Beiträge von Ersatzbank

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    Wie reden hier über E-Junioren, die in die D wechseln. Also 10 bzw. 11-jährige. Ich kann mich an keine Situation erinnern, in der ein Schiri in dieser Altersklasse eine Situation mit dem Kapitän diskutiert hätte. Ansprechpartner war hier immer der Trainer oder ein betroffener Spieler. Auch das der Kapitän von den übrigen Spieler als Sprachrohr der Mannschaft beauftragt wurde, habe ich in dieser Altersklasse noch nie erlebt.Auch hierzu wäre es schön, von deinen Erfahrungen zu lesen.

    Bei den D-Junioren wird nicht mehr so rotiert, wie bei den G oder F-Junioren.

    Wann ist denn aus deiner Sicht "später"? Ab wann sollte/muss denn aus deiner Sicht gewählt werden?Wie sind deine Erfahrungen mit gewählten Kapitänen?
    Ich hatte ja geschrieben, dass nach meinen Erfahrungen häufig die beliebtesten bzw. besten Spieler gewählt wurden. Wie würdest du mit einem zwar beliebten, aber gänzlich unzuverlässigen Kapitän umgehen? Einem Spieler der vielleicht gar nicht in der Lage ist, seine oder die Meinung des Teams zu vertreten?

    Sorry. Ich hatte vergessen, dass wir hier in einem E/D Thread sind - ich hatte die Frage allgemein interpretiert weil in der Fragestellung keine Altersklasse erwähnt ist. Mea Culpa. Daher kam das "Später" im Sinne von "ab den D-Junioren".


    Zum Rest stehe ich - meine Jungs zeigen immer wieder in Ansätzen, dass einige in die Rolle hineinwachsen können. G wie F. Allerdings gibt es bei mir in der G keinen Kapitän und sehe auch keinen Bedarf. (Was letztlich auch daran liegen könnte, dass ich keine Binde habe :) )


    Zwecks Umgang mit untauglichem Kapitän: Ich kann durch die oben angedeuteten Gespräche und Aufklärung im Vorfeld ausschließen, dass untaugliche überhaupt in die engere Auswahl aufgenommen werden. Die Entscheidung liegt beim Team, aber ich bin der Moderator.
    Sollte es mal vorkommen, dass ich einen gänzlich unzulänglichen Kapitän hätte, dann würde ich ihn akzeptieren und versuchen ihm zu helfen, dass es klappt. Wie gesagt, der Kapitän ist Spieler unter Spielern und darf kein "Trainerliebling" sein.

    @Ersatzbank
    Wie kommst du zu der Einschätzung "Knecht" oder "Handlanger" bzw. "Putzfee"?
    Ich schrieb der Kapitän ist für die ORGANISATION zuständig, d.h. er teilt ein, prüft das Ergebnis etc. Natürlich schwingt er auch mal selbst den Besen, genauso wie alle anderen auch. Dadurch lernen die Kids Verantwortung zu übernehmen und als Gruppe für ein gemeinsames Ergebnis zu sorgen.
    Wie organisierst du denn den Reinigungsdienst?
    Wenn über denjenigen, der mit der Reinigung dran ist, gelacht wird, dann würde ich mich als Trainer hinterfragen...

    Das ist für mich das selbe. Soll er am Ende auch noch eine Liste führen wer wie oft gefegt hat? Was macht er wenn alle abzischen? Selbst machen oder alles schmutzig lassen? Wer hat dann die Verantwortung? Für mich ist das definitv nicht Aufgabe des Kapitäns.

    Mit 9 Jahren spielen die also alle um den Mitspieler einzusetzen?
    Mit 9 Jahren sollen die Passwege vom Gegner zugestellt werden und freie Räume erkannt werden für eigene zuspiele?


    Die Ziele von F-Junioren sind laut DFB etwas anders.


    Ich habe keine Ahnung wie die Ziele der F-Junioren aussehen.....das ist auch nicht das Thema.

    Doch, schon ein wenig.
    Du schreibst auch die Trainer versuchen die Stärken deines Sohne einzusetzen und die anderen stehen dann weiter zurück.
    Das klingt sehr nach Ergebnisorientiertem F-Jugendfußball. Und das ist nun mal nicht der Sinn der Sache. Dein Junge wird dadurch, weil er es dem Trainer wohl recht machen will, in diese Situationen getrieben die er nicht auflösen kann und scheitert. So froh wenn er noch motiviert ist. Wie oft war er schon in dieser Saison im Tor?


