Beiträge von let1612

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    luibo : mir gefällt deine Idee und die meisten Kinder hätten damit auch kein Problem, so lange sie 1-2 Bezugspersonen haben. Die sozialisierte Leistungsgesellschaft (Eltern und Trainer) hat damit allerdings ein Problem - stelle ich immer wieder bei Trainingscamps fest.


    @all: Und was wird bei Schulturnieren gemacht? da spielt die 1c gegen die 1b und da sind die Spieler auch meistens gemischt. Macht das den Kindern keinen Spaß?

    Die nächste Ebene sind die Auswahlmannschaften - macht das den Kindern keinen Spaß?


    16er : zum Vereinsgefühl - wenn ich mich in meiner Umgebung so umschaue, spielen da fast nur noch SG oder JFG (umso älter die Spieler umso mehr Spielgemeinschaften); und den ungezwungenen Straßenfußball finde ich in meiner Umgebung leider auch nicht mehr

    Aus einem anderen Thread aufgeschnappt: "In der Verteidigung sind die Seitenlinien unsere Freunde" - stimmt das? Welches Bild des Verteidigers steckt dahinter?


    Wenn man auf Ball halten spielt - greift man dann an oder verteidigt man dann?


    Wenn ich mir die Diskussionen hier so ansehe, frage ich mich:

    Welcher Trainerjob ist einfacher: Kinder- oder Bundestrainer?

    Warum darf man Bundesliga nur mit der Fußball-Lehrer-Lizenz trainieren und bei Kindern wird höchstens nach einem polizeilichen Führungszeugnis gefragt?

    Definition Bewegungsfrequenz:

    Anzahl wiederkehrender bzw. sich wiederholender Bewegungen von Körpern oder Körperteilen in einer Zeiteinheit (in der Mechanik: je Sekunde).Beispiele: Schrittfrequenz, Schlagfrequenz, Trittfrequenz

    Sportarten: Rudern, Radfahren, Schwimmen, Laufen

    Frequenz deutet auf etwas zyklisches hin.


    Haben wir das im Fußball häufig? Wiederkehrende Bewegungen in einer Zeiteinheit? Das einzige, das mit einfällt ist das Laufen/Sprinten oder bringen uns Pässe pro Minute auch weiter? (Pässe: habe ich auch schon bei mir v.a. im Hallentraining gemacht)


    Ersatzbank : die Speedtrainer arbeiten auf den ersten 5 Metern mit kurzen Bodenkontaktzeiten und dann erst mit der Frequenz (z.B. siehe hier)


    Constantin : suchst du eher sowas wie "Motorische Schnelligkeit bei zyklischen Bewegungsabläufen" von Gerd Thienes (z.B. S. 40/41). Falls es nicht nur um Frequenz geht, kann man auch bei den Speed Fachleuten sich Anregungen holen: z.B. speedclub.de oder tannerspeed-lauftraining.de

    AKjfv : und da wären wir wieder beim 1. Post in dem Thread: MOOC - warum nicht im Fußball? Und den dann zum Thema Kinderfussball oder was kann der Fußball von den anderen Sportarten lernen (Laufschule, Life Kinetik u.a.). Dort könnte man dann auch diskutieren, ab wann in anderen Sportarten eine Leistungsselektion (NLZ) stattfindet - wird da ab 8, 10 oder 12 Jahren selektiert? (wahrscheinlich muss man dann noch Mannschafts- und Einzelsportarten trennen - hier sind ja ein paar aus dem Norden - sammeln die Handballbundesligisten die Kinder auch so früh ein wie die Kollegen im Fußball? Basketball und Volleyball sind aus meiner Sicht später dran. Und läuft das dann auf Vereins- oder Verbandsebene?).


    Ich habe in meinem Verein versucht eine Präsenzfortbildung durchzuführen - das scheiterte (0 Teilnehmer). Machte es dann online - war ein bisschen besser (2 Teilnehmer von unserem Verein - die von anderen Vereinen weiß ich nicht, Zugriffe sind auf jeden Fall da).

