Beiträge von Grätsche

    stuckpart2 Ich unterstelle, dass alle deine Spieler regelmäßig trainieren und den Trainingszyklus auch nahezu vollständig absolvieren können. Nach meinen Erfahrungen liegt im Breitensportbereich (da würde ich eine Bezirksligamannschaft noch einordnen) nämlich häufig das Problem, dass aufgrund von Schichtarbeit o.ä. die Zyklen nicht komplett absolviert werden können und damit Fehlbelastungen auftreten.

    Sofern die Spiele fast ausnahmslos sonntags sind, habe ich gute Erfahrungen mit Di./Mi. /Fr. gemacht. Mir ist die 48 h- Empfehlung bekannt, gleichwohl war Dienstag immer die Hauptbelastung. Mittwoch dann tatsächlich nur Regeneration, lockeres Laufen, Techniktraining, Fußballtennis, Sauna, 60 Min. Freitags spieltagsbezogenes Training und Abschlussbesprechung.

    Je nach Charakter deiner Mannschaft wäre montags freiwilliges Eigentraining eine Option. Lockeres Laufen oder leichtes Radfahren, danach gern ein Bierchen zusammen, falls zwei/drei Spieler zusammen unterwegs waren. Kollegen hat so etwas mal verpflichtend versucht, mit Kontrolle der Pulsuhren, davon halte ich aber nichts.

    Statt 3 Wochen intensiv, waren es bei mir planmäßig nur 2 Wochen. Allerdings setzt das auch einen Spielplan voraus, der nicht ständig mit Wochentagsspielen unterbrochen wird. Ich kann mich an eine Saison erinnern, da konnte von November bis Anfang April nicht gespielt werden. Im Frühjahr musste ich die Truppe wochenlang ohne Punktspiele bei Laune halten und ab April dann alle 3-4 Tage ein Spiel. Aus diesem Grund mein Eingangssatz, dass im Breitensport einiges aus der Theorie eben nicht so umzusetzen geht. Hier muss man schlicht seine Erfahrungen sammeln.

    Spieler-papa Hast du die Trainer denn angesprochen? Oftmals sehen Außenstehende Dinge anders, bzw. kennen die Beweggründe der Trainer nicht. Bevor dann falsche Schlüsse gezogen werden, ist ein Gespräch sehr hilfreich.

    Kürzlich hat sich eine Mutter von einem meiner Spieler auch über meine Aufstellung ganz böse echauffiert, mich aber nicht angesprochen. Ich habe es dann von einem Vater eines anderen Spielers erfahren und sie direkt darauf angesprochen. Am Ende sagte sie dann sinngemäß, wenn sie das gewusst hätte, warum ich mich so entschieden habe, dann hätte sie sich auch nicht aufgeregt.

    Was natürlich ganz schwierig ist, wenn die 3 Trainer unterschiedliche Ansichten haben und jeder seine Meinung durchsetzen will. Aber auch da hilft vielleicht ein Gespräch.

    Grätsche

    Aber was kann denn an einer Aussage, die im Konjunktiv getätigt wird, pauschal sein?


    Ich sage: Man KANN mit dem AV Überzahl auf der Außenbahn schaffen. Wo habe ich da was pauschalisiert? :-)

    "Man kann" ist kein Konkunktiv ;) und durch die Einschränkung "dann müssen" wird es eben doch zu einer Pauschalierung.

    Ich bin auch bei Strznievski und freu mich auf den neuen Thread.

    Was ist an meiner Aussage mit der Überzahl über den AV falsch?

    Ich habe geschrieben, dass diese Aussage so pauschal nicht getroffen werden kann. Weil es nämlich immer davon abhängt, wie die genaue Aufgabe des AV aussieht. Das Bsp. B. Höwedes sollte lediglich verdeutlichen, dass die AV-Position auch durchaus anders interpretiert werden kann, als dies bei offensiv aufrückenden Außen der Fall wäre. Ich wollte damit keinen Vergleich zwischen einem Weltmeister und der U17 Kreisliga führen und auch ganz gewiss nicht mit dem Profisport. Wenn ich mich entsprechend unqualifiziert ausgedrückt habe, dann bitte ich um Entschuldigung.

    Der andere Kollege sagt: Nee, das klappt nicht, weil die Hälfte des Teams nicht aufrückt usw.

