Beiträge von Charles De Goal

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    Mezut Özil und Arjen Robben haben/hatten ihre rechten Beine nur zum Stehen und haben trotzdem Weltklasse erreicht.

    Das stimmt de facto nicht. Schau dir deren Highlights an und du wirst sehen, dass sie sehr wohl mit ihren rechten Füßen umzugehen wissen. Robben hat fast jedes zehnte Tor mit rechts geschossen, Mesut Özil sogar jedes fünfte. "Nur zum stehen" ist da eine bodenlose Übertreibung. Natürlich sind Tore nur eine Zahl, aber das ist die einzige Statistik, die es zur Beidfüßigkeit gibt.

    Spieler, die nicht beidbeinig sind, entwickeln Strategien, wie sie das ausgleichen können. Dadurch erlernen sie Fähigkeiten, auf die beidbeinige Spieler nicht angewiesen sind und dementsprechend nicht beherrschen; und auch gar nicht beherrschen müssen.

    Allerdings ist hier auch nicht die Aussage gewesen, dass ein Spieler mit rechts wie links Tore schießen muss. Vor allem nicht in der F-Jugend. Ich verstehe deinen Einwand und unterstütze ihn: Wenn es am Ende nur noch darum geht, dass jemand mit beiden Füßen alles gleich kann (was natürlich kaum jemand erreicht), werden Spieler aussortiert, die Probleme auf ihre Art und Weise und über ihre Stärken lösen können. Und das kann es nicht sein.


    Aber kann ein Spieler den Ball mit dem schwachen Fuß nicht annehmen oder passen, verweigert vielleicht sogar die Zweikampfführung damit, wird er in der Hälfte der Situationen einen Nachteil gegenüber dem haben, der beide Füße für die einfachsten Basics nutzen kann. Und wer sich ständig seinen Starken Fuß verdreht oder seinen Fuß der spieloffenen Stellung überordnet, der wird es überall im Fußball schwer haben, im NLZ vor allen Dingen.

    Es schadet mit Sicherheit nicht und da das NLZ Eliteförderung anbietet, kann es sich diese Elite auch aussuchen. Wenn man sich zwischen Zwei Spielern entscheiden muss, die auf einem Niveau sind, der eine allerdings nur einen Fuß nutzt, entscheidet man sich sicherlich für den anderen. Auch in der U9 kann man bereits beidfüßig sein und im NLZ wird man nicht die Zeit investieren wollen, einem Torwart Woche für Woche Beidfüßigkeit beizubringen, wenn man auch jemanden finden kann, der das im Grunde schon beherrscht.

    Ich habe die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, ja. Persönlich interessiere ich mich aber nicht für die Arbeit im Jugendbereich, weshalb ich nach den neuen Statuten den direkten Sprung von der B zur A-Lizenz ebenfalls als positive Entwicklung erachte. Die Teilnahme an der Elite-Jugend-Lizenz hat mir natürlich auch einige Werkzeuge für den Seniorenbereich an die Hand gegeben, aber aus heutiger Sicht weiß ich nicht, ob ich den Lehrgang überhaupt gemacht hätte, wenn die Struktur schon damals so gewesen wäre wie sie heute ist. Denn so viel kann ich für mich persönlich sagen: Elite-Jugend war für mich nur das nötige Mittel zum Zweck "A-Lizenz erreichen", um potenziell Zugang zu einer Frauen-Bundesligamannschaft zu haben.

    Das ist ja auch eine verständliche Erklärung, die es in deinem persönlichen Fall nicht notwendig macht, diese Lizenz zu machen.


    Ich werde sie in der Zukunft mit Sicherheit brauchen, aber werde in 10 Jahren auch mit Sicherheit nicht mehr in der Form sein, diese körperlich vernünftig zu bewältigen. Somit bleibt mir nur der jetzige Zeitpunkt. Und da wird man jetzt so ziemlich vor unangekündigte vollendete Tatsachen gestellt. Im Prinzip sagt der DFB: Du hast 18 Monate lang Pech gehabt, jetzt musst du dann das dreifache zahlen. Und wenn du es nicht machst, such dir eine neue Trainerstelle in einem NLZ". Fair ist das mit Sicherheit nicht und ohne Vorlauf auch nicht gerade transparent.


    Grundsätzlich stehe ich mit so einer Reform nicht auf dem Kriegsfuß gegenüber.

    Ich hätte auch gerne letztes Jahr noch die A-Lizenz gemacht zu den günstigeren Konditionen - gar keine Frage.

    Du musstest zwischen B- und A-Lizenz doch bislang erst die Elite Jugend-Lizenz machen. Und hast du dafür und für die A-Lizenz die bisherigen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt?


    Erfüllst du sie mit den neuen Beschränkungen immernoch?

