Beiträge von Dirk Coerverfan

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    open-minded
    so ist es.
    Fußball ist nicht nur Dribbel oder nur Passen oder nur Ballan- und mitnahme oder nur Torschuss oder den Ball abschirmen oder nur Kopfball. Fußball ist viel, viel komplexer.
    Wenn es uns nicht gelingt, dass die Spieler nach 12 jähriger Ausbildung durch uns Kindertrainer, den Blick vom Ball lösen können, dann werden sie niemals in der Lage sein unsere taktischen Vorgaben als Erwachsenenspieler sauber umzusetzen. Nur wer den Ball riechen, schmecken, und fühlen kann ist als Erwachsener in der Lage, den Blick während des Dribblings über das Spielfeld wandern zu lassen.


    Zum Tikitaka.
    Das Tikitaka kann nur funktionieren, weil die Spieler offensiv so stark im 1 gegen 1 sind.
    Wären sie es nicht, wäre es ein leichtes sie entweder im 1 gegen 1 zu stellen oder die Passwege zu zustellen. Da beides zur gleichen Zeit für die Verteidiger nicht möglich ist, kann das Tikitaka erst funktionieren.


    Würden die Spieler nur dribbeln können, dann kann ich sie durch einfaches doppeln stoppen.
    Wären es nur ausgebildetet Passer, wäres es ein Leichtes die Passwege zu zustellen.


    Wir müssen als Kinder u. Jugendtrainer lernen, dass wir die altersentsprechenden bzw. entwicklungsbedingten sogenannten "sensiblen Phasen des Lernes" ausnutzen.

    Die eigentliche Frage lautete:
    Was meint ihr, sollte der Trainer in dieser Altersklasse schon darauf achten, dass die Kinder miteinander und nicht (eigentlich) gegeneinander spielen ?


    Meine Antwort: Nein!!!. Es ist total altersentsprechend für eine G-Jugend.


    Bei vielen Antworten von geschätzen Trainerkollegen muss ich mich Fragen ob sie gelesen haben, dass es bei der Mannschaft um Bambinis geht?


    In Pfeffernuss Antwort finde ich das typische Problem im deutschen Kinderfussball. Auch wenn sie es pädagogisch sehr gut gemacht haben, so ist es für die fußballerische Entwicklung des Kindes nicht wirklich förderlich.
    Warum müssen Kinder immer sofort das Abspielen lernen?
    Wie passt das mit der Aussage zusammen, dass die Kinder extrem viele Ballkontakte in diesen Alterstufen haben sollen?
    Warum sagt einer der Vordenker im deutschen Fußball auch heute noch, dass man in Deutschland "Abspieler" an jeder Straßenecke finden kann, aber die richtig guten Fußballer
    nur sehr selten findet?
    Warum hat Deutschland, trotz der meisten Kinder- und Jugendfußballspieler weltweit, noch keinen Robben, Ribbery, Neymar, C.Ronaldo, Messi usw. herausgebracht?
    Mittlerweile bessert es sich ja, aber nur weil es seit 10 Jahren langfristig denkende Kinder- und Jugendfußballtrainer gibt.
    Diesen Trainern haben wir es zu verdanken, dass wir Götze, Reuß, Volland, Schreiber, Draxler, u einige andere mehr haben, die auch den offensiven Zweikampf gewinnen können.
    Wenn wir noch mehr im deutschen Fußball erreichen wollen, müssen wir endlich begreifen, dass das "passen müssen" nichts im Kinderfußball zu suchen hat.
    Statt es ihnen abzugewöhnen, sollte wir sie lieber in dieser Alterstufe bestärken, denn diese Spieler machen später den Unterschied zwischen Kreisklasse u. Weltklasse.

    Das ist wirklich eine sehr gute (diskutierbare) Frage.



    Meine Interpretation seiner Aussage.
    Er ist ständig auf den Fußballplätzen dieser Fußballwelt unterwegs und sieht dadurch immer wieder die typischen Trainingseinheiten von
    Kinder u. Jugendtrainern.
    Dabei ist es egal, ob er in den Leistungszentren oder im Breitenfußballverein seine Schulungen abhält. Er sieht immer die extrem isolierten Übungen und Übungsformen, wie
    sie immer noch zu 90% auf den Trainingsplätzen dieser Welt praktiziert werden.
    Isolierte Übungen sind meiner Meinung nach auch nicht wirklich schlimm, wenn diese Übungen und Übungsformen bei den meisten Trainern nicht so extrem viel Trainingszeit einnehmen würden.


