Beiträge von Effzeh

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    Ich habe heute morgen mit dem U17 Trainer eines benachbarten Vereines telefoniert. Er erzählte mir, er habe seinen Jungs feste Aufgaben für die Sommerpause gegeben.

    2 Wochen vor Start der eigentlichen Vorbereitung startet wohl ein vorgegebener Athletikplan und zudem wollte er sich über eine kostenlose App von Polar 5 Screenshots pro Spieler zuschicken lassen. Die Jungs sollen jeweils eine vorgegebene Zeit joggen gehen und dies dann als Beweis zuschicken sollen.


    Naja, es ist jetzt eine ambitionierte Truppe in einem ambitionierten Verein, aber in einer doch relativ geringen Spielklasse (höchste Liga im Kreis).


    Ich habe meinen Jungs gesagt (C-Jugend) gesagt, dass es nicht verkehrt wäre sich in der Sommerpause mal etwas zu bewegen und wenn man im Schwimmbad mal ne Bahn schwimmt und nicht nur den Mädels hinterherguckt, würde dies nicht schaden. Und mal die PS4 PS4 seien lassen und sich bewegen - wie auch immer - wäre auch nicht schädlich. Aber jetzt einen Plan oder so ausarbeiten...also bei einer C-Jugend ohnehin nicht, aber wie seht ihr das? Meine Frage bezieht sich auf den A-, B-Jugend Leistungsbereich knapp unterhalb der Bundesliga.


    Weiß jemand wie es bei der C-Jugend und aufwärts in NLZs aussieht?

    Mich würde das einfach mal interessieren, wie das in der Praxis läuft und wie detailliert solche Pläne sind.

    Kannst du mir schildern, was man 8 vs. 8 macht ohne Ball? Hier fällt mir beim Durchlesen all der Posts nicht wirklich was ein...

    Du spielst ganz normal 8v8... und wenn du den Ball nicht hast, dann musst du dieselben Läufe wie im Spiel machen... Pressing usw. verstehst du es jetzt? Ich mache keine isolierten Läufe sondern nur im Zusammenhang mit meiner Spielidee, damit die Kommunikation besser wird. Wenn man dann zum Beispiel das Pressing "überladen" möchte, nimmt man der Pressingspielenden Mannschaft einfach einen Spieler weg. Somit müssen sie "besser" Pressen um den Ball zu erobern. Ich wüsste nicht wie man die Kommunikation mit isolierten Läufen verbessern kann...

    Ja ich verstehe! Sorry, hatte es missverstanden und dachte es wäre ein 8 vs. 8 komplett ohne Ball. Hatte mich auch gewundert ;)^^


    Ich versuche den Fußball besser zu machen und das geht eben nur, wenn du im Fußballkontext bleibst. Badminton ist eine tolle Sache, doch wie verbessere ich dadurch das Fußballspiel? Es ist Abwechslung für die Spieler, doch diese schafft man auch mit unterschiedlichen Spiel- und Übungsformen. In diese kann ich dann ebenso die Hand-Auge Koordination einbauen usw. Dafür muss ich nicht Badminton spielen... Du hast ja nur wenige Einheiten pro Woche und diese möchtest du nutzen um dein Spiel zu verbessern. Wenn du jetzt ständig andere Sportarten einbindest, dann wirst du Polysportiv aber kein Fußballer.. Verstehst du meinen Ansatz?

    Ich verstehe deinen Ansatz total und kann ihn voll nachvollziehen!

    Aber dieses Wort "ständig" ist halt das, was den Unterschied macht. Ich schreibe, dass man das mal machen kann. Ich dachte, wenn ich von Abwechslung spreche, sei klar, dass es nicht so ist, dass ich jede Woche eine von drei Einheiten in der Badmintonhalle verbringe :)

    Doch diese versucht man dann entsprechend für den Fußball umzumodeln. Die Hand-Auge Koordination ist übrigens etwas, was im täglichen Leben benötigt wird.


    Das ist doch das worauf ich hinaus möchte und was auch die anderen Schreiben. Keiner möchte, dass ein Volleyballtrainer kommt und 200 Trainingseinheiten Volleyball mit unseren Jungs macht.

    Der Trainer macht mit den Spielern entsprechende Übungen, die er schon auf den Fußball umgemüntzt hat oder (falls er das nicht hinbekommt) macht er mal seine "normalen" Übungen mit den Jungs und ich versuche daraus Übungen für den Fußball abzuleiten.

    Die Jungs hatten also eine spaßige Einheit und ich habe mich dadurch verbessert!


