Beiträge von Charles De Goal

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    Ich war zwar nicht gemeint, aber hier mal so meine Defintion: (erweiterter) Stammspieler bei einer Europäischen Topmannschaft. Das trifft auf 8 von 11 Startspielern zu. Ginter spielt bei zwar bei keiner Topmannschaft, aber dennoch bei einer guten. Bleiben noch Koch und Max. Beide sind jetzt keine Überspieler aber dennoch "gehobener Durchschnitt".

    Ich bleibe dabei, gestern stand eine sehr gute Nationalmannschaft auf dem Platz die ihre PS nicht auf die Straße kriegt und das nicht zum ersten Mal.

    Ja, das auch für mich die Definition eines "guten" Spielers. Aber Stammspieler bei einer Europäischen Top-Mannschaft ist sicherlich keine Weltklasse. Ich gehe mit, dass das gestern eine gute Mannschaft war, die auf keinen Fall 0:6 verlieren darf. Aber da ist man sich doch wohl einig. Zu behaupten, dass die "deutsche Weltklasse-Mannschaft" 0:6 gegen Spanien ("wer von denen ist überhaupt Weltklasse?") verloren hat - mit solch einer falschen Schlagzeile habe ich enorme Probleme.


    Es geht vor allem darum, wie das eingeordnet wird. Ich behaupte, dass bei 2 Niederlagen in 25 Monaten (20 Spiele) eine Bewertung nicht so schlecht ausfallen muss, wie sie von vielen gemacht wird. Zumal diese Niederlagen gestern gegen Spanien und vor einem Jahr gegen die Niederlande waren. Man könnte aber mal in Frankreich mal nachfragen, wie dort die Niederlagen gegen die Türkei, Finnland oder die Niederlande aufgenommen wurden. Macht es nicht besser, aber zeigt, wie egal es auch sein kann.

    Ne, sorry. Ist mir zu hoch. Eine fehlende Verhaltensweise damit zu rechtfertigen, das Sie mit einem späteren Ereignis ohnehin obsolet gewesen sei, verstehe ich nicht.

    Man könnte eher darauf kommen, das eine geänderte Verhaltensweise ein späteres (negatives) Ereignis beeinflußen oder verhindern könnte.

    Wir reden scheinbar aneinander vorbei.


    Ich habe auch nach der Halbzeitpause keine allzu große Reaktion erkennen können. Aber da nach wenigen Minuten bereits das 0:4 gefallen ist, ist diese Reaktion auch für die restlichen 38 Minuten deutlich unwahrscheinlicher geworden.


    Okay, Gegenfrage: wer von den Spaniern gestern ist Weltklasse?

    Wie viele Nationalmannschaften haben ausschließlich Weltklassespieler in der 1. Mannschaft?

    Da fällt nur momentan eigentlich nur Frankreich ein...


    Wenn du Weltklasse so definierst, dass man der beste Spieler oder meinetwegen einer der 3 besten weltweit ist, gibt es keine Weltklasse-(National)mannschaft..

    Ne, keine Gegenfrage. Du hast eine Behauptung aufgestellt, ich teile diese nicht und habe nach Belegen gefragt. Bevor wir jetzt über die Spanier oder andere Nationalmannschaften sprechen, zählst du mir bitte die elf deutschen Spieler auf, die Weltklasse sind und gestern auf dem Platz standen. Denn das ist die Grundlage deiner Argumentation und die gilt es erstmal zu belegen.


    Oder du offenbarst deine Definition von Weltklasse und belegst damit, warum z.B. Matthias Ginter und Philipp Max Weltklasse sind.

    Da das 0-4 fiel, wäre ein vorheriges Aufbäumen ohnehin sinnlos gewesen? :/


    bei brasilien deutschland stand es zu diesem Zeitpunkt übrigens schon 0-5....

    Kommst du da wirklich nicht selbst drauf?


