Meine Jungs waren beide von 3-6 beim "Handball" - ein Kinderturnen auch und mit Ballspielen. Dort wurden Grundlagen gelegt, die man auf dem Fußballplatz nicht hinbekommt, schon allein mangels Gerätschaften (Matten, Kästen, Seilen etc). Dennoch wollten beide nichts anderes als kicken und haben das Handballtraining irgendwann verweigert.
Und das geht den Eltern von rund der Hälfte unserer Kinder auch so: Fußball, Fußball, Fußball... Vollkommen Gaskrank, die Kurzen
Morgens ist das erste der Stoffball, abends noch mal kurz gegen die Wand kicken und erst dann ins Bett.
Im Wintertraining übernehme ich mehr das Ruder, auf dem Platz macht das mein Mann und ich übernehme den Orgakram. Ich kenne einfach als Hallensportler einfach viel mehr Spiele etc. Im Winter liegt bei uns der Schwerpunkt definitiv auf Bewegungserfahrung. Im Sommer ist es Fußballlastiger.
Die Hälfte der 10er sind zur Zeit noch im Schwimmkurs. Dennoch ist die zweite Einheit, die wir jetzt im dritten Jahr dazu genommen haben, bei den Eltern gut angekommen.
Wir machen 1 x 60 Min und 1 x 90 Min. Das hat aber eher mit den Arbeitszeiten des Trainers zu tun.
Aber der Gedanke auf 75 Min zu gehen hat wirklich seinen Reiz! Müssen wir mal drüber beratschlagen.
Wenn ich von meinen Söhnen ausgehe, dann sind sie Multibewegungstalente. Gerade der Große (8) kann so ziemlich alles ohne dass er irgendwie "gefördert" würde. Skifahren, Streethockey, Leichtathletik, schwimmen. Ist wurscht was er macht. Aber wollen will er eigenlich nur kicken.
Der Kleine (noch 5) steht ihm in nix nach, wobei es bei ihm schwerer ist zu beurteilen ob er das aus eigenem Antrieb macht oder weil sein Bruder es ihm vorlebt.
Schlussendlich ist es wie überall: Man muss den Kindern Angebote machen. Unser Angebot an unsere Kinder sind ausreichen Platz und Nachbarskinder.
Ich glaube, damit ist man schon ganz vorne.
Aber was machen Kinder, die irgendwo in der 2. Etage an der Kreuzung oder einsam auf nem Bauernhof wohnen? Sind die nicht über zwei mal die Woche Training dankbar?
