Beiträge von Goodie

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    Andernfalls würde ich mich mit dem Gedanken tragen, für einen anderen Verein zu interessieren, der mir bessere Rahmenbedingungen bietet

    Ja oder man versucht die Dinge im eigenen Verein zu verbessern.


    Ich finde häufig neue Trainer unter den Fußballeltern, bei der Jugend eher nicht.

    Aber wenn so gar keiner will, dann muss doch der Verein eine Lösung bieten und nicht den armen Schlumpf mit mehr als 30 Kindern vollballern.

    Unbegrenzt Kinder aufnehmen zu müssen, wir sind bei aktuell 30 (!) mit 2 Trainern statt einer Warteliste zu führen, nervt mächtig.
    Unsere eigenmächtige Entscheidung als nach Ende der Hallenrunde wieder neue Kinder aufzunehmen, bringt uns nun einige Gespräche in der Fußballabteilung ein.

    Öhm... wer will dich denn zwingen, immer weitere Kinder aufzunehmen?


    Nach dem Gesetz sind wir Angestellte des Vereins, welcher weisungsbefugt ist. Und ja, es kann auch nicht jeder Trainer wilde Sau spielen nur weil er vielleicht schlecht oder gar nicht bezahlt wird. Aber ein Trainer ist immer auch ein Idealist, macht das aus Freude am Sport, an den Kindern. Und wenn es keine Freude mehr macht, wird man irgendwann aufhören.

    Also müssen auch für einen Trainer ein paar Rahmenbedingungen passen!

    Für mich ist eine funktionierende Gruppe entscheidend. Wenn alle an einem Strang ziehen und niemand quer schießt, dann macht das Spaß. Und wenn die Gruppe nicht explodiert! Wenn es mir zu bunt wird, setze ich Neuanfragen auf die Warteliste. Da frage ich auch nicht, da informiere ich nur den Verein.


    Was würde denn passieren, wenn du weiter auf eine Warteliste bestehst?

    Wenn du auf den Name des Fragestellers klickst, kommst du in das Userprofil. Dort steht, wann sich der User zuletzt eingeloggt hat. Das war in dem Fall übrigens 2 Tage nach Fragestellung. Es macht normalerweise keinen Sinn, solche alten Threads wieder auszubuddeln.

    Hier bei uns gibt es sehr selten Schnee und die Plätze (Asche / Kunstrasen) stehen ganzjährig zur Verfügung. Dafür sind Hallenzeiten kaum zu bekommen.

    Ab E sind die Spieler ganzjährig draußen.

    F spielt 1 mal 1,5 h in der Halle und geht wenn es nicht zu kalt und regnerisch ist einmal raus.

    G ist 1 mal 1h in der Halle


    Einen geregelten Spielbetrieb in der Halle gibt es nicht.

    Das ist ein schönes Projekt!


    Drei Abteilungen mit je drei Stationen und gedachten 10 Kindern an den Stationen macht 90 Kinder. Länger als 90 Minuten musst du wohl gar nicht einplanen, also machste das ganze einmal um 10 Uhr und dann noch mal um 12 Uhr, macht 180 Teilnehmer... 😁


    Dann machst du Stationenkarten und wer 6 von 9 Stempeln hat, bekommt ne Urkunde.


    Thema kannst du zum Beispiel hier abkupfern Anmeldung und Downloads :: DFB-Kinderbewegungs-Abzeichen :: Die Abzeichen :: DFB-Fußball-Abzeichen :: Sportlich :: Projekte & Programme :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V. hier haste schon zahlreiche Vorlagen. Ob man das offiziell anmeldet oder sich nur so bedient ist Geschmackssache.


    Die Stationen müssen doch nix arges sein. Neben den "fachlichen" tuts auch der klassische Eierlauf, Jonglieren mit Tüchern oder Sackhüpfen.


    Dann brauchst du noch ein Catering und ein Rahmenprogramm:

    Maskottchen vom nahegelegenen buli Verein einladen, vielleicht kann man ne Streetscocceranlage organisieren, ein Schwungtuch, bei uns gibt es Angebote vom Sportbund (Materialkisten)

    Denkbar wäre hier zum Beispiel ein 400 m Lauf als Abschluss.

