Beiträge von Goodie

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    Die Eltern des beschriebenen Falls haben aber keine Ansprüche gestellt (kann ich jedenfalls nicht rauslesen) sondern klar kommuniziert, dass er nicht mehr für Spiele zur Verfügung steht.

    Somit kommt das für den Trainer einer Abmeldung gleich.


    Davon abzuleiten, dass dem Jungen keine Werte mitgegeben werden, finde ich falsch. Wenn für ihn Fußball zur Ausgleichssportart geworden ist, ist das doch auch zu akzeptieren.


    Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob der Trainer gewillt ist in seiner E-Jugend einen solchen "Trainingsgast" dabei zu haben oder nicht. In meinen Augen wird das erst dann kritisch, wenn dieser Junge einen benötigten Platz blockiert. Aber dann kann man immer noch das Gespräch suchen.

    Ich denke mir wenn ich nicht für den Wettkampf trainiere wird auch nie die Bereitschaft da sein bis zum Letzten zacken alles zu geben

    Das ist wohl so aber warum sollte das für jeden wichtig sein?


    Unterscheidet man zwischen Wettkampfsport und Breitensport (Zumba o.ä.) dann ists einfach... Niemand erwartet beim Zumba, den letzten Zacken zu geben. Warum auch? Manchmal darf man was auch einfach mal machen, nur weil es Spaß macht. Auch kicken.

    Beim Musikunterricht käme auch keiner auf die Idee, einen Schüler auszuschließen, weil er häufiger fehlt. Dem bleibt dann sicher der Weg in höhere Sphären verwehrt aber am Ende kann er vielleicht ganz manierlich Bass spielen und macht in der Schulband mit.

    Blöd nur, dass es im Kifu normalerweise keine Thekentruppen gibt! Also bleibt ja nur der Weg in einen Breitensportverein.


    Man muss auch mit fünf noch nicht den "Ernst des Lebens" vollumfänglich begreifen und darf munter ausscheren, wenn die Erwachsenen von Verantwortung reden. Das sind dann eben die Kinder, die aufm Fußballplatz sitzen und Blümchen pflücken oder die Kreidelinien erkunden. So what! Nichts destotrotz muss man sich als Eltern bemühen, am Ende der Erziehungszeit diese Themen in die Birne der Kinder eingetrichtert zu haben und damit muss man auch früh genug anfangen.

    Mein Kleiner hat in der Bambinizeit häufiger darunter gelitten, dass er auch dann zum Training musste, wenn er mal partout überhaupt keine Lust hatte. Weil ich ja hin musste, egal ob das Kind noch mit Freunden die größte Sandburg aller Zeiten baute. Pflichtbewusstsein hat irgendwie auch seine Grenzen und mir tat das meist weh, ihn da raus zu holen.


    Im Fall von Dorfverein16 würde ich gucken, ob das Team voll ist. Ich fände es sträflich, einen potentiellen Neuzugang wegschicken zu müssen und ein anderes nur sehr halbherzig dabei ist und den letzten Platz blockiert. Solange aber noch Platz für neue ist, würde ich ihn einfach mitmischen lassen. Der Junge dürfte eh aufm Absprung sein...


    Mein Großer schwimmt noch nebenher. Er trainiert einmal pro Woche in der Wettkampfgruppe eines Breitensportvereins. Die anderen trainieren zwei mal pro Woche. Die Trainer wissen, dass das für ihn nur Ergänzung ist und es ist ok für sie. Sie wissen auch, dass sie uns jederzeit ansprechen können, wenn sie den Platz in der Trainingsgruppe bräuchten.

    "Kein Handy im Trikot" (vorallem bei Turnieren) hat bei uns bisher ausgereicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass man diese Regel im weiteren Altersverlauf ausdehnen muss in Richtung "kein Handy ab erreichen des Treffpunktes".

    Wenn aber mitten in der Saison oder ohne langfristige Vorankündigung ein plötzlicher Vereinswechsel vorgenommen wird, ist das aus meiner Sicht egoistisch und schadet mutwillig der Mannschaft. So etwas ist weder bei Kindern, noch bei Jugendlichen, noch bei Erwachsenen entschuldbar und zeugt von Charakterschwäche des Kindes bzw der Eltern.

    Na das ist ja ein sehr einfaches Weltbild!

    Wenn ein Kind mitten in der Saison eine Sperre in Kauf nimmt, muss es schon sehr unglücklich im alten Verein gewesen sein.

    Wir kennen alle Brülltrainer. Wenn denen die Kinder mitten in der Saison abhauen, dann kann man nur sagen: endlich!
    Wenn Kinder Druck aushalten sollen, dämlichen Trainervorgaben folgen sollen oder ungerecht behandelt werden, dann ist es egoistisch und schadet mutwillig der Mannschaft?


    Sorry, dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen!

    Wenn einem mitten in der Saison Spieler abhauen, dann sollte man ein sehr großes Interesse haben, die echten Gründe zu erfahren, damit man daraus lernen kann.