    Ersatzbank und Effzeh : Diskutieren will ich nicht, ich will nur Denkanstöße geben :) - denn obwohl es im Fußball oftmals kein richtig oder falsch gibt bzw. schwer zu beweisen ist, wird manches als "Gott gegeben" hingenommen


    "du musst hinter deinem Gegenspieler stehen" war eine Anweisung eines Trainers an einen Mittelfeldspieler seiner Mannschaft. Das sehe ich anders und habe es selbst so auch praktiziert (z.B. als Libero (letzter Mann); beim Einwurf des Gegners, wenn hinter mir noch ein Paar (Gegenspieler und dahinter Mitspieler) stand; im Spiel, wenn ich den Pass zu ihm zumachen konnte (z.B. Deckungsschatten); wenn ich schneller war (nicht nur physisch auch gedanklich) - vielleicht hat es deshalb nur bis zu Bezirksliga gereicht ;)) - als Alternative. Wenn der Gegner besser oder cleverer war, stand ich natürlich dahinter :) - sonst hätte ich diesen Vorwurf ja vom Trainer bekommen ;)


    Stollenschuhe? Ich habe auf sämtlichen Plätzen mit "Copa Mundial" gespielt - letztendlich hat das sogar ein Fußball-Lehrer alter Schule durchgehen lassen. Ich habe dafür auch die Verantwortung übernommen! (musste nicht eine Maß Bier für Ausrutschen bezahlen - ich kenne auch die bösen Zungen: "bei dem Tempo kann man nicht ausrutschen" ;))


    Nehmt die Spieler ernst und lasst sie auch mal etwas probieren - was habt ihr zu verlieren? (meistens noch nicht mal ein Spiel)


    Ersatzbank : Der HSV hat dafür Bernhard Peters :) - der wird für das Infrage stellen sogar bezahlt ;)

    War gerade im Keller - meine Kinder spielen "Soy Luna" (Rollschuhe fahren) nach. Wo sind die Fußball Fernsehserien? Eine Mannschaft bei uns nennt sich "Die Teufelskicker". Wann kam "Manni, der Libero" zuletzt? Da könnte doch der DFB mal etwas mit den Fernsehsendern produzieren. Oder?

    Andre : Bolzplatzverhalten - ich weiß nicht wie das heute ist, aber wenn du früher schlecht (oder sonst einen Nachteil hattest - zu jung, zu klein, zu eigensinnig usw.) warst, hast du zugeschaut und mit Glück durftest du mal ins Tor und dann ganz langsam mitspielen (höchstens der Ball gehörte dir, dann hat man dich toleriert) - so war es zumindest in meinem Umfeld ;)


    Effzeh : "ein auf alle Spieler individuell abgestimmtes (Anmerkung von mir: spielnahes) Training durchführen" - oder die Quadratur des Kreises ;)


    Weil es hier so schön rein passt der Jahresrückblick meines Abteilungsleiter Fußball:

    "Positiv verlief die Saison bei unseren zehn Jugendteams, die am Punktspielbetrieb teilnehmen. Die Jugendleitung und die Trainer legen gerade bei den unter 13 Jährigen das Hauptaugenmerk auf das Erlernen der fußballspezifischen Grundkenntnisse. Ergebnisse und Tabellenplätze sind zweitrangig, wichtiger sind Freude und Spaß. Hervorzugeben ist jedoch das Abschneiden unserer drei E-Jugendmannschaften (Jahrgänge 2006 und 2007), die in ihren Gruppen alle den Meistertitel holen konnten."

    Oder wie schaffe ich es mit einem Satz drei zu zerstören ;) - und ich mache ihm noch nicht einmal einen Vorwurf - das ist die Realität und Sozialisation. Und da könnte ich noch viel mehr nur aus meinem Verein erzählen.

    Ich fand den Einwand (nicht alles zu zerpflücken) von Ersatzbank gut und wichtig, möchte aber dennoch zum Coaching nochmals Stellung nehmen:

    - Gibt es Alternativen zum "Hinter dem Gegner stehen"? (z.B. seitlich: ich habe ihn weiterhin in meinem Sichtfeld, bin auf gleicher Höhe und evtl. auch näher zum eigenen Tor)

    - Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es, wenn ich vor ihm stehe? (z.B. Kommunikation von einem dahinter (bis zum Torwart): z.B. rechte Schulter; Intuition/Erfahrung; Kooperation (Schnittstelle wird mit Mitspieler geschlossen); Schulterblick usw.)


    weitere Fragen:

    - ist Fußball als erste (Mannschafts)Sportart im Leben eines Kindes besonders geeignet?

