Beiträge von Charles De Goal

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    Vielleicht erstmal die Bewegungsabläufe gegen Hütchen/Stangen/Figuren durchführen. Dann langsam Übungen zum Körpereinsatz einstreuen (Körper an Körper gegeneinander springen, gegenseitig wegdrücken). Beides, um wieder Vertrauen ins Knie und die Stabilität zu bekommen.


    Danach dann isolierte Zweikämpfe (sowohl frontal, als auch parallel) gegen Spieler, die körperlich unterlegen sind, damit nicht zu große Kräfte wirken (müssen).


    Wenn der Kopf wieder mitspielt und das Vertrauen da ist, dann wird der Spieler bestimmt schnell Fortschritte machen!


    Ich würde den Spieler allerdings, wenn es dann um isolierte Zweikämpfe oder um spezielle Übungen geht, erstmal den Part ohne Ball übernehmen lassen. Dann hat er bei der ganzen Geschichte eine Aufgabe weniger - muss nämlich nicht den Ball anschirmen.


    Es eignen sich wahrscheinlich auch Übungen wie "Bälle wegschießen" (Alle Spieler in einem Feld mit Ball, einer versucht die Bälle wegzuschießen) oder "1 gegen 1 bei Kontakt" (Zwei Spieler stehen sich gegenüber, Ball dazwischen, Körpertäuschungen erlaubt. Sobald der Ballführende den Ball berührt hat, gibt es ein frontales 1 gegen 1).


    Zwar ist das Alter auch entscheidend, aber ich gehe mal davon aus, dass es sich um D- bis B-Jugend handelt. Ist das richtig? Knieverletztung und Heranführen an Zweikämpfe klingt nach Pubertät.

    Wir stellen bei uns im Verein eine "Plattform" für unsere Trainer zusammen. Im Kinderfußball haben wir viele Quellen (Trainings, Videos von Verbänden, Spielformen und Übungen). Im Jugendfußball (D- und C-Jugend) fällt es uns schwer Inhalte zu finden. Welche Seiten und Quellen könnt ihr empfehlen? Danke.

    Kannst du mir sagen, wie ihr diese Plattform bereitstellt? Wird ja wahrscheinlich digital sein, oder? Was nutzt ihr dafür?

    Die Frage hatte ich vor ein paar Monaten schonmal gestellt, ist wäre jetzt bei der vermeintlichen dritten Welle wieder interessant:


    Habt ihr im Verein schon Corona-Fälle gehabt? Falls ja, gab es Verbreitungen innerhalb von Trainingsgruppen oder dadurch Quarantäne für Spieler?


    Bei unseren Spielern (16 Mannschaften / ca. 260 Spieler von Minis bis Altherren inklusive Damen) gab es in den Trainingsphasen weder im Sommer '20, noch jetzt im März Fälle und somit auch keine Ansteckungen. Daraus kann man leider nichts ableiten (außer, dass wir glücklicherweise verschont geblieben sind). Interessanter wären Infektionen, die aber durch Training übertragen oder nicht übertragen wurden.


    Die Erfahrungen können ja zumindest einen Querschnitt geben, wie "gefährlich" Fußballtraining ist. Vorsicht ist natürlich besser als Nachsicht, aber rückblickend hätte unser Verein intern seit einem Jahr mit allen Teams trainieren können, ohne dass eine Infizierte Person auf die Anlage gekommen wäre.

    Wow, das ist eine großartige (und vor allem sinnvolle) Überraschung!!


    Heißt, dass mein Landkreis (unter 100) ganz normal weitermachen kann und selbst, wenn wir über 100 sind, können mein Co-Trainer und ich jeweils die halbe Gruppe trainieren!!

    Könnte man meinen....


    Unser Landkreis ist jetzt auch über 100 und müsste die Notbremse ziehen. Soweit kein Problem, mein Co-Trainer und ich könnten dann ja laut Verordnung zwei 10er-Gruppen trainieren. Alles bereits seit einer Woche geplant, eingeteilt und kommuniziert. Sogar mit dem Ordnungsamt nochmal abgestimmt, weil im Prinzip seit einer Woche klar ist, wie die Regeln sind. Gestern beim Training dann den Jungs die neuen Regeln erklärt und bis Mittwoch verabschiedet.


