Beiträge von Goodie

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    Im Prinzip sage ich, klar, lass Spieler auf verschiedenen Positionen spielen, aber schule vorher was die Position verlangt. Das sollte eigentlich ein No-Brainer sein.

    deine Aussage käme bei mir nur zum Zuge, wenn ein 15 Jähriger neu anfängt und keine eigene Idee hat, was ein IV oder ein 6er zu tun hat.

    Ein Kind, welches mit 15 aber schon 8-10 Jahre kickt, sollte eine Idee haben, was zu tun ist. Insofern muss ich es ihm doch vorher nicht "beibringen" wenn ich ihn aus der IV auf den 6er schicke. Vielleicht kurz vor dem Spiel 2-3 wichtige Punkte ins Bewusstsein rufen und los gehts. Zumal wenn ich mich im "Leistungsbereich" bewege. Da sollte doch erst recht Spielverständnis vorhanden sein. AUßER, der Spieler steht seit der F-Jugend in der IV und durfte noch nix anderes ausprobieren.


    Wenn jedoch Kinder von Anfang an auf allen Positionen Erfahrungen sammeln konnten, dann kannst du sie auch fix "umschulen".

    Das ist doch auch im Spiel zwingend erforderlich, dass man kurzfristig umbaut, wenn etwa einer ne Zeitstrafe bekommen hat oder gar mit rot runter muss.


    Und gerade im unterem Jugendbereich sollte das Spiel nur die Fortsetzung des Trainings sein und die neuen Spielformen für die Kurzen fördern das ja auch: alle spielen alles und das Training folgt der Spielform.

    Du hattest im September ja schon mal einen ähnlichen Strang gestartet. Wenn es in eurer Kleinstadt 3 oder 4 Vereine gibt, dann ist das sicher zuviel des Guten. Unser Stadtteil ist ähnlich groß und hat zwei, die beide gut dastehen und jede Jugend zum Teil mehrfach besetzt haben.

    Vielleicht muss sich das bei euch gesundschrumpfen... ?(

    In unserer Region sind JSG nicht sehr weit verbreitet und eigentlich auf die Dörfer rundum beschränkt. Im (Klein)städtischen Umfeld kam es in den letzten Jahren aber zu Zusammenschlüssen einiger Vereine, die anschließend unter neuem Namen und neuem Selbstverständnis durchgestartet sind. Und das - von außen betrachtet - auch sehr erfolgreich.

    Ich bin so geladen, dass Erwachsene Menschen Kinder benutzen um ihre Psychospiele zu treiben.


    Ich weiß jetzt nicht was wir machen sollen. Wenn wir jetzt im Winter gehen, haut er uns bestimmt eine 6 Monate Speere rein .

    [...]

    Der Trainer hat sich so auf meinem Sohn eingeschossen, seitdem er im Stützpunkt ist.

    Soccermum ich würde an deiner Stelle mit den STP-Trainern sprechen und um Rat/Vermittlung bitten. Evtl. gibts bei euch im Kreis auch einen Konfliktbeauftragten...

    PS: für mich klingt das alles nach einer Familie, die in einem schrägen Umfeld einige Fehler macht. Unterm Strich scheint dafür aber ein Junge abgestraft zu werden. Insofern...

    Die ersten Frage wären: wieviele Mitstreiter hast du?

    Wie hoch sind Widerstände gegen Veränderungen?



    Ich kenne keinen Verein mit gutem Gelände und einer LL Mannschaft, der vor die Hunde gekommen ist. Da muss aber was gehörig schief gelaufen sein in den letzten Jahren.

    Das musst du hier nicht kundtun aber intern besprechen und Gegenmaßnahmen einleiten.


    Spontan fallen mir diese Dinge ein


    Einheitliches Auftreten im der Öffentlichkeit. (z. B. Mützen für alle) um sichtbar zu werden

    Schul-AGs

    Tag der offenen Tür

    Tag der Mädchen

    Soccercamp für Anfänger aller Altersklassen

    Kooperation mit einer Fußballschule

    Social Media Aufrufe...

    Flyer in Kitas


    Das steht und fällt aber immer mit den Leuten.