    Wenn du als Trainer deinen Sport verstehst, brauchst du doch keinen Trainer einer anderen Sportart um deine zu verbessern.

    Ich behaupte ich verstehe meinen Sport. Trotzdem weiß ich, dass ich nicht jedes Detail weiß und externe Hilfe nie schadet! Ob es nun ein erfahrener Fußballtrainer ist oder ein sportartfremder, der mich zum Überlegen bringt. Glaub mir, ich versuche ganz viel fußballspezifisch zu trainieren. Aber vielleicht kann man in diesen Übungen plötzlich Details anders machen, weil man von extern Tipps bekommen hat!


    Und wenn du dir meine Posts vorhin auch durchliest, siehst du, dass ich geschrieben habe, dass man sich INPUTS von anderen Sportarten holt und diese für den Fußball anpasst.

    Ich finde genau dies ging zu Beginn der Diskussion nicht hervor. Zunächst dachte ich, dass du dies total verteufeln :evil: würdest. Erst später schien es für mich so, als würde es sich doch anders darstellen :wacko:

    ist ok aber dann sind alle Übungen die keine Ball beinhalten kein Übungen die für Fußball was taugen? Bedeutet es "Fußball"trainer die nicht nur mit Ball trainieren sind keine "Fußball"trainer?

    In einem Spiel 8v8 hast du auch nicht immer den Ball, machst aber Läufe die im Spiel auch vorkommen im Vergleich zum Waldlauf.

    Kannst du mir schildern, was man 8 vs. 8 macht ohne Ball? Hier fällt mir beim Durchlesen all der Posts nicht wirklich was ein...:wacko:

    Wie fördert ein Waldlauf den Teamspirit? Teamgeist kann man auch im Fußballkontext trainieren.

    Ich persönlich bin auch kein Freund von Waldläufen.

    Ich habe ja nur versucht mein Verständnis aus der Diskussion kundzutun. Ich glaube, du verstehst (wie ich zunächst auch) unter dem Waldlauf einen stupiden Lauf. Andere Teilnehmer stellen sich hier eher einen Hindernisslauf vor. Hier wird es sicherlich Hindernisse geben, die zusammen zu bewältigen sind, was den Teamspirit steigert.

    Aber auch hier, würde ich (ich denke auch alle anderen) es toll finden, wenn du eine Übung mit Fußballkontext kommunizieren könntest, die den Teamgeist steigert.

    Motivation/Abwechslung/Spaß

    Man kann die Spiel- und Übungsformen entsprechend gestalten, dass alles vorhanden ist. Bzgl. Badminton: Kann ich Spielformen im Fußball so gestalten, dass ich genau diese Dinge auch trainiere? Zum Beispiel ein 4v4? Sind da genau diese Bewegungen wie Abstoppen, kurze Antritte etc. vorhanden? Wenn ja, warum dann Badminton statt Fußball?

    Ja, in einem 4 vs. 4 hat man diese Bewegungen auch.

    Aber...und hier sind wir bei einem Punkt, der (s. Posts oben) einige stört. Ich habe es nicht fett markiert so geschrieben, aber ich behaupte, es ist deutlich ersichtlich was ich meine. Aber bei dir hat man das Gefühl, du legst jedes geschriebene und vor allem nicht geschriebene :wacko: Wort auf die Goldwaage und nimmst immer das schlechteste an...Wie gesagt, ist mein Empfinden, vielleicht liege ich falsch

    Ich meine nicht, dass 3x die Woche Badminton gespielt werden soll. Es ist eine Alternative, die man mal einstreuen kann, um den Trainingseffekt zu erzielen und eine krasse Abwechslung zu haben. In Sachen Abwechslung/Spaß/Motivation wird das auch bei einer Herren Truppe super ankommen!

    Hand-Auge Koordination -> Ist das im Fußball gefordert? Ja.

    Sollte ich dann als Fußballtrainer wissen wie man es trainiert? Ja.

    Benötige ich daher einen Handballtrainer? Nein.

    Warum? Warum so krass, dieses totale Nein?

    - Zeit: Wer macht das TW-Training, wenn man dafür keinen TW-Trainer hat?

    - Abwechslung/Spaß/andere Reize setzen: sowas ist meiner persönlichen Erfahrung8) nach nie verkehrt. Manchmal ist ein Training, welches nur 80, statt 100% Technik/Taktik/Koordinationseffekt hat trotzdem besser. Es zählt nun mal auch der Mensch, dessen Empfinden und alles was zu ihm dazu gehört.

