Beiträge von Goodie

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    Das Mörderspiel ist super, weil keiner alleine rumläuft... Immer in Grüppchen mit mindestens 3.

    Mich hat es übrigens abends erwischt als alle Kinder schon im Bett waren und mein Betreuuer aufeinmal, mitten im Gespräch meinte: ach übrigens, du bist tot. Blöd nur, dass die Kinder darauf hin locker schlussfolgern konnten, dass es nur der Betreuuer sein konnte, weil alle anderen im Bett lagen =)

    Begründung: Wer das nicht als normal von Anfang an empfindet, macht es später auch nicht.

    Das ist doch Quark. Ich kann mich nicht erinnern, auch nur ein einziges Mal nach Schulsport geduscht zu haben. In der Pupertät ist Deo dein bester Freund. :pinch: Und im Verein war es halt anders... Da sind wir doch alle eher anpassungsfähig. Spätestens wenn man die Dusche selber putzen muss, ist man von dem Prinzip außerhalb duschen überzeugt. ;)

    Hallo DenSen,


    ich vertrete mal ne contra-Meinung ;)


    Du sagst, du hast eigentlich keine Probleme. Warum willst du dann welche generieren? Warum ist es DIR wichtig, dass Kevin-Rüdiger seine Tasche selber trägt? Und vorallem, was willste denn machen, wenn Mama die Tasche hat? Zwei Wochen kein Taschengeld für die Mama?

    Einheitlich vor dem Spiel? Sicher, sieht nett aus aber bringt es das Team irgendwie weiter? Ich finde, hier wird ein unglaublicher (auch finanzieller) Aufwand für NIX gefordert. Nein, es war nicht früher alles besser aber wir sind sehr sehr gut ohne einheitliche Trainingsanzüge ausgekommen. Und wenn die Trainingsjacke noch in der Wäsche ist, dann geht der Junior eben anders bekleidet...

    Gemeinsames Verlassen der Kabine würde bei uns einer Haftstrafe von 20 Minuten gleichkommen, die der trödeligste Spieler länger braucht als das Gros (*hüstel* mein Sohn) und ganz ehrlich? Die Eltern wollen nach dem Spiel heim, müssen noch einkaufen, zur Oma, sonstwas.

    Und verpflichtend gemeinsam Duschen... ganz ehrlich? Mein Junior ist zur Zeit so verschämt, das käme eine Qual gleich. Sich nackt zu zeigen geht gar nicht. Letztens war er durchgefroren und ich hab angeregt, eben heiß zu duschen. Antwort: ich habe keine Badehose dabei. Das meinte er in der Tat ernst. (auch E-Jugend)


    Das Problem bei Regeln ist die Ahndung von Regelverstößen. Das birgt ne Menge Konfliktpotential


    Ich habe auch schon Trainingslager mit E-Jugendlichen gemacht.

    Wir kamen auch mit einem neuen Schlachtruf heim. Wir hatten uns aber auch mit Regelkunde befasst und haben Team- und Kommunikationsspiele gemacht. (Kennst du das Mörderspiel?) Da ist ne total schöne Dynamik entstanden und ich wünsche dir/euch viel Spaß.

    Doch! Genau das bist du, zusätzlich.

    Eltern erziehen doch schon lange nichtmehr. Das Ergebnis sehen wir tagtäglich. Ich im Hort(tatsächlich Erzieher) und im Sportverein.

    1. es gibt Eltern, die erziehen nicht aber das ist zum Glück nicht die Mehrheit (wobei man in einigen Stadtteilen sicher einen anderen Eindruck bekommt)
    2. ich als Ehrenamtler kann wohl kaum das leisten, was du als Erzieher in wievielen Jahren Ausbildung??? gelernt hast!

    3. bin ich da bei Ersatzbank: das Ganze muss auch mir Spaß machen.


