Beiträge von Goodie

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    Hallo Hagges ,


    Erstmal gilt freilich: ich glaube wir hatten alle schon solche Einheiten.


    Manchmal kann man auch gar nix dagegen machen denn vielleicht hatten die sich streitenden Kinder schon in der Kita...


    Was du aber immer machen kannst ist ein Aufbau OHNE jede Standzeit. Diese Übung mit dem Andribbeln, Anspiel auf den Trainer, ablegen, Torschuss ist ja ein Dauerbrenner und kaum tot zu bekommen. Aber wer hat bei dieser Übung die meisten Ballkontakte? Richtig, der Trainer.

    Die Übung ist bei Bambinis nur mäßig sinnvoll weil sie keine Pässe erhalten werden, auf die sie dann draufschießen müssen weil der handelsübliche Bambini den Ball ja noch nicht hergeben mag.


    Alternative:

    Gruppen à 2 bis 3 Kinder bekommen je drei Hütchen zum umdribbeln und ein Minitor. Der nächste startet wenn die Bahn frei ist. Jede Gruppe bekommt ein Elternteil zur Unterstützung, welches guckt, dass nicht alles wild durcheinander läuft.

    Die Kinder konnten kaum genug davon bekommen und waren echt lange bei der Sache. Trainingseffekt: aus der Bewegung schießen, Kopf hoch um zu Gucken wo das Tor ist.



    In einem Altjahrgang oder in der F kann man diesen Aufbau dann als Wettkampf spielen, wer den Ball zuerst drin hat.



    Sobald du Warteschlangen mit Leerlauf hast, haste auch Unruhe. Wenn deine Übung unbedingt diesen Ablauf mit Anstehen erfordert, dann baue für den Rückweg ein paar Aufgaben (Parkour) ein.

    Die Frage ist nur wie man damit umgeht und dass es als Bambinitrainer standard sein sollte dass alle gleich viel spielen und man nicht "alles für den Sieg tut". Ich sag durchaus nach dem Spiel "die waren besser und/oder älter/größer" und fertig. Das sollte direkt nach dem Spiel wieder gelöscht werden sowohl beim Trainer als auch bei den Kindern.

    Auch hier würde ich sagen: es kommt drauf an.


    Bambinis haben eine Alterspanne von vier bis sechs, also Kindergartenkinder bis Erstklässler. Das ist ein recht großer, kognitiver Unterschied, gerade die Einschulung ist ja ein Entwicklungsbooster.


    Ich hatte kürzlich ein Spiel mit 2017ern, dass wir 7:2 verloren haben.
    Kind: "Haben wir gewonnen?"
    Ich: "nein aber wir haben zwei Tore geschafft"

    Kind: "Yeah!"


    Einzelne sind hier sicher schon weiter und ja, Kinder sollen und müssen gewinnen und verlieren lernen. Aber bei manchen dauert dieser Prozess halt wirklich lange. Und Kinder im Alter von vier oder fünf sind hier erst noch am Anfang. Erstklässler hingegen kann man hier schon etwas fordern.

    Könnte das unter Umständen dazu führen, dass sich das Kind dann, zumindest vorübergehend, vom Fußball komplett verabschiedet?

    Aber spätestens wenn das wilde wechseln nicht mehr erlaubt ist, haste halt ein Dilemma denn es wollen ja auch die spielen, die immer kommen...


    Hier könnte ich mir einige Lösungen vorstellen aber dazu müssten Regeln geändert werden.

    Faszinierend, wie man eine eigentlich schlaue Sache (Förderung von Trainingsbeteiligung anstelle von Leistung - insbesondere im Kinderbereich), so unfassbar dumm umsetzen kann (Bestrafung von polysportiver Betätigung).

    Im Grunde richtig aber wie geht man damit intelligent um, wenn ein Kind eine Zweitsportart an einem Trainingstag absolviert und somit nur noch auf eine Trainingsbeteiligung von max. 50% kommt.


    In dem Fall, wenn es E1-4 gibt, gibts sicher (bessere) Lösungen aber meine Frage zielt eher ins Allgemeine...

    Ich habe auch inzwischen immer ein paar Elternteile als Helfer rekrutiert. Das funktioniert gut. Aktuell habe ich eine Mutter an meiner Seite, die macht das brillant!

    Klar, und im Dezember kommt der Osterhase


    ScuBac darauf fällt wohl jeder mal rein. Ich habe es später so gehalten, dass ich 1-2 starke Spieler dabei hatte und mit ihnen abgestimmt war, dass sie nur reinkommen wenn der Rest nicht alleine klar kommt.


