Beiträge von Goodie

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    Frust & Spaß an einem Tag...


    wir waren am letzten WE bei unserem ersten Hallenturnier. Drei Tage vorher gings los: täglich eine Abmeldung. Und da ich mich noch um ein Kind verzählt hatte, standen wir mit nur 5 Kindern in der Halle. Lt. Ausschreibung sollte 5+1 gespielt werden, in der Realität dann jedoch 6+1 (gab die große Halle auch locker her.)

    Gerade mein Mann war sehr gefrustet, fand es peinlich.


    Der Ausrichter war eher entspannt und hat sofort gesagt: wir leihen euch immer drei Kinder, so habt ihr noch einen Auswechsler. Gesagt getan, die ersten drei Kinder kamen, unterstützt durch ihren Co-Trainer (:thumbup:) zu uns und wirkten etwas bedröppelt und eingeschüchtert. Aber nach dem dritten Spiel haben sich die Kinder fast um unsere Trikots gekloppt und das obwohl wir jedes Spiel verloren hatten. Die hatten einfach Spaß daran.


    Wenn ich bisher hier von Allstarteams gelesen hatte, dachte ich immer: das ist doch Käse, das wollen die Kinder doch niemals. Aber dieser Tag hat uns echt eines besseren belehrt.

    Ich glaube, das war für alle eine schöne Erfahrung.

    Der Turnierausrichter ist eh total sympatisch und war eher froh, dass wir auch mit zu kleiner Besetzung angetreten sind.

    Wenn es natürlich jede Woche so wäre, müsste man überlegen, ob es Sinn macht, in dieser Staffel überhaupt anzutreten.

    tja, das ist (hier zumindest) nicht so einfach. Die Staffeln scheinen wie Beton zu sein. Abhilfe könnte ja schon mal bringen, dass man die Staffeln immer nur für ein halbes Jahr sortiert und dann entsprechend der Ergebnisse umsteckt. Aber nein, hier wird gnadenlos durchgezogen.
    In der STaffel meines Sohnes (E3, Staffel 7 von 8 ) dominiert ein Team die Liga mit 150:10 Toren nach 9 Spielen. Ein verlorenes Jahr für diese Kinder!

    Die E1 des Vereins (Jahrgangsteams) hingegen geht in der Staffel 1 baden: 10:100 Tore...


    Unterhält man sich mit den Trainern, so wird klar, dass die Staffeln erstmal wahrscheinlich sinnvoll zusammengestellt wurden. Dann ziehen die ersten Teams kurzfristig wieder zurück und dann, beim umsortieren passieren komische Dinge!

    Na ja, ein Trainerwechsel kann auch immer der Grund sein, dass Kinder aufhören, unregelmäßiger oder auch regelmäßiger kommen. Nicht jedes Kind ist mit jedem Trainer kompatibel und das muss man wohl aushalten.
    Generell würde ich 15 Kinder nicht als "Anfängerfehler" bezeichnen. Wer dann zuverlässig ist und wer nicht kristallisiert sich meist schnell raus aber gerade am Anfang, wenn man noch keine emotionale Bindung an die Kinder/Eltern hat, kann man natürlich recht zügig ins Gespräch gehen. Nach 8-10 Trainingseinheiten kann man schon das erste Mal Resümee ziehen...
    Wenn du die drei aufgenommen hättest und alle wären zuverlässig gewesen... auch nicht ideal.

    Ich lass es derzeit einfach laufen und will erst am Ende der Saison mit den Eltern ein Gespräch führen, ob Sie in der neuen Saison weiterhin am Trainingsbetrieb teilnehmen dürfen.

    Wenn es im Verein keine Warteliste gibt, dann würde ich das auch so machen. Gibt es eine, dann würde ich nicht so lange warten sondern schon zum Winterende das Gespräch suchen.

    Die Frage ist ja, über wieviele Kinder man in einem Kreis spricht...

    So wie die Talente gesichtet werden, könnte man ja auch diese Kinder sichten und von extern beurteilen lassen, ob das Kind besser in einer Jahrgangsklasse drunter aufgehoben wäre.


    Wo ein Wille ist ist ja bekanntlich ein Weg.


    Wobei der Maßstab sicher nicht die Körperlänge oder das Gewicht wäre sondern der Gesamteindruck. Integration benötigt eben auch andere Lösungen als die Standardregeln.

    ich bleibe dabei... es zählt in der Regel immer nur das Training unmittelbar vor dem Spiel. Die andere Einheit wird nie betrachtet. Ich finde es bescheuert. Dann muss ich als Spieler nämlich auch gar nicht zum Spiel erscheinen, wenn ich doch sowieso abgestraft werde für was genau? Dass ich neben meinem Hobby noch andere Verpflichtungen habe?

