Beiträge von Coach1976

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    Als Außenstehender lässt sich leider nur schwer beurteilen, ob es an den Vereinen oder doch an der Qualität der Spieler liegt.

    Wenn wir uns mal die Qualität der jungen ausländischen Spieler anschauen und dann ihr deutsches Pendant im Verein daneben stellen, Mousse man die Aufstellungen, der Trainer meistens leider verstehen.

    Das fängt auf sehr hohem Niveau bei Coman und Sane an und geht bei Guerreiro und Schulz weiter.

    Bei den Profiteams deutsche Spieler zu fordern um die Nationalmannschaft zu stärken ist meiner Meinung nach zu spät.

    Feste Verpflichtung im Jugendbereich auf deutsche Spieler zu setzen und nur eine maximale Anzahl ausländischer Spieler in den NLZ würde da eher funktionieren.

    Demografisch gesehen macht das alles absolut Sinn. Und das Mindestmaß an Förderung durch die Stützpunkte ist besser als wenn in diesen Regionen gar nichts wäre.

    Trotzdem kommen jugendliche aus weniger gut abgedeckten Regionen deutlich früher an den Punkt wo sie entscheiden müssen, ob sie für den Fußball von zu Hause weggehen bzw. ist das Risiko das sie eingehen müssen deutlich größer.

    Ich sehe da wenig Möglichkeiten etwas daran zu ändern. Der Wohnort ist vermutlich ein Teil des sehr großen Faktors Glück bei der Entscheidung ob es jemand nach oben schafft oder nicht.

    Vielleicht wären vom dfb geförderte Jugendleistungszentren ab dem Aufbaubereich eine Option, in denen talentierte Kicker aus ca. 50-60 km Umkreis zu Leistungsteams zusammen gefasst werden und dann eben öfter als 1x pro Woche auf höherem Niveau trainieren.

    Die BFV Leistungszentren gehen ja in diese Richtung. Gibt es so etwas in anderen Bundesländern auch?

    Insgesamt ist auch die Mitte Deutschlands etwas unterrepräsentiert - sieht man auch auf der Karte der Leistungszentren.

    Die unterrepräsentierte Mitte ist allerdings auch die Region, die im Profifußball generell wenig Präsent ist. Und Leistungszentren hängen meist ja an Profivereinen, oder Vereinen, die regional in der Nähe von Profivereinen liegen, weil da ja auch immer wieder das ein oder andere Talent "abfällt", das man auffangen kann.
    Für eine flächendeckende Nachwuchsförderung ist das natürlich alles andere als optimal.
    Das von Dir angesprochene "Loch" in der Mitte Deutschlands macht vermutlich schon aufgrund der Bevölkerungsdichte ein enges Netz für die Förderung eher schwer bzw. sind wenig Städte / Ballungszentren da, in denen man die Talente konzentrieren könnte.
    Mit Blick auf die Karte fallen mir vielleicht Erfurt (die waren bis zur Insolvenz ja auch dabei), Gotha, Suhl, Eisenach, Kassel, Göttingen, Gießen, Marburg, Bad Hersfeld, Siegen, Fulda Schweinfurt ein.
    Betrachtung nur nach geografischen Gesichtspunkten, ohne, dass ich fußballerisches Potential oder Tradition an den jeweiligen Orten bewerten kann.

    ...


    Man sollte vielleicht auch mal bedenken, dass war am besten für die Entwicklung der Kinder/Jugendlichen scheint, ist nicht automatisch das, was sie auch wollen.

    Der Konflikt zwischen dem was am besten für die Entwicklung ist und dem was die Kinder / Jugendlichen wollen lässt sich nicht abstreiten und ist nicht immer einfach zu lösen.
    Wollte ich polemisch sein könnte ich sagen, meine Kinder wollen auch am liebsten jeden Abend mit Chips und Cola bis Mitternacht vor dem Fernseher sitzen, erlaube ich aber nicht, weil es schlecht für die Entwicklung ist. => will ich aber nicht ;)
    und bevor @ Hans zurecht dagegen protestiert: ja der Vergleich ist an den Haaren herbei gezogen und passt nicht zum Thema.

