Beiträge von Dirk Coerverfan

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Etwas Nachdenkliches zum Rotieren und Positionieren.


    Zurzeit trainiere ich meine damaligen Jungs 1996/97/98er (alle haben letzte Saison A-Jugend gespielt) wieder.
    Wir hatten in den letzten Trainingseinheiten der Saison einige Spieler, die bei uns Probetraining gemacht haben. Man glaubt es nicht, aber alle Spieler wurden von ihren Eltern begleitet.
    Am Ende wollten alle Eltern von mir wissen, was ich von ihren Söhnen halte und ob er genug Einsatzzeit bekommen würde und ob wir mit ihm den den Aufstieg schaffen.


    Nach meine Standardsprüchen über Ausbildung,Tabellen, Rotation, positionieren, und gleiche Spielzeiten für alle fragte ein Vater, wie stark ich die Gegner in der nächsten Saion einschätze.
    Mit so einer Frage habe ich überhaupt nicht gerechnet, weil mich die gegnerischen Mannschaften noch nie interessiert haben. Kurz überlegt ?(
    Dann hat sich folgendes Gespräch entwickelt.
    Ich:"Schau mal kurz auf den anderen Trainingsplatz. Was siehst du dort?"
    Seine Antwort: "Wenn mich nicht alles täuscht, müssten das eure 1.Herrenmannschaft sein"
    Ich: " Schaue sie dir genau an, dass sind die Gegner für unsere Jungs"
    Er: " Häh, das verstehe ich nicht?"
    Ich: "Jeder einzelne von den Spielern, die dort trainieren besetzt einen Stammplatz, den unsere Jungs aus der A-Jugend in ein bis drei Jahren einnehmen wollen.
    Jetzt schau dir mal den Spieler XXX (21 Jahre alt) der 1.Herrenmannschaft an, was hälst du von ihm?"
    Er: " Den kenne ich sogar, der spielt auf der 6er Position und ist unglaublich stark, andere Vereine wollen ihn auch schon haben (diese Info stand in der Zeitung)."
    Ich: " Er will aber sein Fußballerleben lang hier bleiben. Glaubst Du, dass auch nur ein Spieler der A-Jugend jemals sein Niveau erreicht?"
    Er: "Nein"
    Ich: "Wäre es jetzt sinnvoll einen Spieler der A-Jugend total auf diese 6er Position auszubilden, nur damit er, wenn er in den Herrenbereich wechselt, auf der Ersatzbank landet?"


    Schon toll was dieses Gespräch bei dem Papa ausgelöst hat.

    Hallo Boque,
    ich finde es gut, dass du mal wieder einen neuen Thread eröffnet. Ausgelutscht ist dieses Thema nur für die Vielschreiber.
    Für die Neulinge und die Mitleser ist es oftmals besser, die Themen neu zu starten.


    Hier ein uralter Thread (2006) von mir, der meiner Meinung nach aktueller ist denn je.
    Spielsysteme 7:7


    So habe ich bis einschließlich D-Jugend gearbeitet.
    Hier ein Link 3 Jahre später:
    F-Jugend: Feste oder wechselnde Positionen?
    Ab der C-Jugend (11er Feld) fing ich an, die Spieler im taktischen Bereich positionsspezifisch auszubilden. Allerdings wurden alle Spieler auf allen Positionen ausgebildet.
    Einige Profitrainer haben bezüglich der Positionierung und der Rotation wohl in diesem Forum nachgelesen u.a. Jupp Heynckes, und Pep Guardiola. :D
    Hier dürfen wir endlich einmal auf den "großen Fußball" schauen um uns Anleihen für den Kinder- u. Jugendfußball zu nehmen.
    Damit diese Profispieler so flexibel eingesetzt werden können, benötigen sie so lange wie möglich eine breite und umfassende Grundlagenausbildung.
    Ich weiche natürlich auch hier nicht von folgender Meinung, die ich mir zu eigen gemacht habe, ab.
    "Jugendfußball ist kein reduzierter Erwachsenenfußball" und "Kinderfußball ist kein Erwachsenenfußball"


    Für mich steht zurzeit fest, dass die Rotation und die nicht positionsgebundene Ausbildung bis in den Erwachsenenfußball hinein ein Prinzip im Training und Wettkampf dieser Sportart werden muss.

    betreuer72
    Ich bin absolut bei dir.
    Für mich ist das Lob in dieser Alterstufe der Dünger, den wir streuen müssen, damit die Saat gedeiht. Unsere Ernte ist dann eingefahren, wenn wir es geschafft haben
    den Kinder den Spaß am lebenslangen Fußballspielen zu vermitteln.
    Kritik hat in dieser Alterstufe noch nichts zu suchen, denn Kinder machen keine Fehler sondern sammeln Bewegungserfahrungen.


