Beiträge von Charles De Goal

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    Deine Klassifizierungen zu den Altersschwerpunkten gefallen mir sehr gut! Wirkt in sich sehr stimmig und logisch, weil die Annahmen und die daraus folgenden Konsequenzen meiner Meinung nach genau richtig sind. Ich werde das in Zukunft beachten!!


    Dennoch bin ich der Meinung, dass mit Beginn des Großfeldes auch die Grundlagen von Gruppentaktiken geschult werden sollten. Denn ich sehe Teams, die in der C- und B-Jugend eben keine Gruppentaktiken gelernt haben und einfach nur wild über den Platz laufen und der Zufall regiert. Da ist dann die Vorgabe "Hinten eng stehen und vorne lange Bälle auf den schnellen". Mit Zufall fördere ich aber noch weniger die Talente, behaupte ich.

    Das Prinzip einer Viererkette, das Pressing, die Möglichkeiten des Spielaufbaus und vor allem die Frage "Wie will ich überhaupt zum Tor kommen?" sind ganz elementar, um Struktur ins Spiel zu bringen. Ohne das wird niemals eigenständig ein Ball im Pressing gewonnen werden, niemals sauber als Team verteidigt und auch kaum ein Ball vernünftig nach vorne gebracht. Nein, für mich sind das elementare Dinge, die auch in der C-Jugend schon notwendig sind.

    Das geht aber nur so lange auf, wie deine beiden fit sind. Wenn da ein oder zwei ausfallen und dahinter nicht viel kommen würde, sieht es schon mau aus. Das Ziel müsste doch eigentlich sein, dass acht um die Posten der zwei konkurrieren.

    Wir reden aber vom Alter 18 bis 32, in denen Spieler für die Nationalmannschaft interessant sind. Das sind 15 Jahrgänge. Wieviele Spieler sollen denn pro Jahrgang wirklich Bundesligastürmer oder Nationalspieler werden? Klar sind in den U-Mannschaften alle Jahrgänge mit Stürmern besetzt, aber die haben zum Teil ja nichtmal das Zeug zum Zweitliga-Stürmer. Und das sind sogar die, die es soweit geschafft haben. Wenn man sagt, dass da acht konkurrieren sollen, dann muss ja theoretisch nur alle zwei Jahre ein Stürmer aus der Jugend rauskommen, der das Zeug zum Nationalspieler hat.

    Natürlich KANN der DFB nicht jeden Spieler besser machen, aber es sollte das ZIEL sein, dass die Vereine jeden Spieler besser machen (können, wollen)!!

    Und da macht sich schon bemerkbar, das evtl. der ein oder andere aussortiert worden wäre, weil seine Entwicklung kurz -verzögert, unterbrochen whatever- war. Oder ob das Nlz diese Phase, evtl. notgedrungen, zugestanden hat.

    Auch hier stellt sich die Frage: Wird der Spieler aussortiert, weil er eine Verzögerung durchlebt oder wird er aussortiert, weil man ihm durch die Verzögerung nicht mehr zutraut, es soweit zu bringen? Marco Reus ist in Dortmund aussortiert worden und hat es über Umwege zum Bundesligaspieler geschafft. Dafür gibt es auch noch weitere Beispiele, kann ich dir gerade nicht nennen. Aber diese Spieler sind eben die Ausnahme.


    Und deshalb stellte ich auch an Dirk Coerverfan die Frage "Wie definierst du denn die besten Spieler eines Jahrgangs?":

    Sind die besten Spieler eines Jahrgangs nicht diejenigen, die sich durchsetzen? Die, die sich (warum auch immer) nicht durchsetzen, sind dann eben nicht gut genug. Fußball ist nicht nur Technik, Taktik und Schussgenauigkeit, sondern auch Mentalität, Athletik oder Kraft.