    Trotzdem: würde man das, was viele Kinder für ein cooles Training halten (Torschuss und danach Abschlussspiel mit vielen gegen viele auf große Tore) als Standardtraining beibehalten, würde es dazu führen, dass viele irgendwann wegbrechen, weil sie keinen Bock darauf haben ein Spiel zu spielen, dass sie nicht gut genug beherrschen. Diejenigen, die noch Bock haben könnten es auch nicht richtig, weil sie jahrelang das opportunistische Training genossen haben.

    Mit entwicklungsorientiertem Training verliert man vermutlich tatsächlich ein paar, die lieber Torschuss und 11gegen11 spielen wollen. Die wären aber bei den oben genannten Verlusten sowieso dabei gewesen. Allerdings haben die verbliebenen bei Variante 2 eine bessere fußballerische Ausbildung genossen und finden sich wesentlich besser zurecht, wenn sie dann wirklich auf großem Feld mit großen Toren spielen dürfen.

    Es spricht ja auch überhaupt nichts dagegen, immer mal wieder ein großes Abschlussspiel ins Training einzustreuen, solange das nicht jede Woche mehr als 50% der Trainingszeit auffrisst.
    Genauso könnte es auch im Wettkampf möglich sein zwischen den Spielfeldgrößen, die für eine Altersklasse in Frage kommen hin und her zu wechseln.
    Bei U12: Ein bis zwei Wochen 7er Feld, dann wieder ein paar Spiele 9er Feld, dann wieder zurück zum 7er. Das mag für den Ergebnistrainer das totale Chaos bedeuten wenn es darum geht die Mannschaft mannschaftstaktisch und ergebnisorientiert kontinuierlich zu entwickeln.
    Für die Spieler selbst würde sich der individuelle "Werkzeugkasten" aber mit deutlich mehr Varianten füllen.
    Voraussetzung wären dann aber wieder voneinander unabhängige Leistungsvergleiche / Freundschaftsspiele, die nicht in tabellengeführte Wettbewerbe münden.

    Das Verhältnis zwischen Beraterhonoraren und Personalkosten (16,6%) ist wirklich krass. V.a. wenn man bedenkt, dass die Honorare ja nur für einen Teil des Personals anfallen, auch wenn dieser den Löwenanteil des Personaletats ausmacht.

    Das Gehalt für die beiden U15 Trainer finde ich mit dem Wissen, dass Sie den Job ja nur in Teilzeit ausüben und nebenher noch als Blogger, Experten etc. diversen anderen Beschäftigungen nachgehen an sich gar nicht so dramatisch.
    Ob es vielleicht besser wäre für eine U15 Trainer zu beschäftigen, die mehr verdienen, sich dafür aber Vollzeit in vielen anderen Bereichen im Verein einbringen kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

    Bei dem was Thomas Broich aus seinen Expertenauftritten an sportlicher und menschlicher Kompetenz vermuten lässt, klingt das für mich aber nach einem guten Deal für beide Seiten.
    Verein und Jugendliche bekommen für relativ kleines Geld einen Top-Trainer und
    -Menschen.
    Die Trainer selbst machen ihre ersten Schritte als Teilzeitprojekt ohne dafür ihre anderen Projekte und Einnahmequellen aufgeben zu müssen.
    Trotzdem bin ich absolut d'accord mit let1612 , dass das Missverhältnis zu den Beraterhonoraren erschreckend ist.