    Wir sollten alle viel mehr nach den Motto verfahren:
    Fußballspielen lernt man durchs Fußballspielen.


    Das bedeutet für mich, dass mein Training bis zur D-Jugend einschließlich mindestens zu 60% aus fußballspielen besteht.
    Das eine (isoliertes Techniktraining) schließt das andere (altersgerechte Trainingspiele) nicht aus.
    Im Gegenteil es ergänzt sich sogar sehr gut.

    @FB
    Egal nach welcher Methodik ich Kinder ausbilde, es bleiben Kinder.
    Und Kinder sind nun mal noch nicht voll entwickelte Erwachsenen.
    Wer im Kinderbereich tätig ist sollte/muss sich mit den Entwicklungsphasen auseinander setzten.
    Über diese Tatsache kann sich auch kein Peter Schreiner, Horst Wein, Ralf Peter, Alfred Gaulistian und, und, und hinwegsetzen.
    Das macht auch keiner von diesen Vordenkern, im Gegenteil sie nutzen ihr Wissen für ihre Methodik.


    Einer der schönsten/besten/passensten Sätze im Bezug auf dem Kinderfußball lautet:


    Kinder machen keine Fehler, Kinder machen Bewegungserfahrungen.


    Deshalb gibt es in diesen Alterstufen noch kein "Richtig" und kein "Falsch" bei der Ausführungen von Bewegungen und beim Erlernen von Taktiken.
    Sie sammeln Erfahrungen. Als Trainer ist es unser Job, ihnen so viele Erfahrungen wie möglich machen zu lassen.


    @FB
    Ich kann es noch immer nicht glauben, das du an einenm Leistungszentrum arbeitest.
    In deinen Aussagen nur in diesem Threa stecken grundlegende Fehler


    z.B.
    F-Jugend gibt es, jedenfalls in einem NLZ iim Bereich des DFB nicht. Diese Mannschaften werden zwar von den Vereinen zum Spielbetrieb gemeldet unterliegen aber nicht den Regeln des NLZ.
    Lernen über Medien im U9 bis U11 Bereich. Das ist schon recht harter Tobak aus dem Munde eines Trainers, der einem NLZ angeschlossen ist. Bewegungserfahrungen vor dem PC machen Kinder mit der Mouse.
    Die meisten Eltern können Nachhilfe geben. Puuuhhhh. Und dabei schreddern sie deine Methodik!?
    Vielleicht schreibst du aber auch über eine andere Alterstufe--!?
    Die Aussagen über Stadt- und Landkinder halte ich persönlich sehr kritisch und wüden so wohl auch niemals aus der Feder eines NLZ Trainers kommen.
    Fremdsteuern von F-Lingen während des Spiels durch reinrufen ist eines NLZ Trainers nicht würdig es sei denn er ist nur ein nicht ausgebildeter Co-Trainer bzw.Betreuer dieser Mannschaft.
    Das würde der Joystick-Co-trainer höschstwahrscheinlich nur einmal machen, Sollte es ein zweites Mal vorkommen, würde er sein Amt wohl nicht mehr bekleiden.


    Bisher habe ich über Kinderfußball aus der Sicht des DFB und aus der Sicht eines Vaters, der sich ein klein wenig mit Pädagogik und Methodik auskennt, geantwortet.
    Nicht ein einziges Mal habe ich in diesen Thread über Coerver-Coaching gesprochen.


    Den folgenden Satz von dir möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen. Den werde ich als Coerver-Coach beantworten.

    Zitat

    Und ich sage euch - auch Coerver würde FALSCHES Dribbling - und DARUM geht es nämlich - niemals unterstützen!


    Das Fundament der Coerver-Methodik besteht im Wesentlichen auf Ballgefühl- u. Ballbeherrschung. (übrigens geht der DFB auch immer mehr in diese Richtung)
    Diese Fähigkeiten können die Spieler, so unser Ansatz, nur über extrem viele Ballkontakte erlernen. (1000 Ballkontakte in 10 min)
    Die Fussballtechnik, die diese Forderung am Besten unterstütz, ist das Dribbling. Das Dribbling ist auch bei Coerver in dieser Alterstufe, wir reden immer noch von F- u. E. Jugend, der Hauptschwerpunkt der Ausbildung.
    Für uns kann in diesen Alterstufen somit kein richtiges bzw. kein falsches Dribbling geben.
    Auch in den anderen Alterstufen würde ich nie von richtigen oder falschen Dribbling reden. Wer kann sich schon anmaßen, zu sagen welches Dribbling "richtig" oder "falsch" ist. Ich würde eher von erfolgreichen und nicht erfolgreichen Dribbling reden.

