Beiträge von Bennoah

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    Hut ab von einem 5 Liga Verein zu einem 7 Liga Verein wegen der Kumpels zu wechseln... Würde Ihm persönlich raten, wenn er 20+ Tore schießt in der Oberliga, dann mehr an seine -Karriere- zu denken. Da wird er ja dann ein paar Euros verdient haben. Und mit 20+ Toren bei einem Oberligaverein, ist Regionalliga sicher auch nicht weit...

    Der Junge schließt gerade sein Medizinstudium ab, ich glaube die Priorität liegt einfach woanders.

    DAs ist doch super für euch... WEnn ein anderer Landesligaverein nur 5 Spieler aus den eigenen Reihen hätte, aber 12 oder 13 in aktuell höheren Ligen wie Oberliga etc.... Wäre dann die Jugendarbeit in diesem Verein schlechter?!? Ich will damit sagen, das reine Zahlen nichts über die geleistete Arbeit aussagen, oder eben nur bedingt.

    Trotzdem halte ich natürlich einen tollen Schnitt, wie bei euch für erstrebenswert...

    Nein, dass sicher nicht. Wenn man jedoch proklamiert, dass die Jugendarbeit wertvoll ist und auf eine solche Bilanz verweisen kann ist das sicher nahe am Optimum. Die Bindungzum Verein scheint funktioniert zu haben.


    Tatsächlich spielen in dieser Mannschaft 6 Spieler mit Oberligerfahrung. Einer davon sogar mit 20+x Toren in einem Oberligaspitzenverein. Der Weg zurück zu den alten Kumpels und dem Versuch mit dieser eingeschworenen Truppe Ergolg zu haben, scheint jedoch eine gewisse Wirkung gehabt zu haben. Was mir besonders gefällt ist, dass der Verein im Falle des Erfolgs im Seniorenbereich an die Jugend denkt.


    Wenn wir die Jugend also als Brutkasten für die Senioren betrachten - alles Optimal. Wenn wir die Spieler aus der Jugend so hoch wie möglich als Aushängeschild präsentieren wollen - dann wären mehrere Spieler in Ober- oder Regionalliga eher besser.

    Ich da tatsächlich einigermaßen schockiert, wenn ich lese wie stiefmütterlicj die Jugend in euren Vereinen teilweise behandelt wird.

    Unsere Erste ist dieses Jahr in die Landesliga aufgestiegen und der Slogan der dazu veröffentlicht wurde lautet "247 Jahre Jungendarbeit führen den.... in die Landesliga"

    26 Spieler aus dem erweiterten 28er Kader haben eine langjährige Jugendvergangenheit in unserem Verein und das wird auch deutlich kommuniziert.

    Die kritische Nachfrage kann ich gut verstehen, ich habe im Nachhinein auch darüber nachgedacht. Im Eifer des Gefechts war meine Absicht, die "Spannung" aus dem Spiel zu nehmen. Tatsächlich haben die entsprechenden Väter nach den Gegentoren ihre Pöbeleien auch unterlassen.

    Natürlich ist es trotzdem nicht ganz richtig auf diese Art und Weise ein Ergebnis zu forcieren, gerade da etwas anderes vereinbart war.

    Ich verstehe mich in gewisser Weise als Beobachter, da der größte und lauteste Konflikt zwischen dem gegnerischen Trainer und einem "seiner Väter" stattfand. Ein Agieren meinerseits habe ich in dem Fall nicht für angebracht gehalten und war somit eher in einer passiven Rolle.

    Das ich durch den Einsatz eines zu starken Spielers im Feld das Spiel entschieden habe, war dann natürlich trotzdem ein sehr aktiver Akt.

    Ich habe gestern eine Erfahrung gemacht, die mich ernsthaft schockiert hat.

    Ich habe ein Spiel für meine 2013er und unerfahrene 2012er ausgemacht, bei dem klar war, dass zwei Schwäche unerfahrene Mannschaften aufeinander treffen.

    Während der ersten Halbzeit liefen einige Eltern des Gegners komplett heiß. Ein Trainer schrie quer über den Platz: "Willst du mich verarschen, du Idiot? Du musst Anweisungen geben!" Adressat war der gegnerische Trainer. Reagiert hat dieser leider kaum.

    In der Halbzeit kamen einige meiner Eltern auf mich zu und berichteten mir, dass mehrere Väter ihre Jungs anwiesen auch mal einen umzuhauen, dass meine Jungs nix könnten und man uns nun weghauen würde. Spinnen die?

