Nehmen wir mal den berühmten Staffellauf. Bei 16 Kindern könnte man zum Beispiel 4 Staffeln a 4 Kindern aufstellen. Nach dem ersten Durchgang wird das Siegerteam aufgeteilt, die Kinder sind die jeweiligen Startläufer für den zweiten Durchgang. Die zweite Staffel kommt an die zweite Position usw. Somit haben verschiedene Kinder den dicken Paul in ihrer Gruppe und wenn die Startläufer gut waren, kann der Paul den Vorsprung vielleicht sogar ins Ziel retten.
Die Idee gefällt mir.
Wenn die Kinder älter werden würde ich aber genau anders herum aufstellen. Paul und die Verlierer als erstes und die Gewinner am Ende. Damit gibst du den anderen die Möglichkeit den Rückstand aufzuholen und gleichzeitig nimmst du den Paul aus der Schusslinie. Gerade im F/E Alter neigen die Kinder dazu dem letzten die Schuld zu geben und genau das sollte immer ein anderer ab bekommen.
Er bekommt die meiste Aufmerksamkeit und alle anderen logischerweise weniger. Was mir persönlich total gegen den Strich geht.
Ich machte und mache gerade erneut die Erfahrung das genau das der Fehler ist. Wer nicht mitmacht bekommt keine Aufmerksamkeit. Bei meinen Bambinis laufen 3 Kinder nur mit dem Ball durch die Gegend. Ich versuche einzig Sie aus der Übung für die anderen raus zu halten und der Rest ist Aufgabe der Eltern. Klar bei den Bambinis sind diese auch noch alle anwesend.
Ich habe das aber auch in meiner F (heute E) so gehalten und den "Störern und Schläfern" keine extra Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn Sie einen Start z.B. ins 1gg1 verschlafen haben war es ein einfacher Punkt für den Gegner und der Schläfer stellt sich einfach wieder an. Selbe bei Übungen usw. Die Kinder beginnen dann selbst sich gegenseitig zu helfen und ich habe die Möglichkeit mich um alle zu kümmern. Mit der Zeit wurde das Problem auch immer kleiner da mancher erkannte er bekommt nr durch mitmachen Aufmerksamkeit.
Ich spreche hier nicht davon Kinder Ausgrenzen oder aus dem Team zu drücken. Bei mir sind alle immer noch dabei. Allerdings ist gerade bei Störern häufig auch die Aufmerksamkeit des Trainers ein Kernziel. So lange dieses Erfüllt wird werden sich die Veränderungen in Grenzen halten. Wenn die Kinder allerdings erfahren das Teilnehmen die meiste Aufmerksamkeit einbringt ist ein erster Schritt bereits erfolgt.
Gruß
Torsten