    - andere Sichtweise: Ich kenne die Hand-Auge Koordination. Bin ich deshalb allwissend in diesem Bereich? Nein. Besteht die Möglichkeit neues zu lernen? Ja Besteht die Möglichkeit neue Übungen kennen zu lernen? Ja. Also wieso nicht jemanden dazu holen? Es geht nicht darum, dass die Mannschaft plötzlich Volleyball spielen soll, aber vielleicht gibt es etwas, das man lernen/übernehmen kann?



    Mir fallen da einige mehr Aspekte ein die einen Vorteil beim Waldlauf haben außer Kondi! Dir nicht?
    Doch, allerdings keine im Fußballkontext.

    Ich glaube hier fallen die Auffassungen von Waldlauf auseinander.

    Die einen verstehen unter einem Waldlauf das stupide Laufen von 10km durch den Wald. Irgendwo hier (seid mir nicht böse, ich hab das Zitat jetzt nicht rausgesucht) wird von mehreren geschrieben:

    Hindernisse bewältigen etc.


    Dies könnte doch je nach Gestaltung dann etwas sein, was beispielsweise den Teamspirit fördert. Und Teamgeist gehört doch in den Fußballkontext.


    Dass man das reine Konditionstraining für Fußballer besser als durch einen 10KM Lauf trainieren kann, da sind wir denke ich alle auf einer Ebene. Nur jetzt werfen die einen Aussagen in das eine und andere Aussagen in das andere Extrem ein :S8)


    Ein Fußballtrainer oder ein Sportwissenschafter ohne Fußballtrainerausbildung?

    Jeder würde dir sagen, dass ein Fußballtrainer mehr Ahnung von Fußball hat :)

    Aber: Warum sollte ich mir keine Spezialisten in mein Team holen? Es gibt hier doch mehrere Möglichkeiten:
    - kann dieser sich fußballerisch ausgebildet sein?

    - kann ich aus seinen Ansätzen/Gedankenanstößen überlegen, wie ich diese Inhalte in mein Training integrieren kann?


    Frage:

    Was finden Spieler motivierender - 45 Minuten Waldlauf oder 45 Minuten 8v8?

    Was ist mit dem Gesichtspunkt Motivation/Abwechslung/Spaß? Vielleicht gefällt es den Spielern ja, wenn wir mal Badminton spielen, um die Bewegung des ständigen kurzen Antrittes, abrupt Abstoppen und in eine andere Richtung Sprinten trainieren? Also wenn man sowas einstreut, hat man keinen "Fußballkontext", aber einen man hat seinen Trainingsschwerpunkt mit Spaß/Abwechslung kombiniert. Das sollte man meiner Meinung nach nicht unterschätzen:/

    ein ganz gewichtiger Punkt den SG-Nr8 hier richtigerweise anspricht.

    ich möchte es Dir nicht unterstellen, aber genauso ist bei uns im Verein passiert. Bis E Jugend Spaß und Ergebnisse.

    Ab D in Hinrunde noch ok, dann auf einmal Einbruch. Trainer schmeißt hin, nach dem Motto: Die können nix mehr, wir verlieren ja eh (super für die Kids).

    Dann habe ich die -mitübernommen-... Das ist kein Spaß für die 2006er, wenn die sehen, das der 2007er/08er Jahrgang fußballerisch weiter sind als Sie. Keiner ist nur rudimentär beidfüßig. In den letzten Spielen der D haben dann E Jugendliche ausgeholfen (auch wegen Spielermangel/Schulveranstaltung). Dann zu merken, das selbst die 2008 er weiter sind und spielerisch Situationen lösen, obwohl man die

    ja vor 3 Jahren noch 7-0 geschlagen hat, ist nichts was dem Selbstvertrauen hilft. Da bin ich nun gefordert, aber die Defizite sind wahnsinnig schwer aufzuholen.

    Ein schönes Beispiel, welches die "langfristigen" (in dem Beispiel eher mittelfristigen) Auswirkungen der Ausbildungsorientierung gegenüber der Ergebnissorientierung im Kinderfußball zeigt!

    Genau! Da bin ich ganz genau bei dir! Da kommen wir überein, es ist kein Problem des Laktattestes, sondern ein Problem des Anwenders 8)


    Ich glaube schon, dass man mit einem Laktattest viel machen kann, wenn man denn Ahnung hat und weiß, was es alles zu beachten gibt (Was das ist, hast du ja teilweise schon aufgezählt).


