Beiträge von totog

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    Also nochmal... Wie würdet ihr das regeln wenn ihr in der F-Jugend 11 Spieler habt.
    Hälfte ziemlich stark, andere Hälfte "ausbaufähig".


    Option 4: Das Bild vom Kind überdenken/überholen. Auf Spaß setzen/Ergebnisse nicht beachten. Den Moment genießen, wenn alle gemeinsam spielen und sich nicht profilieren.


    Wenn ich gegen Teams spiele die nur starke Spieler haben, wir 10 bis 15 Tore kassieren, dann haben auch meine Jungs keinen Spaß mehr.

    Ich habe mit meiner E1 letzten Herbst mit immer 11 Spielern alle Spiele verloren und nahezu jedes davon deutlich.
    Gleichzeitig haben wir unendlich viel gelacht und hatten unglaublich viel Spaß. Mittlerweile sieht man bei allen auch deutliche Fortschritte und die Niederlagen werden weniger deutlich.


    GANZ KLAR OPTION!!!!!!!


    Es sind eben die Erwachsenen und die heißen Trainer und Eltern. Wenn die Kinder aber Spaß haben und gerne ins Training kommen sind zweite auch durch Vorbild zu überzeugen.


    Gruß
    Torsten

    Da in der E der Schwerpunkt auf Technikausbildung liegt, scheint mir 7:7 immer noch zu viel , so dass 5:5 der logische Schritt nach dem 3:3 zu sein scheint.


    Neben dem inhaltlichen Aspekt sollte man vielleicht auch berücksichtigen, ab welchem Alter die Kinder am häufigsten wieder aufhören zu spielen. Die Wettspielbetrieb sollte gewährleisten, dass weiterhin so viele Kinder wie möglich aktiv am Spiel teilnehmen können. Das ist für mich der schönste Effekt an FUNiño, dass jeder seinem Leistungsniveau entsprechend Wettkämpfe bestreiten kann.

    Wenn du in der E-Jugend auf 5:5 wechseln würdest, wäre dann D-Jugend 7:7 und in den C-Jugend erst 9:9?


    Das Thema Spieleranzahl ist natürlich ein enormer Faktor. Wenn ich 7:7 Spiele gibt es nur ein oder zwei Teams. Also entweder max. 11 oder eben min. ca. 16 Spieler im Kader. Bei 9:9 wird der Sprung noch größer.


    Gruß
    Torsten

    Generell bin ich Übungsformen (vor allem den DFB Formen) gegenüber auch sehr skeptisch, weshalb ich ja auch hier nach eurer Meinung und Erfahrungen gefragt habe. Ich muss aber zugeben das ich einige "Spiele" von Wein echt gelungen finde, auch wenn es Übungsformen sind. Klar ist Zick-Zack (1.4) nicht der Brüller und das habe ich bisher auch nicht gemacht.


    Gleichzeitig finde ich jedoch das sehr viele der Übungen durchaus Kindgerecht und vor allen mit sehr viel Spaß zu vermitteln sind. So hatte ich gestern 19Kinder im F und E Alter auf dem Platz und wir haben dann auf vier parallelen Stationen das Katz und Maus ums Viereck (1.23) gemacht. Voran ein Schnick-Schnack-Schnuck wer fängt und ab. Was soll ich berichten? Sehr viel gelacht, die Kinder waren voll bei der Sache, viele Richtungswechsel mit Ball und gleichzeitig Kopf oben um den Gegner zu sehen. Gleichzeitig lässt die Einfachheit immer auch Freiräume für Entscheidungen der Spieler was wir ja eigentlich der Übungsform zuordnen (Richtungswechsel, Tempovariationen, usw.).


    Genau aus diesem Grund sehe ich viele der Wein Übungen durchaus als Kombination aus Übungs- und Spielform.