    Ich habe mich als Elternteil oft genug ertappt, dass ich meine Beobachtungen nicht objektiv gemacht habe.
    Beim nächsten Mal habe ich mir einen Zettel mit Beobachtungszielen angefertigt, um meine Beobachtungen objektiver zu machen.
    Gefühlte Beobachtungen gehen oft daneben. Hast Du schon einmal etwas von Projektionsfehler in der Beobachtung gehört?
    Damit dir das nicht passiert, musst du dich ein wenig vorbereiten.
    z.B.: so
    Mach doch einfach 4 Spalten auf einen Zettel
    Spalte 1. Lob für meine Tochter
    Spalte 2 Kritik an meiner Tochter
    Spalte 3 Lob für andere Spieler
    Spalte 4 Kritik für andere Spieler.


    Nehme dir 2 Trainingseinheiten und 2 Spiele und fülle diesen Zettel aus.
    Nach der Auswertung hast du ein besseres Bild und kannst den Trainer gezielt ansprechen.

    Mensch Sir Alex da bin ich dann einer regionalen Zeitungsente aufgesessen.
    Bei Bennet Schauer, das ist der Dritte aus meiner Fußballschule, habe ich besser aufgepasst.
    Bennet war bisher nur auf einem Sichtungslehrgang: http://www.dfb.de/fileadmin/us…d/2013/08/teistungen2.pdf
    Marco war auch nur auf einem Sichtungslehrgang: http://www.dfb.de/fileadmin/us…4/03/140323_Kader_U15.pdf
    Tut mir leid, das war keine Absicht.
    Aber vielleicht schafft es ja Fiete Arp vom HSV im nächsten Jahr.

    Coerver-Coaching Trainerweiterbildung
    (Modul 1 und 5)

    Schleswig-Holstein


    Am
    26.04.2014
    führe ich eine 1 tägige Coervergrundausbildung beim
    TSV Selent
    (ca. 15 km nördlich von Plön) durch.


    Es sind noch einige Plätze frei.
    Anmeldung über PN oder über dirkbroeker(äääätttttt)web.de


    Insgesamt gibt es 6 Ausbildungsmodule.


    •Modul 1: Coerver Coaching Ballmastery (Teil 1): Grundlagen der Ballbeherrschung
    1000 Ballkontakte in 10 Minuten
    •Modul 2: Coerver Coaching 1v1 (Teil 1): Richtungsänderungen
    (Cut-Set und Hook-Turn-Set) – Coerver Skills Bridge
    •Modul 3: Coerver Coaching Passing & Receiving: 1st Touch – Bedeutung & Erlernen
    •Modul 4: Vom Erlernen bis zum effektiven Nutzen technischer Fähigkeiten (Teil 1):
    1v1 am Beispiel einer Finte
    •Modul 5: Lernen von den Besten Teams der Welt (Teil 1): Combinationplay &
    Fast Break Attack – wie kann man die Stärken der besten Teams trainieren?
    •Modul 6: Lernen von den Besten Spielern der Welt (Teil 1): Wie kann man die
    technischen Fähigkeiten der Superstars trainieren?


    Danke Uwe, dass ich hier diesen Termin einstellen durfte.


    PS: Aus meiner Fußballschule ist jetzt schon der zweite Jugendnationalspieler hervorgegangen. brustganzdollgeschwellt
    Neben Thore Jacobsen (U17) hat es jetzt auch Marco Drawz (U15) gleich in zwei (deutsche und polnische) Nationalmannschaften geschafft.