    Meinen Zauberzwerg, der gestern sein erstes Spiel absolviert hat, habe ich daraufhin aus dem Tor genommen und ihn doch im Feld eingesetzt. In 7 Minuten hatte er aus dem 0:0 ein 3:0 gemacht und plötzlich war Ruhe. Habe ihn daraufhin runtergenommen und meine Mannschaft sukzessive schwächer aufgestellt. Das 1:3 wurde dann von Kindern und Trainer gefeiert, den betreffenden Vätern war der Spaß am Pöbel wohl vergangen.

    Ich bin immer noch schockiert vom Verhalten mancher Eltern bei einem Bambini-Spiel.

    Ich finde, es sind die kleinen Dinge, die die Freude am Trainerdasein ausmachen.

    Ich habe in letzten Training das erste Mal eine 5 minütige Sequenz Funinho gesehen, die nach Fußball aussah.

    Ein kleiner 13er, dessen Eltern ich mehrfach empfohlen hatte ihrem Jungen nochetwas Zeit zu lassen, nahm das erste Mal aktiv Abschlusspiel statt und rannte freudestrahlend, wenn auch etwas planlos, über den Platz.

    2 meiner Spieler begrüßen mich jedesmal mit großer Freude wenn ich meinen Sohn in den Kindergarten bringe etc.

    Das sind die Dinge, die mich motivieren und die mir Freude bereiten.

    Selbstvertrauen, Selbstvertrauen und nochmal Selbstvertrauen.

    Bringe die Jungs in Zweikämpfe in denen sie Erfolgserlebnisse sammeln, coache sie etwas aktiver, jedoch immer positiv.

    Meiner Erfahrung nach setzt sich in dieser Altersklasse Körperlichkeit und Aggressivität immer gegen Technik durch, stärke sie in dem was sie können und nehme ihnen die Furcht vorm Zweikampf.

    Hat bei mir sehr gut funktioniert.

    Ich muss beim mitlesen in diesem Thema immer an meine eigene Entwicklung als Fußballer denken.


    Ich habe mit 5 Jahren angefangen und von Beginn an mit größter Leidenschaft Fußball gespielt. Ich war technisch sicher nie unter den stärksten Kindern und wurd so ab der F-Jugend konsequent in der Veteidigung eingesetzt. Das lief auch im Wechsel aufs Großfeld so weiter. Meine defensiven Fähigkeiten wurden hoch geschätzt, meine Aufgaben beschränkten sich auf reine Balleroberung und das Abliefern des Balles in die nächsten Reihe.

    Ab der C-Jugend führten meine mangelnde Schnelligkeit und meine Kombination aus Laufstärke, Zweikampfstärke und guter Spielübersicht zu einer Versetzung auf die 6. Auch diese Rolle habe ich in meinem Selbstverständnis als defensiv denkender Spieler, sehr destruktiv gespielt. Dribblings habe ich bis zu dieser Zeit, glaube ich, wirklich nie ausgeführt. Das gehörte einfach nicht zu meinem Spiel, wurde nie trainiert und war auch einfach nicht gefordert. Wir hatten in unserem Verein einen sehr starken Jahrgang und haben C-und B-Jugend in der Bezirksliga immer oben mitgespielt, bzw. sind als Altjahrgang überlegen aufgestiegen.

    In dieser technisch starken Mannschaft war ein offensives Eingreifen von mir nie gefordert. Ich war als Stammspieler in dieser Zeit immer gesetzt, galt jedoch immer eher als wertvoll nicht unbedingt als guter Fußballer.


    Mit 16 Jahren habe ich einen Auslandsaufenthalt in Neuseeland gemacht und dort natürlich auch Fußball gespielt. Der Fußball war dort eher eine Randsportart, die Qualität dementsprechend geringer. Nach meinem ersten Spiel kam mein Trainer auf mich zu und fragte mich, warum ich mich nicht am Spiel beteilige. Ich sei mit Abstand der stärkste Fußballer auf dem Feld gewesen, seine Defensive habe noch nie so gut gestanden, er verstehe jedoch nicht warum ich meine Dynamik und mein Auge nur defensiv einsetze und warum ich selbst gegen erheblich unterlegene Spieler das Dribbling meide. Ich war im ersten Moment völlig entgeistert, so hatte ich noch nie gedacht und niemand hatte bisher so auf mein Spiel geschaut.