    Gruß
    Torsten

    Da ich mich für den neuen Monat gerade auf neue Trainingsschwerpunkte vorbereite fällt mir gerade etwas auf.
    H. Wein schreibt bei seinen Spielen (z.B. zur Ballführung) eben immer von Spielen. Das ist auch den Kindern mit Spaß und Freude sehr gut als Spiel zu verkaufen, ganz klar. Gerade im Bereich der Ballführung ist aber doch immer sehr viel vorgegeben (Laufwege, Bewegungsablüfe usw.) weshalb mich eure Meinung Interessieren würde.


    Würdet ihr die H.Wein "Übungen" ebenfalls als Spielformen einstufen?


    Generell finde ich die Spiele von Wein sehr gut und wende Sie auch oft an. Es gibt auch sehr viele Aufgaben welche durchaus Freiheiten für Entscheidungen und Lösungsfindung zulassen. Aber gerade im Schwerpunkt Ballführung wird in vielen Spielen sehr viel vorgegeben was in meinen Augen dann sehr stark in Richtung Übungsform tendiert.


    Gruß
    Torsten

    Wie soll man da vorgehen? Ich möchte ihn nämlich nicht nur auswechseln und ermahnen, weil diese Kinder dann häufig sagen: "Ja, ok. Spiel ich halt nicht mehr. Mir doch egal." Ich möchte das er seinen Frust in andere Kanäle lenkt und z.B. noch motivierter ist. Also ihm das sauer sein zugestehen aber eine andere Reaktion hervorrufen.


    Ich bin mal gespannt auf weitere Ideen zu deinem Thema!

    Vielleicht nicht ganz das Thema bockig aber in einer ähnlichen Richtung ist ja auch der "Frustfouler" unterwegs. Bekommt er öfters selber eine ab oder knn er sich nicht durchsetzen beginnt er nach zu tretten und bewusst Fouls zu machen.


    Hier handhabe ich es eigentlich schon immer so das ich diesen sofort vom Platz nehme und die Situation bespreche. Wichtig ist allerdings das er nicht nur Ausgewechselt und zurecht gewiesen wird sonder natürlich auch schnell wieder zum Einsatz kommt. Dabei sehe ich auch nicht die Gefahr das der Spieler aus Frust nicht mehr kommt.


    In der Regel folgt auf die Auswechslung ein kurzen Gespräch in der Form "Die und das ist falsch! Du möchtest ja auch nicht das andere so spielen! Willst du jetzt wieder mitmachen ohne Fouls?" und sobald Einsicht herrscht bekommt er auch umgehend wieder seine Chance. Teilweise verzichte auch ganz darauf für dies Zeit einen Spieler einzuwechseln.


    Gruß
    Torsten

    Sehe ich wie @Goodie. Wenn ein Kind nicht mitmachen will ist dies sein Recht und er darf gerne zusehen. nur eben an einem Platz wo er andere nicht stört und auch selbst nicht gefährdet ist. Also außerhalb des Spielfeldes.


    Außer regelmäßigen Ansprachen ob er sich den nicht wieder beteiligen will erhält er aber auch nur wenig Aufmerksamkeit. Diese Phasen müssen wir den Kindern leider auch zugestehen. Das erledigt sich aber auch mit dem Älter werden.


    Gruß
    Torsten

    Es ging mir also nicht darum, wie Horst Wein darüber gedacht hat, sondern ihr

    Ob die Staffelung nach H.Wein das nonplusultra ist darüber kann man sicherlich diskutieren.


    Generell denke ich haben auch die Verbände bereits erkannt das eine Staffelung richtig ist. Daher hat man im Übergang zum Großfeld ja auch die D-9 eingeführt.
    Wenn wir also in der F-Jugend 3:3 einführen könnte die Staffelung auch 7:7 in der E und 9:9 in der D heißen. allerdings finde ich die Sprünge vom 3:3 auf ein 7:7 sehr groß weshalb ich für eine feinere Abstufung wäre. Dann liegt man aber bereits sehr nahe am H.Wein System.


    Vielleicht gibt es noch bessere Systeme aber mir fällt selbst derzeit keine Verbesserung ein.