    @all
    Alle Antworten in diesem Thread habe ich als Kindertrainer gegeben.
    Ja ich akzeptiere viele verschiedenen Lösungsansätze um Kindern das Fussballspielen beizubringen.
    Auch in dem Bereich der fussballerischen Ausbildung unserer Kinder sind wir immer noch nicht auf den Stein des Weisen gestoßen.
    Allerdings stehe ich persönlich, und das hat nichts mit der von mir angewandten Methode zu tun, auf dem Standpunkt das es in jedem Alter bestimmte sensible Lernphasen gibt.
    Das heist für mich, wieder völlig los gelöst von der Methodik, dass ich in den egoistischen Altersabschnitten/phasen auch diese bediene in dem ich viele Spiele 1 gegen 1 und viele Übungen 1 Spieler pro Ball durchführe.
    Hier gibt es allerdings auch andere Lehrmeinungen. Dort heißt z.B: es müssen die Schwächen ausgemerzt werden.
    Meine Denke geht eher dorthin, dass man die Entwicklungsphasen analysiert (Konzept DFB und viele Internetseiten die sich mit Kindersport beschäftigen) und dann genau diese Phasen bedient.
    Sehr vereinfacht ausgedrückt bin ich der Meinung, dass ich als Trainer die Stärken der Spieler stärken soll.


    1. Ich habe meinen Nicknamen für dieses Forum gewählt, als ich noch kein Coerver-Coach war.
    2. Meinen Namen werde ich nicht ändern. Da Coerver für einige ein Reizwort ist, werde ich versuchen die Sicht meiner Postings deutlicher zu machen. Wenn ich es nicht vergesse werde ich ab sofort zwischen persönlich / DFB / Coerver /
    andere Methoden unterscheiden.
    3. Ein Kind bleibt ein Kind auch wenn es ein Talent besitzt bleibt es ein Kind.
    4. Wir müssen immer betrachten in welcher Alterstufe sich unserer Kinder befinden damit wir sie altersgerecht ausbilden.
    5. Es gibt nicht den Entwicklungstand für alle Kinder.
    6 Norm Entwicklungstände sind immer aus einer großen Gruppe von Kindern errechnete Mittelwerte, die nie auf das einzelne Kind zutreffen. Deshalb ergibt sich für mich als Kindertrainer:
    7. Ich nehme immer den am weningsten Entwickelten als Maßstab meiner inhaltlichen Trainingsplanung.
    8. In der F-Jugend wollen wir egal ob Peter Schreiner, Coerver-Coaching, Horst Wein oder der DFB das die Spieler sehr viele Ballkontakte im Training und im Spiel haben. Wieviele hat man als Abpasser u. wieviele hat man als Dribbler?


    Und noch eines zum: "Den stelle ich mal in eine Coerver-Ecke" ganz nach dem Motto. "Wessen Wein ich sing, dessen Lied ich sing"


    Coerver, DFB, Wein usw. unterscheiden die Trainingsschwerpunkte immer nach der Alterstufe/ dem Entwicklungsstand. Das hat nichts mit der Coerver-Methode zu tun, das sind Grundlagen aus der Erziehungswissenschaft.
    Falsch ist , dass wir aus der "Coerver-Ecke" das Dribbling gegenüber den anderen Techniken bevorzugen. Richtig ist, dass wir die Ausbildung des gegnerüberwindenden Dribblings sehr gut beherrschen.
    Das Passspiel, das Gruppenspiel und der Torschuss haben bei uns ab einer bestimmten Altersstufe eine sehr hohe Bedeutung.
    Somit ist unsere Coerver-Philosphie/Ausbildung eindeutig auf den offensiven Fußball ausgerichtet.
    Zur Erklärung: Die Mannschaft die im Ballbesitzt ist, ist in der Offensive, die Mannschaft die den Ball nicht besitzt ist in der Defensive.

    Moin Eckman,
    du trainierst eine E-Jugend?


    Trainerstab?! Coool


    Welche Antworten gibst du beim Ankreuzen vor?
    Selbstbeurteilung bei E-Jugendlichen? Da bin ich mal gespannt welche Antworten du bekommst.


    Was möchtest Du mit dieser Aktion erreichen?

    Cool,
    "Coervi" Kinder verniedlichen viele Dinge vor denen sie Angst habe.


    Münchhausen, du brauchst keine Angst vor mir zu haben.


    Aber jetzt mal "Budder bei die Fische"
    Welches Fachbuch schreibt für eine F-Jugend "Spielen, Spielen, Spielen"


    Und wenn du dich traust, darfst du auch gerne deinen Verein nennen.


