Beiträge von RatedR

    Klar bin ich auch für das Vermitteln von Werten und gebe bei meinen Teams auch einen Rahmen vor, aber das heißt ja nicht, das sich einer meiner Spieler in dem Rahmen bewegt, nur halt aus irgendeinem Grund nicht an den Spielen teilnehmen kann/will. Ich bin auch dafür, den Eltern das mit auf den Weg zu geben und meine Bedenken (im Team eher Außenseiter, bekommt nicht alle Erlebnisse mit, usw.) zu äußern. Was diese dann daraus machen, kann ich nicht beeinflussen. Ich kann aber beeinflussen, das ein Kind bei mir Spaß hat.


    Nur mal hypothetisch: Wie würde sich denn für einige hier die Sache darstellen, wenn das Kind einfach sportlich nicht in Frage kommt, am Wochenende ins Team zu rutschen? Dann wäre es auf Dauer doch auch ein Außenseiter oder nicht?


    Auch meine Kinder bekommen die Werte des Mannschaftssports mit auf den Weg und gehen zu Ihren jeweiligen Sportarten zum Training, selbst wenn sie mal keine Lust haben. Beim Training halten sie sich auch an die Regeln der jeweiligen Trainer. Selbst wenn diese nicht meinen Regeln entsprechen. Meine Kids wissen, das nicht überall die gleichen Regeln herrschen und man sich anpassen muss an die jeweilige Situation.


    Trotzdem würde ich in jungen Jahren das nie von meinem Team erwarten bzw. voraussetzen das alle meine Regeln immer zu 100% befolgen. Ich gehe vielen Problemen damit aus dem Weg, das auch ich zweimal die Saison einen Elternabend leite, in dem ich schildere wie ich mir das alles so vorstelle. Da nehme ich aber grundsätzlich die Eltern in die Pflicht, sich darum zu kümmern, das die Kinder pünktlich sind, sich abmelden, usw.! Damit bin ich bisher gut gefahren.


    Kurze Info: Ich habe bisher nur bis zur D-Jugend trainiert. Ab der C-Jugend würde ich dann die Kinder stärker in die Verantwortung übernehmen.

    maider187 : Ab einem gewissen Alter bin ich da ganz bei dir (ab ca. 15 Jahren), aber vorher ist doch alles gut.


    Ich verstehe nur immer noch nicht, wo das Problem ist, das ein Spieler nur am Training teilnimmt. Schadet es dir als Trainer?

    Planungssicherheit hast du doch, da du weißt, das dieser Spieler dir am Samstag nicht zur Verfügung steht.


    Und ich finde schon das man zwischen Breiten- und Leistungssport unterscheiden muss.

    Wie gesagt ich habe als Mannschaftsspoertler eine gewisse bringschuld und muss auch Verantwortung für mein handeln ubernehem.

    Die Verantwortung übernimmt das Kind doch dadurch, das es weiß, nicht zu Samstagsspielen berücksichtigt zu werden.

    Und bei den Kindern bis 15 Jahren von einer Bringschuld zu sprechen geht mir zu weit. Die Kids wollen im Breitensport einfach nur Spaß haben, ohne Verpflichtung. Spätestens, wenn das Kind merkt, das es sportlich nicht mehr mithalten kann, wird es doch von selbst die Reißleine ziehen.

    So lange wir uns im Hobby-Bereich befinden, sollte man das Kind weiter beim Training teilhaben lassen.

    Warum dürfen sich Kinder nicht in verschiedenen Sportarten ausprobieren? Was genau ist das so schlimm dran?

    Wir versuchen viel zu häufig die Kinder mit uns Erwachsenen zu vergleichen. Das fängt beim Abmelden zum Training/Spiel an und hört bei der Pünktlichkeit auf. Aber welches Kind bis zum Alter von 14-15 regelt denn sowas alleine? Das übernehmen doch in 99% der Fälle die Eltern. Und warum soll das Kind darunter leiden, das die Eltern ihn am Samstag zum Tennis fahren? Das erschließt sich mir keines Wegs.


    So lange der Junge dein Training nicht stört, solltest du ihn auch weiterhin zum Team zählen und behandeln wie jeden anderen auch - mit der Ausnahme, das er samstags nicht zur Verfügung steht. Was kann denn schon passieren?

    Wenn du als Trainer dafür sorgst, das er Teil des Teams ist, dann wird auch von den Kids nichts kommen.