    Ich habe sie immer eingesetzt!

    Luftballon:

    Alle stehen im Kreis und halten sich an den Händen. Zum Start geht man ganz eng zusammen. Dann pustet man den Luftballon langsam auf und geht dabei rückwärts. Bis der Ballon platzt, also der Erste loslässt, dann ruft man laut peng und alle lassen sich auf den Boden fallen.

    2. Stufe: nimm zur Einführung einen echten Luftballon mit, aufpusten, loslassen. Der Ballon platzt ja nicht, er fliegt wild umher und landet schlapp auf dem Boden. Auch das kann man imitieren durch albernes umherlaufen und Geräusche.

    Kurz zu mir: ich bin die feststehende Trainerin der Bambinis/Minikicker. D.h. ich sammle die Kinder ein und wenn ca. 20 Kinder habe, gebe ich ca. 12 Kinder als G1 an einen hoffentlich gefundenen Trainer ab. Somit wächst die Gruppe immer wieder an und wird dann wieder quasi halbiert. Sie ist zumeist altersgemischt mit zwei, manchmal auch drei Jahrgängen (aktuell frisch geteilt mit 10 Kindern 17er/18er)
    Dabei ist die Phase kurz nach der Teilung immer super: es ist naturgemäß ruhiger und die Kinder sind sehr aufmerksam. Ich mag diese Zeit sehr.

    Ich starte auch immer mit einer Tummelphase. Meist bin ich zum Aufbauen schon vorher da und die Aufbauten werden schon genutzt...

    Mit den ganz Kleinen gehen schon ein paar Sachen wirklich gut. Total angesagt ist, wenn wir Trainer als Gegner agieren. Wir sind dann auch Maximonster oder Riesen oder so was und haben einen Korridor in dem wir versuchen, die Bälle zu erobern.


    Wir stehen zu zweit in der Mitte des Feldes, vor und hinter uns je ein oder zwei Minitore. Wenn die Kinder es mit enger Ballführung versuchen an uns vorbei zu kommen, haben sie anfangs einen Schutzzauber, der die Riesen lähmt. (wichtig bei schüchternen Kindern) Wenn sie jedoch versuchen, den Ball an uns vorbei zu schießen um hinterher zu laufen, erobern wir fast immer den Ball. So animieren wir die Kurzen zum Dribbling unter "Gegnerdruck" statt um Hütchen herum. Ein rumstehender Erwachsener ist anfangs nämlich Stress genug. Und die Kinder lieben es, wenn sie sich von hinten anschleichen und nicht entdeckt werden.

    ich hab das bei Horst Wein gelesen was du schreibst mit der Spielintelligenz und den kinder aufgaben stellen anstatt vorzukauen. Leider weiss ich nicht so Recht wie ich das bei 4 jährigen Kindern anregen soll.

    das findet bei den obigen Spielen ganz automatisch statt. Wenn ich als Riese in meinem Korridor einen Weg zu mache, etwa die Seitenlinie, dann versuchen die Kinder ihr Glück durch die Mitte oder anders herum.


    Auch ein schönes Lauf- und Fangenspiel ist, dass die Kinder zahlreich Tennisbälle einzeln von A nach B tragen müssen und dabei abgefangen werden sollen. Hier sieht man deutlich, dass die Kinder eine Lösung suchen, an den Fängern vorbei zu kommen und dabei (anders als bei ungerichteten Fangenspielen) weiter ein Ziel verfolgen.

    Meine Kurzen mögen auch Parcoure. Manchmal knie ich mich als eine Station nach dem Torschuss auf den Boden und die Kinder müssen dann zu mir kommen und abklatschen. Nach 2-3 Durchgängen versuche ich dann den Kindern beim Abklatschen den Ball zu mopsen und ihn ein bißchen wegzurollen. Da kommen die Kinder fix dahinter, den Ball mit ihrem Körper abzuschirmen, schnell abzuklatschen und wieder wegzulaufen. All das fördert schon bei den ganz Kleinen die Spielintelligenz.


    Staffelspiele sind bei meinen ganz Kleinen übrigens noch zu schwierig. Die Orientierung hin zur richtigen Wendemarke ist für zu einige noch zu schwer was wiederrum zu Chaos führt, daher führe ich das immer erst ein kurz bevor ich eine Gruppe Kinder abgebe, sie also schon etwas "erfahrener" ist.
    Hier versuche ich es immer mit dem Raumfahrerthema, wo ich als Staffel immer einen Ring (Lenkrad) nehme, mit dem sie um den Mond fliegen sollen. Na ja, wie gesagt: anspruchsvoll.