    Es mag sein, dass es sogar bessere Messformen gibt, aber schaden wird der Laktattest nicht. Die Frage ist dann natürlich, was man anschließend mit den Ergebnissen macht!

    Frage:
    Warum macht man in der Vorbereitung Waldläufe? -> Glaubst du, dass die Trainer, die das machen, es auch hinterfragen oder machen, weil sie das schon immer so gemacht haben?


    Klar!


    Aber warum spielen die meisten Seniorenmannschaften die ich kenne zu Beginn des Trainings 4 vs. 2 (oder je nachdem wie viele grad da sind )?

    Ich lese auch überalle wie toll Rondos sind und meine C-Jugend macht das auch. Aber naja...schon mal bei einem Bezirksligisten geguckt, wie die 5 vs. 2 spielen? Das ist nicht das, was ich unter Rondo verstehe, aber der Trainer denkt sich auch, habe doch gelesen, dass das eine super Übung ist..!


    Das Argument, dass der Trainer nicht gut genug ausgebildet ist (so nenne ich das jetzt mal...) kann man ja auf alles ummünzen, hat aber nichts mit der Übung/Messform zu tun.


    Zum Laktattest selber kann ich nicht genug sagen, da ich ihn weder jemals durchgeführt oder mich damit beschäftigt habe.

    Glaubst du, dass Trainer, die die Beiträge in Foren und Büchern hinterfragen oder sich tiefer in die Materie einlesen?

    Also entweder macht der Trainer dies selber oder er hat in seinem Trainerstab jemanden der für diesen Bereich zuständig ist. Aber zu unterstellen, dass derjenige, der dann den Test durchführt bzw. entscheidet, dass dieser gemacht wird, sich nicht damit beschäftigt, ist schon ein abwegiges Argument.

    Da könnte ich genauso zu jeder Übung auf dem Platz sagen "Mmh...ob der Trainer sich wohl vorher damit beschäftigt hat, ob diese Übung Sinn macht?"


    Zum Thema an sich kann ich wenig beitragen, da ich nicht genau genug über den Laktattest informiert bin. Aber die Diskussion sollte sich darum drehen, ob ein Mittel/eine Methode Sinn ergibt und warum oder warum nicht. Es gilt schließlich bei allem, dass es am Ende davon abhängt wie engagiert etc. der Trainer ist. Hier sollte man schon unterstellen, dass der Trainer sich mit allem was er macht vernünftig auseinandergesetzt hat. Zu sagen "Ich glaube nicht, dass der Trainer, der den Laktattest durchführt sich damit beschäftigt" und dies als Argument (zugegeben nicht als einziges Argument) gegen den Laktattest zu bringen...naja, das geht meiner Meinung nach an der Sache vorbei. Vielleicht hast du sogar recht, aber mit dem Argument, kann man halt alles kritisieren 8)

    Powerzwergenpapa : ich bin da bei dir. Bei mir gibt es manchmal sogar Punkte für völlig sinnlose Finten, um die Kinder anzuregen sie öfters auszuprobieren.

    Ich bin da auch bei euch! Zunächst sollte man die Finten an sich trainieren! Und je öfter man die Finten sieht, desto besser!


    Das Entscheidungstraining, wann die Finte sinnvoll ist und wann nicht, das kann man machen, wenn es für die Jungs selbstverständlich geworden ist, dass sie fintieren und sie dies dementsprechend häufig umsetzen

    Als Trainer bin ich schon ein paar Jahre im C-Jugend und zuvor ein paar Jahre im D-Jugend Bereich unterwegs gewesen. Ich merke tatsächlich, dass ich damit schon etwas weg vom Kinderfußball bin.

    „Früher“ habe ich selber von der Bambini bis zur E-Jugend Mannschaften trainiert. Wir waren sportlich erfolgreich (Ergebnisse), hatten eine schöne Zeit und rückblickend betrachtet haben die meisten Jungs sich auch gut entwickelt.


    Worauf ich hinaus will ist, dass ich selber damals sehr jung war, keine wirkliche Ahnung hatte worum es geht und mich erst nach und nach fortgebildet habe und erst noch später auch von den gelehrten Dingen überzeugt wurde. Ich habe also selber viele Teile meines eigenen C-, B-, A-Jugendtrainings auf die Bamini, F- und E-Jugend runter gebrochen.

    Wir hatten eine super Gemeinschaft – vorletzten Freitag haben wir uns nochmal getroffen, da ein Spieler jetzt zum studieren nach Barcelona geht und die „alte Truppe“ nochmal eingeladen hatte. Ich war wirklich überwältigt, wie nachhaltig positiv die Zeit den Eltern und Jungs in Erinnerung geblieben ist.

