Beiträge von let1612

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    Ersatzbank : ich mache mal weiter ;)


    Fragen zum Coaching:

    Warum soll ich mich hinter den Gegenspieler stellen, wenn ich vor ihm am Ball sein soll? Noch dazu steht der Stürmer hinter mir, als Verteidiger, oftmals im Abseits.

    Warum soll man den Ball vor dem eigenen Tor nicht quer spielen? Das engt meine Wahlmöglichkeiten sehr ein - Gegner wartet auf den Pass die Linie entlang (wie auch beim Einwurf in den meisten Fällen).

    Warum soll man einen Ball stoppen lernen? Stoppe ich den Ball, habe ich keinen Bewegungsvorsprung mehr.

    Warum soll man in der eigenen Hälfte nicht dribbeln? Ein gewonnenes Dribbling im Mittelfeld in der eigenen Hälfte löst genauso eine Überzahlsituation aus wie in der gegnerischen Hälfte.

    1 gegen 1 Auf- und Abstiegsliga ist doch da eine gute Spielform (8 Spielfelder und jeder Trainer beobachtet 4 Felder - ich mache das mit 12 Kindern und 6 Feldern alleine (und ja, auch wenn es mir schwer fällt, halte ich mich da mit Verbesserungen zurück ;))


    Kleeblatt : ich gehe davon aus, dass ein Einzeltraining in dem Fall nichts bringt - er nimmt ja heute schon deine Coachingpunkte nicht an

    Was ist denn Trainingsqualität? Möglichst viele Anweisungen für die Kinder? Alles läuft genau so, wie es der Trainer vorgibt?


    Ich gebe weiterhin zu bedenken, dass die Vereine Väter zu Trainer machen, die höchstens früher selbst Fußball gespielt haben, aber meistens keinerlei Trainererfahrung noch Trainingserfahrung haben - oftmals sogar weder mit Trainer, Fußball oder pädagogischer Erfahrung. Denen wird dann DFB.de ans Herz gelegt oder ein paar Trainingseinheiten auf Karten bereitgestellt. Das es dann solche "Auswüchse" gibt, ist für mich keine Überraschung.


    Gerade im Breitensport-Dorfverein dient ein Fußballtraining auch dafür Sozialkompetenz zu erlangen.


    Teilweise genieße ich es, wenn ich die Kontrolle verliere, weil die Kinder und auch ich dabei mehr lernen ;) - der Trainer ist nicht für alles verantwortlich!

    Was müssen die 7 Jährigen heute bereits wissen? Sie sollen wissen, ob sie mit 12/13 auch noch täglich Lust auf eine Sportart haben - ich weiß übrigens nicht auf was ich in 5 Jahren Lust habe (die Frage gefällt mir in Bewerbungsgesprächen auch immer sehr gut ;)). Dazu sollen sie wissen, was sie später mal beruflich machen wollen - man verliert ja sonst den Anschluss. Die Berufe gibt es heute wahrscheinlich noch nicht einmal.

    Was bringt ein Leistungsverein bzw. Stützpunkt für einen 7 Jährigen? Im Fußball - er gewinnt jedes Spiel egal ob er zu den besseren oder schlechteren gehört. In den Einzelsportarten sieht das schon anders aus - was auf jeden Fall zunimmt, ist der Druck immer zu den Besten zu gehören. Das man Sport aus Spaß an der Bewegung und wegen des sozialen Austausches machen kann, geht dabei häufig verloren. Ja, wir leben in einer Leistungsgesellschaft, aber in welchem Alter "muss" ich damit beginnen?

    Aus meiner Sicht wäre es für alle Sportarten und die Kinder besser, sie möglichst lange vielfältig auszubilden und sie ihre Sportart suchen zu lassen (geht für mich bis ca. 12 Jahre). Jugendliche sollten sich dann spezialisieren und hier ist Leistungssport neben Breitensport aus meiner Sicht auch sinnvoll.

    Deshalb gefällt mir auch das Konzept der TSG Hoffenheim. Bei denen geht es ab U12 los. Zuvor gibt es ein Kinderperspektivteam und eine Fußballschule. Die Fußballschule wird als GmbH geführt (TSG 1899 Hoffenheim Akademie GmbH) - da weiß ich, dass die gewinnbringend sein soll und das zusätzliche Fördertraining wenig mit dem Verein zu tun hat. Andere verschleiern das ein wenig (z.B. FC Augsburg - Fußballschule gehört zum Verein. Sie bieten auch ein Fördertraining an, haben aber ab der U9 die Mannschaften besetzt.).


    Karl : Einige Gymnasien suchen sich heutzutage auch die Kinder aus - da muss man sich bewerben und schauen, ob man einen Platz bekommt (zumindest bei uns im Umkreis).

    Ich würde mir überlegen jeweils ein Stangentor im 90 Grad Winkel vor dem Tor aufzustellen (evtl. auf Höhe des Torpfostens), dann könnten die Torhüter auch noch einen Punkt "ausschießen" während die anderen spielen.

    Andererseits haben die Torhüter im Spiel nach einer Aktion auch meistens eine kurze Pause.

    Wir sprechen von einem 7 Jährigen - wie sicher ist da eine Vorhersage für zukünftigen Erfolg?