    - warum gibt es im Fußball so wenige technische Bewegungsanalysen?

    - warum gibt es im Fußball so wenige technische Hilfsmittel? (kein Windkanal; kein Gegenstrombecken usw.)

    - was macht der durchschnittliche Bundesligaprofi in der Bundesliga und wie trainieren wir das (Qualität und Quantität)? (Laufleistung: 11 km (5% Sprints (90% unter 30m; 40% unter 10m); 30% gehen; 45% Joggen und 20% schnell rennen); Ballkontakte: 55 (Pässe:34; Fehlpässe: 6); Dribbling: 1.6 pro Spiel; Torschüsse: 1,02)

    Quelle: Leistungsdaten, Ballkontakte und Dribbling

    Ich komme da noch nicht ganz mit. Ich rate jetzt mal:

    Ihr seid jüngerer Jahrgang und die F3. F2 und F1 sind der ältere Jahrgang und dann habt ihr noch eine F4 (auch jüngerer Jahrgang? gemischt?) oder? Wie viele Kinder sind in den anderen F-Mannschaften und wie wurden die eingeteilt?

    Warum sind die 2-3 Kinder in eurem Kader?

    Als Verein würde ich gerne alle halten: die 2-3 guten bei euch und die 2-3 schlechten in der F4 - Möglichkeit vorhanden. Sind die 2-3 schlechten damit nicht einverstanden, würde ich die ziehen lassen - hier gibt mir ja auch niemand die Garantie, dass sie bis zur D-Jugend noch da sind und Fußball spielen wollen - und die 2-3 guten wollen zumindest Fußball spielen.

    Als Trainer würde ich auch mich in den Mittelpunkt stellen und mich fragen, was ich will und was mir Freude macht - und dann mit den 12 willigen arbeiten.

    Danke an Chris (ich fand es nicht negativ) und Don Quijote für eure Beiträge.


    Habe mir gerade mal die Mühe gemacht und mir die 5 erwähnten Profis bei wikipedia.de angeschaut - sieht mir nach einer Durchgangsstation aus (lange haben die meisten nicht für den Verein gespielt und angefangen hat dort auch keiner der erwähnten).


    Spricht man da noch von einem "Ausbildungskonzept"? Oder sollte man besser von einem "Fortbildungskonzept" sprechen?

    Was ist ein "erfolgreiches" Ausbildungskonzept?

    Unter dfb.de habe ich gerade den Artikel "Die TSG Wieseck betreibt Talentförderung in Mittelhessen" gefunden. Ich bin dann auf die Internetseite der TSG Wieseck gegangen.


    Jugend/Anzahl an Kindern auf dem Mannschaftsbild: F2/13; F1/12; E1+E2/21; D2/12; D1/17 und Perspektivteam U13/15 - gehe ich Recht in der Annahme, dass zur D-Jugend hier in größerer Anzahl Spieler aus den benachbarten Vereinen eingesammelt werden?


    Evtl. ist hier jemand aus Hessen und kann mir meine Fragen beantworten:

    a) was zieht die Spieler zu dem Verein?

    - der Erfolg bzw. die Liga, die sie spielen?

    - die Möglichkeit bei der Eintracht mit zu trainieren?

    - die qualifizierten Trainer?

    - die klaren Strukturen? (z.B. Elterninfo)

    - das interne Ausbildungskonzept? (kennt das jemand?)

    b) was hält die Spieler bei dem Verein?

    - Kader A1 mit 28 Spieler; A2/15; B1/20; B2/26; C1/22; C2/22; C3/15 - und das obwohl so viele von NLZs gesichtet werden

    - wie hält man so viele Spieler bei Laune?

    c) wird das in Hessen positiv gesehen?


    Ich danke schon einmal für eure Antworten.

    Der Verbandsjugendleiter Karl-Heinz Wilhelm hat alle F-Jugend Trainer des BFV angeschrieben:

    "Fair Play Liga

    Liebe Sportfreunde,

    mit diesem Schreiben möchte ich im Namen des Bayerischen Fußball-Verbandes die Gelegenheit zum

    Jahresende nutzen und mich bei Ihnen, den Trainern der F-Jugend-Mannschaften in Bayern, für Ihr zum Teil

    großes ehrenamtliches Engagement bedanken.

