Beiträge von Charles De Goal

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    Für mein Verständnis und meine Corona-Erfahrung muss ein Inzidenzwert unter 50 liegen, damit die Gesundheitsämter Kontakte nachvollziehen können, ein Lockdown beendet wird und z.B. Fußball wieder erlaubt wird (so war es 2020). Jetzt lese ich von Niedersachsen, dass sie völlig unrealistisch unter 10 kommen wollen. Warum durfte im Oktober bei 50 gespielt werden, jetzt müssen aber 10 erreicht werden?

    Ich will nur kurz hierauf antworten, das ist nicht meine Argumentation, aber ich sehe, dass es in diese Richtung geht:


    Warum wird nicht wieder so geöffnet, wie es im Sommer/Herbst war, wen wir 50er-Werte erreichen? Die Logik dahinter ist doch genau diese, dass die Infektionszahlen mit den Öffnungen wie im Sommer/Herbst und den damaligen 50er-Werten in den Folgewochen explodiert sind. Also wird eben nicht dann direkt alles wieder erlaubt, um keine dritte Welle zu erhalten.

    Ja, das ist doch logisch. Ist der Wert unter 50 heißt das ja nicht, dass er dort auch bleibt.


    Aber das bedeutet dann auch wieder, dass Lockerungen und Einschränkungen in Wirklichkeit gar nicht von der 50er-Marke abhängen. Das wird aber ständig suggeriert ("wir müssen unter 50 kommen"). Wozu ruft man diese Zahl aus und brennt sie in die Köpfe der Menschen, um dann beim Erreichen eventuell ganz anders damit umzugehen, als es vor einigen Monaten war?


    Genau das sorgt doch für Misstrauen und wenig Akzeptanz.


    Wie gesagt: neue Erkenntnisse sind willkommen, akzeptabel und notwendig. Aber Ziele auf Grundlage der Erkenntnisse von 2020 auszurufen und wenn es dann näher kommt, doch wieder umzuschwenken, empfinde ich tatsächlich als Verarsche (und damit bin ich kein Corona-Leugner oder sonst was).

    Ich stimme dir absolut zu. Das größte Problem ist meiner Meinung nach (und das hatte ich schonmal geschrieben):


    Man wechselt immer wieder Argumente und Auslöser für Einschränkungen - es ist immer wieder etwas anderes. Damit schafft man aber jedes mal Präzedenzfälle, von denen dann aber niemand mehr etwas hören will, wenn sie wieder eintreffen bzw. die Messwerte im positiven Bereich sind. Es ist einfach nur zum verzweifeln, wenn man Gradlinigkeit und Logik sucht.


    Für mein Verständnis und meine Corona-Erfahrung muss ein Inzidenzwert unter 50 liegen, damit die Gesundheitsämter Kontakte nachvollziehen können, ein Lockdown beendet wird und z.B. Fußball wieder erlaubt wird (so war es 2020). Jetzt lese ich von Niedersachsen, dass sie völlig unrealistisch unter 10 kommen wollen. Warum durfte im Oktober bei 50 gespielt werden, jetzt müssen aber 10 erreicht werden?


    Diese Warnungen und Schreckensszenarien dienen bestenfalls als Angstmacher, um sich an die Regeln zu halten. Das mag bei vielen vernünftigen auch seinen Zweck erfüllen. Angenommen, die Experten gehen immer vom schlimmsten aus - eingetroffen ist davon nicht viel. Es wurden uns auch "Zustände wie in Italien" prophezeit - stand jetzt haben wir trotz einem Drittel mehr Einwohnern noch ein Drittel weniger Todesfälle.


    Ich will das hier nicht runterspielen und habe auch schon an anderer Stelle gesagt, dass die Regierung eine Pandemie auch das erste mal erlebt, somit mit Sicherheit zu neuen Erkenntnissen kommt. Aber es kann doch nicht sein, dass immer wieder Ziele zur Bekämpfung ausgerufen werden und wenn diese erreicht werden, plötzlich doch wieder was anderes zählt.


    In #655 habe ich eine Auflistung geschrieben, in der einige der vergangenen Indikatoren, die über Einschränkungen entschieden haben, aufgezählt sind. Aktuell sind wir auf dem Weg in wirklich positive Zahlen, wenn man mit denen von vor einem Monat vergleicht. Dazu kommt besonders positiv dazu, dass das Impfen (wenn auch langsam) ins rollen kommt. Aber ich lese in jedem zweiten News-Artikel über Lockdown-Verlängerungen und weitere Einschränkungen.

    Bei diesen ganzen Modellen muss aber beachtet werden, in wie weit die Impffortschritte berücksichtigt werden.

    Spätestens wenn die Risikogruppen geimpft sind, muss darüber "diskutiert" werden, in wie weit Beschränkungen gelockert werden.

    (nicht falsch verstehen, bin gegen Querdenker, AFD und Verschwörungsanhänger!)

