Beiträge von Goodie

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    Das Ziel, neue Kinder in den Verein zu bringen ist klar. Der Weg dahin scheint mir noch nicht eindeutig festgelegt zu sein.


    Wie viele Kindergärten wollt ihr bearbeiten? Wie viele Gruppen (Kinder) hat die jeweilige Einrichtung? Wie viele Kinder spielen schon in anderen Vereinen (könnte Stress geben!) Habt ihr überhaupt schon positives Feedback der Einrichtungen?

    Ich finde es aus Elternsicht immer recht kritisch, wenn jemand in die Kita kommt, um die Kinder für was auch immer anzuwerben und so den Druck auf die Eltern auszuüben. Bei uns war das die private Musikschule, die ein solches "Angebot" gemacht hatte.


    Natürlich kannst du das als Fußball-AG für einen Zeitraum von sagen wir 6 Wochen von Ostern bis Sommerferien anbieten und den Eltern so Gelegenheit geben, sich dafür anzumelden. Hier könnte aber das Phänomen auftauchen, dass sich die schon aktiven Kinder melden und andere nur mitmachen, weil es mal was anderes ist.


    Unsere Kita hatte ein paar Jahre an einem Turnier teilgenommen und auch vorher ein paar Trainings auf einem benachbarten Fußballplatz gemacht. Anmeldung auf Grund dieser Aktion? Null.


    Zum Ablauf selber:

    Vier- und Sechsjährige ticken sehr unterschiedlich. Ein Sechsjähriger kurz vor der Einschulung steht durchaus schon auf Wettbewerbe. Ein Vierjähriger mag das zumeist noch überhaupt nicht. Hier sind kooperative Spiele viel sinnvoller.

    Alles mit Anstehen (Torschuss aus diversen Entfernungen) kannste im Grunde vergessen.

    Das was ihr Fuchsjagd nennt, kann bei den ganz Kleinen zu Tränen führen weil sie es nicht mögen, dass man ihnen was in die Hose steckt oder dass man ihnen was wegnimmt. Bei Sechsjährigen zumeist kein Problem mehr. Das gleiche gilt für alle Staffelspiele.


    Richte dich darauf ein, dass zwar alle Kinder Fußball spielen wollen aber kaum einer Fußball trainieren möchte. Wir haben eine Kita im Ort, wo die Kinder mit einem Schaumstoffball unter einer kleinen Überdachung auf eine Wand pölen dürfen. Das ist für diese Kinder Fußball. Wenn sie nun etwas angeleitet machen sollen, kann es zu Enttäuschungen kommen.


    Der Ansatz des Aufräumenspiels funktioniert gut, etwa dass im Zauberwald die Bäume (Hütchen) umgeschossen werden müssen, die sich wie aus Zauberhand wieder aufrichten. Ich führe solche Aufgaben immer ein in dem ich zunächst die Hütchen wieder aufstelle. Nach geraumer Zeit gebe ich die Aufgabe dann an die Kinder ab.




    Ich mache mal Gegenvorschlag: Ihr ruft einen Tag der Bambinis aus, bewerbt das auf allen sozialen Medien, Zeitung, Aushänge beim Rewe und vielleicht dürft ihr das auch im Kindergarten aushängen usw. Und dann bietet ihr was auf eurer Platzanlage/Turnhalle an. Vielleicht ist eine Bundesligist in eurer Nähe und das Maskottchen kommt. Vielleicht spielt bei euch als STP-Heimat auch das DFB-Mobil mit... Keine Ahnung. Torwandschießen, Elfmeter schießen, vielleicht gibts ne Geschwindigkeitsmessung bei euch, ein Dribbelparcours, 5 mal gegen eine Wand spielen... so was als Stationen aufgebaut mit einer Ablaufkarte. Wer die Karte voll hat, bekommt eine Urkunde. Oder ihr nutzt den DFB welcher das Paule-Schnupperabzeichen in zwei Varianten anbietet. DFB-Paule-Schnupper-Abzeichen :: Die Abzeichen :: DFB-Fußball-Abzeichen :: Sportlich :: Projekte & Programme :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.