    Aber Funino ist nunmal mit zwei Toren auf beiden Seiten und das widerspricht dem normalen Fußball. Wieso stellt man dann eigentlich nicht gleich auf jede Spielfeldseite ein Tor

    Warum bei einigen das Spiel auf zwei Tore direkt zu Stresspickel führt ist mir ein echtes Rätsel.


    Bei den ganz kleinen (G) erhöht das die Erfolgschancen denn der Ball treibt ja gerne irgendwo hin und dann ist die Wahrscheinlichkeit dass ein Tor auftaucht größer.

    Bei der F gehts doch dann schon um das Erkennen der besten Lösung für ein Problem. Das eine Tor ist zugestellt (später dann der Passweg) dann muss doch das andere frei(er) sein. Das ist doch eine gute Spielform um offene Wege zum Tor oder Mitspieler zu finden.


    Und der Sprung so ausgebildeter Kinder ein großes Tor zu finden und treffen, sorry, das ist doch nun gar kein Problem.

    Ich habe dann sofort einen neuen, temporären Co-Trainer und zumindest der Bein-Inhaber muss mitmachen. 8o Wollen beide nicht, dann sind sie auch bei mir falsch. Draußen kann auch bei mir jeder zugucken - wer so viel Zeit hat, kann sie gerne dort verschleudern. In der Halle mag ich keine Zuschauer. Die sind zu nah dran, die Füße stehen im Weg usw. Also gilt mitmachen.

    Ich habe aktuell meinen "Endgegner" in der Halle. Der Junge ist gerade 5 und kommt nun schon 5 Monate mit Mama/Papa. Die Eltern sind super sympatisch, machen alles mit. Wir ignorieren gemeinsam weitgehend das Verhalten des Sohnes, der oft gefrustet ist und sich heulend auf die Bank setzt. Der Junge macht super kleine Fortschritte aber er macht sie. Der Vater agiert inzwischen als echter Co-Trainer der nicht nur seinen Sohn motiviert sondern auch die anderen Kinder. Und ganz langsam lösen sich die beiden.


    Unsere Einteilung hatte sich auch aus den Notwendigkeiten ergeben. Ich habe zugesagt, die Bambinis zu machen, wollte aber nicht mit den Kindern in den Spielbetrieb weil mir das mit meinen Söhnen einfach zu viel werden würde. Und seit dem bleibe ich in der G2 stehen. Wir haben aktuell ein paar jüngere in der G1, die schon früh gekommen sind. Wir sind da also nicht sklavisch am Jahrgang, würde ja auch keinen Sinn ergeben. Und das hängt ja auch mit der Anzahl der Kinder zusammen.

    Ich will auch auf keinen Fall zum Ausdruck bringen, dass nur meine Art die Richtige ist!!! Aber wer sich auf die Zielgruppe Kindergartenkinder nicht einlassen will, sollte sich dort IMO nicht tummeln. Das bestätigen mir auch viele Fußballpapas, die auf den "richtigen" Fußball warten und froh sind, wenn jemand den Kindergarten managt.

    - G2 und jünger mögen keine Wettkampfspiele -> spricht für keinen geregelten Spielbetrieb (nicht mal 2 gegen 2) in dem Alter

    So halten wir das

    eher eine "Sportplatzpädagogik" als eine "Kindergartenpädagogik"

    Hier bin ich definitiv Team Kindergarten und meine Aufgabe sehe ich darin, die Kinder bis zum Übertritt in die G1 zu einem Team zu machen, mit dem der nächste Trainer dann in der Sportplatzmentalität arbeiten kann.
    Passt ja auch zu meiner Zielgruppe: Kindergartenkinder.