    Das sehe ich auch so. Ein Hauptargument beim Lockdown war immer wieder, dass diejenigen geschützt werden müssen, die zur Risikogruppe gehören. Wenn diese nun bald geimpft sind, also nicht mehr gefährdet sind, ist das kein Argument mehr. Natürlich heißt das nicht, dass alle anderen ruhig Corona bekommen können - aber damit ist die größte Gefahr ja erstmal gelöst.


    Im Herbst wurde der Lockdown verhängt, als die Zahlen ungefähr die 50 Neuinfektionen/100.000 Einwohner auf 7 Tage wieder überschritten haben. Wenn dieser Wert dauerhaft (z.B. 2 Wochen lang) wieder unterschritten ist, sind wir wieder im damals definierten grünen Bereich und sollten logisch gedacht wieder die gleichen Öffnungen haben, die wir damals hatten.

    Ja, ich habe diese auch für unseren Verein eingerichtet, aber erstens war diese nicht verpflichtend und zweitens wurde sie von insgesamt 10 Personen auf unserer Anlage (und das in einem Zeitraum von mehreren Wochen) genutzt, der Rest hat sich nach wie vor handschriftlich eingetragen. Das waren weniger als 5% aller Besucher. Dabei ist die Zeitersparnis enorm: Barcode einscannen und weitergehen (dann einloggen oder Daten eintragen). Handschriftliches Eintragen dauert dann gerne 1-2 Minuten pro Person, benötigt Schreibplätze, Stifte und Wartelinien.


    Als Gast auf anderen Plätzen war es auch immer anders: mal handschriftlich eintragen, mal vorab anmelden, mal nur Namen, mal mit Adresse, mal ging die App, mal nicht...


    Dass es überall anders gehandhabt wurde/wird, hängt ja vor allem daran, dass nichts einheitliches zur Verfügung steht und offenbar nichtmal klar kommuniziert ist, was erforderlich ist und was nicht.


    Der FLVW hat diese App ermöglicht, aber in anderen Verbänden sieht es anders aus. Da das Problem deutschlandweit auftritt, könnte sich tatsächlich mal eine DFB-Delegation damit befassen.


    Aber wenn ich mir die Erfahrung mit der App so anschaue: Die Digitalisierung in Deutschland scheitert wohl eher an jedem Einzelnen, als an der Regierung, an Vorgaben oder Firmen. Ist gleichzeitig nur auch für jeden Einzelnen einfacher, es anderen in die Schuhe zu schieben.

    ...heute in der BILD....

    Nachgehakt


    ...ganz lesenswert!

    Ich gehe mit, dass von DFB-Seite und auch von Verbandsseite Visionen und Strategien zu Lockerungen fehlen. Auch der DFB entscheidet natürlich nicht über Corona oder Einschränkungen/Lockerungen, aber nur mit Bundesliga-Fußball und Home-Training von Stützpunkttrainern kommen die Vereine nicht schadenlos durch die Corona-Zeit. Gibt es Konzepte, die einen reibungslosen Ablauf ab z.B. Sommer ermöglichen? Warum bereitet man nicht jetzt mal eine vernünftige Nachverfolgungs- und Zuschauerapp vor, die verpflichtend und leicht zu bedienen ist (haben zum Teil nur Landesverbände als Option)?

    Macht man sich Gedanken über Heim- und Auswärtsspiele? Wie bekommt man Vereine mit 15 Teams an Wochenenden mit zeitlichen und räumlichen Abständen in den Spielbetrieb?

    Wäre es nicht das einfachste, wenn jeder Besucher seinen Personalausweis dabei hat und dieser nur kurz per Scan abfotografiert wird? Vielleicht sogar per NFC oder ID anonym eingespeichert wird und bei Bedarf dann geprüft wird? Kein Eintragen in Listen oder in Apps. Nur so als Idee, das könnte ein Dachverband ja mal in die Wege leiten.


    Gibt es Strategien, wie ein eventueller Spielerschwund kompensiert werden soll? Man stelle sich vor: wenn (nur so als Zahl) 30% der Spieler aufhören, dann werden mit Sicherheit auch 30% der Teams wegbrechen, zum Teil JSGs melden oder gar keine Mannschaften mehr stellen können. Wie soll der Spielbetrieb dann stattfinden? Kann man Kleinfeld oder Outdoor-Futsal-Turniere oder -Ligen bilden?

    Wie können DFB und Landesverbände Amateurspieler und Kinder bei Laune halten oder den Vereinen und Trainern dabei helfen, die Spieler nicht zu verlieren?


    Was Joachim Löw allerdings damit zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Monatelang wollte keiner von ihm was hören und sehen, am besten sollte er zurücktreten. Jetzt ist mal ein paar Monate kein Länderspiel und er erscheint eine Zeit lang nicht in den Medien - auch wieder falsch. Warum sagt denn Jürgen Klopp als Welttrainer oder Hansi Flick als Triple-Sieger nichts? Könnten sie ja genauso machen - tun sie aber auch nicht. :/

    Man sollte sich vielleicht mal fragen warum AfD, FDP und die Linken - nicht gerade Parteien die Gegenseitig viel voneinander halten - quasi genau das gleiche kritisieren...

