Beiträge von MightyReds

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    Jede Medaille hatte eine eigene Gravur. Ich habe mir für jeden Spieler etwas ausgedacht wie "Stefan der Kämpfer" oder "Max der Turbodribbler" oder ähnliches. Die Kinder reden heute noch von diesen Medaillen und kennen noch alle ihren Spitznamen!

    Das ist mal eine schöne Idee. Die heben sich zumindest von den 0815 - Teilen ab und zeigen, dass du dir bzgl. jedem einzelnen deine Gedanken machst und jeder seinen Platz im Team hat, egal wie talentiert er ist. :thumbup:

    Wollen wir wetten, dass du trotzdem nur fünf Kinder dabei haben wirst? ?

    Ersatzbank mal kurze Info zu unserer Wette (vom 10. August 2018):
    Mittlerweile ist der Ausflug gecancelt. Ich hatte die Eltern gebeten, sich bis zum letzten Elternabend, der jetzt auch schon einige Monate zurückliegt, Gedanken zu machen und dann eben ab- oder zuzusagen. Da bei diesem Elternabend nicht einmal 50% der Elternschaft anwesend war, habe ich aus "mangelnden Interesse der Eltern" abgesagt und das auch so mitgeteilt. Schade für die, die mitgefahren wären und schön wäre es allemal geworden, zumal auch der Kostenfaktor echt gering war.


    Die Wette wird jetzt keiner gewinnen können ^^

    Das ist genau die Argumentation, die mich fast wütend macht. Wenn man keine Lust hat, mit anderen in eine Diskussion zu treten, um gemeinsam einen für Allle gangbaren Weg zu definieren, dann wird Funino eben zwangsweise verpflichtend eingeführt.

    So wie der momentane Spielmodus auch verpflichtend (zumindest ab E-Jugend, sobald offizielle Schiedsrichter eingesetzt werden) verpflichtend eingeführt worden. Funino ist doch nur eine Stufe unter vielen, die logisch aufeinander aufgebaut sind. Momentan gibt es diese Logik in vielen Kreisen nicht, was auch daran liegt, dass eben jeder sein eigenes Süppchen kochen darf.


    Kollateralschäden wie langfristig weniger Kinder und weniger Vatertrainer wegen potentiell sinkender Attraktivität des KIFU werden dann eben gerne in Kauf genommen.

    Da die Anzahl der gemeldeten Mannschaften sowieso immer weiter sinken und große Spielgemeinschaften eher zum Standard als zur Ausnahme geworden sind, sehe ich da keine Gefahr, dass dies durch die Einführung von Funino als feste Wettbewerbsform verschlimmert wird. Trainer gibt es auch immer weniger. Und wenn ein sogenannter "Vatertrainer" keinen Bock mehr hat, ist es kein großer Verlust. Werden wahrscheinlich diejenigen sein, die sich ansonsten nicht mit kindgerechten Fußball beschäftigen.


    Akzeptiert doch bitte mal, dass es auch einige Gründe gegen Funino als alleinige Wettbewerbsform gibt und setzt Euch damit auseinander.

    So wie alle Wettbewerbsformen auch ihre Nachteile haben. Die Vorteile beim Funino in der anvisierten Altersgruppe als festgeschriebene Form überwiegen (im Gegensatz zum 7:7) diese jedoch.


    Mir konnte bisher zum Beispiel noch niemand erklären, wie man mit Funino einen Teamgeist innerhalb der gesamten Mannschaft erzeugen kann. Funino wirkt eher selektiv, wie kann man das kompensieren?

    Da ich den Spieltag im Funino als Champions League Modus (mindestens jedoch in Turnierform) abhalten würde und max. zweimal im Monat für am sinnvollsten erachte, reden wir hier von monatlich etwa 3 Stunden Spieltag zu 12 Stunden Training (bei 2x 1,5 Stunden in der Woche). Wenn du es in der Zeit nicht schaffst, Teamgeist zu erzeugen, dann bist du womöglich fehl am Platz. Im Training spielen die Kids doch auch gegeneinander, ohne dass der Zusammenhalt darunter leidet. Warum funktioniert es dort aber nicht am Spieltag? Oder lässt du alle deine Kids in einem Team gegen das freie Tor spielen, damit der Zusammenhalt gefördert wird?