    Mach auch lieber bei Staffeln drei oder vier Gruppen à drei Kinder anstatt zwei à sechs, das verkürzt die Wartezeiten.


    Vor dem Abschlussspiel kommt immer folgender Spruch: "jetzt kommt mein Lieblingsspiel: Bälle in den Sack!" Inzwischen komme ich nur noch bis 'Lieblingsspiel' und dann rufen die Kinder 'Bälle in den Sack' und flitzen los. Kinder lieben ja durchaus wiederkehrene Rituale. Und zum Abschluss spielen wir immer zwei Runden "Luftballon". (auch das wird von den Kindern inzwischen eingefordert.)

    Ich finde, es hat schon mit der Altersklasse zu tun. Kindergartenkinder!

    Ich hatte kürzlich auch einen solchen Anruf, also wo die Eltern davon ausgegangen sind, dass wir ihr Kind auf jedenfall nehmen. Hintergrund dazu? Sie hatten zuvor bei drei Vereinen angerufen und alle hatten Aufnahmestopp. Sie waren einfach nur froh, überhaupt ein Ja am Telefon erhalten zu haben. Durch einen Akzent klang das dann noch harscher als beabsichtigt. Ein nettes Kind übrigens, etwas schüchtern und mit netten Eltern.

    Ich halte es so: mir ist erstmal jedes Kind willkommen! Und wenn wir uns sicher sind, dass das Kind angekommen ist, dann drücke ich den Eltern die Anmeldung in die Hand. Das ist bei manchen nach dem zweiten Training und manchmal sprechen wir nach zwei Monaten, wie es weiter gehen soll. Häufig ist es einfach noch zu früh und wir trennen uns mit den Worten: "und wenn ihr es später nochmal versuchen wollt, wisst ihr ja wo ihr uns findet."
    Echte Störer von Nervensägen zu unterscheiden braucht seine Zeit, oder? Echte Störer, die bei mir selber waren: zwei, von mittlerweile sicher über hundert Kindern, die bei mir in den letzten Jahren bei den Minikickern vorbei gekommen sind.

    Netter Nebeneffekt: Ich kenne fast alle Kinder im Verein von der E2 abwärts. 8)

    Richtig, wir schauen uns alle Kinder vorher an. Es gibt genügend die eigentlich gar nicht Fußball spielen wollen, wo die Eltern die Kinder aber zum Fußball schicken.

    Uff, bei den Bambinis wisst ihr schon bei 2-3 Probetrainings, bei welchen Kindern ihr das Feuer entfachen könnt und bei welchen nicht? Halleluja, ich hatte schon so viele Kinder, bei denen sich Geduld ausgezahlt hat. Schüchterne Kinder, die Wochen an des Mamas Bein geklebt haben.

    Wir hatten doch kürzlich hier in einem Strang, dass nur ca 1/3 der kurzen intrinisch motiviert ist. 1/3 kommt weil sie von den Eltern angemeldet werden und 1/3 kommen mit dem Freund, wo weder die Kinder noch die Eltern dahinter stehen. Letztere sind schwierig, keine Frage. Aber in welche Gruppe sie gehören, kann man doch erst nach einer längeren Phase einschätzen - finde ich.

    Der Grundgedanke ist ja nicht unsympathisch, aber zu kurz gedacht. Verletzte Spieler könnten jederzeit wechseln. Vernünftige Kadergrößen nicht mehr möglich.

    Man könnte ja eine Option einführen die da lautet: "Freigabe des Vereins in der laufenden Saison."

    Und schon wäre alles geklärt. Die, die sich gescheit mit ihrem Verein auseinandersetzen und einigen, gehen im Guten mit Freigabe, andere werden gesperrt. Vielleicht noch mit zwei Spielen Sperre um das schlimmste Hopping zu unterbinden.
    Im Jugendbereich absolut denkbar.


    Es gibt im Kinderbereich ja Optionen über die Härtefallregel aber das ist ja auch nicht im Sinne des Erfinders.

    2 Trainer einer Mannschaft, einer steht neben der eigenen Hälfte und der andere gegenüber auf der anderen Hälfte offensiv und beide haben die Kids lautstark mit Anweisungen gefüttert. Einer der beiden hatte fast keine Stimme mehr. Das muss echt net sein.

    Ich wage mal die erste Schätzung:
    75% aller Teams werden so befeuert!

    Gegenmeinunngen?

    aber die Einteilung in du störst und kannst nicht Fußball spielen - den Stempel behält das Kind evtl. sein Leben lang und geht so dem Fußball verloren.