    Warum nach Pass spielen und nicht nach Zugehörigkeit zur Liga, dann entfallen auch die weiten Reisen.

    Weil dann das letzte Fünkchen Identifikation auch noch wegfallen würde.

    Ich persönlich mag es schon nicht, dass in der Bundesliga Spieler aus allen Herren Länder spielen und ich soll ihnen dann mit Lokalpariotismus zujubeln... Erschließt sich mir schon lange nicht mehr.

    Sollen sie doch ein Firmenschild an die Stadiontür nageln. Dann wäre es glaubwürdiger. 🤷‍♀️

    Meine Jungs sind schnell und technisch stark. Was ihnen komplett fehlt ist das "den Ball wollen", "Ballgeilheit" oder ganz klassisch Durchsetzungsvermögen.

    Ich habe mal einer hochklassigen C-Jugend zugeschaut, da haben sich die Jungs für jede gute Aktion gefeiert. Es war laut, auf sportliche Art aggressiv, es wurde abgeklatscht...
    Unabhängig vom Können dürfte man so ein Verhalten schon kopieren können. Dieses Pushen sieht man ja in vielen Sportarten, Basketball oder Eishockey voran...

    Du könntest ein passendes Video als Anchauungsmaterial raussuchen und damit dein Glück versuchen...

    Ich habe in der Halle eine Lieblingsübung die in allen Altersklassen funktioniert. Du benötigst einen großen Kasten, bei dem du das Oberteil umdreht. Dort hinein legst du alle Bälle. Damit stellst du dich ans Tor/unter den Basketballkorb und die Spieler stellen sich in zwei Gruppen rechts und links vom Kasten auf.

    Die Grundform ist simpel. Du wirfst einen Ball im Schockwurf nach vorne, der Spieler sprintet hinterher und muss den Ball vor dem zweiten auftippen fangen. Dann außen herum zurück, den Ball zurück in den Kasten und wieder anstellen.


    Da du zwei Warteschlangen hast kann der nächste Ball sehr schnell nach dem ersten geworfen werden. Je höher die Schlagzahl desto mehr Power kommt in die Übung.


    Wenn das funktioniert nach 2-3 Durchgängen ergänzt man das um Zusatzaufgaben. Hinter dem Rücken klatschen. Vor dem Auffangen halbe Drehung, unterwegs ganze Drehung, Rolle vorwärts, über ne Weichbodenmattelaufen, drei Hüpfer, da hinsetzen wo der Ball runter kommt, liegend starten...der Phantasie sind hier ja keine Grenzen gesetzt. Auch die Annahme mit Fuß oder Knie kann gespielt werden.


    Dann kommt Teil B: der Ball wird jetzt gerollt und muss vor einer definierten Linie nach spätestens 3/4 der Strecke angenommen werden. Auch hier mit Zusatzaufgaben.


    In Teil C schiebe ich den Kasten 1-2 Meter zurück und variiere ob ich den Ball werfe oder Rolle, die Spieler gucken nach vorne und werden überrascht (peripheres Sehen)


    Sprints, Reaktionsvermögen, Koordinatives und macht Spaß.

    Im Prinzip sage ich, klar, lass Spieler auf verschiedenen Positionen spielen, aber schule vorher was die Position verlangt. Das sollte eigentlich ein No-Brainer sein.

    deine Aussage käme bei mir nur zum Zuge, wenn ein 15 Jähriger neu anfängt und keine eigene Idee hat, was ein IV oder ein 6er zu tun hat.