    Es geht bei Funino letztendlich einzig und allein um individuelle Ausbildung.

    Worum geht es bei dir im Training momentan? Studierst du Mannschaftstaktiken ein? Nach dem DFB ist E-Jugend Alter sogar noch die Individualtaktik und Technik bestimmend. Es geht in dem Alter nunmal um die individuelle Ausbildung, warum also keine Spielform anbieten, die diesen Schwerpunkt unterstützt anstatt dagegen zu wirken?


    Es geht bei Funino letztendlich einzig und allein um individuelle Ausbildung. Daraus resultiert langfristig Selektion und die Stärkung des egoistischen Verhaltens der einzelnen Spieler.

    Individuell starke Spieler sind aber auch ein Fluch. Wer will schon Spieler haben, die das Spiel entscheiden können, weil sie technisch stark sind und die richtigen Entscheidungen treffen. Was verstehst du unter egoistischen Spieler? Sind Spieler, die sich ins Dribbling trauen mutig oder egoistisch? Sind Spieler, die mit dem schwachen Fuß aufs Tor schießen mutig oder egoistisch?

    Im Profifußball ziehen "egoistische Spieler" häufig sogar die Aufmerksamkeit der Gegenspieler auf sich, wodurch die Mitspieler mehr Platz haben. Die Stärke des Einzelnen wird somit mannschaftsdienlich eingesetzt. Ist das dann positiver Egoismus?


    Selektion entsteht nicht durch gute Spieler, sondern durch den Verein/Verantwortlichen. Wie jetzt auch wird es dann Vereine für die geben, die "mehr" wollen bzw. auf Leistung aus sind und für die, denen das gemeinsame Kicken ausreicht.

    Danke dir für die Beschreibung. Konnte mir schon denken, dass da alt bekanntes unter fremden Namen steckt. Hier ist bspw. das "Hoch Eins" unter "12 Monate" bekannt. Das spielen meine E2 Junioren mittlerweile gemeinsam in der Tummelphase vor dem Training. So ist es auch mal nicht schlimm, wenn diese ein wenig ausgedehnt wird.


    Immer wieder erstaunlich, dass solche (aus der Not entstandenen) Spiele immer noch bekannt sind bzw. gespielt werden und oftmals den Kids mehr Spaß bereiten, als manch noch so ausgefeilte Übungsform.

    Mal eine allgemeine Frage: Ab wie vielen Spielern sagt ihr ein Training ab? Also, wie viele Spieler müssen beim Training sein, dass ihr sagt, es lohnt sich noch?

    Bei einem regulären Training haben wir es noch nie aufgrund zu weniger Zusagen abgesagt. Was aber schon vorkam, dass wir einen Trainingstermin verschoben haben, weil die Halle belegt war und es ansonsten komplett ausgefallen wäre. Bin ich kein Freund von. Da hatten wir vorher gefragt, wer an dem alternativen Termin anwesend wäre und dass Training erst ab einer bestimmten Menge an Kindern stattfindet. Am Ende fand es nicht statt.


    Ich kann trotzdem jeden verstehen, der das Training ab einer bestimmten Absagenquote ausfallen lässt. Meist hetzt man sich auf den Sportplatz und sieht, dass sich von 16 Spielern 6 abgemeldet haben und dann trudeln noch weitere Absagen kurz vor Trainingsbeginn ein. Ist bei vielen leider Alltag als Ausnahme.


    haben dann Hoch Eins und Fußballsquash gespielt.

    Klingt interessant. Erklärst du mal bitte, was es damit auf sich hat? :/

    In unserem Kreis wird mit 6+1 gespielt und ich greife fast immer auf die 3-3 Formation zurück (3 Abwehr & 3 Stürmer). Wobei die Stürmer auch gleichzeitig Mittelfeld sind.