    Gruß
    Torsten

    Ich stelle bei meiner B-Jugend fest, dass eine kurze Spielform mit schnellem Umschalten (je nach Intensität 8-10 Minuten, Ende ca. 15. - max. 10 Minuten vor Anstoß) den Jungs ebenfalls hilft, besser, wacher und konzentrierter ins Spiel zu starten als wenn man nur Laufschule, eine Passübung und den Torschuss macht. Ich nenne das "Aufwärmen im Kopf".

    Genau aus diesem Grund wurden oben bereits die Rahmenbedingungen eingebracht. Ein B-Jugend würde ich auch anders Vorbereiten müssen als eine E oder F-Jugend. Für zweite sind gewisse Übungen durchaus mit Koordination, Konzentration und Herausforderung verbunden wohin gegen eine B-Jugend hierbei fast ein schläft.


    Im Grunde beschreibst du aber das gleiche Ziel. Wach im Kopf werden. Und natürlich kommst du mit 15min nicht durch da auch die physis deiner Spieler eine bewusste Erwärmung und Mobilisation erfordert. Auch das fällt bei einer E-Jugend noch gänzlich vom Teller.


    Gruß
    Torsten

    Würde aktuell ein Film wie „Wilde Kerle" im Kino laufen wären wir gerne mit ihnen ins Kino gegangen. Da dies aber ja leider aktuell nicht der Fall ist, bräuchte ich eure Hilfe.

    Bist du in der Großstadt daheim?


    Hier bei uns in der Nähe gibt es ein Kino welches sehr auf die Wünsche der Kunden eingeht. Da wir jedes Jahr einmal mit jedem Team (und Eltern bzw. Betreuer) ins Kino gehen haben wir hier auch einen guten Stand und bereits mehrmals Filme auf Bestellung ansehen können.


    So haben wir z.B. zum letzten "Wilde Kerle" gleich auch die alten auf Wunsch gucken können. Einfach mal mit den Betreibern sprechen.



    Gruß
    Torsten

    @Philirinho
    Wie @Ersatzbank bereits schreibt wird es das eine Optimum nicht geben. Vor allem da sich vieles alleine hinsichtlich der Ausrichtung (z.B. Breitensport oder Auswahlteam), der Altersklasse und auch der Rahmenbedingungen sehr unterscheiden kann. Daher finde ich die Informationen welche Trainero erfragt sehr wichtig.


    Generell habe ich aber in 10Jahren Kinderfusssball selbst schon einiges ausprobiert und noch mehr erlebt und denke ein paar Richtlinien gibt es durchaus.

    • "Aufwärmzeiten" sollten nicht länger als eine Halbzeit in dieser Jungen sein.
    • Beim "Aufwärmen" geht es um die Spieler. Im Idealfall hat der Trainer also genau "NULL" Ballkontakte! Sollten die Vorgaben nicht alleine umzusetzen sein muss sich der Trainer hinterfragen und nicht das Team!!!!!!!
    • Traineransprachen sollten kurz und verständlich sein. Das beinhaltet auch das nur eine für die Kinder überschaubare Anzahl an Ziele ausgegeben werden sollte.
    • Die "Forderungen" der Trainer sollten den Kindern und dem Kader angepasst sein.
    • Während des Spiels sollte man sich auf das erinnern an das zuvor besprochene besinnen und nicht bis zur Halbzeit völlig andere Schwerpunkte einfordern. Auch wenn es einem der Gegner nicht immer leicht macht.