    Tja, heute morgen dann die Überraschung: Unser Kreis hat gestern in den Abendstunden nochmal was neues überlegt und verzichtet auf die Notbremsen-Regel und lässt alles beim alten - Voraussetzung ist ab heute ein negativer Test. Davon gibt es dann einen kostenlos pro Woche und pro Person (keine Ahnung, ob weitere auch kostenlos oder möglich wären), unser Landkreis bietet aber nur 0,06 Tests pro Person - PRO WOCHE. Heißt, dass jede siebzehnte Person im Kreis einen Test pro Woche machen kann. Theoretisch müssten mein Co-Trainer und ich aber 4 Tests pro Woche machen, weil wir 4 Trainingstage haben. Das gilt natürlich auch für unsere anderen Mannschaften, die anderen Vereine und andere Sportarten.


    Nun wäre das kein Problem, wenn die Notbremsen-Regeln OHNE negativen Test parallel möglich wären. Dann wäre eine 10er-Gruppe (wie es auch in der Verordnung festgeschrieben ist) bei höherer Inzidenz als 100 möglich, die 20er-Gruppe dann mit negativem Test.


    Aber so ist es nicht: Entweder das eine oder das andere. Es kann also nicht trainiert werden, wenn Trainer keinen negativen Test vorweisen können. Dabei wäre die einfache Lösung in der Verordnung ohne Test überhaupt kein Problem für irgendwen. Zumal die Trainer, die den negativen Test vorweisen müssen, auch auf Kontakt verzichten können.

    Und das schlimmste an der Sache: Gestern Abend entschieden, heute in Kraft - aber weitergehende Infos dazu gibt es keine. Es ist einfach entschieden und gilt. Wie es geht und zu laufen hat, weiß niemand.


    Hat jemand von euch Infos dazu für NRW? Wie oft darf man sich pro Woche kostenlos testen lassen? Gelten Tests 24-Stunden oder nur am gleichen Tag?

    Es gibt die Empfehlung, dass darauf zu verzichten ist. Allerdings ist es mit Masken erlaubt. Mit zusätzlich vier offenen Fenstern sollte das Risiko minimiert sein. Zumal die drei Spieler und ich 10 Minuten später für zwei Stunden gemeinsam Kontaktsport ausgeübt haben.

    Meine ja nur. Wenn schon der Verein ein Verzicht empfiehlt und man als Trainer im vollbesetzten Auto ins Training kommt, könnte das einen nicht gewollten Eindruck hinterlassen. Muss aber jeder für sich entscheiden.

    Ist zwar hier nicht der Ort, das zu diskutieren, aber ich möchte es zumindest zur Verteidigung nutzen. Vollbesetzt ist mein Auto mit vier Personen nicht. Es klingt sicherlich auch weniger "falsch", wenn du weißt, dass es sich nur um drei Haushalte handelte. Alle Spieler waren am gleichen Tag in der Schule negativ getestet, trugen Masken und wir hatten die Fenster auf.


    Ich stimme dir zu, dass das niemand Außenstehendes wissen kann und es tatsächlich einen ungewollten Eindruck hinterlassen kann. Aber den hinterlässt es nur, wenn man mir als Fahrer oder der ganzen Gruppe Fahrlässigkeit oder sogar Dummheit unterstellt - davon sollte man erstmal nicht ausgehen.

    Wow, das ist eine großartige (und vor allem sinnvolle) Überraschung!!


    Heißt, dass mein Landkreis (unter 100) ganz normal weitermachen kann und selbst, wenn wir über 100 sind, können mein Co-Trainer und ich jeweils die halbe Gruppe trainieren!!

    (ich mit drei Spielern im Auto - natürlich mit Masken)

    Gibt es bei euch im Verein keine Regelung, dass auf Fahrgemeinschaften zu verzichten ist? Ich vermute, dass Infektionen im Zusammenhang mit dem Sport gerade aus solchen Situationen entstehen...

