Beiträge von EnterTrainer

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    Für mich eine sehr interessante Frage:


    Was ist ein guter Trainer im KIFU?

    Man kann es auch umdrehen: Was erwarte ich von einem guten KIFU Trainer?

    Wie kann ich Trainerleistungen bei unterschiedlichen Voraussetzungen miteinander vergleichen? (Ist Nico Kovac (Bayern) ein besserer Trainer als Michael Koellner (FCN)?)


    Die 4 folgenden Kriterien liegen für mich auf der Hand, aber es sind bestimmt nicht die Einzigen:


    1. Wie lange bleiben die Kinder dabei (s. Alex D)

    2. Gewinnt man ab und zu ein Spiel (s. Spielerpapa)

    3. Wie entwickeln sich die Kinder fußballerisch weiter?

    4. Wie gut sind alle Kinder integriert?


    Kriterium Nr. 3 ist m.E. sehr schwer messbar.

    Die Gewichtung der einzelnen Kriterien wird wohl individuell sehr unterschiedlich vorgenommen

    Herzlichen Glückwunsch Stellarium,

    du hast es geschafft. Deiner Aufforderung, nicht mehr mitzudiskutieren komme ich (allerdings ungern) nach. Dies ist mein letzter Diskussionsbeitrag.

    Ich frage mich nur, welche seltsamen Motive dahinterstehen mögen, Dritte fortwährend persönlich zu diskreditieren, anstatt auf Argumente einzugehen (s Gedankenexperiment).

    So überzeugend können die sachlichen Argumente "pro Funino only" offensichtlich nicht sein.

    Ende

     

    "Wieso sollte die klassische Form des 6 plus 1 Spiels mehr Spaß machen ?

    Bei Funino haben doch die Kinder viel mehr Ballkontakte und mehr Erfolgserlebnisse.

    ……….

    Meinst Du mit Mannschaftsgeist im klassischen 6 plus 1 System das die schwächeren Kinder in die Abwehr gesteckt werden und dann für die 2-3 Stars der Mannschaft die nützlichen idioten spielen ?"



    Es geht eben nicht nur um Ballkontakte und individuelle Erfolgserlebnisse, sondern auch darum, als Team etwas gemeinsam zu erreichen. Es ist dann die Aufgabe des Trainers zu vermitteln, dass jeder im Team seinen Platz hat und letztendlich gleich wichtig ist.


    Allerdings ist hier auch das Alter zu berücksichtigen: 7:7 für eine G-Jugend ist natürlich Quatsch; bei einer E-Jugend ist ein 7:7 m.E. Alters-gerecht.


    Ein weiterer wichtiger Spaß-Faktor sind einfache Regeln und Strukturen, das ist bei Funino nicht unbedingt gegeben.

    Lieber Stellarium,

    kein Problem, ich kann gut einstecken, denn ich teile ja auch aus.


    Ich stimme Dir definitiv zu, dass Funino ein tolles Ausbildungsinstrument ist, aber da sind wir schon wieder bei der Philospie des KIFU. KIFU ist für mich wie schon wiederholt gesagt nicht Mittel zum Zweck, der Weg ist das Ziel.


    Ausbildung ist zumindest in meiner Situation ehrlich gesagt nicht das primäres Ziel sondern Mittel zum Zweck. Was habe ich/dieMannschaft/der Dorfverein davon, wenn ein E-Jugend Kicker so gut ausgebildet wird, dass er von größeren, ambitionierteren Vereinen abgeworben wird? Und am Wichtigsten: Was hat das Kind davon, wenn es "gut ausgebildet" wurde und dann später 3x in der Woche bei einem 20 km entfernten größeren Verein trainiert? Ist das Kind-gerecht? Die Nachwuchssorgen unserer BULI Vereine bzw des DFB sind mir im Zusammenhang mit der Arbeit mit meinem Team ehrlich gesagt schnuppe.

    Mein Idealbild ist, dass im KIFU möglichst die Begeisterung für den Fußball geweckt und gefördert wird, dass diese Begeisterung möglichst lange anhält und solange wie möglich bei uns im Verein ausgelebt wird. Das dazu langfristig natürlich auch eine gute fußballerische Ausbildung gehört, versteht sich von selbst.


