Beiträge von Goodie

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    würdest du den Sprung von 3:3 nach 6+1 im Alter von acht Jahren nicht etwas zu groß finden? Das würde wohl eher dazu führen, dass die Hälfte der F-Jugend anfinge, sich schon ein Jahr eher auf das "richtige" Spiel vorzubereiten. Schon im September habe ich FS Anfragen (E-Jugend aufs D-Feld) gelesen.


    Ich würde - wenn ich erstmal König von Deutschland bin - folgende Einstufung einführen


    G gar kein offizieller Spielbetrieb mehr. Ende mit dem Theater aus "Spiieeel, Lauuf, Schiiieeeßßß" (analog zu fast allen anderen Sportarten)

    F Funino

    E 4+1 (oder 3+1 :/ da müsste ich nochmal überlegen)

    D 6+1

    C 8+1

    B und A dann mit 11

    Das Interesse des Trainers richtet sich auf seine besten Kinder, die auch im Spiel spielen.

    Bei solchen Pauschalaussagen fühle ich mich übrigens persönlich angegriffen! Dass mich jemand so abkanzeln will, ist vollkommen daneben. Dein "in der Regel" bietet dir das Hintertürchen und ist in meinen Augen nur olle Rhetorik.

    Wenn du zum Nachdenken anregen willst, dann denk mal drüber nach, was man mit platten Pauschalaussagen erreicht außer Ablehnung.


    Hier wird so häufig darüber geredet, wie man die Schere zusammen bekommt. Wie man die Leistungsschwächeren ranführt ohne die Stärkeren zu benachteiligen. Diesen Spagat machen wir hier alle.


    Wenn es so wäre, dann gäbe es überhaupt keine E4, E5 oder gar E6

    Schöne neue Fußballwelt, zwei Gedankenexperimente:

    Das ist schwarz/weiß-Denken


    3. Modell

    man spielt weiterhin 4+1. Zu jedem Team wird ein Elternteil abkommandiert, welches die Verantwortung hat. Aktives Coaching findet weder in Team A noch in Team B statt. Beide, Heim und Gegner kommen mit zwei Teams und spielen auf zwei Feldern paralell. Der Trainer steht beobachtend dabei, tauscht sich mit seinem gegnerischen Kollegen aus und hält sich ansonsten zurück.


    4. Modell

    wir spielen Funino mit allen nach dem Championsleague Modus. Wieder braucht es Elternhelfer. Na und? Die wollen nämlich bei diesem Umfang (Spieltagsbetreuung) nur gefragt und gescheit eingewiesen werden. Da findet man sicher jemanden (man darf übrigens auch die Frauen fragen).


    5. Modell

    Man spielt nicht 2x20 Min sondern 6x10 und mischt die Teams immer neu durch. Gemischt, die schwachen gegeneinander, die starken etc. Dabei ists vollkommen wurscht ob 6+1 oder 4+1


    weitere Modelle

    Wir spielen 3+1

    Wir spielen auf einem Feld 7 auf dem zweiten 3...


    Nenn mir einen Grund, warum ich klein denken sollte. Think big! Nur so kann man auf sinnvolle, machbare Modelle stoßen.

    Du vergisst eins: wir reden hier von in erster Linie Bambinis und F-Jugend. Ausbildungsziele sind Bewegungserfahrungen, später dann fussballspezifische Grundtechniken in Grobform.

    Hierfür sind viele Ballkontakte einfach unverzichtbar. Eine Traube von Kindern, wo am Ende 2-3 den Ball bekommen und der Rest kichernd und mit viel Spaß neben her läuft, macht den Kleinen Spaß weil sie es nicht besser kennen. Und was lernen sie dabei am Ball? Nix, weil sie ihn nie bekommen.
    Ich habe gestern wieder so einem gruseligen F-Jugendtraining zuschauen dürfen. Abschussspiel: 8:8.


    Für mich geht in dem Alter kein Weg an Kleinfeldspielen vorbei.
    Versuche, im kleinen ein Funinoturnier zu organisieren, sind jedoch am fehlenden Interesse der anderen Trainer gescheitert. Viele haben von Funino noch nie gehört. ;(

    Und für unsere Kinder wird das leider inzwischen zeitlich knapp.