    Es gibt die Empfehlung, dass darauf zu verzichten ist. Allerdings ist es mit Masken erlaubt. Mit zusätzlich vier offenen Fenstern sollte das Risiko minimiert sein. Zumal die drei Spieler und ich 10 Minuten später für zwei Stunden gemeinsam Kontaktsport ausgeübt haben.

    Eine Stunde vor dem Training gestern (von einem Spieler, der letzte Woche zweimal beim Training war): "Ich hatte vor zwei Wochen Kontakt zu einer Person, die in Quarantäne war, es aber nicht hatte. Ich habe gestern einen Test gemacht, der war aber negativ. Ich fühle mich aber sicherer, wenn ich heute zu Hause bleibe" - auf so vielen Ebenen einfach nur :/:/:/


    Ein anderer Spieler sagt ab, weil er lernen muss. Auf dem Weg zum Platz (ich mit drei Spielern im Auto - natürlich mit Masken) steht er vor einem uns allen bekannten Fastfood-Restaurant mit Freunden und wartet auf sein Essen. Schade, dass dann die ganze Mannschaft von den Spielern im Auto erfahren hat, dass der Spieler lieber uns alle anlügt und Fastfood in sich reinstopft als zum vielleicht vorletzten Training vor dem Lockdown mit seiner Mannschaft zu kommen.


    Ist schon fast etwas für den Frust-Thread, wenns nicht beides so abgrundtief dämlich wäre (bei 14-Jährigen darf man etwas mehr erwarten) ^^

    Also zählt die Inzidenz des Landkreises für Einschränkungen und Lockerungen?


    Ich habe noch nichts dazu gefunden und war davon ausgegangen, dass es generell für das Bundesland gilt. In NRW kratzen wir diese Woche an den 120, aber in meinem Landkreis sind es stabile 75. Das müsste ja - auch unter Rücksicht der Verordnung seit Anfang März - heißen, dass wir von den Einschränkungen nicht betroffen sind. Sofern natürlich das lokale Geschehen entscheidend ist und nicht NRW entscheidet.

    Bei uns zählt der Landkreis.

    Allerings macht das langsam auch keinen Unterschied mehr.

    Bei uns macht das vermutlich einen Unterschied von ein bis zwei Wochen Training oder kein Training, deshalb ist es für uns relativ wichtig! ^^

    Also zählt die Inzidenz des Landkreises für Einschränkungen und Lockerungen?


    Ich habe noch nichts dazu gefunden und war davon ausgegangen, dass es generell für das Bundesland gilt. In NRW kratzen wir diese Woche an den 120, aber in meinem Landkreis sind es stabile 75. Das müsste ja - auch unter Rücksicht der Verordnung seit Anfang März - heißen, dass wir von den Einschränkungen nicht betroffen sind. Sofern natürlich das lokale Geschehen entscheidend ist und nicht NRW entscheidet.

    Jeder Trainer hat sich bestimmt schonmal damit beschäftigt: Was passiert eigentlich, wenn ich die Mannschaft nicht mehr trainiere? Natürlich gibt es da klare Unterschiede was Vereinsstruktur, Alter, Zusammensetzung, Dauer der Trainertätigkeit und Alternativen angeht.


    Aber ich habe mir ernsthaft Gedanken gemacht, was denn passiert, wenn ich meine C-Jugend (ab Sommer im neunten gemeinsamen Jahr) mal nicht mehr trainiere. Meine bisherigen Erfahrungen sind gemischt, denn bei uns im Verein haben in den letzten 5 Jahren dreimal Cheftrainer aufgehört (mit Nebengeräuschen und Stress): einer hat seine ganze Mannschaft mitgenommen, einer hat ihnen empfohlen den Verein zu wechseln und einer hat ihnen gesagt, dass der Verein sowieso scheiße ist und sie dort keine Zukunft haben. Man kann sich denken, dass diese Jahrgänge nun bei uns nicht mehr besetzt sind. Es gab auch immer mal wieder Drohungen von Trainern, die gesagt haben "dann ist die ganze Mannschaft weg" oder "ich gehe mit ihnen woanders hin", das kam dann wiederum nicht so, als wir sie völlig verständlich wegen dieser Aussagen vor die Tür gesetzt haben.