    Machen wir mal ein Gedankenexperiment:

    - 1Verein

    - 2-F-Jugendmannschaften gleicher Jahrgang, Stimmung in beiden Teams gut

    - jeweils gleich qualifizierte Trainer (menschlich, fußballerisch)

    1 Team spielt ausschließlich Funino bis zum Ende der E-Jugend

    1 Team trainiert zT nach Funino, nimmt aber seit der F-Jugend am klassischen Spielbetrieb teil


    Welches Team werden Kinder wählen, wenn sie neu dazu kommen?

    Zu welchem Team wird die Mehrheit der Eltern ihre Kinder schicken wollen?

    Für welches Konzept finden sich eher Väter als zusätzliche Co-Trainer?


    Die Beantwortung dieser Fragen ist für mich im Dorfverein wichtiger als die irgendwelche Sport-wissenschaftlichen Erkenntnisse.

    ...im übrigen argumentiert prof. Lochmann selbstverständlich mit breiterer selektionsbasis... schließlich muss er den dfb überzeugen... diejenigen, die funino als selektionstool verteufeln und brhaupten Wein gelesen zu haben, sollten sich sein Buch noch Mal zur Hand nehmen und zum Thema dropout lesen...ich bezweifel aber ganz ehrlich, dass z.b. entertrainer gelesen hat, sonst würde er solch kruden theorien nicht aufstellen..

    Ich habe Horst Wein nicht nur gelesen, sondern TRAINIERE teilweise sogar danach und habe das Buch auch bereits weiterempfohlen.

    Im Übrigen spricht sich Horst Wein zwar für Funino/Formino als Wettkampfform aus, es findet sich aber kein Hinweis, dass Funino/Formino den Regelspielbetrieb nicht nur ergänzen, sondern komplett ersetzen soll. Alles andere ist in meinen Augen eine Interpretation, die von späteren Protagonisten entwickelt wurde.

    Kritik kommt tatsächlich idr meist von Leuten, die selber nie über kreisliganiveau gespielt haben oder aber Torwart waren.

    Ich bekenne, dass ich selbst es lediglich gerade so bis in die Kreisklasse geschafft habe. Das diskreditiert natürlich meinen Standpunkt vollkommen (Ironie aus)

    wie sieht denn die realtäit in d aus? Wer trainiert hauptsächlich 6-10 jährige?..väter oder leute, die schon ewig im Verein sind..."das haben wir schon immer so gemacht..."... es ist sicher keine übertriebene Behauptung, dass es mehrheitlich unqualifizierte Personen sind, die in dieser altersklasse tätig sind...entsprechend ist auch das Verhalten. Daher halte ich die These "dafür ist der Trainer da", für nicht zielführend (sicherlich gibt es auch viele gute und qualifizierte vatertrainer)...

    Ich gehöre zu der Gruppe der Vatertrainer und der unqualifizierten Personen. Dennoch erlaube ich mir nach fast 5 Jahren Trainertätigkeit, zu bestimmten Themen in diesem Forum meine Meinung zu äußern auch wenn dies jemand anders nicht passt.

    Es ist m.M. nach ziemlich auffällig, dsss die Leute die funiño regelmäßig spielen lassen, ausschließlich positiv darüber berichten...


    Auch sprechen alle wissenschaftlichen Untersuchungen eine klare Sprache.


    Dennoch wird es von einigen in Frage gestellt. Dabei stellte ich mir die Frage, wie ich etwas kritisieren kann ohne es wirklich zu kennen bzw selber erfahren zu haben...the german angst?

    Welche Untersuchungen genau? Was sagen die wissenschaftlichen Untersuchungen tatsächlich aus? Welche Fragen wurden bei den wissenschaftlichen Untersuchungen tatsächlich adressiert? Welche Absichten haben Auftraggeber und Durchführende mit den jeweiligen Untersuchungen verfolgt?


    Zur Klarstellung: Das Einzige, was ich kritisiere ist Funino als ausschließliche Wettkampfform, über kleinere Teams, Spielfelder, Tore, Bälle, Festival-Organisation etc kann und muss man reden


    Wichtig erscheint mir noch ein anderer Aspekt:

    Letztendlich kommt es auf die Philosophie an, die man selbst dem KIFU zugrunde legt:

    Für einen KIFU, der sich über optimierte fußballerische Ausbildung und rechtzeitige Selektion als wichtiges Ziel definiert, mag Funino als primäre Wettkampfform das probate Mittel sein.