    Liege ich zur Halbzeit deutlich zurück (egal ob 0:3 oder 0:5) und nehme mir in der Pause vor, das zu drehen oder besser dagegen zu halten, dann ist es halt nicht gut für die Moral, wenn ich nach wenigen Minuten das nächste Gegentor kassiere.


    Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass nach der Halbzeitpause sofort die Post abgehen würde. Ging sie aber nicht, stattdessen fiel das Gegentor. Danach hatte sich das dann noch mehr erledigt.

    Mache ich bei Gelegenheit. In meiner Erinnerung sind da grade nach der Pause Szenen in denen Neuer mehrmals retten mußte.

    da konnte ich schon ein Aufbäumen, trotz hohem Rückstand, erkennen. Nur ein Beispiel.


    Vllt. schaust Du es Dir auch nochmal an.

    Ja, es gab da 2-3 gute Szenen (Doppelchance Paulinho & Oscar) um die 54. Minute herum. Im gestrigen Spiel ist genau zu dieser Zeit das 0:4 gefallen. Das hätte sowieso jede Art von Aufbäumen im Keim erstickt.

    Eigentlich interessiert mich die NM nur am Rande, aber dieser Vergleich gestern mit dem 1-7 von Brasilien den der gute Bierhoff schon brachte nach dem Spiel, den finde ich doch sehr -seltsam-. Bis auf die Tordifferenz sind die Spiele kaum zu vergleichen.

    Wenn man die Spieldaten mal zu rate zieht, wird das Ergebnis von 2014 schwer erklärbar(eben weil es auch nicht immer mit

    Daten erklärbar ist).

    Das Spiel gestern läßt sich dagegen gut an den Daten vorbeiführen und das Ergebnis -passt- in dem Fall...

    Mensch, ich habe doch erklärt, warum ich den Vergleich ziehe.


    Auch damals waren die deutschen in jedem Zweikampf einen Schritt schneller und auch gedankenschneller. Damals waren die Deutschen geil drauf und selbst Mertesacker konnte in der zweiten Hälfte gegen die deutlich schnelleren und flinkeren Brasilianer mithalten. Das macht das Spiel und das Ergebnis nunmal erklärbar, vor allem auch die 4 Tore in 7 Minuten. So ein früher hoher Rückstand hemmt noch mehr und die Überlegenheit wird noch größer.


    Und gestern war es eben auch so, nur dass die Deutschen keine Torchancen erspielt haben, weil die Spanier deutlich früher attackiert haben und die Deutsche Nationalmannschaft nichtmal bis zum Strafraum hat kommen lassen.


    Grundsätzlich ordne ich beide Spiele so ein, dass beim Verlierer die Einstellung auf das Spiel und die Leistungsbereitschaft gefehlt hat. Beim Sieger hingegen war sie da. Vielleicht schaust du dir das Brasilien-Spiel nochmal an, wie die Spieler in fast jedem Zweikampf hinterhergeschaut haben und ab wann die Köpfe unten waren: ziemlich vergleichbar mit gestern.

    ...

    Nicht so leicht, auf einen unzusammenhängenden Beitrag zu antworten, der selbst immer nur einzelne Sätze oder Satzfragmente rauspickt. Deswegen spare ich es mir.


    Aber ich kann dir deine Fragen nicht beantworten, warum die Einstellung gestern nicht passte. Die Antworten wirst du auch selbst nicht herausfinden.


    Aber wenn ich sehe, wie erbärmlich Sané jeden Ball verloren hat, Kroos rumgestolpert ist, die Viererkette verschoben hat oder Gnabry in den letzten Minuten "angelaufen" ist, dann fehlen mir die Worte für die Spieler. Das sind Profis - wie kann man deren Einstellung auf den Trainer zurückführen?

