Beiträge von let1612

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    Trainer E und AKjfv : eure Kommentare sind richtig und nachvollziehbar.


    Nachdem ich in einem deutschen Forum schreibe, habe ich solche Kommentare erwartet (von wem auch immer, deshalb bitte nicht persönlich nehmen und ich möchte damit nur zum Nachdenken anregen). Es fragt jemand nach Beispielen und es werden sofort Negativbeispiele genannt (in der Schule wurden ja auch die Fehler nur gekennzeichnet ;)) und zig Gründe genannt, warum man es nicht tun sollte (wenn ich das Beispiel Schule nenne, könnte ich von den bösen Tablets oder dem kriminellen Internet erzählen). Somit ist es anscheinend besser alles zu verbieten bzw. nicht zu machen, bevor man etwas falsch macht. Und genau das leben wir den Kindern vor - sprechen aber von Fehlern sind erlaubt und gewollt.


    Ich habe Beispiele gegeben: sind die gut? wie kann man sie verbessern? gibt es andere? (ich fand den Post von Goodie mit den vielen Links und Möglichkeiten in einem anderen Thread sehr gut :))

    Ich mache es in meinem Training: wie viel Zeit nimmt es in Anspruch? sehr wenig - kann ich da sehr viel kaputt machen? aus meiner Sicht eher nicht (noch dazu, wenn ich es abwechslungsreich mache)

    Ich kenne keine Übungen oder kann es nicht vormachen: schon mal die Kinder gefragt? Die kennen Übungen aus den Sportunterricht oder von anderen Sportarten (das ist bei mir im Verein übrigens oft ein Argument, warum die Trainer keine Koordination oder Tricks machen - achso ja, man könnte ihnen ja falsche Verhaltensweisen oder Bewegungsabläufe beibringen).


    So viele falsche Übungen gibt es gar nicht - die positiven werden überwiegen!


    Und aus falschen kann man richtige machen - z.B. Schubkarre

    totog : wir spielen ohne Tabellen. Wenn wir den Spielbericht einfach ausfüllen und keiner würde etwas melden, gäbe es auch keine Strafen. Ich habe in der G-Jugend ja nur Trainingsvergleiche gemacht und festgestellt, wie schwer es dort war Überzeugungsarbeit zu leisten. Und wenn ich jetzt sehe, wie sich die anderen Trainer Verhalten (Torschützen werden minütlich aufgeschrieben; Internetberichte wie "Bundesligaberichte" geschrieben; Anweisungen (Trainer will Kontrolle)) und welche Kommentare ich bekomme ("was hast du zu denen in der Halbzeit gesagt? Die waren ja nach der Halbzeit sehr gut." Ich: "Nichts." - durch Torwartrotation war nur ein stärkerer Spieler auf dem Feld (das haben sie nicht bemerkt :))), dann gehe ich den Weg des geringsten Widerstands.

    Würden wir gegen euch spielen, würde ich nur 2-3 Funino Felder aufbauen und wir wären glücklich ;)

    Hat jemand schon den Torwart bzw. das Kind gefragt, was er möchte? Also ich fände es auch ziemlich schei..., wenn ich zum Training komme um mit meinen Freunden zu spielen und dann muss ich mit so einem alten Sa.. Einzeltraining machen.

    Wie sieht sein Verhalten aus, wenn das Torwarttraining für die ganze Mannschaft angeboten wird und alle mitmachen müssen?


    Das ganze hier ist aus Sicht der Erwachsenen.

    - Ein Vater opfert sich das Training zu machen - nein, er macht es, weil er sich dadurch Anerkennung oder Spaß erwartet.

    - wir machen das nur für das Kind - nein, auch für die Mannschaft und den Trainer (bessere Ergebnisse am Wochenende)

    - dadurch muss er doch besser werden - nein, teilweise passen die Lösungen evtl. nicht in die Bewegungs- und Verhaltensweisen des Kindes. Es kann Angst auslösen - mache die Fehler im Spiel, muss ich das noch mehr trainieren.


    Ich würde das Kind fragen und ihm sagen, dass es nicht aus Mitleid mit uns Erwachsenen, etwas sagen soll, sondern was es denkt und will.

    Und ich hatte schon überlegt bei Heimspielen einfach 2-3 Funino Felder aufzubauen und dem Gegner gar kein 7 gegen 7 anzubieten - dazu hatte ich aber noch nicht den Mut (Angst vor Gegenwehr des Gastvereins und den eigenen Eltern ;)) - die Strafe würde ich sogar gern bezahlen, wenn es eine gäbe und sich dadurch etwas verändern würde (und gerne würde ich das Spiel auch im Spielbericht 0:x werten :)). Somit mache ich das weiterhin nach der Uhr.