    Die Frage ist ja: wieviele Kinder "vergraulst" du mit einer Sportplatzmentalität denn die Sensibelchen kommen ja augenscheinlich nicht zu dir. Meine Sensibelchen haben bis zum G1-Alter Zeit sich zu gewöhnen und üblicherweise klappt das auch. Natürlich kann ich ihnen sagen: komm wieder wenn du nicht mehr an Mamas Bein klebst. Und vielleicht kommt das Kind mit 6-7 Jahren auch nochmal vorbei oder eben nicht.
    Alternativ kommt es verschüchtert mit 4-5 zu mir, es lernt schon Training kennen, löst sich nach einem halben Jahr so vom Bein dass Mama nicht mehr gefragt ist und alles wird gut.


    Ich verstehe aber auch, wenn ein Trainer sagt: ich bin Trainer, kein Kindergärtner. Aber dann ist man ggf. in der G2 nicht die Bestbesetzung.

    z.B. deine Lieblingsübung - da hast du die meisten Ballkontakte und das will ich bei mir verhindern

    Da hast du recht aber es gibt bei dieser Übung keine Standzeiten für die Kinder, denn ich werfe in sehr schneller Abfolge und alle sind in Bewegung. Das ist auch bei mir die einzige Übung in diesem Muster, ich halte jedoch den Nutzen sehr viel höher als den Aspekt, dass ich die vielen Ballkontakte habe. (Könnte ja theoretisch auch eine Ballmaschine übernehmen. Wäre das dann "ok"?)

    Vorallem die Tempoaufnahme - dass man mal rennen muss um den Ball zu erreichen (zumindest die, die so weit sind). Beobachtung vom Ball, in individuellem Schwierigkeitsgrad, Einschätzen eines hohen, auftippenden Balls, koordinative Zusatzübungen, Orientierung im Raum... Und: es hat bisher allen Kindern immer Spaß gemacht und alle jagen mit Feuereifer dem Ball hinterher.




    Was das Werfen/Fangen angeht

    Bei mir müssen die Kinder die Bälle immer erst selber hochwerfen und fangen. Kommt einer so gar nicht klar, werfe (rolle) ich ihm den Ball ein paar Mal in die Arme. Er macht die Erfahrung wie es sich anfühlen soll und lernt. Dann wieder alleine weiter. Aufwand? Eine Minute... Es gibt immer Kinder die angeleitet Fortschritte machen und solche, die die Dinge alleine rausfinden.
    Instruiertes Lernen finde ich nicht per se falsch. Es wirft ja auch keiner sein Kind ins Schwimmbecken und sagt: findest du schon raus. Man zeigt es den Kindern und übt mit ihnen. Oder ganz krass: Volleyball. Wenn man das falsch macht, tuts saumäßig weh. Das muss man nicht schmerzhaft rausfinden, das kann man instruieren.
    Aber für mich sind das eher so kleine nötige Korrekturen. Und natürlich nach dem Motto: so wenig wie möglich.

    Die Frage ist, wie ich mit jemandem umgehe, der ohne Funktion ist, aber so viel Unruhe reinbringt. Der Vorstand möchte sich kümmern, aber im Verlauf des Threads haben aufmerksame Leser ja schon mitbekommen, wie aktiv unser Vorstand ist. ^^

    Vorab: ich habe einen Jugendleiter, mit dem ich mich gut verstehe. Passt mir was gar nicht, dann setze ich irgendwann ein Ultimatum und drohe offen mit Rücktritt. "Wenn ich bis zum 1.4. nicht endlich einen eigenen Schlüssel bekomme, kannst du dir nen anderen Doofen suchen, dann bin ich raus."
    Die Vorstände sind ja meist auch vollkommen überlastet, zu wenige Aktive an zu viel zu tun. Da wird eben zuerst das erledigt, was schon brennt. Daher ist das manchmal der einige Weg, ein Problem zu lösen.

    Ich trainiere inzwischen den sechsten Jahrgang bei den Bambinis im G2-Alter. Über die Zeit haben sich für diese Altersklasse (zur Zeit 2017 und jünger) für mich ein paar Dinge herauskristallisiert:


    keine Wettkampfspiele gegeneinander - natürlich gibts Kinder die das schon mögen aber viele in dem Alter können überhaupt noch nicht verlieren. Wenn ich also etwas Wettkampf haben möchte, dann spielen die Kinder gegen die Trainer. Etwa wenn sie an uns als Gegenspieler vorbei sollen. Ausnahme ist hier nur Fußball spielen, hier funktioniert das interessanterweise.


