Die bringen halt selber nicht die Verantwortung und das Verpflichtungsgefühl mit ein, was sie von Dir als Trainer als selbstverständlich erwarten oder sogar einfordern.
Aus diesem Grunde werde ich auch mit meinem jetzigen Team, obwohl es sicherlich das beste ist, was ich bisher betreut habe, zum Saisonende aufhören.
Da ich das aber auch irgendwie für mich mache und zum Ausgleich für meinen Bürojob, werde ich ein anderes Team im Verein übernehmen. Man darf sich da glaube ich nicht zu sehr engagieren, dann ist man am Ende immer enttäuscht. Als Spieler Papa ist man halt noch mehr drin und damit verbunden. Schwierige Lage. Hatte ich auch. Fühle mich jetzt wohler, wo ich nicht mehr das Team meines Sohnes habe.
Am Wochenende hatten wir spielfrei und da habe ich mir ein Spiel 1.D der Verbandsliga angeschaut. Beides Abstiegskandidaten. Ich stand zwischen Papas bzw. Opas des etwas schwächeren Teams. Was die so am Spielfeldrand abgesondert haben, war schon haarsträubend.
Erstens die Kommentare zu den Spielsituationen und dem Stellungsspiel, die zeigten, dass sie nicht wirklich so viel Ahnung von Fußball hatten. Zweitens das Geläster über den Verein und den bzw. die Trainer. Alles war schlecht. Fragt man sich, was die für ihre 10 oder 15 Euro monatlichen Vereinsbeitrag eigentlich erwarten und vor allem, ob die sich selbst irgendwie mal eingebracht haben und darauf geachtet haben, dass die Kids regelmäßig zum Training gekommen sind und auch konzentriert mitgearbeitet haben. Ob sie mal auf einen Kurztrip am Brückentagwochenende zugunsten des Fußballs verzichtet haben oder gar am trainingsfreien Tag mit dem Junior auf den Bolzplatz gegangen sind. Abartig, was manche für eine Einstellung haben.