    In den nächsten Trainigseinheiten forderte mich dieser Trainer ständig und vehement auf ins Dribbling zu gehen. Ich stellte völlig überrascht fest, dass ich diese Fähigkeit tatsächlich besaß. In diesem Jahr spielte ich plötzlich auf der 10 und hatte ca. 3 Torbeteiligungen pro Spiel. Ich entwickelte eine Freude an offensive Aktionen, genoss es auch im Ballbesitz gesucht zu werden und entwickelte eine neue Ruhe am Ball und erlente nach und nach eine offensive Denkweise. Das geringere Niveau gab mir sicher den Raum diese Entwicklung in Ruhe zu vollziehen.


    Wieder zu Hause angekommen hatte sich mein Spiel vollkommen verändert. Plötzlich traute ich mir auf der 6 auch offensive Aktionen zu, spielte offensive Bälle und hatte schlicht gelernt auch offensiv zu denken. Ich stellte fest, dass ich auch auf Bezirksliga und später sogar auf Landesliganiveau in der Lage war, mir mit Dribblings Raum zu verschaffen und das meine Pässe auch auf diesem Niveau ankamen.

    Natürlich war ich nicht plötzlich ein pfeischneller Dribbler oder ein Künstler am Ball, mein Spiel hatte einfach plötzlich eine neue Komponente hinzu gewonnen.

    Mein Wert für meine Mannschaft war erheblich gewachsen.


    Warum schreibe ich das alles hier, es ist ein flammendes Pladoyer dafür, die Jungs einfach alles ausprobieren zu lassen und sie nicht zu früh auf ihre offensichtlichen Stärken zu reduzieren. Ich war meine komplette Kindheit und meine halbe Jugend nur ein halber Fußballer. Ich war nur der defensive Abräumer und habe das schlicht nie hinterfragt, ich habe die kernigen Zweikämpfe, das körperliche Spiel und die Funktion des Sicherheitsnetzes der Mannschaft geliebt und nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es im Sinne der Mannschaft sein könnte, dass ausgerechnet ich ins Dribbling gehe.

    Natürlich war das damals noch eine andere Zeit, aber wir sehen auch heute noch spezialisierte F-Jugendliche. Wir sehen Kinder, denen Fähigkeiten abgesprochen werden und die Kinder glauben uns tendenziell erstmal alles.


    Ich habe aus dieser Erfahrung meiner eigenen "Karriere" mitgenommen, dass jeder meiner Spieler einfach absolut alles ausprobieren darf.

    Um zu verstehen warum die Kinder so "Ausrasten" (In meiner D-Jugend reden die Kinder nur noch über Fortnite), habe ich das auch mal ausprobiert.

    Auch wenn ich natürlich sau schlecht darin bin muss ich sagen es macht wirklich spaß. Ich würde es jedem, der wenigstens ein bisschen was mit Videospielen am Hut hat, empfehlen mal rein zu schauen. Es lohnt sich nur schon um die Kinder besser zu verstehen.

    Was mir allerdings auch ziemlich befremdlich ist, ist das viele zuschauen bei Streamern. Ich verstehe schon den Entertainment-Faktor: Coole Persönlichkeit, wir sind uns ähnlich denn wir spielen das gleiche Spiel etc., doch irgendwie ist das für mich schon surreal, wenn ich einem Anfang-20-Jährigen beim Zocken zuschaue. Naja, immerhin weiß ich jetzt was die Kinder meinen und was sie bewegt, wenn sie über diese Leute reden und kann wenigstens ein bisschen besseren Zugang zur jüngeren Generation finden.

    Ich respektiere diesen Ansatz, aber das geht mir für mich persönlich wirklich zu weit. Ich bin ein paar Stunden in der Woche für die Jungs da und dann geht es um Fußball. Was sie drumherum erzählen, verstehe ich entweder durch meinen Sohn oder eben nicht.

    Das heißt nicht, dass ich es abwürge oder es mich nicht interessiert aber bevor ich mir da jetzt irgendwelche Streamer angucke, muss schon was passieren.


    Grundsätzlich erlebe ich bei Thema Disziplin, dass die Gruppe vieles durch ihr eigenes Verhalten regelt. Wenn man eine disziplinierte Mannschaft hat, sind hinzukommende Spieler automatisch auch diszipliniert. Wenn sie es nicht sind, kriegen sie die entsprechende Ansagen und registrieren sehr schnell das sie damit so ziemlich alleine sind. Mit der Zeit setzt dann eine Anpassung an die Mannschaft an.


    Das ursprüngliche Herstellen von Disziplin hängt sicher auch vom Charakter ab, ich stelle fest, dass meine berufliche Erfahrung als Führungskraft mir sehr hilft. Wer es gewohnt ist, erwachsene Menschen zu führen und deren Respekt bzw. ihre Folgschaft zu erlangen, der hat, meiner Erfahrung nach, auch bei Kindern ein leichteres Spiel. Führen kann man lernen und ein Traineramt ist eben eine "Führungsposition".

