Beiträge von StuSutcliff1976

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    Über ein 0:19 sollte man auch mit einem Jugendteam mal sprechen! Nicht dass die Kids noch denken, das passiert schon mal! Der junge Torwart war anscheinend ein Problem. Mit diesem Jungen solltest Du auf jeden Fall mal reden und ihn aufmuntern. Er hilft bei Dir aus und verliert so ein Spiel!

    Man darf verlieren und man darf auch mal einen schlechten Tag haben. Aber gegen ein 0:19 kann man sich durch Einstellung und Teamgeist immer wehren. Du hast ja geschrieben es war ein Team auf Augenhöhe. Dieses Spiel kannst Du nutzen um ein Verhalten Deiner Spieler für die Zukunft zu ändern. Sie sollen mal erzählen wie sie sich gefühlt haben während und nach dem Spiel. Und dann sollen sie Dir mal erklären welche Gründe diese Niederlage hatte und wie man das in Zukunft vermeiden kann.

    In einem Breitensportverein ist der Auftrag für Dich den Jugen zu trainieren. Wenn er jetzt zum Tennis geht, bedeutet dass er zusätzlich Sport treibt. Das könnte sich sogar positiv auf seine allgemeine sportliche Entwicklung auswirken. Mach Dein Training so gut wie möglich. Vielleicht findet der Junge Dein Training ja besser als das Tennistraining. Dann ist er ja vielleicht irgendwann wieder ganz bei Dir!

    Bin jetzt mal bewusst provokant.

    Wir wollen so Spielertypen wieder haben, die so straßenfußballmäßig an die Sache herangekommen sind. Variabel, flexibel, dribbelstark und auch ein bissel Risikofreude. Spielen, spielen, spielen. Und was machen wir. 1 oder 2 * die Woche 60 bis max. 90 Minuten. Und das fangen wir dann noch mit vielseitiger Bewegungsschulung an.

    Wie oft hat denn so ein fußballbegeistertes Kind früher auf der Straße oder im Hinterhof gespielt? bzw. wie oft tut es denn das, wenn es die Freiheit dazu vielleicht hier oder in einem dritte Welt Land hat. Na jeden Tag. Und so lange wie möglich, bis die Mama gerufen hat. Und deswegen stelle ich mal die These auf, dass man ohne weiteres auch 3 oder 4 mal die Woche trainieren könnte. Man sollte es dann nur lassen, so schulmäßige Technikvermittlung oder Bewegungsschulung zu betreiben. Einfach spielen lassen, wenig eingreifen. Mal mit nem Tennisball, auf unterschiedliche Tore, auf ein Tor oder zwei oder 4. Klar für die Kinder der Helikoptereltern ist das zu viel, weil sie noch zur Musik müssen oder zum Schwimmen. Aber da sind vielleicht auch Jungs, die froh wären, jeden Tag zum Fußball zu können. Warum denn eigentlich nicht?

    Hallo,


    grundsätzlich hast Du recht. Meine Aufgabe als Kindertrainer ist es, die Kinder für das Spiel und für Sport im allgemeinen zu begeistern. Zweimal in der Woche eine G zu trainieren reicht völlig aus, wenn das Training sinnvoll durchgeführt wird. Diese insgesamt 120 Minuten bringen die Kinder bestimmt weiter. Ich möchte als Trainer aber natürlich erreichen, dass die Kinder an den weiteren Tagen im Garten, auf dem Schulhof oder der Sportanlage spielen. Das wäre der Idealzustand. Wir haben neben unserer Sportanlage die Grundschule. Dort befindet sich ein DFB Minifussballfeld, dass die Schüler in der Pause nutzen dürfen. Für mich als Trainer natürlich perfekt, dass meine G,F und E Kinder in der Schulzeit so auch noch Fussball Spielen!

    Ich bin mir aber auch sicher, dass zuviel Vereinstraining und Turniere/Spiele Kinder überfordern können. Darauf sollte man immer achten. Ich habe mit meiner F wieder viele Turniere gespielt und für einige Kids war das an der Grenze. Die ersten Anzeichen einer Überforderung sind Lustlosigkeit. Also 2 Trainingseinheiten in der Woche die möglichst perfekt durchgeführt werden, reichen wirkliche aus.