    Ich bin am Überlegen, ob es eventuell an der Formation liegt und die Offensivspieler zu viel Arbeit haben und daher dann mit dem Kopf durch die Wand rennen wollen.

    An der Formation liegt es nicht. Viel eher an der Spielform, was du (offiziell) nicht ändern kannst. Frage mal deine Spielgegner, ob ihr nicht lieber im 4+1 gegeneinander spielen wollt. Müsstest dann zwar jeden einzeln anfragen, lohnt sich aber meiner Meinung nach. Je weniger Spieler auf dem Feld stehen, desto wichtiger wird der einzelne.


    In den Trainingseinheiten übe ich sehr oft Passen und Dribblings, leider setzen die Kinder das selten im Spiel ein.

    Wie sehen diese Übungen aus?

    Vielleicht erwarte ich auch zu viel von einer F-Jugend?

    Wir sprechen vom Jungjahrgang F-Jugend. Die meisten Kinder sind dort total Ich-Bezogen, wer den Ball hat, will ihn auch behalten. Also alles im Rahmen. Man könnte jetzt versuchen, dagegen anzukämpfen oder passt sein Training an. Jeder hat einen Ball, Spiele nur in kleinen Teams (Die Abspiele kommen da schon von allein) und die Kinder ab und an fragen, wie man denn die Situation auch hätte anders lösen können. Nicht als Vorgabe, sondern als Hinweis. Dann kannst du auch mal bei einem Pass loben. Ist ein Tor denn schlechter, weil der kleine Kerl den Ball von sich aus draufgeschossen hat und nicht nochmal nach links abgespielt hat? Später wird sich beschwert, warum keiner den Mut hat, den Abschluss zu suchen...


    Ansonsten hast du von vielen schon eine super Hilfestellung bekommen. :thumbup:

    Das Thema ist mMn immer an der Erwartungshaltung des Trainers/Vereins und der Eltern/Spielern zu messen. Gehen beide zu weit auseinander, ist eine von beiden Parteien fehl am Platz. Ich kann nicht für den Leistungsbereich sprechen, ich tummel mich mit meiner E2 aber ganz klar im Breitensport rum und dort gehe ich nicht davon aus, dass jedes Kind an jedem Termin anwesend ist. Dennoch darf ich eine regelmäßige Teilnahme von jedem erwarten. Ich werde bspw. auch kein Spiel verlegen (ist bisher auch noch nicht vorgekommen), wenn wir am Spieltag keine Mannschaft zusammen bekämen. Dann wird das Spiel eben gegen uns gewertet und die Strafe würde ich aus der Mannschaftskasse bezahlen. Passiert dies dreimal, dann wären wir eben, trotz bisher erfolgreichen Rundenverlauf, raus aus der Saison. So hätte auch ich samstags wieder Zeit für andere Sachen.


    Was mich eher ärgert sind Eltern, die es nicht schaffen, ihr Kind vom Training abzumelden oder wegen jedem Pups absagen bzw. trotz Anmeldung nicht aufkreuzen. Ich kann mein Kind nicht selbst zum Training fahren? Absage. Es tröpfelt draußen? Absage. Auf die Idee zu kommen, mal in die Gruppe zu fragen, ob jemand XY mitnehmen kann, kommen sie nicht. Leider sind dies meist die, die ihr Kind als erstes zum Spiel anmelden.


    Wenn alle Mitglieder diese Einstellung haben wird es auf Dauer schwer diese Gruppe aufrecht zu erhalten. Gleiches gilt für alle anderen Gruppenaktivitäten (Musik, Feuerwehr etc. etc.)

    Auch wenn das Kind dann beim Fußballtraining fehlt, finde ich es positiv, dass es noch etwas fußballfremdes unternimmt. Die Kinder können nichts dafür, wenn die Jugendfeuerwehr regelmäßig am Trainingstag stattfindet. Daraus sollte ihm kein Nachteil entstehen. Anders sieht es für mich mit Verabredungen aus, die auch an jeden anderen Tag abgehalten werden können.