    Ich glaube, dass dies vornehmlich daran lag, dass wir viel miteinander unternommen haben und einfach eine talentierte Truppe hatten, mit der die Ergebnisse von alleine gekommen sind. Klar denkt jeder lieber an Siege, als an Zeiten mit vielen Niederlagen zurück.


    Letztlich muss ich heute – mit deutlich mehr Sport- und Lebenserfahrung – sagen, dass die heutigen Trainer im Kinderfußball vieles so machen, wie ich es früher auch machte. Das Ergebnis sehe ich dann leider im C-Jugendbereich auf dem Großfeld.


    Technik? Puh, das Thema wird immer schwieriger. Immer wieder kommen Jungs zu uns, die in der C-Jugend noch große Probleme mit der Ballannahme haben, sobald der Ball nicht ganz ganz flach über den Boden rollt. Ein klein bisschen hoch springend, schon gibt es Probleme.

    1 vs. 1: Immer weniger Spieler trauen sich das 1 vs. 1 zu (ich gebe zu, es ist nur ein Gefühl von mir, das kann ich nicht belegen.). Aber was ich ganz eklatant beobachte ist, dass es immer weniger Spieler gibt, die auf dem Platz mal fintieren! Das macht quasi gar keiner mehr! Ab und an helfe ich mal in der D-Jugend aus und hier kennen die Jungs manchmal noch nicht einmal den „Übersteiger“, erzählen mir aber, sie können den „Zidane“ (die Finte, nicht die Kopfnuss :) ).


    Ich muss ehrlich sagen, heute würde ich mich viel mehr auf die Förderung des einzelnen Spielers konzentrieren. Vielleicht habe ich dies sogar besser getan, als ich es heute in Erinnerung habe, aber ich würde es viel viel bewusster machen.

    Ich denke Funinio ist eine super Sache, am Wochenende habe ich mich mal intensiver damit beschäftigt. Ich finde es hört sich durch die Bank super an!


    Jedoch sehe ich es auch so, dass man hier nicht alles total schwarz/weiß sehen sollte. Es kommt von den Eltern, aber eben nicht nur von den Eltern: Die Jungs wollen Tore schießen. Und irgendwann auch „richtige“ Tore. Mit Netz, Torwart mit Handschuhen und so :)

    Ich würde einen Mix aus beiden Varianten wählen. Warum auf eines klar und verbindlich festlegen? Rein theoretisch gedacht, kann ich mir vorstellen, dass doch beides gemixt sehr sinnvoll sein kann. Wobei ich klar sagen muss, dass ich den Funinoteil – sofern das hier umsetzbar wäre, ich habe noch nie gehört, dass sowas hier angeboten wird – überwiegen lassen würde.


    Mit der Erfahrung vom Großfeld bin ich immer mehr zu der Überzeugung gelangt, dass das Ausbildungskonzept des DFB ziemlich gut ist! Problematisch ist, dass es von den Stützpunkten nicht umgesetzt wird, an denen sich (meiner Meinung nach) hier viele orientieren. Zumindest sehe ich dort häufiger Trainerkollegen und die Schulungsabende sind gut besucht. Ebenso verhält es sich mit den NLZs, die sich nach daran halten. Wenn man dann auf einem Turnier ein U9 NZL Team spielen sieht, dann staunen alle, wie schön die schon zusammen spielen. Klar gerät der Trainer des Dorfvereins dann unter Zugzwang und versucht auch in erster Linie das Zusammenspiel zu fördern, schließlich will er dieses Lob doch auch haben.


    Ich hoffe einfach, dass immer mehr Trainer dazu übergehen auszubilden! Vielleicht hilft hier ja auch das frühe WM-Aus und die älteren Aussagen von Herrn Scholl :S8)

    Wenn du ein Talent eine Zeit vor den NLZs verstecken willst, lass sie einfach ein paar Jahrgänge über ihrem spielen und du wirst sehen, sie werden nicht so schnell identifiziert und entdeckt


    Ja? Wie kommst du da drauf?
    Mich kontaktieren regelmäßig Scouts der NLZs und bitten um Zusendung von Screenshots unserer Spielberichte, um zu sehen, welche Jungjahrgänge schon in unserer Spielklasse spielen. U14 Spieler, die bei uns in der Spielklasse in der U15 spielen, werden sogar gezielter gesichtet.

    Hast du da andere Erfahrungen gemacht?

    Effzeh um mal auf das ursprüngliche Thema zurück zu kommen.