    Denn ich kann nicht verpflichtet werden, mich um irgendwelche Kinder mit EDS (Erziehungsdefizitssyndrom) zu kümmern. Vorallem, bei 2,5 h die Woche wäre das eh verschwendete Energie. Was allerdings gelingen kann ist seine eigene Position zu festigen. Denn die meisten Kinder bekommen schon mit, mit wem sie es machen können und mit wem nicht.

    ok, ich formuliere jetzt nach deinem Nachschlag mein Posting nochmal um.


    Ich bin ein Freund davon, erstmal aus einer Vielzahl von Problemen das Hauptproblem zu identifzieren, weil sich dann andere Dinge meist gleich mit erledigen.

    Erstmal würde ich definieren, welche Aufreger wirklich wichtig/nötig sind. Wenn die Kinder im Eifer des Gefechtes beim fangen spielen die Linien nicht beachten, dann ist das nicht wirklich dramatisch. In die Dusche pinkeln hingegen schon!


    Daher solltest du klare Grenzen definieren, die nicht überschritten werden dürfen (Rote Karte)

    Das ist definitiv das unerlaubte Entfernen, anderen weh tun usw.

    Dann gibts Regeln, die dir wirklich wichtig sind, sowohl in Richtung Kinder und auch in Richtung Erwachsene.


    Diese Vorstellungen und Regeln solltest du dann in einem Elternabend darlegen und deine Forderungen aufstellen


    Bei den anderen höre ich, dass es auch bei anderen Aktivitäten wie Judo, Kinderkirche aber auch Schule ähnliche Probleme gibt. Es ist mir aber auch aufgefallen, daß einige Kinder ganz anders sind, wenn ein Elternteil in der Nähe ist.

    Habe natürlich Unterstützung aus der Elternschaft gefordert und kürzlich auch einen anderen Vater gefunden, der mit mir zusammen das Training macht. Leider kann ernun doch nicht mehr regelmäßig dabei sein.

    Ich hatte es ja schon mal geschrieben... Fordere von den Eltern der betroffenen Kinder ein, dass sie beim Training da bleiben müssen. Wenn die Eltern das nicht wollen/können, kann das Kind nicht am Training teilnehmen. Du kannst es nicht aus dem Verein werfen aber du kannst nicht verpflichtet werden, dieses Kind in deine Obhut zu nehmen.


    Keine Einflussnahme vom Seitenrand! Eltern halten sich an die Fairplay-Regeln und kommentieren insbesondere das Trainingsgeschehen nicht. Wenn das nicht funktioniert: des Trainings verweisen (Eltern MIT Kind)


    Und ja, es sind häufig die Eltern der Rabauken, die einen Auffordern, härter durchzugreifen. Ich bin aber kein Erzieher sondern ehrenamtliche Trainerin.

    Ich habe das durchaus schon bei Kindern gemacht und eingefordert, dass die Mutter da bleiben müsse. (einer ist immer abgehauen, ein anderer hat andere Kinder immer wieder getreten und angespuckt) Es hat nicht lange gedauert und die Kinder wurden abgemeldet. Aber ganz ehrlich? Das ist kein Verlust.

    "Trainer wartet bis alle aufmerksam sind" ist eher eine Konsequenz als eine Strafe. Ich will was sagen, also warte ich höflich ab, bis mir alle zuhören. Und ja, die Kinder regeln dass dann in der Tat untereinander.


    Kollektivstrafen mögen augenschleinliclh für den Moment funktionieren aber langfristig richten sie großen Schaden an. Denn damit torpediert man nur die Motivation der Braven und Bemühten. Und genau die bekommen keinen Zugriff auf die Rabauken, um regulierend einzugreifen. Und das ist auch nicht deren Aufgabe. Ich finde, man muss die Erziehung dahin delegieren wo sie hingehört und das ist zu den Eltern.