    Entscheidend ist doch, welche Aufgaben ein Kapitän bei dir haben soll. Bei mir z.B. ist er für die Erwärmung vor dem Spiel zuständig, für die Organisation vom Platzabbau, Reinigung der Kabine usw. Deshalb benötige ich jemanden, der zuverlässig ist.

    Ich bin ganz entschieden dagegen, dass der Kapitän nur als Knecht oder Handlanger des Trainers eingesetzt wird!
    Für mich ist der Kapitän der Ansprechpartner und Sprecher der Spieler gegenüber Schiedsrichter, Trainer und anderen. Wenn der Kapitän zur "Putzfee" degradiert wird lachen ihn die anderen doch aus! Das ist ja dann eher eine Strafe als eine Ehre!


    Meine Meinung: Wenn ein Schiedsrichter pfeift, muss auch ein Kapitän auf dem Platz stehen.
    Wenn im Rahmen der Fairplay Liga kein Schiedsrichter pfeift fände ich es dennoch gut, wenn es einen im Team gibt, der bei Regelverstößen regelt was gemacht wird und dafür sorgt, dass FP eingehalten wird.


    Solange altersgerecht rotiert wird, sollte auch der Kapitän rotieren - ist ja logisch, oder? Dann muss auch nicht gewählt oder bestimmt werden.


    Später bei festen Kapitän: Das der Trainer den Kapitän bestimmt ist NOGO - der Kapitän muss ja das Vertrauen des Teams haben - wir sind ja nicht bei der Stasi. Man kann höchstens unterstützen: Vorschlagslisten erstellen, Vorgespräche mit den potentiellen Kapitänen führen. Dem Team erklären was einen guten Kapitän auszeichnet. Evtl. die Wahl begleiten. That's it.

    Um meinen Top-Spieler mache ich mir auch Sorgen. Er ist meilenweit entfernt vom Zweitstärksten Spieler. Im Team haben wir eine krasse Binnendifferenzierung mit vielen zu jungen Kindern und wir werden meist vermöbelt. Alle verlangen/erwarten von unserem Star oft, dass er die Kohlen aus dem Feuer holt und ich merke wie diese Last auf seinen Schultern drückt. Oft weint er weil er sich fragt warum seine Kollegen so schlecht spielen. Ich suche nach einem guten Platz für ihn, aber seine drei dicksten Kumpels sind mit in meinem Team. Auch sein Bruder. Er will nicht weg. Mein aktueller Ansatz ist: ich versuche mein Team zu verstärken. Leider klappt das nur bedingt - Alle Optionen wollen auch bei ihren Kumpels bleiben. Es ist zum verzweifeln.

    Leistung sollte im Leistungsbereich zählen.
    Fleissgerechtigkeit im Breitensport. Das ist für mich so ein gedanklicher Grundansatz.


    Also ist dein Problem doch eigentlich nur ein Problem, wenn Du Breitensport orientiert denkst.
    Es ist ja aber immer so, dass man in Vereinen trainiert um am Wochenende zu spielen. Wir spielen ja letztlich nicht am training! Das training ist also massgeblich. Wer das nicht mit seinem Leben vereinbaren kann und nicht erträgt nicht zu spielen muss eben in eine Freizeitmannschaft.


    Wenn die allgemeinen Lebensumstande deiner Spielerinnen Konflikte verursachen, dann kannst du das schwer lösen. Das müssen die Spielerinnen selbst. Auch wenn es schwer ist.


    Ich wurde sogar sagen, du solltest das Problem gar nicht aktiv versuchen zu lösen, damit du als Vereinsangestellter nicht in Konflikt gerätst, denn es kann kaum im Interesse des Vereins sein wenn du empfiehlst Spielerinnen woanders zu spielen. Es sei denn ihr habt selbst im Verein eine Hobbymannschaft für Damen.
    Ich würde auf das Problem den Deckel machen.


    Klingt evtl nicht gut, aber ich habe das Thema lange verfolgt und bin zu keinem schlaueren Ergebnis gekommmen.

    Ich bin mir nicht sicher was die Eltern meiner Kids sagen würden, wenn die Jungs daheim berichten der Trainer habe gesagt sie sollen Play Station spielen. Die Eltern haben ganz schön zu kämpfen, dass sie keine fetten couchpotatoes gross ziehen und Mühe den Medienkonsum der Kinder im Griff zu behalten. Also ich wurde mir solche Tipps verkneifen.

