Beiträge von Goodie

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    Ich will nicht so weit gehen, dass der Drop Out in C- und B-Jugend ausschließlich auf falsches Vorgehen im Kleinfeldbereich zurückzuführen ist - es ist aber ein nicht zu unterschätzender Faktor.

    Meinst du wirklich?


    Gehen wir mal von einem idiotischen Kleinfeldtrainer Marke Brüllaffe aus und das Kind hat dennoch bis in die C-Jugend "durchgehalten". Jetzt ist er 14, in der Pubertät, das Gehirn nachweislich wegen Umbauarbeiten nahezu lahmgelegt. Mädchen, Computerspiele, die Eltern sind peinlich. Am WE früh aufstehen ist kacke, Fußball nervt auch obwohl der aktuelle Trainer eigentlich ganz cool ist.

    Wieviel Einfluss haben nun die Erfahrungen aus der Grundschulzeit?

    Gleiches Gedankenmodell mit dem perfekten Kleinfeldtrainer (den es nicht gibt aber egal). Wird das unseren Spieler beeinflussen?


    Ich denke ehrlich gesagt nicht! Ich glaube, dass wir (Eltern) vor der Pubertät die Grundlagen legen und dann können wir nur noch hoffen... :D


    Zum Thema gewinnen/verlieren: auch hier findet ja eine Entwicklung statt. Bei den Bambinis ists schnell vergessen, ein E-Jugendlicher wird schon ziemlich genau bescheid wissen...

    Können wir das Thema jetzt beenden?


    Ich habs mir überlegt, ich will auch Nationaltrainer werden. Nur alle zwei Jahre für 4 Wochen intensiv arbeiten, der Rest hat Feriencampcharakter, gut bezahlt ists auch und Werbeverträge gibts on top.

    Was mich qualifiziert? :/ Ich kann gut delegieren. =) "Mach du!"

    Warum also Kinderfußball? Die Standard-Antwort lautet: „Damit wir mit unserem Nachwuchs irgendwann unsere 1. Mannschaft verstärken können."


    Mein Ansatz ist ein Anderer. Kinderfußball im Verein ist für mich aus vielen Gründen ein Wert an sich. Ich finde es super, wenn unsere Kids Spaß am Fußball haben, sich in der Gemeinschaft wohlfühlen und vielleicht ab und zu auch gemeinsam Erfolg erzielen.


    Jugendarbeit im Vereinsfußball kann m.E. nicht als primäres Ziel haben, Nachwuchskicker für die gegenwärtig vielleicht dahin dümpelnde 1. Mannschaft hervorzubringen.

    Woher hast du denn diese "Standard-Antwort"? Denn hier hab ich das so noch nicht bewusst gelesen. (in so manchem Konzept hingegen schon aber das ist für mich eher so eine Art Einleitung) Vielmehr dürften hier viele erstmal den Kindern eine schöne Zeit bereiten wollen. Ob die Kinder in der Herren 1 ankommen oder sich mit 14 der Jugendfeuerwehr zuwenden ist mir ehrlich gesagt total Hupe.


    Ich kann deinen Ausführungen gut folgen bis auf den letzten Satz mit den Positionen. Warum, wenn du die Ausbildung doch prinzipiell forcieren willst, wechseln bei dir nicht Stürmer und Verteidiger ihre Rollen? Es ist doch was Gutes, wenn man die Kinder im Alter von 10 Jahren mal aus ihrer Wohlfühloase rausschubst und man die anderen Positionen kennen lernt und somit das Tun der anderen schätzen lernt. Ich sehe die volle Rotation im Spiel nur sehr selten und bin selber auch nicht unbedingt ein Freund davon. Aber von Spiel zu Spiel... warum denn nicht?

    Die Spieler wirkten nicht frisch sondern überspielt. Man hat es nicht geschafft die Spieler körperlich und mental auf ein entsprechendes WM Niveau zu bringen.

    Ich finde, GANZ DEUTSCHLAND ist nicht so richtig in den WM-Modus gekommen. Mich selber hats auch nicht gepackt.


    Public viewing? Och nö, nicht wieder mit den ollen Nachbarn, ich bleib daheim

    Paninibilder? 90Ct für 5 Bildchen und 670 Stickern fürs Album? Ja spinnen die jetzt völlig?

    Kader? Wieso dürfen die ganzen Verletzten mit? Spielen die besten oder die besten von vor vier Jahren? Wo sind die positiv bekloppten?

    Erdogan? Muss ich mich jetzt darüber aufregen? (Ich hätte sie rausgeworfen)

    Vorbereitungsspiele? Langweilig!

    Spielmodus? alles ein Tempo. Den Kindern bringen wir Finten mit Tempowechsel bei. Bei der Nationalmannschaft kann sich die gegnerische Viererkette erlauben, zu gehen! Nix mehr müde spielen und dann Attacke! Die Gegner wissen längst wie sie diesen langweiligen Ballbesitzfußball spielen müssen. Alle Mann hinten rein und dann die löchrige Abwehr auskontern. Ich finde das langweilig.