    Ich finde ehrlich gesagt die 3.500 EUR für die Jungprofis sogar relativ bescheiden.
    Die Jungs werden noch nicht großartig am Prämientopf teilnehmen, da sie selten im Kader stehen. Eine U23 in der sie Spielen und Prämien sammeln können existiert nicht und Werbeverträge sind bei Ihrem Bekanntheitsgrad vermutlich auch noch nicht in Sicht.
    Klar ist es viel Geld für 19 Jährige. Aber wenn jemand nach der 10 Klasse eine Ausbildung macht oder nach dem Abi ein Bachelorstudium, dann kann er im richtigen Job und mit dem richtigen Arbeitgeber mit 20/21 ähnlich verdienen.
    Die Jungprofis arbeiten in der Zeit für das ganz Große Glück, dass dann mit Anfang Mitte 30 zu Ende ist.
    Ich will jetzt hier keine "Millionärsbubis"-Diskussion eröffnen und auch kein Mitleid für die Jungs verteilen.
    Aber wenn die Zahlen stimmen, dann zeigt sich, dass viele die den Traum Profivertrag realisiert haben immer noch weit weg von den Goldtöpfen sind und dafür ein hohes Risiko eingehen, was die Mittel-/ Langfristige Zukunft angeht.

    beobachter_1000
    Ich kann Dir da nicht ganz zustimmen.

    Ich glaube schon, dass die Mehrzahl der Menschen, die sich mit der fußballerischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen befassen keine persönlichen Eitelkeiten befriedigen wollen, sondern tatsächlich das Ziel haben das Beste für ihre Schützlinge möchten.

    Ob sie immer genau wissen, was das beste ist steht auf einem anderen Papier.
    ("gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht")
    Ich bleibe bei meinem Mantra, dass allen beteiligten ein radikal veränderter Wettkampfbetrieb im Kinder- und Jugendfußball helfen würde.

    Heute haben viele als mittel-/langfristiges Ziel eine gute Position in der Tabelle zu erreichen bzw. auf- oder nicht abzusteigen. Kurzfristig müssen dann in jedem Spiel möglichst viele Punkte geholt werden, so dass das Training entsprechend viel zu früh auf das nächste Spiel ausgerichtet wird und die Spiele mit einer dementsprechenden Emotionalität aufgeladen werden, die es natürlich irgendwann im Fußball auch mal braucht. Für mich wäre es aber vollkommen ausreichend, wenn man im Erwachsenenbereich damit startet.
    Ohne Tabellen und Auf-/ Abstiege könnte sich der Focus verschieben:
    Mittel-/ Langfristiges Ziel: fußballerische Entwicklung der Spieler (als Einzelner als auch als Team)
    Kurzfristiges Ziel: nächstes Spiel erfolgreich gestalten und natürlich wenn möglich gewinnen, aber nicht um jeden Preis, weil das Ergebnis auf den langfristigen Erfolg keine Auswirkung hat...


    Zu den Vatertrainern:
    Ich bin auch so einer, und ich kann mich nicht davon frei machen, dass ich den Job nur mache, weil mein Sohn gut kicken kann und im Verein keine vernünftige Lösung für die damalige U7 vorhanden war. Ich gebe auch zu, dass mein Focus beim Training und auch im Spiel immer etwas mehr auf meinem Sohn liegt als auf den anderen (manchmal auch zu seinem Leidwesen).
    ABER: ich bin auch überzeug davon, dass alle bis zu 50 anderen Jungs, die ich in den letzten 6 Jahren betreut habe und die vermutlich 10% weniger Aufmerksamkeit bekommen haben als mein Sohn trotzdem genug gelernt und mitbekommen haben und nicht schlechter dran waren als mit einem Nicht-Vater-Trainer.

    In dem Fall wundere ich mich aber auch nicht, dass sich der Leistungsbereich beim Thema Jugendfußball vom Rest abkapselt und sein sinnvolles Konzept eben alleine durchzieht.

    Wenn man nämlich wartet, bis von unten herauf alle kapieren was los ist, vergehen wieder zehn Jahre und die Stammtischbrüder, die die neuen Ideen verteufeln motzen fleißig weiter über die katastrophale Nachwuchsarbeit.

    Denn tatsächlich ist doch jedes Spiel für sich ein Wettbewerb, oder geht irgend jemand in ein Testspiel und sagt sich: heute ist mir alles egal ? Wenn ein Spiel erst mal angefangen hat, will man doch einfach so gut wie möglich abschneiden. Dennoch kann man ohne Tabellendruck doch etwas freier agieren. Ich halte daher den Ansatz den Tabellenwettbewerb etwas runterzubremsen für richtig.