    Let, du kannst immer fein kritisieren aber du bietest keine Lösungsansätze.

    Dein Beispiel hinkt außerdem denn echte Störer sind ein ganz anderes Kaliber.

    Ich bin ja nun schon wirklich viele Jahre Trainerin und habe immer mal wieder mit Störern zu tun. Die sprengen dir - wenn es ganz mieserabel läuft - die ganze Gruppe!
    Störer sind die, die auf Ermahnungen null reagieren, die andere Kinder drangsalieren, anspucken, treten und schubsen. Die nie was getan haben und immer nur alle gegen sie sind. Gerne haben diese Kinder auch noch Eltern, die diese Gehabe unterstützen "mein Kind tut sowas nicht". Aber sie sind zum Glück selten.

    Und ja, es mag sein, dass die Umstände diese Kinder so geprägt haben aber wenn dein eigenes Kind in der Kabine angepinkelt wird, dann hat der Spaß ein Loch. Solche Störer gehören in die Hände von Fachleuten, nicht in eine Kindertrainingsgruppe.
    In vielen Erziehungsforen kursiert Fragen wie: Mein Sohn ist total anstrengend, hört nicht, ist renitent. Antwort: schick deinen Sohn zum Fußball, da kann er sich austoben.
    Ich würde am liebsten schreien nein, nein, nein, der muss zum Fachmann. Ein Kinderarzt ist hier der erste Ansprechpartner. Ein Hobbytrainer kann mit auffälligen Kindern nicht adäquat umgehen. Und wenn ein Kind zum Ergotherpeuten gehört, dann soll er dort auch hingehen. AHDS, Wahrnehmungsstörungen, was weiß ich welche Diagnosen es hier noch geben kann.
    EDS (Erziehungsdefizitsyndrom) ist auch weit verbreitet. Aber auch hier ist ein Trainer nicht der, der es richten kann.


    Echte Störer sind zum Glück selten aber man kann nicht jeden retten. Es muss allen Spaß machen, auch dem Trainer!

    Puh, also jenseits von 16 Kinder werden Kindergruppen echt anstrengend.


    In jeder handelsüblichen Truppe hast du die von dir beobachtete Drittel. Das geht einher mit 1/3 Kinder die für Fußball brennen, 1/3 sollen von den Eltern aus kommen und das letzte Drittel ist die Hölle: weder haben die Kinder Lust noch stehen die Eltern dahinter. Meist werden sie von irgendwem mitgeschleppt. Ganz ehrlich? Das sind häufig die, die die Aufmerksamkeit aller Trainer auf sich ziehen aber so gar nicht verdient haben.

    Daher mein Rat: ignoriere das Gehabe so gut es geht. Ärgere dich nicht, wenn diese Strategen unregelmäßig kommen. Erfreue dich an den anderen, die da sind. Notiere unbedingt die Trainingsbeteiligung, so hast du Zahlen/Daten/Fakten bei Theater mit den Eltern.


    Ich würde außerdem ein paar Regeln für die Kinder einführen.

    1. Wer nicht mitmachen möchte, darf das aber das macht er am Rand!

    2. Das Stören der Übungen ist verboten und wird mit gelb und rot (aussetzen am Rand für den Rest dieser Übung) geahndet.

    3. Wenn jemand mit rot aussetzen musste, werden die Eltern gebeten, das nächste Training zu bleiben und das Geschehen zu beobachten.


    Ihr selber könntet das Training so gestalten, dass es keine oder so gut wie keine Wartepositionen gibt. Wenn es denn unbedingt mal was mit Warteposition ist, dann lass dir was für den Rückweg einfallen... ein Hütchendribbelparcour, ne Leiter oder so was. Damit werden die Wartezeiten kürzer. In jeder Warteschlange bricht irgendwann das Chaos aus und der vorderste weiß selten dass er dran ist oder was er machen soll. AUßER: du steht mitten drin in der Warteschlage und bist Quasi der Starter. Dann funktioniert das besser.


    Wenn ihr zu zweit seid, könnt ihr das Team dennoch dritteln: Idealerweise hat man ja einen Schwerpunkt und dazu zwei Hauptübungen. Dann machen Gruppe 1 die Übung 1, Gruppe 2 die Übung 2 und Gruppe 3 spielt ohne Aufsicht auf Minitore. Eine F kann sich hier schon selber organisieren und wenn sie die Zeit nutzen über aus/nicht aus zu streiten, dann sollen sie das machen... Nach einer gewissen Zeit wechseln dann die Gruppen durch.