    Es ist etwas zu einfach gedacht, jede Kleinigkeit auf den Trainer zurückzuführen, die nicht läuft. Ich glaube, von gestandenen Spielern kann man mehr erwarten. Ich war nicht in der Besprechung dabei und weiß nicht, ob die Spieler nicht heiß gemacht wurden, ob sie es nicht angenommen haben oder das tatsächlich alles war, was diese Spieler mit höchster Motivation leisten können.

    Ich kann nur bewerten, was ich gesehen habe und behaupte, dass dass hier ein Kollektiv versagt hat und nicht nur der Trainer.

    Deutschland hat auf jeder Position Weltklassespieler

    Moment mal! Welche Spieler in der deutschen Mannschaft sind denn tatsächlich Weltklasse? Misst du Kroos noch am 2014er Kroos? Ist Werner Weltklasse? Sind Goretzka und Gündogan tatsächlich Weltklasse? Ist in der Viererkette überhaupt ein Spieler, der (die Kicker-Einordnung) Internationale Klasse verdienen würde? Und das würde sich auch mit Müller, Boateng und Hummels nicht ändern, die allesamt ebenfalls keine Weltklasse sind.

    Kurzer Update aus Spanien, bzw. Valencia und Balearen. Die Ligen laufen in allen Altersklassen schon seit ein paar Wochen. Training und Freundschaftsspiele gibt es schon länger. Hygenemaßnahmen sind ernsthaft !!!, Fiebermessen, Hände waschen, Maskenpflicht bei Zuschauern und Betreuern auf der Bank, Desinfektion von Bällen. Zuschauer gibt es auch, aber nicht überall. Gibt auch witzige Ansätze, auf den Balearen spielen die Teams an 2 aufeinander folgenden Wochenenden gegen das gleiche Team Hin- und Rückspiel. Dann gibt es ein Wochenende = 14 Tage kein Spiel um zu checken ob es Infektionen gegeben hat.

    Wow, das klingt nach einem durchdachten Konzept! Ob das in der Form auch in Deutschland möglich wäre? Logistisch ja, aber bürokratisch nein.


    EDIT: Hast du dafür eine Quelle?

    Das 0:6 war erschreckend schwach, kein Spieler hatte sein normales Leistungsniveau. Sané meiner Meinung nach der schlechteste Spieler auf dem Platz, Kroos kam mit seinem Geschwindigkeitsdefizit gar nicht in die Zweikämpfe, die Viererkette viel zu wild und unförmig und was Gnabry in den letzten 15 Minuten praktiziert hat, war eine bodenlose Frechheit gegenüber seinen Teamkollegen.


    Aber man muss auch das Spiel ganz realistisch betrachten: man liegt zur Halbzeit mit 0:3 zurück, darunter zwei Kopfballtore nach Ecken und ein Abpraller von der Latte. Klar kann man die Tore verhindern, aber ich weigere mich, Tore nach Ecken als Indikator für spielerische Unterlegenheit zu nehmen. Klar war man unterlegen, aber die Tore fallen nicht deshalb. Mit einem 0:1 zur Halbzeit kommt man sicher auch mit einer anderen Einstellung aus der Kabine.


    Wenn man mit 0:3 aus der Pause kommt und die Spanier genau so weitermachen, sogar sofort das vierte nachlegen, ist die Einstellung ganz unten. Ich möchte damit nicht diese "Leistung" schönreden oder rechtfertigen, aber zumindest ist es eine menschliche Erklärung, warum man nach einem Rückstand weiter auseinanderfällt. Wie der Trainer schon sagte: "Rabenschwarzer Tag" - hat jeder von uns Trainern sicher auch schonmal erlebt - als Spieler oder an der Seitenlinie. Ich bin mir sicher, dass ihr auch nicht über einen Rücktritt nachgedacht habt, als ihr das letzte mal hoch verloren habt.