    Du schreibst von deinen Erfahrungen, ich von meinen Erfahrungen. Und meine Erfahrungen sind genau die, dass bei einem Mitteldfeldpressing bei Mannschaften auf diesem Niveau auch oft die Mannschaftsteile nicht gut abgestimmt sind, da die entstehenden Abstände aber meist nicht so groß sind, wie bei einem mißglückten Angriffspressing. Und zurück zum eigentlichen Problem des TE sehe ich in den (oftmals) geringeren Abständen bei einem Mittelfeldpressing eben genau den Ansatz, der ihm helfen könnte, die lang geschlagenen Bälle zu erobern.

    Nehmen wir die Dreierkette... Früher waren der Libero und zwei IV ganz normal, dann kam der AC Mailand mit seiner Viererkette und Herr Ragnick hat sie dann damals hier in Deutschland der Öffentlichkeit näher gebracht. Dafür wurde er damals übrigens auch kritisiert und belächelt.


    Gleiches passierte nun auch mit der Dreierkette. Deutschland war mit drei Verteidigern 2002 Vizeweltmeister geworden und Brasilien Weltmeister, aber einige Jahre später war die Viererkette modern und man wurde wie ein Aussetziger angeschaut, wenn man Dreierkette spielte. Ist mir so passiert.

    Es ist doch gerade das Schöne am Fußball, dass sich der Sport ständig weiterentwickelt. Es gibt Veränderungen und die ziehen weitere Entwicklungen nach sich. Bsp. das Torwartspiel. Durch die Regeländerung Rückpass mussten die Keeper plötzlich fußballerisch viel besser geschult werden. Das frühere Spiel mit dem Libero war ganz klar an der Manndeckung ausgerichtet. Die Vorteile der Raumdeckung überwogen und dieses System setzte sich vorerst durch. Da aber jedes System Stärken und Schwächen hat, galt es Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Mittlerweile spielen einige Mannschaften im Profibereich wieder mit einer partiellen Manndeckung. Der Fußball lebt, könnten man sagen. Die Entwicklung der 3er-Kette ist u.a. darauf zurückzuführen, dass eine Zeit lang die meisten Mannschaften nur noch mit einem "echten" Stürmer agierten. Inzwischen beobachte ich oftmals auch wieder das "klassische" 4-4-2 flach, zumindest situativ. Back to the roots gewissermaßen. Wer weiß, vielleicht erleben wir auch den Libero irgendwann wieder.

    also in der Grundordnung und man kann auf den Außen, offensiv, oft Überzahl-Situationen schaffen, aber man braucht dafür die schnellen, laufstarken AV, die defensiv in der Lage sind dribbelstarke offensive Außen zu verteidigen.

    Das kannst du so pauschal doch gar nicht sagen. Ich erinnere an unseren Weltmeister-Außenverteidiger B. Höwedes. War das ein schneller, offensiver AV, der für die Überzahlsituationen sorgte? Es hängt doch vielmehr von meiner Spielweise ab. Und wenn der Gegner keine dribbelstarken offensiven Außen hat, was in der U17 Kreisliga durchaus vorkommt, dann kann da auch ein eher hölzerner Spieler gut aufgehoben sein.

    Zwei Möglichkeiten : Entweder selbst viel Ballbesitz haben, dazu braucht er aber 11 gute Fußballer, die er nicht hat und dann müssen die Jungs auch ein gutes Positionsspiel haben und die Laufwege kennen. Also auch taktisch diszipliniert und Spielintelligenz besitzen.


    Zweite Möglichkeit: Den Gegner früh anlaufen, zu Fehlern in bzw direkt vor seiner Defensivzone zwingen, ihn ungeordnet erwischen und so zu Chancen kommen.

    Wenn es richtig gemacht wird, kann der Gegner keinen kontrollierten langen Ball schlagen.

    Möglichkeit 1 stimme ich dir zu. Bei Möglichkeit 2 sehe ich aber in der Realität ganz oft, dass eben nur die erste Offensivereihe gescheit anläuft und das Mittelfeld nicht (ausreichend) mitmacht. Dadurch entstehen zu große Abstände, die selbst in der Kreisliga erkannt und ausgenutzt werden. Ich finde den Ansatz des Mittelfeldpressings deshalb durchaus nachvollziehbar.

    Kontrollierte lange Bälle sehe ich auf diesem Niveau auch ohne Druck selten. Vielmehr entwickelt sich die Gefahr aus den langen Bällen doch meist daraus, dass die Kette sich nicht fallen lässt, sondern hoch stehen bleibt.