    Ich hatte mal den Fall, das ein sehr talentierter Junge, Angst vor Spielen hatte. Im Training hat er immer überzeugt, aber es hat über ein Jahr gedauert, bis ich ihn mal einwechseln konnte. Er ist häufig schon beim Umziehen in Tränen ausgebrochen, spätestens aber wenn ich ihn einwechseln wollte. Mittlerweile ist dieses Verhalten auf ein Minimum geschrumpft und es kommt nur noch ganz selten vor, das er so reagiert. Dieses Kind macht sich selbst zu viel Druck und scheitert dann halt daran, das ist aber in der Schule eben so. Habe ich ihn deswegen fallen gelassen oder ihn nicht als Teil des Teams gesehen? Nie im Leben!


    Diese Problematik, wenn man es denn so nennen will, erledigt sich doch meist von alleine. Möglicherweise hat er bald keine Lust mehr auf Fußball, oder eben Tennis, Karate, Handball oder was sonst noch so kommt.


    Ich halte es immer so:

    Wir als Trainer dürfen kein Kind verlieren! Die 15 Kinder die mir in der E-Jugend noch Aufstellungsprobleme bereitet haben, weil mein Kader zu groß war, helfen mir doch heute in der C-Jugend weiter. Und da bin ich froh, das ich versucht habe, alle Kinder fußballerisch nach vorne zu bringen und ich mich nicht auf meine 6-7 "Superstars" fokussiert habe.


    Mein Tipp also: Lass den Jungen nicht fallen. Er kann am wenigsten was dafür!

    Fortnite und FIFA sind nicht wichtiger, sonst würden die Kids ja nicht so regelmäßig und zahlreich zu dir ins Training kommen. Aber es sind halt Kids und die knabbern nicht so lange an Niederlagen, wie wir Trainer das tun.


    So lange es nicht im Leistungsbereich ist, finde ich das auch total normal. Es ist halt ein Hobby, ein Ausgleich zu Schule und Familie. Und da will man sich nicht noch mit negativen Dingen befassen.


    Wie lange dauert es denn bei dir nach Siegen, bis das Thema Fortnite/FIFA aufkommt, oder sich die Kids mit fußballfremden Dingen beschäftigen? Wahrscheinlich auch nicht allzu lange.

    Ich halte es da wie addi73 : Handyverbot ab dem Zeitpunkt, wo wir uns umziehen. Von da an sind es immer so knapp 45 Minuten bis zum Anpfiff. Das sollte reichen, um die Konzentration auf das Spiel zu legen. Das Handyverbot endet dann nach dem Umziehen.


    Natürlich muss man hier schauen, um welche Altersklasse es sich handelt. Bei Minis - E-Jugend würde ich die Eltern darum bitten, das Handy (falls die da überhaupt schon vorhanden sind) doch bitte an Trainings- und Spieltagen zuhause zu lassen bzw. selbst bei sich zu tragen. Bei uns in der D-Jugend haben die Kinder ihre Handys eh nie dabei, von daher ist bei uns die Regel eher "für den Fall das" da!


    Als Trainer muss man mit solchen Regeln/Verboten immer sehr vorsichtig sein, denn meiner Ansicht nach gelten dieselben Regeln auch für dich als Trainer. Und wenn du nicht willst, das deine Spieler ab Treffpunkt ihr Handy am Mann haben, dann gilt das auch für dich! Und wenn ich das mal so mit mir Vergleiche, dann gibt es als Trainer doch immer noch das eine oder andere was man noch am Handy erledigt (Spieler anrufen, weil zu spät! Eltern erklären wo der Auswärtsplatz zu finden ist, usw.)! Aber ab dem Zeitpunkt des Umziehens, ist das Handy für mich kein Thema mehr. Da steht für mich die Arbeit als Trainer im Vordergrund!


    Wenn du es trotzdem unterbinden willst, dann versuche es doch eher mit dem Argument, das gerade bei Auswärtspartien, so ein Handy auch mal aus der Umkleide geklaut werden kann und du nicht den Aufpasser des Wertsachenbeutels spielen willst. Vielleicht lassen einige Spieler ihr Handy dann automatisch zuhause.

    War das jetzt ein Einzelfall, oder kommen solche Niederlagen immer wieder mal vor?