    Wissen deine Spieler, dass sie 14:0 verloren haben? Meine F2 weiß es nicht - die wissen, dass sie verloren haben, aber kein Ergebnis. Kürzlich habe ich eine E-Jugend gepfiffen und am Schluss wusste ich nicht wie es aus ging 9:3 oder 10:3 - die Trainer haben darüber diskutiert, ich dachte mir ich frage einfach, wie viele Tore jeder geschossen hat und das konnten mir die Mehrfachtorschützen nicht einmal sagen. Die Trainer einigten sich dann auf ein Ergebnis ;)

    Ich habe früher nicht nach Zeit gewechselt, heute bin ich ein Fan davon - und die Eltern finden auch immer mehr positive Aspekte :).


    Nach dem wir im Frustabbau sind: am liebsten würde ich gar nicht wechseln und Funino spielen, aber da bin ich zu faul etwas eigenes neben der 7 gegen 7 Runde zu initiieren :(

    Welche Sportler sind am unbeweglichsten? Ballsportler? Und hier die Fußballer mit Abstand die schlechtesten? Wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, würde ich die letzten beiden Fragen mit JA beantworten (Handball sehe ich deshalb nicht als Lösung für diese Komponente des Fußball-Spiel).

    Beweglichkeit ist wichtig - kurzfristig Verletzungsprophylaxe, langfristig Zivilisationskrankheiten.

    In der Halle baue ich immer wieder Übungen mit ein - auf dem Feld vernachlässige ich das manchmal :(. Und ja, ich habe auch bei 4 Stunden Fußball am Tag bei Feriencamps immer ca. 10 min. Gymnastik, Stabilisation, Kräftigung und Stretching gemacht (dabei haben die Kinder viel gelacht - für mich ein Zeichen, dass es auch Spaß machen kann ;)).

    Beispiele: wer kommt wie weit ins Männerspagat?; Ball kaputt drücken mit Ferse, Spann, zwischen den Knien, mit den Händen in verschiedenen Höhen; im Liegestütz auf dem Ball; Liegestützen mit Ball; Hände abklatschen im Liegestütz; verschiedene Figuren im Ein-Bein-Stand usw.; Ball hinter dem Kopf von hinten durch die Füße werfen und vorne fangen; Bälle kreisen (Beine, Rumpf, Oberschenkel usw.); Sprünge; wer kommt bei geschlossenen Beinen mit den Händen auf den Boden? (mit und ohne die Knie zu beugen); Grätsche und Ball so weit wie möglich mit den Händen nach vorne rollen und zurück; Bauchmuskelübung: Ball im Sitzen auf den Beinen vor und zurück rollen lassen usw.


    Und aus meiner Sicht ist die korrekte Ausführung bei Kindern, sofern sie mit dem eigenen Gewicht arbeiten, nicht so wichtig - wichtiger ist, dass sie ihren Körper kennen und beeinflussen lernen -> abwechslungsreich muss es halt sein!

    Von dfb.de gibt es dazu diesen Artikel - für Eltern, die Institutionen glauben ;)

    Dann bin ich immer wieder verwundert, dass zum einen zwar gesagt wird, dass man allen Spielern die gleiche Spielzeit gibt, man aber die Frage zur Rotation stellt. Mathematisch muss ich bei gleicher Spielzeit für alle rotieren - höchstens ich wechsele einmal komplett oder kann mir das einer erklären?


    A(ni)mateur : wenn du ein Spiel im F-Jugendbereich ergebnisorientiert bestreiten willst, dann machen Positionen Sinn :( - z.B. "stelle" min. 2 Verteidiger an den Strafraum um Angriffe des Gegners abzuwehren. Gebe diesen Verteidigern noch den Auftrag die Bälle nur wegzuschießen - am besten ins Aus. Bis wieder etwas sinnvolles passiert, sind deine 1-2 guten Spieler wieder da und regeln es. ;)


    Ich weigere mich z.B. die Jugend meiner Tochter zu coachen (jetzt 1. Jahr E-Jugend). Da bekomme ich Aussagen vom Verteidiger bzw. Stürmer ("ich darf nicht über die Mittellinie"). Auch "ein Einwurf muss die Linie entlang nach vorne gespielt werden", "ich habe doch den Ball ins Aus geschossen und den Zweikampf gewonnen", "als Verteidiger schieße ich den Ball nach vorne und die Stürmer machen die Tore" - einfache Regeln, die ein Kind gut befolgen kann und im Kinderfußball erfolgreich sind. Nur für mich ist das leider nicht Kinderfußball geschweige denn Fußball.


