Beiträge von konschi

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    wenn man sich den Kuntz Artikel durchliest gibt es aber zusätzlich zu der vorher aufgenommenen Aussage

    Zitat


    Interessant finde ich die Passage zum Thema, dass den Kindern alles abgenommen wird und sich keiner gegen die Niederlage wehrt.

    ein paar zusätzliche Aussagen, die man nicht außer Acht lassen sollte.

    Zitat

    Dennoch ist es für Kuntz zu einfach, das frühe Aus mit nur einem Punkt aus drei Spielen ausschließlich an den Problemen in der Ausbildung festzumachen. "Das ist eine Einstellungssache, die hat mit der Ausbildung nichts zu tun. Das hat damit zu tun, ob ich mich einfach aufgebe"

    Das sehe ich übrigens ebenso. Vor allem bei unserem A-Team. Die Einstellung, wie die Mannschaft auf dem Platz auftritt hat doch erst mal gar nichts mit der Ausbildung im Jugendbereich zu tun. Das hat auch nichts damit zu tun ob es in der U17 oder U19 mit oder ohne Abstieg gespielt wird.


    Und sehr passend folgende Aussage:

    Zitat

    Dass Reformen in der Ausbildung hermüssen, hat auch der DFB schon länger erkannt. "Das größte Problem: Es dauert, bis sich im deutschen Fußball etwas ändert", kritisiert Kuntz. "Jeder Vorschlag stößt zuerst auf taube Ohren. Dann gibt es Zweifel - warum brauchen wir denn diese Veränderungen, wieso ist die Reform überhaupt nötig? Und diese Bedenken werden von den Leuten geäußert, die keine Spezialisten sind für Jugendfußball oder die Ausbildung von Talenten."

    Machen lassen und in Ruhe seine Entwicklungssprünge machen lassen und sich darüber freuen. Was willst du mehr, wenn er zusätzlich zum Training sogar zu Hause im Garten ständig spielt, beste Voraussetzung für jahrelangen Spaß am Fussball. Die einzigen, die ihm das madigen machen können sind Erwachsene ;)

    Vielleicht sind ihm Spiele gegen "echte" Gegner noch nicht ganz Geheuer, auch völlig normal in dem Alter.

    Auch noch eine interessant Zahl hinsichtlich eines möglich Aufschreis der Amateurvereine:

    Zitat
    • Jedes Jahr nehmen garantiert mehr Amateurvereine am höchsten Wettbewerb teil als bisher, nämlich elf ab 2024/2025 statt durchschnittlich 5,5 wie in den Spielzeiten 2014/2015 bis 2019/2020. Es können sich mehr Amateurvereine dauerhaft in der höchsten Spielklasse etablieren beziehungsweise werden zur Hauptrunde hinzukommen.

    granitX


    ich hab nirgends geschrieben ob ich den Abstieg in Spanien gut oder schlecht finde. Ich kann nichts über die Spielweise der Jugendmannschaften sagen, die dann in Spanien gegen den Abstieg spielen, daher kann ich das nicht beurteilen ob das auch zu solchen Spielweisen und Spielerauswahlen wie bei uns führt.


    Die neue Lösung bei uns sieht ja aktuell vor dass sich elf Amateurvereine entsprechend qualifizieren können (vielleicht verändert sich die Zahl ja auch noch über die Jahre oder auch die Qualifizierungsmöglichkeiten). Das es hier eine Qualifikation gibt, finde ich gut. Wenn du die aktuellen U19 und U17 Bundesligen anschaust, dann hast du Mannschaften dabei, die sollten definitiv ein oder zwei Ligen weiter unten spielen.

    Ich glaube nicht dass der entscheidende Unterschied ist ob wir in der U19 eine Abstiegsrunde haben oder nicht. Ich finde den Ansatz, der jetzt kommt generell gut, weil man dadurch am Ende auch mehr Spiele auf höherem Niveau bekommt inklusive zusätzlichen KO Spielen. Gleichzeitig der unnötige Druck was den Abstieg angeht rausgenommen wird. Auch in der U19 heisst es Spieler zu entwickeln, das kommt mir übrigens aber so vor als ob das teilweise gar nicht mehr das Ziel ist. Entwickeln braucht halt auch Zeit.


    Der aktuelle Schritt kann nur ein Anfang sein. Da wird es noch einige grundsätzliche Anpassungen und Optimierungen geben müssen, davon bin ich überzeugt.


    Wenn du von Spaniern sprichst, dort wird übrigens die Copa de Campeones am Ende als Turniermodus gespielt. Hier gibt es erst mal 7 nach regionalen Aspekten zusammengesetzen Gruppen mit Hin- und Rückspiel. Also sogar ganz ähnlich wie unser neuer Ansatz. Die Meister qualifizieren sich für das Endturnier. Eine für mich tolle Idee, das Endturnier wird wirklich als Turnier gespielt an einem ausgewählten Ort. Somit möchte man die langen und unnötigen Reisen vermeiden. Für die Top-Teams nochmal Top Spiele auf hohem Niveau.