    Wäre es im Umkehrschluss fair, einen technisch guten Spieler vorzuziehen, der körperlich nicht mithalten kann und dafür einen 30cm größeren und körperlich wuchtigen Spieler auszusortieren, der vielleicht technisch nicht so gut ist? Beide haben ihre Stärken und Schwächen, aber auf unerfindliche Weise gilt der eine als "guter Fußballer" und der andere wahrscheinlich als "Bulle".

    Am Ende zählt die ideale Kombination aus beidem und das bringen nicht viele mit. Aber den "guten Fußballer" nicht auszusortieren, weil er ja noch wachsen kann, wäre genauso unfair wie den großen kräftigen auszusortieren, weil er die Technik (noch) nicht mitbringt.

    Ich finde es völlig verrückt, dass von den besten Fußballern eines Jahrganges, die wir in Deutschland haben, einige auf der Ersatzbank versauern müssen, nur weil das Ergebnis wichtiger als die Ausbildung ist.

    Wie definierst du denn die besten Spieler eines Jahrgangs?


    Vielleicht sind die besten Spieler eines Jahrgangs auch diejenigen, die sich durchsetzen und dann auch spielen, gerade WEIL es um Ergebnisse geht? Welcher Trainer lässt auf Ergebnisse spielen und lässt seine besten Fußballer draußen?


    Bei dem Prozentsatz, der es tatsächlich zu den Profis und sogar in die Bundesliga schafft, glaube ich nicht, dass allzu viele talentierte Spieler übergangen wurden, weil sie wegen Ergebnisorientierung nicht gespielt haben. Ist natürlich nicht zu belegen, aber wer sich da nicht durchsetzt, der ist dann vielleicht auch nicht der richtige für Konkurrenzkampf bei den Profis.


    Ich glaube nicht, dass die Ausbildung mehr in die Breite gehen muss. Der DFB zum Beispiel will nicht alle Spieler besser machen, sondern diejenigen mit den besten Voraussetzungen. Was bringen z. B. der Nationalmannschaft 8 Top-Stürmer, ein oder zwei reichen ja schon. Und die werden sich auf ihrem Weg dahin durchsetzen, egal wo und gegen wen. Und wenn sie sich nicht durchsetzen, dann sind sie eben nicht diese Top-Stürmer.

    Dann fangen auch schon NLZ-Trainer mit umfangreichen Gruppen- und Mannschaftstaktiken in der C- und B-Jugend an.

    Das muss einfach mal ein Ende haben.

    Was genau ist daran falsch?


    Ich denke, wenn es auf das Großfeld geht, sind Grundlagen in allen gruppentaktischen Bereichen notwendig.


    Natürlich werden dann einige Grundlagen vertieft, je nachdem was der Trainer, der Verein oder die Mannschaft vorgeben oder ermöglichen. Ich bin zwar nicht im NLZ, aber selbst im Breitensport gehe ich alle Pressingformen und Abwehrformationen im Training durch. Und ich teste auch alles in den Spielen, aber auf eins kann ich mich ja irgendwie auch festlegen. Und ich erwarte auch, dass die Spieler das verstehen, Fachbegriffe kennen und das umsetzen können. Fehler sind aber natürlich nicht verboten, es ist ein Lernprozess.


    Und ich behaupte außerdem, dass Gruppentaktiken extrem viel Spaß machen können, wenn man sie ohne Druck und spielerisch einstudiert. Vor allem fördern sie das Gruppengefühl.


    Gegenfrage: Wann sollen sonst die Grundsteine für z.B. Pressing gelegt werden? Schadet es einem C- oder B-Jugendlichen, wenn er bereits 3 Jahre früher den Gegenspieler in die Mitte lenken kann oder richtig in der Kette verschiebt? Was ist falsch, wenn eine C-Jugend bewusst flach in den Strafraum kombinieren kann oder bewusst das Spiel über den Flügel sucht, weil sie einen Kopfballstarken Stürmer haben? Das durchzuführen benötigt nunmal Gruppen- und Mannschaftstaktiken, warum sollen die nicht Inhalte des Trainings sein?