    Ich handhabe es mit meinem E-Jugend (Breitensport) Team so das wir uns 45min vor dem Spiel Treffen bzw. am Spielort sind. Anschließend gemeinsames Umziehen und wenn alle fertig sind bleiben wir noch in der Kabine zum Besprechen. Hier kann es durchaus sein das auch mal ein Ball durch die Kabine fliegt da wir z.B. die richtige Position zum Gegner beim Einwurf oder Abschlag des Gegners nochmal durchgehen (Kein Werfen und Laufen aber der Flugweg wird angedeutet).
    Anschließend machen wir uns "kurz und knackig" 15-20min warm. Das Programm ist dabei immer gleich/ähnlich was einen zügigen Wechsel der Übungen möglich macht:
    a) 5min Koordinationsübungen aus dem Fifa11plus. (Für E-Junioren fordert die Ausführung schon einiges ab)
    b) 5min Ballgewöhnung im Viereck mit Passen und Trickkiste. (Übersteiger, Schere, Schussfinte usw.)
    c) 5min 1gg1 auf den Torwart. (Zuspiel vom Verteidiger neben dem Tor und dann 1gg1)
    d) kurze Trinkpause und anschließend Bekanntgabe der "Startausstellung"
    Diese Punkte führe ich deshalb so detailliert auf da dies in meinen Augen das Wichtigste für den Trainer ist. Hier "Fordere ich von meinen Kinder auch etwas ein".
    - "Erst den Namen und wenn dieser euch ansieht wird gepasst!"
    - "Verteidiger du musst weiter vom Tor weg kommen um bessere Chancen zu haben!"
    - "Der Angreifer sollte nicht langsamer werden wenn er ins 1gg1 geht!"
    - usw.


    Damit ist aber die Grundaufgaben für den Trainer erledigt.
    Im Spiel beschränke ich mich dann auf das Auswechseln und das erinnern an das besprochene. Natürlich muss man sich selbst immer wieder daran erinnern und je mehr der andere Trainer sagt desto schwieriger ist es. Ich habe mittlerweile auch Eltern die mich immer wieder daran erinnern ("Heute sagst du aber viel!") und das hilft ungemein den Fokus wieder zu justieren.


    Gruß
    Torsten

    Daher ist Funino auch etwas zu kurz gekommen bei mir. Ich denke ich werde es in Zukunft immer mal für 10 Minuten in der Mitte einbauen. Sollten wir zwei Mal trainieren, werde ich in "meinem" Training auf das klassische Abschlussspiel verzichten und statt dessen Funino spielen.
    Die normalen Spiele mag ich auch nicht so, die schwachen Kids kommen da einfach zu kurz.

    Nur mal als Tipp. Funino in seiner "Grundform" ist bereits eine Spielform in der vieles gelernt werden kann. Weshalb also nur auf das Abschlussspiel begrenzen anstatt (wenn gewünscht) beides regelmäßig einzusetzen. Gerne auch im selben Training.


    Da Kinder bis zur D-Jugend eigentlich kein Aufwärmen im eigentlichen Sinn brauchen, sondern eher eine Tummelphase um aufnahmefähig zu sein, steht bei mir das Funino meist bereits am Beginn des Trainings. In der Regel baue ich schon vorher zwei Felder auf und lege Leibchen in der Mitte bereit. Sobald vier Kinder da sind gehen diese ins erste Feld und spielen selbst organisiert Funino. Mit jedem weiteren Spieler wird ergänzt und bei vier Pro Team aufs zweite Feld aufgeteilt usw. Bis alle da sind (bzw. der letzte auch 2-3 min gespielt hat) haben wir schon die erste Spielform durch und alle Kinder sind "warm".
    Dann geht es in den Schwerpunkt und ggf. nach der ersten von mir bestimmten Korrektur, in Form von einer anderen Spielform oder auch Übung, geht es nochmal für 5-10 Minuten ins Funino. Anschließend eine zweite Korrektur und dann habe ich immer noch Zeit mich fürs Abschlussspiel festzulegen.


    Da ich im letzten Training zum ersten Mal seit der Halle alle Spieler im Training hatte habe ich mich dann für 15min 7vs7 in den Wettkampfteams entschieden. Grund war das wir vieles was den Kindern im Funino schon völlig klar war oft nicht ins Wettspiel übertragen konnten. z.B. Stellung zum Gegner oder Deckungsschatten. In mehreren Gesprächen mit den Spielern habe ich dann den Eindruck gewonnen das einfach die unterschiedlichen "Größenverhältnisse" des Spielfeldes oft Probleme bereiten. Also haben wir im 7vs7 immer wieder eingefroren und uns die Lösungen vom Funino Feld gemeinsam erarbeitet.