    Genau das ist in meinen Augen der Schlüssel.
    Unabhängig von Breitensport oder NLZ.
    Ziel sollte es sein in JEDEM Spiel zu performen, sein bestes zu geben und nach Möglichkeit auch zu gewinnen. Dafür braucht es keine Ligen mit Auf- und Abstieg und wöchentlichem Blick auf die Tabelle.
    Ganz nach dem Motto: "das nächste Spiel ist immer das schwerste und das wichtigste"
    Was spricht dagegen die Jugendlichen jedes Wochenende einen neuen Wettbewerb starten zu lassen. Wenn es schief ging, dann geht es nächste Woche wieder bei null los und der Ausrutscher bzw. schlechte Tag hat keine belastenden Auswirkungen, die einen die ganze Woche ärgern.

    Wenn man erfolgreich war, ist das toll, man kann sich davon aber nichts kaufen und muss sich in der nächsten Woche ohne bequemes Polster durch die bereits gesammelten Punkte neu beweisen.


    Wenn mich einer fragen würde was mich langfristig mehr motivieren und anspornen würde bzw. den nachhaltigeren Einfluss auf meine Entwicklung hätte wäre die Antwort eindeutig.

    Coach1976 : findest du die Förderliga bei U12/13/14 in Bayern jugendgerecht (ab D-Jugend spreche ich von Jugend und nicht mehr von Kindern)? Ich habe da meine Zweifel, wenn ich Fahrzeit zu Spielzeit (3x 25 min.) ins Verhältnis setze und auch das Großfeld mit 11 Spielern und der extra Abseitsregel (U12) mir ansehe (Durchführungsbestimmungen).

    Vernetzungsplattformen gibt es übrigens mittlerweile viele - und trotzdem wird immer wieder auf die (ehrenamtlichen Mitarbeiter der) Verbände zurückgegriffen ;)


    Nachdem im anderen Thread zur Zukunft des Kinderfußball und die Fairplay-Liga diskutiert wurde, möchte dazu nur anmerken, dass sich hier einiges zur Zeit bewegt - ich hoffe die Bewegung übersteht die Corona Zwangspause.

    ich finde das Konzept der Förderliga Jugendlichen die Möglichkeit zu geben regelmäßig Teams auf Augenhöhe zu treffen und hier ohne Auf-/ Abstiegsregeln und den dadurch resultierenden Druck auf Trainer und Spieler Punkte für Klassenerhalt oder Aufstieg sammeln zu müssen grundsätzlich gut. Jeder von uns kennt das doch aus seiner aktiven Zeit. Richtig befreit spielst Du dann, wenn Du einen "Lauf" hast, oder wenn es um nichts mehr geht...
    Ob es wie in Bayern schon ab der U12 losgehen muss kann man diskutieren.
    Zur Spielfeldgröße habe ich in anderen Beiträgen ja schon meine Meinung dargestellt.
    Da finde ich die Lösung früher auf größeren Feldern zu spielen auch alles andere als glücklich.
    Meine Lösung wäre:
    U12 - 7er Feld
    U13 - 7er + 9er Feld variabel

    U14 - 9er - Feld

    U15 - 9er Feld + 11er Feld variabel

    ab U17 Großfeld


    Das Thema mit den Strecken ließe sich durch Leistungsvergleiche / Turnierwochenenden lösen. 14-tägig am Samstag und/oder Sonntag ein Spieltag mit 4 Mannschaften. Jedes Team hat 3 Spiele, jeder Spieler genug Spielzeit. Am Wochenende dazwischen ist Training oder frei.

    Freundschaftsspiele außerhalb dieses Rahmens sind an Wochenenden verboten.

    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich mit den Durchführungsbestimmungen der Förderligen nicht tiefer beschäftigt habe, sondern nur weiß dass es sie gibt. Durch Aufteilung der Förderligen in Nord- und Süd und Hinzunahme weiterer BFV-NLZ ergibt sich beim Fahraufwand aber im verglichen mit den U13-BOL, wo die Jungs ja wieder gegen ältere spielen müssten in vertretbarer Mehraufwand.