    Ist das Ironie?


    Natürlich kann ich nicht allen Kommentaren dort zustimmen... Hier allerdings auch nicht :)


    Selbstverständlich ist das Niveau hier im Schnitt höher, darum schrieb ich "ähnlich". Hätte ein "teils" dazugeben sollen, aber das man jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, kenne ich nur von meiner Exfreundin..

    Die Frage war durchaus ernst gemeint, weil ich es wirklich nicht wusste. Sicherlich sind dort einige sachliche und differenzierende Kommentare, aber manche sind auch purer Stuss (siehe meine Beispiele in #163), die ich niemals als spannend oder "ähnliches Niveau wie hier" bezeichnen würde. =)

    Ja, grundsätzlich ist das nicht Facebook-Niveau, aber "Mit solchen Spielern muss man ins Finale jedes Turniers kommen", "Inzwischen gehts Löw und seinem Adlatus Bierhoff noch darum, möglichst viel Geld abzugreifen" oder "Alternative Fakten" sind für mich jetzt keine spannenden Kommentare, sondern purer Blödsinn und haben nichts mit sachlicher Diskussion zu tun.


    Ich finde schade, wenn Diskussionsteilnehmer ihre Meinung mit sowas als Beleg bekräftigen wollen (nicht du), hat es hier auf den vielen Seiten öfters gegeben.

    Umso weniger habe ich verstanden warum Löw nach seiner ausgiebigen WM-Analyse die grundsätzliche Spielausrichtung den Gegner zu dominieren und früh zu pressen einkassiert, und eine komplett neue passive Spielidee ausgegraben hat.

    Zumal wir am Dienstag gesehen haben, dass Löw vor 2 Jahren keine schlechte Idee mit seiner Ausrichtung hatte - die Spanier haben im Prinzip das gespielt, was wir damals spielen wollten. Nur konsequenter, als wir es damals gemacht haben. Fairerweise muss man sagen, dass wir am Dienstag wohl jede Spielweise des Gegners zugelassen hätten und sie vermutlich erfolgreich ausgesehen hätte.


    Ich kann allerdings seine Grundidee nachvollziehen. Mit den Tempospielern Gnabry, Werner und Sané, den schnellen Umschaltspielern Goretzka und Gündogan und den wunderbaren langen Pässen von Kimmich/Koch wäre für mich auch logisch, dass man tiefer steht und den Raum zum Kontern mit dieser Geschwindigkeit nutzt. Nur muss man eben auch einen Gegner haben, der das nicht durchschaut und der es zulässt. Leider ist es aber zu ausrechenbar und offensichtlich, sodass die Gegner entsprechend darauf reagieren können. Hätte Löw die Mannschaft mal 1-2 Wochen am Stück, könnte er eventuell Alternativen einstudieren, das Wissen und die Fähigkeiten haben er uns sein Trainerteam allemal.

    Hi Quelle vom Konzept nicht, bin hier z.Z. auch nur Gast. Was mir auch noch aufgefallen war, als Zuschauer meldest Du Dich am Eingang mit Handy und QR Code und nur wenn Du das nicht hast über eine Liste.

    Das hat zumindest der FLVW in Westfalen auch öffentlich gemacht und alles für die Vereine bereitgestellt. Wird/wurde aber meines Erachtens nach nicht genug genutzt.

    Der 2009er Jahrgang war natürlich was besonderes. Glaube nie haben es so viele Spieler geschafft wie damals. Bis auf Gnabry begeistern mich die Namen nicht auch wenn es durchaus passable Kicker sind. Vielleicht brauchen die auch noch ein wenig. 2009 waren die Spieler aber auch nur hoffnungsvolle Talente. Die WM 2010 hat denen aber nochmal ein richtigen Kick gegeben (bis auf Hummels). War durchaus mutig diese Spieler zu nominieren.

