Beiträge von Goodie

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    und dennoch nicht an die Zuschauerzahlen der Frauen-WM 2011 herankam.

    Deine Aussage ist so nicht richtig

    Die Live-Übertragung des Finals der deutschen Fußballerinnen bei der Europameisterschaft in London hat den elf Jahre alten Einschaltquoten-Rekord von der WM 2011 geknackt. Durchschnittlich 17,897 Millionen Menschen sahen am Sonntag in der ARD die 1:2-Niederlage der DFB-Auswahl gegen England nach Verlängerung. Der Marktanteil der rund zweistündigen Übertragung lag nach Angaben der AGF-Videoforschung bei 64,8 Prozent. [...]
    Der bisherige Bestwert war bei der Heim-WM 2011 aufgestellt worden: Bei der Viertelfinal-Partie Deutschland gegen Japan (0:1) hatten 16,95 Millionen zugeschaut, der Marktanteil lag damals bei 59,3 Prozent.

    Und dass zeitgleich die erste Runde des Pokals anstand, muss ich dir wohl eher nicht erklären.

    Auch bei den TV-Geldern wird weiterhin die Nachfrage den Markt regeln. Wer weniger Zuschauer generiert, wird auch weniger TV-Gelder bekommen. Herren und Damen zusammen vermarkten wird mit Sicherheit nicht funktionieren. Und wie soll das mit der Übertragung funktionieren? Soll dann für jedes Damenspiel ein Kommentator bezahlt werden und soll der Aufwand mit zwanzig Kameras betrieben werden? Damit es dann vielleicht 5% der Herrenzuschauer generiert? Ich halte den Aufwand schon für z.B. Augsburg gegen Mainz übertrieben.

    Na ja... 4 Mio gucken im Schnitt die Sportschau. Heißt überspitzt gesagt, dass es rund 75 Mio überhaupt nicht interessiert was da passiert, müssen aber dennoch den Zirkus (mit)finanzieren. Das macht immerhin 1/8 der GEZ Gebühren aus. Da werden öffentliche Gebühren her genommen, um den Status Quo zu festigen. Nicht nur, dass das Augenmerk brav bei den Männern bleibt, nein auch dass Bayern Meister wird. Der Teufel scheißt bei diesem System ganz offen auf den dicksten Haufen. "Interesse" ist im neuen Verteilschlüssel übrigens ziemlich nach hinten gerückt. So verteilt die DFL ab 2021/22 die TV-Gelder - kicker

    Ich bin der Meinung, dass man Interesse sehr wohl generieren kann, wenn das Produkt gut ist. Bei vielen Sportarten haben wenige Protagonisten ausgereicht, einen Hype auszulösen, der sich sehr wohl in der TV-Präsenz niedergeschlagen hat. Michael Schuhmacher, Steffi Graf und Boris Becker, Jan Ulrich, Sven Hannawald, Herrenhandball. Dann hat man das Pferd geritten, bis es vor Altersschwäche tot umgefallen ist, sprich es wurde jedes Turnier, jedes Springen, jedes Rennen gezeigt bis gar nicht mehr zu übersehen war, dass der Hype abgeflaut ist. Hier fehlt es dann wie immer am Augenmaß.


    Apropro Augenmaß, es geht nicht darum, dass man 20 Kameras in jedem Stadion aufbaut. Aber wäre es wirklich verwerflich, 1-2 Kommentatoren in 1-2 Stadion zu schicken und 1-2 Spiele verpflichtend im Rahmen der Sportschau und aktuelles Sportstudio zu zeigen? Ich meine hey, und wenn das ausgestrahlt würde - vielleicht mit einem kurzen Warnhinweis - könntest du dann ja noch kurz in den Keller, ein frisches Bier holen. 8o


    Ich bin der Ansicht, dass man mit vielen kleinen Schritten auch gut ans Ziel kommt anstatt jetzt mit viel Geld und Getöse ein "Produkt" zu kreieren, welches am Markt scheitert. Aber die kleinen Schritte, die muss man gehen, konsequent und permanent.

    Im Volleyball etwa hat man im Rahmen einer "Professionalisierung" die Ansprüche sprunghaft derart hoch geschraubt, dass zahlreiche Vereine dankend ablehnen und freiwillig nicht aufsteigen oder schlicht pleite gehen. Medienpräsenz hats natürlich keine gebracht.