    Die Frage, ob nun eher die Eltern oder doch die Vereine Schuld haben, ist doch wie die Frage nach dem Ei oder dem Huhn, wer war zuerst da.

    Aus meiner Sicht habe beide eine Aktie an der Entwicklung. Natürlich lehnen die Vereine keine Talente ab. Als Elternteil einem Kind die Chance auf einen Wechsel zu verwehren, ist aber genauso unwahrscheinlich. Die meisten Eltern scheitern doch bereits daran, dem 7-jährigen ein Handy zu verweigern, wie soll dann eine Anfrage vom Fc Bayern dem Kind ausgeredet werden?!

    Zur Lösung des Problems müssen aus meiner Sicht mehrere Parteien beitragen. In erster Linie DFB und DFL. Ich bin kein Freund von Verboten, aber hier funktioniert die Selbstregulierung "des Marktes" offensichtlich nicht. In nahezu allen Interviews betonen die Verantwortlichen, dass die Entwicklung nicht gut sei, man aber keine andere Wahl habe, als mitzumachen.

    Also: NLZ Mannschaften erst ab U12. Die NLZ-Trainer gehen regelmäßig in die Vereine der Region, um die Vereinstrainer fortzubilden. Wechselverbote unterhalb U14/U15 über große Entfernungen (wäre noch zu definieren) analog der UEFA-Regelung für Minderjährige. Als Sanktion gibt es sonst erhebliche Geldstrafen, die in die Talentförderung bzw. Nachwuchsförderung der Landesverbände fließen.

    Aus eigenen Erfahrungen und nach Berichten von Trainerkollegen/Lehrgangskollegen liegt die Spanne zwischen 30-50%, sowohl bei B-Lizenz wie auch bei EJ.

    Oberhaching soll relativ streng sein, d.h. eher an den 30%.

    Bezüglich Ausnahmen habe ich noch nichts gehört. Wer die Punkte nicht hat, wird nicht zugelassen.

    Fehlt die erforderliche Lizenz, z.B. bei Aufstieg, dann gibt es die Möglichkeit von Übergangsregelungen. Die Lizenz ist dann z.B. innerhalb eines Jahres zu erwerben. Setzt natürlich die erforderliche Punktzahl voraus.

    Was schon mal vorkommt, dass die Wartezeiten verkürzt werden. Bsp. das 1 Jahr Wartezeit für die A-Lizenz. Wenn man die Lizenz für die Liga braucht, dann kann man auch schon mal vor Ablauf der Wartezeit den Lehrgang absolvieren. Bei ehemaligen Nationalspielern kommt es wohl auch hin und wieder vor.;)

    Von Derbystar kann ich nur abraten. Wir hatten zwei verschieden Versionen.

    Bei beiden das Problem, dass sie extrem schnell die Luft verlieren.

    Ich kann dies auch bestätigen. Wir hatten bislang immer Adidas, die haben teilweise monatelang die Luft gehalten. Seit dieser Saison nun Derbystar, die halten max. 2 Wochen. Lagerung ist identisch, daran kann es also nicht liegen.

    Schnattl Steht etwas in den Kleinfeldregeln zum Abstand bei Freistößen?

    Bei eigener Ausführung würde ich den Abstoß einfach mit ausreichend Abstand zur Strafraumlinie ausführen und beim gegnerischen Abstoß soviel Abstand halten, wie bei Freistößen vorgegeben.

    Soweit mir bekannt ist, gibt es in jedem Verband Kleinfeldregeln. Dort ist üblicherweise der Abstand bei Freistößen geregelt. Die 9,15 m gelten für das Großfeld.

    In meinem Kreis gibt es die klare Festlegung, dass die Abstöße max. 2 Meter von der Torlinie entfernt ausgeführt werden müssen. Also nix mit Ball auf die Strafraumlinie legen. Aber: die Schiris achten auf diese Regel nicht. Und dann kommt es zu genau der Situation, die Schnattl angefragt hat.

    Ich würde also in den Kleinfeldregeln nicht nach einer Abstandsregel suchen, sondern nach einer Festlegung von wo der Abstoß zu erfolgen hat.

    Gibt es denn auch Verbände ohne Mädchenstützpunkte?

