...im übrigen argumentiert prof. Lochmann selbstverständlich mit breiterer selektionsbasis... schließlich muss er den dfb überzeugen... diejenigen, die funino als selektionstool verteufeln und brhaupten Wein gelesen zu haben, sollten sich sein Buch noch Mal zur Hand nehmen und zum Thema dropout lesen...ich bezweifel aber ganz ehrlich, dass z.b. entertrainer gelesen hat, sonst würde er solch kruden theorien nicht aufstellen..
Ich habe Horst Wein nicht nur gelesen, sondern TRAINIERE teilweise sogar danach und habe das Buch auch bereits weiterempfohlen.
Im Übrigen spricht sich Horst Wein zwar für Funino/Formino als Wettkampfform aus, es findet sich aber kein Hinweis, dass Funino/Formino den Regelspielbetrieb nicht nur ergänzen, sondern komplett ersetzen soll. Alles andere ist in meinen Augen eine Interpretation, die von späteren Protagonisten entwickelt wurde.
Kritik kommt tatsächlich idr meist von Leuten, die selber nie über kreisliganiveau gespielt haben oder aber Torwart waren.
Ich bekenne, dass ich selbst es lediglich gerade so bis in die Kreisklasse geschafft habe. Das diskreditiert natürlich meinen Standpunkt vollkommen (Ironie aus)
wie sieht denn die realtäit in d aus? Wer trainiert hauptsächlich 6-10 jährige?..väter oder leute, die schon ewig im Verein sind..."das haben wir schon immer so gemacht..."... es ist sicher keine übertriebene Behauptung, dass es mehrheitlich unqualifizierte Personen sind, die in dieser altersklasse tätig sind...entsprechend ist auch das Verhalten. Daher halte ich die These "dafür ist der Trainer da", für nicht zielführend (sicherlich gibt es auch viele gute und qualifizierte vatertrainer)...
Ich gehöre zu der Gruppe der Vatertrainer und der unqualifizierten Personen. Dennoch erlaube ich mir nach fast 5 Jahren Trainertätigkeit, zu bestimmten Themen in diesem Forum meine Meinung zu äußern auch wenn dies jemand anders nicht passt.
Es ist m.M. nach ziemlich auffällig, dsss die Leute die funiño regelmäßig spielen lassen, ausschließlich positiv darüber berichten...
Auch sprechen alle wissenschaftlichen Untersuchungen eine klare Sprache.
Dennoch wird es von einigen in Frage gestellt. Dabei stellte ich mir die Frage, wie ich etwas kritisieren kann ohne es wirklich zu kennen bzw selber erfahren zu haben...the german angst?
Welche Untersuchungen genau? Was sagen die wissenschaftlichen Untersuchungen tatsächlich aus? Welche Fragen wurden bei den wissenschaftlichen Untersuchungen tatsächlich adressiert? Welche Absichten haben Auftraggeber und Durchführende mit den jeweiligen Untersuchungen verfolgt?
Zur Klarstellung: Das Einzige, was ich kritisiere ist Funino als ausschließliche Wettkampfform, über kleinere Teams, Spielfelder, Tore, Bälle, Festival-Organisation etc kann und muss man reden
Wichtig erscheint mir noch ein anderer Aspekt:
Letztendlich kommt es auf die Philosophie an, die man selbst dem KIFU zugrunde legt:
Für einen KIFU, der sich über optimierte fußballerische Ausbildung und rechtzeitige Selektion als wichtiges Ziel definiert, mag Funino als primäre Wettkampfform das probate Mittel sein.
Für einen KIFU, der Spaß am am Fußball und Teamgeist in den Vordergrund stellt, ist Funino als primäre Wettkampfform ungeeignet.
Ich persönlich glaube, das die letztere Alternative a) Kind-gerechter ist und b) die dadurch entstehende Fußball-Begeisterung späteren Drop Outs eher vorbeugen kann.