    Ein Kind, welches mit 15 aber schon 8-10 Jahre kickt, sollte eine Idee haben, was zu tun ist. Insofern muss ich es ihm doch vorher nicht "beibringen" wenn ich ihn aus der IV auf den 6er schicke. Vielleicht kurz vor dem Spiel 2-3 wichtige Punkte ins Bewusstsein rufen und los gehts. Zumal wenn ich mich im "Leistungsbereich" bewege. Da sollte doch erst recht Spielverständnis vorhanden sein. AUßER, der Spieler steht seit der F-Jugend in der IV und durfte noch nix anderes ausprobieren.


    Wenn jedoch Kinder von Anfang an auf allen Positionen Erfahrungen sammeln konnten, dann kannst du sie auch fix "umschulen".

    Das ist doch auch im Spiel zwingend erforderlich, dass man kurzfristig umbaut, wenn etwa einer ne Zeitstrafe bekommen hat oder gar mit rot runter muss.


    Und gerade im unterem Jugendbereich sollte das Spiel nur die Fortsetzung des Trainings sein und die neuen Spielformen für die Kurzen fördern das ja auch: alle spielen alles und das Training folgt der Spielform.

    Du hattest im September ja schon mal einen ähnlichen Strang gestartet. Wenn es in eurer Kleinstadt 3 oder 4 Vereine gibt, dann ist das sicher zuviel des Guten. Unser Stadtteil ist ähnlich groß und hat zwei, die beide gut dastehen und jede Jugend zum Teil mehrfach besetzt haben.

    Vielleicht muss sich das bei euch gesundschrumpfen... ?(

    In unserer Region sind JSG nicht sehr weit verbreitet und eigentlich auf die Dörfer rundum beschränkt. Im (Klein)städtischen Umfeld kam es in den letzten Jahren aber zu Zusammenschlüssen einiger Vereine, die anschließend unter neuem Namen und neuem Selbstverständnis durchgestartet sind. Und das - von außen betrachtet - auch sehr erfolgreich.

    Ich bin so geladen, dass Erwachsene Menschen Kinder benutzen um ihre Psychospiele zu treiben.


    Ich weiß jetzt nicht was wir machen sollen. Wenn wir jetzt im Winter gehen, haut er uns bestimmt eine 6 Monate Speere rein .

    [...]

    Der Trainer hat sich so auf meinem Sohn eingeschossen, seitdem er im Stützpunkt ist.

    Soccermum ich würde an deiner Stelle mit den STP-Trainern sprechen und um Rat/Vermittlung bitten. Evtl. gibts bei euch im Kreis auch einen Konfliktbeauftragten...

    PS: für mich klingt das alles nach einer Familie, die in einem schrägen Umfeld einige Fehler macht. Unterm Strich scheint dafür aber ein Junge abgestraft zu werden. Insofern...

    Die ersten Frage wären: wieviele Mitstreiter hast du?

    Wie hoch sind Widerstände gegen Veränderungen?



    Ich kenne keinen Verein mit gutem Gelände und einer LL Mannschaft, der vor die Hunde gekommen ist. Da muss aber was gehörig schief gelaufen sein in den letzten Jahren.

    Das musst du hier nicht kundtun aber intern besprechen und Gegenmaßnahmen einleiten.


    Spontan fallen mir diese Dinge ein


    Einheitliches Auftreten im der Öffentlichkeit. (z. B. Mützen für alle) um sichtbar zu werden

    Schul-AGs

    Tag der offenen Tür

    Tag der Mädchen

    Soccercamp für Anfänger aller Altersklassen

    Kooperation mit einer Fußballschule

    Social Media Aufrufe...

    Flyer in Kitas


    Das steht und fällt aber immer mit den Leuten.

    Kleinteilige Aufgaben wirst du besser an den Mann bringen, dann erhöht sich der Aufwand der Koordination. Oder man macht es gleich selber und vergeht in Arbeit...

    Ohne funktionierendes Team geht es nicht.