    In anderen Foren hieß es bei einigen Postern "Don´t feet the troll"

    @Fußballbaron
    dein Avatar nimmst du jetzt aber echt zu wörtlich. :)


    Welche Fachbücher schreiben in der F-Jugend, darum geht es doch im Eingangsposting, vom Spielen, spielen, spielen so wie du es verstehst.
    Auch die Schweizer schreiben es in ihrem Konzept anders.


    Ich merke immer mehr, dass dein Avatar zu dir passt. Hier versucht uns jemand einen Bären aufzubinden.


    In einem Leistungszentrum trainierst du nie und nimmer. Solche "Theoriefalschversteher/verdreher" werden niemals in der Schweiz in einem NLZ beschäftigt.
    Die Schweizer Schule, bzw. das Schweizer Konzept war gerade im Kinderbereich das Vorbild des DFB-Konzeptes.

    Prima Idee!
    Ich bin natürlich auch mit von der Partie. Rechtzeitige Planung vorrausgesetzt.


    Natürlich würde ich mich für eine 2 stündige praktische Lehreinheit als Referent zur Verfügung stellen.
    Rate mal welches Thema ich durchführen möchte? :thumbup:

    Zodiak


    Wie du sicher bemerkt hast, schreibe ich kaum noch etwas. Hier sind mitlerweile ganz viele Trainer, allen voran Andre und Ralf Klohr, die sich für den kindgerechten Fußball einsetzen.
    Ich schreibe in dem Forum nur noch, sobald etwas, meiner Meinung nach, zu sehr aus dem Ruder läuft.

    Zitat

    Dirk
    Das du als Coerver Verfechter auf die Technik aus bist, weiß ich doch ;) - ich selbst trainiere massiv Technik mit den Jungs. So ist bei jeder Einheit 15-20 Minuten Passspiel sowie Ballan- und Ballmitnahme integriert - auch die Individualtaktik kommt bei weitem nicht zu kurz. Jedoch muss ich ein Team, das im nächsten Jahr eben wieder in der zweit höchsten Jugendspielklasse spielt auch wert auf die taktische Ausbildung legen.


    Bei mir kommt deine Antwort so an: "Ja, ja der Dirk, der muss ja als Coerver Coach auf die Wichtigkeit der Technik hiweisen!"
    Hier habe ich nicht als Coerver-Coach geantwortet, sondern als Kenner und Verfechter des DFB Konzeptes geantwortet.


    In den letzten 3 Jahren durfte ich mir von ca. 25 verschiedenen NLZ die A- und B-Jugendmannschaften ansehen.
    Dabei ist mir aufgefallen, dass sich nicht ein einziges NLZ in der Praxis an das DFB-Konzept hält. Hier herrscht unglaubliches Ergebnisdenken vor. Vor allem Trainer, die Mannschaften in der mittleren und unteren Regionen der Tabelle betreuen, halten sich kaum noch an eine Empfehlungen.
    Manchmal kommt es mir vor als wenn die Trainer(Achtung mindestens DFB-A-Linzenzinhaber) nur ihr eigenes Schaulaufen durchführen, immer in der Hoffnung, dass sie endlich als Trainer entdeckt und zu Höheren berufen werden.
    Dort wimmelt es von ehemaligen Profis, die niemals verstehen werden, warum einige Spieler ihrer Mannschaft Probleme mit ihren taktischen Vorgaben haben. Diese Profis oder auch "Möchtegern Profitrainer" waren in ihrer Jugend höchstwahrscheinlich mit mehr Talent gesegnet als die Spieler die sie jetzt trainieren, Sie werden sich niemals in die jugendlichen Spieler hineinfühlen oder -denken können um zu verstehen, wo sie mit ihrer Ausbildung ansetzen müssen. Diese Aussage gilt auch für die allermeisten Trainer, die nicht im Profibereich gespielt haben, sich aber im NLZ und im hochklassigen Jugendfußball austoben dürfen.


    Warum werden den Spielern die komliziertesten System und Taktiken in so jungen Jahren gelehrt- obwohl sie sich noch in einem geistigen Reifeprozess befinden.
    Wer sagt denn, dass ein geistig noch nicht so weit entwickelter Spieler in Seniorenbereich mit einmal der taktische Überflieger wird? Hier wird dann lieber dieser Spieler aussortiert und auf externe Spieler zurückgegriffen. In den Zuliefervereinen sind dann wohl doch die besseren Trainer- oder?