    Ich habe da durchaus schon mal Erfahrungen gemacht, wo ich bei einer Schul-AG keinen Zugriff auf die Kinder bekommen habe. Irgendwann bin ich laut geworden und habe gesagt: "Ihr seid der größte Sauhaufen, den ich jemals trainiert habe!" *hüstel* Pädagogisch nicht wertvoll aber emotional notwendig ?(
    Eine Woche später hat sich eine Mutter erbost vor mir aufgebaut, ich hätte die Kinder als Schweine tituliert und das Drama nahm seinen Lauf. Ich habe sie dann eingeladen, der AG-Stunde beizuwohnen. Sie war entsetzt, wie sich die Kinder benommen hatten und wie ruhig ich geblieben sei. (Ich fand genau diese Stunde eher harmlos)
    Und ab da ist sie jede Woche gekommen und es lief in der Tat etwas besser. Ich vermute, sie kannte viele Kinder/Eltern und das hat etwas mäßigend auf die Kinder eingewirkt. Ich habe diese AG zum Schulhalbjahr übrigens an dieser Schule beendet, während ich sie an einer anderen Grundschule weitergeführt hatte (normale Kinder).


    Für mich heißt das nachwievor: Bei Kindern, die sich nicht integrieren lassen, obliegt die Aufsichtspflicht auch während einer Trainingseinheit bei den Eltern. Basta.

    Habe mal einen Jungen vorzeitig zum Umziehen geschickt.

    Wie hast du das denn dann mit der Aufsichtspflicht geregelt?

    Ich würde, wenn die Zustände so arg sind, die Eltern in die Pflicht nehmen. Wenn du die Strategen identifizieren kannst, kannst du durchaus von den entsprechenden Eltern fordern, dass sie beim Training dabei bleiben müssen (Aufsicht führen) und ggf. wenn es dir reicht mit den Kindern den Platz verlassen müssen.

    Hast du mal versucht, mit roter und gelber Karte zu arbeiten?

    @Jonglage
    also "rechtes Knie, rechter Fuß, linker Fuß, rechtes Knie" habe sogar ich hinbekommen! (im Trainerlehrgang). Der Beste hat das in der gleichen Zeit 40 mal gemacht aber hey, ich habs geschafft! Ging nur mit Konzentration!

    Hallo,


    die TSG Hoffenheim hatte ja auf ihrer Internetseite fertige Trainingseinheiten angeboten. Leider scheint das nicht mehr online zu sein. Hat das jemand runtergeladen und könnte mir das zur Verfügung stellen? (F- und E-Jugend)

    Ich kann dir sagen, warum so was nicht passiert: weil das einen totalen Kleinkrieg auslösen würde.

    Leider neigt unsere Gesellschaft dazu, denjenigen zu verurteilen, der Missstände aufdeckt, anspricht, ahndet. Dann wird auf Täterseite relativiert was das Zeug hält. "Emotionen gehören dazu, das ist doch alles nicht so wild und nicht so gemeint, stell dich nicht so an."
    Bei Facebook hat sofort jeder ne Meinung und der Shitstorm bricht los. Wenn es dann noch rivalisierende Dorfvereine betrifft - Halleluja!

    Ich habe in der F mal erlebt, wie ein Trainer ein Kind des Gegners angebrüllt hat. Dann wurde es laut - auf Elternseite, Kinder, Trainer. Rudelbildung! Ernsthaft! In der F Jugend.
    Wer hier nen klaren Kopf behält, sei zu beglückwünschen. Das kann nur eine neutrale Person, alle anderen sind sofort emotional involviert.

    Wenn ich merke, die Kinder eher unkonzentriert sind und ich will trotzdem mal was mit Warteschlange machen, dann habe ich zwei Markierungspunkte. Einen der Warteschlange und davor einen Startpunkt, an dem immer nur einer (der nächste) steht. In der Schlange kann dann rumgeblödelt werden, der der vorne ist sollte dann aber idealerweise fokussiert sein. Die Schlange schubst dann meist den Starter nach vorne ;)

    Fantomas, mach dir mal die Mühe, den Bericht zu lesen. Es macht durchaus Sinn, seine Denkzentrale zu schützen. Wir trainieren beim Kopfball den normalen Schutzreflex, den Kopf einzuziehen, ab. Ich glaube dennoch, dass dieser Reflex richtig ist. Was Erwachsene machen kann mir reichlich egal sein. Nicht egal ist es, was ich mit mir anvertrauten Kindern mache.
    Ich hoffe stark, dass der amerikanische Ansatz auch bald bei uns ankommt. Warum vorallem das weibliche Gehirn stärker leidet wird zur Zeit erforscht.