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    Ich habe das in der Tat mal erlebt, wie sich eine Gruppe in den Abteilungsvorstand hat wählen lassen. Junge, engagierte Leute, wie es schien. Die waren sehr deutlich: entweder, ihr wählt uns gemeinsam in genau dieser Zusammenstellung oder eben nicht.

    Mit dem alten Verständnis von Verein hatte das freilich nicht viel zu tun aber in der heutigen Zeit kann ich das gut verstehen, dass man sich nicht in internen Querelen auftreiben will.


    Unter dem Strich ist dieser Enthusiasmus nicht bis in die Jugend gesickert sondern ist bei den Senioren hängen geblieben... Na ja.



    Btw: ich denke häufig darüber nach, was man wie verbessern könnte. Aber ich muss auch anerkennen, dass in meinem Verein zu viele Beton Köpfe agieren; ich mich also nur auftreiben würde. Dabei mag ich Prozessoptimierungen, im beruflichen wie auch im Vereinumfeld. Ich kenne diverse Methoden usw...

    Ich habe mal ein Jugendkonzept geschrieben. Aber das ist schon beim JL hängen geblieben und wurde nicht mal Grundlage einer Diskussion.... :pinch:

    O-Ton: wer soll das denn überwachen?


    Den Gedanken dass man davon profitieren könnte, konnte ich nicht etablieren...

    Niederrheiner um 10 Uhr starten am Niederrhein heute die Bambinispielfeste die ja immer noch im 7vs7 laufen. Würdest du dir die Zeit nehmen, dir das anzusehen, dann kannst du dort folgendes beobachten:


    Ein Kind von etwa 1,10 m Länge steht in einem absurd großen Tor und darf im Grunde nicht mitspielen.

    Die Spielertraube ist da wo der Ball ist aber bei genauerer Betrachtung sind es immer die gleichen, die hier außen sind und nur so tun als ob. Und so haben 2-3 "besten" Spieler die meisten Ballkontakte.

    Auf der Bank sitzen 4-5 Kinder, die erst mal gar nicht mitmachen dürfen. Das sind auch zumeist die selben weil man ja schon ne Startaufstellung hat.

    Bei einigen Teams gibt es sogar schon Abwehrspieler, die hinten bleiben müssen und sich am Tore schießen nicht beteiligen dürfen.

    Schüchterne Kinder - und wir reden ja von Kindergartenkindern - sind häufig komplett überfordert. Nach dem ersten Spiel von dreien verweigern sie und wollen nicht mehr mitmachen. Denn nein, Kinder benötigen keine Stadionatmosphäre und wild gestikulierende Trainer am Rand. Auch nicht beim Gegner.


    Es wird noch Jahre benötigen, bis kindgerechte Spielformen in den Köpfen der Erwachsenen ankommen.


    Der Niederrhein stellt zur Rückrunde auf Funino um und noch niemand weiß, wie das aussehen soll. Und so kann man sich ja vorstellen, wie hoch die Akzeptanz am Rand ist, nicht!


    Ich diskutiere das sehr häufig mit "betroffenen" Eltern und die kategorische Ablehnung bekommt erste Risse. Mehr erwarte ich auch nicht. Ich ende meist mit dem Satz "gebt dem bitte ne Chance und zerredet das nicht daheim am Küchentisch. Die Kinder werden davon keine Nachteile haben"



    Und warum ein E-Jugendlicher auf jeder Position gespielt haben sollte, kannst du dir hoffentlich selber beantworten.



    Zum sportlichen Ehrgeiz habe ich folgende Philosophie: "mit den besten im Team zu gewinnen ist einfach. Kannst Du es auch mit allen?" und damit meine ich wirklich fair verteilte Einsatzzeit für alle! Und nicht die berühmten 10 min am Ende.


    Dank den limitierten Wechselmöglichkeiten in den älteren Jahrgängen ist die Umsetzung nur über eine ganze Saison möglich. Aber auf dem Kleinfeld geht das problemlos. Frag dich: machst du deine Wechsel vom Spielstand abhängig?