    Interviews? Ich dachte immer "klingt wie pfeifen wenn ich in den dunklen Keller muss". Hier dürfte die Angst vor einer Blamage (Stichwort Fallhöhe) mitgespielt haben. Keiner der sich mal mit Wucht gegen das drohende Aus gestemmt hätte (analog Mertesackers Ausbruch Eistonne)


    Keiner ist angetreten um Weltmeister zu werden. Bestenfalls um es zu bleiben. Das reicht nicht.

    Ich hoffe jetzt auf einen Generationenwechsel. Mit hoffentlich echten Typen

    Leider ist es auch so.

    Hier sind alle zentralen Lehrgänge im Jahr 2018 ausgebucht! Die Vereine organisieren vermehrt dezentrale Lehrgänge... kann ich also so nicht bestätigen.


    Natürlich sind viele Elterntrainer nur eine gewisse Zeit dabei! Na und? Wenn man sich dennoch in dem Bereich fortbildet, dann ist das gut. Und so wird aus einem Elterntrainer im Laufe der Zeit vielleicht ein (Vollblut)Trainer. Glaub ich aber gar nicht unbedingt.


    Meist macht man es ja doch für die eigenen Kinder. Und sind diese dann der ersten Zeit entwachsen und wechseln zB in der D-Jugend zu einem anderen Trainer, so geht der Elterntrainer mit sechs Jahren Erfahrung in Rente. Zumeist gelingt es nicht, die Trainer im Verein zu halten und z.B. zu motivieren, weiter mit Kleinen zu arbeiten. Verständlich denn der Hauptberuf ist immer noch da, die Familie zu managen wird dank pubertierenden Kinder nicht leichter und der Partner bittet vielleicht auch mal freundlich um Aufmerksamkeit. Und deshalb kann man mich auch nicht mit Entgelt motivieren.

    Meine Zeit als Trainerin ohne Familienanschluss war auch deutlich vor meiner Familie. Damals hatte ich schlicht Zeit für so was, war ich doch kurz davor vom Aktivenbereich in den Hobbybereich gewechselt. Da kann man doch mal ein Jugendteam machen... Mit Familie ist ein Engagement rund um fremde Kinder für mich undenkbar. Vielleicht wieder, wenn die Kinder selbständiger sind. Und dann auch wieder beim Volleyball. =)

    dann müssten ja die Kinder- und Jugendtrainerlehrgänge leer sein.

    In meinem Lehrgang saßen viele der typische Eltern/Großelterntrainer aber auch drei ambitionierte Kollegen. Und drei "mussten" weil deren Verein sich auf die Fahne geschrieben hatte: nur noch lizensierte Trainer. Muss ich erwähnen, dass letztere eher mit mäßigem Interesse und Erfolg teilnahmen?

    Unser Jugendvorstand will keine 4. Mannschaften aufbauen, weil das die Platzverhältnisse nicht hergeben würden. Im Sommer ists noch entspannt, im Winter eher nicht.


    Mich würde mal interessieren, wie das bei euch aussieht:

    Wieviele Teams müssen sich wieviele Plätze teilen?


    bei uns sind es 18 Jugendteams und 6 mal Erwachsene.

    ein kleiner Kunstrasenplatz bis F-Jugend mit Licht (aber auch bei älteren bliebt)

    ein Rasenplatz

    ein Ascheplatz (Umbau zu Kunstrasen in Sicht)

    Ich bin da zwiegespalten.

    Mischjahrgänge bieten z.B. Freunden die Gelegenheit, in einem Team zu spielen, wenn sie nicht im gleichen Jahrgang sind was sich ja sonst ziemlich kategorisch ausschließt. Dadurch das das die 2. ist, fühlen sich die Kinder bei uns auch nicht abgeschoben. Gestern in der E-Jugend noch gehört: "ich habe ja in der E2 höher gespielt."

    Mit gefällt es nicht, dass man sich jedes Jahr an neue Mitspieler gewöhnen soll. Hier sollte man gruppendynamische Prozesse nicht außer acht lassen. Viele Kinder mögen es nicht, hin und her geschubst zu werden und wollen in "ihrem" Team spielen. Klar, wenn das im Verein so geregelt ist, dann ist das so. Fertig.


    Ich finde die aktuelle Regelung ehrlich gesagt nicht gut. Zwei Jahrgangsmannschaften würden die Platzverhältnisse nicht hergeben.

    Altersgemischt kann ja so oder so betrieben werden.

    Entweder du sagst: meine Truppe ist 10/11er gemischt und bleibt so oder du hast immer Mischjahrgänge die jedes Jahr neu gemischt werden. Beim Verein meines Großen wird das so gemacht. Es gibt drei Teams pro Jugend: Altjahrgang E1, Jungjahrgang E3 und "Reste" gemischt E2. (analog F- und D-Jugend)
    In der zweiten sind die Kinder, die Fußball eher als Ergänzungssport sehen und z.B. nur einmal die Woche trainieren. Diese wird jedes Jahr neu zusammengewürfelt. Altjahrgänge rutschen raus, Jungjahrgänge kommen hinzu. Vom Niveau her liegen sie meist unter der Dritten und werden in eine sehr ähnliche Staffel eingeteilt.