    Für mich klingt das vielmehr, als ob Regeln aus dem Profibereich bis zu den Kindern runtergebrochen wurden. Wenn einer einen festen Arbeitsvertrag hat und ich möchte diesen pieler abwerben, mag es die Höflichkeit unter Konkurrenten gebieten, die Information zu teilen.

    Aber bei Kindern?

    Die Kinder sind doch nicht "Eigentum" eines Vereins.

    Genau so wie das Theater mit den Trainingserlaubnissen.


    Ich spiele in Verein A Fußball und will in Verein B zum Probetraining Fußball <- Erlaubnis erforderlich.

    Ich spiele in Verein A Handball und will in Verein B zum Probetraining Fußball <- Erlaubnis nicht nötig.

    Ich spiele in Verein A Fußball und will in Verein B zum Probetraining Handball <- Erlaubnis nicht nötig.

    Ich spiele in keinem Verein und will in Verein B zum Probetraining Fußball <- Erlaubnis nicht nötig.


    Ich kenne es so, dass Vereine eine Versicherung haben, die Probetrainings generell abdecken.

    Na ja, mir hat mal anfangs einer geraten, mir ein dickes Fell zuzulegen... Guter Rat! :thumbup:

    na ja, lass mal die Kinder wählen, dann hast du ein recht präzises Ranking. Da bleibt am Ende der dicke Paule übrig. wie seit eh und je. Die Kinder wissen sehr wohl, wer gut und wer schwächer ist.

    Ich verstehe nur nicht, wo dein Kommunikationsproblem ist. Wenn diese Väter bei dir anfragen, ob du die Kinder nimmst, dann kannst du ihnen sofort deine Philosophie klar machen und zwar bevor sie wechseln. Wenn ihnen nicht gefällt, dass du jedes Kind partizipieren lässt, sind sie bei dir nicht richtig. Ist doch eher kommod.


    Wenn es dann noch ein Jugendkonzept im Verein gibt, in dem das so festgeschrieben ist, hast du doch alle Argumente auf deiner Seite...

    Du hast aber in Gedanken zur Zeit vier deiner Minimessis auch aufm Platz stehen. Dieser Ansatz ist falsch. Wenn du alle nimmst, musst du nominieren und rotieren. Und wenn du immer über alle Kinder gleichmäßig rotierst und allen, vorallem den Schwachen die gleichen Spielanteile gibst (vorallem auch in der Startformation), dann hast du ein Team etwas besser aber nicht unschlagbar.

    Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit,

    Ich finde das aus Elternsicht eher unangenehm. Als bei uns die erste Anfrage im Verein reinschneite, waren sofort alle in heller Aufregung. Es wusste ruck zuck der halbe Verein. Und alle sahen uns mit großen Augen an.
    Also sahen wir uns genötigt, uns mitten in der Saison damit zu befassen und eine Entscheidung zu treffen.


    Der Verein hat es ein paar Monate später auf Vereinsebene noch ein zweites Mal probiert. Wieder haben wir freundlich abgesagt.

    Der Trainer des Teams hat dann bei einem Turnier nochmal persönlich bei uns vorgesprochen und wollte wissen, ob denn die Anfrage an uns überhaupt weitergeleitet wurde.

    Bei dem Gespräch kam dann heraus, dass unsere Absage den Weg zurück ins Trainerteam nicht gefunden hatte. Auch irgendwie stümperhaft.

    Dein obiges Zitat ist also nur eine Momentaufnahme bei 6(?)-Jährigen.

    Ich glaube, das ist Bennoah durchaus bewusst.



    Ich würde auf diese Minimessis nicht so viel Augenmerk legen.

    Klar, mit guten Kindern im Team gewinnt man und somit ist Ruhe an der Elternfront und die Kinder sind glücklich.

    Aber die Minimessis sind auch die, die sicher irgendwann weiter ziehen.


    Ich kenne diese Konstellation auch. Wir hatten bei den Bambinis 7 richtig flinke und 9 normale... Ich habe gedanklich immer ein Ranking gemacht und dann die drei in der Mitte hergenommen zur Trainingssteuerung. Die drei sollten die Übungen immer gut schaffen können. Die drüber bekamen dann ggf Zusatzaufgaben, für die drunter konnte man es ggf. vereinfachen.


    Sehr beliebt waren z.B. Wettläufe um den Ball mit Torabschluss. Da hab ich bei sehr ungleichen Laufduellen einfach den schnelleren noch kurz festgehalten.

    bei aller sportlichen Entwicklung sollte man das Thema Schule noch im Auge behalten.


    Kurze Beispielrechnung an Hand eines Trainingsplans einer Buli U14:
    vier mal die Woche Training, 17:00 - 18:30 Uhr

    heißt: Abfahrt 15:45 Uhr, Heimkommen 20:15 Uhr und noch nichts gegessen.


