Beiträge von Goodie

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    Hier im Ruhrgebiet gibt es hinter jedem zweiten Stopschild ein NLZ oder einen Verein der sich "Leistungsorientiert" aufstellt.
    Daher ist man hier gut beraten sich immer breit aufzustellen. Diese Probleme mag es bei euch nicht geben...


    Natürlich entlässt man die Kinder mit einem Lächeln und wünscht ihnen alles Gute aber man wird auch immer um einen Teil seiner Arbeit betrogen und zurückgeworfen


    Daher ist es in meinen Augen schlau nicht nur auf zwei Experten zu setzen.
    Btw... Bei unseren acht potentiellen TW haben wir auch zwei die sich besonders geschickt anstellen. Aber die werden ihren Weg gehen. Da bin ich ganz sicher

    Ich denke, das in der FPL diese Situation durchaus vermehrt auftreten...mal mehr mal weniger deutlich. Und da bin ich der Meinung, das mit einem Schiri das deutlich eleganter gelaufen wäre...da wäre ein Pfiff gewesen und keiner hätte was gesagt. Es ging ja nicht darum ob Foul oder nicht..sonder das das Kind deswegen nach 60 Sekunden runter mußte, da es sich aufgeregt hat.
    Ich kann die Beweihräucherung der FPL nicht mehr hören...es wird verkauft, als ob es nur noch Friede Freude Eierkuchen ist- das ist es garantiert nicht.

    Nein, es geht darum, dass hier Eltern kein Benehmen und kein Vertrauen in den Trainer haben. Ich nehme die foulenden Kinder auch häufiger kurz runter denn dann will ich das Kind beruhigen und ihm kurz nochmal erklären wie er es besser machen kann. Das endet dann meist mit: "so, jetzt warte noch kurz, dann kommst du wieder rein". Mir ist da noch nie ein Elternteil krum gekommen.


    Die FPL ist ja nicht wegen der Kinder sondern für die Kinder gemacht. Sie dient ja dafür, die Erwachsenen zu maßregeln. Und das scheint leider nötig, wie ja dein Beispiel eindrucksvoll geschildert hat.
    Ich meine das jetzt gar nicht polemisch aber wer darauf keine Lust hat, der kann sich ja als Trainer ne B-Jugend vornehmen... Wer jedoch im Anfängerbereich arbeitet, sollte auch die herrschenden Regeln einhalten und ja, auch unterstützen.


    Das einzige Problem, welches sich meines Erachtens nicht so ohneweiteres lösen lasst ist der Umstand, dass "brave" Teams in der Tat im Nachteil sind. Die rücken den Ball raus, wenn der Gegner nur entsprechend auftritt. Und das dürfte in den älteren Jahrgängen noch deutlicher werden als in der F-Jugend.


    Hier würde ich bei den anderen Sportarten gucken. Die Handballer haben bei der E-Jugend einen Schiri aufm Platz. Nach einem Pfiff geht er zu dem Spieler und erklärt ihm kurz, warum er jetzt pfeifen musste: "Du darfst mit dem Ball in der Hand nur drei Schritte machen. Das gerade waren sogar fünf".


    Die Volleyballkinder stellen das Schiedsgericht selber. Es finden immer kleine Turnier mit drei Teams statt. Zwei spielen, eins pfeift. Da machen die Kinder wirklich alles alleine: 1. + 2. Schiri, Anschreiber und Linienrichter -> 5 Kinder sind beschäftigt. Der Trainer der Schiritruppe geht umher und stärkt seine Kinder. Guckt ob richtig aufgeschrieben wird oder sitzt auch schon mal am Fuße seines 1. Schiris, wenn der das zum aller ersten Mal macht. Funktioniert echt prima.
    Diese Variante könnte ich mir beim Fußball ab der E-Jugend auch gut vorstellen. Spielfeste mit 5 Teams, vier spielen und die fünfte pfeift auf zwei Feldern. Mit Linienrichter und "viertem Offiziellen" bei den Trainern. Dann sind auch alle beschäftigt. :D
    Mir gefällt das mit den Spielfesten eh sehr gut!

    Mich würde interessieren, mit welchen Spielformen ihr gute Erfahrungen gemacht habt.
    Mir gehts um Kindertraining und Spielformen 2:2 bis 5:5 und deren Zusatzaufgaben.


    Hier gelesen habe ich die Variante, dass die Ballführende Mannschaft ohne TW spielt während die andere gleich zwei ins Tor stellt. (werde ich auf jedenfall mal ausprobieren)
    Ich selber habe gute Erfahrungen mit: 4:4 und nach jedem Tor wechseln beide Teams den Torwart. Dadurch verändert sich die Charakteristik jedesmal deutlich.