    Ganz einfache Antwort: Weil sie in der Opposition sind. Das ist wie beim Fußball (um jetzt mal den Bogen zurück zu schlagen). Wenn Du als Trainer verlierst/absteigst, wissen alle anderen genau, was Du anders machen musst.

    Entscheidungen werden erst dann schwierig, wenn man in der Verantwortung steht, sie zu treffen. Für alle anderen sind sie ganz einfach.

    Vor allem ist es jetzt mit neuem Wissen ganz einfach, die Entscheidungen aus dem Februar 2020 zu kritisieren. Jetzt weiß man eben mehr und kann retrospektiv alles ganz einfach in Frage stellen. Eventuell sieht auch die aktuelle Regierung einige ihrer eigenen Entscheidungen aus den vergangenen 12 Monaten kritisch.


    Ändert aber nichts daran, dass Entscheidungsträger sich an ihren Entscheidungen messen lassen müssen. Vor allem, wenn andere Regierungen besser durch die Krise manövrieren konnten (was aber mit Sicherheit nicht jetzt abschließend bewertet werden kann, sondern in 2-3 Jahren). Bis man das wirklich bewerten kann, sollte man mit dieser Kritik vorsichtig sein.

    Geht im Hinblick auf die kommende Wahl eben auch um Wählerfang und da ist jedes Mittel Recht. Und was ist einfacher, als pauschal andere zu diskreditieren, wenn man selbst keine Inhalte hat?


    Aber das wird dann wohl zu politisch hier.

    In meinem Kreis gab es heute einen Ausbruch in einem Altenheim, an einem Tag so viele Neuinfektionen, wie in den ganzen 7 Tagen zuvor.

    Mit solchen Ideen ist der Breitensport mindestens für 2021 tot. Muss man leider so sagen. Da kommt man sehr schnell wieder in die Lockdown-Falle.

    Ja, das denke ich mir auch bei vielen der Maßnahmen.


    Mit jeder Einschränkung und jeder Regel schafft man einen Präzedenzfall für eine bestimmte Situation, an dem sich die Entscheidungsträger bei späteren Situationen messen müssen.


    Sagt man im Oktober, dass wir Lockdown machen, weil die Zahlen steigen, muss man das bei einem ähnlichen Geschehen in Zukunft wieder machen. Jetzt sinken die Zahlen deutlich, aber man verlängert den Lockdown, weil es eine neue Variante gibt.

    Sagt man, wir müssen das durchhalten, bis eine bestimmte Zahl geimpft ist, dann müssen wir das eventuell noch 2 Jahre durchmachen.


    Was ich damit sagen will: die Lösungsansätze sind alle kurzfristig und panisch und geben überhaupt keinen Hoffnungsschimmer für Lockerungen oder ein Ende. Man schaut eigentlich nur von Woche zu Woche und verlängert dann, weil es noch nicht gut ist. Diesen Maßstab muss man aber dann für die nächsten Monate ebenfalls ansetzen und da kann es passieren. Entweder muss man strikt am Lockdown festhalten oder man muss trotz gleicher Infektionszahl lockern und eingestehen, dass der vergangene Lockdown nicht nötig war, weil er ja trotz gleicher Zahlen beendet wird.


    Die Indikatoren für Einschränkungen sind mir auch nicht ganz klar:

    - Reproduktionszahl muss unter 1 sein

    - es sterben immer mehr Leute

    - immer mehr Infizierte

    - immer mehr in Quarantäne

    - Krankenhäuser sind überlastet

    - Gesundheitsämter können nicht nachverfolgen

    - 7-Tage-Zahl zu hoch

    - Nachmeldungen können noch kommen

    - Mutierter Erreger aus England/Südafrika


    Für sich alles nachvollziehbare Gründe. Aber unglaubwürdig wird es, wenn bei jeder Einschränkung andere Dinge zählen und die vorherigen - obwohl man das Problem eventuell in den Griff bekommen hat - plötzlich gar keine Rolle mehr spielen.


    Stand jetzt trifft von den oben genannten Punkten nur zu, dass die 7-Tages-Zahl hoch ist (im Vergleich zu Dezember aber niedrig) und dass es mutierte Erreger gibt. Von den anderen Punkten liest man nichts mehr, obwohl sie vor einigen Monaten noch zu krassen Einschränkungen führten.

    Problem Staffelung nach Kreisen:
    Würde man statt landesweit die Kreise in die Stufen einteilen, hätten wir das gleiche Problem. Dann könnte es passieren, dass wir aus Lübeck hier nicht trainieren oder Spiele austragen können, im Nachbarkreis aber schon. Dies gilt dann zum Beispiel auch fürs Shopping oder Restaurantbesuche.

    Überkreislicher Spielbetrieb wäre dann eventuell nicht möglich.


    Für meinen Verein würde gelten: Wir gehören politisch zu einem anderen Kreis als fußballerisch. Bereits im ersten Lockdown hatte ich die Sorge, dass wir durch unsere politische Zugehörigkeit eingeschränkt sind, aber der Rest unseres Fußballkreises nicht.