    Ich hab es immer so gemacht: Zur KHM die besten Spieler mitgenommen, aber für alle anderen auch Angebote geschaffen. Zu den meisten Turnieren mit zwei Teams angereist (sofern der Ausrichter es zugelassen hat) und in unserer eigenen Halle zwei Turniere am gleichen Tag gemacht: morgens für die vermeintlich schwächeren ein C3-Turnier (mit dem expliziten Wunsch an die Gäste, auch ihre schwächeren Spieler mitzunehmen) und nachmittags ein C1-Turnier, bei dem ich dann selbst zwei Mannschaften stelle. Da können alle an einem Tag spielen und morgens können die, die nachmittags spielen, Turnierleitung und Verkauf machen, nachmittags andersrum.


    Das ist eine Menge Aufwand, aber der lohnt sich. Einmal ist eine komplette erste Mannschaft zum C3-Turnier gekommen und hat am Ende alles zu 0 gewonnen. War natürlich Mist, aber alle anderen Spiele waren super ausgeglichen, Fair und toll für die Jungs!

    Diese Grenze wird durch die höheren Preise geschaffen, die entweder von ambitionierten und gut aufgestellten Vereinen übernommen werden, oder eben von Trainern, die es "wirklich" wollen.

    Also bei dem Gedanken wird mir ehrlich gesagt ein bisschen schlecht... Durch die Kosten soll ausgesiebt werden, wer es wirklich will und es auch bezahlen will? Haben dann Trainer, die das Geld nicht haben oder beim "falschen" Verein sind, Pech gehabt?


    Ich glaube, der Hauptaspekt von höheren Kosten für die Lizenz sind höhere Einnahmen für den Verband. Natürlich kann man das hinter so einer Motivations-Hürde verstecken, aber unterm Strich sind die Mehreinnahmen ja ein Fakt.

    Ich halte das für eine Aufwertung der B- und C-Lizenzen, wenn die A-Lizenz derart unerreichbar und unbezahlbar wird. Welcher Verein kann sich schon einen A-Lizenz-Trainer noch leisten, wenn der so viel kostet.

    Ist meine B-Lizenz jetzt mehr wert als vor einem Jahr? Ist meine eventuelle zukünftige B+-Lizenz mehr wert als die Elite Jugend-Lizenz meines Kumpels? Ist mein Trainerkollege mit der A-Lizenz von 2005 ein besserer Trainer und kann mehr verdienen als ich, der ab sofort mangels Job im NLZ keine A-Lizenz mehr machen kann, egal wie gut ich bin und wieviel ich dafür zahlen würde?

    Dann sind ja auch D1-Spieler nicht versichert, die in der D2 aushelfen und gegebenenfalls ohne Wissen des Trainers noch festgespielt sind. Denn auch deren Einsatz ist ja laut Satzung vieler Landesverbände nicht erlaubt.

    Also, das ist jetzt für mich sehr überraschend. Darüber hatte ich als Folge daraus noch gar nicht nachgedacht.

    Einen Spieler einsetzen der nicht spielberechtigt ist, trifft in solchen Fällen ja auch zu.

    Und nun stelle man sich mal vor, der Trainer hat diese Regel und alle ihre Facetten (weiß ich gerade selbst nicht: 2 Spiele innerhalb von 4 Wochen und dann 10 Tage festgespielt?!) nicht im Blick und der Spieler verliert dadurch den Versicherungsschutz. Also wie -Nils- schon gesagt hat: man muss da differenzieren. Das ist für mich wie gesagt ein nachvollziehbarer Aspekt, da die Schwere des Vergehens sehr unterschiedlich ist.


    Dennoch müsste da ja auch irgendwo von Versicherungsseite aus festgelegt sein, damit wir jetzt hier nicht in Unwissenheit darüber rätseln müssen, ob eine C2 sich lieber mit B2- (falsche Altersklasse), C1- (evtl. festgespielt) oder D1-Spielern (müsste gegen ältere spielen) verstärken sollte, um den Versicherungsschutz zu wahren.

    Denn auch deren Einsatz ist ja laut Satzung vieler Landesverbände nicht erlaubt.

    Das wäre zu kleinteilig, dafür gibt es die Spielbetriebsordnung. Die Aktivität ist ja die gleiche, nur eben nicht ordnungsgemäß. Satzungswidrige Aktivitäten wären z.B. spielen ohne Mitglied im Verein zu sein. Ohne generelle Spielberechtigung zu spielen.

    Aber wenn ein F-Jugendlicher in der E-Jugend eingesetzt wird, wäre es erlaubt und abgedeckt.


    Ich weiß nicht, diese Grundidee ist mir zu weit hergeholt. Laut Satzung passt deine Aussage, aber Sinn ergibt es für mich keinen, dort die Grenze zu ziehen.