    Angenommen, es geht alles ohne negative Nebengeräusche: nimmt man sich als Trainer zu wichtig oder ist man schon die Identifikationsfigur, wegen der Mannschaften auseinanderbrechen können? Als ich vor drei Jahren meine Seniorenmannschaft (die ich parallel trainiert habe) abgegeben habe, standen in der darauffolgenden Saison nur noch 25% der vorherigen Spieler auf dem Platz und der Rest war neu. Da das in der Jugend nicht so einfach geht, sorge ich mich bei einer Beendigung der Tätigkeit um den Fortbestand der Mannschaft, falls eine ähnliche Fluktuation auftritt.


    Ich bin auf eure Meinungen und Erfahrungen gespannt!

    Hallo ich werde in Kürze beim Bfv Eignungstest B für Trainer B mitmachen und würde gerne erfahren wie jene abläuft. Der Praxisteil ist gut beschrieben aber was wird im Theorieteil erwartet ? Es steht etwas von Aufsatz zu aktuellen Fussballthemen. Kann da jemand von seinen Erfahrung berichten ? Gibt es viele die diese nicht bestehen?

    Da gibt es hier etliche Themen zu. Vorausgesetzt, dass es von Verband zu Verband zumindest ähnlich ist, schreibst du über deine Motivation und Ziele als Trainer. Dann beschreibst du eine Technik und zeichnest kurz eine Übungsform. Soweit ich informiert bin, ist dieser Theorieteil dazu da, damit geprüft wird, ob du die deutsche Sprache beherrschst und um herauszufinden, welche Lizenz dein Ziel ist.

    Nach den ersten 5 Einheiten mit meiner C-Jugend bin ich total begeistert. Trainingsbeteiligung ist im Schnitt bei 90%, wir hatten bei jedem Training mindestens 14 Spieler da. Alle Spieler haben sich mindestens drei mal blicken lassen und haben Bock. Auch haben viele ihr Können konserviert, das Niveau und das Tempo sind extrem hoch geblieben, auch die Fitness passt ganz gut.


    Glücklicherweise habe ich den Fokus auf Spaß und Spielformen gelegt: Wenn ab Montag wieder alles zu sein sollte, gehen alle mit einer guten Einstellung gegenüber dem Fußball in die nächste Pause. Keiner wird sagen, dass das zu anstrengend oder langweilig war.


    Allerdings wäre das mit einer erneuten Pause extrem unverständlich, unser Kreis liegt bei 60 und unsere Stadt bei unter 50. Eigentlich hatten wir uns bereit gemacht, ab Montag auch mit den Teams ab 15 Jahren trainieren zu können und jetzt ist eher die Notbremse in aller Munde. Unser JSG-Partner hat heute seine Anlage hergerichtet, damit wir ab nächster Woche auch dort durchstarten können. Rosige Aussichten kaputt zu machen und ordentliche Zahlen (lokal) jetzt wieder mit einem Lockdown zu bestrafen wäre wohl mal wieder für alle Beteiligten bei uns unverständlich.

    Geld scheint also bei den (ambitionierten) Eltern da zu sein. Wenn es für Privatleute da ist, warum dann nicht für den Sportverein oder den Mannschaftstrainer?

    Pauschal würde ich sagen: Weil sich immer jemand finden lässt, der es auch kostenlos macht. Die Qualität spielt dann nur eine untergeordnete Rolle. Ich denke auch, dass viele Eltern bereit wären, höhere Beiträge zu zahlen, wenn im Anschluss auch die Qualität stimmt. Da scheitert es aber an den Vereinen, die Angst haben, durch höhere Beiträge Mitglieder zu verlieren. Gleichzeitig aber jährlich mit der Angst leben, aufgrund von Trainermangel Mannschaften nicht besetzen zu können.