    Im Grunde können wir nur das erwarten, was wir selbst bereit sind zu leisten. Als Trainer muss ich es vorleben, im Idealfall lasse ich kein Training ausfallen und kommuniziere meine Erwartungen an die Eltern. Macht es Sinn, die Spielteilnahme an die Trainingsteilnahme zu koppeln? Wenn man es androht, sollte man es auch durchziehen. Oder zu Beginn lieber eine Lise erstellen, wer an welchem Tag spielt? Kann jemand nicht, müssen die Eltern selbstständig für Ersatz sorgen bzw. Termine lassen sich untereinander tauschen. Lässt sich niemand zum tauschen finden, fahren wir an dem Tag mit einem Spieler weniger zum Spiel und das Kind muss auf seinen nächsten regulären Spieltermin warten.

    Für mich ist die Hallenrunde mit der unnötigste Wettbewerb innerhalb einer Saison. Meist zu wenig Platz für zu viele Teams. Wartezeiten von bis zu 40 Minuten zwischen den Spielen ist hier leider bei den normalen Hallen die Regel. Dann hast du mit etwas Pech dein letztes Spiel als drittletztes Spiel des Turnier, wartest als höflicher Gast bis zur obligatorischen Siegerehrung, die mitgereisten Eltern drängeln, dass sie nach Hause wollen, die Kids wollen Bewegung. In durchschnittlich 3 Stunden Turnierdauer kommt das eigene Team auf ca. 30 Minuten Spielzeit.


    Teams, die mit mehr als 10 Spielern anreisen, dann wünschen, man könne ja in der eh schon so kleinen Halle anstatt mit 4 Feldspielern doch auch mit 5 oder 6 spielen. Meist sitzt die Hälfte der Auswechselspieler dann doch die ganze Zeit draußen, das komplette Teams auszuwechseln ist keine Option, denn es gefährdet den wichtigen Sieg.


    Alles in allem brauche ich es nicht.

    Vielleicht kein wirklich produktiver Beitrag, aber ich denke mir immer bei solch großen Konstellationen, dass ein Knall und dem damit verbundenen Schrumpfen der JSG wahre Wunder wirken könnte. Ich bin auch Trainer in einer Spielgemeinschaft bestehend aus 7 Stammvereinen. Momentan ist es ein Krampf, einen Förderverein für unsere JSG ins Leben zu rufen, weil a) nie alle Vorstandsmitglieder den Vorstellungsterminem beisitzen konnten und b) die Engstirnigkeit mancher einem den letzten Nerv raubt.

    Natürlich alles Probleme, die auch in kleinen Vereinen aufkommen, mit Anzahl der beteiligten jedoch zunehmen.

    Die JSG kann man noch einmal in zwei Regionen unterteilen. Diese resultieren aus der räumlichen Nähe und der kommunalpolitischen Aufteilung der Orte. Die Vereine rivalisieren teilweise sehr. Die kleineren Vereine bangen um ihre Existenz, die größeren Vereine konkurrieren um die wenigen Spieler, die aus dem Jugendbereich in den Herrenbereich wechseln. Die Vereine und Jugendleiter trauen sich gegenseitig nicht wirklich, da in der Vergangenheit auch einige "krumme Dinge" gelaufen sind. Obwohl die Treffen meist von außen betrachtet sehr harmonisch verlaufen.

    Unter solchen Voraussetzungen ist dein ganzes Vorhaben mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt. Auf mich macht das Ganze den Eindruck, als würden die Beteiligten dies aus Zwang machen müssen, aber im Endeffekt nicht wirklich wollen. Kann mich aber auch stark irren und du schaffst es wirklich, den Laden aufzuräumen. Such dir dafür am besten Mitstreiter, die die gleichen Ziele wie du verfolgen und versucht gemeinsam, die Sache in die Hand zu nehmen. Entweder Meuterei oder alles bleibt beim alten. ;)

    Sollte dein Sohn damit keine Probleme haben, halte ich einen Wechsel tatsächlich für am sinnvollsten.