    Ich glaube allerdings, dass die Zeiten gar nicht so schlecht für einen nachhaltigen Schub beim Damenfußball sind. Wenn ich in den unsozialen Medien Kommentare etwa zur Winter-WM lese, dann wenden sich immer mehr diesem völlig abgehobenen Zirkus ab. Mich stoßen zum Beispiel auch die gezahlten Summen inzwischen komplett ab. Soviel Geld wie da einige Männer in einem Jahr erhalten, kann man in einem ganzen Leben gar nicht ausgeben. Scheichs und Konzerne lösen im Grunde Vereinsstrukturen endgültig ab. Mich würde es nicht wundern, wenn sich immer mehr abwenden.
    Ob diese Leute dann dem Frauenfußball eine Chance geben und/oder ggf. sogar eine neue Heimat finden, wäre den Beteiligten zu wünschen.

    Eine Rückbesinnung auf einen gewissen Wertekanon im Herrenbereich sehe ich leider noch in sehr weiter ferne. Noch kann man diese Kuh wunderbar melken.

    Die Platzzeiten sollten davon abhängen ob genug Spieler auf dem Platz sind unabhängig ob Männer, Frauen oder Kids. Wie oft sieht man Feierabendkicker die einen großen Platz beanspruchen und wo sich 10 Leute tummeln.

    Würde man einen Boom lostreten und es gäbe in jedem Verein zusätzlich noch 7 Mädchen/Damenteams, dann würde es sicher deutlich zu eng. Hier wären dann eben die öffentliche Hand / Verbände gefragt, die Infrastruktur zu schaffen bzw. zu modernisieren (denn es gibt sie ja noch, die alten, aufgegebenen Ascheplätze)
    Und das wäre dem Frauenfußball ja zu wünschen. Ich kenne Vereine, da sind die Mädchenteams inzwischen normal geworden. Die Mädels werden nicht geboostert aber sie leben in friedlicher Koexistenz. Das ist einer der kleinen Schritte, die ich meine.

    Hier im Umkreis sind es vorallem die Vereine mit großen Platzanlagen, die die Mädels inzwischen willkommen heißen und die Strukturen schaffen oder geschaffen haben. Immerhin.


    Aber selbst hier am Niederrhein müssen mehrere Kreise zusammengeworfen werden, um den C-Juniorinnen eine Liga zu basteln. Wie muss es da erst aufm platten Land aussehen?

    Es gibt nur eine halbwegs vernünftige (wenn auch unfaire) Lösung für alle Sportarten und Geschlechter: der Markt bestimmt die Bezahlung.

    Ja, aber bitte nur der direkte Markt, also Ticktes, Merchandising und Werbeeinnahmen.


    Bei TV-Geldern oder Prämien, die Verbände ausschütten, sieht das doch hoffentlich in bälde anders aus. Oder die Infrastruktur, die vor zig Jahrzehnten dem Zeitgeist entsprechend ausschließlich für Männer gebaut wurde, mit öffentlichen Geldern finanziert und unterstützt... wie kann es da eine andere Lösung geben als sie auch vollumfänglich den Frauen zur Verfügung zu stellen. Das funktioniert doch bei Turnhallen oder Tennisplätzen auch. Zumal ja öffentliche Gelder heutzutage auch von Frauen erwirtschaftet werden.


    Eine Art Anschubfinanzierung durch den Herrenfußball, als Ausgleich für Jahrzehntelange Bevorzugung meinetwegen auf freiwilliger Basis könnte ich mir durchaus vorstellen. Und eine Quotenregelung im TV auch. Bevor Regionalliga gezeigt wird, müssten eben ein oder zwei Spiele der Damen-BL gezeigt werden. H. Zeigler könnte sich des Themas auch annehmen und zum Tor des Monats gäbe es dann eben verpflichtend min. ein Damentor.

    Im Übrigen würde es wenn ich zuständig wäre, reihum auch immer einen Bericht von den anderen Sportarten geben. Hier mal ein TT-Spiel, da mal ein Judoturnier, vor dem Sonntagsspiel noch Eishockey oder Handball, m/w, egal.


    Equal Pay bezieht sich auf Prämien durch die Verbände und das finde ich richtig denn die Damen vertreten unsere Nation auf den großen Turnieren. Erfolgreich? Dann Prämie. Nicht erfolgreich, dann keine. Wie bei den Männern auch. Hier geht es ums Ansehen, Sichtbarkeit, Anerkennung und nicht um Taktik, Passschärfe oder Tempodribblings.