    Skriwer hat ja schon angesprochen, dass es eine Rolle spielt, wie ihr zum Torabschluss kommen wollt. Mich würde auch mal interessieren, was eure Philosophie gegen den Ball ist. Denn auch das hat logischerweise einen Einfluss auf das Angriffsspiel, da ja der Ort meiner Balleroberungen dadurch geprägt wird

    Über das "Wie wollen wir zum Torabschluss kommen" muss ich mir mal genauer Gedanken machen...^^:P

    Also gegen den Ball möchte ich schon ein frühes Pressing spielen und zwischen einem Mittelfeld- und Angriffspressing variieren. Nach Ballgewinn wird dann schnell umgeschaltet. Wie in meinem Ursprungsbeitrag geschildert, sind wir im Umschalten auf Offensive auch echt stark und durch schnelle, technisch starke Spieler schwer zu stoppen. Wir spielen hier sehr flexibel, die Jungs finden sich ja noch. Beim Konterspiel nach Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte versucht man natürlich idealerweise schnell durchs Zentrum nach vorne zu spielen. Da tendenziell unser RA der flotteste ist, wird der beim offensiven Umschalten öfter gesucht als die anderen. Diesem gelingt meist der Durchbruch zur Grundlinie in den 16er und er spielt dann einen Rückpass.


    Generell habe ich mit meiner Frage tatsächlich eher die Spieleröffnung gemeint und den Threat damit falsch bezeichnet!

    Im Offensivspiel möchte ich, dass meine Spieler mutig die direkten 1 vs. 1 Duelle suchen. Dabei ist klar, dass diese Außen häufiger vorkommen. Aber im gegnerischen Drittel möchte ich auch, dass diese im Zentrum gesucht werden, um hier für Unordnung beim Gegner zu sorgen. Dann ist der Weg zum Tor auch ziemlich kurz und die Torgefahr sehr hoch. Insgesamt möchte ich in der Offensive sehen, dass durch gewonnene 1 vs. 1 Duelle Überzahl geschaffen wird und diese dann ausgespielt wird!


    Auch wenn eine Mannschaft vielleicht zu schwach für die Liga ist und daher zurecht absteigen sollte: Die Vereine werden ja dennoch alles tun, um den Abstieg zu verhindern und so dem nächsten Jahrgang eine adäquate Liga bieten zu können.


    Genau :!: Machen wir uns doch nichts vor, im leistungsorientierten Fußball bedeutet ein Abstieg, dass der Kader sich oftmals ganz anders darstellt, als wenn man die Klasse gehalten hätte. Bei uns in der Region wechseln immer mehr Jungs die Vereine, um "Höher" spielen zu können und nehmen dafür auch immer weitere Fahrstrecken auf sich.

    Wir hatten zudem letztes Jahr folgendes Problem:
    Durch den Abstieg der U15 in die Spielklasse der U14 musste auch diese direkt zwangsabsteigen, obwohl der (ich bin mir nicht 100% sicher) 5te Platz erreicht wurde.


    Aber unabhängig davon, dass man meint damit bessere Ergebnisse zu erzielen, bin ich der Meinung, dass erste mannschaftstaktische Dinge (Basics) in einer C-Jugend auf dem höheren Niveau dazu gehören, um die Jungs weiterzubringen. Man muss halt darauf achten, dass die gruppentaktischen Elemente innerhalb der mannschaftstaktischen Übung klappen. Gibt es hier Probleme, geht man einen Schritt zurück.

    Ich würde auch sagen, Freundschaftsspiele zu absolvieren ist doch die beste Lösung!

    Trainingstag als Termin für das Testspielauswählen. Da können normal ja alle und du hast den Platz dafür!

    Zudem kannst du selber (mit)entscheiden gegen wen ihr spielt und kannst somit "sinnvolle" Gegner wählen - kein 20:0 oder 0:20 ;)


    Und ich denke, dass es genug Trainer bei anderen Teams gibt, die froh wären, wenn sie die Möglichkeit hätten ein zusätzliches Spiel unter der Woche zu machen. Auch für den Ergebnistrainer des ein oder anderen Gegner doch mal eine Chance den Blümchenpflücker spielen zu lassen, dem du damit auch noch zu Spielpraxis verhilfst 8)

    Man kann Inputs von verschiedenen Wegen geben, doch keinen kopieren.

    Genau hierum geht es mir!!! :thumbup:


    Ich will keine Musterlösung für irgendwas! Ich möchte nur Anregungen/Ideen/Wissen, wie ihr es macht, um mir dann das darauszuziehen, was ich übernehmen möchte oder woraus ich mir gute Sachen ableiten kann.

