Für mich persönlich ist das kein Grund, warum JSGs gebildet werden müssen, weil mehr als 1-2 Spieler verliert selten ein Dorfverein bei uns.
Du hast mit diesem Kreislauf und den Vereinsarten sicherlich recht.
Allerdings geht es bei den "Dorfvereinen" nicht zwingend um die Qualität, sondern um die Quantität. Wenn da 1-2 Spieler einen Jahrgang verlassen, ist sogar der Spielbetrieb schon in Gefahr. Der Sprungbrettverein hat dann 2-3 Mannschaften in den Altersklassen und kann hin- und herschieben, im besten Fall kommen eben neue Spieler. Das NLZ hat sowieso freie Auswahl.
Aber woher kommen die Spieler, die den Dorfverein auffüllen? Richtig, die gibt es nicht. Das können nur komplette Neuanfänger sein oder kommen aus dem Pool der umliegenden Dorfvereine, die dann selbst wieder Personalprobleme bekommen.
Das Angebot in allen Ehren, dass Spieler im "Sprungbrettverein" tolle Entwicklungsmöglichkeiten haben und gute Trainer bekommen. Aber sobald dort mehr Spieler als notwendig für den Spielbetrieb "gehortet" werden, ist das Gift für die Vereine im Umfeld. Vielleicht muss man da auch einen Schritt weiterdenken: Wenn die Vereine irgendwann zumachen müssen oder mit D-Jugendlichen in der B-Jugend spielen müssen, wird auch die Quelle des größeren Vereins versiegen.
