Beiträge von RedDevil

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
    Zitat von Powerzwergenpapa

    Ich würde es schon sehr gut finden, wenn zumindest im G- und F-Bereich die Vereine sich verpflichten würden, in ihren Teams allen ihren Kindern gleiche Spielzeit zu garantieren. Ich meine, dass das schon sehr vieles ändern würde.


    Eigentlich sollte das meiner Meinung nach auch im E-Bereich noch gelten.


    Du sagst, dass das bei Funino gegeben ist. Völlig richtig. Auch die Zahl der Ballkontakte pro Spieler ist – zumindest tendenziell, denn Ballstaubsauger habe ich auch bei Funino schon gesehen – höher."

    Also löst an dieser Stelle die Spielform Probleme die du erkannt hast.


    Zitat von Powerzwergenpapa

    Das ist natürlich völlig richtig und das spricht alles für Funino. Meine Befürchtung ist, dass Funino im Spielbetrieb aus einem super Ausbildung-Tool ein (vermeintlich präzises) Leistungsstärke-Barometer macht. Da nur drei Spieler und ein kleineres Spielfeld, ist der einzelne Spieler noch stärker auf dem Tableau. Damit vergrößert sich, so befürchte ich, auch der Druck, der auf ihm lastet. Die Erwartungsschraube der Eltern wird noch höher gedreht. Ob das so sein wird, weiß ich nicht. Aber ich befürchte es.

    Verteilt sich der Druck beim 6vs6 denn auf alle Kinder gleich?

    Selbst bei dir sollen die "stärkeren" die Führung herausspielen und die "schwächeren" diese verteidigen.

    In meinen Augen ist der Druck nicht gleich verteilt.


    Ich würde noch ergänzen, selbst wenn es sich um einen superschnellen F-Spieler handelt, dass er in den Laufduellen nicht mit 2 Jahre älteren E-Spielern mithalten kann. Das heißt, selbst wenn er die Räume erkennt, die sich ihm bieten, ist er gezwungen den Pass zu spielen. Ihm wird eine Entscheidungsmöglichkeit (Stichwort "Entscheidung") genommen, denn die Entscheidung, ins Laufduell zu gehen, ist für ihn keine Option, weil er das Laufduell sowieso verlieren wird.

    Einem langsamen Spieler der E, dem wird im Spielbetrieb der E eine Entscheidungsmöglichkeit genommen, denn die Entscheidung, ins Laufduell zu gehen, ist für ihn keine Option, weil er das Laufduell sowieso verlieren wird.

    Er wird Lösungen finden müssen. Ein Xabi Alonso war nie der schnellste.....

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Gerade für die richtig starken Kinder kann auch Unterforderung wichtige Lernerfahrungen vermitteln: Sie lernen, sich im Dribbling auszuprobieren, mit dem schwachen Fuß zu spielen, Finten und Tricks anzuwenden, mal Hacke-Spitze zu spielen usw.

    Sie lernen gegen schwache kann ich dribbeln, mit dem schwachen Fuß spielen, Finten und Tricks anwenden, mal Hacke-Spitze spielen...aber sonst sollen Sie es nicht?


    Zitat von Powerzwergenpapa

    Das ist für mich nun ein ganz schlechtes Argument. Es kann doch nicht sein, dass Dorfvereine ihren Selbsterhaltungstrieb über das Wohl der Kinder stellen!? Man wird doch davon ausgehen können, dass auch in unseren Dorfvereinen vernünftige Menschen sitzen, denen das Wohl ihrer Kinder und deren fußballerische Ausbildung am Herzen liegt, die sich deslhalb zusammensetzen und durch Kooperation (etwa als JSG) vernünftige Lösungen entwickeln.

    Dorf.

    In einem Jahrgang 3-7 Kinder.

    Bis zur D spielen die in diesem Verein.

    Und das ist kein schlechtes Argument, das ist Realität im Dorf.

    In der F dieser Jahr 9 Kinder. Sollen die 3 Minis (2012) einem anderen Verein beitreten?

    Unterforderung und Überforderung....


