Beiträge von Fechter

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    Zur Not würde ich deinen Sohnemann auf den örtlichen Bolzplätzen kicken lassen. Die Kinder knüpfen schnell Kontakte und finden schnell Anschluss. Dann kann man auch die Kinder dort fragen, da sie bestimmt auch in der Umgebung in den Vereinen kicken.


    Wünsche euch viel Erfolg bei der Suche und Spaß in Barcelona.

    Lieben Dank für Deine Mühe. Er ist jetzt gerade über das verlängerte Wochenende dort und hat mir berichtet, dass er noch nicht einen Bolzplatz gefunden hat. Heißt ja nicht, dass es dort keine gibt, sind aber jedenfalls entweder deutlich weniger als bei uns hier in der Hauptstadt oder recht versteckt.

    Ich habe es meinem Vorstand gemeldet, die wollen es an den Kreisverband weiterleiten. Ich glaube aber nicht, dass da noch viel kommen wird.

    Würde ich dennoch tun. Erstens hilft es Dir selbst, dass Du das Gefühl hast, dass Du das nicht einfach so alles hinnimmst. Zweites höhlt steter Tropfen den Stein. Die machen das ja auch woanders und wenn sich dann wieder mal jemand beschwert, dann hat das schon irgendwie einen Effekt. Zumindest, dass es sich rumspricht.

    Die bringen halt selber nicht die Verantwortung und das Verpflichtungsgefühl mit ein, was sie von Dir als Trainer als selbstverständlich erwarten oder sogar einfordern.

    Aus diesem Grunde werde ich auch mit meinem jetzigen Team, obwohl es sicherlich das beste ist, was ich bisher betreut habe, zum Saisonende aufhören.

    Da ich das aber auch irgendwie für mich mache und zum Ausgleich für meinen Bürojob, werde ich ein anderes Team im Verein übernehmen. Man darf sich da glaube ich nicht zu sehr engagieren, dann ist man am Ende immer enttäuscht. Als Spieler Papa ist man halt noch mehr drin und damit verbunden. Schwierige Lage. Hatte ich auch. Fühle mich jetzt wohler, wo ich nicht mehr das Team meines Sohnes habe.


    Am Wochenende hatten wir spielfrei und da habe ich mir ein Spiel 1.D der Verbandsliga angeschaut. Beides Abstiegskandidaten. Ich stand zwischen Papas bzw. Opas des etwas schwächeren Teams. Was die so am Spielfeldrand abgesondert haben, war schon haarsträubend.

    Erstens die Kommentare zu den Spielsituationen und dem Stellungsspiel, die zeigten, dass sie nicht wirklich so viel Ahnung von Fußball hatten. Zweitens das Geläster über den Verein und den bzw. die Trainer. Alles war schlecht. Fragt man sich, was die für ihre 10 oder 15 Euro monatlichen Vereinsbeitrag eigentlich erwarten und vor allem, ob die sich selbst irgendwie mal eingebracht haben und darauf geachtet haben, dass die Kids regelmäßig zum Training gekommen sind und auch konzentriert mitgearbeitet haben. Ob sie mal auf einen Kurztrip am Brückentagwochenende zugunsten des Fußballs verzichtet haben oder gar am trainingsfreien Tag mit dem Junior auf den Bolzplatz gegangen sind. Abartig, was manche für eine Einstellung haben.

    Ja, auf die Idee wäre ich tatsächlich gekommen, wenn mein Junior C Junioren Oberliga oder Regionalliga spielen würde. Wir suchen eher so was auf einfacherem Niveau, wo man ein bisschen zur sportlichen Betätigung mitkicken kann.

    Mal ne Frage. Gibt es in Spanien so eine Seite, wie bei uns Fußball.de, in der man auch die Ergebnisse der Jugendligen einsehen kann und darüber auch die entsprechenden Vereine finden kann? Hintergrund: Suche für meinen Sohn einen Fußballverein in Barcelona, wo er in den Sommerferien vielleicht mittrainieren kann. Fußballcamps habe ich da gefunden, die sind aber von den Kosten her jenseits von gut und böse.