    Dem stimme ich zu. Jedoch bin ich es leid mich mit Kindern zu befassen deren Flamme erloschen, bzw. niemals brannte und diese durch ihr Verhalten laufend versuchen das Feuer der anderen Spieler mit einem Wassereimer zu löschen.

    Da bin ich ja ganz bei dir. Auch hier helfen aber ggf. Gespräche mit den Eltern. Wir haben in den letzten vier Jahren ne Menge Kinder kommen und gehen sehen... Besonders die Bambinizeit ist ja ne unruhige, viele probieren sich aus, einige bleiben, andere gehen wieder. Drei mal habe ich aktiv nachgeholfen und die Eltern gebeten, sich das ganze beim Training mal bewusst anzuschauen und anschließend mit ihrem Kind zu sprechen, ob sie wirklich kicken wollen. Alle drei haben aufgehört. Bei vielen vielen anderen hat sich Geduld aber ausgezahlt...



    Wir hatten einen fünfjährigen, da hatte die Mutter für ein Training abgesagt. Mit 10 minütiger Verspätung kamen sie dann doch. Was war? Der Junge hat zu Hause so ein Theater ob dieser Absage veranstaltet, dass die Mutter den Tag komplett umorganisiert hat, damit der Bursche trainieren konnte =)

    Aber wir hatten auch einen sehr introvertierten Jungen, der kaum sprach. Der hätte sich nie für seine Belange einsetzen können.


    Ich finde es auch schwer mit diesen Teelichtern zu arbeiten. Das widerspricht auch meiner Auffassung von Engagement im Freizeitbereich. Wie gesagt: und wenn es dann auch noch Aufnahmestopps gibt wirds fies.

    In der Schule bekommen auch alle Kinder das gleiche Material, haben den gleichen Lehrer und die gleiche Unterrichtszeit - es bekommt aber nicht jeder die gleiche Note!

    Hier muss ich aber mal ganz vehement widersprechen. Diese Denkweise ist komplett veraltet. Und nein, die Kinder bekommen nicht das gleiche Material. Förderunterricht, Drehtürenmodelle, Famlienklassen. In fast allen Schulen fällt den Verantwortlichen inzwischen sehr viel besseres ein... Selbst in unserer eher rückständigen Grundschule bekommt mein Sohn in Mathe andere Aufgaben als seine Klassenkameraden.


    Ich finde es wichtig, dass man sich kennengelernt hat. Dann weiß man nämlich, ob ein Kind für Fußball brennt oder ob nur ein Teelicht leuchtet. Ob es nicht kommen kann, weil die Eltern es nicht auf die Kette bekommen (Arbeit, Geschwister etc) oder weil sie das einfach nicht wirklich unterstützen.
    Ich würde - bevor ich ein Kind abstrafe - eher mal mit den Eltern reden. Mich nervt in dem Zusammenhang nämlich mehr, dass man in Vereinen mit Aufnahmestopp Kinder abweisen muss und auf der anderen Seite Familien einen Platz blockieren, ohne ihn wirklich zu wollen.

    Irgendwann darf man schon einfordern, dass man sich nur mit einem gewissen Einsatz auch die volle Spielzeit erarbeiten kann. Aber das geht in meinen Augen erst in der D-Jugend los, wenn man erwarten kann, dass die Kinder auch per Fahrrad alleine zum Training kommen könnten. Alles bis einschließlich E-Jugend hat für mich "Schonfrist"

    Die Vermutung, dass es an der Erziehung liegen könnte, kann ich bestätigen. Er hat uns gestern beim Abendessen gesagt, dass seine Mutter seit der Geburt seines kleinen Bruders viel strenger geworden sei. Das hängt jedoch auch mit seiner Verplantheit/Unzuverlässigkeit zusammen. Meine Frau muss ihm die Dinge manchmal dreimal sagen - Mappe wegstellen, anziehen - woraufhin er aber auch gerne mal widerspricht.

    Das Verpeilte ist absolut Altersgemäß! Bring mal das Gespräch am Feldrand mit den anderen Eltern auf das Thema... Überall das Gleiche! Bei uns finden die Jungs nicht mal mehr die Wäschekiste und diese steht exakt zwischen den beiden Kinderzimmertüren.


    Ganz dramatisch ist es, wenn man im Umfeld Mädcheneltern hat. Die gucken dann immer ganz irritiert.