    Ich finde, da steht einem Trainer einfach kein Urteil zu ob der Termin nun wichtig ist oder nicht.


    Natürlich kennt man seine Pappenheimer und man kann das Gespräch ja auch suchen. Dann fehlt aber ein Kind nicht mal ein Training wegen der Oma sondern kommt nur noch auf eine Quote von <60%...

    wenn bei mir am Donnerstag jemand wegen Krankheit nicht ins Training kommt spielt er am Freitag nicht, Rotation hin oder her. Wissen aber bei uns auch alle und war noch nie ein Problem

    darf ich fragen, warum nicht? Ist das eine Vorsichstmaßnahme deinerseits?
    Wenn man sagen wir mal di+mi krank war, do noch vorsichtshalber daheim geblieben wäre, dann wäre man doch freitags wieder einstatzbereit. Warum wird man bei dir dann ausgeschlossen?

    Ich habe das als aktive Spielerin immer gehasst: wenn man freitags nicht zum Training konnte, saß man samstags auf der Bank! Wenn man mittwochs gefehlt hatte, hatte das keine Auswirkung. Vollkommen bescheuert.

    Ich habe nicht geschrieben das sie besser macht als früher, hier ging es darum das die 8 Jährigen von heute anders sind als wie früher.

    Du glaubst gar nicht wie viele Kiddis in diesem Alter mit einem Smpartphone rumlaufen und / oder mit ihren Kumpels auf youtube etc sich Videos anschauen von diversen Spieler und genau das macht es auch aus, das die Kiddis heute weiter sind. Als ich 8 war konnte ich mir nicht zig mal ein Video von meinem Lieblingsspieler im Internet anschauen, weil es halt noch nciht vorhanden war, auch FIFA gab es noch nicht. Das macht vieles aus.

    ok, dann schätz mal bitte ein, wieviele Drittklässler das betrifft. Würde mich wirklich interessieren.


    Ich habe hier nähere Einsichten zu einem Zweit- und einem Viertklässler aus einem normal bürgerlichen Umfeld. Und ich glaube ich weiß, welche Jungs aus diesen Klassen in welchem Alter das Ding bekommen haben (oder eben auch noch nicht) und wie die Nutzung üblicherweise ist.

    Ich wüsste auch gerne ob ein Kind krank ist. Aber diese Info gibt der TE doch mit. Was das Kind genau hat geht mich erstmal nichts an.
    Und ob ein anderer Termin wichtiger als Training ist, schätzen die Eltern ein, sonst niemand.
    Einfordern würde ich diese Information jedenfalls nicht.

    Wenn ich sehe, das eine F-Jugend (AJ) nach Niederlagen extrem weint und der trainer dann sagt, ach ist doch nicht schlimm...da müsste man den trainer direkt eine ohrlasche geben.

    Genau! Und den Kindern gleich eine hinterher, was haben sie auch verloren! <ironieoff>


    Wo ist hier die Ignore-Funktion?

    Ich rede hier nicht über 2 Sekunden.

    TW hat den Ball, der Gegner erwartet einen hohen Ball und zieht sich sehr weit zurück. Der TW rollt den Ball jedoch zum freistehenden Kind X. (Trainer freut sich über die kluge Spieleröffnung). X steht da mit dem Ball und grübelt. Der Gegenspieler stand etwa an der Mittellinie macht einen Schritt auf ihn zu und stockt , weil X keine Bewegung ausführt. Dann macht der Gegenspieler wieder 1-2 Schritte, irritiert ob der Nichtaktion von X. Dann läuft er X an und erobert locker den Ball. Gegen einen stehenden X ist das ja auch nicht sonderlich schwer. Die ganze Aktion hat wirklich lange gedauert. X hätte natürlich mit dem Ball ein paar Schritte machen können, auch langsam. Er hatte Platz, war unbedrängt.

    In diesem FS gab es diese Szene insgesamt vier mal, drei mal hab ich zugeschaut. Beim vierten mal hab ich X angespitzt: los, auf geht's! Und was passiert? Er dribbelt los und kommt aus der Bewegung heraus locker am Gegenspieler vorbei!
    Dennoch zeigt X beim Abschlussspiel im Training das gleiche Verhalten (stehenbleiben, so ne Art Schockstarre), auch nach einer ganzen Einheit mit Schwerpunkt 1:1

    Wir hatten in der letzten Saison ja auch noch so ne Truppe, bei der es sechs dieser Vollblutkicker gab. Dazu kam, dass von der Truppe acht Kinder seit der Pampersgruppe bei uns waren. Die waren wirklich richtig weit, vorallem in Ballan- und Mitnahme waren sie für ihr Alter sehr sicher.
    Aber das ist ja auch ein Stück weit Zufall, wer da kommt... Und ja, eine Keimzelle wirkt manchmal wunder.