    Es geht um klassische Gleichberechtigung, also gleiche Rechte (und Pflichten). In der Arbeitswelt versucht man es mit Quoten, um die Damen in Führungspositionen zu bekommen. Denn erst wenn Damen in Führungspositionen sind, können sie entsprechende Weichen für mehr Gerechtigkeit stellen. Und hier sehe ich eben immer noch massive Ungleichheiten beim TV und den Verbänden. Sicher, inzwischen sind Frauen als Moderatorinnen im TV üblich geworden, die Strippen ziehen aber immer noch fast ausschließlich Männer.


    Die glorreichen 50er als sich die Frauen ihr Leben und ihren Alten schön gesoffen haben (Frauengold

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    (bitte bis zum Ende gucken, ist wirklich lustig) oder mit Klosterfrau Melissengeist) will doch wohl keiner zurück.


    Dabei funktioniert (Frauen)-Sport im TV: Im Winter spielt es keine Rolle, ob die Damen oder die Herren ins Biathlonrennen gehen. Sogar die sehr junge Sportart Skispringen der Damen wird gezeigt.

    Nur beim Mannschaftssport funktioniert das nicht? weil?


    Tradition? Gewöhnung?


    Vielleicht gehe ich wirklich diese Saison mal zum Damenfußball, wobei mich Sportgucken im allgemeinen und wenn ich niemanden persönlich kenne eher nicht interessiert.

    Ihr tut hier aber so, als würden Frauen Geh-Fußball spielen und es wäre totlangweilig.

    Liest du in einem anderen Thread? Ich finde die Diskussion sehr respektvoll. Man muss ja nicht immer einer Meinung sein und natürlich darfst du deinen Standpunkt vertreten.

    Was würde denn deiner Meinung nach gegen leichtere Bälle sprechen? Das ist ja auch z. B. beim Handball so.

    Oder noch anders gefragt: Welchen Vorteil bringt dir als Spielerin der schwere 5er?


    Im Jungjahrgang C haben die Kinder ganz schön mit dem Ball zu kämpfen und im Alt Jahrgang, zumindest am Ende der Saison stehen plötzlich zahlreiche 1,80 m große Burschen vor einem...


    ParkerS

    Ich gehe ja ein Stück mit und sicher wären etwas kleinere Felder und Tore besser. Aber wohl kaum machbar, vorallem nicht im Amateurbereich und ich glaube, solche Regeländerungen würden den Frauenfussball direkt wieder ausbremsen. Das ist aber kein Gegenargument für einen "Damenball". Und nein, der muss nicht Pink sein. Mit Glitzer reicht :P🙈😁

    Also ich kann mit den regulären Bällen weiter und härter schießen als mit den Junioren-Bällen.

    Davon gehe ich aus denn der Ball ist auf die Kraftwerte von Männern abgestimmt.

    Aber gilt das auch für schwächere und kleinere Frauen? Das wäre schnell rauszufinden, dafür haben wir hübsche Sporthochschulen, die so was sicher ermitteln könnten.

    Ich denke, eine Reduzierung auf ein 9er-Feld wäre der richtige Weg.

    Taktische Defizite werden sich sicher in den nächste Jahren immer weiter reduzieren, je mehr der Sport professionalisiert wird. Wo siehst du hier einen Vorteil?

    Oder schaut jemand von euch Eishockey, Basketball oder Handball der Damen? Letzteres wohl am ehesten. Aber der, der bei diesen Sportarten bei den Damen weiterguckt, aber bei den Herren weiterzappt, werfe den ersten Stein.

    Ich glaube, Frauensport ist immer dann attraktiv, wenn die Rahmenbedingungen an die Frauen angepasst sind. Beim Hockey ist es mir in der Tat wurscht, ob Männer oder Frauen spielen. Wenn es mal im TV kommt (Olympia oder so), gucke ich gerne, zumal mir die Details eh nicht auffallen.
    Beim Volleyball ist die Damenversion sogar attraktiver als das Gebolze der Männer. Verglichen mit den körperlichen Voraussetzungen spielen die Männer mit einem zu niedrigen Netz und einem zu kleinen Ball. Dadurch kommen kaum längere, attraktive Ballwechsel zu stande.

    Viele Individualsportarten sind "genderneutral": Leichtathletik, Ski, Schwimmen, Tennis. Stört es hier jemanden, dass Frauen langsamer sind?