    Andre
    Wenn FB im Talentbereich (Leistungszentrum oder Auswahl) tätig ist, was ich nicht wirklich glauben kann, dann kümmert er sich nur um die 2%.
    Somit würde er mit seinen Thesen 98% der Trainer nicht erreichen.
    Aber auch in dem Bereich müssen die Grundlagen immer altersentsprechend geschult werden.
    Es ist nur so, dass die Kinder im Breitenfussball das Fundament nur maximal bis zur Festigkeit des Betons ausbauen können.
    Die 2%ter erreichen in der Festigkeit die Werte von Stahlbeton.


    Für alle, die immer noch Glauben, dass das Paßspiel unbedingt der Schwerpunkt in der F- und E-Jugend sein muss.
    habe ich noch einmal zum Nachlesen mein Post aus dem Jahre 2006 hinterlegt.
    Spielsysteme 7:7

    Wir vergessen leider ganz oft den Entwicklungsstand der Kinder in bestimmten Alterstufen.
    Andre versucht immer wieder darauf hinzuweisen. Allerdings geht dieser Hinweis ganz oft in den Diskussionen unter, bzw. verloren.


    Die Frage ist doch immer wieder, was kann ein F-Kind und was kann er noch nicht lernen.


    Wer selbst kleine Kinder hat oder hatte, kennt das typische Verhalten eines 1 jährigen in Bezug auf "Meins" und "Deins"
    Papa zum Sohn (bis ca 4 Jahre alt): "Paule gib deiner Schwester bitte ein Stück von deiner Schokolade ab,"


    Was macht Paul darauf hin-? Er dreht sich um läuft aus der Situation raus und sagt auch noch ganz laut "Meine"
    Das ist auch völlig normal und altersentsprechend.
    Bis Paule seine kleine ganz eng begrenzte Welt öffnet, dauert es sehr lange und es geht auch nur "Schritt für Schritt"
    Ein 8 oder 9jähriger hat in der Regel seine Welt noch kaum erschlossen. Er ist gerade dabei sich andere Sozialkontakte zu erschließen.
    Das sieht man dann auch auf dem Fußballfeld. Die einen Spieler suchen schon die ersten Kontakte und das zeigen sie auch durch das "Passen wollen",
    die Anderen sind halt noch nicht so weit.


    Hier kommt leider bei vielen Eltern und Trainer das Helikopter-Eltern-Syndrom durch.
    Sie können nicht verstehen das es in diesen Alterstufen Entwicklungsunterschiede von manchmal bis zu 2 Jahren gibt.
    Ganz nach dem Motto: Der Franz kann es und der Paule muss es jetzt doch auch können.


    Was mich nur wundert, dass es in der Schweiz nicht genau so gelehrt wird.


    Das die deutschen keine Messis, Robben, Riberys, C.Ronaldo, Neymar, rausbringen, wird mir nach den ganzen immer wiederkehrenden Diskussionen über das Dribbling in diesem Forum immer klarer.
    Hier wird das Talent schon im Keime erstickt.
    Wie sagte noch ein Vordenker des deutschen Jugendfußball im Jahre 2006 auf dem Talentsymposium des BDFL beim HSV
    Abspieler gibt es Deutschland wie Sand am Meer. Die kann ich an jeder Straßenecke bekommen.
    Dribbelnde Stürmer muss ich mindestens 12 Jahre ausbilden, bzw. die Bundesligavereine sehen sich im Ausland um. Diese Stürmer gibt es in Deutschland zur zeit nicht (diese Aussage stammt aus 2006)


    Es ist schon ein wenig besser geworden, aber die besten Dribbler der Welt kommen immer noch nicht aus dem Ausbildungsbereich des DFB. Und das obwohl wir immer noch die größte Kinder- und Jugendabteilung der Welt haben.


    @Fußballbaron
    Du kannst wirklich jeden Spieler über Youtube das Dribbeln beibringen?
    Das könnte dann ja mit dem Passen/Torschuss/Kopfball und mit der Ballan-u.mitnahme genauso funktionieren.

    Ja wir, insbesondere ich, erziehe meine Kinder zu "Gutmenschen" Ganz nach der TV Sendung "Hart aber fair"
    Ja ich versuche auch sie aggressiver zu machen. Aggressivität ist in meinen Augen niemals mit Unfairness gleich zu setzten.
    In meiner Trainerlaufbahn habe ich noch keinen bewusst unfair spielenden Spieler gesehen, der den Weg nach oben geschafft hat.
    Es soll natürlich nicht heißen, dass ich nicht wirkliche Rüpel gesehen habe aber diese Jungs sind an sich selbst gescheitert.