    In meinem Verein können wir in jeder Altersklasse lizensierte Trainer anbieten (größtenteils C, aber auch B und A). Dennoch gehen viele Neuanfänger zum Nachbarverein, der 30€ günstiger ist und zum Teil C-Jugendliche als Trainer hat, die die Kinder beim Training laufen lassen und nur rumdödeln. Es gibt leider Eltern, die suchen nur Beschäftigung für ihre Kinder und je günstiger, desto besser. Deshalb scheuen viele Vereine davor, mehr zu nehmen und gleichzeitig unattraktiver zu werden. Da muss man schon ein überzeugendes Konzept (Infrastruktur, Trainer, Mannschaften, neben dem Platz) haben, um mehr Geld vor den Eltern rechtfertigen zu können. Und selbst dann wird es andere Vereine geben, die das genauso machen aber mehr Sponsoren haben, die die Differenz begleichen.

    Ein ehemaliger Bundesligaspieler aus meinem Ort bietet Einzeltraining (bzw. Zweier-/Dreiergruppen) auf einer städtischen Anlage an.. Ich bin mir relativ sicher, dass er in der Woche so viel Geld bekommt, wie andere nicht mal im Monat. Dazu hat er keine besonderen Ausgaben: keine Sportanlage, keine Ausstattung und keine Kosten beim Verband - nur ein paar Hütchen.

    Bekommt er die städtische Sportanlage kostenlos zur Verfügung gestellt?
    Das kann ja eigentlich nicht sein, oder?

    Kurioserweise doch!


    Wir haben bei uns im Ort eine städtische Sportanlage mit 4 Fußballplätzen, dort trainiert ein Verein fest, zwei weitere nutzen ihn in der Vorbereitung als Ausweichplatz und er kann dort seine "Fußballschule" bzw. sein Privattraining gegen Bezahlung durchführen.


    Wenn man so drüber nachdenkt, ist das eine Schweinerei: Da macht sich quasi jemand die Taschen voll, baut eine Konkurrenz auf und hat bekommt dabei noch finanzielle Vorteile vom Stadtsportbund.

    Vor allem gibt es tatsächlich Kinder (im E-Jugend-Alter), die statt zu ihrem Mannschaftstraining zu gehen dort zeitgleich Privattraining machen. Wozu auch immer man ohne Mannschaft ein solch anspruchsvolles Fußballtraining braucht :D

    Tja, schon traurig wenn man hier die Kostenpauschalen sieht. Fussball ist ein Billigprodukt in den großen Städten. Wo geht das Geld hin der Beitragszahlenden?

    Mal abgesehen davon, dass die meisten von uns es wohl nicht des Geldes wegen machen: Mit dem gleichen Einsatz, den wir beim Fußball haben, kann man bei so manchem Tennisverein oder als Yoga-Lehrer(in) schon mittlere dreistellige Einnahmen generieren. Und dabei sind die Kurse (beim Tennis definitiv, beim Yoga wahrscheinlich auch) viel kleiner als eine 20-köpfige Fußballmannschaft.


    Ein ehemaliger Bundesligaspieler aus meinem Ort bietet Einzeltraining (bzw. Zweier-/Dreiergruppen) auf einer städtischen Anlage an.. Ich bin mir relativ sicher, dass er in der Woche so viel Geld bekommt, wie andere nicht mal im Monat. Dazu hat er keine besonderen Ausgaben: keine Sportanlage, keine Ausstattung und keine Kosten beim Verband - nur ein paar Hütchen.


    Geld scheint also bei den (ambitionierten) Eltern da zu sein. Wenn es für Privatleute da ist, warum dann nicht für den Sportverein oder den Mannschaftstrainer?

    Ich habe das erste Training gestern gehabt. Wir (Trainerteam) haben nach einem Warm-Up, die Jungs (C-Jugend gemischt) dann einfach nur spielen lassen, das werden wir wohl nächste Woche auch so mache, da mit den immer wieder steigenden Inzidenzen, eine Trainingsabsage sehr wahrscheinlich ist. Und jetzt mit einem "Trainingsprogramm" zu starten finde ich zu schnell.

    Die Jungs sollen erstmal wieder miteinander was machen und es genießen Fußball zuspielen.

    Das sehe ich dann auch wie Skriwer.

    Genau das denke ich mir inzwischen bei den steigenden Zahlen auch.