    Das Paradebeispiel für "ganz schlecht" ist in meinen Augen Basektball. Bei Männern eine spannende und spektakuläre Sache, bei den Damen gähnend langweilig. Da passt nicht nur die Korbhöhe nicht, auch die Linie für die 3 Punktewürfe ist so weit außen, dass die Spielerinnen zumeist vollkommen unbedrängt zum Wurf kommen.


    Beim Fußball würde ich den Frauen am liebsten andere Bälle verordnen. Ich sehe, dass viele Schüsse, Flanken, lange Pässe von vielen (nicht allen) mit sichtbar viel Krafteinsatz gespielt werden. Hier könnte ein Leicht-Ball sicher Abhilfe schaffen. Und die Ballgröße 4 dürfte den meisten Frauen auch eher gerecht werden - kommen diese doch eher mit Schuhgröße 39 daher während die Männer mit 45 rumlaufen.
    Und anders als das Feld kürzer zu machen oder das Tor niedriger, wäre diese Änderung fix umgesetzt.

    Mich stört das niedrigere Tempo nicht. Ich bin sowieso dafür, dass Frauen auch im Fußball ihre eigene DNA entwickeln! Fußball der Damen sieht dann eben anders aus als Fußball der Männer. Und ich finde, hier sind die Damen auf einem guten Weg. Schaut man sich Fotos von 2003 an und vergleicht man das mit heute, dann ist der Frauenfußball weiblicher geworden. Frisuren, Makeup, Trikots... die Frauen präsentieren sich aktuell auf eine sehr weibliche Art.

    Und genau das muss ja passieren: Mädchen - auch die girly girls - sollen und dürfen sich angesprochen fühlen!

    Andererseits ist es in meinen Augen der falsche Weg, immer nur auf die (Jugend)Trainer zu schauen, wenn Arbeit zu verteilen ist. Wir alle wissen, wie viele Stunden in Summe drauf gehen. Aber gerade Elterntrainer müssen sich die Zeit vom knappen Familienbudget abzwacken - schwierig.


    Aber wenn es um Leitungsfunktionen geht, sehe ich alle Erwachsenen des Vereins in der Pflicht, auch und gerade die Spieler des Altherrenteams oder die Rentner, die eh ständig im Vereinsheim rumhängen :evil:

    Ein Coaching Eye-System verfolgt ja den Ball. Außer, ein Spieler oder SR trägt eine Glatze. Dann kann das schon mal schief gehen und die Kamera verfolgt den falschen. =)


    Coldplay, die Band, erforscht in ihren Konzerten Schwingböden, die zur Energiegewinnung eingesetzt werden können. Wer weiß, vielleicht funktioniert das in zwanzig Jahren und jedes Training und jedes Spiel generiert Strom über die Technik im Boden. Spannendes Feld, wie ich finde.

    Dann bist du jetzt an dem Punkt, an dem ich vor sieben Jahren war. Wollen wir hoffen, dass du nicht nach sieben Jahren an dem Punkt als Jugendleiter bist, an dem ich jetzt bin. ^^

    och na ja, es kann immer besser laufen aber wenn ein Verein 7 Jahre einen JL hat, ist das gut.


    Ich bekomme auch jedesmal wenn ich dem JL übern Weg laufe, nen Job angeboten. Aber in diesem Verein mache ich auch nicht mehr als bisher weil zu viele handelnden Personen wie bei Hoeness2 unbelehrbar sind.


    Wir hatten ein Trainingscamp eines Bundesligisten im Hause und der Cheftrainer hat einem unserer Unbelehrbaren wortreich erläutert, warum Rundenlaufen völlig out ist. Der hat brav genickt und - ungelogen am gleichen Tag noch - seine D-Jungs wieder laufen lassen.

    Ah, ok, als Frage einer einzelnen Sportlerin ergibt es Sinn.
    Soweit hatte ich nicht gedacht, weil Wolfsburg und Chelsea genannt wurden und weil Kröte ja eine Damenmannschaft trainiert. :whistling:

    Ähm, wie willst du denn etwas so individuelles wie den weiblichen Zyklus in eine Trainingsgruppe integrieren?

    Zeitpunkt, Dauer, Auswirkungen...


    Und willst du deine Spielerinnen wirklich fragen wie sie verhüten?

    Hallo Matze,


    junge Trainer, die nicht Eltern sind, sind in jedem Verein eine echte Bereicherung und normalerweise nehmen die Kinder solche Trainer auch sehr dankend an.