    Kleinteilige Aufgaben wirst du besser an den Mann bringen, dann erhöht sich der Aufwand der Koordination. Oder man macht es gleich selber und vergeht in Arbeit...

    Ohne funktionierendes Team geht es nicht.

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    Ich habe das in der Tat mal erlebt, wie sich eine Gruppe in den Abteilungsvorstand hat wählen lassen. Junge, engagierte Leute, wie es schien. Die waren sehr deutlich: entweder, ihr wählt uns gemeinsam in genau dieser Zusammenstellung oder eben nicht.

    Mit dem alten Verständnis von Verein hatte das freilich nicht viel zu tun aber in der heutigen Zeit kann ich das gut verstehen, dass man sich nicht in internen Querelen auftreiben will.


    Unter dem Strich ist dieser Enthusiasmus nicht bis in die Jugend gesickert sondern ist bei den Senioren hängen geblieben... Na ja.



    Btw: ich denke häufig darüber nach, was man wie verbessern könnte. Aber ich muss auch anerkennen, dass in meinem Verein zu viele Beton Köpfe agieren; ich mich also nur auftreiben würde. Dabei mag ich Prozessoptimierungen, im beruflichen wie auch im Vereinumfeld. Ich kenne diverse Methoden usw...

    Ich habe mal ein Jugendkonzept geschrieben. Aber das ist schon beim JL hängen geblieben und wurde nicht mal Grundlage einer Diskussion.... :pinch:

    O-Ton: wer soll das denn überwachen?


    Den Gedanken dass man davon profitieren könnte, konnte ich nicht etablieren...

    Niederrheiner um 10 Uhr starten am Niederrhein heute die Bambinispielfeste die ja immer noch im 7vs7 laufen. Würdest du dir die Zeit nehmen, dir das anzusehen, dann kannst du dort folgendes beobachten:


    Ein Kind von etwa 1,10 m Länge steht in einem absurd großen Tor und darf im Grunde nicht mitspielen.

    Die Spielertraube ist da wo der Ball ist aber bei genauerer Betrachtung sind es immer die gleichen, die hier außen sind und nur so tun als ob. Und so haben 2-3 "besten" Spieler die meisten Ballkontakte.

    Auf der Bank sitzen 4-5 Kinder, die erst mal gar nicht mitmachen dürfen. Das sind auch zumeist die selben weil man ja schon ne Startaufstellung hat.

    Bei einigen Teams gibt es sogar schon Abwehrspieler, die hinten bleiben müssen und sich am Tore schießen nicht beteiligen dürfen.

    Schüchterne Kinder - und wir reden ja von Kindergartenkindern - sind häufig komplett überfordert. Nach dem ersten Spiel von dreien verweigern sie und wollen nicht mehr mitmachen. Denn nein, Kinder benötigen keine Stadionatmosphäre und wild gestikulierende Trainer am Rand. Auch nicht beim Gegner.


    Es wird noch Jahre benötigen, bis kindgerechte Spielformen in den Köpfen der Erwachsenen ankommen.


    Der Niederrhein stellt zur Rückrunde auf Funino um und noch niemand weiß, wie das aussehen soll. Und so kann man sich ja vorstellen, wie hoch die Akzeptanz am Rand ist, nicht!


    Ich diskutiere das sehr häufig mit "betroffenen" Eltern und die kategorische Ablehnung bekommt erste Risse. Mehr erwarte ich auch nicht. Ich ende meist mit dem Satz "gebt dem bitte ne Chance und zerredet das nicht daheim am Küchentisch. Die Kinder werden davon keine Nachteile haben"



    Und warum ein E-Jugendlicher auf jeder Position gespielt haben sollte, kannst du dir hoffentlich selber beantworten.



    Zum sportlichen Ehrgeiz habe ich folgende Philosophie: "mit den besten im Team zu gewinnen ist einfach. Kannst Du es auch mit allen?" und damit meine ich wirklich fair verteilte Einsatzzeit für alle! Und nicht die berühmten 10 min am Ende.


    Dank den limitierten Wechselmöglichkeiten in den älteren Jahrgängen ist die Umsetzung nur über eine ganze Saison möglich. Aber auf dem Kleinfeld geht das problemlos. Frag dich: machst du deine Wechsel vom Spielstand abhängig?