    Und ja, wenn ich an Rafael van der Vaarts Stelle wäre (Bundesliga = Milliardengeschäft), würde ich genau so denken, es aber niemals öffentlich aussprechen.

    Ich bin zurzeit in beiden Bereichen, Breitenfußball und hochklassigen Leistungsbereich tätig.


    Mir ist niemals aufgefallen, dass die ehrgeizigen härter oder unfairer spielen.
    Gerade die Ehrgeizigen im hochklassigen Leistungsbereich (B- und A-Jugend) sind zwar hart aber fair. Natürlich gibt es immer mal Ausnahmen.
    Unfairniss wird dort nicht als Mittel zum Zweck eingesetzt.

    Bei mir zählen die Meisterschaften oder Siege auch nicht.
    Ich bin nur dafür da, das sich die Kinder individuell entwickeln. Das ist mein Selbstvertändnis als Trainer.


    Vor 4 Wochen hat in der B-Jugend Bundesliga, der HSV gegen Holstein Kiel gespielt. Wären 3 meiner Jungs, die ich über 3 Jahre in meiner Fußballschule ausgebildet habe nicht verletzt gewesen, dann hätten 4 Spieler aus meiner Dorffußballschule gegeneinander gespielt (2 bei Holstein Kiel, 2 beim HSV).
    Mittlerweile kommt aus unserer Dorffußballschule schon der 2 U-Nationalspieler. Die nächsten 4 klingeln schon bei den Bundestrainern an. Mal schaun was da noch geht.


    Was ich ebenfalls als ganz großen Erfolg ansehe, ist die Tatsache, dass von meinen 1997er die in meinem Heimatverein geblieben sind, fasst alle noch spielen.
    (5 von Ihnen sind in höherklassige Vereine gewechselt. 2 haben aufgehört)
    Das ist mir das aller erste Mal gelungen. Früher (1990 bis 2002) als Brüllaffen- und Schachfigurentrainer sind mir die Jungs immer in der D-Jugend abgehauen
    Wenn ich heute als Zuschauer auf den Sportplatz gehe und mir ein Spiel dieser Jungs ansehe, bin ich unheimlich Stolz darauf, das ich Anfang 2000 den Sprung zum kindgerechten Fußball gewagt habe.
    Mir ist der Spagat gelungen, den Breitenfußball und die Talentförderung zu bedienen. Und das auf einem Dorf mit ca. 700 Einwohnern.


    Das sind meine bisherigen Erfolge.
    Wenn es einen Post über die größten Misserfolge gibt, poste ich gerne mit. Da hätte ich auch eine Menge zu schreiben.

    @Uwe
    Eine profesionelle Fußballschule darf natürlich nicht mit Coerver Werbung machen. Wäre ja nicht in Ordnung, wenn ein chinesisches Auto unter dem Namen Mercedes verkauft wird-- oder?
    Die Trainer der Fußballschule dürfen die Übungen und die Methodik, wenn sie denn bekannt ist, verwenden. Weder vor, während oder nach der Ausbildung darf die Fußballschule mit dem Begriff Coerver werben.


    Bisher habe ich ca. 200 Trainer in meinen Coerver Clinicen weitergebildet. Von mindestens 20 Teilnehmern weiß ich, dass sie für andere Fußballschulen arbeiten. U.a.waren Trainer folgernder Schulen dabei:
    St-Pauli Rabauken, HSV Fußballschule, Deutsche Fußball Akademie, Fußball Ferien Schule, Intersport Fußballcamp und diverse kleiner Organisationen.
    Ist doch klar, dass diese Jungs viel von dem was ich ihnen beigringe, in ihre Fußballschulen integrieren.
    Unsere Übungen unterliegen keinem Copyright. Natürlich freuen wir uns wenn unsere Übungs- und Spielformen auch von anderen Trainern genutzt werden.
    Das ist doch auch ein Teil meiner Erfolgskontrolle. Erst wenn meine Ideen von den Trainern in ihr eigenes Training integriert wird, habe ich doch das Ziel meiner Weiterbildungen erreicht.


    @Fussballbaron
    Genau so wie du es handhabst ist es richtig.
    Sollte es ein Vereinstraining (ohne kommerzielle Ausrichtung) sein dann darfst Du, soweit ich informiert bin, den Jungs/Eltern erzählen, dass du nach, bzw. angelehnt an Coerver trainierst.