    Zitat von Powerzwergenpapa

    Das entspricht nicht meiner Erfahrung. Wir haben in der letzten Saison ein 2010er Kind zu unserem Team neu dazubekommen, den wir sehr schnell integrieren konnten und der jetzt zu unseren Besten gehört. Ein 2009er Kind hat bei uns seine ersten Fußball-Erfahrungen gemacht, jetzt spielt er E-Jugend und ist da voll integriert.

    Teilt ihr nun nach Jahrgängen ein oder nicht?


    Zitat von Powerzwergenpapa

    Überforderung (wohlgemerkt: in einem begrenzten Zeitfenster) => Die Kinder gehen an ihre Grenzen bzw. sogar darüber hinaus. Sie lernen, wie wichtig Motivation und Einsatz sind. Sie können über sich hinauswachsen.

    Wann werden denn eure "stärkeren" Kinder überfordert?

    Trainierst du immer nur die F?

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Weil es für die Kinder nicht gut ist. Die Altersspanne ist schon innerhalb der bestehenden Einteilung immens. Wenn man Kinder hochzieht, ist sie zu groß, als das Kinder das bewältigen können. Logischerweise ist bei Kindern, die hochgezogen werden, dann auch immer dieselbe Entwicklung zu beobachten, nämlich dass sie Zweikampfvermeidungsstrategien entwickeln, d.h. i.d.R.: Bolzen.

    Und das kommt von der Person die Unterforderung und Überforderung toll findet......

    Mal eine Frage an alle.

    Habt ihr bei diesem Thema die gleichen Erfahrungen wie Powerzwergenpapa?

    Also Zweikampfvermeidungsstrategien von jüngeren?

    Bei mir ist das anders...

    Bei mir vermeiden die "schwachen" die Zweikämpfe....

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Ich habe allerdings Bedenken, wo aus Funino als Ausbildung-Tool ein Leistungsstarker-Barometer gemacht wird. Da habe ich auch das Gefühl, wenn man zwischen den Zeilen liest, in den Postings von MDahlin und luibo bestätigt zu werden.

    Was genau meinst du mit "aus Funino als Ausbildung-Tool ein Leistungsstarker-Barometer gemacht"?

    Und meinst du den Beitrag 56 von MDahlin?



    Zitat von Powerzwergenpapa

    Lochmann sagt dazu, dass man, um das Verhalten zu ändern, die Verhältnisse ändern muss. Wenn man aber einfach nur die Organisationsform der Spielbetriebs ändert, inkorporiert man auch den Leistungs-, Selektions- und Ergebnisdruck gleich mit. Sprich: Es ändert sich gar nichts (oder verschärft sich sogar).

    Wir haben meiner Meinung nach im Kifu ein Belohnungssystem, das gute Ergebnisse belohnt, nicht aber gute Ausbildung. Das wäre für mich der therapeutische Ansatz.

    Also...ja.

    System jetzt: Belohnungssystem, das gute Ergebnisse belohnt, nicht aber gute Ausbildung

    Wie änderst du den Fokus von gute Ergebnisse auf gute Ausbildung, ohne Mehraufwand bei allen Beteiligten?

    Beim 6+1 stellen sich im schlimmsten Fall 3 hinten rein und kloppen die Bälle nach vorne. Das Ergebnis stimmt.

    Bei Funino geht das nicht....

    Ansonsten führe das doch bitte mal weiter aus...

    Um es mit deinen Worten zu sagen: Bring mal Fleisch in die Diskussion


    Zitat von Powerzwergenpapa

    Das sehe ich anders. Auch extreme Überforderung halte ich in einem gesteuerten Rahmen (also ≠ Ergebnisse wie ein 23:0!) aus Ausbildungssicht für sinnvoll.

    Das ist ja so ein typisches Kifu-Phänomen: Das klar unterlegene Team schafft es mit großem Einsatz, das 0:0 zu halten. Dann fällt das 1:0. Das unterlegene Team bleibt motiviert, versucht – mehr oder weniger erfolgreich, je nach Grad der Überforderung – ein Tor zu erzielen. Dann fällt das 2:0. Auch danach bleibt das überforderte, unterlegene Team sogar noch motiviert. Dann fällt das 3:0 und das überforderte Team bricht zusammen, die Tore purzeln nur so: die Motivation schlägt um in Frustration.