    Und wenn es Sachen sind, ich nur für die Erweiterung meines persönlichen Horizontes aufnehme und nicht auf meine C-Jugend übertrage, dann ist mir auch geholfen!


    "sondern entwickle diese selbst auf Basis meiner Spielidee. Passpiele, Positionsspiele, Ballhaltespiele und taktische Spiele. Mehr benötige ich mittlerweile nicht mehr." nehme ich das gerne auf. Das sehe ich nämlich auch sehr kritisch und wird von den NLZs teilweise auch praktiziert. Der Spieler bzw. die Spielerpersönlichkeit kommt darin nicht mehr vor.


    Die Kritik an den NLZs teile ich zu großen Teilen!

    Zu fussballschule_tirol jedoch nicht, er trainiert doch eine Seniorenmannschaft. Da sieht die Welt doch sowieso wieder ganz anders aus :)

    Im Erwachsenenbereich, doch wir waren weder gedemütigt oder sonst etwas, weil ich es anders verkauft habe. Unser Tormann war der dritte und einfach nicht gut genug. Beim Gegner war jeder Schuss ein Tor und bei uns eben nicht. Wir hatten gleich viele Torchancen (Notiert auf beiden Seiten), sie aber den besseren Tormann. Zur Halbzeit schon 7:0 in Rückstand.... und unser Credo zur Halbzeit war, wir gehen jetzt da raus und versuchen Tore zu machen.


    Und letztlich finde ich auch, dass man sowohl seine eigene Spielidee durchziehen kann und darin die einzelnen Charaktere fördert. Für mich muss das nicht zwingend ein Widerspruch sein! 8)

    Dann dürfte es bis zur A-Jugend kein Auf- und Abstieg geben, denn davon hat auch niemand etwas.

    Das Problem wäre aber zu lösen, wenn man in reinen Jahrgängen denken würde.

    2006 und 2007 sind jetzt D-Jugend. Würde man sagen 2006er spielen untereinander und 2007er getrennt davon untereinander, könnte man es ja so gestalten:

    Wer dieses Jahr in der 2006er Kreisliga A (D-Jugend aufsteigt) spielt nächstes Jahr in der 2006er Bezirksliga (C-Jugend). Die Spielklasse der 2007er richtitet sich nach dem Ergebnis der diesjährigen Ergebnisse der 2007er usw.

    Aber hier spricht natürlich der demographische Wandel dagegen und wer hat schon noch alles die Möglichkeit reine Jahrgangsmanschaften aufzubieten.


    Generell aber sehe ich das so, dass das Aufstiegsprinzip sehr unterschiedlich gelöst wird. Beispielsweise B-Jugend:

    Westfalen:

    Westfalenliga

    Landesliga

    Bezirksliga

    Kreisliga A

    Kreisliga B

    Der Meister steigt auf, die letzten 3 steigen ab und fertig. Der Nachteil hier ist natürlich, das die Fahrten extrem weit sind. Meine Erfahrungen sind aber, dass diejenigen die als Verein, Trainer, Spieler, Elternteil etc. auf diesem Niveau dabei sind, die Fahrtstrecken in Kauf nehmen. Nachteilig ist natürlich, dass es als Verein mehrere Jahre dauern kann sich für höhere Spielklassen zu qualifizieren.


    Niederrhein:

    Niederrheinliga

    Kreisleistungsklasse

    Kreisklasse (ohne weitere Abstufung)

    Der Meister der Niederrheinliga steigt in die Bundesliga auf. Platz 2 - 8 schaffen den Klassenerhalt. Platz 9 - 12 spielt eine Relegation mit allen Meistern der Kreisleistungsklassen und 13 + 14 steigen direkt ab. Die Relegation wird immer mit dem Jungjahrgang gespielt, um für die kommende Saison nur Leistungsstarke Mannschaften in der Niederrheinliga zu haben.

    Durch die fehlenden Abstufungen (es fehlen Landesliga und Bezirksliga) liegen zwischen der Niederrheinliga und der Kreisleistungsklasse Welten. Vorteil: Ein starker Jahrgang und die Meisterschaft ermöglicht dem Jungjahrgang die Aufstiegschance.


    Hier sollte man vielleicht mal überlegen, ob man im Sinne der Ausbildung die Staffellungen der Ligen angleicht. Hiervon würden in meinen Augen alle profitieren!

