Beiträge von let1612

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    "vielen Dank für Dein Engagement! Ist wirklich nicht immer leicht mit den Kids und vor allem mit uns Eltern ?. Aber das ist es wohl wie bei den Großen. Da kann auch jeder „Bundestrainer“ ☺

    Für XY kann ich auf jeden Fall sagen, dass er wahrscheinlich nicht mehr so viel Spaß am Fußball hätte, würde es nicht so gut bei Euch im Training (und Spiel) spielerisch, freundlich und fair laufen. Dafür ein großes Dankeschön und Kompliment an Dich! Gerne weiter so und lass es mich wissen, wenn ich unterstützen kann."


    Ein Mail von einem Vater, der vor 1,5 Jahren noch erfolgs- und ergebnisorientiert unterwegs war und aufgrund der Leistung seines Sohnes einen "Vaterschaftstest" machen wollte. Da lacht mein Herz!

    Powerzwergenpapa : ich hätte den Preis nicht bekommen ;) ich bin da eher bei dir. Meine Spieler hätten Zusatzaufgaben bekommen oder ich hätte den gegnerischen Trainer gefragt, ob er mit 1-2 Spielern mehr spielen möchte. Und auch bei uns ist nicht alles nur positiv, aber es wird darüber diskutiert und das mit einem weniger spielen war da auch schon Thema in der Whatsapp Trainergruppe nach einem 21:0 einer Mannschaft - mit meiner Mannschaft muss ich mir über zu hohe Ergebnisse keine Gedanken machen :)

    Trainer E : was sind denn nähere Einblicke, die ich für meine obigen Aussagen benötige? Werden meine Aussagen wahrer, wenn ich sage, dass einer meiner ehemaligen Spieler seit 1,5 Jahren im NLZ spielt, ich weitere Spieler eines NLZs kenne, mich auf Trainerfortbildungen mit NLZ Kollegen unterhalte oder ehemalige Mitspieler von mir in NLZs arbeiten?


    Ich habe keinen Einblick bei Hannover 96. Wenn ich mir die Homepage ansehe, sehe ich

    Fußballschule (Funino Festivals für G, F und E-Jugend)

    U10: Förderkader

    Grundlagenbereich

    U11: 16 Kinder auf dem Mannschaftsfoto

    Aufbaubereich

    U12: 16 Kinder

    U13: 19 Kinder

    U14: 18 Kinder

    U15: 23 Kinder

    Leistungsbereich

    U16: 23 Spieler

    U17: 23 Spieler

    U19: 29 Spieler

    U23: 22 Spieler

    Da deckt sich doch schon einiges mit meinen Forderungen. Die Fußballschule und der Förderkader sind ein guter Weg. Es gibt erst in der U11 eine eigene Mannschaft.

    Auch 18 Kinder in der U14 sind OK. Brauche ich aber wirklich 23 Kinder in der U15? Brauche ich 46 Spieler in der B-Jugend - das sind 4 Mannschaften, wenn alle einsatzfähig sind.


    Nehme ich den FC Augsburg: U9: 10; U10: 12; U11: 15; U12: 17; U13: 22; U14: 23; U15: 19


    Vorgaben der DFL:

    Anzahl der Nachwuchsmannschaften in den Leistungszentren

    Grundlagenbereich (U8-U11):

    ohne Einschränkung, mind. jedoch 1 Mannschaft.

    Aufbaubereich (U12-U15):

    je 1 Mannschaft (d.h. insgesamt 4 Mannschaften)

    Leistungsbereich (U16/U17): 1 oder 2 Mannschaften

    (U18/U19): 1 oder 2 Mannschaften

    (U23): 1 Mannschaft (optional)

    siehe www.dfl.de (dort stehen auch die Begrenzung der Anzahl der Spieler - die mir zu hoch ist und wenn ich es mir genau ansehe wohl auch nicht genau eingehalten werden. Z.B. U12-U15 bis zu 20 Spieler einschl. Torhüter). Die Frage ist auch, ob ich immer alle Vorgaben ausreizen muss (vergleiche Abgaswerte in der Automobilindustrie).