    Bei Funino wird es automatisch gesteuert. 3 Tore Unterschied und man darf bis zum Ausgleich mit einem mehr spielen, also 4vs3.

    Auch hier die Frage, warum kommen 2 Mannschaften in eine Gruppe die so weit auseinander liegen in ihrer Entwicklung?


    Zitat von Powerzwergenpapa

    Es gibt also einen mehr oder weniger großen Zeitkorridor, in dem trotz Überforderung die Motivation erhalten bleibt. Diesen Korridor nutzen wir zur Ausbildung. Das funktioniert sehr gut in einem zeitlichen Rahmen von 5-10 Minuten. Wir provozieren so unsere schwachen Kids, sich zeigen zu müssen. Und wir provozieren Erfolgserlebnisse. Das ist dann natürlich kein mega gelungenes Dribbling, aber etwa ein gewonnener Zweikampf. Die Kinder freuen sich, dass sie die zuvor von unseren starken Kids herausgespielte Führung gehalten haben. Sie erfahren sich als wichtiger Teil des Teams. Sie erfahren, dass sie Verantwortung übernehmen müssen und können. Sie erleben, dass sie sich auch gegen körperlich überlegene Kinder etwas trauen dürfen und können.

    Spielen die Kinder die gleiche Zeit, auch wenn es keine Führung gibt?

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Ich glaube allerdings, dass 4+1 oder 6+1 gar nicht der entscheidende Punkt ist, wenn wir über die Qualität der fußballerischen Ausbildung in Deutschland reden. Denn es geht um Fußball und dafür brauchen Kinder – das wissen wir alle – nicht viel, da reicht ein Ball. Als Tor werden dann einfach Jacken genommen oder zwei Bäume und los gehts – egal ob 10, 20 Kinder, ob Funino 4+1, große oder kleine Tore oder was auch immer. Der Spielbetrieb ist ja nur die Spitze des Eisbergs, was den Fußball betrifft, der in Deutschland gespielt wird.

    Die Kernthese Lochmanns ist ja, dass der Spielbetrieb sich auf die Trainingsstruktur rückkoppeln wird. Und das leuchtet mir nicht wirklich ein. Ich denke, dass der Effekt nicht so ist, wie Lochmann das anzunehmen scheint. Denn es geht bei den Kleinsten immer in erster Linie darum, Ball- und Körpergefühl zu schulen. Das Spiel hat da in meinen Augen mehr den Charakter eines Belohnungssystems. Dass ein Trainer im Blick auf die Ergebnisse die individuelle Entwicklung seiner Kids aus dem Auge verliert, ist genauso auch bei Funino oder 4+1 möglich, daran ändert sich m.E. gar nichts.


    Warum kannst DU diese Punkte nicht verbinden?
    Und ich meine explizit dich.

    Wenn du doch erkennst: "Denn es geht um Fußball und dafür brauchen Kinder – das wissen wir alle – nicht viel, da reicht ein Ball."

    Weiter erkannst du: "Natürlich sehe ich auch, dass weniger Spieler = mehr Ballkontakte."

    Dann hast du dcoh schon den ersten Punkt.

    Meine Frage:
    Erziele ich ein besseres Ball- und Körpergefühl durch mehr oder weniger Ballkontake?

    Und hier widersprichst du dir selbst:

    "Ich glaube allerdings, dass 4+1 oder 6+1 gar nicht der entscheidende Punkt ist, wenn wir über die Qualität der fußballerischen Ausbildung in Deutschland reden."

    4+1 oder 6+1, wo gibt es mehr Ballkontakte pro Kind....


    Zitat von Powerzwergenpapa

    Der Spielbetrieb ist ja nur die Spitze des Eisbergs, was den Fußball betrifft, der in Deutschland gespielt wird.