    Zum Thema Vernetzungsplattform:
    wie Du schon schreibst gibt es Plattformen.
    Ich könnte mir Vorstellen, dass man sich bei den Verbänden die aufwendige Arbeit Spielpläne und Ligen zu organisieren und nach bestem Wissen und gewissen aufzuteilen sparen könnte und die Energie besser in so eine Plattform stecken sollte, die dann eine eigene Dynamik entwickelt.

    Mein Sohn hat motiviert mitgemacht, aber zwischendurch aufgrund des Tempos schon etwas die Orientierung verloren. - Ging mir aber zeitweise ähnlich, wenn ich versucht habe ihm die Erklärungen vom Coach zu dolmetschen.

    Das ist ja positiv.

    Mag vllt. auch vielen gefallen.

    Ich fand es persönlich nervig und ermüdend, und verstehe nur zu gut, das man da dann keine Lust mehr zu hat.


    Auch ich bin kein Fan dieser Art von Training und könnte mir vieles vorstellen, was besser ist.

    ABER: Bevor ich mich selbst hinstelle und Trainingsvideos zweifelhafter Qualität drehe, oder 10-jährige zum joggen schicke oder Stabilisationsübungen zu machen, empfehle ich meinen Jungs gerne Montags dort mitzumachen und auszuprobieren.

    :thumbup: deckt sich inhaltlich fast mit dem FAZ-Artikel, der vielleicht noch etwas mehr drumherum erzählt.

    Ich würde mir wünschen, dass die Reform nicht an den Toren der NLZ aufhört.

    Was für die positive Entwicklung von Top-Talenten, die jeden Tag Bock auf Fußball haben gut ist, muss eigentlich auch im Breitensport helfen, Kinder und Jugendlich mit mehr Spaß und weniger Druck zu entwickeln und diese damit länger im Sport und im Verein zu halten.


    Betrachtet man allerdings die Vorbehalte und die Ignoranz, die zumindest in unserem Bezirk zu Funino bzw. den Veränderungen im Kinderfußball bei Verbandsvertretern als auch Vereinen herrschen, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich in die Richtung etwas tun wird.


    Da hat es ein relativ geschlossenes System wie die DFL bzw. der relativ kleine Kreis der Leistungszentren leichter. Die machen einfach Ihr Ding und kehren dem Verbandsspielbetrieb den Rücken.

    Und kein Spieler wird sagen, ich gehe lieber zu einem Verein, der Regionalliga was weiß ich wo spielt, weil mich das mehr reizt als andauernd immer nur diese Freundschaftsspiele...

    Ich konnte den Artikeln noch lesen bevor die Paywall zugeschlagen hat.


    Zunächst mal fand ich den Artikel selbst gut recherchiert und ansprechend geschrieben.
    Inhaltlich geht es noch etwas weiter als die zuletzt schon durchgesickerten Ansätze die Bundesligen für U17 + U19 abzuschaffen.
    Vielmehr ist wie Dirk Coerverfan oben schon andeutet im Rahmen des "Projekt Zukunft" vorgesehen, die Leistungszentren ab U14 komplett aus dem Wettbewerbsspielbetrieb zu nehmen und nur noch auf Basis von Leistungsvergleichen und Turnierwochenenden untereinander spielen zu lassen.
    Für mich liest sich das außerdem so, dass der Spielplan an sich entzerrt werden soll, so dass zum Einen Konzentrationen von Spielen an den Turnierwochenenden liegen, dafür aber auch mehr freie Wochenende für die Kids möglich sein sollen (freie Interpretation von mir!)

