Beiträge von Big Bopper

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    Moin,


    ich habe irgendwo gelesen (finde aber gerade die Quelle nicht) das man gerade im Alter von 10 bis 12 die Sprintfähigkeit und den Laufstil (der überhaupt Voraussetzung fürs sprinten ist) sehr gut verbessern kann/muss. Ich würde kurze Sprintserien in fast jedem Training als Staffelwettkampf anbieten, natürlich immer mit anderen Zusatzaufgaben oder unterschiedlichsten Aufbauten.


    Handlungsschnelligkeit im Spiel fördert man durch Kleingruppenspiel (3:3 und in Über-/Unterzahl) mit wechselnden Vorgaben.


    ciao
    BB

    Moin,

    Zitat

    Ich habe festgestellt, dass es schon hilft, wenn man von außen etwas als Antreiber fungiert, aber wichtig: immer nur positiv!

    positiv loben kann man auch im Sitzen. Das Lob sollte aber lieber von den Mitspielern kommen, denn die stehen auf dem Platz. Die gesamte Mannschaft spielt ja nicht für den Trainer, damit der sich toll fühlen kann, sondern weil es ihnen hoffentlich Spass macht. Wenn die Mannschaft aber immer einen Antreiber braucht, dann ist sowieso Hopfen und Malz verloren.


    Ich persönlich finde es schon merkwürdig wie wenig manche ihren Kids vertrauen. Haben sie vielleicht doch nicht das richtige gelernt? Wollen wir nicht selbständig denken KIds auf dem Platz? Das ist doch kein Playstation-Spiel, nur mit besserer Grafik, in dem der Trainer das Gamepad in der Hand hat und ohne den überhaupt nichts läuft...


    Mit dem Stuhl war kein Witz. Damit überträgt man die Verantwortung auf die Mannschaft und es bildet sich ein besseres Manschaftsgefüge, bessere Kommunikation auf dem Platz usw. Eine gut trainierte Mannschaft braucht keinen Trainer der am Rand schreit wann wo welcher Ball hingespielt, wann wo welcher Spieler gedeckt usw. werden muss. Viele Trainer nehmen sich da viel zu wichtig und sollten mal lieber ins Coaching übergehen.


    ciao
    BB

    Moin,


    wo ist denn das Problem sich zum Spiel einen Stuhl mitzunehmen?


    Setzt Euch hin, geniesst das Spiel, die Kids sollten, sofern sie gut trainiert sind, schon selber wissen was sie wann auf dem Platz zu machen haben... Aufstehen zum Auswechseln mit kurzer Anweisung an den Einwechselspieler und wieder hinsetzen. In der Pause ganz normal ein paar kurze Sätze sagen, denn auch hier wissen viele Kids ganz genau was eventuell falsch läuft und erarbeiten eigene Lösungsvorschläge. Die Spieler stehen auf dem Platz, nicht wir Trainer. Und nichts ist als Spieler nerviger als permanentes Gelaber von der Aussenlinie, am besten noch per Joystick mitspielen. Auf dieses Gelaber hört sowieso kein richtiger Fussballer... Oder haben die Trainer etwa kein Vertrauen in ihre Mannschaft?


    Hinsetzen, Problem gelöst!


    ciao
    BB

    Moin,


    TRPietro: 100% Zustimmung!


    Woher sollen denn die Talente kommen? Woher sollen denn die Spieler für eine zukünftige erste Herren, in welcher Klasse auch immer, kommen?


    Das ist ein typisches Gesellschaftsproblem. Keiner will mehr was leisten, alles nur haben. Keinerlei Verpflichtungen eingehen, nur Egoismus. Wenn ich kein Bock habe, gehe ich nicht hin. Toll das dann die anderen mangels Masse auch nicht spielen können..


    Von nichts kommt: nichts! Wer mit einer solchen Einstellung Sport macht, der wird nie Erfolgserlebnisse haben. Und das resultiert dann wieder in schwindendem Spass...


    Mach es richtig oder überhaupt nicht. Alles andere ist Zeitverschwendung... Das gilt sowohl für uns Trainer, als auch für die Mannschaft (Spieler und vor allen Dingen Eltern).


    ciao
    BB


    P.S. Da handhabe ich das ähnlich. Es ist ein Angebot von mir. Wenn es nicht angenommen wird, dann verbringe ich meine Zeit sinnvoller.

    Moin,


    Andre: 100% agree


    Zaungast: Du musst dich erst anmelden und einloggen. Dann gehst Du auf "Meine Statistik", dann erscheint oben der SPARQ-Test. Unter "Wie funktioiert das" findest Du die Anleitung und den download.


    ciao
    BB

    Moin,


    recht schwieriges Thema. Aber das macht genau den guten Trainer aus.


    Du musst in dem Alter berücksichtigen, das sie sich nicht lange auf eine Übung konzentrieren können/wollen. D.h. das klassische Blocktraining, bei denen eine Übung 15 bis 20 Minuten läuft, ist megalangweilig für die Kids. Du kannst eher eine Übung in Gruppe 1 anstossen, 5 Minuten machen lassen und dann in eine andere aufgebaute Übungsform wechseln. Dort wieder 5 Minuten üben/spielen und dann wieder in die erste Übungsform wechseln. Die machst Du dann unter etwas erschwerten Bedingungen. So werden die Kids auch im Kopf sehr gut gefördert. Das normale DFB-Konzept (auch gerade die Online-Sachen) reichen da bei weitem nicht aus.


    Dazu kommen regelmässige Spiele im 3:3 auf z.B. jeweils 2 oder 3 Hütchentore. Auch hier wieder 10 Minuten Spielzeit maximal und Vorgaben machen.


    Generell sollte man schon Schwerpunkte bilden. Es ist aber genau wie einer meiner Vorredner sagte: 4 Wochen eines Blocks reichen bei weitem noch nicht aus, damit manche Sachen gelernt sind. Viele Sachen muss man einfach permanent schulen. Ich habe da bis zur D-Jugend sehr gute Erfahrungen gemacht. Kleine Gruppen sind dabei absolute Pflicht. Koordination, ob Leiter, Reifen, sonstiges, gehört in jede Trainingseinheit seit der F-Jugend. Man kann normale Übungen auch sehr gut durch Koordinationselemente aufpeppen. Gerade in Kombination mit Torschuss usw. ergeben sich da gute Möglichkeiten (Stichwort: komplexes Koordinationstraining).


    Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, sowohl im Fortschritt der Kids, in der Motivation der Kids als auch im Mannschaftsspiel allgemein.


    ciao
    BB

    Moin,


    schönes Thema wieder einmal....


    Gleich vorweg, ich gehöre nicht zu den DFB-Jüngern, die alles wo nur das DFB-Logo draufsteht kritiklos nachmacht....


    RR hat Recht, wenn er sich auf das Ausland beruft. Aber wie trainiert denn nun das Ausland? Ich weiss es auch nicht. Jedenfalls sollen die kleinen Kids von Barcelona genauso wie die Grossen spielen. Werden die dazu gedrillt?


    Generell ist Taktik notwendig, in welcher Form auch immer sie dargeboten wird. Meiner Meinung nach so früh wie möglich, aber kindgerecht. Was heisst kindgerecht? Einfache Sprache, keine Taktiktafel, keine langen Ansprachen, permanente !!! Spielform 3:3 ab F-Jugend. Permanent heisst: jedes Training, mit wechselnden Aufgaben. Die Kids spielen so automatisch Raumdeckung ohne das man ihnen das böse Wort sagt. 2 Mann an den Ball, Passwege zustellen und schon ist die Raumdeckung bei den kleinen fertig.... Sie verschieben automatisch, haben kein Positionsgestehe usw.


    Wer sich das anschauen will: DVD "Spielintelligenz" ist Pflichtprogramm für jeden deutschen Jugendtrainer. So vermute ich mal trainiert man in Spanien...


    Das ganze macht man 2 Jahre. Im ersten Jahr gibt es immer wieder katastrophale Rückschläge, im zweiten Jahr spielen die Kids "perfekten" Fussball (für ihr Alter) und haben die Grundlagen der Raumdeckung spielerisch erlernt und verinnerlicht ohne jemals das böse Wort zu sagen und ohne jemals das Wort Taktik in den Mund genommen zu haben.


    Wo ist da nun die grosse Anforderung an den Trainer??? Das ist nichts anderes als die Pflicht des Trainers. Die Kür kann dann wirklich etwas später erfolgen...


    Der Trainer hat das dann noch mit den Schwerpunkten (sei es Dribbling, 1-1 usw.) zu verbinden und schon ist ein gute Training fertig.


    Andre: der Stützpunkt verliert fast immer gegen die Bundesligisten. Ist ja auch klar warum... Problem ist dabei nur schon wieder, das bei den Stützpunkten wieder Druck aufgebaut wird. Das sollte doch beim DFB-Stützpunkten nicht sein, oder sind es wieder erfolgsgeile Trainer, die sich beweisen müssen?


    Fazit: Eingehend auf die Ausgangsfrage: Taktik im Kinderfussball ist Pflicht. Das Rad ist erfunden, nur wird es merkwürdigerweise nicht genutzt. Solange immer noch viele Trainer ihr eigenes Süppchen kochen, wird es keine Besserung geben. Da können noch so viele Trainerscheine verkauft werden....


    ciao
    BB

    Moin,


    wir haben kein spezielles Training für das Grossfeld gemacht, warum auch?


    Abseits ist ein Thema, klar. Spielerisch ist es immer sinnvoller in kleinen Gruppen (z.B. 3-3) zu trainieren. Die Kids wissen dadurch, auch auf Grossfeld, was wann wo zu tun ist. Es ist wesentlich spielnaher, da aufgrund der Platzgrösse nicht alle Spieler in Ballnähe sein können. D.h. gerade auf Grossfeld kommt es immer wieder zu Spielsituationen in kleinen Gruppen, während die anderen weit weg vom Ball sind. (das ist ja auch das Problem warum Grossfeld überhaupt keinen Sinn macht...)


    Zu klären sind lediglich Abseits, was sehr schnell geht (3:3 mit Abseits spielen lassen) und die Aufteilung (= halten von Positionen plus verschieben zum Ball) auf dem Feld.


    Und ja, ich gehöre zur 4er Ketten-Fraktion. Für mich ist die 4er-Kette Pflicht (weil Andre das explizit angesprochen hat)


    ciao
    BB

    Moin,


    vieles schon gesagt...


    Ihnen fehlt anscheinend die richtige Technik beim 1-1. Wichtig dabei ist auch eine gewissen Antrittsschnelligkeit, Und beides lässt sich sehr einfach trainieren. Nur es muss beides kontinuierlich gemacht werden, dann verlieren sie ihren Respekt, der in dem Alter völlig normal ist.


    Die DVD moderenes Verteidigen zeigt ganz gut wie es geht....


    ciao
    BB

    Moin,


    welch eine lästige Diskussion... jedes Jahr wieder.


    Fussball ist in erster Linie ein Draussensport. Da wir nicht in Spanien oder Italen leben, darf man halt auch mal mit "schlechtem" Wetter leben. Nur was ist schlechtes Wetter? Im Sommer bei 30 Grad ist es denn zu heiss für Fussball??? Wenn es regnet wird man nass?


    Ich habe mit einer F-Jugend damals angefangen draussen weiter, parallel zum Hallentraining, auf dem Platz zu trainieren. 2 überempfindliche Eltern gab es auch, aber die Kids kamen dann eben nicht. Alle anderen Kids, die da waren, hatten überhaupt keine Probleme, ganz im Gegenteil. Mal ne richtige Grätsche schön in den Modder, das war super. Nur die Eltern zickten rum, aber wenn die Kids zufrieden waren, dann waren sie auch schnell wieder besänftigt. Zum Thema Krankheit: es wurde hinterher geduscht, keines der Kids war bis Weihnachten überhaupt mal krank. Nach den 2 Wochen Weihnachtsferien (= 2 Wochen auf der Couch) da ging regelmässig nichts mehr... Trainingsbeteiligung war übrigens, auch bei Schnee, immer sehr gut. Bei der Trainerausbildung wurde gesagt, das man bis -5 Grad durchaus draussen trainieren kann. Ich habe es immer als ein Angebot von mir verstanden...


    Wichtig ist die Trainingsgestaltung und die richtigen Klamotten. Beim ersten Training im Winter hatte ich sogar einen Spieler, der in Winterstiefeln und Daunenjacke auflief, weil Muttern es so befohlen hatte.... Beim nächsten Mal war dann aber Zwiebeltaktik bei den Klamotten angebracht.


    Training muss so gestaltet werden, das niemand irgendwo rumsteht, alle in Bewegung sind.


    Viel mehr nerven mich diese ewigen sinnlosen Platzsperren. Zumal auch noch hinzu kommt, das die Kids mit ihrem geringen Gewicht sowieso nichts kaputt machen, aber die erste Herren (das tolle Aushängeschild des Vereins) den Platz schon gründlich umgepflügt hat. In den Ferien, wo fast alle Mannschaften nicht trainieren, da wird aber keine Platzpflege gemacht...


    Fazit: Wintertraining ist Top und Pflicht.


    ciao
    BB

    Moin,


    ich möchte noch einen kleinen anderen Aspekt in die Diskussion bringen.


    Wir reden doch immer über Talente, Talentförderung, Spitzenfussball usw. Woher sollen denn diese Talente kommen? Ab wann darf/soll deren gezielte Förderung beginnen und wer soll das überhaupt wie tun?


    Richtige Spitzensportler fangen im frühesten Jugendalter an. Steffi Graf (jaja, schlechtes Beispiel, aber mir fiel gerade nichts anderes ein) soll mit 4 Jahren angefangen haben. Wenn sie nicht kontinuierlich gefördert worden wäre, dann waren ihre Erfolge wohl kaum möglich gewesen. Auf Fussball bezogen sagt man immer, das die erst mal spielen sollen, am besten erst ab C-Jugend auf "Leistung" gebracht werden sollen.


    Leider ist der Zug aber dann schon völlig abgefahren...


    Meiner Ansicht nach sollen die Väter die Kids ruhig weiter fördern und fordern, solange es kein täglicher Drill ist. Besser für die Kids ein Hobby in das sie sich richtig reinknien und Erfolgserlebnisse haben, als nur abzuhängen.


    Das Thema Talentförderung hatten wir schon häufiger hier und soll damit auch nicht wieder aufgewärmt werden. Nur ein Satz dazu: zur Talentausbildung in Brasilien (wo ja angeblich alle schon mit dem Fussball in der Hand geboren werden) sollen 40.000 Stunden und in Frankreich 9.000 Stunden aufgewendet.


    ciao
    BB

    Moin,


    aus eigener Erfahrung weiss ich, das die Trainerkinder durchaus häufig einen wesentlich höheren Trainingsstand haben. Ist doch klar: zu Hause dreht sich viel um Fussball, da wird schon gefachsimpelt, da geht man in den Garten und bolzt die Blumen platt, da wird auch schon mal ein Trick ausprobiert, da wird auch schon mal sehr früh auf eine korrekte Bewegung geachtet usw. D.h. die Kids sind dadurch schon koordinativ wesentlich weiter, fallen eher als sogenannten Talent auf und kommen in die sogenannten Talentförderung.


    Solange das kein Drill ist, d.h. der Junge Spass daran hat und auch sozial (=Teamplayer) sich weiter entwickelt spricht meines Erachtens nichts dagegen.


    Meinem Sohn habe ich lediglich die (für mich) richtige Einstellung beigebracht: Mache es richtig oder überhaupt nicht. Alles andere ist Zeitverschwendung.


    Diese Einstelllung hat er sich für den Fussball und vor allen Dingen auch für die Schule übernommen... Wenn man was tut kommen Erfolgserlebnisse, wenn man nichts tut... Wenn er morgen sagen würde, das er lieber zum Ballet geht, dann sollte er das genauso mit 100% machen. Da bin ich nicht auf Fussball fixiert.


    Natürlich habe ich auch schon die negative Variante der dressierten, ferngesteuerten Kinder auf den Plätzen gesehen. Aber da ist es wirklich häufig so, das die mit der Zeit von selber aufhören.


    Den oben gennanten Effekt des höheren Trainingsstandes konnte ich hier im Nachbarort sehen. Dort spielte der Sohn eines Bundesligaprofis. Es ist klar, das sich für das Kind alles um Fussball drehte. Der konnte mit 7 schon Sachen die viele 10 jährige nicht können. Aber das war nicht andressiert, sondern lediglich die permantente Beschäftigung mit dem Hobby Fussball. Andere verfolgen da mehrere Hobbys gleichzeitig, machen viel zu viel auf einmal und haben eben nicht die notwendigen Erfolgserlebnisse.


    Fazit: Väter lasst euch nicht verunsichern.


    ciao
    BB

    Moin,


    siezen finde ich absolut überflüssig.


    Die Kids wissen ganz genau wie weit sie gehen dürfen, wissen ganz genau wem sie vertrauen, wissen ganz genau ob der Trainer was taugt oder nicht. Respekt erarbeitet man sich überragendem Training. Sobald die Kids merken, das das was der alte Sack da vorne mit ihnen macht funktioniert, fressen sie einem aus der Hand und machen auch Sachen ohne Aufforderung usw.


    Der Trainer geht in Vorleistung und muss sich den Respekt erarbeiten. Klare Regeln und deren Durchsetzung sind wichtiger als künstlich aufgebaute Distanz und Arroganz.


    ciao
    BB

    Moin,


    beides (kleine Handballtore und grosse 5er Tore) habt seinen Reiz.


    Beim 5er Tor kommt es zu vielen Toren, da aus allen Richtungen aufs Tor gewämmst werden kann und auch wird. Spielerisch bei weitem nicht so anspruchsvoll.


    Beim Handballtor muss jeder Angriff bis zum Ende ausgespielt werden. Das ist für die vielen technisch limiitierten Mannschaften natürlich schiwierig. Die reagieren mit zunehmender Spielzeit mit immer sinnloserem Gebolze aus allen möglichen und unmöglichen Situationen.


    Zu bedenken ist auch: Häufig ist überhaupt kein Aufstellen der grossen Tore in den Hallen möglich oder erlaubt. Die Hallen sind häufig an einer Schule, nicht am Sportplatz. Dort sind garkeine Tore vorhanden und wenn können sie auch nicht fachgerecht befestigt werden.


    Fazit: kleine Tore schulen mehr als grosse Tore. Die Halle zeigt schonungslos alle technischen Mängel auf...


    ciao
    BB

    Moin,


    1-2-1 ist perfekt, aber auch schwerer zu spielen. Einfach nicht entmutigen lassen, wenn es am Anfang nicht klappt.


    Abwurf vom Torwart ist immer ein Problem.... Generell ist der Stürmer, der sich immer nicht weiter als zur Mittellinie zurück zieht, derjenige der die Bälle verteilt und die Aussenspieler in Stellung bringt. Er arbeitet viel mit dem Rücken zum Tor, das muss aber erst gelernt werden. Wenn der Stürmer anfängt zu dribbeln, dann gehts häufig in die Hose, weil sich beide Mittelspieler in der Vorwärtsbewegung befinden.


    D.h. erster Pass "immer" auf den Stürmer, der am besten den Ball prallen lässt auf die sich vorwärts bewegenden Mittelspieler. Da die gegnerischen Stürmer fast nie folgen, da sie überhaupt nicht wissen wen sie decken sollen, entsteht immer eine 3:2 Überzahl. Wird über den rechten Mittelspieler gespielt, rückt der linke in die Mitte ein, der Stürmer bewegt die Abwehrspieler. Das kann man ganz locker ausspielen. Die gegnerischen Mannschaften (sofern sie 2-2 spielen) zerfallen nach und nach immer mehr, weil keiner mehr seinen Gegenspieler findet. Die laufen dann rum wie ein Hühnerhaufen.


    Voraussetzung: absolute Passicherheit, totale Laufbereitschaft aller Spieler und ein mitspielender Torwart.


    Defensiv bleibt der Stürmer immer vorne, die Mittelspieler rücken natürlich immer Richtung Ball und machen die Räume eng --> Ziel: immer 2 Mann am Ball und der Weg zum Tor durch die Mitte ist dicht.


    Das ganze reicht als Vorgaben locker für die E- und D-Jugend aus. Spielzüge im klassischen Sinn würde ich auf keinen Fall einstudieren. Das habe ich schon bei vielen Mannschaften scheitern sehen.


    Viel Erfolg...


    ciao
    BB

    Moin,

    im Kern gebe ich Dir völlig Recht!

    Jetzt kommt wieder mein berühmtes Aber: Wir alle haben zu kapieren, das es beim Fussball (in der Bundesliga) um einen grossen moneymaker handelt. Das ist ganz grosses Geschäft - big business. Und das zieht natürlich auch genügend Leute an, die normalerweise dort nicht hingehören.

    Das sind nicht mehr die kleinen Vereine mit denen wir aufgewachsen sind. Das ist die ganz grosse Unterhaltungsindustrie, das sind ja auch keine Vereine mehr. Das sind mittelständische Unternehmen, deren Personal (Spieler) austauschbar sind. Modern heisst es Konkurrenzkampf auf allen Positionen. Und diese Spieler verhalten sich natürlich auch wie Söldner. Da zählt nichts mehr mit Vorbild usw.

    Und die Leute mögen doch die Show. Oder wie sind immer steigende Zuschauerrekorde zu erklären? Die Kinder werden gleich von Kindesbeinen an die steigende Härte gewöhnt, damit sie es normal finden....

    Diese Entwicklung werden wir nicht aufhalten, aber wundern darf schon erlaubt sein. Nur führen diese Grundsatzdiskussionen zu nichts, da die Kunden ja zufrieden sind. Und das ist das Wichtigste....

    ciao
    BB

    Auch hier gilt wieder: wer Ironie findet darf sie behalten!

    Moin,

    solange die Kids zufrieden sind ist immer alles in Butter, denn das ist das wichtigste überhaupt --> weiter so!

    Dirks erster Absatz ist 100% richtig. Diese Aussage deckt sich mit meinen Erfahrungen, die man neben den Plätzen macht.

    Ich kannte mal einen Vater, der hat nie in seinem Leben Fussball gespielt. Der hat sich aber reingefuchst und den C-Schein gemacht. Aber machte ihn das zu einem besseren Trainer?

    Viele Kids können sich aber auch gut entwickeln, wenn sie nicht stur bestimmte Sachen nachmachen, sondern für sich selber entwickeln. Du musst nur für einen sauberen Bewegungsablauf sorgen. Und den erkennt man sehr häufig auch als ungeübter Trainer sehr gut. Probiere es einfach mal aus. Mehr Fragen stellen als Antworten vorgeben... -->Spielintelligenz = stimulieren statt instruieren.

    Wenn Du dich da noch ein wenig einarbeitest (DVDs, Bücher usw.) dann steht einem sehr guten Training (auch später auf Grossfeld) nichts entgegen.

    Wenn nur 5% aller "Trainer" die auf Kinder losgelassen werden, sich überhaupt solche Gedanken machen würden, dann wäre schon sehr viel im Fussball erreicht.

    Lass Dich nicht von dem Weg abbringen und verfeinere ihn immer weiter.

    ciao
    BB

    Moin,

    "Zu Routinier

    Durch ein Problem das man hat gleich ein Trainerproblem sehen ist für mich ein zeichen von Arroganz.
    Vielleicht ist das alte Schule, aber ich bin ja auch kein ausgebildeter Trainer. Und ich mache beim Torschuss sehr wohl das ich alle in einer Rheie aufstellen und in verschiedenen Variationen schiessen müssen. Bitte Sachlich bleiben. "

    Soll ich der Routinier sein? Diesen Rang habe ich mir nicht gegeben. Sachlicher gings übrigens nicht mehr. Jeder zieht sich den Schuh an der ihm passt und dieser scheint sehr gut zu passen....

    Wenn man keine Tipps will oder nicht mit Antworten umgehen kann dann ist ein Forum keine gute Sache. Und ja, das ist nicht nur old school, sondern no school und damit ein absolutes no go.

    In der Sache sehen ja auch andere Leute das Problem. Und ich bin auch kein ausgebildeter Trainer, ist auch nicht zwingend . Ich habe allerdings das wichtigste was ein Trainer benötigt: ein funktionieres Gehirn. Und damit hat man die Möglichkeit (z.B. im Internet, DVDs und Bücher) zu verstehen und daraus ein gutes, sinnvolles, funktionierendes, förderndes Training aufzubauen. Das unterscheidet eben einen guten von einem schlechten Trainer.

    Wenn es 10 Leute immer wieder falsch machen, dann liegt es nicht an den 10 Leuten....

    ciao
    BB