    Gruß


    Stu

    Hallo,


    ich sehe für Dich doch gar kein Problem. In der G bist Du für die Grundlagenausbildung als Trainer verantwortlich. Mehr nicht. Alle Spieler fördern und für den Sport begeistern. 11 Kinder sind sehr überschaubar. In dieser Alterklasse würde ich auch noch nicht von Talenten sprechen sondern weit und nicht so weit entwickelten Kindern. Wenn Du richtig gutes Training macht, wirst Du Dich wundern wie sich die Kids in 6 Monaten entwickeln. Es ist bei Kindern normal, dass sie teilweise regelrechte Entwicklungssprünge machen. Die Kids, die jetzt noch nicht so weit sind, können auch noch aufholen!


    Also gutes Training durchführen und viel Spaß erzeugen - Ergebnisse von Spielen und Turnieren völlig unwichtig!

    Hallo,


    ich habe eine U23 übernommen und möchte nun die Sommervorbereitung planen. Kennt jemand da konkrete Literatur oder Trainingspläne? Mir geht es vor Allem um ein stimmiges Fitness und Ausdauer Training. Die Mannschaft spielt im unteren Amateur Bereich.


    Danke

    Moin, ich trainiere seit zwei Jahren die G. Die Jungs stehen also kurz vor dem Wechsel in die F und sind eine tolle Truppe. Jede Mannschaft hat ihren eigenen Charakter, der sich aus dem Durchschnitt aller Spieler ableitet. Diese U7 ist sehr konzentriert und ergeizig.

    Ich habe jetzt noch unsere F übernommen, die bis auf 4 Spielern aus dem älteren Jahrgang besteht. Ganz anderer Mannschaft. Die Jungs können sich insgesamt wesentlich schlechter und kürzer auf einzelne Trainingssituationen einstellen. Hier musste ich mich zurück nhemen und erstmal einen "Draht" zur Mannschaft finden. Das war ich von meiner G nicht gewohnt. Ich hatte also auch unbewusst gewisse Vorurteile. Irgendwann habe ich das als Herausforderung für mich als Trainer angesehen! Und von da an wurde ich besser und es klappte mit dem Team auch besser. Die Disziplin war echt schlecht. Aber die Kinder haben wohl gemerkt, dass mein Training Spaß machen kann und haben sich in allem verbessert. Die Jungs, die ich am Anfang für die schlimmsten gehalten habe, folgen mir jetzt großartig!


    Ein Team zu trainieren, dass perfekt funktioniert, kann doch jeder! Eine Herausforderung ist doch erst ein Team bei dem es nicht läuft!

    Ein solche Mutter gibt es doch in jeder Jugendmannschaft:D! Dein Verhalten mit der Stoppuhr und dem Wechselmodus ist super. Hast Du den Eltern Deines Team das vor der Saison genau erklärt? Ich nutze dafür immer Eltern Info Briefe per Whatssapp Gruppe. So wissen alle Eltern was ich mache und was ich vorhabe. Diskussionen werden so vermieden.

    Es gibt aber immer Eltern bei denen das nicht reicht. 1. Regel: Nie am Platz in eine Diskussion mit Eltern verwickeln lassen! Hier mit den Eltern ein Telefongespräch oder ein persönliches Gespräch vereinbaren. Bei größeren Problemen lieber persönlich und unter Zeugen (Jugendleiter). Freundlich und deutlich Deinen Standpunkt vertreten. Sollten die Eltern das nicht verstehen, muss ein Wechsel angeboten werden.


    Das klingt zwar hart, besonders für den Jungen aus Deiner Mannschaft, aber Eltern die immer quer schlagen, können Dir Alles kaputt machen.