    Ich halte dieses Versicherungsargument auch für schwach und vorgeschoben.


    Unter dem Strich wird Kindern mit Spielerpass in den betroffenen LV verboten, zu einem anderen Verein zum Training zu gehen, wenn es dem anderen Verein nicht gefällt. Mit welchem Recht?

    Ein Kind, welches Handball beim Verein A spielt, kann doch auch zum Probetraining beim Verein B gehen, Mitgliedschaft hin oder her.


    Dass man nur für einen Verein in den Spielbetrieb geht, versteht sich aber das aufs Training auszudehnen, ist einfach nur frech.

    Und mich ärgert das, weil es ausschließlich die Interessen der Vereine im Sinn hat. In kaum einem Verein kann man "schadlos" an einem Probetraining teilnehmen.

    Wir sind in NRW / Westfalen, hier haben wir auch bei verschiedenen Vereinen uns vorstellen dürfen, einige bestanden auf die Freigabe bei anderen durften wir sogar bis zu 3x trainieren ohne was vorzuweisen.

    Du kannst auch bei rot über ne Fußgängerampel laufen... geht ja meistens gut aus

    Ich freue mich ja schon auf den Tag, an dem ein ordentliches Gericht diesen Passus kippt aber bis dahin gilt: mit dem Spielerpassantrag unterwirfst du dich diesen Regeln... Der Verein muss dir eine Trainingserlaubnis ausstellen und der potentiell aufnehmende Verein muss sich das zeigen lassen.

    Das ist in so ziemlich allen Landesverbänden so.

    Das gilt in NRW und vielleicht können ja andere Foris hinzufügen, ob das in ihrem Verband/Bundesland auch so ist.

    Da halte ich mal gegen. Halte das Prinzip nicht ein, sondern trainiere mal eine Spielform, die Deine Jungs eben (noch)nicht beherrschen.

    In die konkreten Trainingsinhalte einer B mische ich mich wegen Ahnungslosigkeit nicht ein, da kennst du dich besser aus.


    Aber in der beschrieben Chaostruppe werden kompliziertere Übungen nicht verstanden.

    Ob das jetzt was mit anstehen und irgendwelche Hütchen und Passstaffetten l abarbeiten ist oder eine Spielform ist bei meinen Gedanken zweitrangig.

    Wenn es zu kompliziert ist, muss ich es vereinfachen. Statt 5 min einreden auf Nixblicker vom Haare-raufenden Trainer würden sie bei mir 3 min ganz simpel anfangen, dann die nächste Teilanweisung und nach 5 Min dann die Endform...

    Hallo erstmal und herzlich Willkommen.


    Ich musste bei der Beschreibung deiner Truppe ein paarmal Schmunzeln.

    Spontan wäre ich wohl bei dieser Konstellation geneigt den Kopf in den Sand zu stecken. Andererseits ist es ja eine sehr reizvolle Aufgabe, aus diesem Chaostrupp eine Mannschaft zu formen.


    Du hast ja schon rausgefunden, dass die Jungs auf Wettkampfspiele stehen. Somit hast du ja schon etwas Zugang gefunden. Ein Abschlussspiel kannst du zum Beispiel damit befeuern, dass die Sieger in eine Gummibärchentüte oder so was greifen dürfen, die anderen nicht.

    Was habt ihr denn in Richtung Teambuilding bisher gemacht? Ein Fehler im System, der auch gerne im Arbeitsleben gemacht wird ist, eine Truppe zusammenzustellen und davon auszugehen, dass alles von alleine super wird. Warum sollte das so sein?

    Ich glaube, ich würde hier ansetzen.


    Mannschaftsbesprechung mit klaren Fragestellungen:

    Du könntest eine Wand hernehmen und darauf eine Skala mit Postits markieren.

    Dann stellst du erstmal deine Fragen und lässt die Spieler ihre Einschätzung durch je einen Postit Zettel aufkleben.