    Beispiel? Mein Sohn war mit einer Freundin und deren Vater kurz einkaufen. Der Vater hat dann meinem Sohn die Tüte mit dem Toastbrot zum Tragen gegeben. Natürlich kam da mehr Paniermehl an als Toastscheiben... wie kann man ihm auch so was empfindliches geben? :D Würde mir nicht mal in den Sinn kommen.
    Ist zwischen uns Erwachsenen inzwischen in running gag.

    Das geschähe dadurch, dass er so lange Playstation spielen kann wie er will und auch, dass er beispielsweise so lange wegbleiben kann, wie er meint.

    Da bin ich anderer Ansicht denn meine Eltern haben das so mit mir gemacht. Während Gleichaltrige klare Grenzen hatten, an denen sie sich orientierten, stand ich immer etwas verloren in diesem viel zu großen Raum. Grenzen geben aber auch Sicherheit. Wenn ich diese "Freiheit" dann mal strapaziert hatte, gabs aber Missbilligung. Nur wusste ich nie, wo diese Grenzlinie lag...

    Ich vermute, er hat den Wechsel auf die weiterführende Schule hinter sich? Bei uns läuft dieser Wechsel zwischenmenschlich gut aber von den Anforderungen der Schule ist ein mittlerer Sturm aufgezogen. Das bindet bei uns zu Hause ziemlich viele Ressourcen. Dass sich das auch in den Hobbybereich auswirken kann, scheint logisch.

    Dieses "dicke Hose" ist meiner Beobachtung nach was vorpubertäres. Das beobachte ich bei vielen Jungs in dem Alter. Dem würde ich nicht allzuviel Beachtung schenken. Und der Trainer muss seinen Umgang mit deinem Sohn finden (Stichwort Starallüren). Ihn einzunorden ist sein Job, nicht deiner.


    Der Switch vom Seitenrand in die Fanzone ist echt hart. Diese Erfahrung mache ich auch zur Zeit. Man muss echt loslassen lernen und kann häufiger nur die Stirn runzeln. Ich denke mir aber immer - bei allem sportlichen Ehrgeiz meinerseits - es ist nur Kifu.

    Frag dich mal selber: würdest du genau so agieren, wenn dein Sohn was anderes machen würde? Schwimmwettkampf, Bodenturnen, Gitarre spielen? Wärst du auch persönlich angefressen, wenn es beim Schwimmwettkampf nur zu Rang 17 gereicht hätte? Würdest du ihn ins Gebet nehmen, wenn er beim Vorspiel mit der Gitarre drei Fehler gemacht hätte?


    Bei welchem Gedanken ich dich unterstützen würde ist, dass du die Lasten gleichmäßig verteilst. Wenn du noch ein kleineres Kind hast, dann darf dieses nicht alles abbekommen sondern braucht auch seine Zeit mit Papa und alles was dazu gehört.

    Aber auch hier sind Kompromisse möglich. So kann man etwa das große Kind zum Treffpunkt bringen und sich dann ne Stunde ums Kleine kümmern. Wenn das Spiel des Großen schon ne Viertelstunde läuft, verpasst man nicht viel. Halte Abstand vom Rasen, das kühlt die Gemüter. Schnapp dir einen Ball, spiel mit dem Kleinen am Rand und wirf ab und zu einen Blick auf das Geschehen auf dem Platz.

    Vielleicht können sich deine Frau und du auch abwechseln bei der Begleitung zum Fußball. Aber ihm die Aufmerksamkeit komplett zu entziehen ist falsch.

    Hast du mal darüber nachgedacht, dass wir Eltern in spätestens 3 Jahren peinlich sind?! Dann wollen sie uns gar nicht mehr dabei haben. Ich persönlich genieße die Zeit zur Zeit sehr. 10 ist ein tolles Alter. Noch sind sie ganz gut zu führen, noch wollen sie uns gefallen und unsere Aufmerksamkeit. Das wird sich bald legen.

    Es ist ein bisschen wie "die Geister, die ich rief". Die flächendeckenden NLZ haben den Druck unwahrscheinlich erhöht. Mamas und Papas drehen durch. Positionsfixierung, Nichtberücksichtigung der Schwächeren, Fokus auf Hoch- und Weitschüsse hängt doch alles an diesem unwahrscheinlichen Leistungsdruck. Leistungs- und Ergebnisdruck führen unmittelbar zu Selektionsdruck.