    Ich habe noch einen Vorschlag, im Prinzip eine Einstellung zu den Spielen. Wenn Du als Trainer das Ergebnis immer in den Vordergrund stellst, kann es Probleme in einer F-Jugend geben. Man kann dem Team doch vor dem Spiel eine klare Aufgabe oder Zielsetzung mitgeben. Z.B. alle Spieler laufen und bewegen sich viel! Gegenseitig anfeueren und unterstützen! Wenn die Kinder gegen eine starke Mannschaft verlieren, aber die vorgegebenen Ziele erreicht haben, hast Du trotzdem einen Erfolg ermöglicht. Das ist im Prinzip ein Trick, um immer mit einem positiven Ergebnis vom Platz zu gehen. Wichtiug ist hier direkt nach dem Spiel noch auf dem Platz den Kids das zu sagen.

    Solche Vorgaben kann man auch nur einzelnen Spielern machen. Wenn ein Junge noch ängstlich und zurück halten ist, kann man ihn so versuchen Stück für Stück da raus zu holen.

    Ich betreue unsere U7 und ab dem Sommer werden die Jungs unsere U8. In der F bleiben imm Sommer nur 4 Spieler in der F vom dann alten Jahrgang übrig. Die kommende F wird also hauptsächlich aus jüngeren Spielern bestehen.


    Planung:

    Unsere jetzige F nimmt am Spielbetrieb der FairPlayLiga teil. So weit, so gut. Nachteil ist hier aber, dass jedes Wochenende ein Spiel statt findet. Bei einem Spiel steht das Ergebnis daher am Ende im Raum. Auch wenn dies nicht in einen Tabellenwertung fließt. Eltern und Kinder sind daher schon auf dieses Ergebnis fixiert. Ich plane daher für die kommende F eine Teilnahme an den Spielnachmittagen. Da werden gleich mehrere Spiele gemacht und die Ergebnisse relativieren sich. Als Trainer kann man dort auch mehr ausprobieren. Gegen schwächere Teams kann man den eigenen schwächeren Spielern mehr Spielzeit ermöglich. Man kann auch im Tor rotieren und auf dem Feld eine Menge ausprobieren.


    Es ist aber wichtig das Alles vorher den Eltern mitzuteilen und deutlich zu machen! Dann kann es nachher keine Diskussionen geben. Ich verschicke mind. zweimal im Jahr über unsere Whattsapp Gruppen Elterninfo Briefe. Alle Eltern werden über unsere kommenden Spiele und Turniere informiert und über die Trainingsinhalte- und ziele.

    Was meinst Du denn mit "werde keine Trainingsminute verschwenden"? Das muss man den Kindern doch nicht beibringen! Die Kids in diesem Alter brauchen schlicht keinen Schiedsrichter! Man sollte ihnen zur Seite stehen, wenn Situationen unklar sind wie z.B. wer hat den Ball ins Aus gespielt, Eckball oder Abstoß. Aber selbst das ist nicht so wichtig! Fouls einklagen müssen? Trainer die über Entscheidungen diskutieren?

    Die Kids sollen einfach spielen und alle anderen sollten sich möglichst daraus halten!! Trainer die bei einem F Spiel die ganze Zeit Kommandos reinrufen sind fehl am Platz!

    Hallo,


    ich habe drei Söhne. Zwei spielen in der G und dort bin ich auch der Trainer. Gerade Eltern von so jungen Kinder wollen ihre Kinder natürlich gut aufgehoben wisse. Die Frage ist aber, ob Eltern ein gutes oder ein schlechtes Training tatsächlich unterscheiden können. Ebenso die Anweisungen in einem Spiel. Ich versuche den Eltern meine Philosohie anhand von Elterninformationsbriefen zweimal in der Saison näher zubringen. Außerdem erkläre ich neuen Familien die "Regeln". Eltern sind nur Zuschauer und dürfen anfeuern (vernünftig). Alles anderer ist der Bereich der Trainer. Ich bin bei unserem Dorfverein auch Jugendleiter und es gibt von Team zu Team große Unterschiede was die Eltern angeht. Gestern habe ich das erste Heimspiel unserer E gesehen. Super Spiel und die Eltern saßen am Rand und waren quasi still!! Nicht ein dummes Reinrufen! Das war richtig toll! Heute spielt unsere F und ich befürchte das wird ganz anders.


    Falls Du wirklich der Meinung bist, der Trainer macht große Fehler, dann sollte man das Gespräch mit ihm und dem Jugendleiter zusammen suchen und versuchen das zu klären.