    Wo seht ihr euch aktuell? (Können und Fähigkeiten, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft)

    Was oder wo wollt ihr in 6 oder 12 Monaten sein? (Ziele notieren lassen, vortragen, auf 1-2 Ziele einigen und ausformulieren)

    Wieviel seid ihr bereit dafür einzusetzen? (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft)

    Welche Maßnahmen könnt ihr dazu definieren? (Regelkatalog erarbeiten)

    Was machen wir, wenn sich jemand nicht dran hält (Strafenkatalog definieren, hoffentlich etwas fantasievoller als 1 € fürs Zuspätkommen)


    Im Rahmen der Regeln kannst und solltest du wohl auch eine klare Stellung beziehen und deine Erwartungen klar aufzeigen! Wenn die Jungs in dir einen motivierten Trainer entdeckt haben, werden sie dir hoffentlich auch folgen wollen. Definiere unter welchen Bedingungen dir das Training Spaß macht. Und dass du nur bereit bist, deine Zeit einzubringen, wenn es sich für alle lohnt, auch für dich!
    Und wenn sich mittelfristig nichts bessert, dann wirf die Brocken hin und such dir ein zu dir besser passendes Team.



    Im Training:

    in jedes Training ein Kooperationsspiel einbauen.

    z.B. zwei Teams müssen einen Stab vom Boden aufheben und zu einem Ziel transportieren. Haken: jeder einzelne darf dazu nur einen einzelnen Finger benutzen.

    oder
    Auf einer Linie stehend müssen sich die Spieler nach Größe, Alter, Haarfarbe, Anzahl der Geschwister usw. aufstellen, ohne dass einer neben die Linie tritt. (Dabei müssen sie sich zum Beispiel anfassen um an einander vorbei zu kommen)

    von solchen Spielen ist das Internet ja voll, musst du halt mal schauen, was dich anspricht.

    Achte z.B. durch das Ausgeben von Leibchen schon bei diesen Übungen darauf, deine Strategen zu trennen und dafür zu sorgen, dass sich die miteinander beschäftigen müssen, die das bisher vermeiden.


    Und dann habe ich mal eine Methode aufgeschnappt, die der Trainer "Warmduschen" genannt hat. Dabei saßen die Spieler im Kreis und mussten jeweils laut und deutlich etwas Wertschätzendes zu ihrem Nebenmann sagen. Das kostete die Jungs anfangs einiges an Überwindung. Dabei macht der Trainer den Anfang denn irgendwas Nettes gibt es sogar zum größten Chaoten zu sagen! Auch hier: mal nach Alphabet, mal nach Alter... in immer wieder neuen Konstellationen


    Übrigens : Gib deinen wiederkehrenden Spielen auf dem Platz Namen (analog dem Yoga). So musst du nicht immer wieder von vorne anfangen zu erklären.

    Halte das Grundprinzip vom leichten zum schweren ein. Überlege dir, wie eine vereinfache Variante deiner Übung aussehen könnte und starte damit. Wenn das dann läuft, ergänzt du nach und nach Aufgaben und Schwierigkeitsstufe.

    Hallo,


    solche Geschichten haben immer mehrere Ebenen!


    In der D-Jugend - und das kannst du dir von 3/4 aller Trainer anhören - ist der "Kindergarten" vorbei. Ab jetzt gilt Leistung... Das heißt, dass Kinder durch Bankdrücken oder nicht Nominierung ausgeschlossen werden oder eben in einer ersten trainieren und in einer zweiten spielen. Man hat eine Stammformation und seine festen Ersatzspieler. Und du kannst dir eine Menge Argumente anhören, warum das genau so sein muss.

    Somit hast du auch einen der Gründe für ein Drop out in diesem Alter.


    Ich bin der Meinung: mit den Besten kann jeder gewinnen, mit allen nur die wenigsten. Das aber wäre für mich immer der Ansporn, zumindest in einem normalen Dorf/Stadtteilverein.

    Nun ja, bei euch scheint man nach höherem zu greifen und zur Erreichung dieser Ziele benötigen sie deinen Sohn nicht. Denn um es mal klar zu sagen: Würden die Trainer ihn für unentbehrlich halten, würden sie ihm seinen Platz freihalten, und das auch deutlich länger als 3 Wochen.


    Dass man die Kinder zwischen einer ersten und einer zweiten hin und her schickt ist also gar nicht mal so unüblich. Ein Spieler einer D2 fühlt sich vielleicht sogar geehrt wenn er in der D1 aushelfen soll. Anders herum sieht es halt häufig anders aus.