    Letzte Woche hatten wir Elternabend, wo der Trainer verkündete, dass er auch in der Runde eine Stammmannschaft haben wird (6 Kinder), der Rest wird rotierend berücksichtigt. Auf meine Nachfrage antwortete er recht deutlich, dass er meinen Jungen von 11 Spielern als elften sieht. Mein Junge akzeptiert zwar, wenn er einmal nicht mit zum Spiel darf, aber ich gab zu bedenken, dass er die Lust verlieren könnte, wenn er gar nicht mehr berücksichtigt wird.

    Auch wenn ich mit der Ansicht eures Trainers nicht konform gehe, finde ich es "gut", dass mit offenen Karten gespielt wird. Schade ist, dass diese offenen Karten rein gar nichts mit dem heutigen Kinderfußball gemein haben. Wie soll dein Sohn denn Fußball spielen lernen, wenn er nicht spielen darf? Auf der Bank zu sitzen, wird ihn nicht weiterbringen und das wichtigste, es wird ihm keinen Spaß machen.


    Wenn du nicht an dem Stuhl des Trainers sägen magst, was für mich allerdings auch die denkbar schlechteste Option in deinem Fall wäre, denn die anderen Eltern scheinen sich das gefallen zu lassen, bleibt dir im Prinzip nur übrig, die Situation zu akzeptieren oder den Verein zu wechseln. Zweiteres wäre mir persönlich, für meinen nicht vorhandenen Sohn, lieber.

    Den Sinn eines solchen "Sichtungstrainings" für die U11, da frage ich mich als Außensteher, was denn die eigene Nachwuchsabteilung so treibt, wenn man sich vom fremden Buffet bedienen muss, mal dahingestellt, würde ich in der Altersgruppe mehrere kleine Spielfelder, evtl. mit verschiedenem Aufbau und Bedingungen (Tore, Maße, Provokationsregeln) anbieten, auf denen möglichst kleine Teams spielen. Da würde ich zumindest am ehesten sehen, wer mehr oder weniger nach durchschnittlich 4-6 Jahren organisierten Fußballtraining gut kicken kann.


    Die schwächeren kann man ja dann mit der Begründung heimschicken, dass es leider nicht reicht, in 4 bzw. 5 Jahren höherklassig zu spielen und man daher von einer "Verpflichtung" absieht, da mit spätestens 11 Jahren die fußballerische Entwicklung abgeschlossen ist.

    Sehr frustrierend, wenn Projekte mit guten Absichten durch chronischen Nein-Sagern blockiert werden und ins Stocken geraten. Habe es glaube schonmal geschrieben, dass wir momentan dabei sind, ein Förderverein für unsere JSG zu gründen. Stecken leider noch mitten in der Vorbereitung, was u.a. daran liegt, dass einige Vereine dieser JSG diesen Förderverein nicht wollen. Die Contra-Argumente sind sowas wie "Die Vereine verlieren dadurch ihre Mitglieder", "dadurch wird eine 2 Klassen Gesellschaft geschaffen", "Der Förderverein wird die ganzen Sponsoren der Vereine abwerben wollen".


    Wir hatten extra eine Präsentation vor den Vereinsvorsitzenden gehalten und öfters betont, dass dies ein zusätzliches Angebot für die Eltern und sonstigen Bekannten sind und wir in keiner Konkurrenz zu den Vereinen auftreten. Auch, dass die Kinder ohne Vereinszugehörigkeit nicht mehr spielberechtigt wären und somit eine Mitgliedschaft im Fußballverein dringende Voraussetzung ist, wurde mehrfach gesagt. Danach kamen die gleichen Gegenargumente wie vorher.

    Manchmal habe ich das Gefühl, einige wollen es nicht verstehen und sind aus reiner Natur gegen alles, was neu ist. Gleichzeitig kommen dann die Beschwerden von den gleichen Personen, dass es heutzutage immer schwieriger wird, Betreuer für die Vereine zu finden. Aber was dagegen tun, nein danke, da hätte man ja gar nichts mehr zu meckern!