    Zusammengefasst hatte ich nicht den Eindruck das hier Spielformen zu kurz kamen und gleichzeitig hatte auch das große 7vs7 ausreichend Platz. Am ende waren alle Glücklich und so soll es doch sein.


    Gruß
    Torsten

    Aussagen wie " das kann jeder der schon mal Fußball gespielt hat" sollte man etwas differenzierter sehen.

    RICHTIG!!!!


    weshalb ich auch gerade erst einen Bambini Trainer verpflichtet habe welche nie in seinem Leben Fussball gespielt hat. Eine seiner größten Freuden ist es allerdings mit Kinder zu spielen (gerne auch selbst als Fänger) und auch sich manchmal gerne zum Clown der Gruppe macht.


    Jedes Kind das bisher neu in das Bambini Training kam wollte nach dem ersten mal natürlich wieder kommen und löcherte die Eltern ab Dienstag wann denn wieder Training sei (immer Montag).
    Ich würde sagen ein Riesen Erfolg! Auch wenn auf dem Platz noch nicht wirklich etwas erkennbar ist. EGAL!


    Gruß
    Torsten

    Ich haue jetzt einfach mal eine Zahl raus, aber der Anteil am Erfolg einer Mannschaft liegt max. bei 30%.

    Hinsichtlich Erfolg würde den Prozentsatz noch niedriger ansetzen. Allerdings geht es hier um die G-Jugend. Und gerade in diesem Bereich sehe ich den Einfluss des Trainers sehr hoch. Weniger auf den Erfolg den es in diesem Alter ja noch gar nicht zu Bewerten gilt aber hinsichtlich der Begeisterung und den "dabei bleiben".
    Speziell wenn die Kinder überfordert werden oder eben ohne Spaß bei der Sache sein sollen werden Sie sehr schnell wieder die Lust am Fußball verlieren und sich etwas anderes suchen.
    Wir reden hier von 4-5 jährigen. Da kann die Liebe zum Fußball noch gar nicht so unerschütterlich sein das ein Trainer keinen Einfluss hätte. ZUsätzlich sprechen wir hier ja über die ersten Kontakte zum organisierten Fussball.


    Ich würde also den Einfluss des Trainers deutlich höher Einschätzen als z.B. in einer D-Jugend. Auch wenn die Zielsetzung eine völlig andere ist.

    Spezielle Motivation bei G und F-Jugend, für mich vollkommenen überzogen und am Ziel vorbei

    Wie oben schon geschrieben geht es in der G nicht um Erfolg sondern um Spaß, sich ausprobieren und neues Versuchen. Gerade hier finde ich Motivation sehr, sehr wichtig. Allerdings muss dies auch nicht mit Dauerberieselung erfolgen sondern kann z.B. auch nach einem Spiel eingebracht werden. Ob man dies nun an einer ruhigen Art festmachen sollten weiß ich nicht.


    Gruß
    Torsten

    Das hatte ich schon. Keine Ahnung was oder wie ich das gemacht habe (Aufstellung, Rotation, Ansprache?) bzw. warum die Kids an diesem Tag so drauf waren. Aber da hat alles gepasst und wir haben - damit die KINDER ihr Erfolgserlebnis haben - gewonnen. Bei anderen Spielen, wo wir z.B. unsere beste Mannschaft aufbieten können, vergeigen wir das oft, durch o.g. Punkte. Ob da die Rotation und die schwächeren Spieler Schuld dran sind bezweifel ich.


    Da ich als Trainer alleine bin, habe ich keine Zeit auch noch FS auszumachen. Ich würde das schon machen, hätte auch Lust drauf aber meine Regierung zuhause wäre da nicht so begeistert. Häng eh schon zuviel am Fußballplatz rum. Und an Trainingsterminen mache ich ungern Spiele aus, weil wir die Trainingszeit gut gebrauchen können.

    Beides kenne ich. Ein einziges mal habe ich bewusst (ohne es vor den Kindern oder den Eltern zu erwähnen) die besseren in eine Mannschaft gepackt. Allerdings haben es die Kinder auch ohne meine Erwähnung gemerkt das sie heute ja alle überlegen sein müssten und haben sich scheinbar selbst so auf-geputscht das an ende gar nichts mehr lief. Auch diese Spiel wurde verloren und deshalb habe ich selbst dies Variante auch nicht mehr gewählt.