    Sehe ich persönlich anders. Man kann in so einem Fall dem Jungen schon mitgeben, dass man menschlich von ihm enttäuscht ist. Das wird zwar sicher nicht unmittelbar eine Verhaltensänderung herevorrufen, aber sicher doch zumindest zum Nachdenken anregen.


    So blöd es klingt: Solche Jungs sind sich dem von ihnen sozial erwarteten Verhalten oft nicht ganz bewusst. Besonders, wenn der Junge das schon vorher mal so gemacht hat und trotzdem zurückkehren konnte. Wenn das von den Eltern (anscheinend) so vorgelebt wird, dann ist es sicher nicht schädich dem Jungen da ein bisschen das Kontrastprogramm mitzugeben.

    Das ist natürlich ehrenwert von Dir und pädagogisch zu begrüßen. Ich hatte das mehr aus der Perspektive des Trainerkollegen gesehen, der einfach mal seinen Frust loswerden muss. Und das ist ja irgendwie auch wichtig, für sich mal einen Strich zu ziehen und zu sagen, so hier ist die Linie überschritten und das lass ich halt nicht mit mir machen.

    Weg mit Schaden. Mit solchen hin- und her Wechslern wird es nichts. Menschen ändern sich meist nicht. So einen Wechsler, der nach Abgang bei uns in innerhalb eines Jahres in 2 Vereinen war, hatte ich auch mal zurückgeholt. Nach 2 Monaten war er wieder weg.

    Würde ihn nicht mehr spielen lassen und auch nahelegen, nicht mehr zum Training zu kommen, falls er das noch mal vorhatte. Würde es ihm auch gar nicht sagen, wie Du das findest. Bringt nichts. Ignorieren und möglichst schnell vergessen.

    Die ersten Spiele gehen immer hoch vorloren mit 1:12, 2:14, 3:7 usw...nach dem 4.Spiel kommt die erste Kritik aus der Elternschaft.
    Der vermeintliche Redelsführer hat noch 2-3 Eltern gegen den Trainer aufgestachelt.
    Was tun? Den Eltern erklären, daß ihre Kids nicht wettbewerbsfähig sind?
    Wart ihn schon mal in einer ähnlichen Lage und wie habt ihr es gelöst?

    War exakt so bei meinem Einstieg. Die Kritik war damals aber ertragbar oder subtiler. Tatsächlich haben wir es damals am Ende der Hinrunde geschafft, 2 besser platzierte Teams zu schlagen. Die Niederlagen mit 10+x Gegentoren waren schon nicht so angenehm.

    Derzeit, nicht mehr als Spielerpapa, läuft es ergebnistechnisch ziemlich gut. Dennoch gibt es die Kritik hinsichtlich meines Coachens beim Spiel. Im Prinzip ist es egal was oder wie Du es machst, Kritik oder Gerede gibt es immer.

    Richtig lösen kann man das wohl nicht. Eher sich eine dicke Haut anschaffen oder im Extremfall tatsächlich mal einen Querulanten entfernen.

    Also kann man wohl sagen (ich kenne mich im Leistungsfußball Großfeld nicht wirklich gut aus), dass schon ab einem gewissen Niveau ordentlich Geld in die Hand genommen wird. Ist ja grundsätzlich nicht schlecht.


    Ich denke aber, dass man ganz unten anfangen muss, den Sport zu professionalisieren oder sagen wir mal zu verbessern. Im Grunde ab der G Jugend. Nicht in dem Sinne, dass da schon mit Geld um sich geworfen wird aber in dem Sinne, dass dort professioneller mit mehr Wissen trainiert wird.

    Ich muss zugeben, dass ich früher auch manchmal meinem Sohn Sachen zugerufen habe. Mittlerweile, er spielt jetzt C im älteren Jahrgang kann ich mir ein Spiel anschauen, ohne so was reinzurufen. Und es macht sogar mehr Spaß.