    Klingt für mich Grundsätzlich sehr vernünftig. Im Umkehrschluss bedeutet das bei uns in Bayern, dass Spieler sofern sie zur U12 in ein NLZ kommen bis inkl. U19 keinen wirklichen Wettbewerb (Tabellenfußball) haben. In Bayern spielen U12/13/14 bereits in einer NLZ-Förderliga, ab U15 kehren sie wieder in die Verbandswettbewerbe zurück.
    Ich persönlich habe damit kein Problem, finde das sogar sehr gut.


    Die Frage ist, wie die Verbindung zwischen NLZ-Betrieb und Breitensport bzw. ambitioniertem Jugendfußball gehalten werden kann. Es gilt schließlich auch Spieler die es im NLZ trotz der neuen Ansätze nicht packen aufzufangen und im Fußball zu halten, genauso wie weiterhin der Weg für Spätstarter möglich sein muss, erst ab der U15 oder später in den Leistungsfußball zu kommen.

    Ich hatte an anderer Stelle schon mal angeregt für alle Jugendklassen die Meisterschaften und Pokale abzuschaffen und auf eine Vernetzungsplattform für Freundschaftsspiele und Turniere zu setzen, über die Vereine regelmäßig Leistungsvergleiche (Freundschaftsspiele oder wie immer man es nennen möchte) miteinander ausmachen können.

    Ziel sollte immer sein, möglichst jede Woche (oder im Falle von Turnierformen z.B. alle 2) sich mit Teams auf ähnlichem Niveau zu messen. Sinnlose Kantersiege oder Schlappen würden so vermieden und die Ausbildung / Entwicklung aller Spieler wäre gemäß ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit möglich.

    ... mir hat das Training von letzter Woche mit Marc-Patric Meister auch deutlich besser gefallen, da es mehr Varianz hatte und auch einen Bezug zum Spiel herstellen konnte.

    Gestern, wie auch vor zwei Wochen war mir das ganze etwas too much.
    Ich würde es eher als Koordinationstraining mit Ball, denn als Techniktraining einstufen, was sicher auch seine Berechtigung haben kann, aber 60 Minuten lang dann doch etwas monoton war.

    Mein Sohn hat motiviert mitgemacht, aber zwischendurch aufgrund des Tempos schon etwas die Orientierung verloren. - Ging mir aber zeitweise ähnlich, wenn ich versucht habe ihm die Erklärungen vom Coach zu dolmetschen.

    Ich würde mich trotzdem freuen, wenn das Angebot vom DFB bis Ende Januar weitergeführt wird.
    Es ist nun mal nicht einfach digitales Fußball-Training für Kinder anzubieten. Und lieber 1x pro Woche das, als gar nichts.

    Statt sinnlos Energie zu verschwenden den Ligabetrieb im Jugendbereich in sämtliche Lücken zu pressen, die die Pandemie bietet, um die Saison dann irgendwie durchzubekommen, wäre es wesentlich schlauer eine vom Verband betreute, funktionierende Kontaktbörse für Turniere und Freundschaftsspiele zu organisieren. Es wäre dann wesentlich einfacher und transparenter in den Phasen in denen es möglich ist Spielpraxis zu ermöglichen. Im Idealfall wird das Ganze mit einer eigenen Leistungseinschätzung verknüpft, damit gleichwertige Gegner aufeinander treffen.

    Wen interessiert es, wer 2021 Meister in der Kreisklasse Hintertupfing wurde, weil er nach der Vorrunde, in der jedes Team eine andere Anzahl von Spielen spielen durfte, den besten Punkte-Quotienten hatte?

    Es geht doch ausschließlich darum, dass die Kinder und Jugendlichen sobald es vertretbar ist gemeinsam trainieren und sich dann auch schnellst möglich wieder unter Corona-konformen Bedingungen miteinander messen können. Dazu wäre es hilfreich, wenn jeder die Chance hätte passende Gegner zu finden und nicht nur die Trainer, die das beste Netzwerk haben 2-3 Spiele pro Woche organisieren und der Rest schaut in die Röhre...

    HansMcMans : Das Szenario im Herrenfußball in Bayern (Saison 2019/20 zu Ende spielen) ist immer noch möglich. Und auch im Jugendfußball könnte in Bayern ein Szenario (wir spielen die Halbserie bis zum Sommer weiter) funktionieren.