    Nun haben wir eine ganz normale F-Jugend und daher kennen wir den Unterschied auch nur zu gut.

    Ich habe ja nichts unterbunden sondern nur unseren Istzustand beschrieben.
    Zwischen Kopflos losrennen und stehenbleiben bis der Gegner da ist, gibts ja noch ne Menge Zwischenlösungen.


    Ich hoffe ja überhaupt, dass die Kinder über try&error auf bessere Lösungen kommen.

    Ich hatte gedacht, dass ich genug Gelassenheit habe solche Idioten auszublenden.


    Scheinbar nicht

    Das ist frustrierend!

    Ich finde nicht, dass du in Sack & Asche gehen musst!

    Wir kommen doch alle vom Sport und haben einen gewissen Ehrgeiz in uns. Wir sind auch klug genug, diesen wegzudrücken aber auch mir geht es so... wenn ich auf solche "Lieblingsgegner" stoße, dann muss ich mich mit Gewalt zurückhalten. Dann wäre mir ggf. ein Sieg auch wichtig. Und in den letzten drei Minuten, wenn es entscheidend wäre, dann stünden auch nur doch die stärkste Reihe aufm Platz.


    Ich finde das menschlich! Wenn es zu 98% der Zeit gelingt, dann reicht mir das ehrlich gesagt. Nobody's perfect!

    Stattdessen kann sich ein so souveränes Kind in Ruhe die Zeit und den Überblick verschaffen, um zu einer im Blick auf das Spiel sinnvollen Entscheidung kommen zu können.

    In dem Zusammenhang hab ich meinen 9 Jährigen mal befragt. Er meinte: "Mama, am besten weiß man doch bevor der Ball kommt, was man machen kann." Beobachtet man ihn, dann hat er wirklich die Zeit sich vor der Ballannahme kurz zu orientieren.
    Kann man das schulen oder ist das Talent?

    Mich treiben ähnliche Gedanken um...


    ich habe einige total kopfgesteuerte Kinder in meinen Reihen. Sie bekommen den Ball, sind frei, haben Platz. Was machen diese Kinder? Bleiben stehen(!) und warten auf den Gegenspieler, um dann mit einer tänzerischen Einlage an ihm vorbei kommen zu wollen. Dass das immer weniger gelingt, führt bestenfalls zur Verwunderung, nicht zu geändertem Verhalten.

    Einer der Kinder dribbelt einer Ballerina gleich, leichtfüßig, elegant und ohne Sinn und Verstand. Meist kommt ein abgezockter Gegenspieler und schießt ihm den Ball einfach weg.

    Andere scheinen exakt in dem Moment, wo sie den Ball bekommen, aufzuwachen. Sie starten eine Orientierungsphase, gucken und analysieren. Man kann sie fast denken hören und zack, Ball beim Gegenspieler.

    Zwei stehen ständig im Weg oder laufen exakt hinter einen Gegenspieler, Arm immer oben, "hier, hier"-rufend. Sie attackieren eigene Mitspieler, stehen im Passweg und eigentlich immer falsch.


    Legt sich das von alleine wenn sie älter und erfahrener werden oder sollte man da gezielt eingreifen?

    Handlungsschnell ohne Hektik... ein lustiges Spannungsfeld :saint:


    Beim Hallentraining frieren wir jetzt ab und zu da Spiel ein um mit den Kindern zu erarbeiten, was die bessere Lösung gewesen wäre... bei den ganz auffälligen, einfachen Szenen, etwa wenn einer den Ball erobert hat und in Richtung Tor läuft und die beiden anderen bleiben hinten stehen...

    Er würde den Jungen von seinen Freunden trennen, um bei uns eben dieses "erfolgreichen" Fussball zu spielen. Sollte meiner Meinung nach in diesem Alter nicht der Anspruch sein für mein Kind.

    Na ja, mein Sohn war in seiner alten Mannschaft so unglücklich, dass er wechseln wollte (in ein schwächeres Team übrigens, so hoch war seine Not). Seinen alten Trainer hätte ich auch als feinen Kerl bezeichnet nur als Trainer hat es halt überhaupt nicht gepasst. Man guckt halt immer nur von außen, ne?
    Mein Junior ist mit seinen favorisierten Kindern immer noch befreundet, diesbezüglich gabs keine Probleme.