Da hast du sicher erstmal Recht aber nach meinem Modell könnte jede Familie ihren Beitrag im Grunde selber bestimmen. Wer nicht bereit ist, einen Finger krum zu machen, der bezahlt eine saftige Summe. Alle anderen können sich einbringen und so ihren Beitrag senken.
Bleiben wir bei meinen 80€ pro Monat und Familie und unterstellen mal, dass man 20€ fest in der Kasse braucht. Man könnte also mit 5 Stunden à 12 € seine Mehrbelastung auf Null fahren. Dann reden wir über rund ein Stunde in der Woche, also eine Trainingszeit lang nicht rumsitzen sondern sich nützlich machen. Machen die Trainer auch, und das gleich 2-3 mal pro Woche plus den Orgakram und Vor-/Nachbereitung.
Trikots waschen, Betreuer, Helfer bei Turnieren (Ausschreibungen, Einladungen, Thekendienste), Umkleiden putzen, im Vereinsheim helfen, Vereinsheftchen, Internetseite, Vereinsfahrten, Sponsoring, gleich mehrere, die die Helfer koordinieren (!), einer pflegt Beete im Eingangsbereich, ein anderer kann was fachgerecht reparieren... Dazu pro Quartal einen Helfertag über 8 h mit Anlagenpflege, Heckenschnitt, Malerarbeiten usw... Die Vereine würden in neuem Glanz erstrahlen!
Und die echten Aktivposten würden eben ein Plus machen.
Wenn es nicht gelingt, die Arbeit auf viele Schultern zu verlagern, laufen die Aktiven irgendwann mürbe. Mürbe von der Kundenmentalität der Mitglieder, der Arbeit und dem immer wieder auftretenden Ärger. Und auf der anderen Seite sprießen immer mehr Bezahlangebote aus dem Boden. Ballett, Flöte, Muckibude, neuerdings Kampfkunstschulen (das war früher auch mal im Verein zu finden) und Fußballschulen. Hier sind 100€ ja scheinbar kein Problem aber in Verein schon? Merkwürdig.