    Ja, die gibt es. Etwa in den Verbänden Bayern, Sachsen oder Berlin gibt es keine separaten Mädchenstützpunkte. In Brandenburg gibt es ein Mädchenleistungszentrum in Potsdam, darüber hinaus aber soweit ich weiß keine besonderen Förderstützpunkte. Im Verband Niederrhein gibt es z.B. die "Talentförderzentren" für die Mädchen, im großen Verband Westfalen gibt es sogar ein eigenes Mädcheninternat. Wie bereits geschrieben, es macht jeder Verband ein wenig anders.

    Der DFB-Föderalsmus sieht folgendermaßen aus

    1 DFB
    5 Regionalverbände (Z.B. Norddeutscher FV), das sind die Farben in der Karte
    21 Landesverbände (Z.B. NFV) das sind die weißen Linien innerhalb der Farben
    Bremen, Hamburg, und Berlin haben jeweils einen eigenen Landesverband (Punkt in der Karte)
    Bezirke - beim NFV sind´s z.B. 4 (Braunschweig, Hannover, Lüneburg, Weser-Ems)
    Kreise

    Und genau wegen dem DFB-Förderalismus gibt es auch Verbände mit separaten Mädchen-Stützpunkten oder die Stützpunkte des BFV. Aus diesem Grund kann keine absolute Aussage getroffen werden zur Thematik. Es ist halb überall ein wenig anders.

    Kiriku

    Meine Erfahrungen decken sich zum Großteil mit den bereits geschilderten Meinungen.

    Das nächste NLZ liegt bei mir auch gut eine Autostunde entfernt. Im Feierabendverkehr ist diese eine Std. aber kaum zu schaffen. Plane die Ankunft mindestens 15 Minuten vor dem Trainingsbeginn ein. Trainingsbeginn bedeutet umgezogen und schon individuell vorbereitet auf dem Platz zu stehen.

    Die Trainingszeit von 90 Min. wird häufig überschritten. Ausnahme: wenn die nächste Mannschaft den Platz beansprucht (kommt in den Übergangsmonaten manchmal auf den Kunstrasenplätzen vor). Danach häufig noch Nachbesprechung bzw. Vorbesprechung des letzten/nächsten Spiels. Durchschnittlich waren bei mir für eine Trainingseinheit insgesamt rd. 4,5 Std. einzuplanen. In der Altersklasse deiner Tochter würde ich mit 3x Training in der Woche rechnen. Plus ein Spiel am Wochenende und ein weiteres Testspiel bzw. Turnier an mind. einem Wochenende im Monat.

    Der Zeitaufwand für die Spiele/Turniere hängt natürlich von den Austragungsorten ab. Bei ehemaligen Spielerinnen und Spielern war es häufig so, dass sie Wochenenden komplett weg waren. Alle Hausaufgaben mussten somit Freitag nach der Schule erledigt werden. Bei überregionalen Turnieren war teilweise schon Freitag Nachmittag die Anreise. Gerade die Schularbeit erfordert unheimlich viel Disziplin von den Kindern. Und die Familie muss ihre gesamte Zeitplanung auf die Termine deiner Tochter einstellen.

    Hier wäre halt die Frage, ab wann eine Aufnahme in ein Internat erfolgen könnte, d.h. über welchen Zeitraum der Fahrtaufwand voraussichtlich betrieben werden müsste. Bei den Jungs erfolgt die Internatsunterbringung zumeist ab U14. D.h. es wäre bei einem 2007er der im Sommer wechselt nur ein Jahr Fahrerei. Die Frage, ob es individuell richtig ist, mit 13 Jahren das Kind ins Internat zu geben, lass ich jetzt mal offen.

    Soweit mir bekannt, gestaltet es sich bei den Internatsplätzen für die Mädels etwas schwieriger. Eine mir bekannte Spielerin erhielt trotz 100 km Anreise keinen Platz, weil dieser für Spielerinnen vorgehalten wurde, die noch weiter weg wohnten. Das führte dann zum Wechsel des NLZ.

    Ein genereller Unterschied zwischen Jungs und Mädels wurde ja schon beschrieben: Jungs wechseln früher in die NLZ als Mädels und Jungs haben es, so zumindest meine Erfahrung, in späteren Jahren ungleich schwerer vom Dorf noch den Sprung in ein NLZ zu schaffen.

    Du beschreibst das Jugenteam deiner Tochter durchaus positiv und am Stützpunkt kann sie auch noch ein Jahr bleiben, warum soll sie dann in diesem Sommer schon wechseln?