    Die Spanier waren gestern einfach geil drauf, jeder Einzelne. Egal wer für wen eingewechselt wurde, da wollte jeder. Vergleichbar mit unserem 7:1 gegen Brasilien. Wenn der Gegner in jeder Aktion einen Schritt schneller läuft UND denkt, macht das den Kopf einfach nur kaputt. Es ist natürlich schade, dass wir deutschen nun so hoch verloren haben, aber man muss es auch mal realistisch sehen.


    Was hätte man anders machen können? Mir hat gegen die Ukraine ziemlich gut gefallen, dass Koch den 6er gegeben hat und die Absicherung vor der Abwehr war. Selbst spielerisch nach vorne war das stark für einen gelernten Innenverteidiger. Gestern haben wir dort mit Kroos, Gündogan und Goretzka gespielt, das ist für den Ballbesitz und Umschaltverhalten sicherlich noch eine Ecke stärker, aber defensiv war das einfach nichts im Zentrum. Da hätte vielleicht ein klarer Abräumer mit strikten Defensivaufgaben gut getan. Wir haben nunmal auch viele gefährliche Aktionen der Spanier durch Konter zugelassen, weil die Laufbereitschaft fehlte und die Absicherung zu dünn war. Mit Koch vor den IVs hätte man zumindest verhindern können, dass die Spanischen Flügel im eins gegen eins auf den Innenverteidiger zulaufen. Vielleicht scheiterte diese Variante aber auch nur daran, dass Rüdiger gesperrt war und Koch deshalb in der Innenverteidigung gebraucht wurde.


    Positiv bei den Spaniern ist mir aufgefallen, dass sie im Spielaufbau deutlich höher stehen und mit ZWEI Innenverteidigern spielen. Vorteil: Der Ball kann ziemlich schnell verlagert werden und durch die Verlagerung entstehen Lücken, durch die die Angriffe eingeleitet werden konnten.

    Negativ dagegen ist mir bei den deutschen aufgefallen, dass sie in der breiten Dreierkette aufbauen. Zum Teil lässt Kroos sich sogar nach außen fallen. Verlagerungen sind fast unmöglich und es ist ziemlich leicht auszurechnen.

    Beides ist natürlich auch dem Pressing des Gegners geschuldet, die deutschen haben attackiert, während das spanische Pressing um den Strafraum herum der Wahnsinn war!


    Ich möchte jetzt auch Löws Arbeit nicht an einem 0:6 festmachen oder bewerten, wenn er die EM-Quali als Sieger abgeschlossen hat und seit über 14 Monaten nicht verloren hat. Ich kann doch einen Trainer nicht negativ nach Ergebnissen bewerten, wenn er jetzt das erste mal seit über einem Jahr verloren hat. Denn gehen wir nun 25 Monate zurück, hat er in der Zeit nur 2 Spiele verloren. Das reicht mir nicht, um von "vielen schlechten Ergebnissen" zu sprechen.

    Die Spiele gegen die Ukraine, die Schweiz und das Hinspiel gegen Spanien waren auch nicht so schlecht, dass man hier von einer Leistung sprechen kann, die sich angedeutet hat. Ich komme einfach zu dem Schluss, dass es tatsächlich ein absolut missglückter Auftritt war, bei dem viele Spieler einfach einen Tiefpunkt hatten. Die Spieler waren vielleicht einfach vom Kopf her nicht bereit für das letzte Spiel des Jahres.

    Aber das hat ja auch zum Teil MIT Boateng, Hummels und Müller Tradition: Ich erinnere an 2018 (2:2 gegen die Niederlange nach 2:0-Führung), 2017 (2:2 gegen Frankreich mit schwacher Leistung und Glück in der Nachspielzeit), 2015 (0:2 gegen Frankreich, ähnlich Chancenlos wie gestern), 2012 (4:4 gegen Schweden nach 4:0-Führung) und exakt gestern vor 10 Jahren: das 0:0 gegen Schweden mit vielen Debüts und ohne richtige Torchancen. Da waren einige erbärmliche Spiele dabei und das waren für das Jahr gesehen meist auch die schlechtesten. So auch in diesem.