    Falls du es noch nicht gemacht hast, würde ich mich mit der Altersklasse bzw. mit deren Tücken auseinander setzen, z.B. hier: Auf dem Weg vom Kind zum Jugendlichen :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.

    In der D-Jugend sind die ersten schon 1,70, pubertär und cool, andere sind noch total verspielte, kleine Kinder.


    Ich würde das erste Training auch klar dem Kennenlernen widmen und mehr oder weniger gar nicht vorbereiten. Du könntest Klebestreifen mitnehmen und die Kinder bitten ihre Namen aufzuschreiben und aufs Shirt zu kleben, so kannst du alle direkt mit Namen ansprechen. Eine Vorstellungsrunde, wo jeder etwas mehr erzählt als "ich bin Leon" dauert auch ein bißchen. Wenn du die Kinder näher kennenlernen willst, frag sie: Lieblingsposition, starker Fuß, Lieblingsverein, sonstige Hobbys... wenn die Kinder ernstes Interesse spüren, finden die das ,super.
    Frag die Kinder nach ihren Lieblingsübungen / Spielen und starte damit. (Stichwort Teilhabe) Dann macht du ein Spiel nach dem Motto: "und das ist meine Lieblingsübung", denn die Kinder wollen ja auch dich und dein Training kennenlernen.

    Mach dir keine Sorgen, das bekommst du hin. Und solltest du wirklich nervös sein, dann sprich es einfach aus: "ich finde es ganz schön spannend, unser erstes Training, gehts euch auch so?"


    Ach ja, kommuniziere direkt deine Regeln. So will der eine Trainer Absagen nur über die Gruppe, andere per Telefon... Überlege, was dir wichtig ist.
    Und bitte kommnuniziere das auch an die Eltern.

    Denk dran, dass die Teamorga in der D doch noch zumeist über die Eltern läuft. Wenn du den Kindern sagst: "denkt bitte am Donnerstag daran, dass das Training ne halbe Stunde eher beginnt", dann kommt das in mindestens vier Familien nicht an, oder nur zufällig.
    Du hilfst den Eltern, wenn du Termine möglichst früh kommunizierst.


    Viel Spaß mit den Kids!

    kaum jemand einen grünen Daumenhoch klicken möchte (SpielerPlus App)

    Also hier möchte ich als Mutter von zwei Söhnen einhaken.

    Ich finde es komplett lästig, wenn ich irgendwo zusagen soll. Spieler plus oder WA... Völlig egal.

    Zu allen Aktivitäten, an denen ich mich oder meine Kinder anmelde, nehmen wir auch regelmäßig teil. Termine sage ich natürlich auch ab, wenn wir nicht können.


    Ich jongliere in der Woche im Schnitt 10-12 Termine, einige sind wiederkehrend wie die Trainings, andere temporär wie Zahnarzt, Elternabende oder Spielbesuche. Dazu Haushalt, Arbeiten, Garten, der übliche Wahnsinn eben. Aber dass ich jetzt noch sagen soll: "Ja, ich komme wirklich, so wie sonst auch immer" würde mich sehr nerven und als das in einem Team eines Kindes mal so eingestellt war, war ich beim klicken auch eher unzuverlässig. Wurde nach ein paar Monaten dann umgestellt auf "immer anwesend, man muss nur absagen". GSD.


    Wenn man zusagen muss, kann man es auch sein lassen... Das macht es in meinen Augen komplett beliebig. "hab ja nicht zugesagt, muss ich also auch nicht hin" ich kann es mir quasi jedesmal aussuchen...

    Notierst du dir Trainingsabteiligungen und Absagen? Wenn nein, dann rate ich dir unbedingt dazu.


    Denn nur so hast du Zahlen und Fakten. Das kann wichtig werden, wenn du in einen Elternabend gehst.


    Und du kannst das Verhalten der Eltern besser einschätzen. Ein Kind, das drei mal ohne Absage fernbleibt, kannst du gedanklich schon aus dem Kader streichen, zwei Wochen später kurz die Eltern informieren und aus der Gruppe nehmen. Solche Familien blockieren nur Plätze.


    Bei so manchen lohnt auch eine Nachfrage. Manchmal sind es Terminprobleme mit den Fahrdiensten und vielleicht funktionieren Fahrgemeinschaften. Andere sind vielleicht noch im Schwimmkurs...