    Training kann man immer gebrauchen, Spielpraxis aber auch. Und zeitlich gebe ich dir Recht das zusätzlich Spiele einen enormen Aufwand bedeuten. Dennoch 2 bis max drei Spiele sollten auch aus Trainings-Sicht vertretbar sein.


    Gruß
    Torsten

    ja aber nur eine! Ich habe nicht die Eltern damit beauftragt sondern das alleine gepflegt. Wie eine Absage reinkommt (Whatsapp, persönlich, oder wie auch immer) hab ich diese sofort in die App eingetragen. Drei Klicks aufm Handy, fertig.

    Das löst zwar Großteils das Problem des Datenschutzes der Eltern, ein einheitlicher Kanal zur Kommunikation mit den Eltern hast du aber dennoch nicht. Oder verstehe ich das Falsch.


    Tool zur "Kaderpflege und Planung" ist bei mir eine Excel Tabelle in der ich die Meldungen eintrage und für mich übersichtlich mache. Das würde ich mit deinem Tool gleichsetzen. Allerdings habe ich hierauf am Trainingsplatz oder vor und nach den Spielen keinen Zugriff da ich hier nicht mal ein Handy dabei habe (Netzprobleme, nur Trainingsanzug zum Vormachen, Verlustangst, und andere Gründe). Zusätzlich trainieren mit uns am Platz noch zwei weitere Jungenden Parallel. Was gerade in den Stoßzeiten vor und nach dem Training zu ordentlich gewusel führt. Natürlich nehmen ich hier Gespräche (und auch An- und Abmeldungen an) ich bitte aber auch darum kurz per WA oder anderem nochmal zu schreiben.


    Nach dem Training wird die Anwesenheit geführt und auch evtl. Erinnerungen eingetragen und beim Kader berücksichtigt. Es kommt aber dennoch vor das ich am nächsten Tag nach der Elternmeldug nochmal nacharbeiten muss da ich das eine oder andere vergessen habe. Gerade Abmeldungen in der Form "diese und nächste Woche ist er noch da, dann aber vielleicht und wahrscheinlich x mal nicht" gehen oft unter da Sie a) sehr vage sind und b) ich Donnerstags meist vorrangig die Kader für Samstag im Kopf habe und plane.


    In @Ersatzbank seinem Fall von "meist gar keine Rückmeldung" helfen jedoch auch weder dein noch mein Vorgehen da keiner etwas eintragen könnte.


    Gruß
    Torsten

    Wie hierauf schon öfters geantwortet wurde denke ich auch du versteckst dich hier hinter den Kindern und den Trainern. Warum sollen denn die Eltern nicht auch ein Verlieren fordern dürfen?


    Ich sehe es für meine Teams so das wir alle zusammen eine Mannschaft sind. Und am Ende kommt halt eine "mittlere" Leistungsstärke für das Team heraus. Hier spielen die Guten und die schlechten Spieler eine Rolle. Wenn wir mit diesem "Mittel" nicht gewinnen können dann ist es eben so. Aber was haben einzelne Kinder davon wenn nur die bessere Hälfte zu Siegen herangezogen wird.


    Trainer der Erfolg an der Tabelle misst ist im Kinderfußball (Breitensport) falsch. Wenn ich am Samstag mit meiner E 3:13 verliere, am Montag jedoch 8 Spieler meines 9 Mann Kaders bereits wieder selbst organisiert auf dem Bolzplatz stehen und einfach Spaß am Fußball haben. Und ja die wäre auch nach einem 3:0 Erfolg am Montag dort gewesen.

    Wie kann ich von meiner Linie abrücken um für mehr Erfolgserlebnisse zu sorgen ohne meine Philosophie über den Haufen zu werfen? Wie hast du es hinbekommen das zwischendurch auch mal ein Sieg rausspringt?