    Es sind nur Aktivitäten versichert, die satzungsgemäß durchgeführt werden. Alle Vereine verpflichten sich darin, die Satzungen und Ordnungen der übergeordneten Verbände, deren Mitglieder sie sind, anzuerkennen. Daraus leiten sich alle weiteren Ansprüche und Pflichten ab.

    Irgendwo muss ja der Verband auch gegenüber der Versicherung auftreten und deren AGB berücksichtigen. Sonst könnte ja jeder Verein machen, was er will.

    Dann sind ja auch D1-Spieler nicht versichert, die in der D2 aushelfen und gegebenenfalls ohne Wissen des Trainers noch festgespielt sind. Denn auch deren Einsatz ist ja laut Satzung vieler Landesverbände nicht erlaubt.


    Was ist, wenn der Trainer seinen D-Jugendlichen Sohn bei der E-Jugend mittrainieren lässt? Ist Trainingsbetrieb dann wieder was anderes?


    Ich hätte Verständnis dafür, wenn eine Versicherung sich sträubt, weil ein jüngerer Spieler sich gegen einen älteren Spieler, der nicht spielberechtigt war, verletzt hat. Hier kann man sagen, dass der andere Spieler zu alt war und durch seine Überlegenheit einen anderen verletzt hat.


    Aber alles andere ist und bleibt Fußball, ob das jetzt gegen eine E- oder eine F-Jugend passiert. Im Rasen hängen bleiben, gegen den Pfosten laufen oder ein Bruch kann in jedem Spiel gegen jeden passieren.

    Ich war bislang stiller Mitleser in diesem Forum. Habe mich angemeldet um eine Diskussion über die Preise der "neuen" Trainerlizenzen anzustoßen. Wie ich sehe habt ihr damit schon angefangen. Meiner Meinung werden die neuen Preise dazuführen, dass Amateurtrainer nach der B-Lizenz keine weitere mehr machen. Kann mir gut vorstellen, dass das auch so gewollt ist. Wer zahlt schon 10.000€+ um eine A-Lizenz zu erwerben. Das ist mehr als das was manche "gutbezahlte" Amateurtrainer in 2 Jahren verdienen. Zudem dauern die neuen Lizenzen länger und sind zeitaufwendiger, was ja an sich nicht schlecht ist, aber dennoch unfair für alle, die die Lizenz noch nicht erworben haben. Beispielsweise konnte man die Elite-Jugend-Lizenz vor einem Jahr noch in 2 Wochen + 3 Prüfungstagen für ca. 1.400 Euro erwerben. Jetzt muss man 4 volle Wochen einplanen und zahlt fast 4.000 Euro. Sorry, aber so ein Schritt ohne eine transparente Vorankündigung ist schlicht und einfach unprofessionell.

    Ich habe den DFB soeben per Mail um eine Stellungnahme gebeten, in der sie diese Umstrukturierung unter den Gesichtspunkten Transparenz, Kommunikation, Finanzen und Fairness erklären. Ich bin mir relativ sicher, dass auch im Amateurbereich ein Aufschrei kommen wird, wenn das ganze dann der breiteren Masse bekannt wird.

    Wow, Elite Jugend-Lizenz kostete laut meiner Recherchen 650€ (plus nochmal das gleiche an Unterkunft und Verpflegung). Mag auch mehr gewesen sein, immerhin war die B-Lizenz ja noch teurer.


    Neuer Kostenpunkt für die B+-Lizenz: 1900€ + 2000€ für die Unterkunft, also 3900€. Fehlen noch 99€ und 99 Cent, damit es nach einem unschlagbaren Angebot von 3999,99€ aussieht.


    Lieber DFB, ich verzichte freiwillig. Danke für das nette Angebot. Dann ist wohl doch bei der B-Lizenz Schluss bei mir. =)

    Ich mache "richtiges" Futsal-Training. Ist eine Super-Abwechslung zum Großfeld für die Jungs, habe ich auch schon in der D-Jugend gemacht. Technik, Taktik und viele Torabschlüsse mit den Futsal-Bällen. Ich empfehle diesen Kanal (klick drauf), wirklich klasse spezifische Sachen, die Spaß machen und auch einen Mehrwert haben, um sich an den Futsal-Ball und die Gegebenheiten in der Halle zu gewöhnen!


    Zum Ende hin dann gerne eine große Turnierform mit 4er Teams und mehreren Mannschaften, die Teams haben dann immer Pausen zur Erholung, weil das natürlich schon ziemlich schlauchen kann.