    Am entscheidensten scheint mir zu sein, dass die Erwartungen auseinander liegen. Eltern die nur wollen, dass sich die Kinder an der frischen Luft bewegen, werden wenig Verständnis dafür haben, dass sie einen Einkaufsbummel wegen Fussball verschieben sollen.

    Hier hilft Aufklärung und die Ansage, dass man bei einem Mannschaftssport eine Verantwortung trägt.

    Ich weise meine Eltern bei der Anmeldung darauf hin, dass sie sich für viele Stunden, auch bzw. gerade am WE am Platz entscheiden und ihre aktive Mitarbeit gefragt ist.

    Wenn das bei dir versäumt wurde, musst du darauf hinweisen.


    WhatsApp ist dafür allerdings nicht geeignet.

    Die Anforderungen an einen Trainer ändern sich doch permanent!


    Kindergartenkinder, Grundschüler, Pubertiere, "Halbstarke" und Erwachsene, dazu in diversen Ligen, vom Stammtisch bis zum Profi...


    Ich finde, der gemeinsame Nenner ist Spaß als Grundlage für intrisische Motivation.

    Alles andere?

    🤷‍♀️

    Lass es lieber sein.


    In der E-Jugend habe ich als Küchenfee mal folgendes beobachtet:

    1. Totales Theater unter den Trainern, denn es geht ja um was.

    2. Ausgeschiedene Teams gehen bedröppelt, vorzeitig und ohne Siegerehrung heim.

    3. Die Verlierer der ko-Spiele heulen

    4. Der Trainer der Siegermannschaft hat auch Theater weil alle den Pokal mit nach Hause nehmen wollen, es aber nur einen gibt.


    Gegenvorschlag: besorg so ein olles Ding und lass ihn als Wanderpokal durchs Team gehen... Für tolle Trainingsbeteiligung oder so. Irgendwas kann man ja immer lobend erwähnen.

    18 Kinder im Kader x 12 Monate x 39 Euro = 8424 Euro/Jahr

    / 432 Stunden = 19,50 Euro pro Trainerstunde.

    Jeder der beiden Trainer könnte also 39€ für eine Trainingseinheit bekommen!

    du bist ja lustig... Vielleicht guckst du dir mal den Gesamthaushalt eines Vereins an, Trainerentgelte sind da nur ein Part...

    ja. Die eben häufig nicht mehr draußen auf dem Hof oder Spielplatz klettern oder selber kicken. Wenn man das altersgerecht mit viel Bewegungsspielen macht, halte ich 3× pro Woche nicht für viel. Meine Tochter ist in einer Sportart unterwegs, in der sie schon mit 10 Jahren 6× die Woche trainiert. Im Leistungsbereich bei Turnern, rhythmischer Sportgymnastik oder Schwimmern völlig normal. Fußballer trainieren vergleichsweise wenig im Kinder- und Jugendbereich. Denke nicht, dass das bei weiterer Entwicklung des Sports haltbar bleibt.

    Ach du Schreck! Ich bin auch Team Herzinfarkt!


    Nix gegen täglich Bewegung! Aber das MUSS in dem Alter von ca. 6 Jahren hauptsächlich unangeleitet sein, sprich Spielplätze, Fahrräder, Inliner, Skateboards etc. Trampoline, Boxsack, Kletterstange... Dazu dann übers Elternhaus Aktivitäten wie Schwimmenlernen und über den Schulsport weitere Bewegungsangebote. Vereinssport sollte die Woche ergänzen! Nicht bestimmen!


    Eltern, die diesen Leistungswahn mittragen (6x Training mit 10 Jahren) verstehe ich nicht. Als ob immer mehr, immer mehr, immer mehr sinnvoll für die Kinder/Jugendlichen ist! Das ist vielleicht gut fürs Ego der Trainer und der Vereinsvorstände, mehr aber auch nicht.
    Für die Sportler hat das System eher diese Rolle parat: Körperliche Schäden, psychische Störungen, Missbrauch, Doping usw... Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Athleten auf dem Weg in die Spitze irgendwo auf der Strecke bleiben.


    Und ja, ich weiß schon: sie möchte das ja so.

    Meine Kinder wollen auch jeden Tag jede freie Minute zocken. Das lasse ich auch nicht zu. Oder Kinder die mit 10 schon 80 Kilo wiegen (Er mag halt kein Gemüse und er hat schwere Knochen)


    Ich meinen Augen gehört exzessiver Sport verboten, bis die Jugendlichen körperlich ausgewachsen sind.