    Frust musste mal rausgelassen werden, weil ich jetzt wieder am Laptop sitze und wiedermal eine neue Präsentation vorbereite, dass diese Leute es endlich mal verstehen, was die Intention dahinter ist. Mal schauen, was bei rum kommt.

    Wenn die beiden Deine Mannschaft bereits verlassen haben, welche Konsequenzen willst du dann noch ziehen?

    Oder stehe ich gerad auf dem Schlauch?

    Ich denke mal, soweit ich es richtig verstehe, dass sich die Spieler a) in der Whatsapp Gruppe des Teams befinden oder b) Charles De Goal die Statusmeldungen zu Gesicht bekam.


    Im Fall a) würde ich beide aus der Gruppe entfernen, ggf. mit der Begründung, dass diese zur Kommunikation mit dem Team eingerichtet wurde und somit nur Teammitglieder Zugriff darauf haben sollten. Als Betreuer und Admin dieser Gruppe hast du die Vorgaben zu machen, was erlaubt ist. Ob du das mit den Kids absprichst oder im Alleingang aufstellst, liegt an dir. Im Prinzip das gleiche Verfahren bei den Elterngruppen, wer dort keine Regeln aufstellt, bekommt irgendwann den Verlauf mit allerlei Katzenbildern und Kettenbriefen zugespamt. Darauf hatte ich keine Lust, deswegen gilt dort die Regel, dass nur allgemeine Infos von der Trainerseite und allgemeine Fragen von Elternseite kommen. Alles andere (Abmeldungen, etc.) bitte direkt an einen Trainer oder in die Organisationsapp. So wird halbwegs die Übersicht gewahrt und wichtige Informationen gehen nicht im Chaos unter.


    Im Fall b) bleibt wohl nichts anderes übrig, als das so hinzunehmen und sich von solchen dummen und schwachsinnigen Aussagen nicht provozieren zu lassen.

    SVM_MK


    So hatten wir es. Wobei die Kids natürlich während des Platzwechsels etwas trinken durften. Dadurch, dass jeder zwangsweise rotieren musste, hatte jedes Kind innerhalb dieser 30 Minuten immer etwas Pause. Wobei das 6. Spiel am Ende vllt doch etwas zu viel war. Die Kinder waren alle ziemlich platt.


    Die teilnehmenden Mannschaften kannte man schon aus diversen Spielen. Ich hatte die Begegnungen so eingeteilt, dass eine relativ starke Mannschaft weiter unten startete und eine vllt. schwächere Mannschaft oben beginnen konnte. Nach ein paar Spielen sortierte sich das Teilnehmerfeld durch die Ergebnisse.

    Ich möchte euch mal kurz über unseren ersten inoffiziellen Spieltag im Champions-League Modus berichten:


    Den Spieltag habe ich relativ kurzfristig geplant, dann kommt hinzu, dass wir uns noch in den Herbstferien befinden. Dennoch haben wir die 6 benötigten Teams zusammenkratzen können. Gespielt wurde immer zeitgleich auf 3 nebeneinander aufgebauten Feldern (5vs5, Maße: 40x25m, Jugendtore). Mit allem drum und dran dauerte der Spieltag etwas weniger als 2 Stunden bei 6 Spielen a 10 Minuten und eine Pause von ca. 15 Minuten nach den ersten drei Spielen. Genauso gut hätten wir auch in 1,5 Stunden fertig sein können. Der organisatorische Aufwand hielt sich in Grenzen, was zum Großteil daran lag, dass wir keine Dienste für Verkäufe, etc. einteilen mussten und dementsprechend auch keinen Grill, Würste und co. organisieren brauchten. Wobei wir hier doch ordentlich etwas verdient hätten. Für die Zuschauer hatten wir Kaffee gekocht, an dem sich frei bedient werden konnte. Wer hierfür etwas in die Spendendose werfen wollte, durfte es tun. Ansonsten gab es noch für die Spieler kostenloses Obst in der Pause.


    Das mit dem Obst kam schon einmal, insbesondere bei den Eltern, gut an und die Spendendose war am Ende auch ordentlich gefüllt. Wichtig war mir, dass zumindest die Kosten gedeckt sind. Den kommerziellen Aspekt wollte ich mal komplett aus dem Fußball rauslösen und den Fußball Fußball sein lassen.