    Ich halte dieses Versicherungsargument auch für schwach und vorgeschoben.


    Unter dem Strich wird Kindern mit Spielerpass in den betroffenen LV verboten, zu einem anderen Verein zum Training zu gehen, wenn es dem anderen Verein nicht gefällt. Mit welchem Recht?

    Ein Kind, welches Handball beim Verein A spielt, kann doch auch zum Probetraining beim Verein B gehen, Mitgliedschaft hin oder her.


    Dass man nur für einen Verein in den Spielbetrieb geht, versteht sich aber das aufs Training auszudehnen, ist einfach nur frech.

    Und mich ärgert das, weil es ausschließlich die Interessen der Vereine im Sinn hat. In kaum einem Verein kann man "schadlos" an einem Probetraining teilnehmen.

    Wir sind in NRW / Westfalen, hier haben wir auch bei verschiedenen Vereinen uns vorstellen dürfen, einige bestanden auf die Freigabe bei anderen durften wir sogar bis zu 3x trainieren ohne was vorzuweisen.

    Du kannst auch bei rot über ne Fußgängerampel laufen... geht ja meistens gut aus

    Ich freue mich ja schon auf den Tag, an dem ein ordentliches Gericht diesen Passus kippt aber bis dahin gilt: mit dem Spielerpassantrag unterwirfst du dich diesen Regeln... Der Verein muss dir eine Trainingserlaubnis ausstellen und der potentiell aufnehmende Verein muss sich das zeigen lassen.

    Das ist in so ziemlich allen Landesverbänden so.

    Das gilt in NRW und vielleicht können ja andere Foris hinzufügen, ob das in ihrem Verband/Bundesland auch so ist.

    Da halte ich mal gegen. Halte das Prinzip nicht ein, sondern trainiere mal eine Spielform, die Deine Jungs eben (noch)nicht beherrschen.

    In die konkreten Trainingsinhalte einer B mische ich mich wegen Ahnungslosigkeit nicht ein, da kennst du dich besser aus.


    Aber in der beschrieben Chaostruppe werden kompliziertere Übungen nicht verstanden.

    Ob das jetzt was mit anstehen und irgendwelche Hütchen und Passstaffetten l abarbeiten ist oder eine Spielform ist bei meinen Gedanken zweitrangig.

    Wenn es zu kompliziert ist, muss ich es vereinfachen. Statt 5 min einreden auf Nixblicker vom Haare-raufenden Trainer würden sie bei mir 3 min ganz simpel anfangen, dann die nächste Teilanweisung und nach 5 Min dann die Endform...

    Hallo erstmal und herzlich Willkommen.


    Ich musste bei der Beschreibung deiner Truppe ein paarmal Schmunzeln.

    Spontan wäre ich wohl bei dieser Konstellation geneigt den Kopf in den Sand zu stecken. Andererseits ist es ja eine sehr reizvolle Aufgabe, aus diesem Chaostrupp eine Mannschaft zu formen.


    Du hast ja schon rausgefunden, dass die Jungs auf Wettkampfspiele stehen. Somit hast du ja schon etwas Zugang gefunden. Ein Abschlussspiel kannst du zum Beispiel damit befeuern, dass die Sieger in eine Gummibärchentüte oder so was greifen dürfen, die anderen nicht.

    Was habt ihr denn in Richtung Teambuilding bisher gemacht? Ein Fehler im System, der auch gerne im Arbeitsleben gemacht wird ist, eine Truppe zusammenzustellen und davon auszugehen, dass alles von alleine super wird. Warum sollte das so sein?

    Ich glaube, ich würde hier ansetzen.


    Mannschaftsbesprechung mit klaren Fragestellungen:

    Du könntest eine Wand hernehmen und darauf eine Skala mit Postits markieren.