    Bei mir hat zugegeben hier genau zwei mal der Zufall geholfen. es waren beide mal viele krank und eben die richtigen Spieler für diesen Gegner waren fit. Beide male konnten wir trotz Rotation und normalem Vorgehen gewinnen und die Eltern haben selbst gesehen das die Spieler auch im Mittel deutliche Fortschritte gemacht haben.


    Das zweite Mittel sind Freundschaftsspiel. Was spricht denn dagegen das du mit einer F1 anstatt Training auch mal gegen eine F2 spielst? Hier hast du ja selbst in der Hand gegen wen. Und es muss ja nicht jede Woche sein.


    Gruß
    Torsten

    Es drängt sich die Variante von @totog auf: einfach links liegen lassen.

    Das spiegelt aber nicht das wieder was ich beschrieben habe. Links liegen lassen ist zu viel im Vergleich dazu was ich mache.


    Jedes Kind wir eingeladen bei der neuen Übung mitzumachen. Ebenso erhält jedes Kind Unterstützung bei der Umsetzung falls es etwas nicht verstanden hat. Nur eben wenn jemand das Training bewusst oder immer wieder stört erhält er deshalb nicht mehr Aufmerksamkeit. Dann dribbelt XY eben übers Feld wenn es seinem Seelenwohl in diesem Moment gut tut.
    Bei der nächsten Übung wird er wieder eingeladen mitzumachen. Und glaubt mir das hört sich viel härter an als es in Wirklichkeit ist.


    Zum einen kommen die Kinder ja weil sie trainieren möchten. Also möchte auch der Störenfried Teil der Gruppe sein und ist in der nächsten Übung sicher meist wieder dabei. Zum anderen sehen auch die Eltern beim Abholen das ihr Kind nicht mit der Gruppe läuft und stellen Fragen. Auch hier wird in meinem Fall dann meist auch beim Kind nachgefragt und eingewirkt.
    Ich denke daher das spätestens ab älterer F Jahrgang das Problem damit gelöst sein sollte.


    Das in unserer Bambini hier mehrere Kinder eigenständig unterwegs sind liegt auch am Alter der Kinder. Wenn z.B. meine 2,5jährige in der Sprungkiste sitzt und Sand spielt dann sind auch gerne mal 3 jährige von dieser Übung mehr begeistert als vom Training. Aber selbst hier machen alle älteren (4-6) eigentlich immer mit.


    Gruß
    Torsten

    Bei uns gibt es keine offiziellen Tabellen (es gibt aber leider schon inoffzielle Tabellen, also Kanäle über die man erfährt, wo man theoretisch stehen würde...). Aber dein letzter Punkt trifft es ja auch ganz gut. Im ersten Spiel trifft man dann auf eine Wundertüte und da muss man dann einfach andere Kriterien für den Kader nehmen. Einfach zufällig, nach Traiingsbeteiligung oder was auch immer.

    Also machst du einen Unterschied zwischen der Aufstellung im ersten Spiel (z.B. Trainingsbeteiligung) und dem X-ten (Leistungsstärke)?


    Genau das ist es was ich nicht möchte und weshalb ich dann eben auch hohe Niederlagen in Kauf nehme(n muss):
    Spiel 1 - Alle fahren mit wenn Sie im Training waren. Natürlich auch der "Paul" da er ja immer da war. Und selbstverständlich sind hohen Niederlagen hier auch normal.
    Spiel X - Paul bleibt heute daheim da wir sonst hoch verlieren. Aber du darfst dann in drei Wochen mit wenn wieder schwächere Gegner kommen.


    In meinen Augen spricht generell nichts gegen Kader-Rotation. aber dann halt im Vorfeld festgelegt wer wann dabei ist, unabhängig vom Gegner. Dann Spiel ich eben immer mit möglichst gleichstarken Teams egal gegen wen.