    Viel wichtiger finde ich aber eher diese Aussage in einem der Links "In Spanien debütieren die Talente im Schnitt viel früher im Profibereich, aber dafür vermehrt unterhalb der Primera Division".


    Was England angeht gibt es sehr spannende generelle Verbesserung durch den langfristigen EPPP Plan, ich suche mal meine Favouriten raus nachher die in dem Bericht aufgeführt sind. Grade was das Alter U19 bis U21 angeht gibt es hier extra Wettbewerbe, wie z. Bsp.: die Premier League 2:


    It is part of a suite of competitions that aims to best prepare players to make the transition to senior football. This includes a variety of domestic cup competitions, matches involving senior opposition (such as through the EFL Trophy) and competitions against international peers which will return for the 2022/23 season in expanded formats.


    So etwas gibt es bei uns gar nicht. Wenn du als Spieler Glück hast gibt es eine 2. Mannschaft die vielleicht Regionalliga spielt, im Einzelfall 3. Liga.


    Im EPPP Plan geht es übrigens nicht nur um die Spieler sondern auch um die Verbesserung der Jugend Trainer. Klares Ziel ist es hier mehr "Spiel und Coaching Zeit" für Spieler zu generieren. Ebenso die ganzen Veränderungen dann auch messbar zu machen und somit eine Art Qualitätssicherung zu haben.

    Hierzu auch gar kein schlechter Artikel sogar mit ein paar Statistiken:

    Der DFB warnt: „Bei uns schrillen die Alarmglocken“


    Zitat


    In Spanien debütieren die Talente im Schnitt viel früher im Profibereich, aber dafür vermehrt unterhalb der Primera Division. Dort werden durchschnittlich 15 von 100 Jungprofis zu internationalen Topspielern, in Deutschland nur zehn von 100. Noch eine Vergleichszahl: In Portugal schaffen es hundert Spieler je eine Million Einwohner in den Profibereich, in Deutschland nur 16.

    Ist ein guter Thread. Wenn ich das in unserem Verein so beobachte, funktioniert in Zukunft am ehesten eine Mischung aus beidem würde ich sagen. Das muss aber wiederum klar kommuniziert werden, wie was in welchen Summen aufgeteilt wird und in einem passenden Verhältnis stehen.

    Bei uns machen das fast alle Trainer ohne große Bezahlung. Im Normalfall aus Eigenmotivation, darunter auch einige Väter und Mamas, die sich auch gezielt weiterbilden bis hin zu Trainerzertifikaten. Teilweise dann auch ohne Ihre Kinder weiter machen. Was ich aber immer so höre ist das Thema Wertschätzung (damit ist aber nicht zwingend ein monatlicher Fixbeitrag gemeint) sondern eher Kleinigkeiten wie z. Bsp. ein jährlicher Tankgutschein, in regelmäßigen Abständen neue Trainingskleidung, keine Probleme mit der Platzbelegung, genügend Ausrüstung zur Verfügung, keine Sonderbehandlung der Aktiven im Vergleich zur Jugend, dass Themen, welche die Jugendtrainer beschäftigen und stören auch aktiv angegangen und optimiert werden. Da darf dann halt ein Vorstand dann auch nicht einfach auf die Idee kommen, gut wir brauchen jetzt einen A-Jugendtrainer, der kriegt jetzt aber 3000 Euro im Jahr Aufwandsentschädigung, weil der kommt von unseren Aktiven, hat zwar noch nie als Trainer gearbeitet und keinerlei Trainerausbildung, aber hat mal Oberliga gespielt 8o

    Das ist zum Beispiel ein Fall, damit kannst du dann die bisherigen Jugendtrainer natürlich auch komplett vergraulen.

    Ich denke auch, dass es weniger das Finanzielle ist. Vieles macht der Verein aus. Gibt es eine Strategie? Werden manche Teams bevorzugt? USw

    Der Verein ist langfristig auf jeden Fall entscheidend, passen die ganzen Rahmenbedingungen nicht, nutzt der finanzielle Anreiz auch nichts. Zu den Rahmenbedingungen zähle ich auch entsprechende Vereinsveranstaltungen, mit und für die Vereinsmitglieder. Da sind dann die Vorstände gefragt entsprechende Ideen zu entwickeln und durchzuführen, statt immer alles nur Auszusitzen und auf Wunder zu warten.

    Alle Vereine, die sich hier nicht weiterentwickeln wird es vermutlich in 10 - 15 Jahren nicht mehr oder nur teilweise geben. Die Aktiven Bereiche werden das auch merken in den nächsten Jahren. In den meisten Fällen hören mehr ältere Spieler auf als von unten nachkommen. Das passiert nicht auf einmal aber ist ein schleichender Prozess.