    Dann stellst du erstmal deine Fragen und lässt die Spieler ihre Einschätzung durch je einen Postit Zettel aufkleben.


    Wo seht ihr euch aktuell? (Können und Fähigkeiten, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft)

    Was oder wo wollt ihr in 6 oder 12 Monaten sein? (Ziele notieren lassen, vortragen, auf 1-2 Ziele einigen und ausformulieren)

    Wieviel seid ihr bereit dafür einzusetzen? (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft)

    Welche Maßnahmen könnt ihr dazu definieren? (Regelkatalog erarbeiten)

    Was machen wir, wenn sich jemand nicht dran hält (Strafenkatalog definieren, hoffentlich etwas fantasievoller als 1 € fürs Zuspätkommen)


    Im Rahmen der Regeln kannst und solltest du wohl auch eine klare Stellung beziehen und deine Erwartungen klar aufzeigen! Wenn die Jungs in dir einen motivierten Trainer entdeckt haben, werden sie dir hoffentlich auch folgen wollen. Definiere unter welchen Bedingungen dir das Training Spaß macht. Und dass du nur bereit bist, deine Zeit einzubringen, wenn es sich für alle lohnt, auch für dich!
    Und wenn sich mittelfristig nichts bessert, dann wirf die Brocken hin und such dir ein zu dir besser passendes Team.



    Im Training:

    in jedes Training ein Kooperationsspiel einbauen.

    z.B. zwei Teams müssen einen Stab vom Boden aufheben und zu einem Ziel transportieren. Haken: jeder einzelne darf dazu nur einen einzelnen Finger benutzen.

    oder
    Auf einer Linie stehend müssen sich die Spieler nach Größe, Alter, Haarfarbe, Anzahl der Geschwister usw. aufstellen, ohne dass einer neben die Linie tritt. (Dabei müssen sie sich zum Beispiel anfassen um an einander vorbei zu kommen)

    von solchen Spielen ist das Internet ja voll, musst du halt mal schauen, was dich anspricht.

    Achte z.B. durch das Ausgeben von Leibchen schon bei diesen Übungen darauf, deine Strategen zu trennen und dafür zu sorgen, dass sich die miteinander beschäftigen müssen, die das bisher vermeiden.


    Und dann habe ich mal eine Methode aufgeschnappt, die der Trainer "Warmduschen" genannt hat. Dabei saßen die Spieler im Kreis und mussten jeweils laut und deutlich etwas Wertschätzendes zu ihrem Nebenmann sagen. Das kostete die Jungs anfangs einiges an Überwindung. Dabei macht der Trainer den Anfang denn irgendwas Nettes gibt es sogar zum größten Chaoten zu sagen! Auch hier: mal nach Alphabet, mal nach Alter... in immer wieder neuen Konstellationen


    Übrigens : Gib deinen wiederkehrenden Spielen auf dem Platz Namen (analog dem Yoga). So musst du nicht immer wieder von vorne anfangen zu erklären.

    Halte das Grundprinzip vom leichten zum schweren ein. Überlege dir, wie eine vereinfache Variante deiner Übung aussehen könnte und starte damit. Wenn das dann läuft, ergänzt du nach und nach Aufgaben und Schwierigkeitsstufe.

    Hallo,


    solche Geschichten haben immer mehrere Ebenen!


    In der D-Jugend - und das kannst du dir von 3/4 aller Trainer anhören - ist der "Kindergarten" vorbei. Ab jetzt gilt Leistung... Das heißt, dass Kinder durch Bankdrücken oder nicht Nominierung ausgeschlossen werden oder eben in einer ersten trainieren und in einer zweiten spielen. Man hat eine Stammformation und seine festen Ersatzspieler. Und du kannst dir eine Menge Argumente anhören, warum das genau so sein muss.

    Somit hast du auch einen der Gründe für ein Drop out in diesem Alter.