    Der Spielmodus kam bei Spielern und Trainern gut an. Kein Spiel ging torlos aus. Von dem, was ich mitbekommen habe, war das torärmste Spiel ein 2:2. Die meisten Spiele waren auch relativ ausgeglichen, zu Beginn kamen aber auch Spiele mit hohen Differenzen zu stande, pendelte sich dann aber langsam meist bei Differenzen von maximal 1 bis 3 Toren ein. Was ebenso zu Beginn häufiger vorkam, waren Bälle, die ins Seitenaus rollten. Ich halte es aber für wahrscheinlich, dass dies an der Umstellung aufs schmalere Feld lag und Bälle, die weggebolzt worden sind, schneller im Aus landeten. Nach der Pause sah ich kaum noch Bälle, die einfach weggebolzt wurden.

    Eine Mannschaft spielte sich in der Champions League fest und gewann dort eigl. auch so gut wie jedes Spiel. Dazu muss gesagt werden, dass viele Teams mit gemischten oder nur mit dem jüngeren Jahrgang antraten und dieses Team eine reine E1 war. Wenn dieser Modus als Spieltag standardisiert würde, könnte diese Mannschaft quasi in der nächsthöheren Gruppe spielen und dort auf ein ausgeglicheneres Teilnehmerfeld treffen.


    Das Untereinander der Betreuer war auch okay, mit den meisten versteht man sich auch so prima. Da wir ohne Schiedsrichter gespielt haben, fand ich das sehr wichtig. Leider hatten wir auch ein überehrgeiziges Exemplar dabei. Ihm passte es bspw. nicht, dass die Spieler bei einem Seitenaus die Wahl haben, ob sie den Ball einpassen oder eindribbeln und danach direkt aufs Tor schießen können. Verstanden, wieso diese Regel existiert, wird er auch nicht haben. Auch, dass die verteidigenden Spieler entscheiden müssen, ob sie den direkten Weg zum Tor zumachen oder die Gegenspieler decken, kam ihm nicht in den Sinn. Seine Spieler hatten zum Großteil nur gedeckt, so dass der eindribbelnde Spieler kurz dribbelte und dann eine freie Schussbahn hatte.

    Die Regeln waren für alle in der Einladung ersichtlich, da frage ich mich, wieso man sich dann dafür anmeldet. Ich melde mich ja auch nicht für ein Funinofestival an und beschwere mich dann, dass auf Minitore gespielt wird.

    Heimlich gefreut hat es mich, als sein Team am Ende von der Champions League bis zur Bundesliga abgestiegen ist. :whistling:


    Zum Schluss lässt sich sagen, dass ich das definitiv wiederholen werde, auch mit Funino. Wenn das Teilnehmerfeld ausgeglichener ist, fallen auch die hohen Ergebnisse weg und jeder hat am Ende die Chance, in die Champions-League aufzusteigen. Mir gefällt dieser Modus bedeutend besser als der momentane Ligabetrieb, weil jeder Spieler mehr effektive Spielzeit hat und jeder eigentlich am Tag mindestens einmal verliert, aber gleichzeitig im nächsten Spiel die Chance auf einen Sieg wieder da ist.

    Ich würde alles so machen, wie sonst auch vor einem Spiel. Großartige Abweichungen können schnell verunsichern und du erreichst das Gegenteil von dem, was du dir erhoffst. Ansonsten Augen zu und durch, von einer Niederlage wird schon keiner sterben.

    Also das Training war bisher immer anteilig gleich Technik oder Ausdauer und meist am Ende die letzten 20 Minuten Match. Gott sei Dank habe ich jetzt ab und an Hilfe und kann so mehr Übungen

    Übungen gut und schön, leider fehlt nur durch Üben der Bezug zum Spiel. Der perfekte Bewegungsablauf wird dir nichts bringen, wenn diese Situation nicht exakt so wie eingeschleift im Spiel vorkommt. Auch fällt in den reinen Übungsformen meist der Wahrnehmungs- und somit der Entscheidungsprozess weg, d.h. deine Spieler machen es, weil es so vorgegeben ist. Sie führen nur aus. Im Spiel aber müssen Entscheidungen getroffen werden, was nur geht, wenn deine Spieler bereits im Training Spielerfahrungen sammeln konnten.

