Beiträge von Goodie

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    Man könnte aber dem Phänomen entgehen, in dem man die Spieltage sinnvoller aufteilt. Bei uns ist es in etwa so:

    Samstags früh morgens Bambinis, dann F, E, D, C

    Sonntags früh morgens B, dann A und Senioren.


    Warum gönnt man den B und A Jugendlichen nicht den Samstag nachmittag? Da wären sicher einige wieder nüchtern. Und die F-linge stehen eh noch morgens auf, auch am Wochenende, sehr zum Leidwesen der Eltern.


    Samstags früh morgens Bambinis, dann E, B, A

    Sonntags morgens F, dann D, C und Senioren.

    Zu einem Beispiel: Ballkontrolle. Hier z.b. mache ich gern eine Spielform in der auf einem schmal ausgeschnittenen Feld auf ein Tor gespielt wird(5gg5). 2 Minuten lang bleibt Team A in der alleinigen Angriffsrolle. Jeder Ausball etc. bleibt bei Team A.

    Und was ist, wenn die Abwehrspieler den Ball erobern? Ball raus und von hinten neu angreifen?

    Wir sind ja auch noch sehr am Anfang eines Spielsystems.

    Das 3:3 ist inzwischen eingeführt. Die Kinder sagen, es sei einfacher, wenn jeder wüsste, wo er spielen soll. :thumbup:Das Coaching dazu lautet: "verteilt euch wieder." (bei Pausen, Einwürfen etc.) und klappt immer häufiger ohne explizite Aufforderung.


    "Bleib außen" wäre mir auch zu statisch. Aber ich weise die Kinder darauf hin, dass außen häufig Platz ist für ein Dribbling - wenn der Ball aus dem Gewühle endlich wieder rauskommt... Das können einige inzwischen im Training ganz gut umsetzen.


    Allerdings beobachte ich zur Zeit bei den Spielen mit Gegner ein "Heiße-Kartoffel"-Spiel, welches ich so im Training nicht wahrnehme. Schnell weg mit dem Ball, egal ob man gerade viel Zeit hat oder nicht. Einfach mit dem Fuß gegen den Ball treten. Wo kommt denn das auf einmal her? Ich befürchte ja, das sind die Einflüsse von außen...

    Mit den Kindern hatte ich bisher noch nie ernsthaft Probleme... Mit Eltern schon.


    Wer ausgewechselt wird, kommt meist fix wieder rein. Die Kinder haben hier inzwischen ein sehr großes Vertrauen entwickelt, so dass sie sogar an den Rand kommen, wenn sie außer Puste sind und sich freiwillig auswechseln lassen.


    Und einen Matchplan hab ich auch. Ist ja immer gut, nen Plan zu haben. Den kann man dann zwar immer gepflegt über den Haufen werfen aber wenigstens hat man ein paar Minuten das Gefühl gehabt, alles im Griff gehabt zu haben.

    Dann wird der Paule umgetreten und heult, Otto pflückt Blümchen (das kann er auch draußen) und Fred, der Einwechselspieler ist nochmal zum Klo.

    nur sieben. Ich habe nur ein Funinofeld gebraucht (hätte vom Platz her auch zwei aufbauen können, so dass es mit bis zu 16 Kindern gegangen wäre). 12 fände ich ideal

    Beim Abschlussspiel war dann als 8. noch unser Großer mit dabei. Wenn er in Spiellaune ist, ist er eine echte Bereicherung für die Ausbildung der Kurzen. Er bringt unsere Kinder immer super nach vorne weil er sie toll einsetzt und anspielt. Sobald sich einer freiläuft spielt er dem Kleinen den Ball passgenau in die Füße. Die Kleinen profitieren davon ungemein denn sie sehen, dass sich der Einsatz lohnt.
    Leider hat er nur selten Lust. ;)

    Ich habe heute eine an Funino angelehnte Einheit gemacht.

    • 3:3 zu Begin
    • dann recht lange das Spiel wo ein Angreifer auf vier Tore angreift gegen drei Verteidiger.
      Hier hat es etwas gedauert, bis die Kinder den Sinn und die Möglichkeiten entdeckt haben. Nach einigen Durchgängen war die Lernkurve allerdings deutlich zu sehen und der Spaß stieg trotz der Intensität.
    • Dann etwas ruhiger 3:0 und 3:1
    • und als Abschlussspiel erneut 3:3.