    Für einen KIFU, der Spaß am am Fußball und Teamgeist in den Vordergrund stellt, ist Funino als primäre Wettkampfform ungeeignet.


    Ich persönlich glaube, das die letztere Alternative a) Kind-gerechter ist und b) die dadurch entstehende Fußball-Begeisterung späteren Drop Outs eher vorbeugen kann.

    Ich wage folgende Prognose:

    sollte Funino flächendeckend bis zur E-Jugend als Regelspielform eingeführt werden, werden die Aktivenzahlen im KiFu-Bereich signifikant sinken. Die Kinder kommen um Fußball zu spielen und zwar mit Torwart und mit der Möglichkeit aufs Tor zu bolzen.


    Wenn man Funino als Regelspielform einführt, priorisiert man individuelle Ausbildung gegenüber dem Zusammenhalt des ganzen Teams mit allen damit verbunden Nachteilen. Damit sägt man zugunsten einer optimierten Selektion mutwillig am

    Fundament des Fußballs als Breitensport.

    Meine Beobachtung im F/E-Jugend Bereich ist, dass die großen Kinder im Vergleich zu den kleineren in der Regel starke Defizite im koordinativen Bereich aufweisen. Im Team wirkt sich m.E. eine Mischung aus Groß und Koordinativ auf der Höhe positiv aus.

    Würde es Sinn machen, demzufolge entsprechend differenziertes Training für Große und Kleine anzubieten?

    In der Praxis ist das in kleineren Vereinen so wie bei uns natürlich nicht möglich

    Ich stimme der Analyse von Let1612 voll und ganz zu.


    Pädagoge, Erzieher, Richter und Integrationsbeauftragter bin ich zwangsläufig auch, aber das bereitet mir Bauchschmerzen.


    Warum muss ich Erziehungsdefizite unfähiger Eltern ausgleichen?

    Woher nehme ich während des Trainings/der Spielvorbereitung die Zeit dafür her?

    Und noch wichtiger:

    Was befähigt mich dazu?

    Gibt es Kinder die vielleicht unter meiner Art von Erziehung leiden?

    Ich persönlich glaube, dass Andre mit seiner Philosophie gar nicht soweit weg vom Mainstream ist.


    Ob ein Kind mit mangelnder oder gar keiner Trainingsbeteiligung weniger oder auch mal gar nicht spielt, ist eher ein gradueller, aber kein prinzipieller Unterschied. Außerdem hängt das natürlich stark von der Kadergröße und vielleicht auch weiteren Umständen ab.


    In meinem Team gibt es 3 Kids (Leistungsträger), die in Absprache mit mir aufgrund der Ausübung einer weiteren Sportart (1xRingen, 1xSchwimmen, 1xTennis) nur 1x statt 2x/Woche trainieren. Alle 3 spielen soviel wie die übrigen Kids, die mehr oder weniger regelmäßig kommen.

    Aus meiner Sicht ist das absolut ok, zumal wir damit auch als Team von der Ausbildung in anderen Sportarten profitieren.

    Hö, verstehe ich dich hier richtig?


    Ich würde ja sagen, das besten Mittel gegen den Drop-Out ist eine gute fußballerische Ausbildung (statt kurzfristiges Ergebnis-Denken). Denn wenn ein Kind merkt "Ich kann das gut", dann hat es Spaß daran und dann bleibt es dabei.

    Hast Du richtig verstanden, erst kommt bei mir der aktuelle Spaß, dann die Ausbildung.


    Ich habe in 5 Jahren erst ein Kind "verloren", und dass, weil es hinter meinem Rücken von anderen Kindern wegen seiner begrenzten fußballerischen Fähigkeiten gehänselt wurde. Ich habe mir hier Selbstvorwürfe gemacht, weil ich es nicht rechtzeitig mitbekommen habe, aber die mangelnde Qualität der Ausbildung war wohl nicht das Problem.


    Fußballerisches Können Allein ist nach meiner Überzeugung nur einer von vielen Faktoren, die die Freude am Fußball ausmachen

    Hat jemand eine Idee, wo man detaileiert, nach Jahrgängen aufgeschlüsselte Zahlen zur Anzahl vom Mannschaften herbekömmen könnte?

    Die Dokumente auf der DFB Homepage geben dsbzgl nur eine Unterscheidung zwischen Gesamt, A/B und C-F her.