    Was mich hier ein bisschen stört ist, dass ein Positionsspiel auf einer Position hier so verteufelt wird. Es hat aus meiner Sicht ganz sicher auch ein paar Vorteile für die Kinder gegenüber der Rotation - Routine, eins nach dem anderen, usw. Und es ist ja nicht so, dass man sein ganzes Leben auf diese Position fixiert ist. Ich kann euch viele Profis nennen, die lange Zeit im Kinderbereich nur eine Position begleitet haben und nachher über andere Positionen Profi wurden.

    Bei uns (F2 - U8) gehen von 12 Kindern 5 ins Tor (mein Sohn ist einer von den 5). Pro Spiel wird der Torwart in der Halbzeit gewechselt. In der G-Jugend bei Hallen- und Feldturnieren habe ich das Torwarttrikot gar nicht benutzt - da gab es ein Leibchen drüber. Und heute in der F2 beschwert sich mein Spielbericht auch immer, dass ich keinen Torwart ausweise und erst bei der Nr. 2 beginne ;) - das Torwarttrikot gibt es dann über das normale Trikot. Den Kommentar anderer Trainer: "Du hast ja immer noch keinen Torwart gefunden." nehme ich als Kompliment :)

    Als Vater sehe ich es lieber, wenn sich mein Sohn bewegt und im Feld spielt - da weiß ich von Anfang an auch, dass er beschäftigt ist, was im Tor auch mal nicht der Fall sein kann (geht einem anderen Vater ähnlich). Da sage ich mir dann, wenn er es will, dann soll er es halt machen.

    Als Trainer brauche ich einen Torwart und es bringt ihm mehr Bewegungs- und Ballerfahrung.


    Selbst als ich positionsbezogen in der F-Jugend Fußball spielen habe lassen, hatte ich nur eine Saison mit einem festen Torwart, sonst haben sich die Position 2-4 Spieler geteilt und wenn die nicht im Tor waren, haben sie als Feldspieler gespielt (Ende der 80iger Jahre bei einem leistungsorientierten Zweitligisten).


    Ich kenne Torhüter, die es in den Profibereich geschafft haben, die nur Torwart waren (von Anfang an) und solche die erst später Torwart wurden. Allerdings bin ich der Meinung, dass beim heutigen Torwartspiel der Torwart so viel wie möglich Feldspielererfahrung haben sollte.


    Und wenn ich meine Punktspiele anschaue, dann wechseln wenige U8 Mannschaften den Torwart - und in der Halbzeit, habe ich es beim Gegner noch nie erlebt.

    Ich stelle mir die Frage, warum soll ich die Ballan- und -mitnahme in der E-Jugend nicht trainieren? In dieser Altersklasse führe ich sie auch an den Straßenverkehr heran - Fahrradprüfung in der Schule. Somit wird davon ausgegangen, dass die Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten einschätzen können bzw. darin Erfahrungen sammeln können.

    Hohe Bälle gibt es auch genügend im Spiel (Einwurf, Torwartabschlag, Ecken, unsaubere Flachpässe) - warum soll ich meinen Kindern nicht zeigen, wie sie damit umgehen können?


    Zur Ideensammlung 2 Training unter dfb.de:

    Beidfüßiges An- und Mitnehmen flacher und hoher Zuspiele

    Progressives Training der An- und Mitnahme

    Ich kann nur zum Ei etwas sagen:

    - Kinder American Football (Ei darf überall hin gespielt werden; Kinder haben Leibchen auf beiden Seiten aus den Hosen hängen und bei Verlust des Leibchen bei Ballbesitz, wechselt der Ballbesitz) oder Kinder Rugby (Unterschied: Ei darf nur nach hinten gepasst werden, Raumgewinn durch Laufen mit dem Ball)

    - auch ein Ei kann man kontrolliert werfen und fangen: Mannschaftsspiel auf Anzahl an Kontakten

    - Brennball (Ei werfen oder kicken)

    Ich kann heute gleich von 2 Ereignissen berichten:

    - meine F2 durfte heute ihren Angriff nach 20 min. noch fertig spielen und erzielte dabei den Anschlusstreffer in 20:20 min.