    Die Kernthese Lochmanns ist ja, dass der Spielbetrieb sich auf die Trainingsstruktur rückkoppeln wird. Und das leuchtet mir nicht wirklich ein. Ich denke, dass der Effekt nicht so ist, wie Lochmann das anzunehmen scheint.

    Nehmen wir eine Dorfmannschaft. 14 Kinder. Wer geht ins Tor?
    Bei Funino stellt sich diese Frage schon nicht. Wird sich also das Training verändern, wenn im Spiel kein Torwart gebraucht wird?
    Meine Antwort: Ja.

    Beim 6+1 war das Jugendtor vorhanden und so manches Kind konnte aus der dritten Reihe ein Tor erzielen.
    Im Training hat es auch Sinn gemacht, wenn ein Kind beim Abschlusspiel den Ball nach vorne gedroschen hat und dafür gelobt wurde.

    Ein Tor von so weit ....wow.
    Bei Funino fällt das weg. Im Spiel und im Training.

    Die Kinder müssen Lösungen finden. Beim 6+1 sind es verdammt viele Probleme...
    Bei Funino hat ein Kind 3 Gegner.

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Dass ein Trainer im Blick auf die Ergebnisse die individuelle Entwicklung seiner Kids aus dem Auge verliert, ist genauso auch bei Funino oder 4+1 möglich, daran ändert sich m.E. gar nichts

    Das ist weder ein Argument für 6+1 noch gegen 6+1.

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Als eine praktische Maßnahme wäre ich dafür, dass untersagt wird, Kinder jahrgangsmäßig hochzuziehen (also beispielsweise dass ein F-Kind schon in der E spielt).

    Oder ein Mini in der F?

    Damit sind einge Dorfmannschaften tot.

    Danke!

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Ich wäre für ein Zertifizierungssystem, das Mannschaften belohnt, die beispielsweise allen Kindern eines Teams gleiche Spielzeiten garantiert

    Ihr spielt nach Fair Play? Kommt bei euch jedes Spiel einer und kontrolliert?

    Übrigens bei Funino wird jedes Kind ein- und ausgewechselt.... nach jedem Tor in fester Reihenfolge.

    Zitat von Powerzwergenpapa


    Ich bin für die konsequente Abschaffung von leistungsorientierten Belohnungssystemen im G- und F-Bereich.

    Früher hatte man die Tabellen und konnte sich orientieren, was für eine Mannschaft da jetzt kommt.
    Heute ist das jedesmal eine Überraschung.

    Bei Funino ist das fast egal. Teams einteilen aud auf gehts. Bist du schwächer verlierst du und spielt gegen schwächere und dann gewinnst du auch mal ein Spiel.

    3. Gedankenexperiment:

    Dasselbe Dorf, derselbe Verein, dasselbe Team, derselbe Trainer.


    Spielbetrieb läuft aber bei diesem Experiment im Funino. Alle 14 Kinder an jedem Spieltag im Einsatz wenn Sie wollen. Alle 14 bleiben in der selben Trainingsgruppe. Am Spieltag werden Eltern als Teambetreuer eingeteilt.

    .

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Wie werden dann die Spiele organisiert? Jeder gegen jeden? Oder gibt es eine andere Choreographie, die auch Unter- und Überforderung strukturell zulässt? Oder eben "leistungshomogen" durch euch Trainer sortiert?

    In unserem Kreis bestimmmen die Vereine die Einteilung der Mannschaften. So trifft dann schwach nur auf schwach....Sollte so sein.

    Einige teilen ihre Mannschaften kreativ ein. So entstehen Ergebnisse von 23:0 oder 19:1 etc.

    Na wenn dass die Unter- und Überforderung sein soll, dann hast du zwar recht, aber das ist auch eine bankrotterklärung....

    Wer das befürwortet hat im Kinderfussball nichts zu suchen!

    Bei Funino kannst du dein Team einteilen, es wird aber schnell aufsteigen, bzw. absteigen. Und du bekommst eine Rückmeldung wie die Entwicklung deiner Kinder ist.