    Welche Varianten funktionieren bei euch sehr gut?

    Da marschiert der Vater mit Frau und Bruder im Schlepptau zum Trainer in der Coachingzone und fängt da an zu diskutieren..lauthals! Packt dann sein Kind...geht mit ihm in die Kabine zum Umziehen und düst nach HAuse...nach 60 Sekunden Spielzeit...
    Ein Schiedsrichter hätte da Freistoß gepfiffen...alle hätten drauf gehört und die Sache wäre erledigt gewesen!

    Das ist aber doch kein Gegenargument für die FPL sondern die Geschichte einer Familie, die sich nicht zu benehmen weiß. Solche Eltern sind die, die am Ende dem Schiri eins mit dem Schirm überbraten!
    Kinder und Trainer haben doch ALLES richtig gemacht!!!

    Sicher kann man immer noch was verbessern! Aber der Kurs war in der Tat nur unter der Woche abends.
    Heut kam das Thema Elternkommunikation übrigens noch vor. Aber am Wochenende für 26 Teilnehmer... auf welchen Platz willste denn da gehen? Da finden dann ja auch die Spieltage statt. Und die Teams und Trainer sind alle unterwegs... Nee, ich fand das jetzt alles nicht so dramatisch.
    Aber ich - als Anfängerin - kann mich eh gut in die Anfänger versetzen. :D


    Auch die Gespräche gerade noch an der Theke haben ergeben, dass durchaus einige erleuchtet wurden.


    Es ging ja nicht darum, dass die Trainer besser spielen sollten sondern zu erfahren, was Spaß machen kann und was nicht so gut ankommt. Und da sind dann in der Tat alle wieder Kinder. Spaß, Spaß, Spaß! Und lasst euch auf diesem Weg nicht beirren. Wie gesagt: Training für 6-10 Jährige...

    Na ja, ich frage mich jedoch, wie wir nach 18 Uhr noch unter der Woche eine Bambini- oder F-Jugend auf den Platz hätten bekommen sollen. Da der Kurs dezentral und abends war (Gott sei Dank) musste man sich also mit den anderen Teilnehmern als "Kinder" begnügen. So viel Phantasie kann man aber durchaus erwarten, zumal alle Teilnehmer schon Erfahrungen mit Kindern hatten. Und zum Teil haben wir uns ja auch benommen wie die Bambinis... "langweilig, Trainer... wann ist die Spielstunde zu Ende?" Das hat der Dozent dann aufgenommen und gleich in die Runde gefragt, wie man denn mehr Schwung in die Übung bekommen kann.


    Überhaupt wurden die von den Teilnehmern vorgeschlagene Übungen zum Teil weiterentwickelt. "Wie könnte diese Wettkampfübung denn aussehen, damit auch der dicke Paul am Ende ein Erfolgserlebnis hat?" öh... ratloses Schweigen aller Teilnehmer aber der Dozent hatte durchaus ne Idee... oder "wie bekommst du bei der Übung denn jetzt die Wartezeiten raus?" Diese Ansätze fand ich sehr hilfreich.


    Elternkommunikation hätte ich auch gut gefunden, ich weiß aber nicht ob da nicht noch was kommt. Und eine Ergänzung mit E-Learning fände ich durchaus sinnvoll. Man kann ja das eine tun ohne das andere zu lassen.


    Lt. meinem Mann legen die Ausbilder und Prüfer beim C-Schein dann durchaus Wert auf persönliche Ausstrahlung aufm Platz. Da war bei einigen durchaus Luft nach oben.

    so, es ist fast vollbracht. Morgen ist vorerst der letzte Termin. Danach kann man noch den Basiskurs buchen und dann darf man sich Teamleiter schimpfen.


    Was habe ich mitgenommen? Außer einigen Übungen, die ich gleich mal fleißig notiert habe, eigentlich nicht so viel Neues. Wenn überhaupt dann die Erkenntnis, dass ich/wir es auch ausm Bauch raus ziemlich gut gemacht haben. Die Praxis, bei den zwei Jahren älteren Kindern abzuschauen, war diesbezüglich ebenfalls sehr hilfreich.
    Das hat sich ja auch daran gezeigt, wie weit die Kinder bei uns in den drei Jahren gekommen sind. Wir können die Kurzen auf jedenfall ruhigen Gewissens in die F-Jugend entlassen. :thumbup:


    Mit den anderen Kursteilnehmern hat es sehr gut funktioniert. Da mag mich nicht jeder für voll genommen haben - das ging mir aber ähnlich :D - aber das Groß hat uns Damen durchaus akzeptiert.