    Viel Spaß in Spielformen und Spielen rüberbringen, nicht zu viel (im Fitnessbereich) fordern und gute Laune verbreiten. Wenn vielleicht in zwei Wochen wieder alles zu ist, dann bringen uns Spielfitte Spieler nichts, sondern eher Kinder, die auch durch den nächsten Lockdown mit Sehnsucht nach Fußball kommen und danach gerne wiederkommen.


    Spaß spielt natürlich immer eine Rolle, aber es gibt nunmal Übungen und Spielformen, die weniger auf Fitness und Anstrengung abzielen und mehr auf Spaß gehen.

    Irgendwie sind wir alle Hobby-Virologen geworden und meinen Dinge zu wissen, von denen wir vor einem Jahr keine Ahnung hatten und eigentlich auch nie wissen wollten.

    Falls du das auf mich beziehst: ich habe in meinem Beitrag nur reine Logik angewandt und über keine Themen geschrieben, die man nur als Virologe schreiben/verstehen kann/darf.


    Wenn meine Nachbarn niemals einen Corona-Test gemacht haben, jetzt aber einen Test im Aldi gekauft haben und er plötzlich, obwohl sie völlig gesund sind, positiv sind (und sie ihn dann melden), sind das eben zwei positive Fälle, die sonst nicht aufgefallen wären. Und wenn das nicht nur meine direkten Nachbarn machen, sondern meine ganze Straße, dann sind es eben 100 Leute, die potenziell positiv sein können, obwohl sonst vielleicht nur ein Drittel getestet würde und dann potenziell positiv wäre.


    Natürlich decken Tests für jedermann Infektionen auf, die sonst vielleicht symptomlos genesen und niemals aufgefallen wären. Und wenn das für die breite Masse möglich ist, ist doch wohl klar, dass viele private Tests auch viele symptomlose Infektionen aufdecken, die sonst niemals bemerkt würden. Natürlich unter der Prämisse, dass sie auch gemeldet werden.


    Die einzig logische Schlussfolgerung ist doch wie geschrieben: Je mehr Infektionen bekannt (also gemeldet) sind, desto mehr Infizierte sind in Quarantäne, desto weniger Infizierte nehmen am Öffentlichen Leben teil, desto sicherer ist das öffentliche Leben.

    Wenn wir gar nicht testen, geht niemand in Quarantäne und jeder Infizierte läuft durch die Straßen = sehr gefährlich für alle anderen.

    In einer Parallelwelt, in der wir alle Infizierten sofort erkennen und ausnahmslos in Quarantäne schicken, läuft kein Infizierter durch die Straßen = sehr ungefährlich für alle anderen.


    Oder sehe ich das (mal wieder) falsch?

    Update zu unserer Gemeinde:

    Ordnungsamt und Sportamt sind sich jetzt angeblich einig, dass in NRW auch 5 Meter Abstand zwischen den Kindern einer 20er Gruppe eingehalten werden muss. So hat es mir zumindest das Sportamt (nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt) heute bestätigt.

    Ich hab dann einfach frustriert aufgelegt. Es ist einfach mühsam. Ich mag nicht mehr diskutieren, ich hoffe einfach, dass jemand anders mehr Glück hat.

    Dann geh doch mal zum Ordnungs-/Sportamt hin und klatsch ihnen die Verordnung/Interpretation vom Landessportbund NRW hin. Da steht eindeutig und extra verständlich erklärt, dass diese 20er Gruppe MIT Kontakt trainieren darf. Also wie man das immer noch falsch interpretieren kann, obwohl es bewusst nochmal verständlich dort dazugeschrieben wurde ist mir ein Rätsel.


    "B. Sport für Kinder in Gruppen

    Bis zu 20 Kinder im Alter bis einschließlich 14 Jahren können als Gruppe gemeinsam Sport-, Spiel und Bewegungsaktivitäten durchführen (auch ohne Abstand). Es ist sowohl ein Trainings-, als auch ein Wettkampfbetrieb möglich. Eine Gruppe kann durch maximal 2 Übungsleiter/Trainer/Aufsichtspersonen betreut werden."