    Statt den Jugendlichen das taktische "1 x 1" zu vermitteln, werden hier super tolle Systeme ausprobiert nur damit man nicht absteigt, oder den Anschluss an die Spitze nicht verliert, oder damit "Trainertalent-Scouts" auf einen aufmerksam werden.


    Was spricht denn gegen das vom DFB vorgeschlagene und auch sehr gut begründete 4:3:3 oder das 4:4:2?
    Haben hier die Trainer der NLZ und die Trainer der hochklassigen Mannschaften nicht zugehört-- oder sind die Theoretiker des DFB, bei denen sie die Ausbildung durchlaufen haben alles nur Stümper?


    Was ist denn an den DFB Empfehlungen aus der Sicht des Ausbilders so schlecht, das man mit den Jungs die tollsten Senioren Systeme einstudieren muss?

    Puhh,
    das hört sich für mich wie Herrenfußball an.


    Wenn mich nicht alles täuscht, ist das junger Jahrgang B-Jugend.


    B-Jugend = 2. Goldenes Technik-Lernalter warum um Himmels willen sollen sie schon taktisch so agieren wie eine Seniorenmannschaft.
    In diesem Alter fängt, wenn überhaupt, gerade erst die Positionsspeziallisierung an.


    Mich macht es kirre wenn hier unter dem Vorwand des hoch- und höchstklassigen Fußball über taktiken philosophiert wird, die erst frühestens im A-Jugendbereich geschult werden sollten.
    Kann es sein, dass auch hier wieder die ergebnissorientierten Trainer am Werk sind?


    Sorry, Zodiak
    auch in den NLZs gilt wie im Breitenfußball "Jugendfußball ist kein Erwachsenenfußball".

    Sorry, das ich mich erst so spät noch einmal einschalte.


    @maddog84
    Ich schreibe Körperverletzung so groß, damit alle die hier im Forum neu sind, gar nicht erst mit dem Dehnen ihrer Spieler beginnen.



    @ DerErkel
    Ich behaupte nichts. Raicoon hat doch den Link auf http://www.nostretch.de eingestellt.
    Dort darf sich jeder Interessierte reinlesen. Das kann und möchte ich den Forumsteilnehmern nicht ersparen. Bis vor 2 Jahren konnte man auf dieser Seite die wissenschaftliche Studien zu diesem Themen einsehen.
    Wer sich intensiver damit befassen möchte, darf gerne im Internet googlen oder den Verfasser von Nostretch.de kontaktieren.


    Hier einmal einige Dinge die ein Physiotherapeut beim Dehnen berücksichtigen muss.
    Achstellung der Gelenke (z.B. O-Bein, X-Bein)
    ev. Hypermobilität
    Muskelspannung
    ev. Vorschäden der Knorpel
    ev, Vorschäden des Bänderapparats
    Fußfehlstellungen (Senk, Knick, Spreizfuss usw.)
    In welcher Alterstufe befindet sich das Kind/der Patient/der Sportler?
    Welche "normalen" Fehlstellungen dürfen die Kinder/Patienten/Sportler in dieser Alterstufe haben?
    Welche Mobilität der Gelenke ist in der Alterstufe "normal"?
    usw, usw.


    Angenommen--!
    ich hätte mich als Trainer in diesen Dingen ausbilden lassen(ca 370-750 Stunden also ca. ein viertel bis ein halbes Jahr Vollzeitunterricht), dann habe ich immer noch das Problem, dass ich es im Training
    nicht mit einem sondern gleich mit sehr vielen Spielern zu tun habe. Alleine die Kontrolle ob jeder Spieler, die ihn zurzeit gegebenen Grenzen der Beweglichkeit überschreitet würde
    mich als "wissenden" Trainer schon zeitlich und konzentrationsmäßig überfordern.
    Im Mannschaftstraining kann ich somit nicht auf die unterschiedlichen Körpertypen der einzelnen Spieler eingehen.
    Außerdem werde ich wohl kaum von dem Hausarzt die Vorbefunde der Spieler bekommen.


    Thomekz
    zu deiner Frage, "Ist es deiner Meinung nach besser gar nicht zu dehnen solange der Verein sich keinen "Experten" leisten kann?"
    Es ist besser im Kinder- und Jugendbereich der Breitensportvereine nicht zu dehnen!
    Dehnen führt zu negativen Effekten. Lies auf dem obigen Link nach oder google.
    Und deshalb stehe ich zu meiner Aussage:
    Dehnen durch nicht ausgebildetes Fachpersonal (mindestens Physiotherapeut) im Kinder- und Jugendbereich ist
    Körperverletzung

    Hier meine Gründe die aus meiner Sicht gegen eine Fernausbildung sprechen.