    Mir geht es darum, dass das Gesundheitsamt in Leipzig keine Bedenken hatte und dennoch keinerlei Konsequenzen fürchten muss, wenn - wie jetzt - der Worst Case eintritt.

    Warum auch? Das Gesundheitsamt hat ja klar Stellung bezogen: die Ukrainer haben versichert, dass es keinen Kontakt zwischen den Spielern und anderen gab. Wie soll ein Gesundheitsamt trotz dieser Aussage etwas Gegenteiliges entscheiden?


    Zumal ja auch überhaupt nicht klar ist, wer wann wen angesteckt hat. Wer war in der Mannschaft zuerst infiziert, wer ist wie lange infiziert?

    Das ist doch (weder für uns, noch für die Ukrainer oder das Gesundheitsamt) überhaupt nicht nachvollziehbar. Vielleicht haben sich die Spieler gar nicht gegenseitig angesteckt - auch wenn die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist. Vielleicht haben zwei sich bei ihren Vereinen angesteckt und ein dritter hat sich nach dem Anfassen einer Türklinke nicht die Hände gesäubert?


    Dass offenbar kein deutscher Spieler infiziert wurde, spricht dann eher dafür, dass man bedenkenlos spielen konnte.

    Nein, ein Scherz ist der Beitrag sicher nicht. fussball.de feiert gerne (aus meiner Sicht) unsportlich hohe Siege ab, gerade im Frauen- und Mädchenbereich, in dem oft eine größere Heterogenität der Staffeln gegeben ist...

    Zumal auf deren Startseite seit Jahren eine Rangliste mit den Teams mit den meisten Toren aufgeführt wird.


    Hier kann man sich eine C-Jugend-Liste besorgen mit den Teams, die die restlichen Teams in ihrer Liga (hauptsächlich Kreisliga/-klasse) am lächerlichsten machen (z.B. 71:0).

    Danke für die Infos!


    Ich habe jetzt noch 7 Tage eine Fitnesschallenge am laufen, danach werde ich Zoom ausprobieren. Wenn ich fragen habe, melde ich mich. :thumbup::thumbup:


    Was mich zögern lässt ist, dass meine ehemalige Herrenmannschaft auch sowas gemacht hat und da wurde eine menge Blödsinn erzählt. Der Trainer saß immer mit einer Flasche Bier auf dem Sofa und wollte uns Lebensweisheiten erzählen. War Zeitverschwendung. :D

    Meine Schwester ist private Musiklehrerin in einer Musikschule: sie darf in NRW ab morgen wieder unterrichten, weil man eingesehen hat, dass es sich um Bildung und nicht um Freizeit handelt. Auch der Druck aus anderen Bundesländern hat wohl dazu beigetragen, da Musikunterricht in angrenzenden Bundesländern erlaubt war, aber in NRW nicht.


    Ich habe die leise Hoffnung, dass man auch beim Sport an der frischen Luft auf andere Ideen kommt und sich vielleicht von anderen Bundesländern inspirieren lässt.

    Das ist

    Ich denke, der soziale Kontakt war der wichtigste Erfolgsfaktor. Die Jungs haben sich ja in der Schule nicht gesehen und so war das Training immer ein Termin, auf den sie sich gefreut haben.

    Da jetzt natürlich die Schulen offen sind, kann man den Aspekt hier auf die Fitness und den Sport legen. Soziales können wir in diesem Lockdown vielleicht etwas hinten anstellen.

    War es problemlos möglich, dass sich alle Zoom besorgt haben? Wieviel Prozent deiner Spieler sind anwesend? Machst du die Calls jeweils an den Trainingstagen? Wie oft in der Woche?

    Also wenn es ein Wettbewerb ist, dann ist die Motivation höher.


    Und wenn es sogar ein Teamwettbewerb ist, motivieren sie sich im Team gegenseitig.