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Letzteres würde ich kritisch sehen. Meiner Überzeugung nach muss da bei den Kleinsten ein gewisses Maß an Aleatorik in die Organisation rein. Denn du sprichst zwar von einem großen "Leistungsspektrum", aber die Unterschiede sind bei den ganz Kleinen noch relativ gering

    Wenn ein Kind heute zum ersten mal zum Fußballtraining kommt, 9 Jahre alt ist und in ein Team kommen soll, die schon seit fast 4 Jahren zusammen im Verein spielen. Dann ist der Unterschied nicht gering. Dieses Kind wird brutal überfordert....

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Lerntheoretisch sind für mich in gewissem gesteuerten und natürlich nicht exzessivem Rahmen Momente der Über- und Unterforderung für die Ausbildung extrem wichtig. Unterforderung bietet den Kindern einen Raum, sich ausprobieren zu können. Überforderung führt die Kinder an ihre Grenzen und dazu, diese auszureizen. Beides provoziert, dass die Kinder "über sich hinauswachsen" können.


    Das bietet Funino. Und zwar schneller als es der normale Spielbetrieb kann. An einem Wochenende startet man in der schwächsten Gruppe schafft es aber dort alle Spiele zu gewinnen. Dann kann der Trainer beim nächsten Termin die Kinder in einer stärkeren Gruppe melden...

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Wenn man organisatorisch das selektive Moment im Kifu (G und F) zu stark macht, ist das für die Ausbildung deshalb gerade nicht förderlich


    Wie kommst du darauf?


    Zitat von Powerzwergenpapa

    H. Wein kommt ja vom Hockey her und – ich gebe zu, so gut kenne ich mich da nicht aus – m.W. gibt es beim Hockey keine hohen Bälle, das Spiel läuft gewissermaßen nur zweidimensional ab

    Powerzwergenpapa

    Soll das ein Argument sein? Dann sind wir glücklich, dass Horst Wein nicht aus dem Handball kommt....
    Das entspricht ungefähr dem Argument, Tedesco hat nie professionell Fußball gespielt, wie kann der eine Bundesligamannschaft trainieren...

    Zitat von Powerzwergenpapa

    Beim Fußball ist es selbst im professionellen Bereich (selbst Championsleague) so, dass es chaotische Momente gibt. Dazu gehören auch hohe oder springende Bälle. Die Struktur des Funino-Spiels klammert nach meinem Gefühl solche Momente strukturell aus. Deshalb sehe ich Funino eher als Ergänzung, nicht aber als Ersatz.

    Hohe Bälle werden seltener...was für mich in dieser Altersgruppe überhaupt kein Problem ist. Ganz im Gegenteil: Stichwort CTE.

    Bei der Periodisierung, oder beim DFB propagierten "vom einfachen zum schweren" entspricht Funino und danach Formino optimal beiden Ausbildungen.
    3vs3 entweder 2 Pässe oder ein 1vs1.

    Beim 7vs7 sieht es schon anders aus....


    Pulisic wurde nicht vom BVB ausgebildet...aber in dieser Statistik taucht er auf.....

    "25,9 Prozent der Spielminuten auf Spieler, die auch noch in der U23 spielen konnten"



    .

    Ist es fair wenn der Torwart keine Chance hat an den Ball zu kommen?

    Oder wir stellen um und spielen ohne Torwart. (Funino)

    etwas vom Thema ab, aber...


    Hier war es immer so, dass die Guten die wollen gehen und irgendwann später anteilig in den alten Verein zurückkehren. Andere Gute blieben. Nach jüngstem Zeitungsbericht haben sich jedoch die Lugameldungen seit 2008 halbiert! Damals noch über 1100 gemeldete Mannschaften,... heute die Hälfte UND... es wären noch mehr, wenn nicht der

    Mädchenfussball dazu gekommen wäre. In der vertieften Recherche fiel auf, dass es besonders viele A-Jugendmannschaften sind, die es wohl nicht mehr gibt, weil die Spieler fehlen. D. h. für mich und deshalb benenne ich es hier, das man gute Gründe hätte, ALLES zu tun, jeden Spieler zu halten, soweit man am alten Denken festhalten will. Oder... man erkennt, dass der Anteil des Vereins an den Zahlen so klein ist, dass man das so annehmen muss und seine Konsequenzen zieht und es als Neuerung. - und Reinigungsprozess in die Zukunft versteht.