    Die Einführung von Staffeln ist häufig eine wilde Sache. Dass jede Gruppe seine eigene Wendemarke hat, wird meist ignoriert oder ist noch zu kompliziert. Hier nehme ich gerne das Raumschiff-Thema, die Raumschiffe fliegen und den Mond und kommen zurück, jedes Team hat seinen Raumstationskapitän (Erwachsener), der versucht, das ganze zu steuern. Wenn das leidlich klappt, wäre ja der nächste Schritt, dass die zwei Gruppen gegeneinander antreten. Das verstehen die Kurzen mit 4-5 einfach noch gar nicht. Ein Jahr später sieht das ganz anders aus.

    Fangenspiele erspare ich mir auch noch. Hier steigen nach kürzester Zeit die meisten Kinder gedanklich aus. Und ich hatte auch schon tränen, weil die Kinder nicht wollten, dass man ihnen was in die Hose steckt oder wegnimmt. (Schwänzchenfangen)


    Ein Jahr später sind diese Phänomene weg. Die Kinder machen im letzten Kindergartenjahr oder in der ersten Klasse einen riesigen Entwicklungsschub. In allem! Es ist ein sehr großer Unterschied, zwischen 4-5 Jährigen und Sechsjährigen. Wenn ich bei unserer aktuellen G1 aushelfe, dann fällt mir immer als erstes auf, wie "frech" im positiven Sinne die Kinder geworden sind.



    Dass Kinder einen Ball nicht fangen können hat erstmal mit dem Tempo des Balles zu tun. Versuche mal, dass das Kind mit ausgestreckten Armen (Handflächen nach oben) vor dir steht und du wirfst ihm den Ball von unten in die Arme, so langsam, dass der Ball schon fast in die Arme rollt. Das Kind muss also nur zugreifen. Die Lernkurve hier ist meist sehr steil, schon nach 2-3 erfolgreichen Versuchen kannst du den Wurf schwieriger gestalten oder das Kind soll selber hochwerfen (auch hier erst nur ganz bißchen).

    Trainings starten bei mir immer mal wieder mit jeder hat einen Ball, wirft ihn hoch und fängt ihn wieder. Dann mit Auftippen lassen, dann rollen um die Füße, führen um den Bauch und so was.


    Zum Thema Ball verfolgen (Sichtfeld etc) habe ich ein Lieblingsspiel in der Hallenzeit. Ich stelle mich mit einem Ballreservoir unter den Basketballkorb, die Kinder stehen in einer Schlange neben mir. Ich werfe dann für das erste Kind den Ball im Schockwurf in den freien Raum, der Ball soll einmal auftippen und dann aufgefangen werden. Die Kinder laufen also los, müssen den Ball beobachten und auffangen. Dann zurück kommen, Ball ins Reservoir und wieder anstellen.

    Ich kann somit die Intensität perfekt steuern. Für die, die schon weiter sind, werfe ich den Ball weit nach vorne, so dass der Spieler sprinten muss. Ein Anfänger bekommt den Ball kurz geworfen, der hat schon mit dem Gucken / Fangen genug zu tun.

    Ist die Übung eingeführt, dann kommen Zusatzaufgaben, etwa unterwegs hinter dem Rücken klatschen oder eine Drehung, mal liegt noch ne Weichbodenmatte im Weg etc. (ältere können den Ball auch mit dem Knie annehmen oder per Fuß verarbeiten)

    Zweiter Part: Aufbau bleibt, ich rolle den Ball und die Kinder müssen hinter her laufen und den Ball mit dem Fuß stoppen (öfter auch mal mit Torabschluss).