    Über die Schiene habe ich die hohe Beteiligung hinbekommen

    Ich hatte im letzten Lockdown mit meiner U15 erst eine Fitness-Team-Challenge gemacht: 5 Disziplinen, in denen jeder 2 Wochen lang Punkte für sein 5er-Team sammeln konnte. Am Ende wurde abgerechnet und die Plätze 1 bis 4 haben dann unterschiedliche "Preise" gewonnen. So mancher hat mal eine Disziplin ausgelassen, aber das waren nur ca. 15%. Die anderen 85% wurden gemacht.


    Jetzt werde ich die damaligen Punktzahlen als Maßstab nehmen, um eine Individual-Challenge zu machen: jeder muss sich im Vergleich zum März/April verbessern und wird mit sich selbst verglichen. Die Spieler mit der größten Verbesserung gewinnen.


    Im ersten Lockdown habe ich anschließend eine Freestyle-Challenge gemacht: jeder Spieler hatte zwei Wochen Zeit, um ein Video mit einem Trick zu machen (hochhalten, in eine Mülltonne schießen, Fallrückzieher auf dem Trampolin). Die Resonanz war hier eher nicht so gut (ca. 35%). Werde ich in der zweiten November-Woche wieder machen, nur muss noch irgendwie etwas attraktiver werden.

    Oder auch Ibrahimovic.

    Aber auch Suarez, Kane oder sogar Firminho können mit dem Rücken zum Tor.

    Ich verstehe den Ansatz dieses Punktes nicht.


    Hier werden Spieler aufgezählt, die sicherlich die Stärken eines Wandspielers haben. Aber Suarez, Kane, Lewandowski, Firminho und Ibrahimovic haben eines gemeinsam: sie haben rein von der Ausbildung nämlich gar nichts gemeinsam. Ich bin mir sehr sicher, dass alle genannten Spieler weder den gleichen Trainer, noch die gleiche Ausbildung genossen haben. Außerdem nicht die Ausbildung des gleichen Fußballverbandes und zum großen Teil nicht mal die gleiche Epoche. Man könnte fast sagen, dass sie einfach sehr talentiert sind und sich diese Fähigkeiten "zufällig" angeeignet haben.


    Wenn irgendeine Nation sich auf die Fahne schreiben könnte, tolle Wandspieler auszubilden und die richtigen Trainingswerkzeuge dafür zu haben, dann würden wir in der Aufzählung 3-4 Weltklassespieler dieser Nation aufzählen. Stattdessen zählen wir einen Uruguayer, einen Polen, einen Schweden, einen Briten und einen Brasilianer auf.


    Und da sind wir auch beim nächsten Punkt: Warum sollen wir bei der Ausbildung im Jahr 2020 so großen Wert auf Wandspieler legen? Weil wir diesen Spielertypen in der Nationalmannschaft von 2020 vermissen, sollen die Jugendlichen, die 2030 so weit sind, dahingehend ausgebildet werden? Finde ich fragwürdig.


    Wieviele Wandspieler brauchen wir denn? Lohnt es sich, den Fokus (und es gibt nur einen Fokus) komplett darauf zu legen, weil wir einen (!) Spieler für die Nationalmannschaft brauchen? Oder lassen wir es 10 für die Bundesliga sein. Das Thema müssen nun wirklich nicht die zwei Millionen Jugendlichen in Deutschland ständig durchnehmen, weil wir unglücklicherweise in den letzten Jahren kein Megatalent wie Ibrahimovic, Kane oder Suarez auf der Position hatten.

    Training wahrscheinlich auch nur mit herben Hygienebestimmungen.

    Wahrscheinlich müssen alle Vereine dann ein Hygienekonzept entwickeln, mit dem Ansteckungen minimiert oder ganz ausgeschlossen werden. Wenn das passiert ist, ist vielleicht wieder Trainingsbetrieb möglich!!


    Oh Moment, haben ja alle Vereine schon gemacht. :/