    Und gleichzeitig hört man später häufig Sprüche, dass die anderen Vereine "Max" haben wollten und dann auch gleich auch nach "Fritz" fragen. Wenn zwei Spieler gefragt werden fällt das Überreden leichter. Die zweiten Spieler haben dann aber grundsätzlich kaum eine Chance.

    So wurde vor 2-3 Jahren tatsächlich mal ein Spieler, der bei uns überhaupt nicht herausstach, mit zum Konkurrenzverein genommen. Der ist jetzt Stamm-Ersatz, was immer er sich eigentlich davon erträumt hat. Der damalige Trainer hat es den Eltern auch so verkauft, aber dem Trainer wurde nicht geglaubt.

    Auch schon erlebt, sogar diesen Sommer. Ein Spieler soll ins NLZ eines Drittligisten, sein bester Kumpel wird als "Mitbringsel" auch eingeladen. Der Kumpel spielt jetzt C3 und hat noch kein Spiel gemacht. Aber sie trainieren zeitgleich und bilden eine Fahrgemeinschaft.

    Das letzte was ich hörte ist, er will jetzt aufhören mit dem Fußball, weil er hat keinen Spaß mehr.

    Das schlimmste an der Sache ist, dass sich niemand von Leuten mit Erfahrung (Trainer oder andere Eltern) belehren lässt und jeder die Erfahrung selbst machen will. Ein "hätte ich mal auf dich gehört" bringt keinem Kind oder Jugendlichen den Spaß am Fußball wieder. Und ein "hör auf mich, ich hab es selbst erlebt" schreckt niemanden ab, weil das eigene Kind bestimmt viel besser ist und es viel besser laufen wird.


    Schade.

    Ich habe das in vielen Diskussionen mit anderen Trainern auch so wahrgenommen: Es wird nur auf die nackten Zahlen geguckt und dann heißt es "Viererkette? Wir brauchen doch hinten keine Vier" oder "mit der Dreierkette haben wir doch vorne einen mehr". Das ist einfach nicht grundsätzlich richtig und hängt eben auch von der Interpretation ab. Wie oben schon geschrieben: mit offensiven Außenverteidigern hat man in der Viererkette acht Spieler, die sich in den Angriff einschalten können. Mit defensiven Außenverteidigern hat man in der Dreierkette vielleicht nur 5 Spieler im Angriff.


    Und das gleiche gilt auch für die Stürmer: Dreierkette heißt nun mal in den meisten Fällen, dass die Außenverteidiger viele Defensivaufgaben haben. Wenn das die Plätze sind, die die überzählen Stürmer einnehmen sollen, hat man zwar mehr Stürmer auf dem Platz, aber die bringen einem auf den Positionen nichts.


    Um das richtig zu organisieren würde ich zuerst gucken, welche Spielertypen vorhanden sind und welche Stärken sie haben. Daraus kann man sich sein eigenes System bauen.

    Aber einfach unglaublich schlecht, weil ich mit dem Kopf häufig schon woanders bin.

    Kann ich total nachvollziehen, immerhin bist du ja dann in Doppelfunktion da und musst parallel noch Wechseln und eventuell Anweisungen geben.


    Ich habe in der D-Jugend mal ein Spiel meiner Mannschaft pfeifen müssen, weil der Schiedsrichter nicht gekommen ist. Ich war der einzige Anwesende mit einem Schiedsrichterschein und es ging am letzten Spieltag um den Bezirksliga-Aufstieg für den Gegner. Wir haben 5:0 gewonnen, das war völlig verdient und es gab auch keine Fehlentscheidungen, aber eine mit Bauchschmerzen: in der Anfangsphase forderte der Gegner ein Handspiel im Strafraum, es war aber eindeutig keins, weil die Hand schlaff am Körper anlag. Ich musste es mir das ganze Spiel anhören, dabei habe ich nichts falsches entschieden.


    Was ich damit sagen will: vollkommen egal, ob eine Entscheidung richtig oder falsch ist. Wenn man als Trainer ein Spiel pfeift, wird einem immer etwas nachgesagt oder vorgeworfen. Es ist praktisch unmöglich, als Mitglied einer Partei unparteiisch zu wirken. Um den Gegner auf deine Seite zu bringen, musst du schon parteiisch für ihn pfeifen. Und aus dem Grund bin ich kein Freund davon, als Trainer ein Spiel der eigenen Mannschaft pfeifen zu müssen.

    Die Festspielregelung gibt es nicht in allen Landesverbänden in allen Jugenden. Moralisch sicherlich nicht richtig.

    Die müssen ja nicht überall gleich sein.

    Dass man nicht eine E1 und eine E2 meldet und dort mit den gleichen Spielern antritt, sollte unabhängig von Regeln klar sein. Aber für genau diese Fälle gibt es eben die Festspielregeln: damit auch diejenigen, die das nicht für falsch halten, es nicht machen können.