    Wieviele Mamas und Papas drehen denn durch? So in %? Würde mich wirklich interessieren. Ich kenne auch welche, keine Frage. Aber von ca 45 Kindern, die wir in den letzten vier Jahren trainiert haben, waren es zwei, dessen Kinder sich in der Tat nicht allzu dumm angestellt haben.


    Wenn man von Hemmnissen für kreative Spieler reden, dann müssen wir uns die Bedingungen in Kreis- und Landesauswahlen sowie bei den NLZs anschauen. Wenn du hier in den Ferein als Familie weg willst, und dein Kind hat nen Lehrgang... dann musst du dich entscheiden. Urlaub oder Auswahl. Familie? Kind sein? Scheiß egal! Das sind Strukturen, die alles zerschlagen.

    Ich weiß gar nicht, was man den talentierten Spielern heut zu Tage wünschen soll. Dass sie es schaffen oder dass sie in Ruhe Kind/Jugendlicher sein dürfen. In den NLZs steckt man das Kind in eine Ausbildung! Immer früher??? Vollkommen gaga. Keiner würde auf die Idee kommen, eine Kochlehre oder ein Medizinstudium mit 13 zu starten. Und dennoch ist das größte Ziel meines Sohnes, einmal im NLZ seines Lieblingsvereins spielen zu dürfen



    Nichts destotrotz gilt es IMO, die Bedingungen für die zig Tausend Kinder zu verbessern, die in den Dorfvereinen spielen!

    Aber wenn 7:7 die etablierte Spielform ist, finden auch zahlreiche Abschlussspiele und die FS im gleichen Rahmen statt. In sofern kommst du auf viel mehr Spielzeit, die nicht gut genutzt ist.


    Den einzigen Kritikpunkt bei kleineren Teams ist für mich, dass du dennoch auf einen recht großen Kader zurückgreifen musst. Wenn die handelsübliche Oma fünf mal im Jahr mit ihrem 80. Geburtstag als Ausrede herhalten muss, musst du trotzdem entsprechend große Teams vorhalten.

    ja, das war mir auch eine Lehre aus meiner aktiven Zeit.

    Wer musste das Gemecker aushalten über die Absagen? Die, die da waren.

    Wer hat den Ärger über das ständige Zuspät kommen abbekommen? Die, die pünktlich waren. Statt denen die Leviten zu lesen wollte man dann keine weitere Trainingszeit verschwenden. Hat mich ungefähr 25 Jahre genervt.

    Irgendwann in grauer Vorzeit hat man bestimmt, dass die Kinder 7:7 spielen. Warum gibt es immer noch so viele, die an dieser auch nur "willkürlich gewählten" Spielform festhalten?


    Beim Hockey spielen die Kleinen 4:4 auf vier Tore mit Schußzone

    Die Handballer hängen die Tore ab, spielen ebenfalls nur 4:4 und es gibt nur Manndeckung. Hier sollen sogar Vielseitigkeitswettkämpfe dazu kommen

    Die Volleyballer spielen auf kleinen Feldern mit angepasster Netzhöhe und nur 2, 3 oder 4 Kindern. Erst ab C-Jugend gehts aufs Großfeld

    Die Tennisleute haben inzwischen größere, leichtere Bälle für die Anfänger und die Schläger sind viel leichter als zu meiner Jugend


    Aber die Fußballer kommten von dem 7:7 nicht los? Warum nicht?

    In dem Alter kann man die einfach noch nicht aus den Augen lassen :pinch: Wenn man keinen Co hat, der die Kinder im Auge behält machen die Kurzen sofort was sie wollen: debattieren
    Ich baue häufig wenn ich alleine bin auf einer Feldhälfte was auf und lasse 4 oder 6 Kinder auf der anderen Hälfte frei kicken. Manchmal ist Gezeter, manchmal läuft es leidlich gut. Sobald eine weitere Aufsicht da ist (hatte mal einen Schülerhelfer) läuft es durchaus besser. Ich sage dann immer: "ihr könnt euch streiten oder ihr könnt spielen. Die Zeit läuft."