    Das ganze hat sich dann im Juni bestätigt: Wir durften wegen eines Infektionsgeschehens am anderen Ende des Kreises nicht trainieren, während der Rest unserer Liga (zum Teil nur 2km entfernt) fleißig die Vorbereitung absolvieren durfte. Glücklicherweise wurde unser Lockdown dann vorzeitig beendet, sonst hätte sogar der Freundschaftsspielbetrieb ohne uns begonnen.


    Das führt in diesem Einzelfall auf jeden Fall zu Wettbewerbsverzerrung, insgesamt gesehen ist es aber sicher auch nicht durchführbar. Training sollte man in den Bundesländern erlauben, sobald das Infektionsgeschehen gesichert ist. Spiele und Wettbewerbe erst, wenn es Deutschlandweit gesichert ist. Man möge sich vorstellen, dass Spieler den Verein wechseln, um in einem anderen Bundesland ein paar Wochen/Monate früher Spielbetrieb zu haben.

    In meinem Lehrgang hatten auch Teilnehmer Verletzungen oder konnten nicht durchgängig mitmachen, weil sich alte Verletzungen zurückgemeldet haben. Im Lehrgangsspiel hatten wir zwei Teilnehmer, die nicht mitmachen konnten - die haben dann die Mannschaft gecoacht. Es werden schon Wege gefunden, dass das funktioniert.

    Ein Kollege berichtete mir, dass in Oberhaching Teilnehmer nach Hause geschickt wurden, weil sie nicht nicht komplett mitmachen konnten. Gebühr komplett bezahlt und dann nach Hause geschickt. Es scheint mir auch hier so, dass in den Lehrgängen unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden.

    Ich spreche natürlich für den FLVW. Wie das woanders ist, kann ich nicht beurteilen. Bei uns war es jedenfalls "locker" und es wurde auch mal ein Auge zugedrückt.

    Mich ärgert es einfach, dass viele Trainer von der B-Lizenz abgehalten werden bzw. durch den Test abgeschreckt werden.

    Für mich war die C-Lizenz zu dünn. So richtig was gebracht hat sie mir nicht. Alles was dort vermittelt wurde war für mich selbstverständlich. Nichts wofür ich den Lehrgang tatsächlich benötigt hätte.

    Ich kann ja verstehen, dass die B-Lizenz als logische Weiterbildung zur C-Lizenz gesehen wird. Natürlich sind dort tiefergehende Inhalte drin und das arbeiten ist deutlich akribischer. Man kann dort viel viel mehr mitnehmen, als bei der C-Lizenz - geschuldet natürlich auch der Qualität der Teilnehmer (für die ganze nebenbei auch der Eignungstest verantwortlich ist). Sitzt du dort mit 22 Vätern, die die F-Jugend ihrer Söhne seit einem halben Jahr machen, kann man dort mit Sicherheit weniger mitnehmen als wenn man neben ehemaligen Schützlingen von Norbert Elgert oder ehemaligen U-Nationalspielern sitzt.


    Aber wofür macht man die B-Lizenz und wozu befähigt sie? Damit darfst du die höchste Liga in deinem Landesverband trainieren, ganz nebenbei viele höherklassige U-Teams und Damenteams bis zur zweiten Bundesliga. Hier muss man einfach verstehen, dass dazu nicht jeder zugelassen werden KANN. Oder soll das jeder machen können? Denn sonst macht doch kein Mensch mehr die C-Lizenz und die B-Lizenz verwässert komplett. Danach werden dann die B-Lizenz-Inhaber fordern, dass die Elite-Jugend-Lizenz für jeden zugänglich ist. Nein, das funktioniert so nicht. Irgendwo muss es ja auch Restriktionen geben, solche Trainerlizenzen können nicht ohne entsprechendes Vorwissen (aus einer höherklassigen aktiven Karriere) oder einer Eignung (Basics und gewissen sportliche Qualität) jedem zugänglich gemacht werden.


    Hätte ich den Eignungstest damals nicht bestanden, würde ich das vielleicht auch anders sehen. Aber ich bin froh, dass vor allem die spielerische Qualität in der Spitze in meinem Lehrgang so gut war. In der C-Lizenz wurde tatsächlich mit der Pike geschossen und sich bei Kopfbällen weggeduckt. Wenn das bei der B-Lizenz zugelassen wird, könnte hypothetisch jemand in der A-Jugend-Bundesliga an der Linie stehen, der keinen geraden Pass spielen kann, obwohl er körperlich topfit ist. Das kann doch nicht das Ziel eines Sports und einer Ausbildung sein. Natürlich ist die Technik nicht das entscheidende beim Trainer - bei der Lizenz aber ebenfalls nicht (ich meine 10% der Gesamtnote). Aber so ein paar Dinge sollte man jawohl mitbringen, meinst du nicht?

    Dazu kommen 2 kaputte Knie und eine mehr als deutlich ausbaufähige körperliche Verfassung.