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    Auch The Floss genannt. Wenn du was am erklären bist, oder einteilst, vormachst wie auch immer und zappeln da mit den Armen rum krieg ich die Krise.


    luibo Schweigen, kommt bei mir nur zum tragen, wenn ich versuche was zu erklären, aber die gesamte Gruppe unruhig ist. Nach kurzer Zeit merken die ersten dann, Mist, der redet nicht mehr. Da es für meine Jungs immer das highlight des Trainings ist ein Abschlussspiel zu machen, kriegen Sie immer zu hören, dass genau die Zeit vom Spiel abgezogen wird. Mal greift es und sie benehmen sich die ganze Einheit, mal wird das Spiel dann bedeutend kürzer.

    Ok, ich bin entschieden zu alt für den Scheiß...

    Du hast Recht, die Gesamtstärke meiner Truppe kann ich kaum beeinflussen. Welche Qualität an Spielern in welcher Regelmäßigkeit auf dem Feld steht, kann ich sehr wohl beeinflussen.

    Ich könnte mich im Training auch darauf beschränken die Übungen mit den stärksten Kindern zu machen, während mein Co-Trainer an der schwächeren Gruppe verzweifelt. So würde ich natürlich eine Schere aufmachen, jedoch die Qualität in der Spitze und somit die Chance auf Siege deutlich steigern.

    Ich könnte innerhalb des Spieles übermäßig coachen, ergebnisorientiert wechseln, gewisse Mechanismen einüben, welche schnellen Erfolg erzielen usw., all das ist jedoch überhaupt nicht mein Ziel und geht auch irgendwie an der Intention meines ursprünglichen Posts vorbei.


    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass auch Trainer die gewillt sind alle zu fördern, heterogene Gruppen bereitwillig trainieren und sich ernsthaft mit ihrer Aufgabe beschäftigen, dennoch diese Freude an Siegen, Pokalen und "erwachsene Ziele" in sich haben und das es teilweise nicht einfach ist diese Mechanismen zu unterdrücken.

    Ich tendiere klar zu Einzelstrafen.

    Wenn sich einer meiner Jungs nicht benimmt, gibt es eine Runde, bei gröberen Dingen, gibts die "stille Bank". Spezielle Vergehen wie Beinchenstellen und sich gegenseitig umkrätschen aus "Spass" wenn ich was erkläre oder aktuell sehr beliebt "Zahnseide" (besonders wenn ich gerade was erkläre) sind bei mir klare Verstösse die mit 1-2 Runden bestraft werden. Wurde ganz klar von mir kommuniziert und wird notgedrungen von den Jungs angenommen. Wenn auch widerwillig.


    Was bitte ist "Zahnseide"? Bin ich wirklich zu alt um die neuesten Gemeinheiten zu kennen oder sind meine Jungs einfach noch zu jung um mir so einen Kram beizubringen?

    Denke hier passt so eine kleine Frage am besten. Was macht ihr mit Kindern, die stören?

    Alle bestrafen (zB eine Runde laufen) oder nur die beiden die stören?

    Ich bestrafe niemals alle Kinder. Ich ermahne, ich ermahne deutlich,ich schicke das Kind so lange an den Seitenrand bis es wieder bereit ist am Training teilzunehmen und weiter musste ich bisher noch nicht gehen. Der nächste Schritt wäre, das Training für dieses Kind zu beenden.


    Das wissen meine Kinder und über die deutliche Ermahnung musste ich seit Monaten nicht mehr hinaus gehen. Meine Praxis setzt natürlich voraus, dass die Eltern beim Training anwesend sind. Ich kann schließlich kein Kind einfach so wegschicken.


    Wenn es zwei Kinder sind die gemeinsam stören, lege ich wert darauf das sie jeweils zu ihren eigenen Eltern gehen und nicht feixend am Spielfeldrand hocken.

    Ich finde dieses Thema wirklich schwierig, bzw. befinde mich da auch in einem inneren Zwiespalt.


    Es scheint ja hier ein absoluter Konsenz zu bestehen, dass FPL einem Turnier im KO-Modus vorzuziehen ist.

    Intellektuell kann ich dem absolut folgen und es auch unterstützen und ebenfalls in diesem Sinne coachen.

    Ich will jedoch auch überhaupt nicht verhehlen, dass in mir auch ein ergebnisorientierter Sportler wohnt, der Siege anstrebt und Erfolge genießt. Mir ist vollkommen bewusst, dass es nicht im Sinne der Kinder (schon gar nicht aller Kinder) ist, eine maximale Anzahl an Siegen und Turniererfolgen anzustreben.