    So scheint es ja bei euch zu sein.


    Es spielt auch gar keine Rolle, wo oder wie er sich verletzt hat, ob er das Zeug zu mehr hat oder nicht und was du glaubst, eben auch nicht. Es gilt schlicht die Meinung vom Trainer.

    Das muss auch ein Stück weit so sein, denn ein Trainer hat es mit vielen Spielern und Eltern zu tun und setzt sofern vorhanden auch noch die Ziele des Vereins um. Du kannst auch weiterhin unterstellen, dass er sein Bestes gibt! Und er wird davon ausgehen, dass er deinem Sohn doch in der D2 Spielzeit gibt, somit ist erstmal alles gut. (Auch wenn du das anders siehst) Man kann es leider nicht immer allen recht machen.


    Und die Antwort des Trainers hast du doch auch schon bekommen: er hat sein Team mit Stammspielern beisammen und will daran nicht mehr rütteln. Dass man damit kaum durch eine Saison kommt, dass das perspektivisch fahrlässig ist und alles andere als Kindgerecht ist, wird an ihm abprallen. Er parkt deinen Sohn in der zweiten und holt ihn sich dazu wenn es ihm in den Kram passt. Denn um es klar zu sagen: es ist schlicht verboten, in zwei Teams an einem Tag zu spielen! Da kann er mit euch abstimmen was er will.

    Fachlich gute Trainer geben Spielern auch immer wieder andere Positionen, um sie zu fordern/fördern. let1612 hat mal formuliert: kein Lehrer legt in der 7. Klasse fest, dass aus Otto ein Orthopäde wird und aus Tim ein Chemiker. Die meisten Trainer tun aber genau das.


    Sollte der Verein ein Konzept haben (haben nicht viele) und der Trainer verstößt auch nach Gesprächen dagegen, dann kannst du dich an den Vorstand wenden. Ansonsten hast du eigentlich keine Möglichkeiten.


    Denn wie sehen solche Gespräche auf der anderen Seite aus? Du beschwerst dich beim Jugendleiter und der geht zum Trainer:
    JL: der Vater von xy hat sich beschwert, du setzt ihn nicht ein?

    T: richtig. Nach seiner Verletzung ist er nicht mehr so spritzig wie zuvor und abc hat sich auf dieser Position toll entwickelt. Daher spielt xy in der D2

    JL: der Vater ist der Ansicht dass er dort unterfordert ist.

    T: mag sein, er bekommt ja immer mal wieder Einsatzzeiten bei uns aber mehr als 10 Min sind halt zur Zeit nicht drin. In der D2 kann er durchspielen.

    Gespräch beendet!


    Denn zur Wahrheit gehört auch, dass der JL froh ist, wenn er für jedes Team überhaupt 1-2 Trainer hat.



    Wenn du und dein Sohn die Zustände komplett ablehnt und sich nach Gesprächen nichts ändert, dürfte sich wohl nur noch ein Vereinswechsel anbieten.

    Denn am Ende der Zeit muss sich vorallem dein Sohn wohl fühlen!

    Die meisten Eltern sind leider nicht so "diszipliniert" um über ihren Schatten zu springen und zu helfen. So zumindest meine Erfahrung.

    Von 15 zuschauenden Elternteilen - bei 22 Kindern im Training - haben 14 durchaus interessante Ausreden, warum sie nur zuschauen, mit ihrem Handy daddeln oder stricken können.

    echt? Ich habe eigentlich noch nie ne Abfuhr bekommen, wenn ich Hilfe erbeten habe. Allerdings frage ich auch nicht in die Runde, wer helfen könnte sondern ich formuliere meine Aufgaben klar und gerichtet:
    "Steffi und Andre, seid so gut und stellt die Tore weg, ja? Danke"
    oder
    "Katja, Carlos und Anja, ihr seid fürs nächste Spiel je ein Staffel-Chef, geht bitte je an ein Hütchen und guckt, dass es nicht zu wild wird, den Rest erkläre ich gleich."