    1. Wir haben vor ca. 4 - 5Jahren die Ausbildung zum "Breitenfußballer C-Lizenz" von lernzielorientierten auf lerngruppenorientierten Unterricht umgestellt. Für mich als Referent war es eine riesen Umstellung und anfangs war ich skeptisch ob es so funktioniert, wie es sich die Vordenker des DFB vorgestellt haben. Heute muss ich sagen, dass sich bei den Teilnehmern das Wissen viel mehr verfestigt als es bei der alten Unterrichtsform der Fall war. Es ist ein riesen Unterschied ob ich mit einem "Nürnberger Trichter" Wissen vermittelt bekomme, oder ob ich mir in Gruppenarbeit Wissen aneigne. Gruppenarbeit stelle ich mir zurzeit (noch) in einer Fernausbildung sehr schwierig vor.
    2. Als spätere Kinder- u. Jugendtrainer sind wir auch Pädagogen und Wissensvermittler. Wenn ich an einem präsenten Unterricht teilnehme , egal welche Unterrichsform, kann ich auf Emotionen der anderen Teilnehmer eingehen, weil sie vor Ort stattfinden. Wenn ich merke welche Lernprobleme ich habe, kann ich später bei meinem eigenen Training die Kinder viel besser verstehen und mich dadurch besser reflektieren. Das hilft mir meine methodischen Schritte für das nächste Training zu überdenken.
    3. Fußball ist eine "Bewegungssportart". Wenn ich als auszubildender Trainer merke wo meine eigenen Probleme im Fußballspielen sind, dann kann ich auch hier die Kinder besser verstehen und kann somit viel besser auf sie eingehen.
    4. Fußball ist eine Teamsportart. Die ersten 4 UE funktioniere ich in meiner Ausbildung immer als Teambuildung-Einheit um, damit die angehenden Trainer später in einem guten Gruppenklima lernen können. Auch diese für manche einschneidenden Erfahrungen nehmen sie in ihre Vereine mit und
    legen dort sehr viel wert auf das Teambuilding.


    Diese für mich sehr wichtgen Punkte kann man noch nicht über ein Fernlehrgang wirklichkeitsnah vermitteln.
    Ich persönlich betrachte uns als Handwerker in der Kinderarbeit.
    Unser Handwerk ist die Methodik und die Pädagogik.
    Und für mich ist es noch so, dass man das Handwerk nur durch praktisches Üben lernen kann.

    Herzlich Wilkommen im Forum


    Ich persönlich würde dir davon abraten. Hier ist es ähnlich wie beim Dehnen.


    Du brauchst einen extra ausgebildeten Spezialtrainer, der dich im Verhältnis 1 Trainer zu einem Spieler trainiert, also ähnlich wie in einer guten "Mucki-Bude". Bei den Profis ist es überhaupt kein Problem, dort sind diese Trainer vorhanden, bzw. werden mit viel Geld auf Honorarbasis engagiert. Als Amateur sollten wir uns nicht so trainieren, bzw unsere Spieler so trainieren.

    @TW mir wird manchmal vorgeworfen, dass ich hier Werbung für eine bestimmte Methode mache.
    Da diese Methode rein zufällig das 1 gegen 1 in dieser Alterstufe als Schwerpunkt hat, bin ich doch der richtige Ansprechpartner--oder? Für das von Toto angesprochene Problem kenne ich sehr, sehr viele Übungs- und Spielformen und vor allem die richtige Methodik um ihn die Angst zu nehmen.


    @ Toto 13
    Prima, dass du erkannt hast, das dass geschickte, intelligente Passspiel nur ein Teil des Fußballspielen darstellt.
    Suche dir jetzt jemanden, der dir zeigt wie man den Jungen mit spaßigen Übungen und Spielformen methodisch richtig die Angst vor dem 1 gegen 1 nimmt.
    Und Achtung!! Für den Kinderfußball (dieses gilt natürlich für alle Bereiche in unserer Gesellschaft) benötigt man eine einfache verständliche Ausdrucksweise.