    Dritter Part: ich stelle mich hinter das Kind und variiere Werfen und Rollen. Die Kinder dürfen vorher nicht gucken sondern müssen darauf reagieren ob der Ball von oben oder unten kommt. (hier kommen die Vierjährigen noch nicht mit, die Fünfjährigen schon, die ganz kleinen frage ich dann immer was sie haben wollen)


    Rolle vorwärts / rückwärts können meine alle. Wenn du Hilfestellung geben willst: Mit einer Hand drückst du den Kindern vorsichtig den Kopf nach vorne (Kinn auf die Brust, runder Rücken), mit andere Hand drehst du sie um...

    Mit dem Abwerfen will ich den Kindern das Gefühl geben, dass ein Ball "nicht weh tut" und ihnen die Angst vor dem Ball nehmen.

    Hier gehe ich immer davon aus, dass die Kinder beim Fußball sowieso Ballaffin sind und keine Angst davor haben, BIS sie Völkerball spielen müssen und andere Erfahrungen machen. :pinch: na ja, ich hasse Abwurfspiele... schon immer.

    ungeeignet...

    ich habe derzeit ein paar Sensibelchen, die würden sich sofort auf die Bank setzen, wenn es um Abwurfspiele geht.
    Wie sähe das aus: einer wirft, trifft nicht, holt den Ball und versucht sich erneut = viele Standzeiten für den anderen während des Ballholens. Wenn schon dann zwei Bälle, jeder der den Ball hat versucht einen Mitspieler abzuwerfen...


    Ich halte nix von Abwurfspielen in dem Alter. Bei Bambinis lautet das Thema: der Ball, mein Freund. Das Abwerfen ist das exakte Gegenteil davon. Selbst mit einem weichen Ball.
    Als Grundlage fürs Fintieren finde ich Fangis geeigneter und hier ist für mich der G1-Jahrgang das Einstiegsalter. Einem Ball ausweichen ist immer eine Sackgasse oder fällt dir außer Völkerball ein Spiel ein, bei dem man das braucht?

    Du kannst in dem Alter auch eine Gruppe von 2-4 Spielerinnen bitten, das nächste Training vorzubereiten und zu leiten. So ein Perspektivwechsel kann hilfreich sein.

    Ansonsten: mit dem Team außerhalb vom Platz die Ziele besprechen und über die Erwartungen reden...

    Wenn etwa alle großen Quasselbedarf haben, dann setze das Training 15 Min. früher an, nenne es offiziell Taktikbesprechung in der Kabine oder so ähnlich und gebe ihnen so "offiziellen" Raum zum Quasseln. (Bei den Kleinen nennt man das Tummelphase und geht von der Trainingszeit ab).


    Grundsätzlich ist es im Mädchenbereich - gerade auf den unteren Ebenen - häufig so das die Mädels mehr aus sozialen Gründen (meine Freundin spielt Fussball also gehe ich da auch mal hin) denn aus Ehrgeiz Fussball spielen. Daher stehst du mit der Herausforderung wohl nicht alleine da. (Sehe ich auch immer wieder bei unserer U15 und die sind immerhin Tabellenführer)

    Ich glaube, bei Mädchen sieht Ehrgeiz nur anders aus. Irgendwie "leiser" und "sozialer".
    Und ich hatte Trainer, die allesamt Probleme hatten, uns am Anfang des Trainings in Schwung zu bekommen aber wenn wir uns erstmal aufgerafft hatten, lief es.

    In einer Übung stören geht eigentlich nur bei Standzeiten und die kann man komplett rausnehmen.

    An die, die glauben, man könne hier als Trainer wirklich Einfluss nehmen: die Kinder müssen regelmäßig zum Kinderarzt. Ab Geburt wird das Gewicht mitgeschrieben und bewertet und glaubt mal: das wird der Kinderarzt nicht nur einmal angesprochen haben... Und das Wort eines Kinderarztes hat sicher mehr Gewicht als das von einem Trainer.