    Und weil die Kids echt gut mitgezogen haben durften sie die letzten 5 Minuten 9m-Schießen machen.

    Neeee, es ist viel besser zu einem Turnier zu fahren, wo am Ende des Tages von 16 Teams eines straht (idealerweise deins) und 15 bedröppelt nach Hause gehen. Das ist genau das, was Kinder wollen.

    Ist doch aus super, dass die Looserteams nach der Vorrunde schon heimfahren. Die Eltern blockieren doch eh nur den Kaffeestand. Oder müssen sie bis zum bitteren Ende bleiben, um bei der Siegerehrung nochmal ihre Niederlage unter müdem Applaus um die Ohren zu bekommen?


    Ab der E-Jugend gerne denn bis dahin haben die Kinder gelernt, mit diesen Umständen besser umzugehen. Aber drunter packe ich meine lieber in den Sandkasten und polstere diesen mit Wattebäuschen. Dafür schicken wir dann wenigstens niemanden weg oder grenzen ihn aus.


    Unser blümchenpflückender Sandburgenverein hat übrigens 21 Jugendmannschaften und spielt in den älteren Jahrgängen in den KLKs.


    btw: in fünf Jahren können wir uns sehr gerne treffen und gegeneinander antreten. Da wäre ich tiefenentspannt. :/ Wobei ich die ja in 5 Jahren gar nicht mehr haben werde... Weil sie dann ab D-Jugend nach Leistung sortiert werden und ab da jedes Jahr einen anderen, festen Trainer bekommen...



    Ob man eine erfolgreiche Truppe hat oder mit einem Haufen Blümchenpflückern gesegnet ist, ist Zufall. Es mag sein, dass sich 1-2 Vereine in der Region das Standing eines ambitionierten Vereins erarbeitet haben, die dann schon bei der F-Jugend selektieren, die besten nehmen und die Blümchenpflücker wegschicken. Davon haben wir auch zwei.


    Unsere alte Bambinitruppe hat alles abgeräumt. Sechs ballverrückte Kinder konnten auch von den anderen sieben Blümchenpflückern nicht aufgehalten werden. Die Mannschaft hat sich nach userem Weggang trotzdem komplett aufgelöst. Sind wir sooooo wichtig gewesen? Wohl kaum. Oder doch? Dann müsste das ja jetzt im neuen Verein genau so fluppen. Tuts aber nicht!

    Ich finde schon, dass man dem Wunsch der Kinder/Eltern nach großen Toren und 7:7 auch nachkommen sollte.

    Ich versuche auch viel vom Weinschen Konzept zu integrieren aber wenn ich meine Kinder jede Woche in den 7:7 Modus schicke, dann bin ich der Meinung, dass man sie auch im Training darauf vorbereiten sollte.
    Beim Abschlussspiel spielen wir fast immer 7:7 (oder wieviele halt gerade da sind). Die schwächeren sind bis dahin eh schon ziemlich platt und können sich verstecken. :saint:
    Meist hab ich eine Gruppe im 3:3 während ich mit den anderen eine Übung mache. Nach einiger Zeit dann wechseln...


    Im Buch von H. Wein finde ich eine Menge Übungen, die mir nicht gefallen (zu statisch, zu aufwendig im Aufbau oder nicht gut an die Anzahl der Kinder anpassbar)

    Libra schön, dass es so gut gelaufen ist.

    Bisher war keiner dabei - der auch nur Ansatzweise noch so "frech" war und vorab das Spiel für uns "ausgeglichener" gestalten wollte. Bisher treffen wir nur auf Siegesgewisse.

    Für mich wäre es an Arroganz nur noch schwer zu toppen.


    Ich möchte damit eigentlich nur sagen das es auch anders aufgefasst werden kann .