    Zitat

    Und was wohl die fehlenden 7 Elternteile machen? Immerhin sind sie bis jetzt pünktlich zum Abholen zurück. Aber ich sehe es schon kommen, dass ich einzelne Kinder mit einem Taxi auf Kosten der Eltern nach Hause schicken muss.

    Wenn das etwas polemisch war, dann ok. Solltest du das ernsthaft in Erwägung ziehen dann lass dir bitte gesagt sein, dass du das nicht darfst. Nach einer angemessenen Wartezeit musst du das Kind in die Obhut der Polizei übergeben. Du darfst es nicht selber nach Hause fahren und per Taxi losschicken schon gleich gar nicht.
    Aufsichtspflicht im Verein
    Vereinsrecht: Wann endet die Aufsichtspflicht? - Vereinswelt.de

    Ok, was ich noch nicht verstehe ist, warum ihr "Warmlaufen" macht. Ich vermute, ihr lasst die Kinder ohne Ball über den Platz traben.

    Kinder rennen aber eh den ganzen Tag. Ein Warmmachen wie wir Erwachsene das zur Verletzungsprophylaxe benötigen ist unnötig.


    Ich habe Leibchen in vier Farben (angeschafft) und verteile diese ganz gerne direkt an die Kinder.

    Statt stupidem Warmlaufen gehts also direkt ins erste Spiel, zum Beispiel so:


    Raupenlauf:

    Je 4 oder 5 Kinder stehen hintereinander mit gespreizten Beinen, der vorderste rollt den Ball durch seine Beine und durch alle weiteren Beinpaare. Der letzte schnappt sich den Ball, läuft nach vorne und rollt wieder durch seine eigenen Beine nach hinten durch. Es gewinnt das Team, welches entweder nach einer gewissen Zeit am weitesten gekommen ist oder welches einen Zielstrich erreicht hat.


    Raupenkick

    Zweiter Durchgang mit den Füßen. Der Ball wird durch die Beine gepasst, hinten vom letzten angenommen, nach vorne dribbeln usw. (hier haste bei vier Spielern ja nur zwei Beinpaare, das ist also nicht sonderlich schwierig.)


    Dritter Durchgang in zweier Teams: einer steht mit gespreizten Beinen, der andere passt da durch, läuft um seinen Partner herum, nimmt den Ball wieder an und spielt ihn sofort wieder durch die Beine: Wettkampf auf Zeit, nach x Sekunden wechseln, wer schafft die meisten Pässe?


    Spätestens jetzt sind alle warm, hatten jedoch schon Spiele, die den Teamgedanken und die Ballbehandlung schulen und Spaß machen...

    Aber wichtig ist immer: Staffeln mit möglichst wenig Spielern ausstatten. Lieber 4*4 als 2*8 Spieler...

    Das ist ja schon fast philosophische, auf jedenfall ne interessante Frage.


    Ich glaube, dass man intuitiv also unbewusst/schnell Entscheidungen trifft, die auf einer Vielzahl von Wiederholungen und Erfahrungen basieren und von einer soliden Technik getragen sind.


    Nehmen wir Skifahren. Ein Anfänger kämpft mit den Ski. Ein Fortgeschrittener hat mit dem steileren Hang zu tun. Ein Könner cruist locker durch den Schnee, egal was da kommt. Der Könner denkt nicht mehr darüber nach, was er tun muss, er kann es ja.


    Oder Fahrradfahren. Versuche das mal einem Anfänger mit Worten zu erklären. Niemand würde sagen: "dann musst du den Lenker mit 60g Gewichtskraft nach rechts drehen, um um die Kurve zu fahren". Das geht nicht, das muss man "erfahren" im Wortsinn und das lernen Kinder heutzutage über den Zwischenschritt Laufrad binnen Stunden.


    Kinder wissen schon nach ein paar Wiederholungen beim Fangenspiel welche Haken sie schlagen müssen, um nicht gehascht zu werden. Das dürfte auch nicht durchdacht sein, sondern intuitiv ablaufen.


    Im schnellen Mannschaftsspiel kommen so viele Facetten zu einem Bild zusammen, dass das Gehirn viel zu langsam wäre, eine durchdachte Entscheidung zu treffen.