    Wenn es ein Ausrutscher war, dann würde ich das gar nicht groß kommunizieren.

    Vielleicht ist einfach die Motivation komplett in den Keller gegangen, als die Kids gemerkt haben, das ihr Keeper gerade bei hohen Bällen keine Chance hat. So eine Einstellung finde ich persönlich auch nicht gut, aber es sind nun einmal Kinder und die kann so etwas schon beeinflussen. Möglicherweise hatten die Kids aber auch nur einen schlechten Tag, das soll ja auch mal vorkommen.


    Sollte das natürlich häufiger vorkommen, dann würde ich schon nachfragen, ob irgendwas im Argen liegt. Die Aussagen der Kids würde ich dann erstmal auf mich wirken lassen und zum nächsten Training dann meine Schlüsse daraus ziehen.


    Meiner Meinung nach ist das wichtigste nach solchen "Klatschen", das man diese mit gutem Training wett macht.


    Und die Sache mit dem Handy nach dem Spiel würde ich komplett außen vor lassen. Wenn deine Kids 19:0 gewinnen, würde es dich doch auch nicht stören und du würdest nicht erwarten, das sie sich dann mit dem gerade beendeten Spiel auseinander setzen.

    Also da muss definitiv Anzeige erstattet werden.


    Bei uns im Kreis ist es häufig so, das ein bestimmter Schiedsrichter mit roten Karten nur so um sich schmeißt und dadurch häufig Teams den Platz verlassen oder gar nicht mehr spielfähig sind. Da dreht es sich zwar nicht um Schlägereien oder andere harte Dinge, sondern um Kleinigkeiten wie Foulspiele, Zeitspiel, Pfiff überhören usw. !


    Der Schiedsrichter ist allen bekannt und wird bei jeder dieser Verhandlungen als der Schuldige hingestellt (von beiden Teams) und er kommt immer super weg. Ein Schiedsrichter wird nie vor einer Spruchkammer schlecht dargestellt werden. Er wird immer in seiner Handlungsweise unterstützt werden. Von daher wirst du auf dieser Ebene meiner Meinung nach nichts erreichen können. Die Frage ist ja auch, inwieweit es dir oder dem geschädigten Spieler hilft, wenn die Täter nachträglich gesperrt werden?!?!?!

    Wen ein Kind plötzlich keine Lust mehr hat und aufhört kann ich das verstehen und akzeptieren.


    Wenn aber mitten in der Saison oder ohne langfristige Vorankündigung ein plötzlicher Vereinswechsel vorgenommen wird, ist das aus meiner Sicht egoistisch und schadet mutwillig der Mannschaft. So etwas ist weder bei Kindern, noch bei Jugendlichen, noch bei Erwachsenen entschuldbar und zeugt von Charakterschwäche des Kindes bzw der Eltern.

    Bei Erwachsenen stimme ich dir da zu, bei Kindern überhaupt nicht und bei Jugendlichen nur zum Teil.

    Lassen wir die Gründe für den Wechsel mal außen vor und betrachten nur den Wechsel an sich.


    Kinder sind überhaupt nicht in der Lage zu sehen, das sie "mutwillig" jemandem schaden. Sie tun das auch nicht aus diesem Grund. Das ist wie mit dem Lieblingsspielzeug, was von heute auf morgen einfach nicht mehr interessant ist.


    Jugendlichen kann man ab einem gewissen Alter (10-12 Jahre) schon mit auf den Weg geben, das Ihr Verhalten die komplette Gruppe beeinflusst (positiv wie negativ) und das ein kurzfristiger Wechsel nicht die feine Art ist. Aber auch hier sollte man als Trainer das Kind unterstützen und ihm gut zureden. Vielleicht steckt hinter dem Wechsel ja auch eine riesen Chance für das Kind.


    Bei einem kurzfristigen Wechsel sofort von mutwilligem Schaden oder Charakterschwäche zu sprechen geht mir einfach zu schnell. Klar gibt es Wechsel, die ich auch als Trainer nicht gut finden muss, aber jedes Kind/jeder Jugendliche hat einen Grund, warum er wechselt (sportlich, menschlich, zeitlich, usw.) und den sollte man kennen bzw. mit dem Kind besprechen.