    Wann hat man da Zeit für Hausaufgaben? Ein Ausweichen aufs Wochenende ist auch schwierig, da die Fahrtstrecken zu den Spielen/Turnieren sicher auch üppig sind. Klar kann man Vokabeln im Auto pauken aber ideal ist was anderes.


    Immer wenn ich darüber nachdenke komme ich zu dem Schluss, dass ein Wechsel so spät wie möglich (B-Jugend) und dann direkt in ein Internat wohl unterm Strich am sinnvollsten ist (außer man hat einen Buli-Verein vor der Haustüre). Schule und Leistungsfußball mit einer normalen Schule, welche keine Rücksicht nimmt, dürfte wohl echt schwierig werden.


    Und will man die oben genannte Belastung familiär stemmen, müssen alle mit im Boot sein. Denn auch Geschwister oder ein Haushalt erwarten eine gewisse Aufmerksamkeit. Was sagt denn der Rest der Familie? Wer würde die Fahrdienste machen müssen? Gibts einen Abholservice?

    Die Außen sagen, dass wenn sie mitlaufen sie nicht angespielt werden und deshalb sie nicht jeden Angriff voll mitstarten. Wenn es schnell über die Flügel geht, dann pennt der Rest.

    hehe, das kenne ich noch aus meiner aktiven Zeit am Volleyballnetz. "Lohnt eh nicht..."

    Unser Trainer ist dem so begegnet, dass man die ausgelassene Aktion vor den nächsten Aufschlag nochmal nach machen durfte.

    Hier ein Blocksprung, da ein Scheinangriff und sehr gern genommen noch ne Rolle in der Abwehr. Manchmal auch weils so schön ist, 2x. Dann hat man sich irgendwann überlegt ob man die Aktion direkt im Spiel macht wo sie bekanntlich einem gewissen Nutzen hat oder im Nachgang während der kurzen Verschnaufspause.


    Außen laufen nicht mit? Kurze Unterbrechung zur Regeneration der Anderen und die Verweigerin darf bis zur Torlinie und zurück sprinten und dann direkt weiter... :evil:

    in unserer Nachbarschaft wird noch Straßenfußball gespielt, in unserer Wohnanlage gibts ein Bolztor und Kinder... Wenn hier einer mehrfach foult, wird er ausgeschlossen oder das Spiel ganz beendet. "Problem" gelöst!


    Ich glaube, dass man eine gewisse Aggressivität haben will aber ohne Aggressionen. Aber welches Kind kann das bitte unterscheiden?!? Logo, wenn ein Trainer von "da musst du aggressiv reingehen" in der Kabine faselt, liegt das Kind schon im Brunnen.


    Ich hingegen finde, dass Aggressivität im Kinderfußball überhaupt nichts zu suchen hat. Engagement, Einsatzwille, Spielfreude... das würde mir einfallen.

    Wie geht das denn?

    Oder bist du beim Haushalt außen vor?

    Na ja, man darf familiär nicht vergessen dass man Familienzeit entnimmt und sie fremden Kindern zukommen lässt.

    Wenn die eigenen Kinder alt genug sind, ist das sicher in Ordnung. Muss man aber dennoch Fahrdienste etc. stemmen so ist der Partner durchaus bei der Entscheidungsfindung dabei.


    Ich hätte auch Lust wieder eine Volleyball Mannschaft zu trainieren. Aber dann müsste mein Mann samstags zwei Jungs zu zwei verschiedene Fußballplätze kutschieren. Der würde sich bedanken.


    Mach doch einfach mal Pause. Irgendwann wirst du merken ob die was fehlt oder nicht.

    Naja, den Tipp von Hallenturnieren fernzubleiben find ich jetzt nicht so dolle. Die Hallenturniere sind doch auch kleine Highlights für die Kinder. Das miteinander Messen, die vielen Zuschauer, der Trubel, die Snack-Bude etc.

    Je weiter man mit seiner Mannschaft im Altersgefüge rutscht, um so kritischer sieht man zurück auf die Anfänge.

    Geht mir auch so.


    Ich finde Hallenturniere inzwischen auch eher schrecklich und bin froh, wenn es sich auf 1-2 Turniere beschränkt. Laut, nicht selten aggressiv, Fouls die auf dem harten Hallenboden weh tun, langes warten auf die nächsten 10 Min Aktion. Trainer müssen für jede Auswechselung lautstark durch die Halle brüllen und nicht selten ist man 3-4 h in der Halle für 40 Min Fußball.
    Wenn dann der Organisator noch meint, bei jedem Tor einen "Tusch" einspielen zu müssen, platzen einem irgendwann die Ohren.

    Manchmal hilft die gute alte Bestechung.

    "Wenn ihr 10 Torabschlüsse versucht, in dem ihr den Ball am TW vorbeischiebt, egal ob drin oder nicht, gibts ein Eis für alle!"


    Unbedingt schon die Versuche honorieren, der Erfolg kommt ja dann von alleine.