    Wenn ihr in sechs verschiedenfarbige Leibchen investiert, könnt ihr allen immer am Anfang ein Leibchen geben und so die Kinder in die Gruppen aufrufen und dabei immer neu mischen:
    1. Durchgang Gelb und rot spielen, blau und grün Übung 1, schwarz und weiß zur Übung 2.

    2. Durchgang blau und schwarz spielen, gelb und weiß Übung 1, rot und blau zur Übung 2.

    3. Durchgang grün und weiß spielen, schwarz und rot Übung 1, blau und gelb Übung 2 Hehe, wenn man das machen möchte muss man sich das anfangs aufschreiben, damit man nicht komplett durcheinander kommt.

    Woran sich viele Trainer auch die Zähne ausbeißen, was aber irgendwie auch nicht tot zu bekommen ist ist folgendes: die Kinder sollen sich ordentlich(!) warm machen, auf einer Höhe und gerade aus eine Strecke laufen und wieder zurück. In meinem Verein versucht sich daran wieder ein Trainer in der F2 und ich stehe kopfschüttelnd daneben. Wann kommt das im Spiel vor? Nie! Warum dürfen die Kinder nicht im Chaos laufen und so direkt noch ausweichen (Vorstufe fintieren) trainieren. Wenn ich z.B. ne Laufschule mache, dann laufen die Kinder im Gegenverkehr, bei vielen sogar von vier Seiten auf die Gegenüberliegede.


    Ein paar lose Gedanken noch:


    Wenn du das Training an den 4 Besten ausrichtest, dann verlierst du die hintere Hälfte. Such dir ein Kind aus, dass das Mittelfeld perfekt repräsentiert: zuverlässig, nett, mittelprächtig gut. Und dann richtest du an diesem Kind das Training aus. Den besten gibst du dann Zusatzaufgaben (leise), etwa dass sie nur mit dem schwachen Fuß, oder noch eine Finte, keine Ahnung, denk dir was aus... Und die Schwächeren wirst du so besser erreichen.


    Startet das Training mit einer Tummelphase: die ersten 5-10 Min gehören den Kindern. Aufbauten können schon genutzt werden, Bälle liegen bereit. Aber angeleitet wird noch nichts. Auch die Kinder müssen erstmal ankommen und wenn man das so macht, ist das mit nichten vertane Zeit. Ganz im Gegenteil. Es ist Zeit für Gespräche und wenn Kinder zu spät kommen, stresst das niemand. Dann Kinder zusammenrufen, Schlachtruf, starten.


    Denk dran, Kinder in der F die zu spät kommen, werden nicht eher geschickt/gebracht.

    Wenn du deine Strategen motivieren möchtest, dann lobe sie. Irgendwas gibts immer zu bemerken und Kinder in dem Alter wollen gefallen. Mache das leise und so zu etwas besonderem zwischen dir und dem Kind. "Das war ein prima Pass, weiter so". "du stehst auf Ronaldo, den finde ich auch super". "klasse Torschuss, kannste das auch mit links? Versuchs mal" Idealerweise hat so im Laufe des Trainings jeder min. einmal ein solches Feedback bekommen.

    Wenn du Spaß an Statistik hast, schreibe dir ein Ranking auf. Vom besten bis zum schlechtesten. Und das überarbeitest du so alle 3-4 Wochen. Du wirst erstaunt sein, wie häufig du die Kinder umstecken musst/kannst.

    Geh deinem Jugendleiter auf den Keks, dass du eine Lösung für die zu große Gruppe benötigst. (Aufteilen) und setze eine Deadline. Ohne Druck geht so was leider meist nicht.


    Such dir weitere Helfer! Das kann auch ein C-Jugendlicher sein... Wenn der dann noch ein Taschengeld bekommen könnte, wäre das sicher eine gute Motivation. Man könnte das zum Beispiel bei 22 Spielern aus der Mannschaftskasse generieren: einfach die Einlage um 1,50€ pro Monat erhöhen und dem Jugendlichen 33€ zahlen.


    Denkbar wäre auch, eine dritte Einheit machen und nur jeweils 2/3 der Kinder zu trainieren.


    Kurse zum Teamleiter Kinder werden durchaus auch dezentral und abends gemacht. Musste mal schauen. Lohnt sich und macht durchaus auch Spaß

    Wenn du das Buch Spielintelligenz im Fußball - kindgemäß trainieren von Horst Wein noch nicht kennst, dann besorg dir das. Das ist wirklich hilfreich.


    soooo, ist lang geworden und eher wie eine Gemüsetheke zu verstehen: pick dir raus was dir gefällt und was dich anspricht und lass den Rest einfach liegen. =)