    Wir wissen, dass gerade im U9-Bereich eine intensive Betreuung der Kinder wichtig ist, um fußballerische, aber

    auch soziale Grundlagen für die Zukunft zu schaffen. Nur so können die Juniorinnen und Junioren nachhaltig für

    den Fußballsport begeistert werden. Der Junioren-Fußball wird in den nächsten Jahren mit den Problemen der

    demographischen Entwicklung zu kämpfen haben. Aus diesem Grunde ist es umso wichtiger, dass die jungen

    Kinder schon früh an den Fußball gebunden werden und diesem über einen langen Zeitraum erhalten bleiben.

    Hier nehmen gerade die Trainer im Frühstadium einer Laufbahn einen hohen Stellenwert ein.

    Auch die Verbände haben erkannt, dass der Fußballsport hier und da neue Wege gehen muss, um den

    Entwicklungen in der Gesellschaft standzuhalten. Aus diesem Grunde wurde 2013 die Fair Play Liga im F-Jugend-

    Bereich eingeführt. Anfangs ist dies bei den Vereinen nicht nur auf Gegenliebe gestoßen. Das haben wir durchaus

    mitbekommen. Mittlerweile hat sich der Großteil der Vereine in Bayern mit der neuen Spielform arrangiert und

    erkennt auch ihren Sinn und Nutzen.

    Ich wünsche Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Mannschaften ein frohes Weihnachtsfest und verbleibe mit den besten

    Wünschen für 2018"


    Dazu gab es noch den BFV Flyer Fair Play Liga - dafür "Daumen hoch".


    Haben die Verbände wirklich die "Entwicklungen in der Gesellschaft" erkannt? Wenn ich lese: "Aus diesem Grunde ist es umso wichtiger, dass die jungen Kinder schon früh an den Fußball gebunden werden und diesem über einen langen Zeitraum erhalten bleiben." Wer ist heute schon gerne gebunden und das dann auch noch länger? Da muss ich mir nur die Scheidungszahlen ansehen oder Stellenanzeigen lesen (z.B. Flexibilität, Mobilität). Auch bindet sich heute kaum noch jemand auf Jahre (z.B. freiwillige Feuerwehr).

    Und ein bisschen mehr Enthusiasmus und Emotionen für die FPL hätte ich mir auch gewünscht - nicht nur "arrangiert" und "erkennt". Da ist noch Luft nach oben für die Weihnachtswünsche im nächsten Jahr ;)

    Um wieder ein bisschen näher an die Überschrift zu kommen:

    "Es wird keine Meister regnen. Punkt. Wir brauchen wieder gute Ausbildungs-, Entwicklungs- und Karrierepfade für viele. Die Spitze bildet sich nur über einer breiten Basis mit einer gesunden Mitte."

    Das ist der Schlusssatz von Gunter Dueck in dem faz.net Artikel. Hier vergleicht er Fußballspieler mit IT Fachleuten.


    Mir stellt sich die Frage, ob wir im Fußball noch die breite Basis und die gesunde Mitte haben? Oder führt die immer frühere Spezialisierung der Kinder dazu diese zu verlieren?

    Es stellt sich aber auch die Frage, suchen wir die Stars (perfekten Spieler) oder suchen wir eher die perfekte Mannschaft (perfekte Team)? Und hier denke ich, dass wir auf dem Weg zur perfekten Mannschaft im Jugendbereich sind => die Individualförderung leidet aus meiner Sicht darunter. Und die Mannschaft bleibt nicht zusammen - zumindest in einem NLZ.


    Zum Spaß im NLZ:

    - wie viele steigen freiwillig aus? wahrscheinlich weniger als 10%

    - wie viele sind später Stolz auf diese Zeit? wahrscheinlich über 90%

    Passt zwar nicht zur Überschrift, aber zur Diskussion - Stefan Reinartz sagte gestern im SportschauClub 2 Sätze, die ich sehr interessant finde:

    "Möglicherweise sitzen wir in 10 Jahren hier und sagen 'wir haben in 2017 falsch trainiert'." und

    "Wir werden in den Nachwuchsleistungszentren zur chronischen Unselbstständigkeit erzogen."