    Gestern waren wir in der Halle und haben 2:2 gespielt. Durch Auslosen ergab es sich, dass wir Frauen gemeinsam gegen zwei Herren antreten sollten. Einer der Männer knallte dann mal gleich den Ball recht feste auf das kleine Mattentor. Worauf hin meine Mitspielerin das Mattentor kurzerhand hochkant gestellt hat. DAS gab dann außer einem schmunzeln des Dozenten keinerlei weitere Kommentare. Ist auch nur mit 3:0 verloren gegangen. :D


    Das einzige, was ich schade finde ist, dass man einigen ansehen konnte, dass sie das alles für Kinderkram halten und sich eher nicht auf das Konzept von Spaß an der Bewegung einlassen werden. Die werden weitermachen wie bisher (Ergebnisorientiert). Aber das sind zum Glück nur einzelne gewesen und schon der Dozent scheint wohl der Auffassung zu sein, dass man nicht jedes Individuum retten kann...



    Fazit: alles gut!

    Bevor du dich wählen lässt, solltest du ein komplettes Meinungsbild der Aktivposten einholen. Bei wem läufst du offene Türen ein und wo prallst du einfach ab? Ist deine Meinung und sind deine Ziele mehrheitsfähig? Bedenke immer, dass ein paar wenige manchmal in der Position sind, alles ins Wanken zu bringen (Meinungsmacher, gerne bei den AHs zu finden).


    Desweiteren kann ich dir nur empfehlen, im Vorfeld ein Schattenkabinett zu bilden. Also Leute, die direkt mit dir zusammen loslegen würden.



    Aus meinem Arbeitsumfeld (Großunternehmen) weiß ich, dass Veränderungsprozesse Jahre dauern können. Und während man zum Beispiel in der Führungsebene begeistert losmarschieren will und die Malocher nur auf diese Umsetzung warten, ist das gut etablierte mittlere Management wie eine Lehmschicht. Vollkommen undurchlässig. Und daran kann man sich ggf. die Zähne ausbeißen.
    Wenn du also den Vorstand im Boot hast und die Eltern ins Boot bekommst, dann könntest du immer noch an Trainern oder anderen "Besserwissern" scheitern. Daher die Reihenfolge: Vorstand, Trainer, Eltern beachten...

    Bin ich der einzige, der denkt das das nicht die Aufgabe eines Trainers ist.
    Wie verhält sich der "Rowdy" denn innerhalb der Mannschaft und des Vereins?
    Wie schildert er die Situation?


    Warum soll der Trainer etwas bestrafen was eigentlich Job der Schule und der Eltern ist?
    Ich will als Trainer nicht die Exekutive der Eltern und der Schule sein

    Nein, bist du nicht.


    Ich würde, wenn ich davon Kenntnis erlangt hätte, ein Gespräch mit den Eltern beider Kinder führen. Es wäre für mich interessant, beide Seiten der Geschichte zu hören und zu bewerten, wie sich die Eltern und der Rowdy selber zu dem Thema positionieren. Ich würde wohl mein Handeln insbesonders von der Unterstützung der Eltern des Rowdys abhängig machen.


    Ein Kind ist mit gutem Grund noch nicht strafmündig und ihr würdet ihn sogar ohne "Prozess" bestrafen... nee, ich finde das keine gute Lösung

    Ich finde auch, dass das ganze auf einer anderen Ebene geklärt werden. Warum muss man da den Trainer ins Rampenlicht ziehen? Wo sind die Lehrer und die Eltern? Das muss dort geklärt werden, wo es passiert ist!
    Die Kinder werden ja auch weiter zusammen in die Schule gehen und das sehr viel häufiger als dass sie Fußball spielen.

    Schöne heile Welt? Oder kann man es nicht doch ein Stück weit gestalten?!? Zumindest mit den Teams im Kreis auf die man immer wieder trifft?


    Grundsätzlich steht und vorallem fällt die FPL an der Regel, die besagt dass die Trainer in einer GEMEINSAMEN Coachingzone stehen und ggf. eingreifen sollen. DAS habe ich noch kein einziges Mal erlebt!!! Wäre es so, dann könnte man sich auf Erwachsenenebene kurz einigen und gut wäre es.


    Wie es eben auch laufen kann hab ich heute morgen erlebt: Blutjunge Trainer (15) coachen ihre junge F-Jugend. Einer ihrer Spieler foult. Die Trainer greifen ein: "Foul, Freistoß für die anderen." Der Ball lag ein ziemlich nah beim Tor. Worauf hin der gegnerische Trainer reinrief: "macht ihn Indirekt!" Das fand ich sehr fair!
    Waren schöne enge und spannende Spiele heute morgen...