    Aber eine grundlegende Sache für mich ist folgende: Fussball ist ein Mannschaftssport und wenn ich mich dazu entschließe, in einer Mannschaft oder in einem Verein Sport zu treiben, dann habe auch ich selbst eine Verantwortung gegenüber der Mannschaft. Und wenn ich im Winter sage, dass ich in der nächsten Saison zur Verfügung stehe, dann habe ich das auch zu tun (unabhängig vom Alter). Und als Trainer möchte ich einfach informiert sein, wenn sich da etwas ändert oder sich vielleicht neue Möglichkeiten ergeben.


    Und würde es diese Information vom suchenden Verein nicht geben und würden Spieler/Eltern den Trainer nicht informieren, dann sind im Sommer vielleicht ohne Vorwarnung mehrere (wichtige) Spieler weg. Das sollte so nicht sein!

    Du hast dich leider etwas unglücklich ausgedrückt!


    Daraus versteht man, das du selbst bei den Kleinsten der Meinung bist, das sie zu ihrem Wort zu stehen haben.

    Klar, der Verein ist im Boot aber die Jugendleitung sieht vor allem eine starke Truppe die im Begriff ist noch stärker zu werden. Witzigerweise bringt genau dieser Umstand, in Kombination mit der Tatsache, dass ich diese Mannschaft im Grunde mit 4 Kindern übernommen habe, ein gutes Standing im Verein ein.

    Der Verein will, dass ich genau mit diesen Jungs im nächsten Jahr eine F2 stelle und der Rest wird zur F3 und mit neuen Kindern oder 2013ern aufgefüllt. Klar, ich könnte meinen Sohn in die F2 reindrücken und wir könnten uns gemeinsam im Erfolg sonnen. Aber das will ich gar nicht.

    Was ich aber auch nicht will, ist das in dieser Truppe Ergebnisse vor Ausbildung gehen.

    Diese Jungs sind meine Jungs und ich suche nach einer guten Lösung für jeden einzelnen von ihnen.

    Also hat der Verein eine andere Philosophie als du?

    Du willst ausbilden und die Jugendleitung will Ergebnisse sehen!


    Wie auch immer, ich würde ganz klar kommunizieren, wie du dir deine Arbeit in Zukunft vorstellst und du es für wichtig ansiehst, das DEINE Art weitergeführt wird, sollte es zu einer Trennung in F1,2 und 3 kommen.

    Meiner Meinung nach ist da der Verein gefragt und nicht du als Trainer alleine.

    Kinder nicht aufzunehmen - egal wie stark oder schwach sie aktuell sind (kam hier ja schon häufiger aus, das sich das in dem Alter schnell ändern kann) - schadet doch dem Image des Vereins. Und genau deswegen sollte der Verein schauen, das er dich bei der Suche nach einem neuen Trainer, Co-Trainer, oder wie auch immer unterstützt.

    Wenn du dann noch das Argument bringst, das die potentiellen Neuzugänge aufgrund deiner Arbeit auf den Verein aufmerksam geworden sind, dann sollte der Verein auch wert darauf legen, das deine Philosophie fortgesetzt wird.


    Dann könntest du ruhigen Gewissens bei einer Mannschaftsteilung (am besten nach Jahrgang) den Jahrgang deines Sohnes übernehmen, ohne Angst zu haben, das deine Philosophie in dem anderen Jahrgang nicht fortgesetzt wird.

    Ich habe es auch immer so gehandhabt, das ich frühzeitig (Dezember/Januar) die Gespräche mit meinen Spielern gesucht habe, aber ich würde nie auf die Zusage bestehen, oder dem Kind einen Vorwurf machen, wenn dann auf den letzten Metern der Saison noch eine Anfrage von einem Verein eintrifft und sich der Spieler entscheidet, zu wechseln.


    Klar frustriert es dich als Trainer, wenn deine Planung dann über den Haufen geschmissen wird, aber wenn es doch sinnvoll für den Spieler ist, dann kann man ihn doch auch in seiner Entscheidung unterstützen.

    Erwarten kann ich von diesem Spieler, das er mich als Trainer darüber zeitnah informiert und sich dann bis zum Ende der Saison voll reinhaut - nicht mehr und nicht weniger.


    Für dich als Trainer ist es doch auch eine Bestätigung wenn deine Spieler für andere Teams (bestenfalls sogar stärkere Teams mit besserer Förderung) interessant sind. Und wenn du den Spieler entsprechend in seiner Entscheidung unterstützt, dann ist dein Team doch auch die erste Adresse, wenn es bei dem neuen Club nicht wie gewünscht klappt.