    Gruß
    Torsten

    wie haben die ersten drei Jahre komplett ohne Positionen gespielt.
    Nun spielen wir mit 3 vorne 3 hinten. Im Tor wird komplett rotiert (pro Halbzeit und pro Spiel)


    Trotzdem können wir mit einer Aufstellung bei der jeder nach seinen aktuellen Qualitäten aufgestellt ist, jedes Team im Umkreis von 50km schlagen.
    Rotationsmaschine angestellt und wir haben Mühe gegen die Teams der 2 Staffel unserer Stadt.

    Ich glaube das man, obwohl beides in die gleiche Richtung abzielt, ohne Positionen und Rotation nicht in den selben Topf geben sollte. Alles hat seine Zeit und gerade das Positions-unabhängige Spiel führt auch dazu das die Kinder vorrangig Ihre stärken fördern. Ein starker Stürmer wird hier oft weniger Balleroberungen führen als z.B. ein Kind welches hier seine eigenen Stärken erkannt hat.


    Die Rotation hingegen zielt dann genau darauf ab das jeder entsprechende Erfahrungen in allen Mannschaftsteilen sammeln kann. Und genau hier scheinen deine Spieler eben enorm unterschiedliche Erfahrungsschätze zu besitzen. Wenn du einmal "alles schlagen kannst" und nur aufgrund von Positionswechsel einen enormen "Leistungsverlust" erkennst. Natürlich ist eine absolut homogene Spielstärke utopisch aber eine "gute" Mannschaft sollte durch Positionswechsel nicht zu einer "schlechten" werden.


    Gruß
    Torsten

    Habe mehr oder weniger die gleiche Meinung.
    Habe auch schonmal sowas angesprochen: Argumente dagegen waren

    • die Kinder können ja meistens nichts dafür wenn sie nicht beim Training waren, sondern die Eltern
    • woher wei0t du denn ob die Kinder motiviert sind, manche zeigen das halt nicht so, geben aber trotzdem ihr bestes


    Wie gesagt ich bin da bei dir, aber ich hatte da mal so ein nettes Gespräch mit einer Mutter. Deren Kind hat sich beim Spiel auf dem Platz auf den Boden gelegt, weil es keine Lust hatte und die wollte mir sagen, das Kind hatte sein bestes gegeben.......oooooooookaaaaaaayyyy....

    Das läuft bei mir ab Beginn der D-Jugend genau so, weshalb ich nicht generell gegen diese Meinung bin. Selbst in der D gibt es hier eine Eingewöhnung. Grund ist genau der das ich ab diesem Alter die Kinder selbst für ihr Handeln verantwortlich machen kann. So kann z.B. ein D-Spieler selbst mit dem Rad kommen oder aber eine Fahrgemeinschaft organisieren wenn er möchte.


    Für F und E Jugend finde dieses "Die Kinder müssen lernen das Handeln Konsequenzen hat!" völlig fehl am Platz.

    • Auswechseln wenn ein Kind am Boden liegt oder ähnliches ist völlig in Ordnung.


    • Auswechseln weil ein Kind einen schlechten Tag hat geht gar nicht. Außer natürlich der Trainer ist von diesen Schwankungen 100%ig befreit wovon ich bei euch beiden dann ausgehe. Ansonsten müsst ihr auch den Kindern dies zugestehen.


    • 11 Spieler zu den Spielen mitnehmen und dann über Stoppuhr sprechen ist Fehlplanung. Kinder können sich durchaus im Normalfall 20 oder 25 Minuten bewegen. Warum brauche ich also vier Auswechsel? 1-2 Auswechsel und ich brauche auch keine Stoppuhr um Einsatzzeiten zu überprüfen. Das kann man überblicken.



    Eine Frage sie ich mir hier stelle ist woher wisst ihr wie "stark" eure Gegner sind?
    Bei uns wird in der F ohne Tabellen und öffentliche Ergebnisse gespielt. Und ich habe ehrlich besseres zu tun als mir Spiele anderer Mannschaften anzusehen. Natürlich weiß ich gegen ende der Runde von den anderen Mannschaften gegen wen Sie zuletzt (und wie) gespielt haben. Diese Informationen liegen mir aber zu Beginn der Runde nicht vor.


    Gruß
    Torsten