    Wenn es wirklich gelingt, die Kinder machen zu lassen, dann habe ich schon folgende Varianten erlebt:


    F-Jugend: blau geht vom Platz und sagt 2:1, grün geht vom selben Platz und sagt zum selben Spiel 1:1. Wie kam das? die grünen haben einen Freistoß nicht akzeptiert ("war kein Foul") und dementsprechend das daraus resultierende Tor einfach nicht mitgezählt. Wen kümmert es? Für die Kinder war die Welt in Ordnung.
    An dem Tag habe ich ehrlich gesagt was elementares kapiert! Kinder haben einen hohes Gerechtigkeitsempfinden. Wenn man das ankratzt, wird es haarig. Aber wenn man sie machen lässt, dann finden sie Lösungen.


    Bei einem Bambinispiel wurden sich die Kinder partout nicht einig - drin? nicht drin? Es wusste keiner, alle Kinder brüllten sich an. Was half? Schnickschnackschnuck, drei Durchgänge ohne Brunnen! Die Kinder haben mitgefiebert und angefeuert und am Ende haben sie sich ohne weiteres Murren gefügt.


    Wir hatten mal ein Bambinispiel wo echt alle vergessen haben mitzuzählen. Der Gegner war total nett, alle in nette Gespräche am Rande vertieft... dann bimmelte ein Handy - Abpfiff. Wir haben die Kinder gefragt und wieder: die blauen wussten 6-5, die roten meinten unentschieden. Alles klar, so isses.


    Und das leidige Thema Tabellen: es gibt keine. Fertig.
    In der Schule jammern die Erstklässler auch schon mal, dass sie noch keine Noten bekommen. Deshalb denken sich aber die Erwachsenen trotzdem keine aus.
    Sobald einer anfängt, eine virtuelle Tabelle zu kreieren ist das Thema da und man bekommt es kaum eingefangen. Das machen sowieso nur die erfolgreichen Teams. "wir müssten erster sein"



    Das schließt im übrigen überhaupt nicht aus, dass sich die Kinder voll reinhängen. Dass sie gewinnen wollen. Es hat einzig mit der Bewertung am Ende zu tun.


    Und ja, wenn der andere Trainer ein Vollpfosten ist, dann tu ich mich mit der Gelassenheit auch sehr schwer. Da zerrt dann mein eigener Ehrgeiz auch zähnefletschend an der Kette... Vollkommen normal. Aber damit tut man den Kindern keinen Gefallen.

    Ich habe das mal beim Volleyball bei einem Trainingswochenende mit 10 Jährigen einbaut. 1,5 h Regelkunde und Schirischulung.
    Ist beim Volleyball aber auch sinnvoll, da schon die Kinder selber pfeifen und anschreiben. Ein Schiedsgericht benötigt beim Volleyball 5 Kinder.


    Kam bei einer Hälfte des Teams gut an, die andere Hälfte ist eingeschlafen. :D


    Bevor ein Training wetterbedingt ausfällt, könnte man das mal machen. Es gibt auch eine Menge Indoorspielchen zum Thema Teambuilding mit denen man so etwas auflockern könnte. Müsste man halt mal vorbereiten und bei Bedarf aus der Tasche ziehen. Spontan dürfte das nicht gelingen

    Wenn man seine eigenen Grenzen kennt und einhält - und das mache ich schon sehr sehr lange, sowohl im privaten wie auch im Berufsleben - dann ist man schon mal einen Schritt weiter.
    Deshalb betone ich doch auch immer wieder, dass ich mich beim Fußball nur so lange im Geschäft fühle, wie die Kinder klein sind und im Anfängermodus rumturnen. Auch beim Volleyball macht es mir mit Anfängern viel mehr Spaß, als eine Bezirksklassemannschaft in die Bezirksliga zu führen.
    Ich bin seit 12 Jahren schon Trainerin. Beim Volleyball, Handball und jetzt Fußball. Immer bei den Anfängern. Werfen - rückwärtslaufen - Purzelbaum...


    Wenn ich also davon rede, dass ich weiß, wer meine Leistungsträger sind, dann meine ich wiederum genau meine Trainingsgruppe zu dem Zeitpunkt wo ich diese Einteilung vornehme! Meine 12 Strafraumhelden, die ich zum großen Teil seit drei Jahren begleite. Wo ich beobachte, dass immer mal wieder einer einen Sprung macht, ein anderer eher stehenbleibt oder sogar einen Schritt rückwärts macht (meist ist das Anlauf vor dem nächsten Sprung). Deshalb ja: wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. 8)