    Da sollte man immer differenzieren, zwischen deinen Interessen für das Team und den Interessen des Spielers für sich selbst.

    Dennoch finde ich diese stümperhaften Anfragen einfach nervig und möchte den Vereinen eigentlich jedes mal sagen, dass es so nicht geht.

    Ich finde das darfst du denen gerne so mitteilen. Du hast ja nichts zu befürchten. Deine Kinder werden schon wissen, was sie an dir und deiner Arbeit haben.


    Sowas gibt es bei uns im Kreis leider auch. Da wurde auch schon Spieler verpflichtet, wo der Trainer beim Trainingsauftakt, eigentlich einen anderen Spieler erwartet hat. Das ist wirklich stumpfes abarbeiten von Listen. Und die gelackmeierten sind am Ende die Kids.

    Gerade bei den größeren Vereinen wird doch selten wert auf eine gute Ausbildung gelegt. Die holen sich die "fertigen" Spieler der kleineren umliegenden Vereine und preisen sich dann mit gewonnenen Kreispokalen oder Stadtmeisterschaften. Schaut man aber mal über die Jugend hinweg, sieht man das kaum ein Spieler aus der eigenen Jugend, den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat. Da werden dann nämlich wieder mit viel Geld die "fertigen" Spieler von anderen Clubs geholt.

    Für mich klingt das leider wie ein Fass ohne Boden. Egal wieviel Zeit du investieren wirst, am Ende wirft dir das wieder jemand über den Haufen. Ohne klare Strukturen und einen "Boss" der die Regeln in der JSG vorgibt, kann doch sowas nicht funktionieren.


    Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dich auf einen Verein zu konzentrieren und diesen von den anderen durch kompetente, leidenschaftliche Arbeit von den anderen höher zu stellen? Dadurch könntest du diesen einen Verein interessanter für die Kinder, Eltern usw. machen und dort dann langsam etwas aufbauen. Quasi nach dem Motto: Hier entsteht was Neues, seid dabei !


    Ich bin auch im Jugendvorstand tätig und teile mir die Hauptarbeit mit zwei weiteren Personen. Und das ist schon sehr sehr viel, wenn man es richtig angehen will und etwas langfristiges aufbauen möchte. Aber bei uns treffen wir die Entscheidungen, ohne das sie jemand anderes einfach umstoßen kann und unsere Vorgaben umgehen kann. Natürlich ist auch bei uns nicht jeder auf Anhieb mit unseren Entscheidungen und Vorgaben glücklich, aber dann wird das besprochen und aus der Welt geschafft (kurzer Dienstweg). Das scheint mir bei dir überhaupt nicht möglich zu sein.

    Rivan : hoffnungslose Fälle gibt es im Fußball nicht. Jeder der Spaß an der Sportart hat, sollte diese auch ausüben dürfen. Die Entscheidung, ob man Fußball spielen möchte oder nicht, trifft man selbst und nicht ein Trainer !

    Normalerweise sollte es Ziel eines Trainers sein, kein Kind aufgrund von mangelnder sportlicher Perspektive zu verlieren und alle Kinder einen Schritt weiter nach vorne zu bringen in Ihrer fußballerischen Entwicklung. Das dies nicht bei jedem Kind gelingt dürfte klar sein, aber wenn ich es nicht versuche, dann bin ich der falsche Mann in der F-Jugend.


    Wenn dein Sohn weiterhin Spaß am Fußball hat und er gerne SPIELEN möchte, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als den Verein zu wechseln. Den richtigen Verein zu finden, ist aber nicht so einfach. Ich würde schauen, das ihr beim Nachbarverein ein paar Wochen reinschnuppern dürft und dann entscheidet ihr, ob es Sinn macht oder nicht. Vielleicht sprichst du dort auch mal mit dem Trainer und fragst nach deren Konzept.

    Schreien gehört überhaupt nicht in den Kinder- und Jugendfußball. Es ist doch selbst bei uns Erwachsenen so, das wir nicht angeschrien werden wollen. Kommt man uns jedoch mit sachlicher und im bestenfall noch hilfreicher Kritik, dann nehmen wir uns das an und versuchen es beim nächsten Mal besser zu machen.


    Gerade die Kids brauchen doch von uns jegliche Hilfestellung die sie bekommen können.