halte mich an Regeln, ob ich sie gut oder schlecht finde. Allerdings kann man auch Neues ausprobieren - und dann heißt das halt bei mir Trainingsvergleich oder -turnier und dann kann man neue Regeln machen. Oder bei anderen "Höfleswetzturnier" (keine Vereinsbindung; andere Jahrgänge), Funino oder 4 gegen 4-Turnier des WFV.Körpergröße ist im Gegensatz zum Jahrgang ein gut zu sehendes ("Kopf größer") und zu überprüfendes (Meterstab) Kriterium (übrigens auch bei der Fußgröße, sofern man die Zehen nicht abhackt
) . Beim Jahrgang ist das nicht so - früher kam es schon mal vor, dass bei Auswahlmannschaften festgestellt wurde, dass Geburtsdatum im Personalausweis und Spielerpass nicht übereinstimmen (ob absichtlich oder unabsichtlich will ich hier gar nicht aufführen).
Im Sportunterricht in der Schule spielen die zurückgestellten 2009er mit den 2010ern Fußball und bekommen vom Lehrer Noten (nimmt der auf den Jahrgang Rücksicht?). Im Verein spielen die einen in der F- und die anderen in der G-Jugend. Genauso habe ich ein Beispiel von einem 2007er Mädchen, dass gerade E-Jugend spielen müsste, sie aber F-Jugend trainiert, weil alle 2008er mit ihr in die Schule gehen und ihre Freunde/innen sind -> sie spielt in keinem Spiel und trainiert nur.Früher war der Stichtag der 1.8. (aus meiner Sicht nicht besser), wurde dann aber zum 1.1., weil international dieser gilt. Das beweist mir, dass man Regeln ändern kann - wenn man will und eine Mehrheit findet.
Turniere bei Feriencamps funktionieren übrigens auch und da spielen teilweise 6-12jährige gemischt (wie früher beim Straßenfußball) - und die haben Jahr für Jahr mehr Zulauf.
Deshalb ist mein Fazit: Änderungen wären möglich und aus Kindersicht wahrscheinlich besser - und nein, ich habe dafür keine wissenschaftlichen Beweise.
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Warum schafft man die Spielerpässe im Kinderfußball nicht einfach ab? Warum wird im Sport im Kinder- und Jugendbereich nach Jahrgängen getrennt? Warum wird im Erwachsenenbereich nicht nach Jahrgängen getrennt? Warum trennt man nicht nach Gewicht oder Körpergröße? Warum nicht nach Schuhgröße?
Warum habe ich im Schulsystem die Wahl mein Kind einer anderen (jüngeren) Klasse (Jahrgangsstufe) zuzuordnen und im Sport nicht?
Warum gibt es bei "Jugend forscht" nur 2 Altersklassen und im Fußball 7? Warum funktioniert "Jugend trainiert für Olympia" mit 3 Jahrgängen pro Wettbewerbsklasse?Weil es Trainer und Eltern gibt! Die Kinder wollen nur gemeinsam Fußball spielen (unabhängig von Vereinszugehörigkeit, Alter, Leistungsstand) - so lange es faire und möglichst ausgeglichene Spiele sind.
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@Prof. Dr. Trainer: Sorry, da kommen wir nicht zusammen. Zum einen gibt es im Fußball keine Abseitslinie (vielleicht die Mittellinie, weil ab da ist Abseits erst möglich) - im Eishockey ist das etwas anderes. Und zum anderen gefällt mir der Satz "Zumal die Verhaltensweisen ja nicht verhindert werden, sondern nur an das Abseits angepasst werden müssen." nicht. Ich muss meine Verhaltensweise an das Abseits anpassen, dadurch ändere ich meine Verhaltensweise und werde sie weniger oft einsetzen -> im besten Fall gar nicht mehr, weil Abseits bedeutet Ballbesitz für den Gegner.
Wie oben bereits angesprochen, hat die Regel zwei Gesichtspunkte a) Stellung zum Ball und immer wenn ich mich vor dem Ball befinde b) brauche ich noch 2 Gegenspieler vor mir - und b) zu trainieren mit 1 oder 2 Gegenspieler macht für mich keinen Sinn -> da trainiere ich immer a) (zumindest ist das meine Einstellung, aber ich akzeptiere auch andere ;-)) -
@Prof. Dr. Trainer: ein 2 vs. 1 eignet sich nur, wenn der angespielte sich stets hinter dem Ball befindet, sonst ist es nämlich Abseits
- weil bei einem gibt es keinen vorletzten Gegenspieler."Die Abseitsstellung eines Spielers stellt an sich noch kein Vergehen dar. Ein Spieler befindet sich in einer Abseitsstellung,
- wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler."
Quelle: www.weltfussball.de
Auch ein 2 gegen 2 halte ich nicht für sinnvoll, um das Abseits einzuführen - das Spiel würde aus meiner Ansicht Verhaltensweisen fördern, die mir nicht gefallen (ein seitlicher oder rückwärts gespielter Doppelpass ist nicht möglich, weil Abseits). Ab 3 gegen 3 können wir reden