    Hallo,


    ich habe den Eignungstest bestanden und mich bereits für den 1. Teil des B-Lizenzlehrgangs angemeldet. Aus beruflichen Gründen werde ich die drei Teile und die Prüfung splitten und nicht an einem Stück machen können. Kann mir jemand etwas zu den genauen Inhalten sagen? Gibt es konkretes Material, dass man sich ansehen könnte? Würde mich gerne vorbereiten.


    Danke!!

    Sehe ich auch so. Kinder in dem Alter brauchen Rituale, Regeln und Grenzen! Vielleicht solltest Du mit Deinem Team einen Vertrag machen. Festlegen wie man sich innerhalb der Mannschaft zu verhalten hat. Alle unterschreiben und Du hängst das dann im Vereinsheim auf.


    Meine 2011er sind sehr gut "erzogen". Sind halt schon 1,5 Jahre in meinem Team. Unsere F dagegen ist mega schwierig.

    Ich bin im Moment nicht so ganz im E-Jugend Thema, denke aber schon, dass man hier ein Abspielen untereinander sehen sollte. Allerdings sind Aktionen einzelner Spieler wichtig. Nur in Spielen kann ein 1:1 richtig ausprobiert werden. Es ist hier also die Frage, wie sich das ganze dargestellt hat. Spieleröffnung über den Torhüter per Kurzpass an die Verteidiger? Entstehen dann für den ballbesitzenden Spieler Anspielstationen? Bewegen sich alle Spieler auch ohne Ball? Wir miteinander gesprochen?


    Eine letzte Frage noch: Was ist ein Kleinfeldkoordinator??:/=)

    Ich habe das erst mit meinem Team gemacht und gehe davon aus, dass der rechte Spieler kurz vor dem Abspiel nach links innen dreht und dann den Ball mit dem linken Fuß Innenseite oder Innenrist zu seinem Mitspieler spielt. Alos kein Druckfehler. Hier wird erreicht, dass der Angreifer bei einem Angriff von vorn abdreht und den Ball sichert. Mit dem Gegnerfernen Fuß wir der Ball also quer gespielt! Mach Sinn!

    Es ist bei Bambini Spielen natürlich häufig zu sehen, dass Pässe gespielt werden, keinen Sinn machen. Oft schauen die Kinder nicht mal in die Passrichtung, spielen also blind. Und das hat einen Grund: Die Kinder wollen den Ball nur los werden, weil Sie unter Gegnerdruck stehen (oder noch nicht mal das). Diese Pässe sind dann natürlich keine sinnvolle Lösung. Die Kinder brauchen dafür im Training Lösungsansätze. Also Dribbeln in Spielformen fördern. Der Torerfolg muss das Größte sein. Einen Zweikampf darf dann auch mal verloren werden! Auch solche Sachen wie den Ball mit der Sohle zurück ziehen und einfach in die andere Richtung laufen, können Bambinis lernen.

    Diese "Alibipässe" werden mit zunehmenden Alter zu einem sinnfreien Ballwegschlagen. Das Dumme ist nur, dass in der F und E ein Ball hinten rausschlagen sogar noch ergebnisorientiert ist und teilweise sogar zu eigenen Tormöglichkeiten führen kann. Aber ab der D-Jugend haben Kinder, die nur diese Option haben, keine Chance mehr. Meiner Meinung nach ist dies ein Teilaspekt des Dropouts in dieser Altersklasse (Kinder/Jugendliche hören mit dem Fußball auf). Daher ist es zwingend erforderlich und die Pflicht eines Trainers den Kinder ab der G alle Optionen aufzuzeigen und beizubringen. Natürlich ist dies immer abhängig von der körperlichen und geistigen Entwicklung. Und die kann innerhalb einer G-Jugend extrem unterschiedlich ausgeprägt sein. Wenn man im Training Spielformen einsetzt, wie z.B. Funino werden die Kids ganz von alleine mit dem Passen beginnen.


    Meine Empfehlung: nicht das Passen verbieten oder angewöhnen sondern den Kinder Lösungen aufzeigen.