    Ich habe jedoch auch vollstes Verständnis für das Streben nach Erfolg, es bedarf einer gewissen Impulskontrolle das zu unterdücken. Teilweise klingt der Tenor hier so, als wäre es für eine Vielzahl der anwesenden Trainer sehr leicht den Ansatz des FPL zu verfolgen. Das geht mir nicht unbedingt so, ich gebe gerne zu das mir bei meinen Zauberzwergen das Herz aufgeht und das ich es wirklich genieße mit Kindern zu arbeiten, die Anforderungen umsetzen können.

    Die thematische Aufarbeitung der Aufgabe des Trainers sorgt dafür, dass ich trotzdem nach FPL arbeite, alle Kinder einsetze etc. Dafür bedarf es allerdings auch eine gewisse Reflektion und Selbstkontrolle, sowie eine gründliche Beschäftigung mit diesem Thema. Dieser Aspekt geht mir hier irgendwie unter, bzw. wird doch häufig als absolut selbstverständlich dargestellt.

    Diese "Mensch-ärgere-dich-nicht-Idee" ist absolut brilliant. Da du deine Mannschaft damit offensichtlich erreicht hast, kann man dir nur gratulieren.

    Ich wünsche dir viel Glück in der E-Jugend. Mit dem Wechsel dürfte alles wieder ein wenig schwerer für euch werden.

    Wir haben aktuell 2 Trainer für die gesamte Mannschaft. Mein Co ist Vater eines 13er Kindes und könnte die G2 übernehmen. Für die G1 bekommen wir ab der neuen Saison einen hochmotivierten A-Jugendlich dazu.


    Wenn ich das Jahrgangstreu trenne, ist aktuell eigentlich niemandem geholfen. Die G1 wäre (zu) groß, während die G2 sehr klein wäre. Auch mir widerstrebt eine Trennung nach Leistung extrem. Nur lässt diese sich auf Dauer umgehen.


    Im Verein geht man aus Erfahrung davon aus, dass die WM nochmal ca. 10 Kinder anspült. Der Plan sieht also vor erstmal zusammen zu bleiben und bei Erreichen einer endgültig zu hohen Spielerzahl die Trennung anzustreben. Da aber vermutlich nicht nur 13er dazu kommen, ist eine Trennung nach Leistung ja im Grunde nur aufgeschoben.

    Ich habe ein sehr ähnlich gelagertes Problem, allerdings sogar inder G-Jugend. Bisher war meine Mannschaft nicht im Spielbetrieb, wird zur neuen Saison allerdings gemeldet. Innerhalb des letzten halben Jahres hatten wir einen regen Zulauf, die Mannschaftsstärke beträgt nun 23 Kinder.

    Von diesen 23 Kindern sind 17 2012er (der neue Altjahrgang) und 6 2013. Jetzt tritt so langsam das Problem auf, dass diese große Anzahl an Kindern sich kaum noch gemeinsam trainieren lässt und zusätzlich natürlich auch viel zu groß ist für den Spielbetrieb.

    Jetzt gibt es erste Bestrebungen im Verein, die Mannschaft zu trennen und eine G2 zu eröffnen.


    Da stellt sich natürlich die Frage nach der optimalen Größe einer G1 und der Kriterien in der Aufteilung der 2012er. 17 Kinder sind zu viel und es gibt sicher auch den dicken Paule, dem eine Einteilung mit den 13ern ohne Spielbetrieb nicht weh tut.

    Aber was macht man bei den Kinder 10-16 ? Wer gehört zum G1-Kader und warum? Trennt man das überhaupt so scharf oder eben nicht. Ich finde diese Aufgabe wirklich anspruchsvoll.

    Und sollen sie deswegen am Besten mit dem Fußball aufhören?

    Ich glaube im entscheidenden Punkt sind alle hier einer Meinung. Die Jungs sollen spielen und haben das Recht auch gefördert zu werden.

    Wenn es hier darum ginge, die Jungs einfach nur mitlaufen zu lassen, hätten wir hier keine Diskussion.

    Jeder Trainer hier wäre sicher in der Lage zu übersehen wenn der Spieler die Übungen falsch macht, ihn im Spiel mitlaufen zu lassen und seine Fehler zu übersehen.

    Nur hat jeder hier einen höheren Anspruch an sich und sein Training, deshalb wird hier über solche Jungs diskutiert und nicht weil es das Ziel ist sie so schnell wir möglich abzuschieben.