    Na ja, wie so oft macht ja der Ton die Musik. Wir unterliegen noch häufig in den Spielrunden. Bei FS möchte ich es dann einfach ausgeglichener. Da lade ich auch nur mir persönlich bekannte Trainerkollegen ein, wo ich weiß, dass da überhaupt nix arrogant aufgefasst wird.
    Sowas wie: "heute kriegen wir ein 5:5 hin..." gemeinsam mit einem Schulterklopfer... Und wenn das Spiel dann trotzdem 3:7 ausgeht, joh mei, dann hat es halt nicht geklappt.

    Wenn man die Provokationsregeln vorab mit dem gegnerischen Trainer bespricht, dann kommt das auch nicht arrogant rüber. Manchmal weiß man ja, dass man unterlegen ist. Ich habe schon einige male zum Gegner gesagt: "du, ich hab übrigens nix gegen ein paar Provokationsregeln für deine Jungs wenn es zu arg wird..."

    Das einzige was unsere Kinder wirklich aufhält ist, den nächsten Torschützen anzusagen. Und spätestens wenn der "dicke Paul" aufgerufen wird, dann ist erstmal schluss mit Tore schießen. Der hat noch nie einen reinbekommen und verkriecht sich immer hinten in der Abwehr.

    zumal das ja hier der Frustabbau ist...


    Man muss halt gucken, ob man an den Bedürfnissen des Teams vorbei plant und sich so den Frust abholt.


    Unser Verein steht in einem gut bürgerlichen Viertel. Hier hat fast jedes Kind noch mindestens 2-4 weitere Hobbys. Schwimmen, Tennis, Leichtathletik, Hockey, Instrumentalunterricht, Englisch... Vier meiner Kinder können nur einmal die Woche zum Training kommen. Und in den anderen Jahrgängen ist das Bild ähnlich.
    Ich sehe es inzwischen entspannt. Ein Kind, welches noch weitere Hobbys hat, wird viele Bewegungserfahrungen machen, auch wenn es fussballerisch nicht zwingend als U8 vorne dabei ist. Aber wer weiß? Vielleicht sind das genau die Kinder, die mit 14 dann durchstarten.

    Aber ich habe auch entsprechende Konsequenzen gezogen: FS nur zu den Trainingstagen, keine Turniere an langen Wochenenden und konsequent kein Training in den kleinen Ferien. In den Sommerferien machen wir drei Wochen Pause. Ich glaube, diese Pause tut allen gut...

    Wann fangen denn Geburtstage heutzutage an?

    Sehr sehr unterschiedlich. Wir haben auch schon mal einen ganztägigen Ausflug ausgerichtet, allerdings in den Ferien ;)
    Da sind einige einladenden Eltern echt schmerzbefreit. Wir hatten letztens einen Geburtstag im Zoo. Treffen vor Ort um 14:45 Uhr bis 18:30 Uhr. Mein Kind ist aber bis 15 Uhr in der Betreuung... Er konnte zum Glück mitgenommen werden (einfache Fahrtzeit von rund 35 Min). Da frag ich mich, wie ich das mal eben wuppen soll mit zwei Kindern, kochen und Hausaufgaben sollten ja auch gemacht werden???

    Je nachdem was man unternehmen will, ist man auch nicht frei in den Zeitfenstern. Andere Eltern sind Modus, andere übertrumpfen zu müssen. Du findest da die gesamte Bandbreite, vom Gartenfest über einen Kinonachmitttag oder Schwimmbadbesuch bis hin zur komplett durchorganisierten Feier mit Animation.



    Wie alt sind denn die Kinder?

    Ganz ehrlich? Manchmal ist es wie verhext. Wir haben auch so Tage, da denke ich, dass keiner wirklich Interesse hat. Und die Woche darauf stehe ich mit voller Besetzung da.