    Wenn die Anstoßzeiten der B Jugend um 9:30 Uhr sind, wundert mich das überhaupt nicht.

    Da haben die ersten keine Lust mehr. Die fehlen dann in der A Jugend.

    Dann kommen im April/Mai noch die Abiturprüfungen.

    Dazu Zwischenprüfungen für die Azubis.

    Und die Senioren wollen die Spieler einsetzen.

    Pflichtspiele an Karneval oder an langen Wochenenden, wenn die Feiertage passend liegen....

    Und schon ist nach einem Jahr A Jugend Schluss.
    Die meisten Teams würde es ohne intensive Unterstützung durch die B Jugend nicht geben.


    Fussball soll ein Hobby sein....Schule geht vor.

    Auf der anderen Seite.


    Annahme:

    Breitensportverein F Junioren

    12 Kinder im Team

    2 Trainer


    Bei 100Euro pro Trainer, sind es 200Euro im Monat.

    Bei 12 Kindern, sind es 16,7Euro im Monat pro Kind.

    Der Verein wird wohl noch Geld brauchen. Bälle und anderes Trainingsmaterial braucht man auch.

    Also am Ende 20 Euro pro Monat.


    Trainingsplätze oder Zeiten in einer Sporthalle hat man dann noch nicht.



    Kinder aus Hartz 4 Familien sind schon mal ausgeschlossen......

    Dann muss ich aber die Gemeinnützigkeit dieses Vereins hinterfragen.

    Das stimmt m.E. so nicht.

    Die Kinder, die in den Verein kommen, wollen definitiv Fußball so spielen wie die Großen und zwar auf 2 Tore und nicht Funino auf 4 Tore mit ggf weiteren Provokationsregeln.

    Sie wollen das, weil sie es aus der Sportschau und vom Bolzplatz so kennen und Nicht, weil ihnen die Eltern erklärt haben, wie Fußball funktioniert. Mit aktiver Erziehung hin zu 7:7 hat das nichts zu tun.


    Das man natürlich Ball/Tor/Spielfeldgröße und Mannschaftsstärke altersgerecht anpassen muss, versteht sich von selbst, hat aber primär nix mit Funino zu tun. Bspw halte ich in der F ein 5:5 als Ligabetrieb für sinnvoll

    Das ist doch nicht schlüssig.

    Warum spielen die Kinder dann 7vs7 auf kleine Tore und kleinem Feld?


    In der Sportschau kommt der Fußball mit 11vs11 auf große Tore und großem Feld...

    Und mit Abseits.....


    Sind die Kinder etwa selbst darauf gekommen 7vs7 zu spielen?

    Oder waren es Erwachsene, die es für die Kinder entscheiden haben und die Eltern der Kinder die es akzeptiert haben.

    Weil die Eltern verstanden haben 11vs11 auf große Tore und großem Feld ist nicht richtig für kleine Kinder.....

    Und weil die Eltern es akzeptiert haben, haben es auch die Kinder akzeptiert.....

    Desolate Ergebnisse? Was sind denn die Ziele eines NLZ? Die Tabellenplatzierungen?


    Welches NLZ war in der Saison 12/13 am erfolgreichsten?

    Mittlerweile sind die Spieler ja bei den Profis angekommen.....


    Ich weiß nicht ob man die DFB-Teams 1986, 88, 90, 92, 94 als Rumpelfußballer bezeichnen sollte.

    Meine Jungs sind jetzt in der E2 gekommen, zwei habe ich empfohlen den Verein zu wechseln, da sie noch nicht mal die einfache "Vorgabe" des DFB seit der F2 geschafft haben dies zu verinnerlichen oder zu können. Wer seit der F2, also 2 Jahre, nicht den Ball über 5 Meter gerade passen/spielen kann, sry aber der soll dann in einem Verein gehen wo Kinder sind, die nur "Spaß" haben wollen und die Eltern zufrieden sind das sie für 2x die Woche für jeweils 90 min ruhe von ihrem Kind haben.