    Ich stelle fest, dass ich vermeide meinen Sohn zu bevorzugen und das auch ganz gut schaffe, er aber trotzdem einfach allgemeine Vorteile hat: so ist er z.b. meist zuerst umgezogen und auf dem Platz weil er zusammen mit mir als erstes da ist. Da kickt er einfach schon mal 10 Minuten länger als viele andere. Ähnlich wenn wir zu wenig Spieler haben und meiner eigentlich nicht dran wäre, dann packe ich ihn ein. :) Da beschwert sich auch niemand - eher im Gegenteil: oft wenn meine stärkeren Spieler rausrotieren drängen mich gerade meine schwächeren Spieler und eltern ich solle die "guten" wieder rein holen.
    Ausgleich schaffe ich auch durch Turniere auf Augenhöhe wo nur die kleineren zum Einsatz kommen.

    Das kann ich nicht sagen. Zu viele Einflussfaktoren. Was ich sagen kann: seit ich die Mannschaft habe wir die Lücke zu unseren Gegner von mal zu mal kleiner und das obwohl wir nur 1mal pro Woche trainieren. Zuspruch aus dem Umfeld bestätigt das auch. Aber welches Köpfchen nun viel oder wenig bewirkt beim drücken kann ich nicht sagen.


    Beim Radrennen habe ich mich früher auch an das Konzept gehalten und hatte nie schwere Beine vor dem Rennen.


    Letztlich ist es eine Massnahme die darauf beruht, dass ich der festen Überzeugung bin, am Tag vor dem Turnier im Training eben dieses nicht entsprechend zu berücksichtigen wäre falsch. Ich lasse mich dennoch gerne mit guten Argumenten überzeugen. ;)


    Grüße von der Ersatzbank.

    TrainerT: Wie bezahlt Ihr dann neue Netze oder die Hallenmiete im Winter? Alles über Sponsoren? Was bezahlen Erwachsene und wie viele Mitglieder hat dein Verein? 46€ im Jahr ist nicht viel. Und was verdient der Trainer der 1. Mannschaft?

    Es freut mich zu lesen, dass ich nicht der einzige bin, den das verwundert. Ich werde mal im Verein noch ein paar Fragen dazu stellen.
    Ein Grund den ich mitbekommen habe war die geringe Leistungsfähigkeit unseres Vereins. Trainer und Team wollten höherklassig spielen. Der der kam wäre wohl auch ohne Team gekommen, aber da gab es wohl so eine starke Trainerbindung.
    Ich kannte das von früher bei meinem Dorfklubs und den Vereinen rundum überhaupt nicht. Vielleicht ist das tatsächlich ein urbanes Phänomen?

    Ich bin ja wie gesagt neu im Fußball-Betreuer-Business. Leider konnte ich zu diesem Thema keinen existierenden Thread finden. Wenn ich was übersehen habe bitte ich um einen Link dazu.


    Aktuell erlebe ich mit erstaunen, dass es keine Seltenheit zu sein scheint, dass ein Trainer geht oder kommt und dabei seine komplette Mannschaft im Schlepptau hat. Nun finde ich das ziemlich krass, denn mein Eindruck ist, dass man sich als Verein Mühe gibt Mannschaften von den kleinsten Kindern bis zu den größten Jugendlichen kontinuierlich aufzubauen. Wenn dann mal ein Trainer geht oder ein paar Spieler (siehe z.B. das Thema A-Jugend Drop off), dann ist das für mich alles nachvollziehbar und auch ein Stück kalkulierbar. Aber wie kann es sein, dass einem Verein der komplette Unterbau zerschossen wird indem man einen Kompletten (Doppel-) Jahrgang sozusagen auslöscht? Ich habe das nun sogar schon bei den Senioren erlebt.
    Ich würde mich sehr freuen dazu ein wenig mit Euch zu diskutieren. Wie erlebt Ihr das?

    Auf jedenfall waren sie schwer lesbar. Bei Versuchen wie von @kicker auf dem gewünschten Textniveau zu schreiben rate ich dringend künftig ausschliesslich nach dem 4-Augen-Prinzip zu veröffentlichen.