    Ich verstehe auch nicht alle Traneranweisungen oder würde vielleicht manches anders coachen. Aber es ist schlicht nicht meine Aufgabe und es steht mir auch nicht zu da reinzugrätschen.

    Das, was der Spieleropa da gemacht hat, überschreitet alle Grenzen, selbst wenn Charles de Goal weniger erfolgreich tätig wäre.

    Solche vergiftenden Bemerkungen schreien nach einer Zurechtweisung.

    Beide wollen aber können irgendwie nie. Jetzt hab ich die Reissleine gezogen. Dann mache ich es doch selber.

    könnte es vielleicht sein, dass sie das Gefühl hatten, dass Du das schon machst, wenn sie nicht da sind und deswegen vielleicht keine richtige Verantwortung gespürt haben?

    Sonst hätten die sich doch wenigstens so untereinander abstimmen können, dass wenigstens einer immer verpflichtend da ist.

    Bin ein Freund des wenig Coachens. Insges fahren wir E2 damit eigentlich ganz gut. Von Elternseite, teils durchaus fußballerfahren, erfolgt nicht ganz selten ein Reincoachen. Habe ich mir schon oft verbeten. Kommt aber immer wieder. Heute habe ich tatsächlich bei zwei Eckentoren gegen uns nicht deutlich genug auf die schlechte Positionierung bzw. Zuordnung hingewiesen. Ging etwas zu schnell. Kriege ich prompt eine Bemerkung vom Spielerpapa reingerufen. Auch war ich für einige Minuten ratlos, als unsere deutliche Halbzeitführung in rd 10 Minuten in einen Rückstand umgewandelt wurde. Haben wir dann noch mal in ein Remis ändern können.

    Ich bin eigentlich der Ansicht, dass ich es halt so gut ich kann mache und eben auch Fehler mache. Ist doch klar. Aber sofort steht man unter Kritik. Ich finde, auch einem Trainer, zumal Hobbytrainer muss man doch auch zugestehen, dass er nicht alles perfekt macht. Das kann ich doch von den Spielern auch nicht erwarten.

    Steffen Baumgart

    Ich stimme seiner Aussage übrigens zu. ziel wird es nie sein, alle Spieler der U19 Buli-Mannschaft in die 1. Herren zu bekommen. Und das kann auch nicht das Ziel.

    Das ist ja auch banal, sonst könnten die ja immer nur ein Jahr erste Herren spielen, bis dann die nächsten kommen. Glaube auch nicht, dass jemand so etwas gefordert hat. Wenn es aber jeweils 1 bis 2 sind, finde ich persönlich das etwas wenig.

    Don Quijote:

    "Das kann man so nicht stehen lassen. Schau dir mal an, wieviele U19 Spieler der FCB schon in der "U23" einsetzt (statt mit denen die U19-BuLi gewinnen zu wollen)"


    Ich habe das anhand des derzeitigen A Junioren Bundesligaplatzes festgestellt, dass die in der Hauptrunde nicht dabei wären. Das muss man so stehen lassen.

    Über meine weitere Aussage kann man streiten, ob die Ausbeute an auf Buli Niveau ausgebildeten Spielern befriedigend ist oder nicht.

    Was mir gerade beim Lesen der verlinkten dfb Seite (Leistungszentren, Talentfördrung) auffällt ist, dass man da irgendwie sehr formal alles festlegen will und krampfhaft bemüht ist, modern zu sein.

    Was man für Spitzensport braucht ist nicht nur eine gute Organisation sondern gerade und auch Enthusiasmus, Herzblut, Freude, ehrenamtliches Engagement und und und. Bin mir nicht sicher, ob so was in diesen ganzen Strukturen, die so unternehmerisch wie in Großkonzernen daher kommt, vielleicht ein bissel verloren geht.