    (Fast) Jede Woche Testspiele und die Punktspiele? Da kann ich verstehen, dass das kippt, besonders was Kindergeburtstage und Familienfeste angeht.
    Ein Kindergeburtstag ist für die Kinder immer noch was besonderes. Wird man eingeladen oder nicht? Das ist schon spannend. Und wenn man zum limitierten Kreis gehört, dann möchten die Kinder auch dorthin.
    Wir versuchen auch immer alles möglich zu machen aber wenn es so gar nicht geht, dann entscheiden bei uns die Kinder, welcher Termin ihnen wichtiger ist. Und sogar meinem Großen, der sehr verlässlich ist, hat kürzlich einem Geburtstag den Vorrang gegeben. Besonders jetzt, wo die Kinder sehr wohl wissen, dass es bald alles auseinanderdriftet (4. Klasse)

    Und natürlich könnte ich die Vorgabe bei einer Taktik Änderung des Gegners aufheben, genau das will ich aber nicht. Ebenso bin ich mir im klaren darüber dass ich mit dieser starren Vorgabe den TW im seinen Handlungsmöglichkeiten beschneide. Aber warum sollte das z.B. in einem Vorbereitungsspiel nicht auch erlaubt und mit einem Lerneffekt verbunden sein?

    Ich würde ihn nur um eine von drei Optionen erleichtern. Sprich das kurze Anspiel und aber auch der hoher Abwurf über die ersten Kinder hinweg, wären bei mir dann erlaubt.

    Bei den Kindern beobachten viele Trainer, dass gerade körperlich größere Spieler sehr robust spielen (ob foul oder nicht spielt dabei erstmal gar keine Rolle) Was also tun, um seine Öpsis darauf vorzubereiten? Man kann z.B. Rempelspiele machen und fordern, dass einer mit dem Ball dribbelt und der Angreifer nur die Aufgabe hat, mit den Schultern Kontakt aufzunehmen.

    Im Abschlussspiel versuchen einige Kinder das gelernte umzusetzen und drängen den Ballführenden erfolgreich ab. Prima, denkt der geneigte Trainer und lehnt sich zurück.

    Drei Tage später im Abschlussspiel siehst du die Mutigeren, wie sie anfangen, mit den Händen zu schieben. Nochmal drei Tage später fangen die ersten an zu schubsen oder die Ellbogen gehen hoch. Bleibst du da still und lässt die Kinder das selber regeln? Das endet erst in dem Moment wo einer heulend am Boden liegt.


    Ohne eine gewisse Anleitung, auch dass die Kinder laut Fouls reklamieren müssen und eben nicht das Recht des Frecheren gilt, geht es IMHO nicht. Und dann muss man eben im Training auch regulierend eingreifen.

    Im Moment verdiene ich Geld mit dem Erfassen von Fußball-Live Daten. Ich komme über die Runden. Nur könnte ich mit dem Geld niemals eine Familie gründen.


    Es ist ja immer die Frage, wie man Ziele verfolgt. Steckt man alle Energie in Plan A, ambitioniert, schwer zu erreichen aber sehr reizvoll oder konzentriert man sich zunächst auf Plan B, machbar, sicher, vielleicht etwas langweiliger und guckt dann was vom Plan A noch machbar ist.

    Ihr jungen Leute seid häufig sehr straight und fokussiert auf eure Ziele. Eine Generation zuvor wurde noch ganz anders studiert. Da waren Demos und Kundgebungen, Debattierclubs an Wildkirschtee und Partys mindestens genauso wichtig wie die Studieninhalte selber. Entscheidend aber ist, dass das Leben einfach passiert.

    Wenn du übermorgen DIE "Leonie-Marie" kennenlernst und die dich unhaut wie keine andere je zuvor, dann kann sich deine Priorität von jetzt auf gleich komplett verschieben.


    Von daher bin ich der Ansicht, dass man gut beraten ist, sich zunächst ein Fundament zu bauen auf dem man sicher stehen kann. Gerade ein Lehramt eröffnet einem ja noch viele Möglichkeiten. Männliche Grundschulsportlehrer etwa werden überall mit Kusshand genommen. Dieser Beruf würde dir aber extrem hohe Möglichkeiten bieten, dich zusätzlich anderweitig zu betätigen.
    Ob es dann für einen Absprung reichen würde, weiß ich nicht. Generell gilt aber, dass es hinten raus, wenn man älter wird, immer schwerer wird, die Schulbank zu drücken und die damit verbundenen finanziellen Engpässe zu verkraften.


    Ich kenne mehrere Leute, die sich erstmal einige Jahre anderweitig probieren und danach ein Studium absolvieren wollten. Einer hats durchgezogen. Alle anderen sind im Studium gescheitert, aus sehr unterschiedlichen Gründen.