Ich grätsche mal so rein, habe nicht alle Beiträge gelesen. Klar ist, dass es nicht den einen Grund gibt. Es sind mehrere, wahrscheinlich sogar viele. Ich persönliche sehe das Ballbesitzspiel als Selbstzweck sehr kritisch. Es läuft dann immer besser, wenn die gegnerischen Mannschaften nicht tief stehen und selber das Spiel machen wollen. Dann öffnen sich da eben mehr Räume.
Ein Punkt ist mir noch in den Sinn gekommen, als ich die Doku "All or nothing" geschaut habe. Ich fand den Aufwand, der für das Team betrieben wurde irrsinnig. Psychologe, Physiotherapeut, Arzt, extra Spielanalytiker, modernste Multimediapräsentationen, gruppendynamische Erlebnisspiele, Luxusresort mit Familientag und und und. Rundum gepampert halt. Ich habe nichts gesehen, wo ich sagen könnte, das dass falsch war, was die gemacht haben. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass das eine Art von Überbetreuung war und auch ein Übercoaching, was zu sehr auf einzelne Spielmomente runtergebrochen wurde.
Man hält die Jungs in einer Wohlfühl-Erlebniswelt und meint alles im Vorhinein ausplanen zu können. Und dann kam es eben doch etwas anders als erwartet bzw. geplant. Vielleicht sind die einfach zu weich geworden und auch etwas unselbständig, um mit der Situation umgehen zu können. Na ja, nur so ein Gedanke.