    Ich gebe auch zu Bedenken, dass ein Verein an gesetzliche Regelungen gebunden ist (z.B. Gemeinnützigkeit im Steuerrecht) und nicht tun und lassen kann, was er will.


    Wie sieht es mit einem Kind aus, dass auf das Gymnasium geht und nachher "nur Maler" wird - hat das auch einem Realschüler die große Management Karriere versaut und sollte dem Steuerzahler eine Entschädigung zahlen?


    Skriwer : die Quoten würde ich nur unterstützend als Argumentation für meine Behauptung, es ist einfacher einen Pass zu spielen als einen Zweikampf (noch dazu einen offensiven Zweikampf) zu bestreiten und zu gewinnen, in einem Gespräch einbringen - bei manchen Menschen helfen Zahlen (vor allem bei Vätern) ;)


    Und wann sollen die Kinder das Dribbeln lernen, wenn nicht von Anfang an - mit zunehmendem Alter kommt Gruppen- und Mannschaftstaktik, da wird dann auf das Zusammenspiel geachtet. Und das Passen lernen sie da auch noch - das Dribbeln eher nicht (da wird es mehr zu "die Walz aus der Pfalz" H.-P. Briegel - die Ältern werden ihn kennen ;))

    Das kam mir kürzlich auch so in den Sinn - Meisterschaften mit Auf- und Abstieg abschaffen wäre bis in eine bestimmte Altersklasse, ja eigentlich sogar bis ENde der A-Jugend, optimal.

    2008 hier von Chris geschrieben und jetzt kommt man dem Ganzen in Bayern ein bisschen näher und stockt auf Anregung der SpVgg Bayreuth die Ligen auf - siehe fussballn.de

    "Nach deren Argumentation kann man die Talente nicht fördern, wenn über die Hälfte einer Liga gegen den Abstieg spielt und das primäre Ziel der Klassenerhalt sein muss (da sonst die Talente den Verein wechseln)."


    Mal sehen, ob in 10 Jahren andere gute Ideen von hier schrittweise umgesetzt werden ;)

    Eltern sehen das, was Eltern sehen wollen - ich bin selbst ein Elternteil ;)


    Als Trainer hat man eine Philosophie und da kann es auch mal sein, dass ich auf eine Fähigkeit verzichte, weil ich eine andere Fähigkeit verbessern oder herausfordern möchte. Ich erkläre meine Philosophie den Eltern und zeige ihre Vorteile auf, aber ich wehre mich gegen Rechtfertigungen.


    Goodie : hast du behauptet Kinder können nicht passen? Oder nur, dass dies kein (vorrangiges) Ziel in diesem Alter ist. Hat der Vater selbst Fußball gespielt? Ein Pass ist einfacher als ein Dribbling mit Tricks (v.a. die Pässe, die von den Kindern gefordert werden). Spätestens wenn du es sie machen lässt, kommt die Einsicht. Und natürlich auch der Nebensatz mit "aber" und "erfolgreich" :) - und dann bin ich immer bei Ausbildung und langfristigem Erfolg ;)



    Habe am Wochenende bei einem E-Jugend Hallenturnier festgestellt, dass der Futsal Ball diese Abschläge über die Mittellinie auch noch erfolgreich macht - der Ball springt nicht weg, sondern verlangsamt sich und bleibt so im Spiel (ein normaler Ball wäre stets weg gewesen)

    Hallenturnier E-Jugend:

    - Habe heute einen jungfräulichen Bogen zur Wahl des besten Torhüter*in bzw. wertvollster Spieler*in abgegeben. Ich mag diese Wahlen bzw. Ehrungen nicht - auch wenn sie Spieler von uns schon mal gewonnen haben.

    - warum müssen in der E-Jugend noch 1-2 Elternteile die Spieler*innen in der Kabine begleiten? Ich bin für ein Verbot der Eltern in Kabinen!

    Ersatzbank : die von dir angesprochenen Defizite versuche ich mit Koordination und Beweglichkeit in den Griff zu bekommen und das kann man z.B. auch neben dem Dribbling machen (Arme kreisen, Hopserlauf, Ausfallschritte, Oberkörper drehen, klatschen usw.). Und Gymnastik mit Ball ist gleichzeitig auch Ballgewöhnung ;).

    Übrigens fände ich es besser, wenn du es den Kindern sagst und nicht nur denkst :) - dann macht es vielleicht auch einer von zehn.

    Mir ist bekannt, was in den Trainerlehrgängen und in den NLZs als Auftaktbewegung geschult wird bzgl. Körperkontakt. Aus meiner Sicht ist das jeweils ein klares Foulspiel: es fehlt die Ballnähe ;) (auch wenn die Schiedsrichter das oft nicht pfeifen)

    Regelkunde: "Als Zweikampf gilt der Kampf um Raum in Ballnähe mit Körperkontakt, jedoch ohne den Einsatz von Armen und Ellbogen."


    Die nächste Frage, die sich mir stellt: wann brauche ich eine Auftaktbewegung? Sobald ich 2-3 Meter Platz habe, brauche ich sie nicht. Bei Manndeckung: Ja - und wer spielt heute noch Manndeckung?


    Was kommt nach der Auftaktbewegung? Freilaufen? Ich würde mehr Wert legen auf das Freilaufen - ist effizienter.