    Wir hatten vor Corona in einem Team unter uns Eltern eine tolle Gemeinschaft, die sich wöchentlich im Vereinsheim auf ein Getränk getroffen hat. Ein Spieler aus dieser Truppe war noch nie schmal, hat dann aber mit Start der Pubertät massiv zugelegt. Wir hatten das mit der Mutter sehr sehr offen besprochen. Beide Eltern übergewichtig, Mutter im Gesundheitssektor beschäftigt

    • Trennung/Scheidung: der Vater würde nicht mit machen und dem Jungen alles erlauben.
    • vollkommen verquere Selbsteinschätzung der Mutter selber und vom Kind
      "Der isst gar nicht so viel, er ernährt sich doch schon gesund... Klar Schatz, kannst du noch nen Durstlöscher haben."
    • Folgeerscheinung: Mobbing in der Schule und Frust im Team
      Er hat sich schon immer als TW verstanden, wollte dann aber doch mal im Feld spielen. Der Junge hat zu dem Zeitpunkt keine Runde mehr um den Platz geschafft, auch nicht im langsamsten Trab. Der Trainer hat ihm ne Abfuhr erteilt.


    Dass man Trost im Essen/Naschen sucht, ist weit verbreitet.
    Dass man im Elternhaus nicht gut ernährt wird, auch.
    Dass auch die Eltern im Zuge von Überforderung (Arbeit, zu wenig Zeit für die Kinder etc.) auch zur Schokolade greifen oder eben über Mäckes nach Hause fahren, auch.

    Btw: In dem Alter hat man auch Taschengeld, welches man üblicherweise eher zum Dönermann bringt als zum Gemüsehändler.


    Nee nee, das alles wissen die Betroffenen oder haben eine so verquere Innenansicht, dass man ihnen sowieso nicht bei kommt.

    Was mich aber sehr ärgert, dass die meisten Spieler nicht zum Heimatverein zurückkommen, wenn die Spielzeit gegen 0 tendiert

    Ich glaube, diesem Phänomen kann man aber entgegentreten in dem man einen solchen Spieler wohlwollend und freundlich verabschiedet. Wenn man im Guten geht und noch eine Extraportion Wertschätzung mit auf den Weg bekommt, dürfte ein Rückweg zumindest möglich sein.

    Bei dieser Frage habe ich hier im Forum noch keine zweite Meinung gelesen und der allgemeine Tenor ist: Lass das Thema einfach sein. Das ist privat. Du hast es ja schon angesprochen. Das würde ich bei plötzlicher Zunahme auch tun so nach dem Motto: Hat er eine Erkrankung, muss er Medikamente nehmen o.ä.


    Ansonsten kann man etwas schnodderig formulieren: man muss einem Dicken nicht sagen, dass er dick ist. Ein Dicker ist dick, nicht blind.


    In einem normalen Verein solltet ihr das Kind auch normal behandeln. Es ist eben nicht mit "Reiß dich mal zusammen" getan. Adipositas ist eine Erkrankung, die viele Gründe haben kann.

    Die Aussage ist zu pauschal. Ich behaupte mal (mein persönlicher Eindruck) weit mehr als die Hälfte der Kinder möchte lieber hoch gewinnen als gegen gleichstarke Mannschaften zu gewinnen.

    Bezieht sich diese Beobachtung auf die Top 3 des Teams? Also auf die Wechselwilligen? Das glaube ich eher nicht. Die Top 3 sind die, die nicht nur 2 x 90 Min trainieren sondern viele / jede Gelegenheit nutzen, zu kicken. Die abends als letztes nochmal mit dem Stoffball gegen die Tür schießen oder den Ball hochhalten.

    Diese Spieler hatte ich bei meiner Aussage vor Augen. Nicht der dicke Paul, der freut sich in der Tat über ein 8:0.

    In den aktuell laufenden Beiträgen zum Jugendleistungsfußball wird doch von einigen die D-Jugend als schon quasi zu spät angesehen. Da darf es einen wirklich nicht wundern, wenn Jugendliche "mehr" wollen.
    Und sind wir doch mal ehrlich: am meisten Spaß macht es, wenn man mit und gegen ähnlich gute spielen kann. Der Top 3 Spieler eines Teams findet diese Bedingungen meist nicht. Und auch dein Training wird sich doch eher an vielen orientieren und nicht an den besten, oder?