    Ich bin auch der Meinung, dass in NLZs gute Arbeit geleistet wird - Anerkennung (eine Anstellung) gibt es oftmals erst ab U15 oder ist diese Information mittlerweile veraltet?


    Wenn die DFL eine Mannschaft im Grundlagenbereich vorgibt, müssen es die NLZs einhalten. Könnte man ja auch sagen, weg mit der Vorgabe.


    Es handelt sich allerdings auch bei Bundesligisten um Vereine. In den Vereinen wird meistens ab G-Jugend Fußball angeboten. Bundesligisten machen das, aus meiner Sicht, zu Recht nicht. Warum müssen die eine Mannschaft im Grundlagenbereich haben? Andererseits frage ich mich aber auch, warum können sie nicht auch Kinder an den Fußball heranführen und Anfänger aufnehmen - sie sind doch auch ein Verein. Das klingt jetzt als Widerspruch und genau deshalb würde ich eigene Mannschaften zum Schutz verbieten und sie gleichzeitig verpflichten in der Region mitzuarbeiten.


    Ich habe das Fußballspielen in einem 2. Bundesligaverein angefangen (F-Jugend) und gelernt. Im 2. Jahr B-Jugend habe ich eingesehen, dass es bei mir dort nicht weiter ging. Von der F-Jugend haben später einige Oberliga/Regionalliga bei diesem Verein (Amateure) gespielt. Ich habe selbst eine F-Jugend dort trainiert aus der später einer in der 3. Liga gespielt hat. Da hat man die Spieler noch ausgebildet - ja, es wurde auch selektiert, aber auch ausgebildet (v.a. im Grundlagenbereich). Die Quote war nicht schlechter als heute - klar auch damals mussten 38 Vereine (1. und 2. Liga) mit Spielern versorgt werden. Es lässt sich darüber streiten, ob die Qualität besser oder schlechter war.


    Ich habe damals z.B. eine U14 mit 16 Spielern trainiert (einer spielte später 2. Bundesliga). Ich hatte einen Torhüter. 4 Spieler durfte ich auswechseln. Es haben am Wochenende meistens alle gespielt - damals war ich allerdings noch nicht auf dem "gleiche Zeit beim Spiel"-Weg. Positionsrotation gab es in geringem Maße (im Nachhinein hat der angesprochen Spieler die meisten Positionen begleitet). Sollte ich mal zu wenige gehabt haben, habe ich mich bei der U15 oder U13 bedient. Hätte ich 20 Spieler gehabt, wäre aus meiner Sicht auch nicht mehr dabei heraus gekommen.


    Vom "draufkloppen" möchte ich mich distanzieren - anregen zum Nachdenken finde ich besser.

    Warum fangen die NLZs mit der U9 an?

    A) Heute fangen die meisten Kinder früher mit dem Fußball an. D.h. für die 1. Altersstufe müssen sie sich die Mannschaft zusammen suchen - Spieler von kleineren Vereinen aus der Umgebung. Anfänger gibt es praktisch keine in den Teams.

    B) ein Verein muss eine bestimmte Anzahl an Mannschaften melden. Und U9 ist günstiger als eine U23.

    C) Ausbildung ist den Vereinen bis 12 "egal" - angestellte Trainer gibt es oft erst ab der U15.


    Warum sind die Kader so groß?

    A) Habe ich kleinere Kader, habe ich eine größere Quote - schafft es mein Toptalent von 20 Spielern = 5%, bei 30 =3%

    B) Ergänzungsspieler sind für das Training gut.


    Ich würde den Bundesligisten Mannschaften bis zur U11 (Kleinfeld) verbieten. Ab U12 spielen die in der D oft sowieso schon Grossfeld. Weiterhin würde ich die Kader auf max. 18 Spieler begrenzen. Bei 2 Mannschaften pro Jahrgang sind das immer noch 36 Spieler - da bekommt man am Wochenende 2 Mannschaften zum Spielen hin.