    Wenn ich dich jetzt richtig verstehe und du zwischen Übungs- und Spielform differenzierst.

    Vllt. bringt es dir etwas, wenn du im Training auf G-A-G (Spielform - Übung - Spielform) umstellst. Im besten Fall erreichst du dadurch, dass deine Spieler erkennen, warum eine bestimmte Technik gerade verbessert wird und sind somit motivierter und aufnahmefähiger. In der wiederholten Spielform kann die geübte Technik dann direkt angewendet werden.

    Übungsmatches gibt es im Training jetzt nicht mehr im Moment, nur Übungen (haben aber viele Freundschaftsspiele).

    Übungsmatches? Meinst du damit im Training 9vs9 zu spielen? Falls ja, dann kannst du getrost drauf verzichten.

    Wenn es die Vereine nicht schaffen, muss man Eigeninitiative zeigen:

    Mit einem Trainerkollegen auf Spendensuche gewesen, es ging um die Anschaffung von Minitoren. Wir haben jetzt 24 Tore zusammen und diese sind heute geliefert worden. Ich habe zwar jetzt ein marginales Platzproblem zu Hause, der Grundstein für unsere Ziele im Kinderfußball ist jetzt aber gelegt.


    Immer wieder schön zu sehen, was möglich ist, wenn man sich dahinter klemmt. :thumbup:

    Was haltet ihr eigentlich von kognitiven Übungen oder Spielformen ala Matthias Nowak oder Life Kinetik? Seht ihr darin eine andere Überforderung, als Powerzwergenpapa sie nennt?


    Unterforderung => Die Kinder können sich spielerisch ausprobieren. Sie können technische Dinge probieren, wie es sonst nicht möglich ist. Sie können Positionen bekleiden, die sie sonst nicht bekleiden können (MFS!)

    Hier möchte ich mal von uns als Beispiel sprechen: Wir rotieren ständig. In der Quali haben wir u.a. dadurch die meisten Spiele verloren und landen in einer relativ schwachen Gruppe zur Hauptrunde. Wir werden also in eine Gruppe eingeteilt, die unserem Niveau mit Rotation entspricht. Ich verstehe dich jetzt so, dass ihr nur gegen schwächere Teams rotiert(?). Wie ich schon schrieb, gegen gleich starke Teams können die Kids immer andere Positionen bekleiden. Das hat nichts mit einer Unterforderung zu tun.

    Wir provozieren so unsere schwachen Kids, sich zeigen zu müssen.

    Ist dies nicht besser zu erreichen, wenn eure schwachen Kids sich gegen andere schwachen Kids auf Augenhöhe messen können?


    Und wir provozieren Erfolgserlebnisse.

    Provoziert ihr nicht mehr Erfolgserlebnisse gegen gleichstarke Spieler? Wenn ich so zurückdenke: Wir spielten mit einer gemischten E-Jugend gegen Eintracht Frankfurt. Bei einem Turnier, also für 10 Minuten. Überforderung habe ich da seitens unserer Spieler gesehen, Unterforderung bei den Frankfurtern. Das Spiel ging auch nur 10 Minuten (da Turnier), dementsprechend bin ich voll und ganz in deinem Rahmen. Wo da die Erfolgserlebnisse geblieben sind, darfst du mir gern erklären.


    Aber Funino als Substitut im Bereich der "Leistungsschau" (also im Spielbetrieb), das sehe ich sehr zurückhaltend.

    Hast du Angst, dass sich ein anderer Verein plötzlich deine besten Spieler krallt und euch nur noch die Reste übrig bleiben. Ihr somit keine Chance mehr habt, in der E-Jugend den Meistertitel zu gewinnen?