    Ich glaube, das Hochziehen in eine ältere Mannschaft (dauerhaft) ist immer eine Einzelfallentscheidung. Sie muss sogar von Jahr zu Jahr neu getroffen werden.


    In unsere Bambinis hatte sich von Anfang an ein Kind reingeschmuggelt, welches ein Jahr jünger war. Sprich: dieses Kind hat mit 3 Jahren angefangen während die anderen schon alle 4 waren. Es ist uns nicht aufgefallen! Erst als wir viel später das Thema Spielerpässe bekamen, staunten wir nicht schlecht: ein Jahr jünger, Sommerkind! Im Training merkte man es leicht vom Verständnis her. Körperlich und Technisch war der Junge "auf Stand". Jetzt ist er 7 und sein aktueller Trainer der 8 Jährigen will ihn nicht mit in die F1 nehmen. Er soll jetzt in seinen Jahrgang zurück. Ich glaube, dass das vernünftig ist denn der Junge hat sicher Potential, durfte aber noch nie ein Leader sein. Ich habe mit der Mutter schon öfter gesprochen, dass ihm das gut täte. Aber sie will ihn partout immer zu älteren geben.


    Wenn man Jahrgangsligen hätte, würde das auch schon vieles Vereinfachen. Kinder, die höher spielen hätten es immer nur mit einem Jahrgang zu tun und allen anderen tuts eh gut, gegen gleichaltrige zu spielen. Außerdem würde es das Thema Aufstieg in den älteren Altersklassen erleichtern. Steigt man halt von einer U12 Kreisklasse in eine U13 Leistungsklasse auf. Wäre alles kein Problem.

    Das machen wir - wenn es sich ausgeht - auch. Ich finde, das hat was damit zu tun, wie man Kindern den Teamgedanken nahebringt. Man gehört dazu, auch wenn man nicht spielen kann/darf.

    Ich wäre ja beim Fußball für komplett getrennte Kassen Jugend/Erwachsene.

    Von mir aus können die schon Kreisliga D Spielern und dem Trainer Kohle in den Po blasen aber dann sollen sie das auch bitte selber finanzieren!


    Kennt jemand die Zahlen, wieviel des Gesamtbudgets von Ki/Erw. einkommt und wieviel davon wohin fließt?

    @EnterTainer, du hast natürlich Recht: wenn ich 80 € im Monat für eine Fußballschule oder Musikschule hinblättere, dann muss auch Fortschritte, ein gutes Konzept, individuelle Förderung etc. erwarten können. Dann will ich auf Nachfragen fundierte Antworten über den Lernfortschritt bekommen. Dann bin ich auch Kunde, nicht Mitglied.


    Eltern, die mir mit derartigen Forderungen um die Ecke kämen (auch noch nie offen vorgekommen, getuschelt allerdings schon) würde ich ggf. an diese Schulen verweisen. Sollen diese Egomanen doch ihr Kind dort fördern lassen. Ich könnte das ja auch dann nicht, wenn mir jeder der 15 Kinder 80 € in die Hand drücken würden. Dann wäre es immer noch ein Mannschaftstraining mit vielen. Da würde ich mich auch in einem Gespräch entsprechend breit machen.


    Mit den Vereinsvorgaben sehe ich etwas anders. Wenn es nix taugt, dann bin ich dort nicht tätig. Ist es nur in Teilen Quark, dann sollte man es anpassen und wenn es vernünftig ist, dann halte ich mich auch dran. Ein Chor klingt auch nur dann gut, wenn alle die Töne singen wie sie auf dem Notenblatt stehen und nicht mal ein paar andere, weil diese besser gefallen...



    Wie gesagt... zur Zeit würde mich ein Entgelt nicht motivieren. Das könnte jedoch kippen, wenn z.B. mein Vereinsengagement zusammen mit dem bedingungslosen Grundeinkommen reichen könnte, über die Runden zu kommen.
    Dann würde ich vielleicht morgens meinen Haushalt erledigen, dann zwischen 11:30 und 15 Uhr mehrere Schul- und Betreuungs-AGs leiten (Volleyball, Fußball, Foto-AG, Scrapbooking), dann um 15 Uhr eine Ballspielstunde für 3-6 Jährige und ne F-Jugend übernehmen. Meine Erwerbstätigkeit würde ich dann sein lassen. Dann würde ich was sehr viel sinnvolleres machen als meine derzeit gut bezahlte Tätigkeit. :P Aber bis das kommt, bin ich sicher schon so klapperig, dass das dann auch nicht mehr geht. Als Rentner bin ich allerdings schon verplant. Dann kauf ich mir ein Womo und geh auf Tour nach dem Motto "zum Arbeiten zu alt, zum sterben zu jung, zum Reisen genau richtig" ;)