    Ich bin der Meinung: mit den Besten kann jeder gewinnen, mit allen nur die wenigsten. Das aber wäre für mich immer der Ansporn, zumindest in einem normalen Dorf/Stadtteilverein.

    Nun ja, bei euch scheint man nach höherem zu greifen und zur Erreichung dieser Ziele benötigen sie deinen Sohn nicht. Denn um es mal klar zu sagen: Würden die Trainer ihn für unentbehrlich halten, würden sie ihm seinen Platz freihalten, und das auch deutlich länger als 3 Wochen.


    Dass man die Kinder zwischen einer ersten und einer zweiten hin und her schickt ist also gar nicht mal so unüblich. Ein Spieler einer D2 fühlt sich vielleicht sogar geehrt wenn er in der D1 aushelfen soll. Anders herum sieht es halt häufig anders aus.


    So scheint es ja bei euch zu sein.


    Es spielt auch gar keine Rolle, wo oder wie er sich verletzt hat, ob er das Zeug zu mehr hat oder nicht und was du glaubst, eben auch nicht. Es gilt schlicht die Meinung vom Trainer.

    Das muss auch ein Stück weit so sein, denn ein Trainer hat es mit vielen Spielern und Eltern zu tun und setzt sofern vorhanden auch noch die Ziele des Vereins um. Du kannst auch weiterhin unterstellen, dass er sein Bestes gibt! Und er wird davon ausgehen, dass er deinem Sohn doch in der D2 Spielzeit gibt, somit ist erstmal alles gut. (Auch wenn du das anders siehst) Man kann es leider nicht immer allen recht machen.


    Und die Antwort des Trainers hast du doch auch schon bekommen: er hat sein Team mit Stammspielern beisammen und will daran nicht mehr rütteln. Dass man damit kaum durch eine Saison kommt, dass das perspektivisch fahrlässig ist und alles andere als Kindgerecht ist, wird an ihm abprallen. Er parkt deinen Sohn in der zweiten und holt ihn sich dazu wenn es ihm in den Kram passt. Denn um es klar zu sagen: es ist schlicht verboten, in zwei Teams an einem Tag zu spielen! Da kann er mit euch abstimmen was er will.

    Fachlich gute Trainer geben Spielern auch immer wieder andere Positionen, um sie zu fordern/fördern. let1612 hat mal formuliert: kein Lehrer legt in der 7. Klasse fest, dass aus Otto ein Orthopäde wird und aus Tim ein Chemiker. Die meisten Trainer tun aber genau das.


    Sollte der Verein ein Konzept haben (haben nicht viele) und der Trainer verstößt auch nach Gesprächen dagegen, dann kannst du dich an den Vorstand wenden. Ansonsten hast du eigentlich keine Möglichkeiten.


    Denn wie sehen solche Gespräche auf der anderen Seite aus? Du beschwerst dich beim Jugendleiter und der geht zum Trainer:
    JL: der Vater von xy hat sich beschwert, du setzt ihn nicht ein?

    T: richtig. Nach seiner Verletzung ist er nicht mehr so spritzig wie zuvor und abc hat sich auf dieser Position toll entwickelt. Daher spielt xy in der D2

    JL: der Vater ist der Ansicht dass er dort unterfordert ist.

    T: mag sein, er bekommt ja immer mal wieder Einsatzzeiten bei uns aber mehr als 10 Min sind halt zur Zeit nicht drin. In der D2 kann er durchspielen.

    Gespräch beendet!


    Denn zur Wahrheit gehört auch, dass der JL froh ist, wenn er für jedes Team überhaupt 1-2 Trainer hat.



    Wenn du und dein Sohn die Zustände komplett ablehnt und sich nach Gesprächen nichts ändert, dürfte sich wohl nur noch ein Vereinswechsel anbieten.

    Denn am Ende der Zeit muss sich vorallem dein Sohn wohl fühlen!