    Die dadurch freigewordenen Ressourcen (Trainer, Geld) muss im Umkreis von 30 km eingesetzt werden für Trainingseinheiten in kleineren Vereinen, Turnieren auf dem Gelände (Funino) oder Trainerfortbildungen in kleinen Vereinen (sind nur ein paar Ideen).

    onkel1978 : einige hier werden wohl sagen, den hätte ich auch schon bekommen müssen ;) - er hat mit einem weniger gespielt (wer es nachlesen will: hier die Worte des Jugendleiters). Wichtiger für mich, ist allerdings, dass ich nun weiß wie man gutes Verhalten melden kann (im Spielbericht) :) - ich dachte bisher immer, dass dort nur Negatives eingetragen wird.

    Lösungsmöglichkeiten gibt es viele, die Frage ist, welche davon möchtest du einsetzen und welche Spielerpersönlichkeiten hast du?


    Von mir favorisierte Möglichkeiten in diesem Jahrgang: 1 gegen 1 bzw. 1 gegen n; Doppelpass; Ballübergabe

    Bei z.B. Hinterlaufen tendiere ich eher zum Altjahrgang E-Jugend.

    Möglichkeiten, die ich nicht trainieren würde: Weitschüsse, Flanken (+ Kopfball) und damit Flügelspiel


    Gerade beim 1 gegen n sehe ich wenige Spielformen und Übungen auf den Trainingsfeldern dieser Republik. Auch bei mir selbst sehe ich oft 1 gegen 1, selten 1 gegen 2 und noch seltener 1 gegen 3 - mehr habe ich bisher noch gar nicht gemacht.


    In Spielformen könnte man sich auch Zonenspiele, in denen dann Über-/Unterzahl herrscht, einfallen lassen. Auch kann ich im Training mit der Spielfeldgröße sehr gut Einfluss darauf nehmen und die Enge nicht nur vor dem Tor, sondern auf dem ganzen Feld (kleinen Feld) provozieren (oder demnächst in der kleinen Halle (anderer Thread)).


    Funino mit umgedrehten Toren an der Schusslinie wäre auch eine gute Spielform aus meiner Sicht. Geht in die Richtung durchspielen und Ball zurücklegen - ist für mich eine Komponente des Flügelspiels, muss aber nicht am Flügel passieren (geht bei der Spielform auch in der Mitte).

    Matze1905 : Welche Lösungsmöglichkeiten und Spielsituationen werden den Kindern im Training angeboten? Welche Erfahrungen können die Kinder dort sammeln? Nur das kann ich aus meiner Sicht am Wochenende auch verlangen.

    Trainer E : obwohl ich z.B. im älteren Jahrgang F-Jugend bisher noch kein 5x2m Tor im Training benutzt habe und keinen Weitschuß trainiere, haben meine Kinder diese Lösungsmöglichkeit am Wochenende selbstständig ausprobiert (ohne Torerfolg). Warum auch nicht? Auch Weitschüße können im Fußball Spiele entscheiden - übertrieben gesagt, würde ich die entwicklungstechnisch nicht verteufeln.

    Hier haben wir ja hauptsächlich über die NLZs gesprochen. Die Frage könnte man allerdings ja auch aus anderer Perspektive betrachten.

    Die Zahl der Fußballferiencamps, individuellen Zusatzeinheiten (z.B. Münchner Fußballschule) und Internatsplätzen (z.B. Soccer City e.V.; Deutsches Fußball Internat) werden gefühlt immer mehr. Aus der Perspektive würde ich sagen, dass es sich finanziell lohnt - zumindest für die Anbieter.

    Allerdings sehe ich hier auch Parallelen zur Schulausbildung (z.B. Nachhilfebranche). Die Ausbildung hängt dann immer mehr vom Geldbeutel der Eltern ab.

    Werden die professionellen Anbieter die Vereine verdrängen? Werden sie das "Gymnasium" sein und die Vereine die "Mittelschule"?