    Ich war im Sommer froh, dass der BFV trotz aller Kritik das Konzept die Herrenligen nicht abzubrechen sondern bis 2021 zu verlängern durchgesetzt hat. Man hat die Entscheidung vom "Worst-Case" her gedacht und mit der zusätzlichen Option Ligapokal, die jederzeit gecancelt werden könnte eine Alternative für den "Best-Case" geschaffen. Vermutlich wird ab März die Saison 19/21 zu Ende gespielt und der Ligapokal verschwindet in der Versenkung, oder wird unter der Woche doch weitergespielt.
    Es war nicht ohne Risiko, weil man mit der Entscheidung im Vergleich zu anderen Verbänden alleine da stand.


    Im Jugendbereich ist das alles in meinen Augen mehr oder weniger irrelevant, da es (wie schon an anderer Stelle geschrieben) bessere Möglichkeiten gäbe den Kindern und Jugendlichen leistungsgerechte Wettbewerbe zu bieten. Schade ist hier einfach, dass vielen für lange Zeit Training und Spielpraxis fehlen wird.

    Realistisch betrachtet ist frühestens ab Februar mit Trainingsbetrieb zu rechnen und Spiele nicht vor März.

    Das ist natürlich jammerschade, aber nachdem wir, was das Infektionsgeschehen betrifft nach wie vor mehr oder weniger im Blindflug unterwegs sind, nicht zu ändern.

    Ich habe im entfernten Bekanntenkreis mittlerweile auch schon von zwei wirklich schweren Fällen in unterschiedlichen Altersstufen mitbekommen. Bei allem Frust über die Einschränkungen, mit denen möchte ich nicht tauschen müssen...

    "?? ist einer von den Jungs, die immer gewinnen wollen, die in jeder Sekunde des Spiels Gas geben, Druck auf den Gegner machen, Tore schießen wollen...Und deswegen ist er jetzt schon so gut, wie er ist."

    Quelle und Auflösung

    Das passt perfekt zur parallel verlaufenden Diskussion über die Nationalelf hier im Forum, sowie der Frage welche Werte man den Kindern im Sport mitgeben sollte.
    Neben Fairness und Freude / Leidenschaft an der Sache, muss es meiner Meinung eben auch der Wille zu gewinnen sein. Nicht um jeden Preis und vor allen nicht unter Ausschluss von Fairnessregeln, aber schon mit dem Ziel immer sein bestes zu geben und möglichst am Ende das bessere Team zu sein.
    Ähnlich motiviert wie Haaland kommt derzeit wohl nur noch Kimmich rüber.

    Auf- und Abstiege im Jugendfußball abzuschaffen wäre für mich grundsätzlich die beste Lösung unabhängig von der Altersklasse.
    Die entscheidende Herausforderung ist dabei dann aber die Frage: "Wie bekommen wir es organisiert, Spiele / Turniere gegen Teams in unserer "Gewichtsklasse" spielen zu können?"
    Ich glaube/hoffe nicht, dass die Ligensysteme im Jugendbereich die Intention verfolgen zu ermitteln, wer am Ende des Jahres die goldene Ananas überreicht bekommt, oder wer der tollste Hecht im Karpfenteich ist. Es geht doch hier in der Regel auch darum Mannschaften Leistungsgerecht zusammenzufassen und einen organisierten Spielbetrieb zu bieten.
    Dass das eher schlecht als Recht funktioniert zeigt ein Blick auf Tabellen und Spieltagsergebnisse in sämtlichen Nachwuchsligen.
    Ich hätte (egal ob in der E- oder A-Jugend) kein Problem damit das ganze Jahr über immer nur Freundschaftsspiele auszutragen. Freundschaftsspiele organisiere ich in der Regel so, dass ich die Ergebnisse der Nachbarligen filze und daraus ableite, welches Team ein ähnliches Level haben könnte wie meines. Ich könnte mir eine "Spielebörse" auf der Verbandsseite vorstellen, in der sich alle Teams mit einer realistischen (!) subjektiven Einschätzung ihrer Stärke nach Punkten oder Farbskala registrieren, über die dann Spiele ausgemacht werden können.