    Mich lockt Geld auch nicht, mache das ebenfalls aus Freude daran. Brauche aber auch nicht zwingend zusätzlich 450 Euro im Monat :)


    Grade was junge Trainer bzw. Trainerinnen angeht sehe ich das auch so. Beispiel bei uns aus den B-Juniorinnen, macht aktuell den DFB-Basis-Coach, überlegt die C-Lizenz zu machen. Dann eine Mannschaft zu trainieren scheitert aber am zeitlichen mit Schule und Nebenjob, weil Kohle brauchts halt für vieles wie z. Bsp. Führerschein usw... in dem Alter.


    Das wird mittelfristig nur durch eine drastische Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen funktionieren und da spreche ich vor allem vom Breitensport. Da sind ja oft die Beiträge gefühlt aus dem Jahr 1990 und haben jegliche Inflation und Krise unverändert überstanden.


    Und für Trainer, die es rein aus Spass und Freude machen (gibt natürlich auch beides Spass und Geld) müssen auf jeden Fall die Rahmenbedingungen passen. Dazu zählen für mich Kurse werden auf jeden Fall bezahlt, ausreichend Equipment wird vom Verein gestellt, Vereinskleidung sollte meiner Meinung nach auch vom Verein gestellt werden (da sehe ich zumindest so ein Art Starterpaket, welches dann alle paar Jahre auch mal aufgefrischt wird).

    Auf sachliche Nachfrage, nach welchen Kriterien "nominiert" wird, wurde sehr verärgert reagiert, man soll erstmal dankbar sein

    Wenn das die Antwort war, dann ist klar dass es dabei nur um die extra Förderung der eigenen Kinder sowie der eh schon besseren Kinder geht und nicht um die generelle Förderung der Gruppe im Allgemeinen. Kommunikativ katastrophal. Was die Teamzusammensetzung und Elternzusammensetzung mittelfristig angeht auch nicht gut.

    ich habe nichts gegen eine zusätzliche Förderung, aber dann nimmt man doch bitte das Thema Mannschaft da komplett raus und macht daraus von mir aus ein Fördertraining unabhängig von der Mannschaft.

    ok, fürs C-Jugend Alter lassen sich Technik Wettbewerbe eigentlich gut umsetzen, wichtig ist der Wettkampf in Teams dabei, damit es nicht nur um die reine Technik geht sondern vor allem um den Wettkampf untereinander

    Welcher Altersstufe? Technik-Wettbewerbe sind eigentlich eine ganz gute Möglichkeit, grade auch zum Ende der Saison, bei denen es automatisch mehr Standzeiten und Pausen gibt und es nicht zu intensiv zugeht. z. Bsp. Fussball-Golf, Lattenschießen, Fussball-Kegeln, da gibt es ja diverse Möglichkeiten, bei denen man Punkte vergeben kann und Teams gegeneinander antreten lassen kann.

    Zwischendrin noch Spiele wie Tic-Tac-Toe, Fussball-Tennis usw...

    Selektion im Bambini bzw. F-Jugend Alter ;( wenn ich sowas lese zweifle ich schon sehr an den Motiven einzelner Trainer. Das kann es vielleicht in älteren Jahrgängen als Fördertraining oder ähnliches geben und dann auch sinnvollerweise langfristig ausgelegt. Aber doch nicht jedes mal nach einem dazu nicht bekannten Nominierungsgrund.

    Ich finde es eigentlich logisch das Offensivspieler anders trainiert werden müssen als Defensivspieler. Da gibt es doch endlose Kniffe wie man am besten am Verteidiger vorbeikommt. Wie spiele ich mit dem Abseits uvm.

    Verwunderlich das es sowas scheinbar nicht gibt. Kann ich gar nicht glauben.

    ja, das gibt es ja auch. Das nennt sich dann am Ende "positionsspezifisches Individualtraining". Ist z. Bsp. in England in den Akademien schon sehr ausgeprägt. Gibt es aber in unseren NLZs auch immer mehr.

    Also grundsätzlich bist du nicht für die Jungs verantwortlich, du bist ihr Trainer. Deine Verantwortung basiert auf deiner Trainertätigkeit, auch wenn sich das vielleicht manchmal nach mehr anfühlt. Ob sich jemand findet oder nicht liegt am Ende auch nicht an dir sondern an den Verantwortlichen. Am Ende findet sich dann meistens doch jemand, aber nur wenn allen klar ist, bei dir gibt es kein zurückrudern mehr ;)

    Auch als Trainer muss man sich nichts antun was man nicht mehr wirklich tun will, nur weil es vermutlich keinen anderen gibt, der es dann macht. Das macht einem das Trainerleben und sein eigenes Leben auf Dauer nur kaputt. Nach 6 Jahren kann eine Pause sehr gut tun, man kann sich alles einmal von außen anschauen ohne direkt verantwortlich zu sein.