    Wo ich Andre absolut recht gebe, ist, dass man sich als Trainer schon Gedanken machen sollte, wie man bei seiner KiFu Trupp langfristig Drop Out vorbeugen kann. Ich persönlich versuche das hauptsächlich auf die emotionale Tour, ohne klassische Ausbildungs-Orientierung. Welche Ideen habt Ihr?

    Versteh ich ehrlich gesagt noch nicht ganz. Die Kinder müssen einfach immer direkt an die Wand spielen, oder gibt es einen bestimmten Bereich, den du als imaginäres Tor benennst?


    Gruß

    Torsten

    Es gibt an der Wand einen markierten Bereich, der das imaginäre Tor darstellt. Wichtig ist, dass der Ball dort zurückprallt (also keine Matten).

    In der einfachen Version dürfen die Kinder den Ball stoppen. Danach kann man Direktspiel einfordern. Je schräger der Ball gespielt wird, um so schwerer wird es für den Nachfolger. In meiner Jugend hieß das Spiel übrigens "Pensionieren", wenn man 3x nicht getroffen hatte war man ausgeschieden, das war aber in den 70ern ds letzten Jahrhunderts......

    Ich war mit unserer E1 diese Saison zum 2. mal in der Halle. Was super geklappt hat, waren verschiedene Übungen zum Pass-Training unter Einbeziehung der Wände als Pass-Geber/Empfänger.

    Als Wettbewerb war das gute alte "Pensionieren" ein voller Erfolg:

    Schuss des 1. Spielers auf ein imaginäres Tor an der Wand, der Nachfolger muss den Ball ebenfalls direkt auf das Tor schießen, der nächste ebenfalls usw. Wer das Tor verfehlt, bekommt einen Minuspunkt

    100 % Zustimmung meinerseits für alle Beiträge der letzten 12 Stunden


    Goodie:

    Du hast ebenfalls recht, weniger Teams insgesammt sind nicht sooo schlimm, aber es macht dennoch Sinn, sich Gedanken zu machen, wie man dem Trend eventuell entgegenwirken kann

    Schade, wenn ein an sich sehr interessanter Thread so zu Ende gehen sollte


    Zum eigentlichen Thema:

    Viele Beiträge haben gezeigt, dass es bei jüngeren Jahrgängen gute Gründe gibt, keine "Pflicht" zum Anfeuern einzuführen.

    Andererseits sollte man, je älter die Kinder werden, immer mehr Identifikation mit dem Mannschaft fördern und auch einfordern.

    Ab wann und in welcher Form dies geschieht, hängt wohl sehr von den spezifischen Umständen des Teams und des Vereins ab.


    Zu Andre's These, dass das derzeitige falsche Trainerverhalten im Kifu-Bereich einschlich der Schaffung von Anwesenheitspflichten zu Drop Out und damit zu Mannschafssterben führt:


    Laut DFB Statistik nimmt die Zahl aller Mannschaften exakt seit 2008 kontinuierlich ab, und zwar sowohl bei den Herren, als auch bei den A/B Jugenden als auch bei den C-F Jugenden. Ein verzögerter Effekt bei den Herren aufgrund von weniger Teams im Kinderbereich in den Vorjahren ist nicht festzustellen.


    Die prozentual mit Abstand stärksten Verluste finden sich eindeutig in der Kategorie A/B Jugend. Daraus könnte man vorsichtig folgende Schlüsse ziehen:

    1. Der Fußball als Breitensport hat seit 2008 insgesamt an Attraktivität verloren.

    2. Das wesentliche Problem liegt entgegen Andre's Credo nicht im Kinderfußball und somit auch nicht an den dort tätigen Trainern, sondern im Bereich A/B Jugend. Will man den Trend aufhalten, muss man in diesen Altersklassen etwas ändern.


    Wenn dem so sein sollte, warum sollten wir dann nicht über Andre's Idee zumindest mal nachdenken, in den Altersklassen A/B mit Anwesenheitspflichten relaxter umzugehen? Dass das zu Problemen führt. ist mir bewusst. Ich finde es zBsp gegenüber dem Gegner nicht fair, nur mit 9 Spielern zu kommen, und dann statt 11:11 9:9 spielen zu wollen.

    Andre's Philosophie ist mir ehrlich gesagt zu beliebig.