    Mmh...viele Post, mit vielen verschiedenen Anregungen über die ich mal nachgedacht habe:


    Stichwort: "zu viel (Mannschafts)Taktik in der C-Jugend"

    Ich denke, hier wurde das wesentliche von 16er und Constantin schon geschrieben. Unsere U15 ist deutlich stärker als etliche B-Jugend Teams in unserer Region. Selbst letztes Jahr, als wir eine vermeintlich schwächere C-Jugend hatten, hat diese gegen verschiedene B-Jugendmannschaften gewonnen. Ich denke man muss schon differenzieren zwischen C-Jugend Kreisklasse und C-Jugend Verbandsliga! Wie Constantin schon schrieb, unsere Truppe hat als U13 in der Rückrunde schon oft 11 gegen 11 gegen andere U13 Teams oder U14 Mannschaften gespielt. Daher ist das Feld für diese keine neue Erfahrung, sondern sie kennen es seit 1 1/2 Jahren.


    Zu dem Einwand von let1612 , dass er in der C-Jugend mehr Gruppentaktisch arbeiten würde, möchte ich sagen, dass durch diesen Threat vielleicht ein falscher Eindruck entstanden ist. Es geht mir lediglich darum, dass es mir wichtig erscheint den Ball mit vernünftigen Fußball - sprich flache Bälle, viele Ballkontakte - nach vorne zu tragen. Ich bin der Meinung, nur wer auch im richtigen Wettkampf viele Aktionen mit Ball hat lernt auch viel dazu! Und ich sehe es wie 16er , es gehört zu den Basisics, dass die Jungs einen Plan haben wie man hinten raus spielt. Es soll keinen vorgefertigten festen Spielzug geben, aber es sollen Ideen transportiert werden, auf die die Jungs dann zurückgreifen können.


    Es ist ja nicht so, dass wir nur nach Mannschaftstaktischen Gesichtspunkten arbeiten, weil ich diesen Threat eröffnet habe. Es ist nur so, dass dies ein Punkt ist, den ich gerne in der Vorbereitung aufnehmen möchte und von dem ich Überzeugt bin, dass die Jungs hier auch etwas mit auf den Weg bekommen müssen für die eigene Entwicklung.

    Für mich schließt sich Mannschaftstaktik und das 1 vs. 1 auch nicht aus. Wie ich schon schrieb, möchte ich gerne den Ball gesichert hinten raus spielen, dann vorne aber die direkten Duelle gesucht sehen, immer wieder mutig auf den Gegenspieler drauf zu, um diesen auszuspielen. Mannschaftstaktische Dinge wie Hinterläufen am Flügel, Doppelpass etc. kann man doch prima hier integrieren! Und das Spiel über den Dritten ist doch ebenfalls immer dabei. IV auf 6er und der lässt direkt nach Außen auf den AV klatschen. Nur muss man diese Elemente natürlich immer wieder runterbrechen, um sie weiter zu festigen. Aber das ist nun mal für Jungs bei uns nichts neues mehr.


    Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon viel viel hier gelesen habe. Ich finde es auch echt gut, wie viele Trainer es doch gibt, die sich für eine gute Ausbildung für die Jungs einsetzen! Manchmal würde ich mir jedoch wünschen, dass bei Komplexen Themen aus dem Leistungsbereich vielleicht wirklich etwas mehr wert auf das konkret erfragte gelegt wird. Klar ist es bei solchen Dingen deutlich schwieriger darauf zu antworten, da hierzu viel mehr Infos nötig sind. Da bin ich ganz bei euch allen! Ich habe aber schon das Gefühl, dass hier der KiFu total dominiert. Dies ist ja auch vollkommen in Ordnung. Was mich ehrlich gesagt etwas stört ist, dass ich beim Lesen das Gefühl bekomme, dass einige das Konzept des DFB blind auf jede Truppe übertragen wollen und daher immer nur darauf verweisen und wehe jemand macht etwas anders. Hier fehlt mir dann der Einwand wie "Hey, ich weiß ja gar nicht genug über die Jungs. Sind die denn wirklich weiter als der durchschnittliche C-Jugendspieler?". :huh::|

    Sorry, ich weiß die pauschale Kritik von mir ist auch nicht richtig, aber ich musste das jetzt mal los werden. Ich bitte grad diejenigen, die mir konstruktiv weitergeholfen haben um Nachsicht ?(

    Na wie dem auch sei, ich bin euch trotzdem für sehr sehr viele kleinere und größere Anregungen zu diesem Thema hier dankbar, es hat mir wirklich geholfen. Danke!!!:thumbup::thumbup::thumbup: