Wenn man seine Pappenheimer gut kennt, dann sieht man es manchmal schon kommen. Wenn es dir gelingt, ihn in dem Augenblick abzupassen, dann hast du ne Chance, die Situation durch kurzes Erinnern an die Regeln zu vermeiden. Aber hast du dafür ein Auge?
Die Kinder suchen ja meist nach Anerkennung und machen daher Blödsinn. Hier helfen Zusatzaufgaben (Helferdienste). Auch positiv angehauchte Gespräche am Ende "Heute fand ich es schon ganz gut" können die Situation verbessern. Du könntest mit ihm auch ein Bonussystem ausmachen. (6 Trainings nicht ermahnt -> Belohnung). Diese Belohnungssysteme können funktionieren, werden aber auch kritisch gesehen (Stichwort intrinsische Motivation). Ich flüstere manchmal einem Kind ein leises Lob zu, etwa beim Schnürsenkel binden. Dass ich das ggf. mit jedem Kind an diesem Tag mache, bekommen diese ja nicht mit und sie freuen sich ein Loch in den Bauch.
Was aber immer gelten muss ist "klare Kante". Da sind alle männlichen Trainer klar im Vorteil. Kinder sind im Alltag, bis sie an die weiterführenden Schulen kommen nur von Frauen umgeben. Männer (Väter jetzt mal außen vorgelassen) sind absolute Mangelware. Von daher sind männliche Trainer häufig klar im Vorteil, ihre Bedingungen durchzusetzen.
Ich bin noch in einem Mütterforum unterwegs. Immer wieder liest man dort den Rat, "schwierige" Kinder zum Fußball zu schicken damit sie sich dort auspowern können. Ich habs aufgegeben zu intervenieren. Solche Kinder gehören in Ergotherapie, nicht zu einem Trainer ohne entsprechende Fachkenntnisse.