    Das sind ja auch verständliche Gründe. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dies beim Eignungstest berücksichtigt wird. In meinem Lehrgang hatten auch Teilnehmer Verletzungen oder konnten nicht durchgängig mitmachen, weil sich alte Verletzungen zurückgemeldet haben. Im Lehrgangsspiel hatten wir zwei Teilnehmer, die nicht mitmachen konnten - die haben dann die Mannschaft gecoacht. Es werden schon Wege gefunden, dass das funktioniert.

    Warum legt man bei mir den gleichen Maßstab wie bei einem ehemaligen Profi an?

    Tut man nicht. Auch in meinem Lehrgang waren Trainer, die maximal in der Kreisliga C gespielt haben und auch in den Spielformen untergegangen sind. Zum Teil wurden sie vom Kursleiter an die Seite gestellt, um die Spielformen nicht zu stören. Die hatten halt den Eignungstest geschafft, das Eigenkönnen hat aber auch nicht zu mehr als 5 Punkten gereicht. Sie waren aber auch nicht so unbegabt, dass sie nicht die Basics draufhatten. Technisch war alles in Ordnung, nur eben nicht im gleichen Tempo wie die Spitze des Kurses.

    Vielleicht wäre eine Stufe zwischen C (Papatrainer) und B (könnte Männer Oberliga trainieren) sinnvoll. Da könnte auch 3x jonglieren reichen ;)

    Schaut man sich die Lizenz-Pyramide vom DFB an, so ist die C-Lizenz bereits eine "Zwischenstufe" zwischen Teamleiter und B-Lizenz. Wenn es eben für die B-Lizenz (aus welchen Gründen auch immer) nicht reicht, so muss man sich eben auf der Ebene der C-Lizenz weiterbilden.


    Niemand verbietet, sich zum Eignungstest anzumelden und es zu versuchen. Wenn man aber wirklich so wahnsinnige technische Defizite hat, dass man auch im Trainerjob Probleme bekommen könnte, muss man akzeptieren, wenn es nicht klappt. Aus dem Stehgreif die Technik eines Flugballs zu erklären traue ich eben mehr jemandem zu, der dies auch vormachen kann als jemandem, der das noch nie gemacht/gekonnt hat.

    Wenn ich dann aus Deiner Erfahrung höre, dass das nicht für die Zulassung zur B-Lizenz reicht, kann ich nur mit dem Kopfschütteln.

    Das sind alles seine subjektiven Eindrücke. Das einzige, was objektiv bewertet ist, ist das jonglieren - gemessen an der Anzahl der Kontakte. Und diese Anzahl lässt (mehr oder weniger) Rückschlüsse auf das Ballgefühl zu. Das als Indikator lässt mich stark zweifeln, dass die anderen Fertigkeiten wirklich akzeptabel genug sind. Aus meiner Erfahrung kann jemand, der nur zweimal den Ball jonglieren kann, nämlich nicht besonders gut Fußball spielen. Technisch saubere Flugbälle zu spielen kann ich mir dann gar nicht vorstellen.


    Genau das hatte ich damals auch in der Antwort geschrieben:

    "Jonglieren ist nun mal ein Indikator für Ballgefühl (ich weiß, nicht jeder gute Spieler kann jonglieren und nicht jeder gute Jongleur kann gut Fußball spielen) und wenn den Prüfern auffällt, dass du nur zweimal den Ball jonglieren kannst, werden sie erhebliche Zweifel haben, ob du die technischen Voraussetzungen erfüllst, um in der Gruppe mitzuhalten."


    Ich bin gerne bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen... Aber für mich ist das jonglieren eine Grundlage, an der man ziemlich schnell erkennt, ob jemand mit dem Ball umgehen kann oder nicht.


    Ich kann aus den genannten Tatsachen keinerlei Rückschlüsse ziehen, dass Zecke1987 nicht fähig sein sollte Trainer im Bereich der B-Lizenz sein zu können.

    Und ich habe auch überhaupt nicht die Fähigkeit des Users in Frage gestellt, ob er Trainer im Bereich der B-Lizenz sein kann!!!!!!!!!!!!!! Ich habe gesagt, dass es im Eignungstest schwierig für ihn wird. Es war einzig und allein darauf bezogen, was er gefragt und als Informationen dazu gegeben hat.


    Nochmal zur Erinnerung: Er wollte wissen, was beim Eignungstest drankommt und ob er mit dem, was er kann, wohl bestehen kann. Dazu habe ich ihm gesagt, was erwartet wird und dass das vermutlich nicht reichen wird. Und das ist mit Sicherheit keine Übertreibung, denn ich weiß noch sehr genau, was für Trainer in meinem Lehrgang damals waren und welche den Eignungstest NICHT bestanden haben.


    Aus meiner Sicht wäre es deutlich sinnvoller die Zulassung zur B-Lizenz an ein Ergebnis der C-Lizenz zu knüpfen. Dort gäbe es ja die Möglichkeit meine Eignung als Trainer und ggf. auch mein Potenzial für eine weitergehende Lizenz zu prüfen und zu dokumentieren.