    Kurz mal google befragt: Man geht davon aus, dass das Unbewusste ca 11 Mio. Eindrücke pro Sekunde (alle Sinneseindrücke wie hören, fühlen, sehen usw) verarbeiten kann, das Denken nur etwa 60. Blöd nur, dass das Bewusste immer die Hohheit hat.


    Wenn du also von außen einen Spielzug instruierst, hat der Spieler keine Chance mehr aus seinem reichlichen Repertoire von unbewusst abgespeicherten Spielzügen den Besten geschehen zu lassen.

    Manchmal sieht man einem Spieler, der frei auf einen TW zuläuft, an, dass er anfangen hat zu denken... Fatal, das geht selten gut aus. Mein Rat an solche Spieler, die den Kopf nicht ausbekommen ist dann immer: nimm dir 2-3 Varianten vor und aus denen suchst du dann aus. Das ist überschaubar. Das Auswählen aus allen Optionen hingegen ist schon wieder zu langsam.


    Die Vollebyballer unterscheiden zwischen der Technikerwerbsphase, der Anwendungsphase und dem freien Spiel.
    Nehmen wir mal die Technik "nach hinten über Kopf pritschen" für den Zuspieler als Beispiel.
    In der Erwerbsphase wird der Ball ausschließlich nach hinten gespielt,
    In der Anwendungsphase gibt man dem Zuspieler vor, immer abwechselnd nach vorne und hinten zu spielen, nach einigen Durchgängen darf er dann zwischen diesen beiden Optionen selber wählen.

    Im Abschlussspiel entscheidet dann ausschließlich der Spieler, welchen Spielzug er durchführt.


    Als ich angefangen habe über die Frage nachzudenken, fand ich es schwierig meine Meinung in Worte zu fassen, bis ich die Fragestellung durch andere Filter (Sportarten) geschoben habe. Dann war es eigentlich recht einfach.


    Daher komme ich zu dem Schluss, dass man Intuition durch den Verzicht von Instruktion trainieren und fördern kann.

    Selbst Drittklässler spielen noch allgemeine Spiele mit Rahmengeschichten. In einer F kann man das ruhig noch nutzen.


    In Kampfsportarten hat quasi jede Bewegung einen Namen. Wenn man wiederkehrende Übungen benennt, spart man sich wortreiche Erklärungen. Dann nennst du eben deine genannte Übung: "Tornetz zerschießen" (bei mir heißt die übrigens: "der Trainer hat die meisten Ballkontakte" und wurde in meine Sammlung nie aufgenommen)


    Disziplin und Aufmerksamkeit steht und fällt mit dem Spaßfaktor. Anstehen = doof = Blödsinn machen.

    Aufgaben mit Wettkampfcharakter zum Beispiel "wer schafft die meisten Tore gegen eine lebendige Sanduhr" hingegen bieten Action, da bleibt kaum Zeit für Blödsinn.

    Hm, so was hatte ich noch nicht. Dass Kinder keine Lust (mehr) haben schon aber Angst das den Eltern zu sagen? Nein, das nicht...


    Bei mir gibt es aber die Regel, dass ein Elternteil am Platz bleiben muss. Unsere Anlage ist weitläufig, die WCs etwas entfernt. Es ist für mich ok, wenn die Eltern sich abstimmen und mehrere Kinder betreuen aber dass ich am Ende noch die Kinder zum WC begleite, das mache ich nicht. Selbst im zweiten Jahr finde ich das nötig. Gibt ja auch ab und zu mal Tränen... Und es ist mir auch zu heikel sonst. Wenn sich mal ein Kind absetzt? Nee nee

    Hagges jedes freiwillige Zuspiel deiner Kinder darfst du ruhig feiern. Aber Trainingszeit würde ich darauf halt nicht verwenden. Bambinis heißt im Grunde: der Ball, mein Freund. Jedes Kind ein Ball und vielfältige Aufgaben damit. Etwa dass alle Kids Autos sind und noch ein Lenkrad dabei haben. (Hütchen oder Ring). Und dass die blauen Autos in die Werkstatt müssen (Zone).

    Alle Abwandlungen von Feuer, Wasser, Blitz gehen auch immer.


    Übrigens, wenn die Kinder in ein Tor schießen, dann ist das die gleiche Bewegung wie beim Zuspiel, macht aber viel mehr Spaß!