    Aber da muss man sehen, dass diese Spieler bereits ein Jahr nach ihrem EM-Titel als Stammspieler bei ihren Clubs zur WM gefahren sind. Ich lasse mich gerne korrigieren, aber von der 2017er Truppe war ein Jahr später keiner dabei. Aktuell arbeitet Löw mit einigen Spielern der 2019er Mannschaft, die immerhin ins Finale kam. Die Spieler haben aber meiner Meinung nach eindeutig nicht die Klasse wie diejenigen vor 10 Jahren. Man kann also nun auch mal das Spielermaterial, das für den völlig gerechtfertigten Umbruch zur Verfügung steht, hinterfragen.

    Ich fand es richtig Ballack nicht mehr zu nomieren, nur das WIE war eine Katastrophe. Genauso wie nach der WM 2018. Für mich ist es unverständlich, dass Hummels, Boateng, Özil, Khedira und Müller aussortiert wurden und Neuer nicht. Die Nomierung Neurs war sowieso ein Witz. Es sind diese willkürlichen Entscheidungen die mich (und denke auch viele andere) ratlos zurücklassen. Vielleicht steckt da ja auch ein Plan dahinter den ich nicht sehe, nur wärs langsam an der Zeit diesen Plan den Leuten mitzuteilen.

    Ja, das sehe ich auch so. Dann gab es ja noch Interviews (und sogar das Buch) von Lahm, der zwischen den Zeilen ziemlich gegenüber Ballack nachgetreten hat und dennoch Kapitän wurde. Insgesamt ziemlich komisch gelaufen.


    Özil ist übrigens zurückgetreten, Khedira hat mit Löw den Rücktritt besprochen. Nur Hummels, Boateng und Müller sind öffentlich aussortiert worden - sicher wirft das ein schlechtes Licht auf die Aktion als solche. Nur hat man mit allen dreien eine schwache WM und eine schwache Nations League gespielt. Dann hat man sich wohl dazu entschieden, dass die drei beim Umbruch nicht helfen können. Da sie damals auch auf dem absteigenden Ast waren, verständliche Entscheidung. Davon jetzt einen Rückzieher zu machen - für mich wäre das eine unglückliche Entscheidung.


    Deshalb für mich insgesamt verständlich, aber nicht gut durchgeführt. Ich bin auch nicht der Meinung, dass die drei Spieler die Nationalmannschaft auf einen Schlag besser machen würden. Hummels beispielsweise hätte gestern gegen die schnellen Spanier noch älter ausgesehen, als er eigentlich ist.

    Gut, über die Definitionen können wir uns jetzt ewig streiten, deswegen jetzt mal andersrum. Welche Nationalmannschaft schätzt du von den Einzelspielern deutlich stärker ein? Ich würde spontan da nur Frankreich nennen.

    Ich sehe in Europa die Engländer, Belgier, Spanier, Portugiesen, Franzosen und Italiener vom durchschnittlichen Spielermaterial auf unserer Stufe, in der Spitze vor uns. Das brauchen wir jetzt auch nicht ausgiebig diskutieren, es ist ja die persönliche Wahrnehmung. Und selbst, wenn jemand die Deutschen stärker einschätzt als die genannten Nationen, muss sich jeder eingestehen, dass unter den genannten Nationen plus Deutschland (insgesamt 7) der Unterschied minimal ist. Alle genannten Nationen haben Stammspieler von europäischen Top-Clubs in ihren Reihen, man könnte sogar meinen, die ein oder andere Nation hätte mehr Weltklasse-Spieler als Deutschland (je nachdem, wie man es definiert) im Kader.

    Nach der WM 2018 war allen klar, dass ein besserer Fußball gepsielt werde müsste. Ich mache das nicht an Ergebnissen fest. Man kann toll spielen und 1:0 verlieren (predigen wir ja auch immer im Forum). Ich finde einfach, dass die NM einfach schlecht spielt und das seit mehreren Jahren. Es ist einfach keine Besserung in Sicht und dass obwohl eine gute Mannschaft hat.