    Den Vergleich zu den klassischen Olympioniken würde ich in diesem Breitensport-Thema Unlizensierter Ausbilder übrigens scheuen. Schon der Zweiplazierte Olympionike im Altertum war eine Schande und musste sogar damit rechnen aus seinem Dorf verjagt zu werden - und das ist fur mich dann schon eher Leistungsbereich!


    Ich hab auch keine Lizenz. Ich glaube in unserem verein gibt es auch nicht so viele. Von 3 weiss ich es sicher. Und der Rest ist erschreckend blank. Gerade wenn es um die kleinsten geht. Und sind naturlich nicht selbstkritisch. Schon gar nicht lernwillig. Wenigstens keine Alkis oder so, sind schon alles feine Leute. Aber halt keine Trainer. Kürzlich hat mir ein anderer G-Trainer erklärt, sein Tormann dürfe nicht im Feld kicken, er wäre zu faul zum Rennen und solle im Tor bleiben. 100 solche Beispiele kann ich liefern. Also der Thread hier hat schon seine Berechtigung.


    Daher fände ich so einen Eignungscheck schon fein. Oder ein Praktikum bei den gestanden en Trainern im Verein.


    Die Notnagel-Lösungen irgendwelche Vollpfosten zu nominieren, nur damit einer da ist, sind mMn schlimmer als wenn keiner da ist! Einfach wegen der Kinder. Die haben das nämlich nicht verdient scheise behandelt zu werden.


    Ich persönlich muss rückblickend sagen, habe in den ersten 2 Monaten meiner Betreuerschaft fast alle ublichen Fehler gemacht - z.b. versucht feste Positionen zu spielen und habe das sofsofortorz nach dem ersten Turnier stillschweigend ad acta gelegt.


    Deswegen glaube ich ein Praktikum als Cotrainer wäre eine feine Zwischenlösung fur nicht lizensierte ohne über Fragebögen die Kollegen/-innen zu blamen.

    Begriffe wir Tapering usw. sind mir als Ausdauersportler durchaus bekannt, aber du setzt ja auch keine gezielten Kratf- oder Ausdauer-reize in dem alter. Deshalb halte ich die Anpassung aufgrund des Spieltages in dieser Hinsicht für Übertrieben.


    Harte Woche und hoher Bewegungsdrang am Freitag ist ja unabhängig vom Spiel am nächsten Tag. Und nach einer Woche in der Klasse sitzen am Freitag mal richtig auspowern wirkt sicherlich Wunder. Die Frage ist eben nur ob du den Benefit beim Spiel spürst oder eben nur die Eltern der Kids.


    Gruß
    Torsten

    Den Schuh zieh ich mir gerne an - und vermutlich gibt es keinen eindeutig haltbaren Beleg für meinen Ansatz. Trotzdem ist weniger oft mehr. Aber ich gehe nicht bei mit wenn du sagst NUR die Eltern! Die Eltern sind nicht NUR - die Eltern sind wesentlich kritischer als die kids. Da gilt es doch die richtigen Signale zu setzen.

    Sorry wenn ich den alten thread nochmal anfasse. Aber am "Hab ich" kann ich nichts irritierendes entdecken. Im Gegensatz zum lass/Leo. Letzteres ist ein relativ klares Kommando am einen Spieler etwas zu unterlassen. Das "ich" lässt wiederum dem Spieler vollige Handlungsfreiheit, etwa um sich zu orientieren oder es schlicht zu ignorieren. Aber das "lass" ist ein Befehl.


    Ich finde wer ein " hab ich" abpfeift muss eigentlich jegliche Kommunikation abpfeifen. Weil letztlich nur das dann konsequent wäre.
    Dabei ist es doch ungeimlich wichtig miteinander zu reden im Spiel. Gerade bei den Kindern. Gerade wenn die augen noch am ball kleben etc.


    Genauso wird das "weg" rufen auch seit 25 Jahren abgepfiffen - ist auch ein Kommando - , aber der "Tormann"-Ruf vom Keeper wenn er die Ecke abfischt nicht.


    Im Sinne unserer Jugenderziehung zum selbständigen spielintelligenten verhalten macht das auch absolut Sinn.

    Abmeldung von einem Papa: "X kann morgen nicht kommen. Er hat Schwimmprüfung"
    Ich: "Wow. Viel Erfolg. Schwimmen ist auch wichtig "
    Der papa: "Naja, Erfolg wird das nicht, er hat keine Chance es zu schaffen, aber wir sind nun schon mal angemeldet."


    Ohne Worte. <X