    Jedes Spielergebnis hat dann Woche für Woche Einfluss auf die Einstufung, die sich das Team selbst gegeben hat und passt diese an(so eine Art digitaler Champions-League-Modus).


    Das Thema alle Kinder mitnehmen ist natürlich wichtig.

    Ich habe dabei aber die Überzeugung, dass dieses Mitnehmen nur auf dem Leistungs-Level funktioniert wo das Kind auch hinpasst und bin deshalb ab einem gewissen Alter schon Freund von Selektion. Fehlender Ergebnisdruck kann sicher dazu führen, dass man im NLZ mit retardierten Kindern etwas länger Geduld hat. Es ist aber nun mal auch so, dass die Jungs, wenn sie körperlich total vom Rest abfallen, trotz aller spielerischen und technischen Stärken oft trotzdem den Spaß verlieren und den täglichen "Kampf" mit den Riesen in ihrer Truppe als Belastung empfinden.

    Da wären vielleicht größere Altersspannen für die einzelnen Jahrgänge je nach körperlicher Entwicklung die bessere Lösung, was sich wiederum ohne Auf-/ Abstieg wieder leichter managen ließe.
    Trotzdem ist Fußball egal auf welchem Niveau in erster Linie eine Sportveranstaltung bei der zwei Teams gegeneinander antreten. Kinder und Trainer sollten deshalb schon auf dem Schirm haben, dass man möglichst gute Leistungen erzielt und nach Möglichkeit ein Spiel auch gewinnen will (natürlich nicht um jeden Preis und immer unter Beachtung von Fairness und mit einer entwicklungsfördernden Spielweise des Teams). Das Thema Wettkampf (ob mit sich selbst oder mit dem Gegner) unterscheidet Fußball nun mal unter anderem z.B. vom gemeinsamen Musizieren.

    Hmm also ich versuche das Training soweit es geht draußen zu machen. Die Hometrainings finde ich pers. nicht gut wegen Platzmangel.
    Aber wers mag. So weit wie es geht gehe ich raus. Es ist halt manchmal kalt. Aber den Jungs wird schon warm ab Minute 5. :D

    Aber nicht jeder hat eine Wiese oder großen Garten.

    Videotraining im Freien stelle ich mir recht schwierig vor.

    Außerdem scheitert es bei den meisten wahrscheinlich daran, dass im November / Dezember weder Spieler noch Trainer Zeit zum Training haben wenn es noch hell ist.

    Oder haben Deine Jungs alle Flutlicht im Garten?

    Ich fürchte auch, dass sich das in der Praxis nicht realisieren lässt.
    Was das soziale betrifft:
    Mein Sohn hat fühlt sich mittlerweile im Perspektivteam, das er 1-2 mal im Monat trifft wohler als im Verein. Und gefühlt sind dort Atmosphäre und "Kompatibilität" der Jungs auch größer, weil eben alle gleichermaßen Fußballverrückt sind. Im Verein sind aktuelle und ehemalige Klassenkameraden dabei. Zum einen spürt man öfters, dass die Jungs sich schon den ganzen Tag "ertragen" mussten und dann auch noch beim Fußball. Zum anderen ergeben sich hier schon Differenzen, weil die einen eben die 90 Minuten nutzen wollen um so gut wie möglich zu trainieren und die anderen neben dem kicken halt auch noch das ein oder andere während des Trainings erledigen. Müsste er sich heute entscheiden welche Freunde ihm wichtiger sind würde er im Moment vermutlich das Team wählen wo alle Fußball im Kopf haben.
    Was besser oder schlechter ist will ich nicht entscheiden. Es hat beides seine Berechtigung.


    Schwieriger ist sicher das Thema mit der Entfernung zu lösen. Mit dem Fahrrad zum Training hat natürlich für Kinder wie auch die Eltern Vorzüge, die schwer zu toppen sind.