    - ich war heute Schiedsrichter bei der E3 und unser Torwart sagte mir, dass es Eckball ist (er war dran), obwohl ich auf Abstoß entschieden hatte

    10 Spiele FPL - 0 Probleme -> ich wäre sogar für eine Ausweitung auf die E-Jugend!

    Aus meiner Sicht hängt es von jedem einzelnen Trainer selbst ab. Wie gehe ich auf den anderen zu und wie kommuniziere ich mit ihm.

    Danke für die Tipps mit den unrunden Bällen. Ich habe ein Rugby-Ei und spiele das mit dem oder anderen Bällen und bin deshalb gegen dieses "Product Placement" immun (obwohl die gerade viel Marketing machen - 1.FC Köln, Höhle der Löwen (und ja, ich hatte hier auch etwas verlinkt)). Viel schlimmer fand ich das Coaching, weil halt nicht themenbezogen.

    Ich habe mich nicht nur hier aufgeregt, sondern bei Twitter den Tweet zum 1 gegen 1-Training kommentiert - bin mal gespannt, ob ich eine Reaktion des DFB erhalte.

    "Wer einen Beweis brauchte, wie weit sich die Bundesliga in puncto taktischer Flexibilität weiterentwickelt hat, musste nur das Pokalfinale anschauen. Dortmund begann die Partie in einem 5-3-2, wechselte zwischendurch zu einem 5-2-3 und beendet die Partie mit einem 5-4-1. Frankfurt wechselte vom anfänglichen 5-3-2 über ein 5-2-1-2 zu einem 4-2-4. Matthias Ginter spielte während der Partie auf drei verschiedenen Positionen." Quelle: 11freunde.de


    Und dann sagt ein E-Jugend-Trainer zu mir, wir rotieren nicht, weil jeder sieht, das XY ein rechter Verteidiger ist :evil:

    Zum Thema Geburtstag: Ich hatte am Wochenende ein F2 Spiel um 11 Uhr. Mein Sohn und weitere 3 Spieler wurden von 10-13 Uhr auf einen Geburtstag eingeladen (Gäste insgesamt: Acht) und ich wurde gefragt, ob ich das Spiel verlegen kann.

    Mein Sohn und 2 weitere Spieler waren beim Geburtstag. Einer spielte Fußball und ging anschließend zum Geburtstag - für mich vollkommen in Ordnung (notfalls hätte ich mit G1 oder F1 Spielern gespielt). Es zeigte mir auch wieder die Prioritäten der Kinder - und das ist auch gut so.


    Jetzt darf ich mich aber noch aufregen ;). Letzte Woche beobachtete ich, dass sich unsere G1 mit Handball-Kopfball warm spielte und sagte anschließend zum Jugendleiter, dass "dies ja schon fast an Körperverletzung grenzt" - und was finde ich heute auf dfb.de? Eine Trainingseinheit für F-Jugendliche (für sich OK) für das 1 gegen 1 mit Videos (Videos haben mich extrem aufgeregt). Im Spiel 1 finden unrunde Bälle ihren Einsatz und es wird "Namen rufen" gecoacht. Ich habe nichts gegen unrunde Bälle (ganz im Gegenteil), aber der Preis sorgt dafür, dass sich diese viele nicht leisten können. Warum nimmt man da bei verschiedenen Bällen nicht einen Miniball, Plastikball, Wasserball usw. - meine Trainer sagen dann wieder, so einen Ball haben wir nicht, die Übung können wir nicht machen. Und auch "Namen rufen" ist für sich OK, aber warum brauche ich das beim 1 gegen 1? Im Spiel 2 kommt dann mein Handball-Kopfball bzw. Rugby mit Kopfballtor (jetzt wir einer einwerfen, die sind schon 2 Jahre älter - ist für mich kein Argument, wenn sie es auch noch nebenher lernen sollen). Hat jemand schon mal daran gedacht, dass man einen Ball auch Volley ins Tor schießen kann? Spiel 3 wird der Pass gecoacht und ob 8 Kinder 2 Kindern zuschauen müssen, ist aus meiner Sicht auch fragwürdig. Bei Spiel 4 ist das meiste Coaching "spielen" - ist für mich kein 1 gegen 1 Schwerpunkt. Spiel 5 könnte man auch mit einem Plastikball machen (geringere Verletzungsgefahr) und irgendeine Anregung zum Inhalt des 1 gegen 1 geben (z.B. jeder Trick gibt 1 Punkt; Trick mit am Gegner vorbei 3 Punkte).

    Und zu Letzt frage ich mich noch, ob in Deutschland keine gute Jugendarbeit gemacht wird und man deshalb das Video in Österreich aufzeichnet.