    Also ich habe die WM 2018 sportlich nicht so schlecht wahrgenommen, wie sie vielerseits gemacht wird. Es mag sein, dass die Bewertung sehr schlecht ausfällt, wenn man Ergebnisse und die Art vom Fußball zusammenschmeißt. Für sich betrachtet (Tore und Ergebnisse außer Acht gelassen) war das schon ziemlich guter Fußball bei der WM 2018, man hat sich die meisten Abschlüsse aller Teams erspielt und hatte das Spiel abgesehen von den Kontern absolut im Griff. Die 4 Gegentore fielen in 3 Kontern und nach einem Standard. Natürlich muss man dazu sagen, dass die beiden eigenen Tore durch einen Freistoß und eine angeschossene Flanke fielen. Dennoch war Deutschland abgesehen von den Toren stark. Ich weiß, dass viele diese Einschätzung nicht teilen, aber vielleicht sollte man sich objektiv nochmal die Spiele oder die Highlights anschauen. Fair ist es nämlich nicht, aufgrund von schlechter Chancenverwertung "besseren Fußball" zu fordern.

    Ich vergleiche das so ein wenig mit der WM 2010. Da hatten wir ein richtigen Umbruch als mit Khedira, Özil, Höwedes, Hummels, Boateng, Müller, Neuer viele neue junge Spieler gespielt haben. Da war auch nicht alles Gold was glänze, aber es hat Spaß gemacht denen zuzuschauen und deren Entwicklung zu beobachten. Individuell war man damals sicher nicht besser.

    Nun muss man aber auch sagen, dass bei der WM 2010 die genannten Spieler U21-Europameister und eine wahnsinnige Generation waren. Dazu kam Lahm, der zu dem Zeitpunkt unumstrittene Weltklasse war und Typen wie Schweinsteiger und Klose. Eine U21-Europameister-Generation haben wir erneut, aber Hand aufs Herz: begeistern dich die Namen Pollersbeck, Stark, Toljan, Gnabry, Meyer, Weiser und Öztunali genauso wie die von dir aufgezählten aus dem 2009er Jahrgang?


    Ballack wurde vor 2010 ähnlich ausgemustert wie Müller, Hummels und Boateng vor 1,5 Jahren. 2010 war der Aufschrei groß, als Ballack zuerst verletzt ausfiel und er dann ausgemustert wurde... "Wie kann man mit einem verdienten Spieler wie Ballack so umgehen?". Nach 2010 war das alles plötzlich vergessen, hat keinen mehr interessiert, was mit Ballack ist. Ballack hatte nicht so eine große Lobby in Deutschland, hat zu der Zeit ja auch in England gespielt. Dazu würde er durch die Leistungen des Teams bei der WM schnell vergessen. Würdest du sagen, dass es richtig oder falsch war, Ballack damals so auszusortieren?

    Ich war zwar nicht gemeint, aber hier mal so meine Defintion: (erweiterter) Stammspieler bei einer Europäischen Topmannschaft. Das trifft auf 8 von 11 Startspielern zu. Ginter spielt bei zwar bei keiner Topmannschaft, aber dennoch bei einer guten. Bleiben noch Koch und Max. Beide sind jetzt keine Überspieler aber dennoch "gehobener Durchschnitt".

    Ich bleibe dabei, gestern stand eine sehr gute Nationalmannschaft auf dem Platz die ihre PS nicht auf die Straße kriegt und das nicht zum ersten Mal.

    Ja, das auch für mich die Definition eines "guten" Spielers. Aber Stammspieler bei einer Europäischen Top-Mannschaft ist sicherlich keine Weltklasse. Ich gehe mit, dass das gestern eine gute Mannschaft war, die auf keinen Fall 0:6 verlieren darf. Aber da ist man sich doch wohl einig. Zu behaupten, dass die "deutsche Weltklasse-Mannschaft" 0:6 gegen Spanien ("wer von denen ist überhaupt Weltklasse?") verloren hat - mit solch einer falschen Schlagzeile habe ich enorme Probleme.