    Wenn jede(r) kommen und gehen kann wie sie/er will, dann ist das letztendlich wie auf dem Bolzplatz.


    Wenn die individuelle Ausbildung das oberste/einzige Ziel ist, wie kann dann ein Teamspirit entstehen? Läßt sich auf diese Weise die Bindung an den Verein steigern.


    Wie bringt man dann den Kindern bei, sich in eine Mannschaft in geeigneter Form einzubringen? Wie kann man dann den Kindern beibringen, dass das Team wichtiger ist als jeder Einzelne und das man gegenüber einem Kollektiv nicht nur Rechte (Spielzeit), sondern auch Pflichten (nicht nur bezogen auf Anwesenheit) hat? Wie kann man vermitteln, dass gemeinsame Freude und Mannschaftserfolg 10 x schöner ist als ein individuell gutes Spiel? Von der sozial-integrativen Funktion des Fußballs will ich hier gar nicht sprechen.


    Im Übrigen halte ich die Aussage, dass sich falsch verhaltende Trainer im Kleinfeldbereich zum Teil für die Abnahme der Anzahl an gemeldeten Mannschaften in älteren Jahrgängen verantwortlich sind, für eine These, die bisher nicht durch entsprechende Fakten bewiesen wurde.

    Also, ein wenig differenzierter sollte man es schon betrachten.


    Nehmen wir den Idealfall an:

    A gleiche Trainingsbeteiligung

    B Keine disziplinarischen Maßnahmen erforderlich

    C Alle, die nominiert sind spielen mindestens 1 Halbzeit

    D Spieler, die in Punktspielen oder attraktiven Turnieren nicht eingesetzt werden, bekommen vergleichbare Spielzeiten in Freundschaftsspielen


    Dann gibt es immer noch Faktoren, die berücksichtigt werden müssen:


    1. Handelt es sich um Bambinis oder eine E1 Jugend, die in absehbarer Zeit Leistungs-orientierten Fußball spielen soll?


    2. Wie groß ist der Kader? Wenn ich bei einem (zu) großen Kader den besseren Kinder nicht die Möglichkeit gebe, Stammspieler zu sein, sind sie sehr bald bei einem anderen Verein


    3. Wie stark ist der Gegner?

    Spielt man gegen einen starken Gegner und schwächt absichtlich sein Team, dadurch, dass auch die Schwächsten gleich viel spielen, verliert man nicht nur garantiert, auch der Lerneffekt ist für die überforderten schwächeren Kinder gleich null.


    4. Ist es ein Turnier-Endspiel oder geht es in einem Turnier um Platz 5 oder 6? Aus meiner Sicht ist es durchaus legitim und erstrebenswert, den Kindern bei einem Endspiel zu Lasten einer mathematischen Gleichberechtigung ein Erfolgserlebnis und den Gewinn der goldgelben Ananas zu ermöglichen


    Diese Liste von zu berücksichtigen Aspekten ist keineswegs vollständig; eine absolute Gleichbehandlung bei der Aufstellung ist m.E. kontraproduktiv.

    Aufgrund der langen Wartezeiten und kurzen Spielzieten nehme ich immer so wenig Auswechselspieler wie möglich mit. So wenig wie möglich hießt für mich 2 Auswechselspieler, die dann über das gesamte Turnier genau soviel Einsatzzeiten bekommen wie die Spieler aus der Startelf.

    Generell gesprochen wird aus meiner Sicht umgekehrt ein Schuh daraus:


    Bei mir sind immer wieder viele Jungs, die zu einem Spiel aufgrund unserer Kadergröße nicht aufgestellt waren, ohne Aufforderung freiwillig zumindest zu dem einen oder anderen Heimspiel gekommen. Dies Kids können - wenn sie wollen - bestimmte Aufgaben übernehmen: Torwart warm machen, Trikots austeilen, etc., auch am abschließenden Elfmeterschießen nehmen sie natürlich teil.


    Ich habe das Kommen ohne aufgestellt zu sein sowohl den Kindern als auch den Eltern gegenüber immer lobend als beispielhaft hervorgehoben, aber niemals vorgeschlagen, angemahnt oder verlangt. Ich glaube, dass das für unseren Teamgeist sehr förderlich war. Keiner muss oder soll, aber wenn er da ist, ist das klasse.