    Denn in unserer Generation haben viele, viele Fußballer erst mit 10-12 Jahren überhaupt angefangen im Verein zu kicken. Heute kann man schon 6 Jährige sehen, deren Trainer/Eltern den Kindern aus viel zu weiter Distanz Bälle an den Kopf werfen. 10-20 mal - macht ja so nen Spaß, ne?


    Ich kann mich auch noch an Eishockeyspiele erinnern, die ohne Schutzvisier gespielt wurden. Im Kinder- und Jugendbereich inzwischen undenkbar. Beim Rock'n'Roll-Tanz dürfen Schüler keine Akrobatik-Elemente machen...

    Nein, ich will meine Kinder nicht in Watte packen. Mein Sohn hat im Tor auch schon einen Ball genau auf die 12 bekommen und musste ins Krankenhaus. Aber ich würde das auch nicht freiwillig im Elementarbereich forcieren.

    "Verkehrte Welt" geht ähnlich: man gibt immer Anweisungen und die Spieler sollen das genaue Gegenteil machen. "auf den Bauch legen" heißt dann auf den Rücken legen. Einbeinig hüpfen wird zum beidbeinigen, aus dem roten Hütchen wird das blaue etc.

    Kritische Nachrichten gab es zudem für den Mädchen- und Frauenfußball: Spielerinnen tragen demnach nach Kopfbällen offenbar mehr neuronale Schäden davon als ihre männlichen Kollegen. Forscher des Albert Einstein College of Medicine (Bronx) untersuchten dazu mit einem bildgebenden Verfahren die Gehirne von je 49 Spielerinnen und Spielern. Ergebnis: Mehr Kopfbälle verschlechterten bei beiden Geschlechtern die Leitfähigkeit von Nervenfortsätzen (Axonen) - bei den Männern aber nur in drei Hirnregionen, bei den Frauen in acht und zumeist auch anhaltender. Die Gründe dafür sind noch unklar.


    Verbände reagieren bereits - unterschiedlich konsequent allerdings: In den USA schreibt die US Soccer Federation seit 2015 vor, dass Kinder unter 10 Jahren überhaupt keine Kopfbälle machen dürfen. Zwischen 11 und 13 Jahren ist das im Spiel erlaubt, aber im Training verboten. Der Deutsche Fußballbund macht bisher keine Vorgaben - rät aber, erst mit 13 oder 14 Jahren mit dem Kopfballtraining anzufangen, wenn die Nacken- und Kopfmuskulatur kräftiger ist.

    Kopfballtraining für diese Altersklasse ist in meinen Augen Körperverletzung. Da bin ich total kleinlich. Der Mensch ist kein Specht! Das Gehirn ist empfindlich und es gibt absolut gar keinen Grund, warum man es mutwillig gefährden sollte.
    In Amerika wird das Thema Enzephalopathie im Zusammenhang mit Sport (vorallem Football) zur Zeit hoch- und runter diskutiert, z.B. ein Bericht hier

    http://www.wn.de/Freizeit/Ratg…aeden-bei-Football-und-Co


    Fallrückzieher: in der Halle auf dicken Weichbodenmatten sicher ein großer Spaß, draußen auch ein no-go mit der F

    Ich glaube, da gibts kein richtig oder falsch. Das dürfte hauptsächlich vom Spielertyp abhängen. Wir werden, wenn wir das jetzt mal zusammentragen würden, sicher für alle Fälle gute Beispiele finden können.


    Selbst im viel diskutierten Schulumfeld ist man sich ja nicht einig, ob gemeinsames oder selektiertes Lernen besser ist...

    Ein Grund ist nach meiner Meinung häufig die fehlende Begeisterungsfähigkeit und geringe Motivation der sportlich Verantwortlichen.

    ja, da gebe ich dir recht. Ein Trainer, der es halbherzig macht, ist eine schlechte Wahl...