    Mein Vorschlag wäre: die Mädelsmannschaft bringt sie offensichtlich nicht weiter, das würde ich weglassen. Stattdessen regelmäßig am Training des NLZ und hin und wieder an Testspielen teilnehmen. So gewöhnt sie sich und ihr euch langsam an den Zeitaufwand, sie bleibt beim NLZ im Fokus und ihr lernt das Umfeld besser kennen. Sollte das NLZ ernsthaft Interesse an deiner Tochter haben, werden sie dieser Vorgehensweise zustimmen.

    Also letzte Woche erstes Freundschaftsspiel mit der ansage "alle können spielen". Ergbnis war ein ständiges Wechseln, keinerlei "einspielen" und verwirrte Kinder. Einfach ein grotten Kick!

    Ich bin dazu übergegangen mit dem Gegner drei Drittel zu vereinbaren und nur in den Pausen zu wechseln bzw. im letzten Drittel im Block. Die Spielzeit ist ingesamt etwas länger, so dass jeder Spieler mit 1,5 Dritteln dennoch mehr als die Hälfte eines regulären Spiels hat. Spielerwechsel und Positionswechsel bekommen meine Jungs ansonsten auch nicht gut hin.


    Aus dem Geschilderten scheint es in der Tat so zu sein, dass die Mutter möglicherweise nur auf den richtigen Moment gewartet hat. Ich finde es richtig, nicht in der Gruppe zu reagieren, sonder das persönliche Gespräch mit den übrigen Eltern zu suchen.

    Deine Gefühlslage kann ich gut nachvollziehen. Da zieht man Kinder jahrelang mit durch, behandelt sie vielleicht (unbewusst) besser als andere (Akzeptieren von Abwesenheiten) und wird dann "öffentlich" an den Pranger gestellt.


    Als "guter" Trainer versucht man die Kinder bestmöglich zu fördern, manche Eltern sehen im Training aber leider nur eine Aufbewahrung und manchmal sogar nur eine lästige Pflicht. Hier klaffen die Erwartungshaltungen mitunter deutlich auseinander. Und wenn dreimal Fußball in der Woche der Mutter zu viel ist, dann zählt sie wohl auch zur beschriebenen Gruppe.


    Persönlich ärgert es mich immer, wenn unentschuldigt dem Training fern geblieben wird. Es gibt immer Gründe, warum ich auch eine geringere Trainingsbeteiligung akzeptiere und die Kinder dennoch spielen lasse. Aber dann erwarte ich eben auch Ehrlichkeit und die rechtzeitige Absage. Kommt die Absage nicht und wird dann noch pampig reagiert, dann hört bei mir der Spaß auch auf. Ich begreife auch nicht, wie man ein Training vergessen kann?! Diese Ausrede bekam ich diese Woche schon zweimal. Seit Jahren sind die Trainingszeiten gleich und dann vergessen Kind und Eltern das Training?!

    Es muss in der Ausschreibung zur Hallenrunde geregelt sein. Ansonsten gelten die allgemeinen Regelungen zum Einsatz von Spielern aus anderen Mannschaften des Vereins.

    In meinem Kreis dürfen Spieler bei der Hallenmeisterschaft nur in einer Mannschaft einer Altersklasse spielen. Finde ich persönlich auch gut so. Gab in der Vergangenheit den Fall, dass ein Trainer seine 3 besten in mehreren Teams spielen lies, um damit auf jeden Fall in die Endrunde zu kommen (Vorrundengruppen waren vom Niveau recht unterschiedlich). Wenn mehrere Teams gemeldet werden, dann müssen diese auch besetzt werden. Das überlegt man sich am besten bei der Meldung. Und aufgrund der Jahreszeit plant man immer Ausfälle wegen Krankheit oder Skiurlaub ein.

    Will damit sagen: Der rote Faden wird oft in den Übungen, Trainingsaufbau etc. gesehen, der rote Faden im Coaching dabei aber total vernachlässigt.

    Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: das Coaching ist esentiell. Gerade Einsteiger stellen sich ihre Trainingseinheiten mit Übungen zu einem bestimmten Schwerpunkt zusammen, ziehen die Übungen unreflektiert durch und meinen dann einen bestimmten Schwerpunkt trainiert zu haben.

    Bestimmte Grundspielformen eignen sich doch für fast jeden Schwerpunkt. In einem anderen Thread wurde das 4+1 gg. 3 angesprochen, bei mir kommt dieser Rondo in jedem Schwerpunkt vor.