    Meine Zeit und die Zeit der anderen Kinder ist zu kostbar um bei jedem Training zeigen zu müssen wie man den Fuß hält damit man einen normalen flachen Pass spielen kann, da investiere ich meine Energie bei den Spielern die mit sichtbaren Erfolg das Training annehmen und auch richtig wollen und nicht an der Linie sitzen und das Granulat vom Kunstrasen zählen.

    Bewusst provozierend.....


    Ich vermute mal, diese Kinder spielen auch nur die 2 mal pro Woche Fußball, wenn Training ist. Oder dann ein drittes mal wenn am Wochenende ein Spiel ist.

    Sonst machen die was anderes, aber keinen Fußball.


    Und dann behaupte ich mal:

    An diesen Kinder ist zu sehen, wie gut das Training wirklich ist.

    Die anderen Kinder treffen sich in der Freizeit und die Fehler ihrer Trainer im Training werden dort in den freien Spielen korrigiert.

    Provozieren vorbei.

    Ich stimme da AKjfv in seiner Einschätzung zu. Das Argument die Kinder würden sich schon von allein genug bewegen ist aufgrund des immer weiter wachsenden Medienkonsums hinfällig.

    Natürlich kannst du als Jugendtrainer nicht durch herausragendes Training spätere Nationalspieler formen. Aber die Schere in Sachen Trainingsqualität und den damit zusammenhängenden späteren Fähigkeiten ist doch durchaus vorhanden.

    Die Woche hat 168 Stunden, 3 Stunden Training in der Woche alleine helfen dann auch nicht.

    Beobachte 2-4 Liga eher selten, aber mir fehlen die Beispiele, wann sich der letzte Jungprofi über die U 23 in den Kader eines Bundesligisten gespielt hat.

    Ausleihe oder Farmteam funktionieren nach meiner Ansicht besser.

    Eine sinnige Ausleihe hat viele heutige Stars in den Foccus der Topteams gerückt.

    Wer sich auf dIe "Millionenlotterie" Profifußball einlässt! sollte um die Risiken wissen und auch in der 4 Liga wird man für das Hobby wahrscheinlich fast so gut bezahlt wie bei einem Europaliga Teilnehmer aus einem der kleineren Länder. Die jedoch Gurkenteams wie Hertha und Köln locker schlagen.


    Dahoud, Süle, Amiri, Toljan alle erst bei den Amateuren Erfahrungen gemacht.
    Wer hat es in Deutschland zuletzt aus einem Farmteam mittels einer Ausleihe geschafft?



    Sieh das aus der Sicht der Spieler. Wenn die guten Spieler der anderen D-Jugend mit starken Spielern in einer Runde spielen, haben die mehr Herausforderung und verbessern sich viel effektiver. Dadurch hat der Verein auch Perspektivisch bessere Spieler in höheren Klassen.

    Für die Spieler für die Entwicklung das Beste und hilft langfristig dem Verein durch bessere "Spitzenspieler".


    Der Verein hat eine D1 und eine D2. Dorfverein.

    In der D gibt es bei uns keinen Aufstieg und keinen Abstieg, daher kann ich nur aus dieser Sicht argumentieren.

    In der D brauchen sie wohl 13 Spieler. 2 Jahre später brauchen sie in der C dann 16 pro Team.

    Also sage ich jetzt 3 Kindern, ihr seid zu schlecht, aber 2 Jahre später brauche ich sie dann…

    Und was ist mit den anderen die in die D2 gekommen sind? Es reicht ja, wenn von denen welche aufhören und schon bekommt ein Dorfverein Probleme in Zukunft eine D2 zu stellen.

    Auch wenn viele es nicht hören wollen, Dorfvereine brauchen die D3, die E4 und die F4

    Diejenigen die richtig gut sind, spielen in der C nicht mehr bei Dorfvereinen.

    Bei mir:

    D1 älterer Jahrgang

    D2 jüngerer Jahrgang.