    Ja, zum Beispiel. Früher ist das sogar so gewesen: die "Jahrgangsbesten" der C-Lizenz wurden ohne Eignungstest direkt zur B-Lizenz eingeladen. Wäre eine interessante Idee, da a) die Grundlagen vorhanden sind und b) in der C-Lizenz bereits der Verband den Spieler kennenlernen konnte und einschätzen kann.

    Dann habe ich das missverstanden. Da ich das Thema als erstes angesprochen hatte und an der Eignung von jemandem gezweifelt habe, der tatsächlich sportlich nicht geeignet scheint, hatte ich das auf mich bezogen.

    Da geht es dann nicht mehr vorrangig darum, dass man "einen Ball dreimal jonglieren kann" oder "einen sauberen Flugball spielen", sondern um deutlich weitergehende Fähigkeiten.

    Natürlich, niemand sagt, dass es vorrangig um das Eigenkönnen gehen muss. Ich habe mehrfach gesagt, dass das Eigenkönnen mit dem geringsten Prozentsatz in die Note eingeht, was ich absolut unterstütze. Aber ich bleibe trotzdem dabei: Wer die sportlichen Basics im körperlich fitten Zustand nicht kann, was will der im Fußball? Das ist das einfachste 1 mal 1, das jonglieren bekommen F-Jugendliche hin. Um mal ein Zitat einzubringen "ich studiere doch auch nicht Musik, weil ich Hänschen-Klein auf der Blockflöte spielen kann". Nicht mehr als "dreimal jonglieren" ist nichtmal Hänschen-Klein, sondern derjenige weiß nichtmal, wie er die Blockflöte halten soll.

    Um das nochmal zurückzuführen: Ein Fußballer, der bei Übungen in den Lehrgängen eher als Stolperstein fungiert und tatsächlich keinen geraden Pass spielen kann, bei dem sollte man sich tatsächlich nach der Eignung fragen. Aber alles was darüber hinaus geht, sollte nicht auf dem Platz, sondern an der Seitenlinie entschieden werden.

    Es ging beim Ausgangspost einzig und allein darum, dass ein Spieler, der keinen geraden Pass spielen kann und nicht dreimal jonglieren kann, nicht für die B-Lizenz geeignet wäre und dementsprechend tatsächlich beim Eignungstest bangen muss. Um NICHTS anderes. Ich verstehe nicht, warum mir ständig User in den Mund legen, ich hätte was gegen ehemalige Kreisligisten bei der B-Lizenz.


    Wer fußballerisch das einfachste nicht auf die Kette bekommt, würde im Lehrgang stören, hätte als Trainer sicherlich das ein oder andere Problem (man stelle sich vor, der körperlich fitte 30-Jährige bekommt keine Schere hin, seine Spieler müssen es ihm zeigen) und würde demnach vermutlich schon beim Eignungstest ausgesiebt. Vollkommen zu Recht.


    Außer Acht wird aber gelassen, dass der Eignungstest auch einen schriftlichen Teil beinhaltet, in dem man mangelnde Fähigkeiten (wenn sie nicht so drastisch wie beschrieben sind) ausgleichen kann.

    Wie gesagt: Wer nur zweimal Ball jonglieren kann (sorry, dass ich dieses Beispiel jetzt immer nehme), wird zu Recht aussortiert.

    Sollte man ihm hier die Lizenz also wieder entziehen?


    B-Lizenz trotz Rollstuhl? Für Josip Hrgovic kein Problem | Landkreis Würmtal

    Solche Beiträge kann man sich auch sparen, wenn man sonst nichts zur Diskussion beitragen kann.


    Jemand, der im Rollstuhl sitzt, wird natürlich anders bewertet als jemand, der körperlich fit ist, aber keinen geraden Pass spielen kann.


    Trainer E

    Nochmal für dich: Es geht nicht darum, dass ein Trainer besser als seine Spieler sein muss oder in einer bestimmten Liga gespielt haben muss.

    Meine Grundaussage ist: Wer die technischen Fähigkeiten so sehr vermissen lässt, dass er einen Ball nicht dreimal jonglieren kann, der ist im Fußball einfach falsch.

    Da kannst du erzählen, was du willst, das sind die minimalsten Grundlagen. Wer das nicht erfüllt, was will der im Fußball und dann noch mit der höchsten Lizenz des Landesverbandes?

    Wenn einer nur Kreisliga B/C gespielt hat, aber er fußballerisch einen "runden" Eindruck macht, ist das überhaupt kein Problem. Aber wenn jemand den Eindruck vermittelt, dass er in seinem Leben nie an den Ball getreten hat - dann ist das der falsche für eine höhere Lizenz.

    Ich rede hier nicht von jemandem, bei dem der ein oder andere Flugball verrutscht oder der mit links keine guten Pässe spielen kann. Ich rede von denjenigen, die den Ball nicht treffen oder mit der Pike schießen. Solche Leute willst du in der B-Lizenz sehen und dann eventuell in der Oberliga an der Seitenlinie?


    Komm schon, das meinst du nicht ernst. Als nächstes kommen dann potenzielle Sport-Studenten auf die Idee, dass man ohne Eignungstest Sport studieren können müsste. Wozu das führen würde, kann man dann auf Youtube bei SpiegelTV schauen (sehr interessante Doku übrigens).


    Zumal ich der Meinung bin, dass du nicht die z.B. Technik eines Flugballs erklären kannst, wenn du selbst keinen spielen kannst. Denn wenn man wüsste, wie es geht, könnte man es ja, wenn man körperlich fit ist. Und das - andere Basics und Fähigkeiten in allen Ehren - kann man bei der wie gesagt ersten semi-professionellen Lizenz und gleichzeitig vierthöchsten Lizenz in Deutschland erwarten.


    Außerdem ist das keine Sache des DFB, sondern gilt meines Wissens nach europaweit, da die Lizenzen international nach gleichen Kriterien gestaffelt sind.

    Das deutet für mich darauf hin, da das Gefälle zwischen Kreisliga und A-Jugend Bundesliga deutlich sein dürfte.

    Mit Sicherheit gibt es da ein Gefälle. Aber die Spieler haben dennoch einen gewissen Standard erlernt und gespielt.


    Aber es gibt halt auch einen sehr großen Unterschied zwischen "Kreisliga A" und "zweimal Ball jonglieren können".


    Das Gefälle zwischen "zweimal Ball jonglieren können" und "ehemals zweite Bundesliga" ist dann umso enormer. Lass die mal gemeinsam auf dem Platz stehen und trainieren, oh man...


    Wie gesagt: Wer nur zweimal Ball jonglieren kann (sorry, dass ich dieses Beispiel jetzt immer nehme), wird zu Recht aussortiert. Man hätte erstens genug Zeit, das vor dem Eignungstest zu erlernen und zweitens hat man ohne diese Basics nichts anderes im Fußballgeschäft zu suchen, als dass man sich eine Eintrittskarte fürs Stadion kaufen kann. Muss einfach mal so gesagt werden.


    Ich kann jeden Verband verstehen (ist übrigens auch bei anderen Verbänden und ihren Lizenzen so), dass gewisse Basics vorausgesetzt werden. Wie soll ich eine Bewegung erklären, wenn ich sie selbst nicht beherrsche?!

    Eben!


    Wir reden hier nicht darüber, dass ein Kreisliga-Spieler aussortiert wird, weil er zu schlecht ist.


    Sondern darüber, dass jemand aussortiert werden könnte, der technische Mängel hat, die tatsächlich die meisten F-Jugendlichen nicht haben.


    Also ich bin mir relativ sicher, dass der DFB keine Trainer beim Eignungstest durchfallen lässt, die es eventuell zu höherklassigen Trainern gebracht hätten.


    Wer an der Kopfballtechnik oder am sauberen Passspiel scheitert, der hat die einfachsten Grundlagen nicht drauf und wäre mit Sicherheit nicht Trainer oberhalb der Kreisliga C geworden. Wozu dann B-Lizenz? Der DFB muss sich ja auch gegen eine Verwässerung der Qualität schützen. Ich bin mir sicher, dass bei den Basics des Eignungstests keine angehenden Semi-Professionellen Trainer scheitern.

    Besteht der Praxisteil aus Fußball spielen?

    Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

    Ich hätte jedoch gedacht, dass sich der Praxisteil einer Trainerausbildung auf den Coachingteil bezieht. Sprich Übungsauswahl zum geforderten Schwerpunkt, Durchführung der Einheit, Korrektur der Ausführung etc...

    Ansprache, Ausstrahlung, didaktische und pädagogische Fähigkeiten wären da Schlagworte die mir einfallen würden.

    Nein, der Praxis-Teil ist AUSSCHLIEßLICH das eigene Können. Wird aber meiner Erinnerung nach auch am wenigsten gewertet. Ist aber trotzdem ein Teil, an dem es dann scheitern kann. Wir wurden damals begrüßt mit "Glückwunsch zum bestandenen Praxisteil, mit Bestehen des Eignungstests haben sie dort schon 5 Punkte sicher".


    Aber jetzt mal ehrlich: Ich kann verstehen, dass die fußballerischen Qualitäten nicht das Maß aller Dinge sein sollten. Wenn man aber den Ball nicht dreimal jonglieren kann, dann hat man tatsächlich auf und neben dem Fußballplatz nichts verloren - und vor allem nicht mit der vierthöchsten Lizenzstufe. Ohne das jetzt abwertend zu meinen, aber wenn es F-Jugendliche gibt, die einem technisch überlegen sind, sollte man keine (Jugend-)Mannschaft zu trainieren.


    Es ist ja auch nicht so, als würden beim Eignungstest 60% durchfallen. Aber bei solch erheblichen Mängeln ist es sicherlich gerechtfertigt.

    Sehe ich bis zu einem gewissen Punkt ganz genauso. Ich kenne einige Personen, die gute Trainer sind, aber sportlich niemals den Eignungstest schaffen würden. Die haben dann aus Verbandssicht Pech gehabt - das darf eigentlich nicht sein.


    Andererseits gibt es beim Eignungstest natürlich auch einen schriftlichen Teil und die Prüfer sind nicht doof: Wenn da einer 45 Jahre alt ist und nicht mehr mit den 20-Jährigen mithalten kann, werden sie das sicher entsprechend bewerten und einen anderen Maßstab anlegen.


    Nun muss man aber auch Lehrgangsleiter und die Homogenität des Lehrgangs verstehen: die B-Lizenz ist nunmal schon etwas ambitionierter und die erste Lizenzstufe, mit der man in allen Jugendteams überkreislich trainieren darf (ich weiß, das geht ab der C-Jugend auch mit der C-Lizenz). Und es ist außerdem auch die Stufe, die JEDER durchläuft, der am Ende vielleicht beim Fußballlehrer landet. Das heißt, es kommen tatsächlich auch deutlich höherklassige Spieler dorthin. Der Eignungstest ist die Grundlage für die Praxisnote, die fließt zu einem geringen Teil ein. Wenn allerdings ein Teilbereich nicht bestanden wird, wird auch die Lizenz nicht bestanden. Wenn also abzusehen ist, dass jemand die Praxis gar nicht besteht, dann brauch er auch nicht zum Lehrgang zu gehen. Finde ich aus der Sicht nicht problematisch, denn das gleiche gilt ja auch für alle anderen Teilbereiche.

    Praxis beim FLVW ist bisschen Technik mit Ball. Dribbeln, Richtungswechsel, Jonglieren... Dann mit einem Partner auf kurzer Distanz Passen, Kopfball, Brustannahme... Auf lange Distanz dann noch ein paar Flugbälle. Am Ende gibt es noch ein kleines Spielchen.

    Da bin ich mal gespannt ob das bisschen technik was ich drauf habe ausreicht, Pässe bekomme ich hin, Flanken sind jetzt auch keine Schwierigkeit, Ball am Fuss halten sollte ich auch hinbekommen, Richtungswechsel ist wohl routine, schwierig wird es beim Jonglieren, ich habe das nicht mal in meiner aktiven Zeit hinbekommen da war ich schon froh wenn ich den Ball zwei mal auf den Fuß bekommen habe. Kopfbälle mag ich eigentlich überhaupt nicht, also heißt ich bin nicht der größte und Angst vor Kopfschmerzen und damit war Kopfball für mich nie eine Option. Brustannahme geht und am Ende ein Spielchen das geht auch. Also werde ich wohl so einiger maßen Durchschnitt bestehen oder wenn es schlecht läuft knapp.


    Danke für die Aufklärung.:/

    Zweimal jonglieren wird nicht reichen, fürchte ich.


    Ich möchte dir nicht die Hoffnung nehmen, aber in der B-Lizenz wirst du mit ehemaligen Profis auf dem Trainingsplatz stehen. Bei mir waren einige ehemalige A-Jugend-Bundesliga-Spieler im Lehrgang, dazu zwei ehemalige Zweitliga-Spieler. Die Verbände achten schon darauf, dass da kein allzu großes Leistungsgefälle ist. Jonglieren ist nun mal ein Indikator für Ballgefühl (ich weiß, nicht jeder gute Spieler kann jonglieren und nicht jeder gute Jongleur kann gut Fußball spielen) und wenn den Prüfern auffällt, dass du nur zweimal den Ball jonglieren kannst, werden sie erhebliche Zweifel haben, ob du die technischen Voraussetzungen erfüllst, um in der Gruppe mitzuhalten. In meinem Eignungstest (ebenfalls FLVW in Kaiserau) musste der Ball auch hochgespielt werden und dann mit Fuß, Oberschenkel, Brust und Kopf angenommen werden. Das wird auch nicht allzu leicht für jemanden, der nicht jonglieren kann. Das haben wir mit ungefähr 12 Leuten in einem Quadrat von 15x15 Metern gemacht, das war relativ eng. Diejenigen, die beim hochschießen andere gestört haben, wurden direkt an die Seite gesetzt.


    Eventuell kannst du das ja noch ein wenig trainieren, wenn es nur daran scheitert.


    Vielleicht lohnt es sich auch, vor der B-Lizenz die C-Lizenz zu machen, um Denkweisen des Verbandes kennenzulernen und einfach zu wissen, wo man auf und neben dem Platz im Vergleich mit anderen steht. Hier kann man sicherlich auch den Rat vom Ausbilder hinzuziehen, ob man für die B-Lizenz geeignet ist.


    Das habe ich wie gesagt nicht geschrieben, um dir Angst zu machen. Wenn du alles andere technische beherrschst, dann solltest du bis zum Eignungstest einfach noch ein wenig jonglieren üben. Wenn du allerdings nicht jonglieren kannst und die anderen Dinge so "lala" sind, dann wird es schwierig.