    Persönlich baue ich meine TE eher nach Typ 2 auf, hin und wieder aber auch Typ 1. Letztlich kommt es meiner Meinung nach darauf an, in welchen Abläufen sich der Trainer sicher und wohl fühlt und was von den Kindern angenommen wird. Das Coachen in komplexen Spielformen ist nicht jedermanns Sache und auch manche Kinder fühlen sich in klar strukturierten Übungsformen sicherer.

    macgyver Ergänzend zu den Fragen von Don Quijote würde mich noch interessieren, wie lang die Fahrzeit aktuell ist? Kann euer Sohn auf seiner bisherigen Schule bleiben oder ist ein Schulwechsel erforderlich?

    Das Profi-NLZ meinte, er müsse jetzt spätestens wechseln, da irgendwann der Zeitpunkt sonst verpasst wird.

    Solche Aussagen gefallen mir nicht. Zwar wechselten sehr viele Spieler, die inszwischen bei den Profis angekommen sind in diesem Alter und die Anzahl der Profis, die erst in späteren Jahren oder gar nicht in ein NLZ wechselten, ist doch recht überschaubar (geworden), aber es bedarf immer einer Einzelfallbetrachtung, welcher Weg am erfolgversprechensten erscheint.

    Wechsel in der Winterpause, mit der Begründung es müsse unbedingt sofort erfolgen, haben mitunter auch einen Beigeschmack. Bsp. ein ehemaliger Spieler von mir sollte auch unbedingt noch in der Winterpause wechseln. Hinterher kam heraus warum: der bisherige Stammspieler des NLZ auf "seiner" Position hatte sich schwer verletzt und fiel monatelang aus. Der Wechsel kam aus verschiedenen Gründen nicht zustande. Und was war im Sommer? Das NLZ wollte von einem Wechsel nichts mehr wissen.

    Wenn ernsthaftes Interesse des NLZ besteht, vereinbart doch regelmäßiges Trainings und Teilnahme an Leistungsvergleichen und Freundschaftsspielen. So lernt ihr das Team und das gesamte "Drumherum" besser kennen. Außerdem zeigt sich, ob euer Sohn das Niveau für das NLZ besitzt und wie er mit der höheren Belastung umgeht.

    let1612 Ich interpretiere es so:

    von den Kadern der U 19 der Profiklubs (für mich Liga 1-3!), haben es 3,5 % in die Topligen (heißt für mich 1Liga!) geschafft. Das relaviert die Zahl doch ziemlich. Denn für einen U 19 Spieler eines Drittligisten wäre doch der Sprung in die 3. Liga oder 2. Liga schon erstrebenswert. Aussagekräftiger wäre doch die Betrachtung wer aus den U19 Kadern einen Profivertrag erhalten hat (für mich Liga 1-3).

    Die U 19 Kader der NLZ sind mitunter auch größer als 20 Spieler. Statistisch würde es also aus jedem Kader (der Ligen 1-3) etwa ein Spieler in die 1. Liga schaffen. Wobei natürlich zu berücksichtigen ist, dass die allermeisten U19 Kader zwei Jahrgänge umfassen.

    Deshalb würde ein jahrgangsbezogener Vergleich vielleicht mehr Sinn machen.

    Die Bälle werden oft nur weit und hoch weggeschlagen, obwohl die ruhige Annahme die bessere Wahl wäre. Mir wirkt das immer ziemlich hektisch und die Ballverluste stören mich dann oft.

    Entsprechendes Verhalten beobachte ich immer wieder, vorallem bei Spielern oder Spielerinnen, die von klein auf als Abwehrspieler eingesetzt wurden. Hauptsache den Ball aus der Gefahrenzone gebracht, je weiter weg desto besser. Eltern und Trainer feiern das häufig noch.

    Dazu häufig noch Dribbelverbot am eigenen Strafraum, könnte ja schief gehen.

    Ich habe schon mehrfach solche Spieler von meinen Trainerkollegen geerbt.

    Meine Herangehensweise sieht so aus: viele Dribbelaufgaben und 1 gegen 1 Duelle offensiv, damit sie lernen Vertrauen in sich zu entwickeln und keine Angst mehr haben den Ball anzunehmen. In Spielformen bekommen sie Mindestkontakte, mit zwei beginnend, damit sie den Ball nicht direkt schlagen können. Dann auf 3 oder 4 Kontakte steigern. Schlagen sie direkt den Ball, bekommt der Gegner einen Punkt. Wegen dem Bolzen ein Spiel verlieren möchte niemand...