    Es geht vor allem darum, wie das eingeordnet wird. Ich behaupte, dass bei 2 Niederlagen in 25 Monaten (20 Spiele) eine Bewertung nicht so schlecht ausfallen muss, wie sie von vielen gemacht wird. Zumal diese Niederlagen gestern gegen Spanien und vor einem Jahr gegen die Niederlande waren. Man könnte aber mal in Frankreich mal nachfragen, wie dort die Niederlagen gegen die Türkei, Finnland oder die Niederlande aufgenommen wurden. Macht es nicht besser, aber zeigt, wie egal es auch sein kann.

    Ne, sorry. Ist mir zu hoch. Eine fehlende Verhaltensweise damit zu rechtfertigen, das Sie mit einem späteren Ereignis ohnehin obsolet gewesen sei, verstehe ich nicht.

    Man könnte eher darauf kommen, das eine geänderte Verhaltensweise ein späteres (negatives) Ereignis beeinflußen oder verhindern könnte.

    Wir reden scheinbar aneinander vorbei.


    Ich habe auch nach der Halbzeitpause keine allzu große Reaktion erkennen können. Aber da nach wenigen Minuten bereits das 0:4 gefallen ist, ist diese Reaktion auch für die restlichen 38 Minuten deutlich unwahrscheinlicher geworden.


    Okay, Gegenfrage: wer von den Spaniern gestern ist Weltklasse?

    Wie viele Nationalmannschaften haben ausschließlich Weltklassespieler in der 1. Mannschaft?

    Da fällt nur momentan eigentlich nur Frankreich ein...


    Wenn du Weltklasse so definierst, dass man der beste Spieler oder meinetwegen einer der 3 besten weltweit ist, gibt es keine Weltklasse-(National)mannschaft..

    Ne, keine Gegenfrage. Du hast eine Behauptung aufgestellt, ich teile diese nicht und habe nach Belegen gefragt. Bevor wir jetzt über die Spanier oder andere Nationalmannschaften sprechen, zählst du mir bitte die elf deutschen Spieler auf, die Weltklasse sind und gestern auf dem Platz standen. Denn das ist die Grundlage deiner Argumentation und die gilt es erstmal zu belegen.


    Oder du offenbarst deine Definition von Weltklasse und belegst damit, warum z.B. Matthias Ginter und Philipp Max Weltklasse sind.

    Da das 0-4 fiel, wäre ein vorheriges Aufbäumen ohnehin sinnlos gewesen? :/


    bei brasilien deutschland stand es zu diesem Zeitpunkt übrigens schon 0-5....

    Kommst du da wirklich nicht selbst drauf?


    Liege ich zur Halbzeit deutlich zurück (egal ob 0:3 oder 0:5) und nehme mir in der Pause vor, das zu drehen oder besser dagegen zu halten, dann ist es halt nicht gut für die Moral, wenn ich nach wenigen Minuten das nächste Gegentor kassiere.


    Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass nach der Halbzeitpause sofort die Post abgehen würde. Ging sie aber nicht, stattdessen fiel das Gegentor. Danach hatte sich das dann noch mehr erledigt.

    Mache ich bei Gelegenheit. In meiner Erinnerung sind da grade nach der Pause Szenen in denen Neuer mehrmals retten mußte.

    da konnte ich schon ein Aufbäumen, trotz hohem Rückstand, erkennen. Nur ein Beispiel.


    Vllt. schaust Du es Dir auch nochmal an.

    Ja, es gab da 2-3 gute Szenen (Doppelchance Paulinho & Oscar) um die 54. Minute herum. Im gestrigen Spiel ist genau zu dieser Zeit das 0:4 gefallen. Das hätte sowieso jede Art von Aufbäumen im Keim erstickt.

    Eigentlich interessiert mich die NM nur am Rande, aber dieser Vergleich gestern mit dem 1-7 von Brasilien den der gute Bierhoff schon brachte nach dem Spiel, den finde ich doch sehr -seltsam-. Bis auf die Tordifferenz sind die Spiele kaum zu vergleichen.

    Wenn man die Spieldaten mal zu rate zieht, wird das Ergebnis von 2014 schwer erklärbar(eben weil es auch nicht immer mit

    Daten erklärbar ist).

    Das Spiel gestern läßt sich dagegen gut an den Daten vorbeiführen und das Ergebnis -passt- in dem Fall...

    Mensch, ich habe doch erklärt, warum ich den Vergleich ziehe.


    Auch damals waren die deutschen in jedem Zweikampf einen Schritt schneller und auch gedankenschneller. Damals waren die Deutschen geil drauf und selbst Mertesacker konnte in der zweiten Hälfte gegen die deutlich schnelleren und flinkeren Brasilianer mithalten. Das macht das Spiel und das Ergebnis nunmal erklärbar, vor allem auch die 4 Tore in 7 Minuten. So ein früher hoher Rückstand hemmt noch mehr und die Überlegenheit wird noch größer.


    Und gestern war es eben auch so, nur dass die Deutschen keine Torchancen erspielt haben, weil die Spanier deutlich früher attackiert haben und die Deutsche Nationalmannschaft nichtmal bis zum Strafraum hat kommen lassen.


    Grundsätzlich ordne ich beide Spiele so ein, dass beim Verlierer die Einstellung auf das Spiel und die Leistungsbereitschaft gefehlt hat. Beim Sieger hingegen war sie da. Vielleicht schaust du dir das Brasilien-Spiel nochmal an, wie die Spieler in fast jedem Zweikampf hinterhergeschaut haben und ab wann die Köpfe unten waren: ziemlich vergleichbar mit gestern.

    ...

    Nicht so leicht, auf einen unzusammenhängenden Beitrag zu antworten, der selbst immer nur einzelne Sätze oder Satzfragmente rauspickt. Deswegen spare ich es mir.


    Aber ich kann dir deine Fragen nicht beantworten, warum die Einstellung gestern nicht passte. Die Antworten wirst du auch selbst nicht herausfinden.


    Aber wenn ich sehe, wie erbärmlich Sané jeden Ball verloren hat, Kroos rumgestolpert ist, die Viererkette verschoben hat oder Gnabry in den letzten Minuten "angelaufen" ist, dann fehlen mir die Worte für die Spieler. Das sind Profis - wie kann man deren Einstellung auf den Trainer zurückführen?

    Es ist etwas zu einfach gedacht, jede Kleinigkeit auf den Trainer zurückzuführen, die nicht läuft. Ich glaube, von gestandenen Spielern kann man mehr erwarten. Ich war nicht in der Besprechung dabei und weiß nicht, ob die Spieler nicht heiß gemacht wurden, ob sie es nicht angenommen haben oder das tatsächlich alles war, was diese Spieler mit höchster Motivation leisten können.

    Ich kann nur bewerten, was ich gesehen habe und behaupte, dass dass hier ein Kollektiv versagt hat und nicht nur der Trainer.

    Deutschland hat auf jeder Position Weltklassespieler

    Moment mal! Welche Spieler in der deutschen Mannschaft sind denn tatsächlich Weltklasse? Misst du Kroos noch am 2014er Kroos? Ist Werner Weltklasse? Sind Goretzka und Gündogan tatsächlich Weltklasse? Ist in der Viererkette überhaupt ein Spieler, der (die Kicker-Einordnung) Internationale Klasse verdienen würde? Und das würde sich auch mit Müller, Boateng und Hummels nicht ändern, die allesamt ebenfalls keine Weltklasse sind.